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Aktuelles


Liebe Webseiten-Besuchende,

aufgrund der Corona-Pandemie befinden sich ALLE Mitarbeiter:innen der EPN Hessen-Geschäftsstelle aus Gründen der Prävention und des Gesundheitsschutzes zur Zeit im Homeoffice. Persönliche Termine können zur Zeit nicht stattfinden. Bitte kontaktieren Sie uns bis auf Weiteres zuerst per E-Mail. Wir bemühen uns, Ihre Anfragen zeitnah zu beantworten, bitten aber um Ihr Verständnis, sollte es im Einzelfall etwas länger dauern.

Beste Grüße & bleiben Sie gesund!
Das Geschäftsstellen-Team

 


November 2021

EPN Hessen-Newsletter 10&11/2021

Aktuelle EPN Hessen-Kooperationsveranstaltungen * Online Fortbildungsreihe: Modul 2 „Geschlechtergerechtigkeit“ (Di., 23.11.) * Online-Seminar: „Digitales Engagement für eine gerechte Welt – Erfahrungen aus dem Globalen Süden und Norden“ (25.11., online) * Staffel XI der Film- und Diskussionsreihe FERN:WELT:NAH (25.10.-13.12.) * Aus dem Netzwerk * NETZ Bangladesch: Pressemeldung „Die Krisen anpacken – und nicht loslassen“ * Weltläden in Hessen: Seminar „Vom Kakaobaum bis zur Schokocreme“ (05.12.2021, Witzenhausen) * Atrium e.V.: Projekt “Sinneswandel im Blick-Inklusiver Kulturgarten” * Christoffel-Blindenmission: Fachveranstaltung: „Das Schweigen brechen – Wege zu inklusiver Gewaltprävention für Frauen mit Behinderungen weltweit“ * Materialien * Mitmachen: Kampagnen, Wettbewerbe & Ausschreibungen * Terminlese

Der Newsletter informiert über Aktivitäten im Netzwerk, entwicklungspolitische Neuigkeiten, neue Bildungsmaterialien, aktuelle Mitmach-Aktionen und Veranstaltungen. Am besten gleich abonnieren!

>> Und hier geht es direkt zum Newsletter 10&11/2021

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EINLADUNG zur Bewerbung um die Trägerschaft einer Eine Welt-Promotor:innen-Stelle zu Migration, Diaspora und Partizipation in Hessen

Das Entwicklungspolitische Netzwerk Hessen (EPN Hessen) sucht zum 01.04.2021 einen migrantisch-diasporischen Verein als Anstellungsträger der Fachpromotion zu Migration, Diaspora und Partizipation. Die Stelle ist aktuell noch bei dem Programmträger und damit in der Geschäftsstelle des Landesnetzwerks angesiedelt, soll aber im Sinne der Stärkung migrantisch-diaporischer Selbstorganisation baldmöglichst an einen entsprechenden Verein übergehen. Dieser kann vorübergehend, so gewünscht und erforderlich, für die Administration und Personalverwaltung der Stelle auf die Unterstützung des EPN Hessen zählen.

Die Ausschreibung der Anstellungsträgerschaft ist im konkreten Falle bis Ende des jetzigen Programmzyklus 2019-2021 verbindlich an die Weiterbeschäftigung des jetzigen Fachpromotors für Migration, Diaspora und Partizipation mit einem Stellenumfang von 70% geknüpft. Für den nächsten Programmzyklus (2022-2024) kann die Stelle neu ausgeschrieben werden.

Vereine/Organisationen, die Anstellungsträger für die Stelle der Fachpromotion für Migration, Diaspora und Partizipation werden möchten, werden gebeten, eine Bewerbung einzureichen, die folgende Informationen enthält:

  • die ausgefüllte Profilabfrage für Anstellungsträger (Word-Datei)
  • Informationen zum Verein und seinen Aktivitäten (z.B. Jahresbericht, Satzung, Webseite, beispielhafte Veranstaltungen, o.ä.)
  • den aktuellen Vereinsregisterauszug und Freistellungsbescheid (Nachweis der Gemeinnützigkeit)
Bitte senden Sie Ihre Bewerbung bis spätestens 31. Januar 2021 digital an:
Andrea Jung (Programmkoordination): andrea.jung[at]epn-hessen.de

Das Auswahlgremium setzt sich zusammen aus dem Vorstand des Programmträgers sowie der Programmkoordination. Die Entscheidung soll bis zum 15. Februar 2021 gefällt werden. Mit dem neuen Anstellungsträger wird ein Kooperationsvertrag abgeschlossen.

Für Rückfragen und Beratung wenden sie sich bitte an:
Andrea Jung: andrea.jung[at]epn-hessen.de oder Nadja Losse: nadja.losse[at]epn-hessen.de.

Hier gibt es ausführlichere Infos (PDF-Datei) zur Bewerbung um die Trägerschaft einer Eine Welt-Promotor:innen-Stelle zu Migration, Diaspora und Partizipation in Hessen

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August 2020

Neuauflage der Broschüre „Globales Lernen in Hessen“
An alle Bildungsaktive in Hessen: Seid dabei!

EPN Hessen macht sich an die Neuauflage der Broschüre „Globales Lernen in Hessen. Aktuelle Angebote, Debatten und Herausforderungen“ (Arbeitstitel), in der erneut Bildungsangebote aus ganz Hessen rund ums Globale Lernen und BNE veröffentlicht werden sollen. Das funktioniert natürlich nur mit Ihrer/eurer Beteiligung, zu der wir Sie/euch hiermit herzlich einladen möchten.

2011 konnten wir mit Ihrer/eurer Beteiligung die erste Broschüre zu aktuellen Debatten und Bildungsangeboten des Globalen Lernens in Hessen veröffentlichen. Die neue Broschüre soll Impulse setzen um die gemeinsamen Diskussionen u.a. zu Themen wie Rahmenbedingungen für Globales Lernen innerhalb der Schulbildung, Globales Lernen und Diversität, Transformative Bildung, Globales Lernen und Geschlechterverhältnisse anzustoßen bzw. zu vertiefen. Außerdem möchten wir den Austausch und die notwendigen Abstimmungsprozesse zwischen Akteur*innen, Institutionen und Organisationen der schulischen wie außerschulischen Bildungsarbeit (Globales Lernen und BNE) befördern.

Unser wichtigstes Anliegen bleibt es weiterhin, die vielfältigen, spannenden und methodisch innovativen Angebote zu Globalem Lernen und BNE in Hessen gebündelt und übersichtlich aufzubereiten und in ihrer Breite sichtbar zu machen.

Interessiert dabei zu sein?Hier gibt es ausführlichere Infos (PDF-Datei) sowie eine kleine orientierende Handreichung (PDF-Datei) zur Erstellung des Beitrags – und hier geht es direkt zum Online-Formular!

Wir freuen uns auf rege Beteiligung und zahlreiche Beiträge!


Kommende EPN Hessen-Kooperationsveranstaltungen:

Nachhaltigkeit braucht Ziele! Wir bringen die SDGs gemeinsam in die Schule! Online Fortbildungsreihe
Mo., 15.11. – Mo., 07.03.22 |

Nachhaltigkeit braucht Ziele! Wir bringen die SDGs gemeinsam in die Schule!

Veranstalter:innen: Hessisches Kultusministerium in Kooperation mit dem Entwicklungspolitischen Netzwerk Hessen und Zentrum Oekumene der EKHN und EKKW


Modul 4 - Zusammenleben in einer multikulturellen Gesellschaft Online Fortbildungsreihe
Mi., 08.12.2021 (16.00h - 17.30h) |

Modul 4 - Zusammenleben in einer multikulturellen Gesellschaft

Veranstalter:innen: Hessisches Kultusministerium in Kooperation mit dem Entwicklungspolitischen Netzwerk Hessen und Zentrum Oekumene der EKHN und EKKW / Masifunde Bildungsförderung e.V.


Digitale Werkstatt: Digitalisierung: nachhaltig - inklusiv - global gerecht? DIGITALE NETZWERKSTATT
Do., 09.12.2021 (15.00h - 20.00h) | online

Digitale Werkstatt: Digitalisierung: nachhaltig - inklusiv - global gerecht?

Veranstalter:in: EPN Hessen e.V.


Film: „Decolonize chocolate 2" FERN:WELT:NAH: Film- & Diskussionsreihe
Mo., 13.12.2021 (19.00h - 21.00h) | Frankfurt am Main

Film: „Decolonize chocolate 2"

Veranstalter:innen: Entwicklungspolitisches Netzwerk Hessen e.V. (EPN Hessen), fair-ein e.V. und Weltladen Bornheim


>> Weitere EPN Hessen-Veranstaltungen

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August 2021

agl-Impulse: Globale Solidarität und Nachhaltigkeit in der (Post-)Corona-Zeit

Schon im Juni haben die Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland e.V. (agl) und Eine Welt-Engagierte für nachhaltige und gerechte Entwicklung den MPK-Beschluss zur Entwicklungszusammenarbeit vom 10. Juni begrüßt.
Die Regierungschef:innen der Bundesländer hatten am 10. Juni 2021 in Bremen ihr Engagement in der Entwicklungszusammenarbeit im Rahmen der Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (SDG) bekräftigt und sind übereingekommen die Kooperation mit dem Bund zu verstärken. Dabei haben sie neben der internationalen Zusammenarbeit mit Ländern des Südens auch die Bund-Länder-Kooperation und das zivilgesellschaftliche Engagement im Bereich der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit hervorgehoben.
Im verabschiedeten Positionspapier „Beitrag der deutschen Länder zur nachhaltigen globalen Entwicklung“ heißt es: „Globales Lernen versteht sich im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung als pädagogische Antwort auf die Anforderungen, die sich durch die zunehmende Globalisierung aller Lebensprozesse stellen. Einer gemeinsam getragenen und breit angelegten entwicklungspolitischen Informations- und Bildungsarbeit im schulischen und außerschulischen Sektor sowie im Sektor der beruflichen und individuellen Aus- und Weiterbildung kommt daher ein hoher Stellenwert zu.“
Die gemeinsamen Ansätze mit dem Bund im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), des Orientierungsrahmens für den Lernbereich globale Entwicklung in Schulen und des Eine Welt-Promotor:innen-Programms hätten eine hohe Priorität und würden fortgesetzt.
Das EPN Hessen freut sich gemeinsam mit der agl, dass das zivilgesellschaftliche Engagement anerkannt wird und dies in dem Positionspapier ausgedrückt wird.

Die agl hat weiterhin im Juli Impulse für eine künftige Politik der Einen Welt veröffentlicht. Im Kontext der (Post-)Corona-Zeiten musste die Erreichung der globalen Entwicklungsziele (SDGs) Priorität haben. Lokale Akteur:innen sowie internationale zivilgesellschaftlichen Partner:innen tragen fundamental dazu bei, global gerechte Nachhaltigkeit und Solidarität in der Einen Welt vor Ort voranzutreiben.

Sie können hier das Impulspapier im PDF-Format herunterladen sowie hier die Pressemitteilung von Juni finden.

Weitere Infos:
>> agl-Impulse: Globale Solidarität und Nachhaltigkeit in der (Post-)Corona-Zeit
>> Pressemitteilung
>> agl Webseite

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Juli 2021

Abschluss: Projekt „Eine Welt-Arbeit und die Covid-19 Pandemie“

Mit dem Projekt “Eine Welt-Arbeit und die Covid-19 Pandemie” haben wir in den letzten Wochen die Arbeit der Mitgliedsorganisationen des EPN Hessen und somit die Herausforderungen, Chancen und Perspektiven für zahlreiche Akteur:innen der Eine Welt-Arbeit seit Beginn der Covid-19 Pandemie präsentiert.

Im Verlauf des Projekts hat sich gezeigt, dass besonders der fehlende persönliche Austausch eine sehr große Herausforderung war. Viele Veranstaltungen mussten ausfallen, verschoben werden oder ausschließlich digital stattfinden. Auch die Einschränkungen der Reisemöglichkeiten hat die Arbeit vieler Organisationen beeinflusst und es mussten schnell neue Ideen geschaffen werden. Gleichzeitig wurde oft kritisiert, dass die entwicklungspolitische (Bildungs-)Arbeit und die Eine Welt-Arbeit leider noch immer zu wenig gefördert werden und mehr Beachtung seitens der Politik brauchen. Durch die Pandemie wurde deutlich, dass es für eine gerechte Welt noch sehr viel zu tun gibt und dass eineinternationale Solidarität wichtiger denn je ist. Viele Organisationen fordern in diesem Zuge auch eine bessere Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen der Menschen im Globalen Süden und im Globalen Norden.
Gleichzeitig gab es während des Projekts aber auch immer wieder Positives zu berichten: viele der Organisationen freuen sich zum Beispiel, dass sie durch die Pandemie mehr in die Digitale-Welt eintauchen und somit neue Kommunikationsformen– sogar über Kontinente hinweg – erlernen konnten. Von der Gestaltung eines neuen Web-Portals bis hin zu digitalen Foto-Ausstellungen gab es eine Vielzahl spannender Neugestaltungen, aus welchen alle der Organisationen auch für die zukünftige Arbeit lernen konnten.

Wir möchten uns ganz herzlich bei allen Organisationen bedanken, die ihre Arbeit, Wünsche und Forderungen in den Zeiten der Covid-19 Pandemie mit uns geteilt haben. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht und wir haben viel von Euch/Ihnen gelernt!

Um die Beiträge der EPN Hessen Mitgliedsorganisationen zu lesen, besuchen Sie unsere Projekt „Eine Welt-Arbeit und die Covid-19 Pandemie“.

Weitere Infos:
>> Projekt „Eine Welt-Arbeit und die Covid-19 Pandemie“.

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Juni 2021

agl-Apell: Wichtiger denn je: Engagement für nachhaltige Entwicklung stärken!

Die Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland e.V. (agl) hat Ende Mai einen Appel an politische Entscheidungsträger:innen des Bundes, der Länder und Kommunen veröffentlicht. Um eine solidarische (Post-)Corona-Welt zu gestalten, ist das bürgerschaftliche Engagement in Deutschland fundamental. Initiativen aus der Zivilgesellschaft müssen gestärkt werden.

Sie können hier den Appell in PDF-Format herunterladen.

Weitere Infos:
>> Appell an politische Entscheidungsträger:innen in Bund, Länder und Kommunen
>> agl Webseite

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Juni 2021

„Noch nicht am Ziel, aber endlich am Start“ – Kommentar zum Beschluss des Lieferkettengesetzes


Berlin, 11.06.2021. Der Bundestag hat in seiner heutigen Sitzung das Lieferkettengesetz verabschiedet. Johanna Kusch, Koordinatorin des zivilgesellschaftlichen Bündnisses “Initiative Lieferkettengesetz”, kommentiert:

“Im Kampf gegen Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung in den Lieferketten sind wir noch lange nicht am Ziel, aber seit heute endlich am Start: Erstmalig verpflichtet hierzulande ein Gesetz Unternehmen, Verantwortung für die Menschen in ihren Lieferketten zu übernehmen. Das ist ein Erfolg der Zivilgesellschaft und eine gute Nachricht für Alle, die unter ausbeuterischen Bedingungen in den Lieferketten deutscher Unternehmen arbeiten.”
Die veröffentlichte Pressemitteilung des zivilgesellschaftlichen Bündnisses “Initiative Lieferkettengesetz” können Sie hier finden.

Weitere Infos:
>> Pressemitteilung
>>Analyse des Gesetzes: „Was das neue Lieferkettengesetz liefert – und was nicht“ (PDF)
>> Hessische Initiative Lieferkettengesetz

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Mai 2021

Rückblick: Fashion Revolution Week Hessen war ein voller Erfolg!

Dieses Jahr beteiligten sich viele zivilgesellschaftliche Initiativen aus Hessen an der globalen Fashion Revolution Week (FRW). Die FRW findet jährlich in der Woche des Einsturzes der Rana Plaza Textilfabrik statt. Vom 19.-25. April stellten diverse Akteur:innen aus Darmstadt, Kassel, Gießen, Marburg und Frankfurt ein spannendes Programm an Veranstaltungen auf die Beine. Auch im Stadtbild hinterließen die Fashion Revolution Lokalgruppen ihre Spuren, durch Kreide-Aktionen, Mahnwachen und Demonstrationen machten die Veranstalter:innen in den unterschiedlichen Städten auf die Situation aufmerksam.
Zwei zentrale Forderungen beleuchteten die Akteur:innen in online Workshops, Lesungen, Filmvorstellungen und Vorträgen: die Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden der globalen Textilindustrie müssen gestoppt werden.

Die FRW in Hessen genoss besonders dieses Jahr große mediale Aufmerksamkeit. Hier finden Sie einige Pressestimmen dazu:
>> „Fashion Revolution Week 2021“, P-Magazin Stadtkulturmagazin, S. 8
>> 4. Fashion Revolution Week Darmstadt, FRIZZ Magazin Darmstadt, S. 9
>> „Die Schattenseiten der Textilproduktion“, Darmstädter Echo
>> „Darmstadt: Aktionswoche gegen den Kleider-Konsumwahn“, Frankfurter Rundschau
>> „Fashion Revolution Week: Faire Produktion und minimalistischer Kleiderschrank“, Radiobeitrag in “Umwelt und Verbraucher” am 19.04.2021, Deutschlandfunk
>> Fashion Revolution Week in Darmstadt, Hessenschau 24.04.2021

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Mai 2021

Nordhessen/Kassel: Mai ist der Monat der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)– Kassel auf den Weg zur Modellkommune BNE

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) bezeichnet ein ganzheitliches, werteorientiertes Bildungskonzept, durch das Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln befähigt, globale Zusammenhänge verstehbarer und weltoffene Perspektiven gefördert werden. Das von der UNESO getragene Weltaktionsprogramms BNE wurde auf nationaler Ebene im Jahr 2017 verabschiedet (Nationaler Aktionsplan BNE).
In diesem Jahr startet das neue UNESCO Programm ” Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) 2030“. Unter dem Motto “Mit BNE in die Zukunft – BNE 2030” finden im Monat Mai deutschlandweit die BNE-Wochen unter der Federführung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Deutschen UNESCO-Kommission statt.
„Bildung für nachhaltige Entwicklung ist relevanter denn je, um die notwendige Transformation unserer Gesellschaft voranzubringen und die Zukunft klimagerecht und sozialgerecht gemeinsam zu gestalten“, so Doro-Thea Chwalek, Kommunale Bildungsmanagerin der Stadt Kassel.
In Kassel soll Bildung für nachhaltige Entwicklung jetzt verstärkt werden. Schon in diesem „BNE Monat Mai“ wird ein zukunftsweisender Prozess starten und in den nächsten Jahren Fahrt aufnehmen. Die Stadt Kassel hat sich darum beworben, eine von 50 Modellkommunen BNE bundesweit zu werden. Der offizielle Auftakt steht kurz bevor und startet in den kommenden Wochen mit einer Zielvereinbarung zwischen der Kompetenzagentur Bildung -Nachhaltigkeit – Kommune (BiNaKom) und der Stadt, die der Oberbürgermeister mit seiner Unterschrift offiziell besiegeln wird.

Weitere Infos:
>> UNESCO-Programm „BNE 2030“
>> Programmübersicht der BNE-Wochen
>> Webseite BNE Kompetenzzentrum

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April 2021

Was braucht die Zivilgesellschaft für eine angebrachte Reform der Förderbedingungen für Private Träger?


Nichtregierungsorganisationen (NRO) können in Deutschland durch verschiedene Förderprogramme finanziert werden, um ihre entwicklungspolitische Arbeit Inland und weltweit durchzuführen. Die Projekte von NROs werden unter anderem vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert. Die Förderprogramme können entwicklungspolitische Bildungsarbeit im Inland und entwicklungspolitische Projekte Privater deutscher Träger im Ausland finanzieren. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat das BMZ aufgefordert, die Bedingungen und Richtlinien der Förderung entwicklungspolitischer Vorhaben Privater deutscher Träger zu überprüfen und zu reformieren. Der Haushaltstitel „Private Träger“ ist mit 167 Millionen Euro der größte Fördertitel für die zivilgesellschaftliche Arbeit.

Weitere Infos:
>> Stellungnahme VENRO Zivilgesellschaft stärken durch verbesserte Förderbedingungen (PDF)
>>Blog VENRO: Zivilgesellschaftliche Förderprogramme: Was NRO über die Förderbedingungen wissen müssen
>> Reformkonzept “BMZ 2030”

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März 2021

Bündnis für eine faire Vergabe in Hessen fordert sozial-ökologische Novellierung des hessischen Vergabegesetzes


Ob Güter, Dienstleistungen oder Bauaufträge – das Land Hessen gibt Jahr für Jahr hohe Summen aus und kann mit einer fairen Vergabe zu mehr globaler Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit sowie einer ökologisch und sozial fairen Wirtschaftsweise beitragen.

Weitere Infos:
>> Positionspapier Bündnis faire Vergabe
>> Bündnis für eine faire Vergabe in Hessen
>> Artikel zum Thema in der Frankfurter Rundschau vom 19.02.2021

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Gemeinnützigkeit und Steuerrecht – Neuerungen und verschenkte Möglichkeiten


Schon lange wird um eine Reform des Gemeinnützigkeitsrechts gerungen. Gemeinnützige Vereine, die sich kritisch politisch gegenüber bestehenden Missständen äußern, laufen Gefahr, ihre Gemeinnützigkeit einzu-büßen. Der Verlust der Gemeinnützigkeit beschneidet die finanziellen Möglichkeiten eines Vereins auf zwei-erlei Weise. Während es für Spender:innen sehr demotivierend wirken kann, dass sie ihre Spenden nun nicht mehr im Rahmen der eigenen Steuererklärung geltend machen können, kann es noch gravierender sein, dass der Verein seine Berechtigung verliert zum Beispiel für seine Projektarbeit Förderung durch öffentliche Stel-len zu beantragen.
Aktuell können Finanzämter und Finanzgerichtshöfe über die An- oder auch Aberkennung der Gemeinnützigkeit eines Vereins dezidiert politisch agieren. Diesen politischen Entscheidungsspielraum zu beschränken und neu zu definieren, haben Bundestag und Bundestag kurz vor der Weihnachtspause bedauerlicherweise nicht genutzt.

Weitere Infos:
>> Webseite: Zivilgesellschaft ist gemeinnützig
>> Appel „Zivilgesellschaft nützt der Gemeinschaft: Politische Beteiligung ist #gemeinnützig!“

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Februar 2021

Menschenrechte und Umweltstandards in Lieferketten – prallen weiterhin am Wirtschaftsministerium ab


Können wir es der deutschen Wirtschaft in der aktuellen Wirtschaftskrise zumuten, die Profite in eigenen Produktions-, Liefer- und Dienstleistungsketten durch weniger Ausbeutung von Mensch und Natur zu schmälern? Wir finden: JA!
Die ökonomischen und sozialen Auswirkungen der Pandemie sind dort, wo es weder staatliche Grundsicherung, Hilfspakete oder Kurzarbeitergeld noch funktionsfähige Gesundheitssysteme gibt, noch gravierender und existentieller als hierzulande. Zum Beispiel, weil die Menschen nicht in geregelten Arbeitsverhältnissen beschäftigt sind und angesichts des Einbruchs in der Textilindustrie von einem auf den anderen Tag auf die Straße gesetzt werden konnten. Weil sie sich nicht gewerkschaftlich organisieren können, um dagegen vorzugehen, dass sie ohne Masken und AHA-Maßnahmen in der Fabrikhalle stehen und sich dort massenhaft mit dem Virus anstecken müssen. Weil sie auch ohne Pandemie täglich auf Trinkwasser aus chemisch verseuchten Flüssen angewiesen sind und daran erkranken. Weil sie ihre Gesundheit und Zukunft ruinieren, wenn sie in Palmölplantagen tödlichen Pestiziden ausgesetzt sind, die hier vor Ort schon längst verboten sind.

Weitere Infos:
>> Hessische Seite zum Lieferkettengesetz

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Dezember 2020

Hessische Initiative Lieferkettengesetz fordert Landesregierung zu weiteren Schritten auf

Am 27.11.2020 forderte die hessische Steuerungsgruppe des zivilgesellschaftlichen Bündnisses „Initiative Lieferkettengesetz“ in einer Pressemitteilung an die hessische Landesregierung weitere Schritte zu ergreifen, damit deutsche Unternehmen auch im Ausland Menschenrechte achten und Umweltzerstörung vermeiden.

Der Entwicklungspolitische Beirat der hessischen Landesregierung hatte sich im Oktober klar für ein Sorgfaltspflichtengesetz auf Bundesebene ausgesprochen. EPN Hessen, das den Vorsitz des Landesbeirats innehat, setzt sich darüber auch gemeinsam mit zahlreichen weiteren zivilgesellschaftlichen Akteur*innen im Rahmen der Kampagne „Lieferkettengesetz“ ein. Andrea Jung, Koordinatorin beim EPN Hessen, erläutert die Position der Steuerungsgruppe: „Wir sehen hier nicht nur die Bundesregierung in der Pflicht. Auch auf Landesebene gibt es zahlreiche Möglichkeiten, eine verantwortungsvolle Haltung in Bezug auf globale Lieferketten zu fördern.“

Weitere Infos:
>> Pressemitteilung der hessischen Initiative Lieferkettengesetz
>> Hessische Seite zum Lieferkettengesetz

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November 2020

Mitmach-Aktion Lieferkettengesetz – Schluss mit der Blockadehaltung, Herr Altmaier!

Ein Gesetz, das Unternehmen verpflichtet, Menschenrechte und Umweltstandards in ihren globalen Lieferketten zu achten – in greifbarer Nähe und doch zäher als gedacht. Es gibt breite Unterstützung für ein Lieferkettengesetz und gleichzeitig großen Widerstand dagegen. Vor allem einer blockiert: Wirtschaftsminister Altmaier. Eine Möglichkeit, wie Sie aktiv werden können: Nehmen Sie teil an der Email- oder Postkartenaktion, um ihn aufzufordern, einem wirksamen Lieferkettengesetz nicht länger im Weg zu stehen.

Die Unterstützung für das Anliegen des Bündnisses „Initiative Lieferkettengesetz“ wächst und wächst, das zeigen nicht nur 222.222 Unterschriften für die Petition und zahlreiche Bekenntnisse für eine gesetzliche Regelung menschenrechtlicher und umweltbezogener Sorgfaltspflichten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Eine repräsentative Umfrage von infratest dimap offenbarte nun, wie hoch die Zustimmung in der Bevölkerung ist: 91 % finden, dass die Politik dafür sorgen muss, dass deutsche Unternehmen bei ihren Auslandsgeschäften Menschenrechte achten. Und 75 % der Bevölkerung unterstützen ein Lieferkettengesetz. Das sind eindeutige Zahlen.

Wo steht das Thema im politischen Prozess? Mittlerweile ist klar, dass es ein Sorgfaltspflichtengesetz geben soll – so wurde es im Koalitionsvertrag vereinbart und im Juli sprach sich auch die Bundeskanzlerin Angela Merkel für ein deutsches Lieferkettengesetz aus. Nun sollen Arbeits-, Entwicklungs- und Wirtschaftsministerium gemeinsame Eckpunkte für ein Sorgfaltspflichtengesetz erarbeiten. Doch die Vorstellung der Eckpunkte im Bundes-Kabinett wurde wiederholt verschoben, weil sich die Ministerien noch nicht einigen konnten.

Weitere Infos:
>> Bestellmöglichkeit Aktionspostkarten-Set
>> Email-Aktion an Peter Altmaier
>> Ergebnisse der Umfrage zu einem Lieferkettengesetz
>> Kernforderungen für ein wirksames Lieferkettengesetz
>> Faktencheck zur Haftung der Initiative Lieferkettengesetz
>> Hessische Seite zum Lieferkettengesetz

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Oktober 2020

Landesregierung spricht sich für Sorgfaltpflichtengesetz aus

Der Entwicklungspolitische Beirat der Landesregierung empfahl diesem sich auch auf Bundesebene für die baldige Verabschiedung eines Gesetzes einzusetzen, welche unternehmerischen Sorgfaltspflichten zur Vermeidung von Umwelt- und Menschenrechtsverletzungen in globalen Wertschöpfungsketten festlegt und regelt. EPN Hessen, das den Vorsitz des Landesbeirats innehat, setzt sich darüber auch gemeinsam mit zahlreichen weiteren zivilgesellschaftlichen Akteur*innen im Rahmen der Kampagne „Lieferkettengesetz“ für verbindliche globale Regeln und Verfahren im Zusammenhang Wirtschaft und Menschenrechte ein.

Weitere Infos:
>> Pressemitteilung der Landesregierung in Hessen

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September 2020

#DasMussDrinSein. Eckpunkte des Lieferkettengesetzes in Gefahr

Das Bundeskabinett hat die Besprechung der Eckpunkte für ein Lieferkettengesetz erneut verschoben. Als Antwort dafür haben Aktivist*innen der Initiative Lieferkettengesetz am 09. September in Berlin demonstriert und sie übergaben symbolisch eine Petition mit mehr als 222.222 Unterschriften an das Bundeskanzleramt. Die Initiative Lieferkettengesetz, ein Bündnis aus über 100 zivilgesellschaftlichen Organisationen, fordert von der Bundesregierung für einen wirksamen Schutz von Menschenrechten und Umwelt zu sorgen: Wir brauchen endlich ein Lieferkettengesetz!

Weitere Infos:
>> Aktuelle Pressemitteilungen der Initiative Lieferkettengesetz
>> Die E-Mail-Aktion an Peter Altmaier

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Mai 2020

Neues Förderprogramm: Corona-Unterstützung (auch) für hessische Eine Welt-Vereine

„Weiterführung der Vereins- und Kulturarbeit“. So heißt das am 20. April veröffentlichte Programm der Hessischen Landesregierung. Mit mindestens 20 Millionen Euro Fördervolumen sollen die hessischen Vereine davon profitieren, um die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie an ihre Arbeit zu vermindern. Sport-, Kultur- und auch Eine Welt-Vereine können ab sofort bis zu 10.000 Euro beantragen.

Die Maßnahmen gegen die Verbreitung der Corona-Pandemie wirken sich tiefgreifend auf unser Leben aus: Freizeit, Arbeit und Routine sind umgestaltet. Nicht nur die Arbeit, sondern sogar die Existenz vieler Vereine kann von den Folgen der Einschränkungen bedroht sein: Nicht alle geplanten Veranstaltungen können kostenlos storniert oder in digitale Formate umgewandelt werden. Fixe Mieten und Betriebskosten sowie abgesagte Projekte müssen bezahlt werden, während Einnahmen wegfallen – und dies alles vor dem Hintergrund, dass Vereine kaum Rücklagen bilden können. Ein Teil der ausgefallenen Einnahmen eines Vereines sollen nun durch das Förderprogramm „Weiterführung der Vereins- und Kulturarbeit“ kompensiert werden.

Weitere Infos:
>> Pressemitteilung zur Corona -Soforthilfe für Vereine (PDF)
>> Richtlinie zur Durchführung des Förderprogramms (PDF)
>> Fragen und Antworten zum Förderprogramm (PDF)
>> Corona-‚Fragen und –Antworten‘ für Vereine und Kulturschaffende. Kreis Offenbach

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April 2020

Corona – Eine globale Pandemie erfordert globale Solidarität

Dass ein Gesundheitsthema die Menschheit über Wochen weltumspannend derart in Atem hält, ist einzigartig in der neueren Zeit. Auch die angeordneten Maßnahmen die in dem Zusammenhang weltweit ergriffen und zu großen Teilen auch gesellschaftlich akzeptiert und eingehalten werden, hätten sich wohl die meisten von uns auch in den kühnsten Träumen kaum ausmalen können. Zum Schutz aller und vor allem zum Schutz alter und vorerkrankter Menschen solle man sich „solidarisch“ zeigen und die zum Teil massiven und die Freiheiten einschränkenden Verhaltensregeln befolgen: allen voran die Ausgangsbeschränkung oder Ausgangssperre und das „physical distancing“ (also die räumliche bzw. körperliche Distanzierung) sowie regelmäßiges Hände waschen.

So vernünftig und funktional diese mantraartig vorgetragene offizielle Losung klingt, so sehr trägt sie bei unkritischer Aneignung dazu bei, blinde Flecken in der Gesellschaft zu (re)produzieren. Die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus sowie die Auswirkungen der getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der neuen Viren-Pandemie sind nämlich mitnichten für alle gleich bzw. höchstens aus Alters- oder Gesundheitsgründen unterschiedlich. Vielmehr sind sie maßgeblich davon abhängig, welchen ökonomischen, politischen, sozialen und kulturellen Status ein Mensch genießt: Die Verkäuferin im Supermarkt hat weniger Chancen, sich vor sozialen Kontakten zu schützen, als der Grafiker, der im Homeoffice arbeiten kann. Die meist nach Stundenlohn arbeitenden Service-Kräfte treffen die weitgehenden Schließungen der Gastronomiebetriebe ökonomisch wesentlich härter, als den Verwaltungsangestellten. Der alleinerziehenden Mutter fällt es wesentlich schwerer, die Ausgangsbeschränkung mit zwei Kindern in einer 50qm-Wohnung durchzustehen, als dem kinderlosen Doppelverdiener*innen-Pärchen in der 90qm-Wohnung mit Dachterrasse. Und Obdachlose oder Bewohner*innen einer Geflüchtetenunterkunft haben noch nicht einmal die Möglichkeit zu überlegen, ob sie der #stayathome-Aufforderung Folge leisten oder nicht. Denn: Zuhause zu bleiben, bedingt bereits das Privileg, überhaupt ein Zuhause zu haben …

Weitere Infos:
>> INKOTA: Corona-News-Ticker
>> medico: Corona-Dossier „Solidarität in Zeiten der Pandemie“
>> analyse & kritik: Paul Dziedzic „Plötzlich Apokalypse“
>> seebrücke: Kampagnen-Webseite #leavenoonebehind (Aktionsideen)

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März 2020

Rückschlag auf dem Weg zum Lieferkettengesetz. Wie weiter?

Es sah schon so vielversprechend aus … Die im September gestartete Kampagne „Initiative Lieferkettengesetz“ nahm schnell an Fahrt auf und sammelte in kurzer Zeit mehr als 150.000 Unterschriften. Ein von der Initiative in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten zeigte: Ein Lieferkettengesetz ist machbar – sowohl für den Gesetzgeber als auch für die deutschen Unternehmen. Bundesentwicklungsminister Gerd Müller sowie Bundesarbeitsminister Hubertus Heil befürworten zunächst eine gesetzliche Regelung und kündigten für Februar Eckpunkte für ein Lieferkettengesetz an.

Doch vom Bundeskanzleramt kam nun offenbar Gegenwind, wie es das Redaktionsnetzwerk Deutschlands unter Berufung auf „Regierungskreise“ am 10. März berichtete: Es sei vor allem Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier gewesen, der gesetzliche Regelungsvorschläge zum jetzigen Zeitpunkt als „verfrüht“ kritisierte und darauf pochte, die erst im Juli 2020 abgeschlossene letzte Erhebungsrunde zum Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) abzuwarten. Für den Fall, dass nicht mindestens die Hälfte der Unternehmen die Anforderungen an die menschenrechtliche Sorgfalt angemessen umsetzen, sieht der Koalitionsvertrag vor, dass gesetzliche Regelungen eingeführt werden. Im zweiten NAP-Zwischenbericht zeigt sich jedoch, dass in der ersten Pilot-Umfrage von denjenigen Unternehmen, die sich an der Umfrage beteiligt haben, noch nicht einmal 20 Prozent die Anforderungen erfüllen. Wenig wahrscheinlich also, dass die Zielmarke von mindestens 50 Prozent in der abschließenden Erhebung erreicht wird.

Weitere Infos:
>> Kommentar zu den Entwicklungen auf der Webseite der Initiative Lieferkettengesetz
>> Anforderungen der Initiative an ein Lieferkettengesetz
>> Rechtgutachten zum Lieferkettengesetz (PDF)
>> Informationsseite des Auswärtigen Amtes zum zweiten NAP-Zwischenbericht
>> Artikel des Redaktionsnetzwerk Deutschland (rnd) vom 10. März 2020
>> Artikel in der WirtschaftsWoche vom 20. März 2020

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März 2020

#Eckwertebeschluss: Zivilgesellschaft fordert mehr globale Verantwortung und Weitsicht

Mitte März veröffentlichte das Bundesfinanzministerium den neuen Eckwertebeschluss der Bundesregierung. Nach Plan der Regierung soll die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe im kommenden Jahr nicht erhöht werden. In unmittelbarer Antwort darauf warnen Nichtregierungsorganisationen vor Kürzungen im Entwicklungsetat und appellieren an mehr globale Verantwortung.

Das Bundeskabinett hat am 18. März 2020 die Eckwerte für den Haushalt 2021 und die Finanzplanjahre bis 2024 beschlossen. Dabei handelt es sich um den Regierungsentwurf über das Gesamtbudget des Bundeshaushalts sowie die Festlegung der Aufteilung der Gelder. In einem gemeinsamen Appell warnen sechs deutsche Entwicklungsorganisationen – Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW), Global Citizen, ONE, OXFAM Deutschland, Plan International Deutschland und Save the Children Deutschland – Bundesfinanzminister Scholz davor, die Mittel zur Bekämpfung von Armut und Krankheiten zu kürzen. Dazu haben sie deutliche Worte an die Bundesregierung gerichtet: „Jedes Jahr bei der Veröffentlichung des Eckwertebeschlusses kann sich Olaf Scholz scheinbar plötzlich nicht mehr an den Koalitionsvertrag erinnern. Wir nehmen das nicht hin. Wir fordern nicht mehr und nicht weniger als die Einhaltung des Koalitionsvertrags. Konkret heißt das: Mehr Investitionen für die Bekämpfung extremer Armut und die Stärkung von Gesundheitssystemen. Nur so können wir die Menschen auf der Welt erreichen, die Unterstützung benötigen.“

Weitere Infos:
>> Eckwertebeschluss der Bundesregierung März 2020
>> Stellungnahme von VENRO
>> epo-Meldung vom 17.03.2020

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Februar 2020

Neue Eine Welt-Regionalpromotor*innenstelle in Kassel

Vor kurzem hat das hessische Eine Welt-Promotor*innen-Programm Verstärkung erhalten!
Nadine Zollet
, die sich im Folgenden gleich selbst vorstellen wird, hat im Februar als erste hessische Eine Welt-Regionalpromotorin für Nordhessen ihre Arbeit aufgenommen. Wir freuen uns, eine neue engagierte Kollegin mit im Boot zu haben und heißen Nadine herzlichst willkommen!

Liebe Interessierte,
ich möchte mich Ihnen als erste hessische „Eine Welt- Regionalpromotorin“ vorstellen. Im Februar habe ich diese sehr spannende Aufgabe für Nordhessen übernommen. Ich freue mich sehr auf die intensive Zusammenarbeit mit Eine Welt Akteur*innen und global Interessierten in unserer wunderbaren Region.Ich bin Nadine Zollet, lebe schon seit 20 Jahren in Kassel und war in den letzten Jahren dort vor allem in der Umsetzung und Begleitung von Freiwilligendiensten in den Globalen Süden zuständig. Von Hause aus bin ich Politikwissenschaftlerin mit Leidenschaft und habe mich dabei intensiv mit der Friedens- und Konfliktforschung beschäftigt. Globale Gerechtigkeit, ökologisch und ökonomisch nachhaltiges Handeln waren und sind in meinem Engagement Kernelemente, um einem weltweiten Frieden und damit einer Zu-Frieden-heit ein Stück näher zu kommen.

Mein Engagement übe ich unter dem Dach des Sozialen Friedensdienstes Kassel aus. Einem Verein, der sich mit unterschiedlichen Projekten für Frieden, Gerechtigkeit und die Verantwortung des Menschen für seine Umwelt einsetzt.

Zögern Sie nicht, sich an mich zu wenden, wenn Sie Unterstützung bei Ihrem entwicklungspolitischen Engagement wünschen!

Nadine Zollet
Sozialer Friedensdienst Kassel e.V.
Annastr.11 – 34119 Kassel
Tel.: +49 (0)561 / 71268 – 32
E-Mail: nadine.zollet[at]epn-hessen.de

Weitere Infos:
>> Webseite des Sozialen Friedensdienstes Kassel e.V.

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November 2019

29./30. November: Aktionstag(e)
zur neuen Lieferkettengesetz-Kampagne (auch) in Frankfurt

Am 29. und 30. November wird unter dem Kampagnen-Motto „Gegen Gewinne ohne Gewissen hilft nur ein gesetzlicher Rahmen!“ in ganz Deutschland zu Aktionen aufgerufen, die breit öffentlich auf die jüngst gestartete Initiative Lieferkettengesetz aufmerksam machen sollen. Ihren Auftakt nahm die bundesweite Initiative im September – mit einer klaren Forderung an die Bundesregierung: Wir brauchen in Deutschland einen gesetzlichen Rahmen, um Unternehmen dazu verpflichten zu können, sich an Menschenrechte und Umweltstandards zu halten. Wir brauchen eine Lieferkettengesetz!

Weitere Infos:
>> Facebook-Event zur Aktion am 30. November auf der Frankfurter Zeil
>> Infomaterial und Aktionsbausteine auf der Kampagnen-Webseite

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November 2019

Erfolgreicher ‚Druck von unten‘: Umsatzsteuer für Bildungsveranstaltungen abgewendet

Ende Oktober machte eine erfreuliche Nachricht die Runde: Die bundesdeutschen Koalitionsfraktionen haben beschlossen, die geplante Neuregelung im Umsatzsteuerrecht für Bildungsveranstaltungen zu streichen. Somit wurde das Gesetz gar nicht erst in den Bundestag eingebracht. Viele Verbände und Bildungsträger – darunter auch die Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland (agl) und ihre Landesnetzwerke – haben sich in den letzten Wochen für die Streichung stark gemacht. Der Beschluss zeigt, dass der vielfältige zivilgesellschaftliche Druck offensichtlich wirksam war und sich gelohnt hat!

Zum Hintergrund: Das Bundeskabinett hatte bereits am 31. Juli 2019 den Entwurf zum „Gesetz zur weiteren steuerlichen Förderung der Elektromobilität und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften“ beschlossen. Das neue Gesetzesvorhaben sah u.a. eine Änderung der Steuerbefreiungsregelung für Weiterbildungseinrichtungen vor, die zum 1.1.2021 hätte in Kraft treten sollen. Nur Bildungsangebote mit unmittelbarer beruflicher Verwertbarkeit wären dann umsatzsteuerfrei geblieben.

Weitere Infos:
>> agl-Stellungnahme zur geplanten Besteuerung von Bildungsveranstaltungen (PDF)
>> Stellungnahme der Allianz „Rechtssicherheit für politische Willensbildung“ e.V.

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Juni 2019

VENRO-Kritik am Haushaltsentwurf 2020: BMZ-Etat wird Herausforderungen nicht gerecht

Nach dem vom Bundeskabinett verabschiedeten Haushaltsentwurf 2020 soll der Etat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) um 127,5 Millionen Euro leicht steigen. Der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) fordert eine umfassendere Aufstockung der Mittel für Entwicklungszusammenarbeit.

„Um die globalen Zukunftsfragen zu lösen, ist die entwicklungspolitische Zusammenarbeit notwendiger denn je. Wir begrüßen daher, dass der Etat des BMZ steigt. Angesichts der vor uns liegenden Aufgaben ist aber die nur geringfügige Erhöhung der Mittel und die schlechten mittelfristigen Perspektiven ein Armutszeugnis“, kritisierte Bernd Bornhorst, Vorstandsvorsitzender von VENRO. „Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, die auch Deutschland unterzeichnet hat, soll allen Menschen faire Lebensperspektiven eröffnen. An den notwendigen Mitteln für ihre Umsetzung fehlt es jedoch bis heute.“ Unterdessen verschärften sich die weltweiten Ungleichheiten, der Klimawandel schreite voran und gewaltsame Konflikte und Armut zwängen immer mehr Menschen dazu, ihre Heimat zu verlassen.

Weitere Infos:
>> Pressemitteilung vom 26.06. auf der VENRO-Webseite

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Mai 2019

Zivilgesellschaftliche Erklärung zur deutschen Nachhaltigkeitspolitik

Im September 2015 wurden der UN und ihren Mitgliedsstaaten die 2030 Agenda mit den Sustainable Development Goals (SDGs) verabschiedet. Sie versprechen die Transformation unserer Welt, hin zu einem Leben ohne Hunger und Armut, ohne Steuerhinterziehung, mit sauberem und sicheren Verkehr und im Einklang mit dem Schutz der Natur und der Ökosysteme bis zum Jahr 2030. Seit 2015 ist leider in der Umsetzung dieses umfangreichen Zielkatalogs wenig geschehen. Viel zu wenig – in Anbetracht der Tatsache, dass der Klimawandel und das Artensterben voranschreiten und die weltweite Ungleichheit zunimmt. 118 zivilgesellschaftliche Organisationen wollen deswegen ein Zeichen setzen – dass die Umsetzung der SDGs auch in der Verantwortung der Bundesregierung liegt und die bisherigen politischen Maßnahmen und Strategien nicht ausreichen, um die Ziele bis 2030 zu verwirklichen. In einer gemeinsamen Erklärung mit dem Titel „Genug herausgeredet – Höhenangst vor dem UN-Gipfel“ fordern sie die Bundesregierung auf, ihre Verpflichtungen nicht länger zu vernachlässigen und nachhaltige Politik jetzt umzusetzen. Es geht um nichts weniger als die Einhaltung internationalen Verantwortung und eine nachhaltige und gerechte Zukunft für alle Menschen auf diesem Planeten. Die Erklärung wurde Anfang Juni im Rahmen eines zivilgesellschaftlichen Gipfels mit Verbänden und der Bundesregierung diskutiert.

Weitere Infos:
>> „Genug herausgeredet – Herausgeredet vor dem UN-Gipfel“ (PDF)

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April 2019

Europawahl 2019:
Entwicklungspolitische Erwartungen an die EU-Politik

Am 26. Mai 2019 wählen die BürgerInnen in Deutschland ein neues Europäisches Parlament. Für die Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe ist die Europawahl von großer Bedeutung, denn das Europäische Parlament ist für die Umsetzung der Agenda 2030 und die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung ein wichtiger politischer Akteur. Der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe VENRO legt in einem Positionspapier zur Europawahl ihre Erwartungen an die künftigen Mitglieder des Europäischen Parlaments der kommenden Legislaturperiode dar.

Sie sieht dabei die EU vor großen Herausforderungen: „Die erstarkten rechtspopulistischen Strömungen auf nationaler Ebene schüren Fremdenfeindlichkeit, Abschottung und Nationalismus und agitieren gegen die Gleichstellung der Geschlechter. Zentrale europäische Werte wie Toleranz und Weltoffenheit werden infrage gestellt, die Wahrung der Menschenrechte und der Grundfreiheiten versteht sich nicht mehr von selbst, die Prinzipien von Demokratie und Rechtstaatlichkeit sind in Gefahr […] Die Wahl zum Europäischen Parlament ist eine Richtungsentscheidung.“ Als wesentliche Herausforderung sieht VENRO aber auch, dass die EU ihren globalen Verpflichtungen nachkommt. Insbesondere mit Blick auf die Armutsbekämpfung und die konsequente und zielstrebige Umsetzung der beiden internationalen Vereinbarungen der Agenda 2030 mit ihren 17 nachhaltigen Entwicklungszielen sowie dem Pariser Klimaabkommen sieht VENRO die europäische Politik in der Verantwortung.

In ihrem Positionspapier fokussieren sie auf 10 Kernpunkte, die sie aus entwicklungspolitischer Perspektive als zentral erachten.

Weitere Infos:
>> Positionspapier „Für ein nachhaltiges, faires und solidarisches Europa“ (PDF)

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April 2019

KWIBUKA 25: Gedenken an den Genozid in Ruanda 1994

Am 7. April haben in Ruanda und weltweit – so auch im Rahmen zahlreicher Veranstaltungen in Hessen – die Tage zum Gedenken an den Genozid vor 25 Jahren begonnen. ‚Kwibuka‘ bedeutet ‚zu erinnern‘ und beschreibt die jährliche Erinnerung an den Genozid, bei dem innerhalb von rund 100 Tagen bis zu eine Million Menschen ermordet wurden. Gerade in diesem Jahr wird nach einem Vierteljahrhundert den zahlreichen Opfern gedacht, über die Geschichte und historische Einbettung aufgeklärt und über ‚die Zeit danach‘ sowie aktuelle Entwicklungen gesprochen. Dabei werden die komplexen Zusammenhänge v.a. über die Wege der Versöhnungsarbeit, Aufarbeitungsprozesse und die Verantwortung verschiedener internationaler Akteure sowie deren fortwährender Einfluss in der Region betont. Heute wird Ruanda oft als ‚Musterland‘ auf dem afrikanischen Kontinent bezeichnet. Zurückgeführt wird das insbesondere auf das wirtschaftliche Umfeld mit seiner Innovationsfähigkeit und Umweltfreundlichkeit, aus dem sich eine der höchsten jährlichen Wirtschaftswachstumsraten ergibt. Politische Maßnahmen in Bezug auf Bildung, Armutsbekämpfung, Anti-Korruption oder Sicherheit tragen ebenfalls dazu bei. Im Vergleich zu vielen anderen Ländern – auch des Globalen Nordens – sind Frauen selbstverständlich beteiligt und sozioökonomisch gleich(er) gestellt. So hat das ostafrikanische Land global den höchsten Anteil an Frauen in einem Parlament und verzeichnet hohe Anteile an weiblichen Führungskräften in Unternehmen und Wissenschaft. []

Foto: Kigali Genocide Memorial (©privat)

Weiterlesen:
>> Der vollständige Artikel in unserer Newsletter-Ausgabe 04/2019

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März 2019

Klima-Bündnis gibt Startschuss für STADTRADELN 2019

Es ist wieder soweit! Seit Mitte März ruft EPN Hessen-Mitgliedsorganisation Klima-Bündnis e.V. mit ihrer jährlich groß angelegten Kampagne STADTRADELN wieder dazu auf, für drei Wochen aufs Fahrrad umzusatteln, mit anderen Kommunen um die Wette zu radeln und dabei vor allem ein Zeichen für nachhaltige Mobilität und Klimaschutz zu setzen. Die Resonanz war in den letzten Jahren höchst erfreulich, sowohl die TeilnehmerInnen- als auch die gefahrenen Radkilometer-Rekorde jagten und überboten sich Jahr für Jahr. So radelten im vergangenen Jahr zusammengenommen annährend 300.000 Menschen aus fast 900 Kommunen sagenhafte 59.375.033(!) registrierte Radkilometer.

Wie funktioniert STADTRADELN? Im Grunde genommen ist es ganz einfach: Mitglieder der kommunalen Parlamente und BürgerInnen einer Kommune in Teams sammeln möglichst viele Radkilometer. Die Aktionsphase in einer Stadt oder Gemeinde dauert drei Wochen zwischen Mai und September. In dieser Zeit legen die umweltbewussten TeilnehmerInnen möglichst viele Wege mit dem Fahrrad zurück. Die fahrradaktivsten Kommunalparlamente und Kommunen, sowie die fleißigsten Teams und RadlerInnen innerhalb der Kommunen werden zum Schluss gekürt. Eigentliches Ziel der Kampagne ist es aber, BürgerInnen und KommunalpolitikerInnen für Themen wie Klimaschutz, Energieeffizienz im Verkehr und Radverkehrsförderung zu sensibilisieren und zusammen bundesweit möglichst viele Kohlendioxid-Emissionen zu vermeiden.

Lassen auch Sie sich dieses Jahr vom Stadtradeln-Fieber anstecken, klopfen Sie freundlich bei Ihrer Kommune an, motivieren Sie Ihre FreundInnen und NachbarInnen, genießen Sie zusammen den Sommer auf dem Fahrrad und tragen Sie damit zu einem besseren Klima bei!

Weitere Infos:
>> Alles zur STADTRADELN-Kampagne auf www.stadtradeln.de
>> Webseite des Klima-Bündnis

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März 2019

EZ-Finanzierung: Zivilgesellschaft mahnt zur Einhaltung der Koalitionsversprechen

Mitte März hat Finanzminister Olaf Scholz im Rahmen des Eckwertebeschlusses der Bundesregierung angekündigt, dass die Bundesregierung den Etat des Entwicklungsministeriums im Jahr 2020 auf dem Niveau des laufenden Jahres halten will. Aus der organisierten Zivilgesellschaft erfolgte prompte und vielstimmige Kritik.

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW), Global Citizen, ONE, OXFAM Deutschland, Plan International Deutschland, Save the Children und World Vision warnen in ihrem gemeinsamen Appell an die Bundesregierung daraufhin vor kurzsichtigen Finanzplanungen, und fordern die Bundesregierung auf, ihre entwicklungspolitischen Zusagen aus dem Koalitionsvertrag zu halten. Hier hatten die Koalitionsparteien versprochen, dass die Quote für Entwicklungsgelder nicht weiter fallen wird – bei steigender Wirtschaftsleistung und gleichbleibendem Entwicklungsetat sinke diese Quote jedoch im kommenden Jahr, warnte das Bündnis im Rahmen seines Appells. Ihre Mahnung zur Einhaltung der Regierungsversprechungen formulieren die Organisationen daher zu recht mit deutlichen Worten: „Wir können es nicht mehr hören. Egal, wie üppig die Steuereinnahmen sprudeln – es reicht offenbar nie, um die eigenen Versprechen an die Menschen einzuhalten, die von extremer Armut betroffen sind. Wir fordern nicht mehr und nicht weniger als die Einhaltung des Koalitionsvertrags. Dafür sind mehr Investitionen im Kampf gegen Armut nötig, sonst sinkt die Quote für Entwicklungsmittel – denn die deutsche Wirtschaft wächst.“

Weitere Infos:
>> epo-Meldung „Eckwertebeschluss. NGOs warnen vor Absinken der ODA-Quote“
>> VENRO-Pressemitteilung „Haushalt 2020 – Entwicklungspolitischer Rückzug ins Schneckenhaus“
>> Pressemitteilung vom Forum fairer Handel & Naturland e.V.

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März 2019

Hessische Kommunen können zukünftig Grabsteine aus Kinderarbeit verbieten

Weltweit arbeiten etwa eine Million Kinder in Steinbrüchen, davon ca. 150.000 in Indien, woher Schätzungen zufolge mindestens 50 Prozent der Grabsteine auf heimischen Friedhöfen stammen. Seit 1. März gibt es für hessische Kommunen nun endlich eine Rechtsgrundlage, um Grabmäler aus Kinderarbeit zu verbieten. Die im vergangenen August beschlossene Änderung für das Friedhofs- und Bestattungsgesetz ist dann in Kraft getreten.

Damit erhalten hessische Kommunen eine weitere Möglichkeit, ihre menschenrechtliche Verantwortung wahrzunehmen. Sie können in ihren Friedhofssatzungen festlegen, dass nur Grabsteine und Grabeinfassungen aufgestellt werden dürfen, die nachweislich ohne Kinderarbeit hergestellt worden sind. Mehrere hessische Kommunen – darunter Wiesbaden, Marburg und Kassel – haben diesen Schritt bereits erwartet und werden ihre Friedhofssatzungen anpassen.

Konkret nimmt das Änderungsgesetz Bezug auf das Verbot und die Beseitigung der schlimmsten Formen der Kinderarbeit laut Konvention Nr. 182 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). In Kommunen, die einen entsprechenden Passus in ihre Friedhofssatzung aufnehmen, muss der Verkäufer – meist der Steinmetz – nachweisen, dass das Grabmal ohne Kinderarbeit hergestellt worden ist.

Weitere Infos:
>> Konvention Nr. 182 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO)
>> Gesetz zur Änderung des Friedhofs- und Bestattungsgesetzes (PDF)
>> Faltblatt „Marmor, Granit & Co.: Was ist wichtig beim Natursteinkauf?”
>> Kampagne Aktiv gegen Kinderarbeit – Schwerpunkt Grabsteine
>> EPN Hessen-Webseite zur öffentlichen Beschaffung in Hessen

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Dezember 2018

Der Koalitionsvertrag der hessischen Landesregierung entwicklungspolitisch gesichtet

„Aufbruch im Wandel durch Haltung, Orientierung und Zusammenhalt“. In diesem Artikel wird eine entwicklungspolitische Sichtung ausgewählter Aspekte des Koalitionsvertrages zwischen CDU Hessen und BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN Hessen für die 20. Legislaturperiode vorgenommen.

Bereits in der Präambel bekennt sich die alte und neue Landeregierung zur Bewahrung der Schöpfung und der biologischen Vielfalt, der Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhaltes innerhalb rasanter Wandelungsprozesse, zum europäischen Projekt sowie zur Überwindung sozialer Ungerechtigkeiten. Die UN-Agenda „Transformation unserer Welt. Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ fungiert in Hessen bereits als Bezugsrahmen sowohl zur Überarbeitung der Nachhaltigkeitsstrategie als auch der entwicklungspolitischen Leitlinien des Landes. Diese Agenda vor Augen, lässt sich positiv anmerken, dass sich der Anspruch der Agenda „niemanden zurückzulassen“ auch im Koalitionsvertrag in der recht ausführlichen Befassung mit so unterschiedlichen Themen wie Inklusion und Barrierefreiheit, der Geschlechtergerechtigkeit aber auch der Interkulturellen Öffnung und der Stärkung der migrantischen Selbstvertretungsorganisationen niederschlägt. Nachhaltigkeit als Richtschnur wird an verschiedenen Stellen des Vertrages genannt, wobei es sich wahlweise um ökologische, soziale oder ökonomische Nachhaltigkeit handelt.

Weitere Infos:
>> Koalitionsvertrag der hessischen Landesregierung für die 20. Legislaturperiode (PDF)
>> EPN Hessen-Broschüre „Initiativ/en für globale Nachhaltigkeit“ (PDF)

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November 2018

„Weltoffenes“ Frankfurt? Worthülsen statt Bekenntnis zur sicheren Hafenstadt

Über 7000 Menschen sind im September auf die Straße gegangen, um unter anderem die politischen Verantwortlichen der Stadt Frankfurt dazu zu bewegen, sich zur sicheren Hafenstadt zu bekennen und sich damit bereit zu erklären, aus Seenot gerettete Geflüchtete aufzunehmen. Um diesem dringenden Anliegen weiteren Nachdruck zu verleihen, hat das Frankfurter Seebrücke-Bündnis am 8. November einen offenen Brief an den Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler übergeben. Der Brief, der sich an Oberbürgermeister Peter Feldmann, den Magistrat sowie die Stadtverordneten richtet und von über 1600 FrankfurterInnen unterzeichnet worden ist, enthält ebenfalls die Forderung, Frankfurt möge sich menschrechtlicher Verantwortung stellen und sich zum „sicheren Hafen“ erklären.

Doch ungeachtet all dessen entschied die Stadtverordnetenversammlung vergangenen Donnerstag: Geflüchtete Menschen, die aus Seenot gerettet wurden, sollen in der Stadt Frankfurt am Main keine Aufnahme finden. Damit wurde ein im Juli eingereichter Antrag der Fraktion Die Linke, der Ende August bereits im Frankfurter Haupt- und Finanzausschuss keine Mehrheit fand, endgültig abgelehnt und verworfen. Der Antrag verwies kritisch auf die „menschenverachtende Politik der europäischen Länder“, die immer mehr auf Abschottung und Abwehr von Geflüchteten setzt. Frankfurt solle nicht Teil dieser Politik sein, so der Appell, der beschämenderweise bei der Mehrheit der Stadtverordneten wirkungslos abzuprallen schien.

Weitere Infos:
>> Sicherer Hafen Frankfurt am Main – Offener Brief der Seebrücke
>> Seebrücke-Webseite
>> FR-Artikel „Frankfurt wird kein sicherer Hafen“ vom 9.11.2018
>> Antrag der Fraktion DIE LINKE „Frankfurt wird sicherer Hafen“

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September 2018

Keine Ausbeutung mit Steuergeldern! Bündnis fordert faire Vergabe in Hessen

Ob Dienstkleidung, die Pflastersteine auf dem Marktplatz, IT-Produkte oder Kaffee – die Produktpalette der öffentlichen Beschaffung ist breit. Jährlich werden in Deutschland Güter und Dienstleistungen im Wert von etwa 400 Milliarden Euro von Kommunen, Ländern und Bund eingekauft. Das entspricht knapp 15 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die öffentliche Hand verfügt damit über eine erhebliche Marktmacht, mit der sie dazu beitragen kann, dass bei der Herstellung der eingekauften Waren Menschenrechte und Umweltaspekte beachtet werden.

Wie kann das konkret hier in Hessen gehen? Die Grundlage für die Einkäufe der Landeseinrichtungen ist das Hessische Vergabe- und Tariftreuegesetz (HVTG). Es legt unter anderem fest, inwieweit Vergabestellen Kriterien zur Nachhaltigkeit beachten können/müssen. Das Vergabegesetz kann auf diese Weise auch Ziele wie soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz fördern. Nach Einschätzung vom „Bündnis für eine faire Vergabe in Hessen“ wird diese Möglichkeit aktuell nicht ausreichend genutzt.

In dem 2013 gegründeten Bündnis setzt sich das Entwicklungspolitische Netzwerk Hessen (EPN) gemeinsam mit Gewerkschaften, umweltpolitischen Nichtregierungsorganisationen und dem Zentrum Oekumene der EKHN dafür ein, dass ökologische, soziale und faire Kriterien in Hessen bei öffentlichen Aufträgen konsequent berücksichtigt werden.
Bei einer Pressekonferenz am 24.09.2018 in Wiesbaden wiesen Maria Tech (EPN, Eine-Welt-Fachpromotorin für Fairen Handel und nachhaltige Beschaffung) und Michael Rudolph (Vorsitzender des DGB-Bezirks Hessen-Thüringen) auf die Schwächen des Gesetzes hin und stellten die Forderungen des Bündnisses vor.

Weitere Infos:
>> Positionspapier Bündnis für eine faire Vergabe in Hessen
>> Pressemitteilung Bündnis für eine faire Vergabe in Hessen vom 24.09.2018 (PDF)
>> Pressespiegel zur Pressekonferenz vom 24.09.2018 in Wiesbaden (PDF)
>> Gesetz zur Änderung des Friedhofs- und Bestattungsgesetzes (PDF)

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September 2018

Verbände fordern von der hessischen Landesregierung: Keine Ratifizierung von CETA im Bundesrat!

Anlässlich des Hessischen Tags der Nachhaltigkeit am 6. September 2018, haben sich EPN Hessen im Verbund mit dem hessischen Landesverband des BUND und NaturFreunde Hessen mit einem gemeinsamen Appell an alle im Landtag vertretenen Parteien gewendet. Der Appell lautet, sich statt für CETA – dem umfassenden Handels- und Investitionsschutzabkommen zwischen der EU und Kanada – verstärkt für eine nachhaltige Entwicklung einzusetzen.

Die drei Verbände teilen die Einschätzung, dass CETA eine Bedrohung für Umwelt- und Verbraucherschutzstandards, bäuerliche Landwirtschaft und öffentliche Dienstleistungen der Daseinsvorsorge ist. Der in CETA enthaltene Schutz von Arbeitnehmerrechten ist äußerst schwach, und die Bestimmungen zur regulatorischen Kooperation sowie die Einführung einer Investitionsschutz-Paralleljustiz vergrößern den Einfluss transnationaler Konzerne auf Politikgestaltung und unterhöhlen die Demokratie. Handelsabkommen wie CETA und die Handelspolitik der Europäischen Union als Ganzes müssten eigentlich zur Entwicklung einer nachhaltigen Weltordnung beitragen und sich insbesondere den UN-Nachhaltigkeitszielen (SDG) und dem Pariser Klimaschutzabkommen unterordnen. Das zur Ratifizierung anstehende CETA-Abkommen steht jedoch eher im Gegensatz zu dieser Forderung.

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Leitlinien zur Entwicklungszusammenarbeit der Hessischen Landesregierung verabschiedet

Nachdem die neuen entwicklungspolitischen Leitlinien der Landesregierung schon vor längerer Zeit im Kabinett beschlossen worden waren, wurden sie am 15. Mai im Rahmen einer Pressekonferenz im Wiesbadener Landtag auch offiziell der Öffentlichkeit präsentiert.

EPN Hessen hat sich in der bereits seit 2012 andauernden Diskussion stark eingebracht und begrüßt die Verabschiedung der aktuellen Leitlinien der Landesregierung, in denen Entwicklungszusammenarbeit als Querschnittsaufgabe der Landesregierung begriffen wird.

Nun geht es darum, dass die vom Kabinett beschlossenen Leitlinien der Landesregierung zeitnah und mit Beteiligung der Zivilgesellschaft weiterentwickelt und in konkreten Schritten umgesetzt werden und wir hoffen, dass sie schließlich auch vom Hessischen Landtag als Leitlinien des Land verabschiedet werden.

Weitere Infos:
>> Leitlinien zur Entwicklungszusammenarbeit der Hessischen Landesregierung (PDF)

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EPN Hessen mischt mit:
Wir sind Teil der Initiative „Konzernmacht beschränken“

„Konzerne wie Bayer, Google und VW verfügen über viel Marktmacht. Großkonzerne haben größtenteils Niederlassungen in Steueroasen, um sich vor Steuerzahlungen zu drücken. Mega-Fusionen, vielfach finanziert durch Banken und Investmentgesellschaften, erhöhen enorm die Marktkonzentration …“. So wird im Januar 2018 veröffentlichten Plattformpapier der Initiative „Konzernmacht beschränken“ einleitend die Kernproblematik auf den Punkt gebracht.

Konzerne werden also durch Zusammenschlüsse zu immer (noch) mächtigeren Global Playern. Wer sich mit seinem politischen Handeln global nachhaltiger Entwicklung verschrieben hat, sieht sich deshalb mit zahlreichen Herausforderungen und Widersprüchen konfrontiert. Ein zentraler Widerspruch besteht darin, dass Wirtschaftsmacht massiv Einfluss auf demokratische Prozesse nehmen kann und auch nimmt, selbst aber immer schwerer kontrollierbar ist. Die sich mit Globalisierungsprozessen beschäftigende Politikwissenschaft beklagt, dass der politische Globalisierungsprozess, also das globale Regierungshandeln (Global Governance) dem ökonomischen Globalisierungsprozess meilenweit hinterher hinkt. Der direkte wie auch indirekte Einfluss von WirtschaftsakteurInnen auf nationale wie internationale Entscheidungsprozesse lässt sich überall beobachten und verstärkt sich entsprechend der Konzentration von Konzernmacht, die „too big to regulate“ werden (zu groß, um noch reguliert werden zu können). Transparenz, demokratische Verfahren und Gemeinwohl, nachhaltige Entwicklung und Menschenrechte drohen so zunehmend auf der Strecke zu bleiben. Die Folgekosten profitorientierten wirtschaftlichen Handelns für Mensch und Natur wiederum dürfen in aller Regel von „der Allgemeinheit“ getragen werden.

Zivilgesellschaftliche Nichtregierungsorganisationen können solchen Machtverhältnissen nur durch akribische Recherchen, Öffentlichkeitsarbeit, politischen Kampagnen, Rechtsmitteln und der sogenannten „Watch-Dog“ Funktion begegnen. Um gegen die Lobbyaktivitäten insbesondere von großen Konzerne ein Gegengewicht zu bilden, hat sich nun eine breite Plattform von Nichtregierungsorganisationen aus der Entwicklungs-, und Umweltpolitik, aus dem VerbraucherInnenschutz und von alternative Landwirtschaftsverbänden in der Initiative „Konzernmacht beschränken“ zusammengeschlossen.

Das Entwicklungspolitische Netzwerk Hessen e.V. trägt die Initiative mit und hat auch das Plattformpapier mitunterzeichnet. Gemeinsam fordern wir darin u.a., Öffentliche Rechte zu stärken, Beschwerdestellen einzurichten, die Rolle von Parlamenten zu stärken sowie Monopole zu beschränken.

Weitere Infos:
>> Plattformpapier der Initiative „Konzernmacht beschränken“ (PDF)
>> www.konzernmacht.de – Webseite zur Konzernmacht-Initiative

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Programm zur Förderung entwicklungspolitischer Qualifizierungsmaßnahmen PFQ wird fortgesetzt

Gute Nachrichten zu Beginn des neuen Jahres 2018 für entwicklungspolitische Organisationen, die Qualifizierungsmaßnahmen für andere entwicklungspolitische Organisationen anbieten, denn das Programm zur Förderung entwicklungspolitischer Qualifizierungsmaßnahmen, kurz PFQ, wird fortgeführt! In Deutschland arbeiten zahlreiche Nichtregierungsorganisationen (NRO) an der Erreichung entwicklungspolitischer Ziele und setzen Projekte im In- und Ausland um. Über das PFQ hat Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) von 2014 bis Ende 2017 Nichtregierungsorganisationen (NRO) in Deutschland unterstützt, die ihre in der Praxis erworbene entwicklungspolitische Fachexpertise an andere entwicklungspolitische Akteure der deutschen Zivilgesellschaft weitergeben. Hierzu zählen zum einen Qualifizierungen zu sektoralen Schwerpunkten der deutschen und internationalen Entwicklungspolitik, zum anderen methodische Qualifizierungen mit klarem entwicklungspolitischen Bezug.
Über die Pressestelle von Engagement Global wurde nun Anfang Januar verkündet, dass PFQ zunächst bis Ende 2020 fortgeführt wird.

Weitere Infos:
>> Programm zur Förderung entwicklungspolitischer Qualifizierungsmaßnahmen PFQ

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Dezember 2017

Work in progress: Weiterarbeit am Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung

Klimawandel, Ressourcenknappheit, soziale Ungleichheit, Rassismus: Die globalen Herausforderungen im 21. Jahrhundert sind immens! Sie machen gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen sowie Umdenken und Handeln im Alltag notwendig. Bildung leistet dabei einen wichtigen Beitrag zu Sensibilisierung, Perspektivwechsel und Veränderungsorientierung. Diese Einschätzung bildet den Ausgangspunkt für den „Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Der Orientierungsrahmen (OR) wurde erstmals im Jahr 2007, von der Konferenz der Kultusminister*innen der Länder (KMK) und dem Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) herausgegeben. Er dient als Bezugsrahmen für die Entwicklung von Lehr- und Bildungsplänen und für schulische Curricula, für die Gestaltung von Unterricht und außerschulischen Aktivitäten. Seit der Veröffentlichung der Neuauflage 2015 wird die Weiterentwicklung des Orientierungsrahmens stetig vorangetrieben. So sollen weitere Fächer hinzukommen oder überarbeitet werden, Teilausgaben der Fachkapitel sowie zugehörige Lern- und Lehrmaterialien erstellt werden.

Sehr zu begrüßen ist, dass als verbindliches Qualitätskriterium für die Unterrichtsmedien und Lehr-/Lernmaterialien festgelegt wurde, „[…] Stereotype, rassistische Diskriminierung, eurozentrische Sichtweisen und ungerechtfertigte kulturelle Zuschreibungen [zu vermeiden]“. Auch das Selbstverständnis von Engagement Global (EG) – das den Arbeitsprozess zum OR koordiniert – verweist darauf, dass „[….] die Auseinandersetzung mit Rassismus und das aktive Entgegenwirken gegen diesen [für EG] eine zentrale Aufgabe und Verantwortung dar[stellt] […]“. „Als lernende Organisation suchen wir hierzu den Dialog mit unseren Partnerinnen und Partnern, Zielgruppen und Interessierten und laden dazu ein, sich mit uns offen und konstruktiv in den Austausch zu begeben.” (aus dem Positionspapier des Fachkreis Anti-Rassismus von EG; Stand Juni 2014)

Von zivilgesellschaftlicher Seite wird der Prozess der Weiterarbeit mit und am Orientierungsrahmen konstruktiv-kritisch begleitet.

Weitere Infos:
>> Orientierungsrahmen (PDF)
>> Bestellmöglichkeit der Druckausgabe (Cornelsen Verlag)

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