Veranstaltungsort: Dondorf Druckerei, Gabriel-Riesser-Weg 3, Frankfurt am Main,
Freitag, 27. Februar, ab 18:00 Uhr:
Auftaktpodium mit anschließendem Barabend und Ausstellung
Samstag, 28. Februar, 10:30 bis 22:00 Uhr:
Workshops, Stadtführungen und Diskussionen
Das Frankfurter Bahnhofsviertel eignet sich bestens für Meinungs- und Stimmungsmache – vor allem im Wahlkampf. Politiker*innen und konservative Akteure nutzen das Viertel als Kulisse für ihre Profilierung – meist verbunden mit der Bezeichnung als „Problemviertel“ und der Forderung, dort „endlich aufzuräumen“. Hinter den so beschworenen Schreckbildern treten reale soziale Probleme und Konflikte oft in den Hintergrund. Ausgehend vom gleichnamigen Sammelband nimmt die Konferenz diese Dynamiken zum Ausgangspunkt einer gemeinsamen Diskussion.
Die Konferenz fragt danach, wie ein „Problemviertel“ entsteht: durch welche sozialen Praktiken, politischen Entscheidungen und medialen Deutungsmuster urbane Räume als Orte der Gefahr, des Verfalls oder der Abweichung markiert werden. Ziel ist es, diese Prozesse nicht nur abstrakt zu analysieren, sondern konkret in ihren lokalen Ausprägungen zu erfassen.
Im Zentrum steht die Frage, wie das Bahnhofsviertel als „Problemviertel“ beständig (re-)produziert wird und welche Interessen, Machtverhältnisse und Regierungsweisen sich darin widerspiegeln. Gleichzeitig richtet die Konferenz den Blick auf alltägliche Akte des Widerstands, der Solidarität und der Möglichkeit, urbane Räume anders zu denken und zu gestalten.
Für den Inhalt der Veranstaltungsankündigung ist epn Hessen mitverantwortlich. Die inhaltliche Gestaltung der Veranstaltung selbst liegt in der Verantwortung des jeweiligen Veranstalters.
