Fulda spricht Tacheles!

4. September 2026 (18:00)

Veranstaltungsort: Kanzlerpalais, Unterm Heilig Kreuz 1, Fulda,

Tacheles reden heißt, schwierige Dinge offen anzusprechen – ehrlich, respektvoll und ohne Ausflüchte. Doch ein gutes Gespräch lebt nicht nur von klaren Worten, sondern auch von Respekt, Zuhören und der Bereitschaft, andere Perspektiven ernst zu nehmen.

Gerade in Zeiten, in denen gesellschaftliche Debatten oft von Zuspitzung und Polarisierung geprägt sind, stellt sich die Frage, wie wir kontroverse Themen diskutieren können, ohne den Gesprächsfaden zu verlieren.
Wie gelingt es, Widerspruch auszuhalten, andere Perspektiven ernst zu nehmen und Konflikte respektvoll auszutragen?
Und wie können wir eine Streitkultur stärken, die Unterschiede nicht als Bedrohung versteht, sondern als Grundlage einer lebendigen Demokratie?

Über diese Fragen diskutieren die Hessische Ministerin für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales, Heike Hofmann, die Politologin Dr. Saba-Nur Cheema sowie der Historiker Prof. Dr. Meron Mendel.

Die Veranstaltung findet am Freitag, 4. September 2026, um 18:00 Uhr im Kanzlerpalais Fulda, Unterm Heilig Kreuz 1, statt.

Die Veranstaltung knüpft an die Idee des Projekts „Fulda spricht“ an. Ziel ist es, Räume zu schaffen, in denen Menschen mit unterschiedlichen Meinungen und Hintergründen miteinander ins Gespräch kommen. Demokratie lebt nicht davon, dass alle einer Meinung sind, sondern davon, dass unterschiedliche Perspektiven respektvoll ausgetauscht und Konflikte fair ausgetragen werden können.

Nach einem moderierten Gespräch auf dem Podium ist das Publikum eingeladen, eigene Fragen, Gedanken und Erfahrungen einzubringen.

Der Eintritt ist frei.

Die Veranstaltung wird gefördert durch das Hessische Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales.

Veranstaltet von Welcome In! Fulda e.V. in Kooperation mit der Citypastoral Fulda, der Katholischen Akademie des Bistums Fulda und dem Entwicklungspolitischen Netzwerk Hessen.

Zu den Gästen

Dr. Saba-Nur Cheema und Prof. Dr. Meron Mendel gehören zu den bekanntesten Stimmen für Dialog, Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland. Beide prägten über viele Jahre die Arbeit der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt am Main maßgeblich mit. Meron Mendel leitet die Bildungsstätte seit 2010 als Direktor, Saba-Nur Cheema war dort viele Jahre in leitender Funktion für die politische Bildungsarbeit verantwortlich. Gemeinsam setzen sie sich seit Jahren gegen Antisemitismus, Rassismus, Islamfeindlichkeit und andere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit ein.

Als Ehepaar, Autoren des Buches „Muslimisch-jüdisches Abendbrot“ und gefragte Gesprächspartner in Politik, Wissenschaft und Medien beschäftigen sie sich mit der Frage, wie Verständigung über kulturelle, religiöse und politische Unterschiede hinweg gelingen kann. Dabei bringen sie unterschiedliche biografische, kulturelle und religiöse Perspektiven ein und zeigen, dass kontroverse Debatten und gegenseitiger Respekt kein Widerspruch sein müssen.

Für ihren Einsatz für Demokratie, gesellschaftlichen Zusammenhalt und eine offene Diskussionskultur wurden Saba-Nur Cheema und Meron Mendel 2024 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Heike Hofmann studierte Rechtswissenschaften an der Johann Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt und ist seit 2002 Rechtsanwältin. Bereits seit 1989 ist sie politisch aktiv – zunächst auf kommunaler, dann auf Landes- sowie von 2009 bis 2013 als Mitglied des SPD-Bundesparteirats auch auf Bundesebene. Im Jahr 2000 zog sie erstmals als Abgeordnete in den Hessischen Landtag ein. Seit 2024 ist Heike Hofmann Hessische Staatsministerin für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales und setzt sich ein für Teilhabe von Zugewanderten und Menschen mit Behinderungen, für hochwertige frühkindliche Bildung, für den Schutz von Frauen vor Gewalt und für eine vielfältige, diskriminierungsfreie Gesellschaft.

ANMELDUNG UND WEITERE INFORMATIONEN!

Für den Inhalt der Veranstaltungsankündigung ist epn Hessen mitverantwortlich. Die inhaltliche Gestaltung der Veranstaltung selbst liegt in der Verantwortung des jeweiligen Veranstalters.