Veranstaltungsort: online, online, online,
Termine:
Dienstag, 21.4.2026, 10:00-14:30h
Dienstag, 28.4.2026, 10:00-14:30h
Dienstag, 12.5.2026, 10:00-14:30h
Dienstag, 16.6.2026, 10:00-14:30h
Erneut startet unsere vielfach erprobte Qualifizierungsreihe, die sich auf die Entwicklung einer rassismuskritischen und empowernden Partnerschaftsarbeit in der Entwicklungszusammenarbeit konzentriert. Diese Reihe richtet sich an Akteur*innen aus entwicklungspolitischen Organisationen sowie NGOs, Initiativen und Migrant*innenselbstorganisationen, die sich für globale Gerechtigkeit einsetzen.
Worum geht’s
- Ziel: Entwicklung alternativer Handlungsmöglichkeiten und Praktiken in der internationalen Partnerschaftsarbeit, die empowernd bzw. rassismus- und machtkritisch sind.
- Inhalt: 4 aufeinander aufbauende Webinare à 4 Stunden, mit Fokus auf stärkende bzw. machtkritische Selbstreflexion, Theorie und Praxis.
- Zielgruppe: Entwicklungspolitische Akteur*innen sowie Aktive in internationalen Partnerschaften, insbesondere auch an Personen aus Migrant*innenselbstorganisationen und Betroffene von Rassismus.
- Sprache: Deutsche Lautsprache.
Warum bieten wir die Reihe an?
Nicht nur aufgrund der kolonialen Geschichte ist die Projektarbeit mit „Partner*innen“ auf sehr ungleiche Basis erbaut. Gelder und Vorgaben kommen aus Deutschland und häufig werden Menschen aus Deutschland in den Partnerländern eingesetzt, obwohl ihnen das Wissen über die lokalen Strukturen fehlt. Aber auch in der direkten Zusammenarbeit vor Ort oder in Teams hier in Deutschland werden Rassismen und andere Machtverhältnisse (unbewusst) reproduziert. Sich mit dieser Reproduktion auseinanderzusetzen ist ein umfassender Prozess. Er startet mit der Selbstermächtigung gegen diese Verhältnisse auf der Schwarzen/of Color Seite bzw. einer Selbstreflexion auf der weißen Seite.
Für die kritischen Diskurse zu Dekolonisierung der Partnerschaftsarbeit sind die Stimmen migrantisch-diasporischer Akteur*innen unverzichtbar. Wir wollen deshalb einen Raum schaffen, in dem die aktuelle Deutungshoheit über die Dekolonisierung der Partnerschaftsarbeit auf den Prüfstand gestellt wird. Migrantisch-diasporische Akteur*innen haben unter anderem durch ihre biografischen Bezüge eine besondere Rolle in der Partnerschaftsarbeit. Dieser Rolle wollen wir in unserem Angebot durch das zeitweise Arbeiten in Safer Spaces gerecht werden.
Langfristig müssen sich die generellen Strukturen (Finanzen, Reisen, Evaluation etc.), in denen die Projekte stattfinden, verändern (siehe Das Märchen von der Augenhöhe ). Nichtsdestotrotz ist eine individuelle Beschäftigung mit dem Thema dekoloniale „Partnerschaftsarbeit“ ein erster möglicher Baustein für diese strukturellen Veränderungen. Wichtig ist hierfür die Stärkung von Migrant*innenselbstorganisationen und Menschen mit Rassismuserfahrung innerhalb deutscher Organisationen.
Referent*innen:
- Lawrence N. Y. Oduro-Sarpong (er/ihn) und Kristina Kontzi (sie/ihr), beide glokal e.V.
WEITERE INFORMATIONEN UND ANMELDUNG
Für den Inhalt der Veranstaltungsankündigung ist epn Hessen mitverantwortlich. Die inhaltliche Gestaltung der Veranstaltung selbst liegt in der Verantwortung des jeweiligen Veranstalters.
