Datenschutz

Digitalisierung spielt eine wichtige Rolle in der Bildungsarbeit. Hierbei sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass das Thema Datenschutz nicht zu kurz kommt. Seit dem 25. Mai 2018 ist die Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union (EU-DSGVO) wirksam. Diese Grundverordnung sollte das Recht jedes Menschen an den eigenen Daten gewährleisten. Hierbei geht es nicht nur um allgemeine Daten wie Name und Adresse, sondern durch weiter voranschreitende Technik auch um Informationen wie beispielsweise Standorte oder Browserdaten (z.B. Chronikverlauf, Kaufpräferenzen). Die EU-DSGVO liefert einige Neuerungen und sollte bei der Interaktion über Online-Tools immer berücksichtigt werden.

(Summit Art Creations / stock.adobe.com)
(Summit Art Creations / stock.adobe.com)

Im Zuge der Pandemie sind für Organisationen besonders digitale Tools wie Zoom, Big Blue Button oder Webex wichtiger denn je für ihre Kommunikation geworden. Zu Online-Veranstaltungen gibt es Links zur Anmeldung, es werden allgemeine Daten der Teilnehmenden gesammelt und verarbeitet. Durch diese Form der Kommunikation wird das Thema Datenschutz also immer relevanter.
Oft ist es jedoch nicht so leicht, sich durch den Dschungel an Rechten und Regeln zu lesen. Es kann daher von Vorteil sein, sich vor der Nutzung von Programmen und Webdiensten darüber zu informieren, ob die EU-DSGVO-Regelungen von der jeweiligen Plattform eingehalten werden. So können Organisationen die Datenschutzverordnung gleich von Anfang an als Kriterium nutzen, um sich für ein Tool zu entscheiden. Über den folgenden Link findet sich eine Auflistung hilfreicher digitaler Tools mit einer Einschätzung zur jeweiligen Gewährleistung der Datenschutzrichtlinien: https://digital-vereint.berlin/de/informieren/digitale-tools

Vor allem frei verfügbare Anbieter sind nicht immer datenschutzkonform, und es sollte beachtet werden, dass Anbieter:innen mit Sitz oder Teilen des Unternehmens außerhalb der EU die DSGVO oft nicht einhalten müssen. Daher ist es sinnvoll, sich vorher über die Hintergründe der Software zu informieren.

Zusätzlich empfohlen wird bei der Auswahl der Programme mindestens eine Transportverschlüsselung der gesamten Kommunikation – im besten Fall ist eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung vorhanden. Die Daten, die bei der Registrierung gesammelt werden, sollten von den Betreibern lediglich zur Ermöglichung der Kommunikation über das Tool genutzt werden. Zusätzlich gilt: Keine privaten E-Mail-Adressen zur Registrierung nutzen und die Veranstaltungen immer offiziell über die Organisation laufen lassen. Gespräche dürfen nur mit vorheriger Einwilligung aller Teilnehmenden aufgezeichnet bzw. verwendet werden.