Brückenbauer des Wandels: Die afrikanische Diaspora in der neuen Weltordnung

27. Juni 2026 (10:00 - 16:00)

Veranstaltungsort: online, online, online,

Die globalen Machtstrukturen verändern sich tiefgreifend. Langjährig etablierte multilaterale Mechanismen geraten ins Wanken, neue Allianzen entstehen, nationale Interessen treten zunehmend in den Vordergrund, und demokratische Werte geraten oft in den Hintergrund.

Trotz der potentiellen Bedeutung Afrikas als „Hauptlieferant“ von Ressourcen – von Rohstoffen bis zu Dienstleistungen – bleibt seine Stimme auf der internationalen Bühne noch häufig ungehört. Die erpresserischen Rohstoff-Deals der USA, die Zollpolitik und das Versuchen, Industriearbeitsplätze nach Hause zu holen droht Afrika, in der internationalen Arbeitsteilung noch weiter abgehängt zu werden. Auch Kooperationen mit China, Russland und weiteren Mächten wie den Vereinigten Arabischen Emiraten erscheinen für den Kontinent fraglich.

Erste Schritte, wie die Stärkung der AfCFTA (Afrikanische Kontinentale Freihandelszone), zeigen, dass Afrika seine wirtschaftliche Selbstbestimmung aktiv gestalten möchte. Dennoch bleibt die Herausforderung bestehen: Wie können afrikanische Länder die neuen globalen Machtverhältnisse zu ihrem Vorteil nutzen und welche strategische Rolle der Diaspora dabei zukommt?

Unsere Veranstaltung bietet Raum, um folgende Kernfragen zu diskutieren:

  •     Wie kann die Diaspora ihre Stimme und Expertise gezielt einbringen, um Machtungleichgewichte auszugleichen?
  • Welche Strategien sind notwendig, damit Afrika die Chancen multipolarer Partnerschaften und neuer Allianzen effektiv nutzen kann?
  • Wie können politische und wirtschaftliche Ressourcen der Diaspora die Forderung des Kontinents konkret unterstützen?
  • Welche realistischen Alternativen bestehen für Afrika, um sich effektiver in die rapiden globalen Veränderungen einzumischen?

Wir freuen uns auf interessante Impulsvorträge und Diskussionen mit unseren Referent:innen:

–  Prof. Dr. Elisio Macamo, Professor für Soziologie mit Schwerpunkt Afrika  an der Universität Basel zum Input I über die Auswirkungen der rapiden Veränderungen in einer globalen Weltordnung in der ökonomischen, ökologischen und sicherheitspolitischen Polykrise auf die afrikanischen Länder

– Frau Kave Bulambo, Gründerin und Geschäftsführerin von Black in Tech zum Input II über die Ressourzen der Diaspora zur Positionierung Afrikas in die neue Weltordnung

 Dr. Boniface Mabanza Bambu, Referent der Kirchlichen Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA) in der Werkstatt Ökonomie e.V.  zum Input III über den Beitrag der Diaspora zur Überwinung des asymetrischen Machtverhälnis im Kontext von neuen Partnershaften und multipolaren Allianzen in der Welt

– Dr. Diane Brahms, Vorstand Vorzitzende Bündnis für Entwicklungspolitik mit Afrika ( BEA e.V), Teilnehmerin an der Diskusionrunde

– Herr Barton Shaha, Gründer und Geschäftsführer von Ayuni Gmbh, Teilnehmer an der Diskussionsrunde

 

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