Veranstaltungsort: Haus der Volksarbeit, Eschenheimer Anlage 21, Frankfurt am Main,
Während der Zeit der »Bonner Republik« zählte der katholische Intellektuelle Walter
Dirks (1901–1991) zu den bedeutendsten politischen Publizisten in Deutschland. Der Mitbegründer der »Frankfurter Hefte« galt als scharfzüngiger und unbequemer medialer
Kommentator, der sich als engagierter Christ für Reformen in Kirche und Gesellschaft einsetzte: In einem freien und Freiheiten respektierenden Staat müsse es auch eine freie
Kirche geben, die von vielen gesellschaftlichen Gruppen organisiert wird. Der Vortrag
beleuchtet Dirks´ Vorstellungen einer dialogischen Kirche und einer solidarischen Gesellschaft, die sich entschieden von restaurativen und autoritären Tendenzen abgrenzen
und Themen sozialer Gerechtigkeit, politischer Teilhabe und ökumenischer Zusammenarbeit zuwenden sollte. Im Zentrum steht die Frage, wie Dirks den Prozess der »Demokratisierung« verstand – nicht nur als politisches Ziel, sondern vor dem Hintergrund theologischer Überlegungen auch als kirchliche Aufgabe.
· Gabriel Rolfes, Dirks-Experte, Aachen
· Dr. Joachim Rotberg, Dirks-Experte, Frankfurt
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Eintritt frei
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