Veranstaltungsort: Villa Gründergeist, Gärtnerweg 62, 60322 Frankfurt am Main,
Bildungs- und Praxisfelder befinden sich gegenwärtig in einem tiefgreifenden Wandel. Lernen, Beratung, Unterstützung und soziale Interaktion finden zunehmend zwischen physischen Orten und digitalen Räumen statt. Einrichtungen der Bildung und der Sozialen Arbeit bewegen sich dabei in einem Geflecht aus institutionellen Räumen, sozialen Beziehungen und digitalen Infrastrukturen. Klassische Orte der Begegnung – Schulen, soziale Einrichtungen, Beratungsstellen oder Nachbarschaftsräume – sind heute vielfach mit digitalen Kommunikations- und Interaktionsformen verschränkt.
Diese Entwicklungen werfen grundlegende Fragen nach Räumen, Orten und Formen der Präsenz in Bildungszusammenhängen sowie nach der Verortung sozialer Akteur*innen und pädagogischer Praktiken im Raum auf.
Zugleich rücken bei der Betrachtung von Räumen und Orten die körperlichen und sinnlichen Dimensionen von Bildung und Sozialer Arbeit erneut in den Blick. Hier ergeben sich auch Analogien zwischen Forschen, Lehren und Lernen, die jeweils mit allen Sinnen stattfinden – sei es analog vor Ort oder digital vernetzt.
Die Tagung möchte besonders Perspektiven auf Räume und Orte sowie Körperlichkeit und Sinnlichkeit im Kontext pädagogischer Praktiken beleuchten und diskutieren. Ethnologische Ansätze bieten hierfür wichtige theoretische und methodische Impulse, um Bildungs- und Praxisfelder als vernetzte Orte sozialer Beziehungen, materieller Umgebungen und digitaler Infrastrukturen zu verstehen.
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