Ende der Verantwortung oder gemeinsam für eine solidarische Welt?

Unter diesem Titel diskutierte der Verein NETZ am 19.11.25 in der Kongresshalle Gießen über die Zukunft der Entwicklungszusammenarbeit – angesichts drastischer Haushaltskürzungen und wachsender globaler Ungleichheit.

Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher betonte, dass eine solidarische Welt entsteht, indem wir Verantwortung teilen. Bundestagsabgeordnete wie Felix Döring (SPD) und Desiree Becker (Die Linke) warnten vor den Folgen der Kürzungen und der Abschwächung des EU-Lieferkettengesetzes.

Pushpa Islam vom Vorstand des epn Hessen berichtete persönlich: „Es macht mich sehr traurig, diese Einstellung, denn ich habe Familie in Bangladesch. Ich sehe, was die Auswirkungen sind – sei es Klimakatastrophe oder Ausbeutung in der Textilwirtschaft. Bangladesch hat schon sehr viel geleistet in den letzten 50 Jahren. Ermöglicht auch mit internationaler Solidarität.“

Ein Video zeigte Frauen in Bangladesch, die trotz Armut Wege in die Selbstständigkeit finden. Niko Richter (Bangladesch-Forum) und NETZ-Vertreter*innen forderten, solche Erfolge politisch zu verankern. Das Publikum kritisierte mangelnde Unterstützung für zivilgesellschaftliches Engagement.

In einem Punkt herrschte Einigkeit: Globale Verantwortung braucht jetzt politische und bürgerschaftliche Kraft. NETZ plant weitere Aktionen, u.a. einen Online-Projektabend am 26.11.