https://www.epn-hessen.de/netzwerk/promotorinnenprogramm/ (EPN Hessen e.V.)

Eine Welt-PromotorInnen-Programm


Was ist das Eine Welt-PromotorInnen-Programm?

Klimawandel, Ressourcenknappheit, Wirtschaftskrisen, soziale Ungleichheit und Rassismus sind Herausforderungen, die Umdenken und entschlossenes Handeln im Alltag erfordern. Das bundesweite Eine Welt-PromotorInnen-Programm verfolgt daher globale Ziele durch lokale Praxis und wird dabei von Bund und Ländern gefördert. Eine Welt-PromotorInnen unterstützen bundesweit zivilgesellschaftliches Eine Welt-Engagement durch Beratungsangebote, Aktionen, Kampagnen und Vernetzung. Sie fördern systematisch innovative Eine Welt-Ansätze, stärken Wissen und Kompetenzen von Gruppen und Vereinen, setzen sich – zusammen mit Engagierten vor Ort – für nachhaltige und gerechte Entwicklung weltweit ein und geben Impulse für politische Entscheidungsprozesse.

In allen sechszehn Bundesländern arbeiten inzwischen 140 Eine Welt-PromotorInnen, entweder als Regionalpromotor*innen um in bisher noch wenig entwicklungspolitische erschlossenen Regionen Engagement aufzuspüren und zu unterstützen oder als Fachpromoto*innen u.a.  zu den Themenfeldern:

  • Globales Lernen
  • Fairer Handel und Nachhaltige Beschaffung
  • Migration, Diaspora und Entwicklung
  • Interkulturelle Öffnung und Empowerment
  • Umwelt, Klima und Entwicklung
  • Zivilgesellschaft und Partizipation und
  • Internationale Kooperation und Partnerschaften
  • Hochschulen / Museen

Mit der bundesweiten Ausbreitung des Programms haben sich die Möglichkeiten des Informations- und Wissensaustausches sowie der Zusammenarbeit zwischen den FachpromotorInnen der beteiligten Länder – und damit die konkrete Arbeit vor Ort – deutlich verbessert!

Das Konzept zum PromotorInnen-Programm wurde gemeinsam mit dem Verband Entwicklungspolitik Deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) und der Stiftung Nord-Süd-Brücken (SNSB) nach einem in Nordrhein-Westfalen (NRW) seit Mitte der 1990er Jahre erfolgreich implementierten Modell entwickelt. Davor hatte der Dachverband aller Eine Welt-Landesnetzwerke, die Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke (agl) bereits über viele Jahre die sogenannte Initiative Inlandsarbeit lobbyiert und warb damit für eine moderne Eine Welt-Politik in gemeinsamer Verantwortung von Bund und Ländern.

Eine Welt-PromotorInnen-Programm: Bedarf & Zielsetzung

Angesichts der beständig steigenden globalen Herausforderungen an die Weltgemeinschaft soll die Initiative Inlandsarbeit dazu beitragen, die Zustimmung zu den notwendigen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen und das flächendeckende Engagement für globale Gerechtigkeit zu fördern, indem sie

  • über globale Zusammenhänge informiert und zum Perspektivenwechsel auffordert;
  • dazu beiträgt, die Wechselwirkungen zwischen Konsumverhalten im Globalem Norden und Lebensbedingungen im Globalen Süden besser zu verstehen;
  • dabei unterstützt, die mit wachsenden Migrationsbewegungen verbundenen gegenseitigen Lernchancen aktiv aufzugreifen und grundsätzlich zu konkretem Handeln im Sinne globaler Entwicklungspartnerschaften beiträgt.

Nach dem Vorbild von NRW soll ein bundesweites Eine Welt-PromotorInnen-Programm aufgebaut werden, das perspektivisch zum Ziel hat, die Bundesrepublik flächendeckend mit regionalen und fachlichen Eine Welt-PromotorInnen abzudecken.

Eine Welt-PromotorInnen…

  • fördern und stärken Wissen und Kompetenzen für nachhaltige Entwicklung sowie
  • Handlungsbereitschaft und Engagement,
  • initiieren Netzwerke, Kooperationen und Partnerschaften,
  • bauen eine flächendeckende und systematische Eine Welt-Arbeit auf.

Um diese Ziele zu erreichen:

  • arbeiten PromotorInnen bei der Umsetzung von Aktionsplänen für Bildung für nachhaltige Entwicklung mit und bringen das Globale Lernen in die Schulen,
  • schaffen PromotorInnen außerschulische Lernorte in den Regionen, erschließen neue Zielgruppen und bringen Globales Lernen so in die Fläche,
  • verbinden PromotorInnen Konzepte wie „bio-regio-fair“ für regionales und ökologisches Wirtschaften mit Fairem Handel,
  • werben PromotorInnen bei Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft für ökologisch wie sozial nachhaltige Entwicklung und für global sozialverantwortliches unternehmerisches Handeln,
  • unterstützen PromotorInnen kommunale Entwicklungszusammenarbeit, ob bei Partnerschaften, Beschaffung, Globalem Lernen oder Interkultureller Öffnung,
  • unterstützen PromotorInnen migrantische/ diasporische AkteurInnen in ihrer Arbeit und deren Sichtbarmachung,
  • fördern PromotorInnen Austausch und Vernetzung zwischen der entwicklungspolitischen Zivilgesellschaft und tragen zur Entwicklung übergreifender konzeptioneller Debatten, Handlungsansätze und Zukunftsvisionen bei.

Gemeinsame Trägerschaft von Bund und Ländern:

In der föderalen Struktur der BRD liegt die Zuständigkeit für die entwicklungspolitische Bildungsarbeit sowie für das kommunale Engagement bei den Ländern, während sich der Bund für die Entwicklungszusammenarbeit verantwortlich zeichnet. In der Realität der Eine Welt-Landesnetzwerke treffen all diese Zuständigkeiten und AkteurInnen zusammen und tragen zur gegenseitigen Befruchtung und innovativen Weiterentwicklung der gemeinsamen Eine Welt-Arbeit bei. Vor diesem Erfahrungshintergrund will das Eine Welt-PromotorInnen-Programm die entwicklungspolitische Bildungsarbeit in die Fläche – in Städte, Gemeinden und Regionen – bringen und im Sinne von Kohärenz, Ideenfindung und Ideenaustausch weiterentwickeln. Die propagierte gemeinsame Finanzierung durch Bund und Länder im Verhältnis 60:40 ist daher folgerichtig und sinnvoll. Dass die Idee überzeugt und neue Synergieeffekte verspricht, spiegelt sich auch in der wachsenden Zustimmung weiterer Bundesländer wider.


>> Flyer zum bundesweiten Eine Welt-PromotorInnen-Programm [1]
>> Rahmenkonzept für ein bundesweites Eine Welt-PromotorInnen-Programm (März 2015) [2]
 

Sie möchten sich einen Überblick verschaffen, was die 140 PromotorInnen bundesweit tun? Sie suchen KooperationspartnerInnen in Ihrer Region oder möchten mehr über die Struktur des Programms erfahren? Sehen Sie sich auf dem Webportal des Programms um:

>> www.einewelt-promotorinnen.de [3]

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Die hessischen Eine Welt-PromotorInnen
stellen sich vor:

Hessen konnte bereits 2011 mit einseitiger Unterstützung des Landes in die „Initiative Inlandsarbeit“ einsteigen. Seit April 2012 finanzieren Bund und Land die Arbeit der hessischen „PromotorInnen“, die in vier Themenfeldern inhaltliche und organisatorische Unterstützung anbieten und damit Kohärenz und Qualität der Eine Welt-Arbeit in Hessen fördern. Aus den vorhandenen Ressourcen wurden vier Stellen mit folgenden Schwerpunkten geschaffen:

  • Globales Lernen
  • Fairer Handel und nachhaltige Beschaffung
  • Migration, Diaspora und Partizipation
  • Öffentlichkeitsarbeit und Partizipation

Aktuell sind die vier Schwerpunkte mit 50-60% Stellen ausgestattet wobei der Schwerpunkt “Migration Diaspora und Partizipationen & Interkulturelle Öffnung” üvbergangsweise als Tandem bearbeitet wird. Je eine Promotorin ist bei der Initiative Solidarische Welt e.V. (Träger des Marburger Weltladens) in Marburg sowie beim Weltladen Darmstadt / Solidarisch Handeln e.V. tätig. Die beiden Schwerpunkte zu Migration, Diaspora und zu Öffentlichkeitsarbeit sind in der Geschäftsstelle des Netzwerks angesiedelt.

Perspektivisch wollen wir auch in Hessen weitere Fach- und RegionalpromotorInnen bei entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisationen in den verschiedenen Regionen ansiedeln und so dazu beitragen, dass die entwicklungspolitisch Engagierten mehr voneinander wissen, sich austauschen und besser gegenseitig stärken können.

Dies ist allerdings von der Bereitsschaft des Landes Hessen abhängig, den Umfang des Programms in Hessen deutlich auszubauen. Als nächster Schritt soll zunächst eine Stelle für eineN Regionalpromotor*in in Nordhessen geschaffen werden.

Programmkoordination: Andrea Jung, andrea.jung[at]epn-hessen.de [4], Tel.: 069-91 39 51 70.
Entwicklungspolitisches Netzwerk Hessen (EPN Hessen) e.V., Vilbeler Str. 36, 60313 Frankfurt/M.

>> Flyer zu den hessischen Eine Welt-PromotorInnen [5]

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ANNA DOBELMANN
Fachpromotorin für Globales Lernen

Anna DobelmannGesellschaftlicher Wandel braucht Bildung! Als Fachpromotorin berate ich hessenweit zu Fragen rund um Globales Lernen – inhaltlich und didaktisch. Ich biete bedarfsorientierte Informationen und Fortbildungen für Bildungseinrichtungen, Lehrkräfte und andere MultiplikatorInnen sowie für Interessierte an. Im Zentrum steht dabei die berufliche Bildung und die Erwachsenenbildung, um neue Zielgruppen für die Eine Welt-Arbeit zu begeistern und für soziale und ökologische Verantwortlichkeit im späteren Berufsleben zu sensibilisieren. Darüber hinaus liegt mir die Vernetzung und Qualifizierung sowie der Wissenstransfer zwischen Aktiven in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit am Herzen – z.B. im Forum Globales Lernen [6]. Ich halte die strukturelle Implementierung des Globalen Lernens in die Bildungslandschaft in Hessen für notwendig und arbeite darauf politisch hin (z.B. am Runden Tisch BNE der hessischen Nachhaltigkeitsstrategie).
Ich freue mich über regen Austausch und lade LehrerInnen, SchulleiterInnen, AusbilderInnen, VertreterInnen von Bildungsinstitutionen und Aktive in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit sowie alle Interessierten herzlich ein, mich zu kontaktieren.

Anna Dobelmann ist Politikwissenschaftlerin und arbeitete viele Jahre als Wissenschaftlerin und Hochschuldozentin zu Themen globaler Ungleichheit (Rohstoff- und Landkonflikte, Handelspolitik, Geschlechterverhältnissen, rassismuskritische Perspektiven). Seit Januar 2019 ist sie hessische Fachpromotorin für Globales Lernen.

Kontakt: anna.dobelmann[at]epn-hessen.de [7], Tel.: 06421-1659490

Anschrift: Initiative Solidarische Welt (ISW) e.V./ Marburger Weltladen, Markt 7, 35037 Marburg

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MARIA TECH
Fachpromotorin für Fairen Handel und nachhaltige Beschaffung

Maria TechDen Fairen Handel ins Zentrum setzen! Als Promotorin unterstütze ich die hessischen AkteurInnen und Aktiven rund um Fairen Handel und nachhaltige Beschaffung durch Information, Beratung und Vernetzung darin, ihren jeweiligen Beitrag zu einem global verantwortlichen Wirtschaften zu leisten. Neben Qualifizierung und Wissensvermittlung ist ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit die Vernetzung in diesen Themen- und Handlungsfeldern. Ich begleite die Entwicklung neuer Formate und Aktionen in Kooperation mit hessischen Aktiven und stelle Möglichkeiten zu Austausch und Wissenstransfer zur Verfügung, um Projekte und AkteurInnen der nachhaltigen Wirtschaft und des Fairen Handels zusammenzubringen. Ich freue mich über Austausch und Kooperationen mit AkteurInnen aus Vereinen, Initiativen und Verbänden, den hessischen Kommunen, Schulen und allen, die nach Wegen suchen, verantwortungsvoll(er) zu wirtschaften und lade Aktive und Interessierte rund um Fairen Handel und nachhaltige Beschaffung herzlich ein, sich mit mir in Verbindung zu setzen.

Maria Tech ist Politik- und Sozialwissenschaftlerin (M.A.) und seit einigen Jahren in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit sowie rund um den Fairen Handel engagiert. Seit Anfang 2017 arbeitet sie als Fachpromotorin im Weltladen Darmstadt.

Kontakt: maria.tech[at]epn-hessen.de [8], Tel.: 06151-21911

Anschrift: Weltladen Darmstadt/ Solidarisch Handeln e.V., Elisabethenstr. 51, 64283 Darmstadt

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TZEHAIE SEMERE
Fachpromotor Migration, Diaspora und Partizipation

Tzehaie SemereZiel meiner Arbeit ist die intensivere Partizipation von MigrantInnen und Diasporaangehörigen an der Eine Welt-Arbeit, die Sichtbarmachung und Stärkung migrantischen entwicklungspolitischen Engagements in Hessen und im Globalen Süden, die Vernetzung relevanter AkteurInnen im Bundesland sowie die themenbezogene Beratung, aber auch breitere Unterstützung entsprechender AkteurInnen. Als Promotorin für Migration und Entwicklung freue ich mich über den Kontakt zu entwicklungspolitisch aktiven MigrantInnen- und Diasporaorganisationen (MDO), engagierten Einzelpersonen, aber auch nicht-migrantischen AkteurInnen aus Vereinen, Politik, Kommunen oder anderen Handlungsfeldern, die am Thema interessiert sind oder bereits arbeiten, um Energien zu bündeln.

Tzehaie Semere ist seit Anfang 2018 beim EPN Hessen.

Kontakt: tzehaie.semere[at]epn-hessen.de [9], Tel.: 069-976 986 79

Sprechzeiten: Mo.- Mi., 10-13 Uhr, Mi. 14-16 Uhr

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VINCENT DA SILVA
Promotor für Öffentlichkeitsarbeit und Partizipation

Vincent da SilvaDer vielfältigen hessischen Eine Welt-Arbeit zu besserer Sichtbarkeit und größerer Resonanz zu verhelfen und darüber weitere Menschen zu entwicklungspolitischem Engagement bewegen zu können, das ist Ziel dieses Themenschwerpunkts! In meiner Arbeit geht es vor allem darum, entwicklungspolitische AkteurInnen in Hessen in der Weiterentwicklung ihrer Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen und zu fördern. Im Mittelpunkt stehen der kreative Einsatz neuer Medien und partizipativ ausgerichtete Formen medienöffentlicher Kommunikation. Hier ist viel in Bewegung und wer bereit ist, sich darauf einzulassen, wird neue spannende Möglichkeiten für seine Öffentlichkeitsarbeit entdecken können.
Haben Sie Fragen? Haben Sie Lust und Interesse, sich und Ihre Gruppe oder Organisation in diese Richtung weiterzuentwickeln oder benötigen Sie Beratung und Rückmeldung rund um den eigenen öffentlichen Auftritt? Wer will, kann gern bei mir anklopfen!

Vincent da Silva ist Diplom-Medienwirt und arbeitet seit dem Frühjahr 2011 in der Geschäftsstelle des EPN Hessen.

Kontakt: vincent.dasilva[at]epn-hessen.de [10], Tel.: 069-976 986 69

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