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Einzelbeitrag:

AUSSTELLUNG \"Rwanda Entgrenzungen\"

So, 09.03.2014 | 14:00 16:00 | Witzenhausen (Tropengewächshaus der Uni Kassel)

Vortrag und Rundgang im Tropengewächshaus mit der Heilpraktikerin und Agraringenieurin Ines Fehrmann. Veranstalter: EPN Hessen-Mitglied WeltGarten Witzenhausen.


Zauberpflanzen stehen im Zentrum des Interesses: eine zweistündige Veranstaltung befasst sich mit Pflanzen zwischen Glauben und Aberglauben, Magie und Kulturgeschichte.

Pflanzen wehren das  Böse ab, richten Schaden an, sagen die Zukunft voraus?  Oder bewahren gar ihre Besitzer vor allen Sünden? Pflanzen haben die Phantasie der Menschen schon immer beschäftigt und sich oft im Aber- und Zauberglauben manifestiert. Der aztekische Regengott erzeugte Regenwolken mit dem Tabak aus seiner Pfeife – so diente dann der Tabak auch für Wetter- und Regenzauber. Die Überzeugung, dass eine Beziehung zwischen Pflanze und göttlichen Wesen bestehe, führte in allen Kulturen dazu, dass bei rituellen Handlungen Pflanzen eine bedeutende Rolle zukam. Die Guarani glaubten beispielsweise, dass der Pflanzengeist des Mate-Tees maßlose Ausbeuter bestrafe, respektvolle und arbeitsame Menschen aber beschütze. Auch in einer indischen Sage heißt es: „In den Kräutern ist die ganze Kraft der Welt. Derjenige, der ihre geheimen Fähigkeiten kennt, der ist allmächtig!“ Es stellt sich die Frage, was eine Pflanze haben muss, damit sie in den Ruf kommt, Zauberkräfte zu haben? Muss sie ungewöhnlich aussehen? Auf Bäumen wachsen statt auf der Erde? Geheimnisvolle Gerüche entfalten? Oder heilende Wirkung haben?

In einem Rundgang zu den tropischen Zauberpflanzen aus allen Kontinenten begegnen wir der heiligen Aloe. Die stacheligen Pflanzen stehen in ganz Peru in dem Ruf, den bösen Blick und Verwünschungen abzuwehren, wenn man sie hinter der Tür verkehrt herum aufhängt. Teilweise werden die Aloepflanzen vorher getauft und mit Weihwasser begossen. Hier begegnen sich Glaube und Aberglaube. Die Guarana –Liane entstand nach einer Legende der Maués in Brasilien aus den Augen eines Wunderknaben, um als Nahrung und Trost zu dienen und ihnen Wachsamkeit und ständige Aufmerksamkeit zu bringen. Wir zeigen Ihnen im Tropengwächshaus außerdem den Betelpfeffer, dessen Blätter zum Ritual des Betelkauens in Südostasien gehören und begegnen der Pflanze, die den afrikanischen Sufis ihre anstrengenden mystischen Rituale ermöglicht. Lassen sie sich verzaubern…

Eintritt 5 Euro. Anmeldung erwünscht unter
tropengewaechshaus@uni-kassel.de oder 05542-98 1231

Weitere Infos:
>> Webseite des Tropengewächshauses der Universität Kassel

Veranstaltungsort:
Tropengewächshaus der Uni Kassel, Steinstraße 19, WitzenhausenKarte zu Tropengewächshaus der Uni Kassel

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Und gefördert vom Land: Logo HMWEVL

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