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Einzelbeitrag:

Theaterstück \"Transit\"

Mi, 04.11.2015 | 09:30 16:30 | Frankfurt am Main (Frankfurt University of Applied Sciences )

Thementag im Rahmen der Veranstaltungsreihe: „Wer sorgt für wen?". Das Referat 3/IV der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung freut sich, im Rahmen der aktuellen Kooperation mit dem Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse und dem Gender- und Frauenforschungszentrum der hessischen Hochschulen, gFFZ zum Thementag einzuladen.


Gute Arbeit soll auch gut bezahlt werden. – Wer arbeitet
soll auch davon leben können. – Gleichwertige
Arbeit soll gleich bezahlt werden. – Diese scheinbaren
Selbstverständlichkeiten entpuppen sich beim näheren
Hinsehen auf gesellschaftliche Realitäten als Wunschdenken.
Tatsächlich wird Arbeit, je nach dem von wem
sie verrichtet wird, noch immer ungleich bewertet und
ungleich bezahlt. Geschlecht, Ethnizität, Hautfarbe,
soziale Herkunft, gesellschaftliche oder rechtliche
Stellung und andere Differenzlinien spielen eine große
Rolle. Gender Pay Gap, unterbezahlte Sorgearbeit,
ungeregelte Arbeitsverhältnisse in Privathaushalten,
Schattenwirtschaften, die Menschen ohne Arbeits- und
Aufenthaltserlaubnis ausbeuten und neue Formen der
Heimarbeit in der digitalen Arbeitswelt stellen Gesellschaft
und Politik vor enorme Herausforderungen und
schaffen neue Konfliktfelder. Arbeitsbewertungsverfahren
diskriminieren noch immer Sorgearbeit und sind
nicht geschlechtsneutral, männliche und weibliche
Arbeitsleistungen werden unterschiedlich gewichtet,
eine neue „Dienstbotenkultur“ zieht in Privathaushalte
ein, im weltweiten Netz entstehen durch Clickjobs und
Crowdworking neue Arbeitsfelder, in denen nur die
mithalten können, die andere beim Arbeitsentgelt unterbieten.
Klar ist, dass diese Entwicklungen nicht
mehr als nationale, sondern als globale Zusammenhänge
und Verkettungen zu analysieren sind. Sie
schaffen neue soziale Differenzen und gefährden soziale
Sicherheit und soziales Gleichgewicht.
Gemeinsam mit Ihnen und unseren Referentinnen
wollen wir einen genaueren Blick auf einige dieser
Konfliktfelder werfen, die uns alle in Zukunft intensiv
beschäftigen werden. Wir laden Sie herzlich ein und
freuen uns auf anregende Diskussionen!

Weitere Infos:

Anmeldung und Programm

Veranstaltungsort:
Frankfurt University of Applied Sciences , Nibelungenplatz 1Gebäude 4, Raum 111-112, Frankfurt am MainKarte zu Frankfurt University of Applied Sciences

Gefördert vom Bund:
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Und gefördert vom Land: Logo HMWEVL

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