Druckansicht

Einzelbeitrag:

vhs-Reihe \"Globales Lernen\":
Von Aroma & Rösten bis Siegel & Zeichen.

Mi, 14.05.2014 | 20:00 | Frankfurt/M. (Gallus Theater)

Die Daedalus Company präsentiert "Lampedusa“ von Henning Mankell im Gallus Theater Frankfurt.
Mit: Birte Hebold (Anna), Mirjam Tertilt (Titania), Pedro Stirner (Anders Persson). Regie: Regina Busch


Zitat Henning Mankell (07.06.2011, Die Presse):
„Ich frage mich manchmal: Wo ist das Zentrum Europas? Manche sagen, es liegt in Paris wegen der Künste, andere nennen London wegen der Wirtschaft. Ich aber glaube, das symbolische Zentrum Europas ist dieser Tage Lampedusa. Weil sich auf dieser kleinen Insel entscheidet, welche Art von Europa wir haben wollen. […] Einer der großen Fehler Europas im Zusammenhang mit Afrika ist, dass wir über ein Afrika sprechen. Afrika besteht aus über 50 Staaten. Deshalb sollten wir über viele Afrikas sprechen. Im Gegensatz dazu geben die Massenmedien in Europa ein falsches, generalisierendes Bild von Afrika. Man sieht alles darüber, wie Afrika stirbt, aber nichts davon, wie Afrika lebt.“

 
Flyer Lampedusa

 
Vorurteile und Klischees – Kampf der Kulturen
Anna, eine junge Fernsehmoderatorin, hat Titania, eine aus Sambia stammende Muslima, in ihre Polittalkshow eingeladen. Beim Vorgespräch treffen beide Frauen aufeinander, um das Thema der Sendung zu besprechen. Anna möchte mit ihrer Kandidatin vor allem eines: Quote machen durch die Schilderung der Unterdrückung muslimischer Frauen. Titania, zu der nicht-schwarzen Bevölkerung gehörend und mit ihrer Familie im Alter von 5 Jahren aus Angst vor Idi Amins Rassismus zunächst nach London und dann nach Schweden geflüchtet, erweist sich durch ihre Persönlichkeit und Lebensführung als insgesamt schwierige Kandidatin. Keines der Klischees, welches Anna bemüht, scheint auf sie zuzutreffen. Titania hat allerdings einen eigenen starken Beweggrund, sich in der Sendung zu präsentieren, von dem Anna aber noch nichts weiß.

Das Fremde – Zwischen Verkennung und Angst
Mit Anna und Titania treffen zwei Frauen aufeinander, die völlig unterschiedliche Vorstellungen vom Verlauf des bevorstehenden Gesprächs haben: jeder möchte das Gegenüber für die eigenen Ziele nutzen. Aus dem Bemühen um gegenseitige Anerkennung wird ein Kampf; ein Spiel mit Klischees, Ausgrenzung und Angst – Angst gegenüber allem Fremden und vor der eigenen Wahrheit.

Ein immer wieder auftauchender Wetteransager, der mit seinen alltäglichen Anliegen auf die intensive Begegnung beider Frauen trifft, ruft Reaktionen hervor, die uns hinter ihre Fassaden blicken lassen.

 
Premiere: 24. April 2014 um 20 Uhr im Gallus Theater
Weitere Vorstellungen: 25., 26. und 27. April 2014 14., 15., 16. und 17. Mai 2014

Weitere Infos:
>> Veranstaltungsankündigung (Gallus Theater)

Veranstaltungsort:
Gallus Theater, Kleyerstr.15, Frankfurt/M.Karte zu Gallus Theater

Gefördert vom Bund:
Logo Engagement Global
Logo BMZ
Und gefördert vom Land: Logo HMWEVL

    Druckansicht