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Einzelbeitrag:

Südsudan – Von der Staatswerdung zum Bürgerkrieg

Mi, 05.02.2014 | 20:00 | Marburg (Marburger Weltladen)

Vortrag und Diskussion mit Alfred Buss (Amnesty International). Veranstalter: EPN Hessen-Mitgliedsorganisation Marburger Weltladen.


Im Januar 2005 unterzeichneten Nord – und Südsudan auf starken internationalen Druck ein Friedensabkommen, mit dem der jahrzehntelange Bürgerkrieg beendet wurde. Sechs Jahre später stimmten in einem Referendum etwa 99 Prozent der Südsudanesen für einen eigenen Staat. Noch im selben Jahr wurde die Republik Südsudan ausgerufen. Die anfängliche Euphorie darüber wich aber bald großer Ernüchterung. Wichtige Punkte des Friedensvertrages wurden nur schleppend oder gar nicht umgesetzt, z.B. die genaue Festlegung der Grenze, die Zugehörigkeit grenznaher Regionen und die Verteilung der Erdöleinnahmen. Ersteres führte bald zu Konflikten mit Kämpfen und Vertreibungen in den Grenzgebieten.
Es zeigten sich bald die immensen Schwierigkeiten, aus dem Nichts einen neuen Staat aufzubauen. Das Land war voller Waffen und Minen, es gab keine Infrastruktur, keine ausgebildete Polizei, kein Justizwesen und vieles andere mehr.
Auch die Hoffnung auf mehr Demokratie erfüllte sich nicht, die Machteliten in Juba, der Hauptstadt des Südsudan, regierten immer autoritärer. Dem jüngst ausgebrochenen Konflikt fielen nach UN – Angaben bereits nahezu 10.000 Menschen zum Opfer.

Alfred Buss ist seit über 30 Jahren Mitglied von Amnesty International, seit 1994 Mitglied der Koordinationsgruppe Sudan / Südsudan und seit 2003 deren Sprecher. In den Jahren 1996 bis 2000 hat er dreimal den Sudan besucht.

Der Eintritt ist frei!

Weitere Infos:
>> Veranstaltungsankündigung auf der Webseite des Marburger Weltladens

Veranstaltungsort:
Marburger Weltladen, Markt 7, MarburgKarte zu Marburger Weltladen

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