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Einzelbeitrag:

Podiumsdiskussion: 20 Jahre nach dem Völkermord in Ruanda

Mo, 14.04.2014 | 19:00 | Frankfurt/M. (Haus am Dom)

Podiumsdiskussion in Kooperation von Genocide Alert und Haus am Dom.
ReferentInnen: Jörg Zimmermann, Dr. Hildegard Schürings, Dr. Daniel Legutke. Moderation: Gregor Hofmann.


20 Jahre nach dem Völkermord in Ruanda: Welche Rolle können Kirchen bei der Verhinderung von Völkermord spielen?
Der ehemalige Sondergesandte der Vereinten
Nationen für das Thema der Schutzverantwortung, Edward Luck, sprach den Kirchen in
der Prävention von Gräueltaten wie Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit eine wichtige Rolle zu: Laut Luck haben Kirchen eine bildende Kraft für Werte, die Akteure und Regierungen zu präventiven
Maßnahmen bewegen können.
Die kirchliche Friedenslehre unterstreicht die Wichtigkeit der zivilen Krisenprävention, und in ihrer Entwicklungszusammenarbeit sind die Kirchen bestrebt, die Potenziale friedlicher
Konfliktlösung zu stärken. In Deutschland sind die Kirchen auch als politische Akteure aktiv, so zum Beispiel, wenn sie eine restriktivere Rüstungspolitik oder einen stärkeren Einsatz im Kampf gegen weltweite Armut durch die Bundesrepublik fordern.
Während des Völkermords in Ruanda kamen 1994 innerhalb von nur 100 Tage mehr als 800.000 Menschen ums Leben. 20 Jahre danach möchten wir das Gedenken an den Genozid zum Anlass zu nehmen um über die
Rolle der Kirchen bei der Verhinderung systematischer Menschenrechtsverbrechen zu
diskutieren.

 
Jörg Zimmermann, arbeitete von 1991 bis zum Völkermord 1994 als evangelischer Pfarrer in Ruanda. Er ist Unterzeichner des Bekenntnisses von Detmold.

Dr. Hildegard Schürings, arbeitet seit 1978 regelmäßig in Ruanda. Sie ist Expertin zum Thema der Kolonialgeschichte und Missionierung Ruandas, zur Aufarbeitung des Kriegs und Genozids. Sie ist verantwortlich für die Ausstellung im Haus am Dom: www.ruanda-entgrenzungen.net

Dr. Daniel Legutke, ist Referent der Geschäftsstelle bei der Deutschen Kommission Justicia et Pax.

 
Der Eintritt ist frei.

Eine Anmeldung bis zum 10. April via Mail ist erforderlich: anton.peez[at]genocide-alert.de

 

Weitere Infos:
>> Ruanda: 20 Jahre nach dem Genozid

Veranstaltungsort:
Haus am Dom, Domplatz 3, Frankfurt/M.Karte zu Haus am Dom

Gefördert vom Bund:
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Und gefördert vom Land: Logo HMWEVL

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