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Einzelbeitrag:

Vortrag: \"Erfahrungen aus dem Freiwilligendienst im Ausland\"

Fr, 18.09.2015 | 16:00 19:00 | Mainz (Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz )

Veranstaltung der Projektgruppe Zivile Konfliktbearbeitung Rhein-⁠Main in der Reihe Friedenspotenziale der Religionen.
Zur Projektgruppe Zivile Konfliktbearbeitung Rhein-⁠Main gehören:
* DFG-⁠VK Bildungswerk Hessen e.V.
* Fachbereich Frieden im Zentrum Oekumene der EKHN und der EKK
* Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-⁠Pfalz
* pax christi-⁠Diözesanverband Limburg
* pax christi-⁠Diözesanverband Mainz
* Referat Weltmission/⁠Gerechtigkeit und Frieden im Bistum Mainz
Referent: Yoshiharu Matsuno.


Weithin gilt der Buddhismus als friedlichste der großen Religionen.
Doch wie friedlich ist der Buddhismus wirklich? Wurden doch von einem
überwiegend buddhistischen Land wie Japan im Zweiten Weltkrieg
abscheuliche Verbrechen verübt. Und aktuell wird in buddhistischen
Ländern wie Myanmar und Sri Lanka mit Unterstützung buddhistischer
Mönche zu Gewalt und Vertreibung gegen religiöse und ethnische
Minderheiten aufgerufen.

"Alle Wesen zittern vor der Gewalt. Alle Wesen lieben das Leben. Sieh
dich selbst in anderen und töte nicht, verletze nicht." So heißt es
unmissverständlich im Pali-⁠Kanon, der ersten schriftlichen Niederlegung
von Lehrreden Buddhas. Dennoch gab es häufig keine eindeutig
pazifistische Haltung in den Kulturen und Ländern, die vom Buddhismus
oder besser gesagt von seinen diversen Auslegungen geprägt waren. Kaum
eine Religion hat sich seit ihrer Gründung in so viele unterschiedliche
und teilweise in großem Widerspruch zueinander liegende Schulen
aufgeteilt wie der Buddhismus. Darunter befinden sich auch einige, die
dem Gebet für den Sieg über alle Feinde, der Segnung oder Anwendung
von Waffen nicht entgegenstanden beziehungsweise entgegenstehen. Man
muss also beim Buddhismus dieselben Fragen stellen wie bei allen anderen
Religionen auch: Wie pazifistisch ist die Ursprungslehre tatsächlich?
Wo endet ihr friedensstiftender Einfluss, wenn Politik oder andere
Machtinteressen sie sich für ihre Zwecke zunutze machen? Kann Religion überhaupt etwas zum
Frieden beitragen?

Der Referent Yoshiharu Matsuno stammt aus Japan, praktiziert seit über
50 Jahren den Buddhismus innerhalb der Soka Gakkai International (SGI),
einer buddhistischen Laiengemeinschaft, die sich zugleich als
Friedensbewegung versteht. Wir werden nach Potenzialen und Grenzen des
Buddhismus in der Friedensarbeit fragen und einen kritischen Blick auf
das Verhältnis von buddhistischen Gruppen und organisierter Politik
werfen.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich weiterhin anzumelden oder
auch spontan zur Veranstaltung zu kommen.
Anmeldungen und Kontakt zur Projektgruppe erhalten Sie unter
friedensarbeiter@pax-christi.de oder Tel.: 06172-⁠928679.

Weitere Informationen: Zur Homepage

Veranstaltungsort:
Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz , Am Kronberger Hof 6, MainzKarte zu Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz

Gefördert vom Bund:
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Und gefördert vom Land: Logo HMWEVL

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