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Einzelbeitrag:

Seminar: Frauen als Motor der Entwicklung

Fr, 11.07.2014 Sa, 12.07.2014 | 10:00 18:00 | Mainz (Julius-Lehlbach-Haus (DGB))

ebasa e.V.


Die Motivation vieler Engagierter, überhaupt Bildungsarbeit zu machen, ist der Wunsch nach globaler Solidarität und Gerechtigkeit. Gleichzeitig werden jedoch Materialien und Ansätze der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit aus postkolonialer und rassismuskritischer Perspektive seit einiger Zeit stark kritisiert.

Vor diesem Hintergrund veranstaltet ebasa e.V.eine dreiteilige Fortbildungsreihe für Multiplikator_innen und in der Bildungsarbeit Tätige, die sich mit Rassismus und Kultur im Zusammenhang mit globalen Themen befassen wird.

Die drei Module bauen aufeinander auf und es wird die Teilnahme an allen Modulen empfohlen.

Module:

11.-12.Juli
Modul I:Kulturkritische entwicklungspolitische Bildungsarbeit?!
Wir verwenden in Bildungsmaterialien, Methoden und im Arbeitsalltag Vorstellungen von Kultur und Kulturen, die oftmals koloniale Bilder und Stereotype transportieren und festigen. Mit Hilfe verschiedener, auch reflexiver Methoden und Übungen, werden wir uns fragen: Wie verstehen wir Kultur? Welches Weltbild steckt hinter dem „Kampf der Kulturen" und was hat dies mit meiner Arbeitspraxis zu tun? Wir werden die Verwandtschaft von Kultur und Rassismus genau untersuchen und Ansätze entwickeln, wie wir in unserer entwicklungspolitischen Arbeit einen offenen und dynamischen Kulturbegriff benutzen können, der weniger eurozentrisch ist.

12.-13.September
Modul II:Rassismuskritische entwicklungspolitische Bildungsarbeit?!
Kritik an der entwicklungspolitischen Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit aus antirassistischer Perspektive fordert zur theoretischen und praktischen Auseinandersetzung auf. Dazu werden wir die zentralen Kritikpunkte diskutieren und erarbeiten, was Rassismus ist und wie wir Rassismus in Bildungsmaterialien erkennen können. Gemeinsam werfen wir einen kritischen Blick auf unsere eigene Arbeit und entwickeln Möglichkeiten, rassismuskritische Perspektiven in die Bildungsarbeit und in Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit einzubeziehen.

14.-15.November
Modul III:Neue Ansätze und Methoden für eine rassismuskritische und kultursensible Bildungsarbeit
Aufbauend auf der gemeinsam erarbeiteten Kritik an stereotypen Kulturkonzepten und rassistischen Bildern wenden wir uns neuen Ansätzen und
Methoden zu. Dazu reflektieren wir unsere eigene Motivation entwicklungspolitisch tätig zu sein. Wir verbinden dann unsere Beweggründe mit einer neuen Perspektive, indem wir positive Beispiele kennenlernen und erarbeiten. Wir werden uns - aufbauend auf unseren Praxiserfahrungen - fragen: Was sind Stolpersteine in unserer Arbeit, wenn wir zu Ungerechtigkeiten im globalen Norden und globalen Süden arbeiten? Wie können wir im Globalen Lernen rassismuskritisch und kultursensibel handeln? Dabei erarbeiten wir Wege, wie wir die Vision einer solidarischen Welt in der alltäglichen Arbeit verwirklichen können.

Teilnahmebeitrag:

  • 30 € (ermäßigt: Studierende, keine bzw. geringe Einkommen oder Renten)
  • 50 € pro Modul umfasst die Unterkunft (falls benötigt) und Verpflegung an beiden Workshoptagen.
  • Anmeldung bis 14 Tage vor der jeweiligen Veranstaltung:
    hendrik.specken[at]ebasa.org
    Anmeldeformular

    Weitere Infos:
    >> Veranstaltungsbeschreibung von ebasa e.V.
    >> Veranstaltungsflyer

    Veranstaltungsort:
    Julius-Lehlbach-Haus (DGB), Kaiserstraße 26-30, MainzKarte zu Julius-Lehlbach-Haus (DGB)

    Gefördert vom Bund:
    Logo Engagement Global
    Logo BMZ
    Und gefördert vom Land: Logo HMWEVL

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