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Einzelbeitrag:

Filmpremiere & Diskussion: Count–Down am Xingu IV

Mo, 12.05.2014 | 19:30 | Frankfurt/Main (Haus am Dom)

Filmproduktion von Martin Kessler. Frankfurter Premiere in Kooperation mit: Haus am Dom, Heinrich-Böll-Stiftung Hessen, Publik-Forum. Unterstützt von: Attac, Business Crime Control (BCC), Dritte Welt Haus Frankfurt/M., Evangelische Stadtkirchenarbeit St. Katharinen, FDLC, Gegenströmung, GLS-Bank Frankfurt, Gesellschaft für bedrohte Völker, Kooperation Brasilien (KoBra), Misereor, Otto-Brenner-Stiftung, Pro Regenwald, Rettet den Regenwald


Januar 2014. Brasilianisches Amazonasgebiet. Die Umsiedlung von fast 40.000 Menschen hat begonnen. Denn am Fluss Xingu entsteht der drittgrößte Staudamm der Welt – Belo Monte.
Sie müssen in eine der riesigen Siedlungen ziehen, die der Kraftwerksbetreiber Norte Energia baut. Beton statt Holzhäuser. „Der Beton wird gestreckt, daher haben viele Häuser lebensbedrohliche Risse“, berichtet ein Insider. “Korruption und Baumafia, wie bei den Stadien für die Fußball–WM.”

Seit Jahren kämpfen unter anderem Dom Erwin Kräutler, der katholische Bischof von Altamira und das Bürgerbündnis „Xingu vivo“ gegen das „pharaonische Kraftwerk“. Immer wieder haben Indigene die Baustelle besetzt. Und mehrfach haben ihnen Gerichte recht gegeben, den Riesenstaudamm für illegal erklärt. Doch Belo Monte wird einfach weiter gebaut – mithilfe von Rechtskonstruktionen aus der Zeit der Militärdiktatur.
Trotzdem liefern europäische Firmen LKW und Turbinen – ob Siemens, Voith, Andritz oder Mercedes. Über 150 weitere Staudämme sind im Amazonasgebiet geplant. Ein Riesengeschäft für internationale Konzerne und die brasilianische „Baumafia“ – auf Kosten der „grünen Lunge der Welt“ und der Menschen, die hier leben. Eine spannende Reportage von Martin Keßler – im Vorfeld der Fußball-WM.

Eintritt: 7 Euro / ermäßigt: 4 Euro

Kurzfassung des Films (13 Minuten):

 

Weitere Infos:
>> Veranstaltungsbeschreibung auf der Webseite der Heinrich-Böll-Stiftung
>> Filmproduktionsseite von Martin Kessler (deutsch & portugisisch)

Veranstaltungsort:
Haus am Dom, Domplatz 3, Frankfurt/MainKarte zu Haus am Dom

Gefördert vom Bund:
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Und gefördert vom Land: Logo HMWEVL

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