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Einzelbeitrag:

Politischer Stadtspaziergang: Shoppen ohne Ende?

So, 17.08.2014 | 10:00 17:00 | Witzenhausen (Tropengewächshaus & angrenzender Lehr- und Lerngarten der Un)

Veranstalter: Universität Kassel


Am Sonntag, können die Teilnehmer Färbepflanzen kennenlernen und ihre Anwendung auch selbst ausprobieren.

Die Veranstaltung möchte dazu anregen, kreativ und umweltbewusst mit Pflanzenfarben zu experimentieren, sie soll das nötige Hintergrundwissen vermitteln und sensibilisieren für den Einfluss von Farben auf unseren Alltag.

Schon seit Jahrtausenden verschönern die Menschen Körper, Kleidung und Wohnstatt mit Farben. Zu Anfang waren es wahrscheinlich nur Flecken, die aus dem Saft von Früchten und Blüten oder Abkochungen von Blättern und Wurzeln entstanden. Durch Experimente mit Erde, die Eisen oder andere Mineralien enthielt, lernte man, diese Farbflecken dauerhafter zu machen. Durch spezielle Behandlung mit stark riechenden Beizen und Küpen ist dies möglich. Eine Quelle übelster Luft- und Wasserverpestung stellte deshalb bereits im Mittelalter vor allem die Indigofärberei dar und die Färbergassen gehörten nach draußen, vor die Stadtmauer. So ist es in manchen Ländern noch heute.

Bis zum 19. Jahrhundert wurden zum Anfärben von Fasern nur „Natur“farben aus tierischen, pflanzlichen oder mineralischen Grundstoffen verwendet. Heute färbt man vor allem mit synthetischen Farbstoffen. Die chemische Färbeindustrie hat einen hohen Wasserverbrauch und erzeugt dementsprechend viel belastetes Abwasser. Die chemisch erzeugten Farben sind schwerer abbaubar als die natürlichen. Daher ist es sinnvoll, wieder über eine vermehrte Nutzung von Farbstoffpflanzen nachzudenken.

Ein vielseitiges Programm wartet auf experimentierfreudige Gäste: sie lernen typische Farbstoffpflanzen und deren Geschichte(n) kennen, sie stellen selbst verschiedene Malfarben aus Pflanzen her und gestalten damit kleine Grußkarten, sie färben Seidentücher in selbst angesetzten Farbbädern und klären in kleinen Versuchen Farbphänomene unseres Alltags, z. B. den Unterschied zwischen Rotkraut und Blaukraut. In der Pause gibt es farblich passende Getränke und Snacks, dies führt auch gleich zum Thema Farbe in Lebensmitteln. Am Nachmittag geht es dann um "Botschaften" von Lieblingsfarben und deren Symbolik, es geht also um Rotsehen, Grün-Ärgern und rosa Wolken. Zum Seminarende entsteht ein gemeinsames Farbkunstwerk.

Kosten: 30 € inkl. Material, mit der Heilpraktikerin und Agraringenieurin Ines Fehrmann

Voranmeldung nötig: bis zum 11.8.2014
unter: tropengewaechshaus@uni-kassel.de oder 05542 - 72812

Weitere Infos:
>> Veranstaltungsbeschreibung

Veranstaltungsort:
Tropengewächshaus & angrenzender Lehr- und Lerngarten der Un, Steinstraße 19, WitzenhausenKarte zu Tropengewächshaus & angrenzender Lehr- und Lerngarten der Un

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