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Einzelbeitrag:

Vortragsreise: \"Mandelas Vermächtnis – bewahrt oder vergessen?\"

Mi, 02.12.2015 | 18:00 20:00 | Frankfurt am Main (Uni Campus Westend)

Die Colloquien des Cornelia Goethe Institutes stehen im Wintersemester 2015/16 unter dem Titel: Materialität revisited - Feministische Perspektiven auf ‚alte‘ und ‚neue‘ Materialismen. Die Veranstaltung ist Teil dieser Colloquienreihe.


Veranstaltung des Cornelia Goethe Colloquiums im WS 2015/16

Hausarbeit Revisited
Über einige Sackgassen, unabgegoltene Anforderungen und aktuelle
Erweiterungen der Hausarbeitsdebatte

Ausgehend von der sozialen und politischen Einbettung der Hausarbeitstheorie
der 80er Jahre sollen zunächst Verbindungslinien zur aktuellen Thematisierung
der Reproduktionsarbeit gezogen werden. Anschlussstellen für diese Überlegungen
sind einerseits die lange Tradition feministischer Marxismuskritik, andererseits
die Regulationstheorie, die mit dem Begriff des Regimes die politischen,
rechtlichen und institutionellen Dimensionen kapitalistischer Herrschaft sowie
die Selbstdeutungen und die Praxis der Akteur_innen in den Vordergrund rückt
und damit auch mehr Raum für eine Verschränkung mit den Geschlechterverhältnissen
schafft. Allerdings bleibt sie dem Primat der Produktionsverhältnisse
verpflichtet und trägt so weder der Eigendynamik der Geschlechterverhältnisse
noch ihrer diskursiven Dimension genügend Rechnung. Ich möchte mit der Einführung
des Begriffs der Generativität in die Debatte um die Reproduktion deren
Engführung auf Arbeit begegnen, denn die Generativität erzeugt zwar einen
Großteil der Sorgearbeit, steht aber auch für normative Alternativen zur Reduktion
des Menschen auf seine Arbeitskraft und ist nicht zuletzt eine der Grundlagen
für die Konstruktion von Geschlecht, die durch die medizinisch-technische
Reorganisation der Generativität zur Disposition steht.

Weitere Infos:

Silvia Kontos
war bis 2010 Professorin am Fachbereich Sozialwesen
der Hochschule Rhein-Main in Wiesbaden. Sie studierte
Soziologie und Politikwissenschaft an der Goethe-Universität
Frankfurt am Main und war Assistentin und Vertretungsprofessorin
am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften. Sie veröffentlichte
u.a. zum Thema Hausarbeit, neue Frauenbewegung und
Sozialpolitik. 2009 erschien ihr Buch Öffnung der Sperrbezirke. Zum
Wandel von Theorien und Politik der Prostitution (Ulrike Helmer Verlag).

Veranstaltungsort:
Uni Campus Westend, Theodor-W.-Adorno-Platz 6,PEG-Gebäude, 1. G 191, Frankfurt am MainKarte zu Uni Campus Westend

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Und gefördert vom Land: Logo HMWEVL

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