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Einzelbeitrag:

Lisa Didi - alltägliches Miteinander in einem indischen Mädcheninternat

Fr, 04.10.2013 Sa, 05.10.2013 | - | Frankfurt/M. (Campus Westend, Katholische Hochschulgemeinde)

Konferenz mit Panels, Vorträgen und Lesungen. Veranstalter: United4Eritrea.


Flucht, Folter, Menschenhandel. Was passiert wirklich auf der Sinai-Halbinsel? Wie funktionieren die Netzwerke des Menschenhandels? Was hat das mit der politischen Situation in Eritrea zu tun?

Mit „20 Jahre (Un)abhängigkeit - Quo Vadis Eritrea?“wird United4Eritrea vom 4. bis 5. Oktober 2013 diese zentralen Fragen und weitere Themen mit hochkarätigen ExpertInnen adressieren. Zur Sinai-Thematik, den regionalen Netzwerken des Menschenhandels sowie der Frage, wohin diese Spuren führen diskutieren der preisgekrönte Journalist Michael Obert (große Reportage im SZ-Magazin zum Sinai „Im Reich des Todes“, 29/2013), Meron Estefanos, eine der profiliertesten MenschenrechtlerInnen auf diesem Gebiet, Journalistin, Moderatorin bei Radio Erena sowie Annette Groth, MdB, Die LINKE, welche die Anfrage an die Bundesregierung zum Menschen- und Organhandel auf der Sinai-Halbinsel stellte.

Laut UNHCR fliehen monatlich etwa 3000 junge EritreerInnen aus dem Land in den Sudan oder nach Äthiopien trotz des Schießbefehls an der eritreischen Grenze.

Die Menschenrechtssituation im Landesinneren ist dramatisch. Ein Großteil der Betroffenen in den Foltercamps auf der Sinai-Halbinsel sind ebenfalls EritreerInnen. 20 Jahre unabhängig, aber nicht frei, das sind Aussagen, die in der eritreischen Diaspora häufiger zu hören sind.

Seit 1991 regiert der Präsident Isaias Afewerki mit der Einheitspartei People's Front for Democracy and Justice (kurz: PFDJ)  das Land. Eritrea gehört mittlerweile zu den geschlossensten Regimen auf der Welt und ist proportional zur Bevölkerung auch eines der militarisiertesten Länder. Seit dem Grenzkrieg zwischen Eritrea und Äthiopien (1998-2000) hat die Verfolgung und das Verschwinden lassen regimekritischer Stimmen massiv zugenommen. Am 18. September 2001 wurden elf Minister, die im Mai desselben Jahres einen offenen Brief (bekannt als G15) verfassten und Reformen sowie die Einführung der Verfassung  forderten, ohne einen Prozess inhaftiert oder verschwanden. 2001 wurden die Studentenproteste mit einer Verhaftungswelle beendet und private, unabhängige Medienanstalten verboten. Reporter ohne Grenzen verweisen auch wieder in diesem Jahr Eritrea auf den letzten Platz der internationalen Rangliste, wenn es um die Einhaltung der Presse- und Meinungsfreiheit geht.

Nach dem 30-jährigen Unabhängigkeitskrieg wurde Eritrea als eines der hoffnungsvollsten Länder Afrikas gehandelt. US-Präsident Bill Clinton bezeichnete es 1993 als "the rising star". 20 Jahre später zeigt sich ein desolates Bild und ein Massenexodus aus dem Land. Wir möchten herausfinden, was seit der Unabhängigkeit in Eritrea (1991 de facto/1993 de jure) passiert ist, in welche Richtung sich das Land und die Diaspora bewegt und warum. Was passiert mit den Flüchtlingen auf der Sinai-Halbinsel und weshalb sind sie selbst in Deutschland gefangen in einem Status zwischen Traumata und Flüchtlingsanerkennung?

Weitere Infos:
>> Webseite von United4Eritrea sowie Facebook

Veranstaltungsort:
Campus Westend, Katholische Hochschulgemeinde, Siolistraße 7, Frankfurt/M.Karte zu Campus Westend, Katholische Hochschulgemeinde

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Und gefördert vom Land: Logo HMWEVL

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