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Newsletter 05/2020


Inhalt:

EPN Hessen in Bewegung

Glokales

Weiterlesen, mitmachen, hingehen

 


Kritisch, gesund und engagiert bleiben!

Liebe Leserin, lieber Leser,
die letzten Wochen haben die Straßen und sozialen Netzwerke von den USA bis zum Rathausplatz in Frankfurt am Main erschüttert. Der Mut und die Trauer vieler von uns, die einmal mehr die brutalen Folgen des Rassismus sahen, verwandelten sich in den Wunsch, trotz Corona-Einschränkungen zu protestieren und unsere Stimme zu erheben.
Wir sehen einen Rassismus, der mit einem Übermaß an Macht und in den Institutionen verinnerlichter Gewalt, wie z.B. der Polizeigewalt, einhergeht. Ein Rassismus, der seit Jahrzehnten bzw. Jahrhunderten in unseren Gesellschaften existiert und der nicht zuletzt als die Folgen von Sklaverei und Kolonialismus verstanden werden muss.
In unserem Newsletter finden sich Hinweise auf Veranstaltungen, Initiativen und Kurzfilme in denen auf ganz unterschiedliche Weise über Rassismus in struktureller und verallgemeinernder Weise nachgedacht wird. Auch dadurch wird deutlich, dass das, was derzeit in den Medien so viel Aufmerksamkeit erregt, nicht nur zufällige Einzelereignisse sind. Wir laden Sie dazu ein, dieses zentrale gesellschaftliche Problem weiter (auch selbst) kritisch zu reflektieren, öffentlich zu thematisieren und gemeinsam zu diskutieren.

Bleiben Sie gesund und aktiv engagiert!
Mit besten Grüßen aus der Geschäftsstelle

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Aktuelle EPN Hessen-Kooperationsveranstaltungen

↓ Online-Seminar-Reihe: Fair einkaufen für Kommunen und Vereine (24.06.)
↓ Ausblick: Phoenix Antirassismus-Training (23.10.-25.10.)

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Online-Seminar-Reihe
Mi., 24.06.2020 (18.00h – 19.30h), online

Fair einkaufen für Kommunen und Vereine

Kostenlose Online-Seminar-Reihe von Rhein.Main.Fair e.V. in Kooperation mit der Fridtjof-Nansen-Akademie Ingelheim, mit Unterstützung der Entwicklungspolitischen Landesnetzwerke ELAN und EPN Hessen sowie dem Zentrum Oekumene
Wie kann die schrittweise Integration von Nachhaltigkeit in Beschaffung und Einkauf zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen?
Nach einer Einführung in die sozial-ökologische Beschaffung für Kommunen bzw. für Vereine schließen sich Kleingruppen zu fairen Kitas, fairen Kirchengemeinden und dem Kompass Nachhaltigkeit an. Lernen Sie anhand konkreter Projekte und Produkte nützliche Hilfsmittel und institutionelle Unterstützungsangebote kennen. RheinMain.Fair stellt Ihnen verschiedene Beratungsangebote vor.

Weitere Infos:
>> Online-Seminar-Reihe Ankündigung
>> Anmeldung Online-Seminar-Reihe Fair einkaufen für Kommunen und Vereine

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ANTIRA-TRAINING:
Fr., 23.10. (16h) – So., 25.10.20 (16h), Wiesbaden

Antirassistische Bewusstseinsbildung in der (entwicklungs-)politischen Arbeit

Antirassismus-Training für Einsteiger*innen. Mit Phoenix-Trainer: Austen P. Brandt und Georges Wagner
In der entwicklungspolitischen Bildungs- und Projektarbeit, aber auch in der (politischen) Alltagskultur, sind Kooperationen, Bildungsmaterialien, Bilder und Sprache nicht frei von Rassismen und Ausgrenzungen. Wir halten es für notwendig, uns diese bewusst zu machen und nicht zu reproduzieren, was wir eigentlich verhindern wollen (u.a. Machtgefälle, Hierarchien, Vorurteile). Ausgrenzung, Benachteiligung, Unsicherheit, eine eingeschränkte Sicht auf Geschichte und Gegenwart sowie eine mangelnde Reflexionsfähigkeit der weißen Mitglieder der Gesellschaft in Bezug auf die eigene Rolle, auf Kommunikation und Begegnung sind häufige Formen des alltäglichen Rassismus. Das hat unmittelbare Folgen für die Qualität der (entwicklungs)politischen Arbeit. Das Grundlagen-Training richtet sich an Mitglieder der weißen Mehrheitsgesellschaft, die ihre Prägungen und ihr Verhalten reflektieren, Geschichte und Wirkungsweise von Rassismus näher kennen lernen und gemeinsam an den Grundlagen für einen Perspektivenwechsel in der internationalen Arbeit feilen möchten.

Weitere Infos:
>> Trainings-Ankündigung und Anmeldung

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Aus dem Netzwerk

↓ Rund gefeiert: 10 Jahre Eine Welt Verein Dieburg e.V.
↓ Imbuto: Ein Blog über Corona auf dem Nachbarkontinent Afrika
↓ WeltGarten Witzenhausen: Forschungswerkstatt „Klimawandel“

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Rund gefeiert: 10 Jahre Eine Welt Verein Dieburg e.V.

Taschen aus Kambodscha und Indien, Sonnengläser aus Südafrika, Honig aus Mexiko oder Filzblumen aus Nepal – all das gab es vor zehn Jahren noch nicht in Dieburg. Doch die Idee des Fairen Handels ist inzwischen längst angekommen und nicht mehr wegzudenken. EPN-Hessen Mitglied „Eine Welt Verein Dieburg“ wurde am 10.06.2010 gegründet. Seitdem werden nachhaltig faire Produkte sowie Kampagnen, Aktionen und Bildungsveranstaltungen angeboten.
Unter dem Motto „Dieburg fairändern“ sollten dieses Jahr ursprünglich eine Reihe von Veranstaltungen stattfinden. Doch die Corona-Krise hat die Planungen durcheinandergewirbelt. Deshalb wird die für Juni geplante Jubiläumsfeier auf Juni 2021 verschoben, ebenso ein Musikfest auf dem Marktplatz. Ein geplantes Musical für Schülerinnen und Schüler Dieburger Schulen wurde ebenfalls abgesagt und findet im nächsten Jahr statt. Beibehalten wird zurzeit die Planung einer August-Radtour zu nachhaltigen Orten in der Region und die Multimedia-Show „Die Weltreise“ am 30.10.2020.

Weitere Infos:
>>Webseite „Eine Welt Verein Dieburg“
>>Radtour – 10 Jahre Eine Welt Verein Dieburg
>> WELTREISE zu Fair-Trade-Produzenten, Naturwundern & Heiligtümern

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Imbuto: Ein Blog über Corona auf dem Nachbarkontinent Afrika.

Seit dem 15. April 2020 berichtet das Blog „CORONA auf dem Nachbarkontinent Afrika“ von Imbuto e.V. regelmäßig über die aktuelle Situation in Afrika. Etwa 30 nationale und internationale Quellen auf Englisch, Französisch und Deutsch werden ausgewertet, die Inhalte zusammengefasst und verlinkt. Die Verbreitung des Virus, Schutzstrategien einiger afrikanischer Staaten sowie Aktionen der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft werden gezeigt. Die wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenhänge zwischen dem Globalen Süden und Globalen Norden werden thematisiert, und afrikanische Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen kommen zu Wort.
Die Maßnahmen gegen Corona sind vielfältig und häufig nicht an die Arbeits- und Lebensbedingungen angepasst. Durch Ausgangssperren verliert die große Mehrheit der Bevölkerung ihre Arbeit. Die fehlende Versorgung hat massive Auswirkungen auf die Ernährung und die Gesundheit. Maßnahmen gegen Krankheiten wie Malaria, HIV, Masern und Tuberkulose werden vernachlässigt.
Viele Stimmen weisen darauf hin, dass die Menschen eher von Hunger als das Virus bedroht sind. Auch zunehmende Gewalt auf allen Ebenen in Zeiten der Pandemie wird diskutiert: Terrorismus und Kriege, häusliche Gewalt gegen Mädchen und Frauen, Repression gegen Journalist*innen und die Zivilgesellschaft.
Ein besonderes Augenmerk gilt der Kreativität auf dem Kontinent von Künstler*innen, Intellektuellen, Schneider*innen, Mechanikern, Lehrer*innen und vielen anderen. Und, wie kann die internationale, politische, soziale, wirtschaftliche Zukunft aussehen. Das Blog öffnet Türen zu Analysen, Videos und Bildern mit zahlreiche Facetten der aktuellen Situation und Herausforderungen auf dem afrikanischen Kontinent.

Weitere Infos:
>> Blogseite CORONA auf dem Nachbarkontinent Afrika
>> Webseite von Imbuto

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WeltGarten Witzenhausen: Forschungswerkstatt „Klimawandel“

Essen, Wohnen, Reisen – wir beeinflussen die Welt mit allem, was wir tun. Aber wo sind die Zusammenhänge von Ernährung und Klimaveränderung? Was passiert denn eigentlich mit der Erde? Und wie gehen Menschen anderswo damit um? Unsere Mitgliedsorganisation WeltGarten Witzenhausen nähert sich diesem Thema in Experimenten und Versuchen, Gesprächen und Spielen.
Von Montag, 06. Juli bis Freitag, 10. Juli (Durchgang I) und von Montag, 13. Juli bis zum Freitag, 17. Juli (Durchgang II) bietet WeltGarten Witzenhausen eine Forschungswerkstatt zum Thema Klimawandel an für Kinder von 8 bis 12 Jahren in der Volkshochschule Werra Meißner. Die Kinder entscheiden demokratisch, wie das Programm der Forschungswerkstatt ihren Wünschen gemäß angepasst werden soll.
Zwischen den Forschungsaufgaben ist Zeit, kreativ zu werden und kleine Klima-Rate-Krimis zu lösen. Um die anstrengende Forscherarbeit durchzuhalten, gibt es eine gemeinsame Frühstückspause – garantiert mit Klimabezug! Die Kinder müssen dieses Mal ihre Verpflegung wegen der gebotenen Abstands- und Hygieneregeln selber mitbringen. Passende, wie strapazierfähige und wetterangepasste Kleidung sind erwünscht.
Ein Kooperationsprojekt vom Tropengewächshaus der Universität Kassel, Göttingen, dem Bildungszentrum WeltGarten, dem Bündnis für Familie der Stadt Witzenhausen, dem Geonaturpark Frau Holle Land und der Volkshochschule Werra Meißner.
Anmeldung bis zum 29.06.2020 unter 05542 72812 bei Ines Fehrmann. Kosten pro Kind: 80€.

Weitere Infos:
>> Webseite WeltGarten Witzenhausen
>> Ferien-Kinder-Uni Forscherwerkstatt im WeltGarten
>> Programm Forschungswerkstatt „Klimawandel“

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Aus der Geschäftsstelle

EPN Hessen tagt online: Am 20. Juni ist die virtuelle EPN Hessen-Mitgliederversammlung!


Am Samstag, 20. Juni heißt es wieder mitdiskutieren, entscheiden und die Zukunft des Netzwerks mitgestalten, denn an diesem Tag trifft sich das Entwicklungspolitische Netzwerk Hessen zur Mitgliederversammlung 2020. Diesmal wird aber anders sein. Aufgrund der Corona-Pandemie findet unser Jahrestreffen virtuell statt.
Wir haben uns für das kleine Abenteuer entschieden, unsere Mitgliederversammlung online durchzuführen. Auch wenn sich aktuell wieder bis zu 100 Personen treffen dürfen, so hat sich die Realisierung eines Live-Treffens mit allen anderen Vorgaben doch als unmöglich erwiesen. Wir werden das Treffen verkürzen und dann im zweiten Halbjahr prüfen, ob wir noch ein Netzwerktreffen in Persona veranstalten können.
Mindestens ein Gutes hat es ja: Bestimmt erreichen wir so noch einige mehr als üblich, wenn Alle sich von zuhause einschalten können – egal wo in Hessen sie sind.
Wie immer sind sowohl EPN Hessen-Mitglieder als auch interessierte Nicht-Mitglieder herzlich eingeladen. Wer Interesse hat, an der Mitgliederversammlung teilzunehmen kann sich gern bis zum 18. Juni per Mail anmelden: info[at]epn-hessen.de.

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„Hessen entwickeln für die Eine Welt“ –
Neues aus dem PromotorInnen-Programm:

↓ Ubuntu-Haus: digitale Dialogformate gehen viral
↓ Rhein.Main.Fair e.V. Die Plattform für Nachhaltigkeit
↓ AFRIKA NEU DENKEN 2020

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Ubuntu-Haus: digitale Dialogformate gehen viral


Im Ubuntu-Studio: v.l. Jana Wilson und Tesfai Okbamikael (Leiter*innen der Deutschkurse), Zerai Kiros Abraham (Ubuntu-Haus)

In Zeiten der Corona-Pandemie bietet die Migrant*innen und Diasporaorganisation Ubuntu-Haus mehrere interaktive Dialogformate auf ihre Facebook-Seite an. Die Live-Übertragung der Veranstaltungen erreicht Geflüchtete und vielfältige Diasporagruppen nicht nur in Hessen, sondern auch bundes- und weltweit.

Ubuntu-Haus auf Facebook
Die Corona-Restriktionen führte dazu, dass die Ubuntu-Haus Präsenzveranstaltungen ab Mitte März dieses Jahres zum Stillstand kamen und zur Verlagerung der Aktivitäten in die sozialen Medien resultierte. Am Anfang wurden vor allem Nachrichten, Aufklärungen und Schutzmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie über die sozialen Netzwerke geteilt. Über die neuesten Entwicklungen informierten Expert*innen in verschiedenen Sprachen wie Tigrinya, Amharisch, Deutsch, Somali und Arabisch. Hier klärten die Expert*innen insbesondere über die gefährdete Lage der Asyl- und Schutzsuchenden in den Sammelunterkünften auf.
Schwerpunkthemen wie Machtstrukturen und Rassismus, Schulsystem und Berufseinstieg, Fluchtursachenbekämpfung, sowie die Lage der Geflüchteten in Libyen werden über die Facebook-Seite Ubuntu-Haus angesprochen.
Andere Angebote des Ubuntu-Hauses über Facebook sind Deutschsprachkurse für A1 und B1 Niveau mit Live-Übertragungen. Damit erweitert sich das Empowerment-Programm der Initiative. Referent*innen mit Fluchterfahrung und Migrationsgeschichte leiten die Sprachkurse, die über den deutschsprachigen Raum hinweg auf großen Anklang stoßen. Der Erfolg dieser Sprachkursangebote spiegelt sich in den Kommentaren der Nutzer*innen wieder, die über die intensiv genutzte Chatfunktion sehr positiv und dankbar übermittelt werden. Bis zu 800 Personen pro Kurs verfolgen gebannt an mehreren Tagen der Woche die Lerneinheiten, die zusätzlich Hausaufgaben beinhalten. Teilnehmer*innen aus Drittstaaten, die im Zusammenhang mit der Familienzusammenführung Deutsch lernen, zählen ebenfalls zu diesem Lernkreis.

Weitere Infos:
>> Webseite von Ubuntu-Haus
>> Ubuntu-Haus auf Facebook

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Rhein.Main.Fair e.V. Die Plattform für Nachhaltigkeit

Auch auf kommunaler Ebene nimmt das Engagement für eine global nachhaltige Entwicklung zu. In Hessen gibt es allein rund 60 Kommunen, die sich zur Fairtrade-Town haben auszeichnen lassen. Neben Kommunen können sich auch Landkreise und Regionen bewerben. In der Region Frankfurt-Rhein-Main setzt sich eine Steuerungsgruppe seit über fünf Jahren dafür ein, dass die Region Frankfurt-Rhein-Main die dritte faire Metropolregion in Deutschland wird. Mit dabei sind Vertreter*innen aus Kommunen und Kreisen, Landesministerien, den entwicklungspolitischen Landesnetzwerken ELAN und EPN, Kirchen, Weltläden und Nicht-Regierungsorganisationen.
Aus der bundesländerübergreifenden Initiative ist nun ein gemeinnütziger Verein geworden. Rhein.Main.Fair e.V. bietet die Chance, sich zu vernetzen, Erfahrungen auszutauschen, von gemeinsamen Projekte zu profitieren und der Nachhaltigkeit eine stärkere Stimme zu geben.
Das Projekt „FaireKITA“ ist ein Beispiel für die Aktivitäten von Rhein.Main.Fair. Kindertagesstätten kommunaler und freier Träger können sich begleiten und auszeichnen lassen, um faire Beschaffung und Globales Lernen in der Kita zu stärken.
Faire Beschaffung ist ein Kernthema von Rhein.Main.Fair. Am 23. und 24. Juni 2020 organisiert der Verein Vorträge und Online-Seminare zum Thema „Fair einkaufen für Kommunen und Vereine“. Inspirierende Inputs kommen von Jens Martens, Direktor des Global Policy Forums, Kayitare Gervais, Kaffeeproduzent aus Ruanda, und Referenten der Entwicklungspolitischen Landesnetzwerke Hessen und Rheinland-Pfalz. In Kleingruppen schildern Expert*innen konkrete Projekte und leisten Hilfestellungen für den Übergang zu einer sozial-ökologischen Beschaffung. Sie informieren über institutionelle Unterstützungsmöglichkeiten und bieten Raum für Erfahrungsaustausch – für eine nachhaltige Beschaffung in Kommunen und Vereinen!
Rhein.Main.Fair e.V. wird finanziell unterstützt von der Servicestelle „Kommunen in der Einen Welt“ und lebt von der Mitarbeit vieler, die unsere Metropolregion nachhaltiger gestalten wollen. Wir freuen uns, wenn auch Sie/Ihr Interesse haben/habt, mitzuwirken!

Weitere Infos:
>> Mehr über Fairtrade-Towns
>> Webseite Rhein.Main.Fair.
>> Das Projekt „FaireKITA“
>> Anmeldung Online-Seminar-Reihe Fair einkaufen für Kommunen und Vereine

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AFRIKA NEU DENKEN 2020

60 Jahre Unabhängigkeit. Eine kritische Bilanz.
Im Mittelpunkt der Online-Veranstaltungsreihe steht das Nachdenken über die Errungenschaften der Unabhängigkeit von 17 afrikanischen Ländern vor mehr als einem halben Jahrhundert. Darüber hinaus werden sich die Referenten fragen, wie die politische und kulturelle Überwindung der Abhängigkeiten gestaltet werden kann. Über afrikanische Befreiungskämpfe zu sprechen, bedeutet immer auch, europäische Vorstellungskomplexe zu dekonstruieren.
Am 30.06.2020 um 18:00 Uhr spricht Professor PLO Lumumba, Direktor der Kenya Law School Society aus Narobi/Kenia, über die „Träume der Mütter und Väter der Un-Abhängigkeiten“.
Alle Veranstaltungen finden auf Englisch statt.

Weitere Infos:
>> Anmeldung zur Veranstaltung am 30.06.
>> Afrika Neu Denken 2020 Programm

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Bewegung in Hessen über das Netzwerk hinaus

↓ Vielfalt bildet! Rassismuskritische Bildungsarbeit gemeinsam gestalten
↓ Stadt für Alle – Aktionstag in Frankfurt!

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Vielfalt bildet! Rassismuskritische Bildungsarbeit gemeinsam gestalten

Zum 01. Januar 2020 ist am Institut für Allgemeine Pädagogik und Berufspädagogik der Technischen Universität Darmstadt das Bildungsprojekt „Vielfalt bildet! Rassismuskritische Bildungsarbeit gemeinsam gestalten“ angelaufen.
Das Ziel des Projekts besteht in der gemeinsamen Konzeption und Durchführung rassismus- und diskriminierungskritischer Bildungsformate mit zivilgesellschaftlichen Selbstorganisationen und außeruniversitären Bildungseinrichtungen für Studierende des Lehramts sowie der Pädagogik. Das Projekt wird durch das Bundesförderprogramm „Demokratie leben!“ gefördert.
Hochschulen sind verantwortlich für die (Aus-)Bildung von Multiplikator*innen in der Bildungsarbeit und somit den zukünftigen Gestalter*innen der Gesellschaft. Problematisch hierbei ist, dass Hochschulen als Teil der Gesellschaft auch einen wesentlichen Beitrag zur (Re-)Produktion von Rassismus und sozialer Ungleichheit leisten: diskriminierende Praktiken sowie rassistische Denkstrukturen werden unreflektiert an Studierende weitergegeben. Zugleich verfügen Hochschulen über Potential, die kritische Betrachtung von Macht- und Herrschaftsverhältnissen und stereotypen Urteilsbildungen zu ermöglichen – und genau an dieser Stelle knüpft das Projekt „Vielfalt bildet!“ an: Im Rahmen des Projekts werden Bildungsangebote unterschiedlicher Formate entwickelt, die die Studierenden dazu anregen, bestehende Macht- und Herrschaftsverhältnisse kritisch zu hinterfragen. Ein wesentliches Augenmerk liegt auf der Selbstreflexion mit dem Ziel, herrschende rassistische und hierarchisierende Denkstrukturen aufzubrechen und defizitorientierten sowie stereotypen Sichtweisen und Vorurteilen entgegenzuwirken.

Weitere Infos:
>>Webseite des Projekts
>> Instagram Vielfalt bildet!
>> Facebook Vielfalt bildet!
>>Youtube-Kanal Vielfalt bildet!

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Stadt für Alle – Aktionstag in Frankfurt!

Am Samstag, den 20. Juni findet in Frankfurt ein stadtpolitischer Aktionstag statt. Motto ist “Stadt für Alle! Für ein solidarisches Frankfurt in der Coronakrise und darüber hinaus – gemeinsam gegen Mietenwahnsinn, Rassismus und Klimawandel!“. Über 10 Initiativen aus Frankfurt, unter anderen Ende Gelände, Seebrücke und Fridays for Future rufen zum Aktionstag auf.
Ständig steigende Mieten und das Fehlen von bezahlbarem Wohnraum, Obdachlosigkeit und die menschenunwürdige Unterbringung von Geflüchteten, viel zu viel Autoverkehr und ein Mangel an Grünflächen sowie Freiräumen zur selbstbestimmten Nutzung – die Coronakrise macht zentrale Probleme der Frankfurter Stadtpolitik wie im Brennglas sichtbar. Mitten in der Krise werden weiter Luxusquartiere, Bürohochhäuser und Hotels gebaut, die nun mehr denn je leer stehen. Trotz offensichtlicher Überkapazitäten darf der Flughafen ungehindert wachsen. Während in anderen Städten Fahrbahnen zu Pop-up-Radwegen und Straßen zu Spielflächen umgewidmet werden, haben in Frankfurt SUVs nach wie vor Vorfahrt vor Fußgänger*innen, Fahrradfahrer*innen und ÖPNV. Und am Horizont drohen eine städtische Finanzkrise und mit ihr harte Kürzungen im – ohnehin schon unterfinanzierten – sozialen und kulturellen Bereich.

Weitere Infos:
>> Förderungen und mehr Informationen über den „Stadt für Alle – Aktionstag“

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Corona-Schlaglicht 2: Fernunterrichtsprogramme und soziale Distanzierung in Ghana


Emmanuel Abiew
(Cape Coast School for the Deaf
and Blind, Ghana)

In unserer letzten Newsletter Ausgabe haben wir über die Auswirkungen der weltweiten Corona Pandemie auf ein Zirkusprojekt in Costa Rica berichtet. Diesmal wenden wir unseren Blick auf den afrikanischen Kontinent nach Ghana. In diesem zweiten ‚Blick und Stimme aus dem Globalen Süden‘ berichtet uns Emmanuel Abiew, Lehrer an einer staatlichen Schule für körperlich behinderte Kinder und Jugendliche, über die Auswirkungen der Pandemie auf seine Arbeit. Das Gespräch führt wieder unsere hessische Regionalpromotorin Nadine Zollet.

Herr Abiew, wie wirkt sich die aktuelle Situation auf ihre Arbeit aus?
Als Lehrer der hörgeschädigten Schüler*innen an der Cape Coast School for the Deaf and Blind – Ghana beobachte ich, dass die aktuelle Corona-Pandemie Unruhe, Angst und Besorgnis in meiner Arbeit verursacht und ernst genommen werden sollte.
Alle Universitäten, Oberstufenschulen und Grundschulen, öffentliche und private Schulen, sind bis auf Weiteres am Montag, 16. März 2020, geschlossen worden. Das Bildungsministerium wurde beauftragt, in Zusammenarbeit mit dem Kommunikationsministerium Fernunterrichtsprogramme einzuführen.
Für die Schüler*innen sind die Auswirkungen der Pandemie gravierend, da sie zu Lern,- und Versorgungsunterbrechung führen. Für die Mehrheit der Kinder und Jugendlichen ist es sehr schwierig, das von uns eingeführte E-Learning Programm zu praktizieren, da einige von ihnen in ländlichen und abgelegenen Gebieten ohne Elektrizität leben. Selbst diejenigen, die über Elektrizität verfügen, haben häufig keinen Zugang zu Computer- und Internetdiensten, um an E-Learning-Programmen teilzunehmen. Viele der aktuellen E-Learning-Programme sind auch nicht barrierefrei, können somit nicht von Schüler*innen, die in Gebärdensprache kommunizieren, genutzt werden.
Viele Eltern sind auf das öffentliche Schulsystem angewiesen, nicht nur für die Bildung, sondern auch für Notwendigkeiten wie Essensversorgung und Kinderbetreuung. Als die Schulen
geschlossen wurden, blieben somit viele Kinder mit besonderen Bedürfnissen ohne richtige Mahlzeiten zurück, so dass deren Eltern häufig gezwungen sind, ihre Arbeit zu unterbrechen, um sich um ihre Kinder zu kümmern.

Weitere Infos:
>> Facebook Seite der Cape Coast Schule für Blinde und Schwerhörige
>> Video über die Cape Coast Schule auf YouTube

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Kurzfilm: Covid-19 in Gambia

Am 17. März 2020 bestätigte das Land seinen ersten Fall des Virus. Die gambische Regierung reagierte schnell, und rief zehn Tage später den öffentlichen Notstand aus. Die durchgeführten Maßnahmen waren ähnlich wie in den europäischen Ländern.

“Für mich ist Hunger die schlimmste Krankheit”
Mit 2,4 Millionen Menschen Gambia ist das kleinste Land in Kontinentalafrika. Bei einem durchschnittlichen Monatseinkommen von umgerechnet 50 US Dollar befürchten viele, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen des Virus viel schlimmer sein könnten als die Krankheit selbst. “Man kann von den Menschen nicht erwarten, dass sie sich ohne Essen, ohne Geld, ohne irgendetwas in Häuser einschließen”, sagt einer der Interviewten. Viele Einwohner sind deswegen gegen die Maßnahmen der Regierung, die den Virus eindämmen sollen.

Die Produktionsfirma Cinatrix Media, ein Projekt der ehemaligen Eine Welt-Promotorin für Unterfranken in Bayer, Shiloe Mokay-Rinke, erstellte zusammen mit ihrem Team einen kurzen Film zur Situation im Land bezüglich des Coronavirus. Der Film “COVID-19: The Gambia Documentary, 2020” ist auf Wollof, eine der einheimischen Sprachen, mit englischen Untertiteln auf YouTube zu finden. Es zeigt, wie die Menschen hier das Virus wahrnehmen, welche Maßnahmen die Regierung ergriffen hat und wie die Bevölkerung darauf reagiert.

Weitere Infos:
>> YouTube Kanal von Cinatrix Media
>> Facebookseite von Cinatrix Media
>> Unterstützungsaufruf auf gofundme.com

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Materialien

↓ Netzwerk Agenda 2030: Nachhaltigkeit jetzt zur verbindlichen politischen Leitlinie erklären!“
↓ FEMNET: Handbuch für faire öffentliche Beschaffung „Unter der Lupe“
↓ Bildungs-Broschüre: 12 Argumente für eine Rohstoffwende
↓ welt-sichten Dossier 4/5-2020: „Stimmen Afrikas in Muttersprache!“
↓ Dritter Engagementbericht „Junges Engagement im digitalen Zeitalter“
↓ Welthaus Bielefeld: Neues-Datenblatt-Entwicklungspolitik

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Netzwerk Agenda 2030: Stellungnahme „Nachhaltigkeit jetzt zur verbindlichen politischen Leitlinie erklären!“

Das Netzwerk Agenda 2030 engagiert sich für die ambitionierte Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung in und durch Deutschland. Die in ihm aktiven Verbände setzen sich bei politischen Entscheidungsträger*innen für eine Wende in Richtung Nachhaltigkeit in allen Politikfeldern ein. Sie entwickeln eigene Konzepte und Vorschläge, damit die Nachhaltigkeitsziele zügig erreicht werden. Darüber hinaus tragen sie durch eigene Projekte dazu bei, die Ziele der Agenda 2030 zu verwirklichen. Die Bundesregierung überarbeitet erneut ihre Nachhaltigkeitsstrategie. Der Entwurf dazu soll im September zur Kommentierung vorliegen. Bislang wird die Nachhaltigkeitsstrategie dem Anspruch nicht gerecht, der zentrale Referenzrahmen für die Umsetzung der Ziele der Agenda 2030 zu sein. Deshalb fordert das Netzwerk die Bundesregierung auf, die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie endlich zur Maxime deutscher Politik zu erheben und schlägt in ihrer aktuellen Stellungnahme „Nachhaltigkeit jetzt zur verbindlichen politischen Leitlinie erklären!“ konkrete Maßnahmen vor, die besonders geeignet sind, die Nachhaltigkeit im jeweiligen Politikfeld voranzubringen.
Die aktuelle Stellungnahme kann kostenlos auf der Webseite des Netzwerks Agenda 2030 heruntergeladen werden.

Weitere Infos:
>> Stellungnahme Netzwerk Agenda 2030 (PDF)

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FEMNET: Handbuch für faire öffentliche Beschaffung „Unter der Lupe“

FEMNET veröffentlicht regelmäßig Materialien zum Thema faire öffentliche Beschaffung. Mit ihrem Handbuch „Unter der Lupe. Arbeitskleidung und Schuhe mit belastbaren Nachweisen fair beschaffen“ richten sie sich an Beschaffungsverantwortliche in Städten und großen Kommunen, die bei der Einführung und Weiterentwicklung einer fairen Beschaffungspraxis mitwirken. Basierend auf ihren begleiteten Ausschreibungen mit den Städten Bonn, Köln und Stuttgart werden hier die Ausschreibungsmodelle zur fairen Beschaffung von Dienstkleidung und Sicherheitsschuhen mit Nachweiskontrollen, die auch jenseits bestehender Gütezeichen herangezogen werden können, im Detail vorgestellt. Die Beschaffung der enormen Mengen an Berufsbekleidung durch Bund, Länder und Kommunen bietet einen guten Hebel, um die Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern zu verbessern. Denn auch wenn es noch keine durchweg fair und ökologisch produzierte Arbeitskleidung gibt, können bei der öffentlichen Beschaffung klare Akzente hin zu sozialen und ökologischen Kriterien gesetzt werden.
Das Handbuch und weitere Veröffentlichungen zu fairer öffentlicher Beschaffung könnt ihr auf der FEMNET Webseite kostenlos beziehen.

Weitere Infos:
>> Handbuch “Unter der Lupe” (PDF)
>> FEMNET Materialien zu fairer öffentlicher Beschaffung

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Bildungs-Broschüre: 12 Argumente für eine Rohstoffwende

Die Publikation „Broschüre: 12 Argumente für eine Rohstoffwende“ der Christlichen Initiative Romero (CIR) zeigt die vielfältigen Menschenrechts-, Umwelt- und Entwicklungsprobleme auf, die mit dem Abbau, der Weiterverarbeitung, dem Verbrauch und der Nutzung von Rohstoffen einhergehen. Die eingängigen Grafiken der Broschüre zeigen nicht nur, wie stark metallische Rohstoffe unseren Alltag durchdringen, und welchen Anteil Deutschland am globalen Rohstoffverbrauch hat, sie verdeutlichen auch, dass Deutschland von einem ungerecht verteilten Rohstoffkonsum weltweit profitiert. Es wird veranschaulicht, welche politischen Fehlanreize eine nachhaltige Rohstoffnutzung verhindern und warum alleine mehr Effizienz und Recycling nicht ausreichen. Zur Bekämpfung der sich zuspitzenden ökologischen und sozialen Krisen sei ein systematisches Umdenken und ein Paradigmenwechsel im Umgang mit natürlichen Ressourcen notwendig. Dafür ist die Broschüre ein Debattenbeitrag.
Die Publikation steht auf der Webseite der CIR zum Download bereit.

Weitere Infos:
>> Broschüre: 12 Argumente für eine Rohstoffwende zum Download

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welt-sichten Dossier 4/5-2020: „Stimmen Afrikas in Muttersprache!“

Das Dossier „Stimmen Afrikas in Muttersprache! Über Literatur, Übersetzung und Mehrsprachigkeit“ von stimmen afrikas, Allerweltshaus Köln e.V. mit der Redaktion welt-sichten ist im Rahmen des Literaturfestivals Crossing Borders erschienen. Die Kölner Literaturreihe stimmen afrikas bietet Autoren und Autorinnen aus Afrika und der Diaspora seit 2009 eine Plattform für ihre Geschichten und Perspektiven. Beim Festival Crossing Borders: translate – transpose – communicate 2019 ging es darüber hinaus auch um das Potential von über 2000 afrikanischen Sprachen, die durch die politische und kulturelle Hegemonie Europas unterdrückt wurden und werden. Im Nachklang zum Festival werden in der Publikation Einschätzungen einiger Fachleute zu Sprachpolitik und Literatur in afrikanischen Sprachen vorgestellt. Außerdem weisen die Beiträge der Expert*innen teilweise sogar über die Themen, die im Rahmen des Festivals diskutiert wurden, hinaus.
Das welt-sichten Dossier ist digital und kostenlos erhältlich.

Weitere Infos:
>> welt-sichten Dossier 4/5-2020: Stimmen Afrikas in Muttersprache! (PDF)
>> Webseite zum Literaturfestival Crossing Borders

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Dritter Engagementbericht „Zukunft Zivilgesellschaft: Junges Engagement im digitalen Zeitalter”

Der Dritte Engagementbericht (DEB) ist ein Bericht zu bürgerschaftlichem Engagement mit dem Schwerpunkt „Zukunft Zivilgesellschaft: Junges Engagement im digitalen Zeitalter“. Durch einen Beschluss des Deutschen Bundestages ist die Bundesregierung dazu aufgefordert, in jeder Legislaturperiode einen wissenschaftlichen Bericht zur Entwicklung des bürgerschaftlichen Engagements vorzulegen. Diese Berichte werden von einer unabhängigen Kommission im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) erstellt und danach mit einer Stellungnahme der Bundesregierung versehen. Der DEB richtet den Blick auf aktuelle Entwicklungen, durch die sich Engagement vor dem Hintergrund der Digitalisierung aller Lebensbereiche verändert. Eine der Kernaussagen des Berichts: „Ein relevanter Anteil des Engagements junger Menschen findet inzwischen digital vermittelt statt. Bestehende Formen des Engagements werden durch Formen digitalen Engagements nicht ersetzt, sondern ergänzt.“
Der vollständige Bericht sowie eine Kurzfassung können kostenlos heruntergeladen werden.

Weitere Infos:
>> Webseite Dritter Engagementbericht

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Welthaus Bielefeld: Neues Datenblatt Entwicklungspolitik

Im Mai diesen Jahres hat das Welthaus Bielefeld sein regelmäßig erscheinendes „Datenblatt Entwicklungspolitik” in der aktuellen Fassung I-2020 veröffentlicht. Auf sechs Seiten werden hier die neuesten statistischen Daten über weltweite Entwicklungen auf übersichtliche Weise verfügbar gemacht. Damit soll Lehrer*innen, Erwachsenenbildner*innen, Journalist*innen etc. die Möglichkeit geboten werden, Vorträge, Veranstaltungen oder Veröffentlichungen mit empirischen Daten zu untermauern, sowie Angaben in Schulbüchern zu aktualisieren. Statistik und Daten ersetzen zwar keine Theoriebildung, keine Positionsbestimmung und keine Bereitschaft zum entwicklungspolitischen Engagement – sie können aber helfen, Wissen und strategische Überlegungen auf eine empirische Basis zu stellen. Aktualisiert in dieser Ausgabe gegenüber II-2019 sind statistische Angaben zu Bevölkerung, Lebenserwartung, Welternährung, Wirtschaftskraft, Energie u.a.m. Der entwicklungspolitische Bezugsrahmen für alle statistischen Angaben ist seit Herbst 2015 die nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) der Vereinten Nationen.
Das Datenblatt steht kostenlos als Download zur Verfügung.

Weitere Infos:
>> Datenblatt Entwicklungspolitik I-2020 (PDF)
>> Lernplattform nachhaltige Entwicklungsziele

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Mitmachen: Kampagnen, Wettbewerbe & Ausschreibungen

↓ Schüler*innen-Wettbewerb „Regenwald-Lyrik“
↓ Klasse Klima‘ mit neuen Mitmach-Angeboten für zu Hause
↓ Mitmachen bei der Fairen Woche – der Aktionsleitfaden ist da
↓ Neue Bewerbungsrunde im Förderprogramm „Klinikpartnerschaften“

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Schüler*innen-Wettbewerb „Regenwald-Lyrik“

Mit Sprache etwas zum Schutz des Regenwaldes beitragen?! Ein cooles Gedicht mit Bezug zu Regenwald- und Umweltthemen kann so manchen wachrütteln. Die Tropenwaldstiftung OroVerde ruft alle Schüler*innen ab Klasse 8 auf am Wettbewerb “Regenwald-Lyrik” teilzunehmen und mit Witz und Kreativität zu Umwelt-, Klima- und Regenwaldthemen Stellung zu beziehen! Alle Lyrikstücke mit dem Thema Regenwald – ob klassisches Gedicht, sich reimender Werbeslogan, ein Poetry Slam Text oder eine Rapstrophe – können eingereicht werden. Einsendeschluss ist der 15. September 2020. Bis dahin können bundesweit Schulen, ganze Klassen oder auch einzelne Schüler*innen bis 25 Jahre am Wettbewerb teilnehmen. Die besten Lyrikstücke werden als Postkarte umgesetzt, gedruckt und durch eine CityCards-Kampagne oder über die OroVerde Social-Media-Kanäle in die Breite getragen! Außerdem gibt es tolle Medienpakete zum Thema Regenwald zu gewinnen. Also, los geht’s – dichten und mitmachen!

Weitere Infos:
>> Webseite Lyrik-Wettbewerb für Schüler*innen

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Klasse Klima‘ mit neuen Mitmach-Angeboten für zu Hause

Das Projekt „Klasse Klima – Her mit der coolen Zukunft!“ bringt Klimaschutz deutschlandweit an Schulen. In der Regel unterstützen junge Menschen zwischen 18 und 27 Jahren Schüler*innen der 5. – 13. Klasse an Projekttagen und in AGs dabei, für den Klimaschutz aktiv zu werden – in ihrem persönlichen Umfeld, an ihrer Schule und durch politisches Engagement. Für alle, die während der Corona-Zeit mehr über Klimawandel und Klimaschutz erfahren möchten, wurden jetzt auch einige Angeboten für zu Hause entwickelt. Zum einen gibt es Online-Projekttage für Schüler*innen. Diese dauern 120 Minuten und setzten sich mit Themen wie Ursachen des Klimawandels sowie klimafreundliche Handlungsmöglichkeiten auseinander. Zum anderen gibt es Methoden aus den Projekttagen, die Schüler*innen auch zu Hause anwenden können. Erklärvideos, Arbeitsblätter und Handreichungen werden für Lehrkräfte bereitgestellt. So kann auch in Zeiten von Homeschooling der Klimaschutz vorangetrieben werden!

Weitere Infos:
>> Webseite Klasse Klima

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Mitmachen bei der Fairen Woche – der Aktionsleitfaden ist da!

Der Aktionsleidfaden zur Fairen Woche vom 11. bis 25. September 2020 ist fertig! Auf 32 Seiten enthält dieser viele wichtige Information, die bei der Vorbereitung auf die Faire Woche unterstützen können. Der Leidfaden thematisiert zunächst wissenswertes zum Jahresthema „Fairer Handel und das Gute Leben“. Die Faire Woche beschäftigt sich in diesem Jahr mit den Fragen, wie ein gutes Leben für möglichst viele Menschen erreicht werden kann, wie Produktions- und Konsummuster aussehen müssten, damit sie nicht zu Lasten von Mensch und Natur gehen und letztlich was der Faire Handel dazu beitragen kann. Zudem bietet sie mit Blick auf die Corona-Krise die Möglichkeit, die globale Perspektive mit einzubringen und die Menschen in den Fokus zu rücken, die Dinge unseres täglichen Bedarfs herstellen. Im Aktionsleidfaden werden Anregungen für Veranstaltungen, eine ausführliche Beschreibung der Aktionsmaterialien sowie Hinweise auf weitere Kampagnen rund um die Faire Woche gegeben. Da noch nicht absehbar ist, welche Art von Veranstaltungen im September wieder möglich sein werden, werden Vorschläge für Online- und Offline-Aktionen zur Verfügung gestellt. Der Planung vielfältiger Aktionen steht so nichts im Wege!

Weitere Infos:
>> Newsletter Faire Woche (Mai 2020)
>> Aktionsleidfaden Faire Woche (PDF)

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Neue Bewerbungsrunde im Förderprogramm „Klinikpartnerschaften“

Das Förderprogramm „Klinikpartnerschaften – Partner stärken Gesundheit“ wurde vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gemeinsam mit der Else Kröner-Fresenius-Stiftung als Beitrag zu globaler Gesundheit im Kontext weltweiter Entwicklungszusammenarbeit initiiert. Bewerben für das Förderprogramm können sich Institutionen in Deutschland, die eine Partnerschaft mit Gesundheitseinrichtungen in Ländern niedrigen und mittleren Einkommens haben. Alle medizinischen Fachbereiche sind vertreten und der Fokus liegt auf Aus- und Fortbildungen. Zweimal pro Jahr schreiben die Klinikpartnerschaften Förderungen mit einer Summe bis zu 50.000 Euro aus. Im Programm sollen Kooperationen entstehen, um auf einer gemeinsamen und fachlichen Ebene über Ländergrenzen hinweg Gesundheitsleistungen vor Ort gezielt zu verbessern. Durchgeführt wird das Programm von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH. Die aktuelle Ausschreibungsrunde für Förderungen ist bis zum 22. Juni 2020 geöffnet. Jetzt noch schnell bewerben!

Weitere Infos:
>> Homepage der „Klinikpartnerschaften“

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Terminlese

 
Do., 18.06.2020 (17.30 – 18.30h), online
Dramatische Fluchtträume
Online-Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung Flucht + Migration: Literarische Zugänge zu einem globalen Phänomen mit Referent Ildevert Méda, Schauspieler, Dramatiker und Regisseur. Veranstalter*innen: Engagement Global und Universität Stuttgart, Institut für Literaturwissenschaft


Do., 18.06.2020 – Fr., 10.07.2020, Darmstadt
Ausstellung: Konsumsplitter
Die Ausstellung „konsumsplitter“ der Künstlerin Martina Hammel greift verschiedene Aspekte der Auseinandersetzungen um die europäische Migrationspolitik auf.
Di., 23.06.2020 (19.00h), online
Corona in Afrika
Andreas Schwarzkopf (Frankfurter Rundschau) spricht mit der Politikwissenschaftlerin und Afrika-Expertin Antonia Witt (Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung) darüber, wie afrikanische Regionalorganisationen die Pandemie bekämpfen, und, was die Europäische von der Afrikanischen Union lernen kann. Veranstalter*in: Heinrich Böll Stiftung Hessen e.V.
Di., 23.06.2020 (18.00 – 19.00h), online
Mikrokredite – Wundermittel oder Teufelszeug?
Virtuelle Weiterbildung mit Helmut Pojunke, Geschäftsführer des Westdeutschen Förderkreises. Veranstalter*in: Oikocredit
Mi., 24.06.2020 (19.00 – 21.30), online
Klimaklagen und das Menschenrecht auf Wasser
Vortrag im Rahmen der Online-Seminar-Reihe „Klima- und Ressourcengerechtigkeit global denken und lokal handeln, jetzt!“ mit Gertrud Falk, Bildungsreferentin bei der Menschenrechtsorganisation FIAN Deutschland. Veranstalter*innen: Falken Bildungsforum Bergisch Land, SJD-Die Falken KV Bergisch Land und FIAN Deutschland
Mi., 24.06.2020 (19.00 – 21.00h), online
Koloniale Vergangenheit und Rassismus heute
Online-Buchvorstellung des Werks „Wessen Erinnerung zählt? Koloniale Vergangenheit und Rassismus heute“ von Mark Terkessidis. Veranstalter*innen: Universität Erfurt, Landeszentrale für politische Bildung Thüringen und Erinnerungsort Topf & Söhne
Do, 25.06.2020 (19.45 – 21.15h), online
20 Jahre Resolution 1325: Frauen, Frieden und Sicherheit – eine Bilanz
Dr. Ines Kappert, Gunda-Werner-Institut für Feminismus & Geschlechterdemokratie über die (fehlende) Verwirklichung der Agenda „Women, Peace and Security“. Veranstalter*in: Bund für soziale Verteidigung e.V.
Fr., 26.06.2020 (10.00 – 11.00h), online
Digitale Beteiligungs- und Feedbacktools
In diesem Online-Seminar thematisiert Annika Gramoll vom Zentrum gesellschaftliche Verantwortung der EKHN Dienste, mit denen bei Veranstaltungen ein sogenanntes Live-Feedback eingeholt werden kann. Veranstalter*in: Evangelische Erwachsenenbildung EKHN
Sa., 27.06.2020 (10.00 – 13.00h), online
Spuren hinterlassen – Mein Weg zu nachhaltigem Konsum
Mit der Seminarleiterin Nicole Werner-Hufsky, Naturentdecker.Köln geht es in diesem Online-Seminar darum, den eigenen ökologischen Fußabdruck zu reflektieren und Handlungsalternativen zu diskutieren. Veranstalter*in: Friedrich-Ebert-Stiftung Hessen
Do., 02.07.2020 – Mi. 09.09.2020, Frankfurt/M.
Sebastiao Salgado mit „Terra“
Die Fotoausstellung „Terra“ hat der weltberühmte Fotograf und aktuelle Träger des Friedenspreises des deutschen Buchhandels Sebastiao Salgado den Menschen ohne Land in Brasilien gewidmet.

Terminkalender

Weitere entwicklungspolitische Veranstaltungen in Hessen finden sich in unserem Terminkalender.

>> EPN Hessen-Terminkalender

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Der EPN Hessen-Newsletter wird finanziell unterstützt vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen (HMWEVW) sowie im Rahmen des Eine Welt-PromotorInnenprogramms vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ):

 

Finanzielle Unterstützung erhalten wir für den Newsletter auch von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW).

 

 

Herzlichen Dank!

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