https://www.epn-hessen.de/home/newsletter/05_18/ (EPN Hessen e.V.)

Newsletter 05/2018



Inhalt:

EPN Hessen in Bewegung

Glokales

Weiterlesen, mitmachen, hingehen

 


EPN Hessen mischt mit:
Wir sind Teil der Initiative „Konzernmacht beschränken“

„Konzerne wie Bayer, Google und VW verfügen über viel Marktmacht. Großkonzerne haben größtenteils Niederlassungen in Steueroasen, um sich vor Steuerzahlungen zu drücken. Mega-Fusionen, vielfach finanziert durch Banken und Investmentgesellschaften, erhöhen enorm die Marktkonzentration …“. So wird im Januar 2018 veröffentlichten Plattformpapier der Initiative „Konzernmacht beschränken“ einleitend die Kernproblematik auf den Punkt gebracht.

Konzerne werden also durch Zusammenschlüsse zu immer (noch) mächtigeren Global Playern. Wer sich mit seinem politischen Handeln global nachhaltiger Entwicklung verschrieben hat, sieht sich deshalb mit zahlreichen Herausforderungen und Widersprüchen konfrontiert. Ein zentraler Widerspruch besteht darin, dass Wirtschaftsmacht massiv Einfluss auf demokratische Prozesse nehmen kann und auch nimmt, selbst aber immer schwerer kontrollierbar ist. Die sich mit Globalisierungsprozessen beschäftigende Politikwissenschaft beklagt, dass der politische Globalisierungsprozess, also das globale Regierungshandeln (Global Governance) dem ökonomischen Globalisierungsprozess meilenweit hinterher hinkt. Der direkte wie auch indirekte Einfluss von WirtschaftsakteurInnen auf nationale wie internationale Entscheidungsprozesse lässt sich überall beobachten und verstärkt sich entsprechend der Konzentration von Konzernmacht, die „too big to regulate“ werden (zu groß, um noch reguliert werden zu können). Transparenz, demokratische Verfahren und Gemeinwohl, nachhaltige Entwicklung und Menschenrechte drohen so zunehmend auf der Strecke zu bleiben. Die Folgekosten profitorientierten wirtschaftlichen Handelns für Mensch und Natur wiederum dürfen in aller Regel von „der Allgemeinheit“ getragen werden.

Zivilgesellschaftliche Nichtregierungsorganisationen können solchen Machtverhältnissen nur durch akribische Recherchen, Öffentlichkeitsarbeit, politischen Kampagnen, Rechtsmitteln und der sogenannten „Watch-Dog“ Funktion begegnen. Um gegen die Lobbyaktivitäten insbesondere von großen Konzerne ein Gegengewicht zu bilden, hat sich nun eine breite Plattform von Nichtregierungsorganisationen aus der Entwicklungs-, und Umweltpolitik, aus dem VerbraucherInnenschutz und von alternative Landwirtschaftsverbänden in der Initiative „Konzernmacht beschränken“ zusammengeschlossen.

Das Entwicklungspolitische Netzwerk Hessen e.V. trägt die Initiative mit und hat auch das Plattformpapier mitunterzeichnet. Gemeinsam fordern wir darin u.a., Öffentliche Rechte zu stärken, Beschwerdestellen einzurichten, die Rolle von Parlamenten zu stärken sowie Monopole zu beschränken.

Weitere Infos:
>> Plattformpapier der Initiative „Konzernmacht beschränken“ (PDF) [1]
>> www.konzernmacht.de – Webseite zur Konzernmacht-Initiative [2]

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EPN Hessen tagt:
Am 26. Mai ist EPN Hessen-Mitgliederversammlung!

Hessen entwickeln | Eine Welt-PromotorInnenprogramm in Hessen
Am Samstag, 26. Mai heißt es wieder mitdiskutieren, entscheiden und die Zukunft des Netzwerks mitgestalten, denn an diesem Tag trifft sich das Entwicklungspolitische Netzwerk Hessen zur Mitgliederversammlung 2018. Abgehalten wird das Jahrestreffen dieses Jahr im Haus am Dom in Frankfurt/M.
Der Anlass bietet eine gute Gelegenheit, sich mit anderen Mitgliedern auszutauschen und gemeinsam über Selbstverständnis und Ausrichtung des Netzwerks zu diskutieren. Wie immer sind sowohl EPN Hessen-Mitglieder als auch interessierte Nicht-Mitglieder herzlich eingeladen.

Im Rahmen der diesjährigen Mitgliederversammlung wird als Besonderheit auch die Weiterentwicklung des hessischen Eine Welt-PromotorInnen-Programms diskutiert. Aktuell gibt es in Hessen zu vier Themenschwerpunkten sogenannte FachpromotorInnen in Teilzeit. Der aktuelle Förderzyklus läuft Ende dieses Jahres aus und für 2019-2021 muss ein neuer Zyklus beantragt werden. Im Vorfeld des Neuantrages möchten wir Interessierten Gelegenheit geben, die bisherige Arbeit der FachpromotorInnen kennen zu lernen und mit uns über die Weiterentwicklung des Programms und seiner Schwerpunkte nachzudenken und eigene Ideen einzubringen. Wir laden auch hier Nicht-Mitglieder herzlich zu dieser Diskussion ein! (Um Anmeldung über die EPN Hessen-Geschäftsstelle wird gebeten: info[at]epn-hessen.de [3], Telefon: 069-91395170.)

Weitere Infos:
>> Weiterentwicklung des hessischen Eine Welt-PromotorInnen-Programms (2019-2021) [4]

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EPN Hessen-Kooperationsveranstaltungen

↓ Aller guter Dinge sind vier … Die PERSPEKTIVWECHSEL-Stadtrundgänge Mai/Juni:
   Gentrifizierung | Globalisierungskritik| „Green City“ | STADTWANDELN

↓ Gesprächsabend „Ecommony. Umcare zum Miteinander“ (30.05.)
↓ Ausstellung „konsumsplitter“ zu Gast in Dreieich (Veranstaltungen 29.05.+20.06.)
↓ Phoenix-Folgetraining „Antirassistische Bewusstseinsbildung“ (05.-07.10.)
↓ Save the Date: Zukunftswerkstatt II. Die Welt im Wandel (16.11.)

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PERSPEKTIVWECHSEL-Stadtrundgänge Mai/Juni [5]

Auf vier unterschiedlichen Pfaden kann Frankfurt diesen Sommer im Rahmen unserer beliebten PERSPEKTIVWECHSEL-Reihe kritischer Stadtrundgänge noch erkundet werden. Jeweils am Samstag um 11 Uhr ziehen wir von verschiedenen Startpunkten aus los, um spazierend unsere gewohnte Umgebung neu betrachten zu lernen, neue Perspektiven zu gewinnen und uns unsere Stadt so neu anzueignen.
Seien Sie dabei, bringen Sie FreundInnen und NachbarInnen mit und entdecken Sie Frankfurt kritisch-neu!

Rundgang-Termine:

Sa., 26.05.2018 (11h), Frankfurt/M.
Stadt und Krise. Gentrifizierung und Verdrängung im Frankfurter Gallus [6]
Stadtteilspaziergang zur aktuellen Gendrifizierungsdynamik im Gallus

Sa., 02.06.2018 (11h), Frankfurt/M.
Globalisierungskritischer Stadtrundgang [7]
Stadtrundgang durch Frankfurts Innenstadt zu den weltweiten Zusammenhängen zwischen dem eigenen Konsum und seinen sozialen und ökologischen Folgen

Sa., 09.06.2018 (11h), Frankfurt/M.
Frankfurt und die „Green City“-Rhetorik [8]
Ein Stadtrundgang, auf dem der Anspruch der Stadt Frankfurt, auf dem Weg zur „Green City“ zu sein, kritisch überprüft wird

Sa., 16.06.2018 (11h), Frankfurt/M.
STADTWANDELN in Bornheim – „Tauschen, teilen, Tomaten“ [9]
Ein Stadtrundgang zu spannenden Projekten, in denen sich städtisches Leben neu erfindet – von Urban Gardening, Repair-Cafés bis Tauschbörsen

Weitere Infos:
>> Stadtrundgangsreihe PERSPEKTIVWECHSEL [5]

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GESPRÄCHS- & DISKUSSIONSABEND:
Mi., 30.05.18 (18h), Frankfurt/M.

Ecommony. Umcare zum Miteinander [10]

Friederike Habermann im Gespräch mit Uta Ruppert über „Möglichkeiten von Lebensweisen des Miteinanders“. Eine Veranstaltung im Rahmen des Frankfurter Forum Globale Entwicklung – Globale Gerechtigkeit. VeranstalterInnen: EPN Hessen, medico international, Goethe-Universität Frankfurt/M. und Fachbereich 03 der Goethe-Universität

In ihrem Buch „Ecommony. UmCare zum Miteinander“ aus dem Jahr 2016 skizziert die Berliner Historikerin und Wirtschaftswissenschaftlerin Friederike Habermann verschiedenste Formen des „commons-basierten Wirtschaftens“ und zeigt damit Möglichkeiten von Lebensweisen des Miteinanders auf. „Ecommony“ als Alternative zur kapitalistischen Marktwirtschaft basiert auf einem Set von Prinzipien, welche mit den Grundlagen des Kapitalismus auch die verschiedenen Formen gesellschaftlicher Unterdrückungs- und Ungleichheitsverhältnisse in Frage stellen: Besitz statt Eigentum, (Für)Sorge statt Profit und Offenheit und Freiwilligkeit statt Konkurrenz und Zwang zum gesellschaftlichen Gegeneinander. Konkrete Chancen wie visionäre Potenziale dieses Konzeptes erörtert Friederik Habermann im Rahmen des Frankfurter Forums Globale Entwicklung – Globale Gerechtigkeit in einem Gespräch mit Uta Ruppert, Leiterin des Schwerpunktes Süd-Süd-Forschung am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften.

Weitere Infos:
>> Veranstaltungsankündigung „Ecommony“ [11]

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AUSSTELLUNG & BEGLEITVERANSTALTUNGEN:
Ausstellung: Di., 29.05. – Fr., 22.06.18, Dreieich
Eröffnungsveranstaltung: Di., 29.05.18 (19.30h)
Abschlussveranstaltung: Mi., 20.06.18 (19.30h)

konsumsplitter [12]

Kunstausstellung mit Eröffnungs- und Abschlussveranstaltung zu Gast in Dreieich. Mit Bildern von Martina Hammel und Begleittexten. VeranstalterInnen: Diakonisches Werk Offenbach-Dreieich-Rodgau in Kooperation mit der Antirassistischen Gruppe Internationale Solidarität (agis), der Eine-Welt-Gruppe der Burgkirchengemeinde und EPN Hessen

Die Ausstellung „konsumsplitter“ setzt das Thema „Globale Konsumgesellschaft“ in 30 Papierarbeiten künstlerisch um. Es geht um die Auswirkungen von Konsum, Handel und europäischer Subventionspolitik auf die Lebensbedingungen in afrikanischen Staaten. Hintergrund ist die Frage nach Fluchtgründen und dem Zusammenhang zum Welthandel und zur europäischen Politik. Die Werke sind thematisch breit gefächert und decken dadurch Linien der komplexen Verwobenheit von Migrationsbewegungen aus dem globalen Süden mit unseren Lebensweisen hier im globalen Norden auf. Über die Veranschaulichung dieser vielfältigen und dichten Zusammenhänge verweisen sie auf unsere globale Mitverantwortung.

Weitere Infos:
>> Ausstellung „konsumsplitter“ [12]

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PHOENIX-TRAINING:
Fr., 05.10. (16h) – So., 07.10.18 (16h), Fulda

Antirassistische Bewusstseinsbildung in der (entwicklungs)politischen Arbeit [13]

Phoenix-Folgetraining mit den TrainerInnen Claudia Schilling und Mutlu Ergün-Hamaz (Phoenix e.V.). Veranstalter: EPN Hessen

In der entwicklungspolitischen Bildungs- und Projektarbeit, aber auch in der (politischen) Alltagskultur, sind Kooperationen, Bildungsmaterialien, Bilder und Sprache nicht frei von Rassismen und Ausgrenzungen. Wir halten es für notwendig, uns diese bewusst zu machen und nicht zu reproduzieren, was wir eigentlich verhindern wollen (u.a. Machtgefälle, Hierarchien, Vorurteile). Das Training richtet sich an Menschen, die in den letzten Jahren bereits bei einem der Grundlagentrainings dabei waren, um die Schritte des ersten Trainings zu reflektieren und zu vertiefen. Die Entwicklung zu antirassistischen Lebensformen und Aktivitäten vollzieht sich in Schritten. Deshalb ist eine kontinuierliche Reflexion dieser Schritte und möglicher Widerstände sinnvoll und wichtig. Aufbauend auf der Analyse der individuellen und der gesellschaftlichen Formen des Rassismus fragen wir im Folgetraining: „Wo hat die Analyse weiter geholfen?“, „Welche Strategien haben sich bewährt?“, „Wo müssen wir noch Fähigkeiten erlangen?“ Wir fragen, inwieweit das erste Training die alltägliche Wirklichkeit verändert hat, was gut gelaufen ist und wo Schwierigkeiten entstanden sind.

Weitere Infos:
>> Folgetraining „Antirassistische Bewusstseinsbildung“ [13]

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ZUKUNFTSWERKSTATT:
Fr., 16.11.17 (10-18h), Frankfurt/M.

Zukunftswerkstatt II zur Großen Transformation. Die Welt im Wandel [14]

„Die Welt im Wandel: Transformation verstehen, Austausch stärken, Bildung gestalten“. Zweite Zukunftswerkstatt „zur Großen Transformation“. HauptveranstalterInnen: EPN Hessen und hessisches Eine Welt-PromotorInnen-Programm

Klimawandel, Ressourcenknappheit, Fluchtbewegungen, wachsende soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten, Rechtspopulismus … Die globalen und lokalen Herausforderungen, mit denen wir alle tagtäglich konfrontiert werden, sind vielfältig und komplex – aber resignieren gilt nicht! Wie also kann Bildungsarbeit gestaltet werden, damit Menschen ermutigt und befähigt werden, aktiv für eine gerechtere Welt einzutreten? Mit dieser Frage beschäftigen wir uns in der Zukunftswerkstatt: Aktive aus der Umweltbildung, der politischen und rassismuskritischen Bildung, dem Globalen Lernen, aus migrantischdiasporischen Organisationen, Schule und Universität tauschen sich aus und entwickeln miteinander Ideen für zukünftige Bildungsprojekte. Die Zukunftswerkstatt bietet dabei zahlreiche Möglichkeiten der Vernetzung, Kontroverse und Inspiration, um die Welt im Wandel gemeinsam zu gestalten. Die Veranstaltung ist akkreditiert für Lehrkräfte.

Weitere Infos:
>> „Save the Date“-Veranstaltungsflyer [14]

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Aus dem Netzwerk

↓ Marburger Weltladen: Veranstaltungsreihe „Postkolonialismus“
↓ Dritte Welt Haus: 23. Festival Cuba im Film – Festival de Cine Cubano
↓ Oikocredit: Stellenausschreibung „Veranstaltungsorganisation und Mitgliederbetreuung“
↓ CBM: Stellenausschreibung „Teamleitung entwicklungspolitische Bildungsarbeit“
↓ Rund gefeiert: ebasa Sommerfest zum 10. Geburtstag

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Weltladen Marburg: Veranstaltungsreihe „Postkolonialismus“

EPN Hessen-Mitglied Marburger Weltladen hat in Kooperation mit der AG Arbeit und Leben Marburg eine Veranstaltungsreihe mit dem Titel „Postkolonialismus“ konzipiert, die noch bis Juli zu verschiedenen thematischen Veranstaltungen einlädt. Der Begriff „Postkolonialismus“ könnte in einem zeitlichen Sinne so interpretiert werden, dass der Kolonialismus vorbei und abgeschlossen sei (post (lateinsch): nach dem). Doch beobachten lässt sich genau das Gegenteil: Die langfristigen Auswirkungen, Kontinuitäten und Folgewirkungen kolonialer Strukturen und Politik prägen global immer noch nachhaltig und schwerwiegend Ökonomie, Gesellschaft, Kultur und Politik. Nicht zuletzt sind Rassismus und rassistische Stereotype und Denkmuster gerade in den Gesellschaften der ehemaligen Kolonialmächte bzw. Europas nach wie vor weit verbreitet. Für die VeranstalterInnen stehen bei den Veranstaltungen dieser Reihe daher vor allem die kritische Bewusstwerdung über die eigenen Privilegien, die eigene Rolle in einem komplexen System von Privilegien und über eigene stereotype Denkmuster im Vordergrund.

Weitere Infos:
>> Programmflyer „Postkolonialismus“ (PDF) [15]
>> Marburger Weltladen [16]

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Dritte Welt Haus: 23. Festival Cuba im Film – Festival de Cine Cubano

Vom 23. Mai bis 2. Juni laden die Festival-OrganisatorInnen – dazu gehört maßgeblich auch EPN Hessen-Mitglied Dritte Welt Haus Frankfurt/M. – zur 23. Ausgabe des „Festival Cuba im Film . Festival de Cine Cubano“ ein. In 2018 haben die VeranstalterInnen einen Schwerpunkt auf die kubanische Filmgeschichte gelegt und präsentieren ausgewählte Filmwerke aus den frühen Jahrzehnten. Darunter sind unter anderem als Eröffnungsfilm der Gewinner des Publikumspreises auf dem letztjährigen Filmfestival in Havanna. Außerdem gibt die Begleitausstellung „Cuba-Momente – Momentos cubanos“ im Foyer des filmforum höchst einen Einblick in das Leben der Menschen in Havanna, Trinidad und Cienfuegos. Auch der Kurzfilmwettbewerb wird dieses Jahr wieder stattfinden. Am ersten Samstag des Festivals wird darüber hinaus zu Information und Austausch zu „Gelebte Alternativen – Urban Gardening auf kubanisch“ eingeladen. Auch in diesem Jahr kann sich das Publikum also wieder über ein ebenso vielfältiges wie interessantes Programm freuen!

Weitere Infos:
>> Festival-Webseite „Cuba im Film“ [17]
>> Dritte Welt Haus Frankfurt [18]

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Oikocredit: Stellenausschreibung „Veranstaltungsorganisation und Mitgliederbetreuung“

Die Ökumenische Entwicklungsgenossenschaft Oikocredit engagiert sich seit 1975 für weltweite Gerechtigkeit. Sie bietet eine sozial wirksame Geldanlage und vergibt Kredite als Hilfe zur Selbsthilfe an Mikrofinanz-organisationen, landwirtschaftliche Genossenschaften, den Fairen Handel und für Erneuerbare Energien. Der Oikocredit Förderkreis Hessen-Pfalz e.V. unterstützt diese Arbeit durch entwicklungspolitische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit und betreut treuhänderisch die Geldanlagen seiner Mitglieder. Zur Verstärkung des Teams in der Geschäftsstelle in Frankfurt/M. wird eine Mitarbeiterin/ein Mitarbeiter für Veranstaltungsorganisation und Mitgliederbetreuung gesucht. Die Stelle ist unbefristet, umfasst 25 Stunden pro Woche (täglich 10-15 Uhr) und ist ab 1. Juli zu besetzen. Näheres zu den Aufgaben und zum erwarteten Profil findet sich in der Stellenausschreibung.

Weitere Infos:
>> Stellenausschreibung „Veranstaltungsorganisation und Mitgliederbetreuung“ [19]

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CBM: Stellenausschreibung „Teamleitung entwicklungspolitische Bildungsarbeit“

Die Christoffel-Blindenmission (CBM) zählt zu den führenden Organisationen der internationalen Entwicklungszusammenarbeit in Deutschland. Seit mehr als 100 Jahren setzt sie sich dafür ein, Behinderungen zu vermeiden und eine Welt zu gestalten, in der Menschen mit Behinderungen dieselben Chancen und Rechte haben wie alle anderen Menschen. Die CBM ist von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Fachorganisation anerkannt und hat seit 2002 Beraterstatus bei den Vereinten Nationen (UN). Für den Bereich Bewusstseinsbildung am Standort Bensheim wird ab sofort eine Teamleitung (m/w) entwicklungspolitische Bildungsarbeit in unbefristeter Vollzeit (39 Std./Woche) gesucht. Näheres zu den Aufgaben und zum erwarteten Profil findet sich in der Stellenausschreibung. Bewerbungsschluss ist der 31. Mai.

Weitere Infos:
>> Stellenausschreibung „Teamleitung entwicklungspolitische Bildungsarbeit“ [20]

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Rund gefeiert: ebasa schenkt sich zum 10. Geburtstag ein Sommerfest

Die EPN Hessen-Mitgliedsorganisation ebasa mit Sitz in Mainz feiert dieses Jahre ihr 10-jähriges Bestehen. Die 2008 gegründete gemeinnützige Initiative junger EthnologInnen, die sich für Nachhaltige Entwicklung und Globales Lernen einsetzt. Schwerpunkte sind dabei entwicklungspolitische Bildungsarbeit und partnerschaftliche Beratung für Akteure der Entwicklungszusammenarbeit. Sie arbeiten schwerpunktmäßig vor allem zu den Themen Eurozentrismus, Postkolonialismus und Afrikabilder. Anlässlich ihres runden Geburtstages laden sie KooperationspartnerInnen, UnterstützerInnen und Interessierte am 24. Juni zum ebasa Sommerfest ein: „Wir wollen Menschen wiedertreffen, die uns in der Vergangenheit begleitet haben. Wir wollen Menschen treffen, mit denen wir aktuell so gut zusammenarbeiten. Und wir wollen Menschen kennenlernen, mit denen wir noch nicht (aber vielleicht bald) gemeinsame Wege gehen. Wir wollen sowohl auf die letzten 10 Jahre zurückblicken und in Erinnerungen schwelgen, als auch mit Vorfreude und mit neuen Ideen auf der Flipchart in die Zukunft schauen.“
Die EPN Hessen-Geschäftstelle gratuliert dem ebasa-Team zu ihrem Jubiläum und ihrer wertvollen Arbeit der letzten Jahre!

Weitere Infos:
>> ebasa-Webseite [21]
>> „Ebasa wird 10“ [22]

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„Hessen entwickeln für die Eine Welt“ –
Neues aus dem PromotorInnen-Programm:

↓ Bio-regio-faire Sommermesse in Darmstadt (09.06.)
↓ Vernetzung, Kennenlernen und Austausch am 13. Afrikanischen Kulturfest (22.-24.06.)
↓ Nachlese: Fairtrade-Kommunen und -Kreise Vernetzungstreffen in Bad Nauheim

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BIO-REGIO-FAIRE MESSE:
So., 09.06.18 (10-16h), Darmstadt

Bio-regio-faire Sommermesse in Darmstadt [23]

Messe für ökologische und soziale Verantwortung im Alltag. VeranstalterInnen: Hessisches Eine Welt-PromotorInnenprogramm Hessen, Evangelisches Dekanat Darmstadt-Stadt, Hochschulgruppe Nachhaltigkeit, Lokale Agenda 21, Solidarische Landwirtschaft Darmstadt und Weltladen Darmstadt

Die Bio-regio-faire Sommermesse geht bereits in die dritte Runde! Gute Gründe dafür gibt es genügend. Der wichtigste: Die Frage einer nachhaltigen Lebensweise, die das Leben zukünftiger Generationen sichert, ist aktueller denn je. Die Sommermesse vereint deshalb eine Fülle von Anbietern und Initiativen an einem Ort. Rund 30 Verkaufs- und Informationsstände verschiedener Vereine und kleiner nachhaltig orientierter Geschäfte laden zu Gespräch und nachhaltigem Einkauf ein. Ein abwechslungsreiches Programm bietet Kurzvorträge an den Ständen, Verkostungen und Mitmach-Angebote sowie Live-Musik der Darmstädter Liedermacherin Julakim. Ob Saisontabellen, Wegweiser durch den Label-Dschungel, Lebensmittelrettung, faire Kleidung, ökologischer Honig, Wein, Urban Gardening oder ein bio-regio-faires Probiercafé – die Angebote der Sommermesse haben eines gemeinsam: sie sind alle nachhaltig, ökologisch und fair. Im Zentrum stehen also stets menschwürdige Arbeits- und Produktionsbedingungen, gerechte Entlohnung und ein Wirtschaften im Einklang mit der Natur. Entdecken Sie Alternativen für verantwortungsbewussten Konsum und lassen Sie informieren über Möglichkeiten, nachhaltig aktiv zu werden!

Weitere Infos:
>> Bio-regio-faire Sommermesse [23]

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INFO-STAND (Kennenlernen & Austausch):
Fr., 22.06. (10h) – So., 24.06.18 (17h), Frankfurt/M.

EPN Hessen-Infostand für Kennenlernen & Austausch auf dem 13. Afrikanischen Kulturfest (22.-24.06.) [24]

In festlicher Stimmung ins Gespräch kommen, Ideen und Projekte austauschen!

Das 13. Afrikanische Kulturfest im Rebstockpark dient als Plattform für vielfältige Begegnungen zwischen Menschen, die sich für Themen um den afrikanischen Kontinent und globale Zusammenhänge interessieren. Am Infostand des EPN Hessen wird das Eine Welt-PromotorInnen-Programm in Hessen mit seinen verschiedenen Eine Welt-Themen von den FachpromotorInnen durch persönliche Kontakte vor Ort vorgestellt. Mit der Präsenz möchten wir Vernetzung und Austausch mit konkreten Planungen und Projektideen verbinden. Ferner werden wir das EPN Hessen und seine Mitglieder vorstellen und auf aktuelle Aktivitäten hinweisen.

Wir freuen uns, Sie alle an unserem Stand kennen zu lernen!

Afrika Kulturprojekte e.V. als Organisator erwartet auch in diesem Jahr tausende BesucherInnen. Neben vielen musikalischen Darbietungen versteht sich das Fest mit seinem Afrika-Forum als eine politische Veranstaltung. Im Forum werden durch viele kooperierende Vereine der Neokolonialismus in Afrika, die Ursachen von Flucht, Rassismus und dem Fall um Oury Jalloh thematisiert.´

EPN Hessen-Mitgliedsorganisationen sind herzlich eingeladen am Stand dabei zu sein oder Flyer auszulegen (Bitte bis zum 15.06.2018 in der EPN Hessen-Geschäftsstelle melden unter: info[at]epn-hessen.de [3])

Weitere Infos:
>> Afrikanisches Kulturfest 2018 [25]
>> Hessisches Eine Welt-PromotorInnen-Programm [26]

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Nachlese: Vernetzungstreffen der Fairtrade-Kommunen und -Kreise in Bad Nauheim

Fair handeln in der Kommune – die Kampagne Fairtrade-Towns von TransFair e.V. bietet Gemeinden eine Möglichkeit, den fairen Handel auf kommunaler Ebene gezielt zu fördern. In Hessen erfüllen derzeit rund 50 Kommunen und Kreise die fünf Kriterien und ca. 20 weitere haben sich auf den Weg zur Auszeichnung gemacht. Am 19. April 2018 fand nun in Bad Nauheim das dritte Vernetzungstreffen der hessischen Fairtrade-Towns statt. Rund 70 VertreterInnen aus 35 Kommunen/Kreisen nutzten das Treffen, um sich auszutauschen und zu informieren.

Der Tag startete mit der Begrüßung durch Bürgermeister Klaus Kreß und Eine Welt-Fachpromotorin Maria Tech sowie durch die Moderatorin Brigitta Nell-Düvel. Im Anschluss gab Lisa Herrmann von TransFair e.V. Einblicke in das Engagement der Fairtrade-Towns, Wirkungen des Fairen Handels und die Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele. Eine Auswahl aus der Vielfalt von gelungenen Aktionen zeigten die Praxisbeispiele anschaulich auf: vom Kochbuchprojekt (Bad Nauheim) über faire Fußbälle (Groß-Umstadt) und faire Beschaffung (Gießen) bis hin zum Bildungsmaterial „BiWiNa SDG-Klötze“. Anschließend gab es im Rahmen eines ‚Erfahrungsaustauschs in Bewegung‘ die Möglichkeit untereinander ins Gespräch zu kommen, sich zu vernetzen und Infoständen zu besuchen. Am Nachmittag boten drei parallele Workshops zu den Themen „Öffentlichkeitwirksame Aktionen umsetzen“, „Nachhaltige Beschaffung“ und „Bildungsarbeit für Fairen Handel“ Gelegenheit sich zu informieren und auszutauschen.

Das große Interesse an Vernetzung und Austausch unter den hessischen Fairtrade-Kommunen und -Kreisen zeigte sich auch beim dritten Vernetzungstreffen wieder deutlich.

Es luden nach Bad Nauheim ein: Fairtrade-Stadt Bad Nauheim, die Eine Welt-Promotorin für Fairen Handel und nachhaltige Beschaffung des EPN Hessen, TransFair e.V., der Hessische Städtetag und der Hessische Städte- und Gemeindebund.

Im nächsten Jahr wird das Treffen voraussichtlich in Hofheim am Taunus stattfinden.

Sie möchten Fairtrade-Kommune oder -Kreis werden? Oder als Steuerungsgruppe weitere Aktivitäten und Aktionen planen? Beratung und Unterstützung rund um Fairtrade-Towns und zum Fairen Handel sowie einen Newsletter für Faitrade-Towns-Aktive bietet Maria Tech, Fachpromotorin für Fairen Handel und nachhaltige Beschaffung: maria.tech[at]epn-hessen.de [27].


Weitere Infos:
>> Ausführliche Dokumentation zum Vernetzungstreffen (PDF) [28]
>> Einladung und Programm [29]
>> Webseite der Kampagne Fairtrade-Towns [30]

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Hessen kauft fair? Die Diskussion um das hessische Vergabegesetz ist wieder eröffnet

Der öffentliche Einkauf entspricht mindestens 16 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und ist somit ein wirksamer Hebel, um eine ökologisch und sozial verantwortungsvolle Produktion voranzubringen. Das seit 2015 gültige hessische Vergabegesetz regelt den öffentlichen Einkauf und beinhaltet auch Vorgaben zu sozialen und ökologischen Kriterien – welche aber aus Sicht des EPN Hessen noch deutlich ausbaufähig sind.

Dies findet auch die Fraktion DIE LINKE und hat nun erneut einen Entwurf für ein neues hessisches Vergabegesetz eingebracht. Sie möchte damit u.a. die Diskussion über Fehler und Potenziale der aktuellen Regelungen anstoßen. Die Fraktion fordert neben der Haftung eines Generalunternehmers für seine Subunternehmer und effektiveren Kontrollen u.a. die Beachtung der ILO-Kernarbeitsnormen.

Bei der ersten Lesung im Hessischen Landtag am 21.03.2018 debattierten die Fraktionen den Gesetzentwurf. Der Fraktionsvertreter der FDP lehnte ILO-Kernarbeitsnormen mit der Begründung ab, dass es nicht möglich sei, den Nachweis hierfür zu erbringen oder die Einhaltung zu kontrollieren. Bei den folgenden RednerInnen der Grünen, der SPD und der CDU spielten die ILO-Kernarbeitsnormen bedauernswerterweise gar keine Rolle.

Die Relevanz einer solchen Regelung zu grundlegenden Sozialstandards muss offensichtlich noch mehr ins Bewusstsein rücken. Ausbeuterische Arbeitsbedingungen oder Kinderarbeit sind bei einer Reihe von Produktgruppen – wie z.B. Arbeitskleidung, bestimmten Lebensmitteln, Holzprodukten oder IT-Produkten – aus ‚Risikoländern‘ eher die Regel als die Ausnahme. Fakt ist auch, dass es in vielen Produktgruppen bereits glaubwürdige Gütezeichen mit unabhängigen Kontrollen gibt. Gleichzeitig ist die Forderung von Nachweisen ein wichtiges Zeichen an den Markt, die eigene Lieferkette zu analysieren und Maßnahmen in Richtung der Einhaltung von Arbeitsrechten zu ergreifen. Die Nachfrage nach nachhaltigen Produkten führt hier über kurz oder lang auch zu einem entsprechenden Angebot, wie einige Beispiele zeigen.

In sieben anderen Bundesländern ist die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen bereits geregelt. Auch in Hessen sollte die aktuell zu eng gefasste Formulierung (Beschränkung auf „fair gehandelte Produkte“) zugunsten einer Ermöglichung bzw. Forderung der Berücksichtigung der ILO-Kernarbeitsnormen verändert werden. Die aktuelle Gesetzesfassung beschränkt Landesbeschaffungsstellen und Kommunen, die in ihrem Einkauf grundlegende Sozialstandards berücksichtigen wollen und blockiert aufgrund fehlender Rechtssicherheit Bestrebungen in diese Richtung.

Darum ist der Vorstoß, die ILO-Kernarbeitsnormen in ein hessisches Vergabegesetz aufzunehmen, aus zivilgesellschaftlicher Perspektive sehr zu begrüßen. Der Gesetzentwurf wurde zunächst an den Ausschuss für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung verwiesen, der eine öffentliche Anhörung für den 9. August 2018 angesetzt hat. Die Fachpromotorin Maria Tech wird für das EPN Hessen daran teilnehmen. Eine Diskussion über das hessische Vergabegesetz ist damit wieder angestoßen und es bleibt spannend, was die anstehende Gesetzes-Evaluierung ergibt und ob die eventuelle Überarbeitung zum Schutz von Arbeitsrechten und Umwelt beiträgt.


Weitere Infos:
>> Pressemitteilung der Fraktion DIE LINKE (21. März 2018) [31]
>> Gesetzentwurf der Fraktion DIE LINKE (PDF) [32]
>> Hessisches Vergabegesetz 2015 (PDF) [33]
>> Stellungnahme des EPN Hessen e.V. zu den Gesetzentwürfen 2014 (PDF) [34]
>> EPN Hessen-Webseite zur öffentlichen Beschaffung in Hessen [35]
>> agl-Positionspapier „Menschen- und Arbeitsrechte schützen“ (PDF) [36]

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Weg frei für das Verbot von Grabsteinen aus Kinderarbeit auf hessischen Friedhöfen

Hessische Kommunen dürfen bald Grabmäler aus Kinderarbeit verbieten. Nachdem das Bundesverwaltungsgericht 2013 urteilte, dass kommunale Regelungen hierzu nur bei entsprechender Gesetzesgrundlage auf Länderebene gelten, will die Landesregierung diese Voraussetzung nun endlich schaffen. Dazu soll das Friedhofs- und Bestattungsgesetz reformiert werden – ein entsprechender Entwurf wurde am 20.03.2018 im Landtag in erster Lesung beraten.

Konkret wird Bezug genommen auf das Verbot und die Beseitigung der schlimmsten Formen der Kinderarbeit laut Konvention Nr. 182 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Damit schafft das Land Rechtssicherheit für Kommunen, die in ihren Friedhofssatzungen das Verbot von Grabsteinen aus ausbeuterischer Kinderarbeit aufnehmen wollen. Der Nachweis kann erfolgen durch die Vorlage von Gütesiegeln (z.B. von Fair Stone und Xertifix), Bietererklärungen oder Dokumentationen, dass die Grabsteine ausschließlich in EU-Ländern, EU-Vertragsstaaten oder der Schweiz hergestellt wurden.
Dieser Schritt ist angesichts der Zustände in vielen Steinbrüchen sehr zu begrüßen. Weltweit arbeiten hunderttausende Kinder in Steinbrüchen, u.a. in Indien, Vietnam und den Philippinen. Schätzungen zufolge stammen mindestens 50 Prozent der Grabsteine auf heimischen Friedhöfen aus Indien.

In der Mehrzahl der Bundesländer gibt es bereits vergaberechtliche Regelungen, die auf die ILO-Kernarbeitsnormen Bezug nehmen. Im hessischen Vergaberecht fehlt dieser Verweis, was Landesbeschaffungsstellen und Kommunen, die in ihrem Einkauf solche Kriterien einbeziehen wollen, aufgrund fehlender Rechtssicherheit vor Probleme stellt. Mit der Reform des Friedhofs- und Bestattungsgesetzes wird hier ein Schritt in die richtige Richtung getan. Doch auch bei anderen Produkten (z.B. Textilien, IT-Geräte oder Lebensmittel) werden in der Herstellung grundlegende Sozialstandards verletzt. EPN Hessen fordert daher, dass das hessische Vergaberecht die Berücksichtigung der ILO-Kernarbeitsnormen für weitere Produktgruppen ermöglicht. Grundlegende Sozialstandards sollten bei allen Beschaffungsvorgängen öffentlicher Träger, sowohl jener des Landes als auch der Kommunen, berücksichtigt werden.

Weitere Infos:
>> Gesetzentwurf zur Änderung des Friedhofs- und Bestattungsgesetzes (PDF) [37]
>> Faltblatt „Marmor, Granit & Co.: Was ist wichtig beim Natursteinkauf?” [38]
>> Kampagne Aktiv gegen Kinderarbeit – Schwerpunkt Grabsteine [39]
>> agl-Positionspapier „Menschen- und Arbeitsrechte schützen“ (PDF) [36]

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Politische Rahmenbedingungen zivilgesellschaftlicher Entwicklungspolitik – auf Landes- und Bundesebene

↓ Leitlinien zur Entwicklungszusammenarbeit der Hessischen Landesregierung verabschiedet
↓ Knackpunkte des GroKo-Koalitionsvertrag aus entwicklungspolitischer Sicht

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Leitlinien zur Entwicklungszusammenarbeit der Hessischen Landesregierung verabschiedet

Nachdem die neuen entwicklungspolitischen Leitlinien der Landesregierung schon vor längerer Zeit im Kabinett beschlossen worden waren, wurden sie nun am 15. Mai im Rahmen einer Pressekonferenz im Wiesbadener Landtag auch offiziell der Öffentlichkeit präsentiert.

EPN Hessen hat sich in der bereits seit 2012 andauernden Diskussion stark eingebracht und begrüßt die Verabschiedung der aktuellen Leitlinien der Landesregierung, in denen Entwicklungszusammenarbeit als Querschnittsaufgabe der Landesregierung begriffen wird.

Nun geht es darum, dass die vom Kabinett beschlossenen Leitlinien der Landesregierung zeitnah und mit Beteiligung der Zivilgesellschaft weiterentwickelt und in konkreten Schritten umgesetzt werden und wir hoffen, dass sie schließlich auch vom Hessischen Landtag als Leitlinien des Land verabschiedet werden.

Positiv stimmt, dass die Landesregierung mit den vorliegenden Leitlinien Absicht bekunden das bürgerschaftliche Engagement der entwicklungspolitisch aktiven Zivilgesellschaft zu stärken und ihre Rolle demgegenüber eher als eine komplementäre versteht. Sie verpflichtet sich der Partnerschaftsarbeit auf „Augenhöhe“, welche wohl nicht vorausgesetzt werden kann sondern erarbeitet werden muss. Auch eine stärkere Berücksichtigung der Expertise von migrantisch-diasporischen AkteurInnen wird angestrebt. Die Landesregierung unterstreicht ihre Orientierung an Nachhaltigkeit, der Agenda 2030 und den global nachhaltigen Entwicklungszielen (SDG), spricht sich für die Verankerung des Globalen Lernen Lernens in formaler wie informeller Bildung aus und benennt neben Krieg auch wirtschaftliche Not als Fluchtgrund. Dies, wie auch der Anspruch Globalisierungsprozesse vor Ort gerechter zu gestalten und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen, sind angesichts von Politikverdrossenheit und gesellschaftlicher Polarisierung wichtige Signale. Positiv ist auch, dass der weitere Ausbau des zivilgesellschaftlich getragenen Eine Welt-PromotorInnen-Programms an verschiedenen Orten in Hessen befürwortet wird, um Wissen und Kompetenzvermittlung zur Umsetzung der Agenda 2030 zu fördern. Aus Sicht des Landesnetzwerks würde sich auch eine finanzielle Beteiligung mehrere Ressorts am PromotorInnen-Programm wunderbar als konkreter konzeptioneller Rahmen einer stärkeren entwicklungspolitischen Zusammenarbeit – sowohl ressortübergreifend wie auch zwischen Land und Zivilgesellschaft – bieten.

Nun gilt es, die Leitlinien auch in allen Ressorts und strategischen Prozessen des Landes zur Anwendung zu bringen und die Politik aller Ressorts an ihren Ansprüchen zu prüfen. Dies gilt ebenso für die anstehende Überarbeitung des Vergabegesetztes als auch für die Anpassung der Hessischen Nachhaltigkeitsstrategie an den Zielhorizont der SDG. Verbesserungswürdig wäre hier z.B. dass es für Indikatoren für Ziel 17 Umsetzungsmittel für die Agenda 2030 und globale Partnerschaften keinen verbindlichen Zielindikator gibt, in dem sich z.B. die Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements abbildet und dazu Anreize gesetzt werden.

Um Entwicklungszusammenarbeit als Querschnittsaufgabe zu verankern, ist eine stärkere ressortübergreifende Zusammenarbeit vorgesehen, wozu ein eigener Arbeitskreis EZ der Ressorts konstituiert werden soll. Dieser Arbeitskreis soll dann beraten werden durch einen ebenfalls noch zu gründenden Beirat. Diesem Fachbeirat „kommt die Aufgabe zu, die Landesregierung bei Grundsatzfragen der Entwicklungszusammenarbeit zu beraten und damit das umfangreiche Know-How der zahlreichen Stakeholder in die hessische Entwicklungszusammenarbeit und letztlich auch in die Umsetzung der vorliegenden Leitlinien einzubringen.“ Er soll außerdem als Forum und als Runder Tisch für Austausch und Vernetzung zwischen den unterschiedlichsten AkteurInnen dienen und pluralistische besetzt werden. Neben hessischen Initiativen und Organisationen im Landesnetzwerk sollen auch Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen, Wirtschaft, Hochschulen, Kirchen sowie Migranten- und Diasporaorganisationen sowie Institutionen wie GIZ und KfW beteiligt werden.

Wir hoffen sehr, dass die geplanten Gremien wie Arbeitskreis und Beirat zeitnah mit der Arbeit beginnen können und das Thema Entwicklungspolitik und Entwicklungszusammenarbeit, im Sinne der Agenda 2030 als globale Strukturpolitik verstanden, in den kommenden Jahren eine zentralere Bedeutung in Hessen zukommt.


Weitere Infos:
>> Leitlinien zur Entwicklungszusammenarbeit der Hessischen Landesregierung (PDF) [40]

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Knackpunkte des GroKo-Koalitionsvertrag aus entwicklungspolitischer Sicht

Der Koalitionsvertrag der GroKo zur 19. Legislaturperiode verspricht einen neuen Aufbruch für Europa sowie eine neue Dynamik und einen neuen Zusammenhalt für die Bundesrepublik. Wie aber sieht es aus mit dem Anspruch auf große Transformation und der Umsetzung der global nachhaltigen Entwicklungsziele (SDG)? Und wie mit globalem Zusammenhalt und Solidarität? In diesem Artikel haben wir einige Aspekte einer genaueren Sichtung unterzogen.

Widerspruch 1) Globale nachhaltige Entwicklung – Querschnittsaufgabe ohne systematische Verankerung
Die Koalitionsparteien bekennen sich zur Agenda 2030 mit ihren 17 Nachhaltigkeitszielen sowie zur Förderung nachhaltiger Entwicklung als Richtschnur deutscher Politik. Sie bekräftigen die entwicklungspolitischen Zusagen der G7 und G20 Gipfel, sowie zum Pariser Klimaabkommen. Aber obwohl die Themen der Agenda 2030 z.B. soziale Ziele in den Bereichen Armut, Hunger, Gesundheit, Bildung, gute Arbeit, Ungleichheiten verringern, formuliert hat kommen Kapitel wie jene zu Bildung, Arbeit, sozialer Sicherheit oder zu lebenswerten Städte ganz ohne entsprechende Bezugnahme aus. Erst im Kapitel 11 zu Ressourcen und Umweltschutz wird erneut betont, dass die Bundespolitik dem Prinzip der Nachhaltigkeit und entsprechenden subventionspolitischen Leitlinien folgen soll. Die Benennung konkreter Schritte zur Einhaltung der klimapolitischen Zusagen bis 2020, etwa durch Ausstieg aus der Kohle oder zur zukünftigen CO2-Bepreisung wird gleichwohl vermieden.
Im Kapitel 12 „Deutschlands Verantwortung für Frieden, Freiheit und Sicherheit in der Welt“, finden sich viele positive Aussagen, so wird etwa der Anspruch auf eine gerechte Gestaltung der Globalisierung in Sinne der Agenda 2030 postuliert oder auf Seite 104 dezidiert betont ,,Wir wollen Fluchtursachen bekämpfen, nicht die Flüchtlinge […].“ Gleichzeitig gibt es aber auch einige widersprüchliche und problematische Positionen.

Widerspruch 2) Problematische Verortung entwicklungspolitischer und humanitärer Anliegen innerhalb Sicherheits- und Verteidigungspolitischer Vorgaben – womit ihnen die Unterordnung und Vereinnahmung droht.
Dies drückt sich auch darin aus, dass zukünftig die Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit im Verhältnis 1:1 an Ausgaben der Verteidigungspolitik gekoppelt und damit mehr Mittel für die EZ bereit gestellt werden sollen. Sich über diese Regelung zu freuen, würde nicht nur bedeuten, den Ist-Zustand des ohnehin schon sehr großen Verteidigungsetats implizit anzuerkennen und dessen weiteres Anwachsen als Geldsegen der Entwicklungszusammenarbeit zu feiern. Es würde auch eine inhaltlich nicht zu begründende Verknüpfung von Rüstungs- und Militärausgaben mit den Zielen der nachhaltigen Entwicklung akzeptieren. Wünschenswert wären stattdessen klare Aussagen dazu gewesen, wie die ODA-Mittel (Ziel ist 7% BIP für EZ) und insbesondere die Stärkung von Humanitärer Hilfe und ziviler Krisenprävention zeitnah erreicht werden können. Etwa Hinblick auf eine restriktivere Rüstungspolitik, welche von der neuen Bundesregierung im Koalitionsvertrag angestrebt wird. Entwicklungszusammenarbeit muss als eigenständiges Politikfeld wahrgenommen und unabhängig von anderen Ressorts mit den benötigten Mittel und Gelder versorgt werden.

Widerspruch 3) Globale Verantwortung entlang geschlossener Grenzen?
Einerseits bekennt sich die GroKo zum Grundrecht auf Asyl, zur Genfer Flüchtlingskonvention, zur UN Kinderrechts- und zur Europäischen Menschenrechtskonvention, kündigt die Einrichtung einer Bundestagskommission zu Fluchtursachen an, bekennt sich zu Abrüstung und zur Einschränkung von Rüstungsexporten an Staaten, die sich am Jemen-Krieg beteiligen. Andererseits soll FRONTEX zu einer echten Grenzschutzpolizei ausgebaut und die EU-Außengrenzen noch stärker kontrolliert werden. Eine Zuwanderungsgrenze von jährlich 180 000 bis 220 000 Menschen wird festgelegt, härtere Zuwanderungsgesetze werden angekündigt und die Liste der „sicheren Herkunftsstaaten“ erweitert und trotz gänzlich überforderter Aufnahmekapazitäten etwa in Italien oder Griechenland an der Zuständigkeit des Ersteinreiselandes festhalten. Begründet wird all dies mit der angeblich strapazierten `Integrationsfähigkeit´ der Gesellschaft in Deutschland. Und wieder wird der Rechtsruck weiter normalisiert.

Dynamik und Zusammenhalt durch Stärkung der Zivilgesellschaft
Positiv stimmt die klare Positionierung „gegen die zunehmende und gezielte Einschränkung
von Zivilgesellschaften („Shrinking Spaces“), die sich für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit
und die Einhaltung der Menschenrechte einsetzen“. Wichtig ist hierbei allerdings, dass dieses Thema, welches durchaus auch innerhalb der BRD zunehmend relevanter wird, auch im Falle des Konfliktes mit anderen außen- oder wirtschaftspolitischen Interessen, von der Bundesregierung konsequent vertreten wird. Nicht nur in der Entwicklungszusammenarbeit wird die Bedeutung und stärkere Einbeziehung nicht-staatlicher AkteurInnen betont. Innerhalb der BRD soll Zivilgesellschaftliches Engagement und Ehrenamt gestärkt, unterstützt und durch Entbürokratisierung bestehender Regelungen entlastet werden. Das Gemeinnützigkeitsrecht soll verbessert und Ehrenamtliche sollen steuerlich entlastet werden. Auch Jugendmigrationsdienste sowie Beteiligungschancen für Migrantenorganisationen sollen gestärkt werden. Wir freuen uns über dies beabsichtigte Stärkung demokratischer Strukturen harren gespannt ihrer Konkretisierung.


Weitere Infos:
>> Koalitionsvertrag – 19. Legislaturperiode (PDF | 8,5 MB) [41]
>> VENRO-Stellungnahme zum Koalitionsvertrag 2018 (PDF) [42]
>> welt-sichten-Artikel: „Koalitionsvertrag. Im Zweifel für die Sicherheit“ [43]

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Fashion needs Revolution! – Ausbeutung und Menschenrechtsverletzungen in der Textilindustrie

Menschenunwürdige Arbeits- und Produktionsbedingungen kennzeichnen die globale Textilindustrie in allen Bereichen der außergewöhnlich langen globalen Produktions- und Lieferkette. Durch zahlreiche Unfälle und Unglücke in den vergangenen Jahren in Textilfabriken vor allem in Ländern des globalen Südens sind die katastrophalen Zustände in der Textilindustrie weltweit zwar zunehmend in den Blick der Öffentlichkeit geraten – jedoch, an den menschen- und arbeitsrechtlichen Bedingungen hat sich wenig verändert. Und auch wenn das Bewusstsein für einen sozialverträglichen und nachhaltigen Einkauf auch in den Ländern des globalen Nordens dadurch teilweise zugenommen hat, so steht dem gegenüber gleichzeitig eine omnipräsente und sehr wirkmächtige Industrie-, Werbe- und Konsumkultur von „Fast Fashion“. Mit verheerenden Folgen, denn die billigen, schicken „Wegwerfklamotten“, wie sie beispielsweise auf der Frankfurter Zeil verkauft werden, werden weiterhin unter menschenrechtswidrigen Konditionen in Ländern des globalen Südens hergestellt. Und auch im Rahmen sowohl nationaler Gerichtsbarkeit als auch internationaler Menschenrechtsinstrumente werden die großen Textilkonzerne kaum zur Verantwortung gezogen. Die Entwicklungen und Debatten zu weltweiter Unternehmensverantwortung sowie auch zum Thema Wirtschaft und Menschenrechte gehen nur schleppend voran, und werden dabei auch immer wieder (nicht nur) seitens der verantwortlichen Großkonzerne ausgebremst.

„Kleider machen Leute“ – aber wer macht unsere Kleidung? Wir kaufen heute durchschnittlich elfmal mehr Kleidung als noch vor 20 Jahren, während die Ausgaben für Kleidung in der Summe kaum gestiegen sind. Ermöglicht wird dies durch menschenunwürdige und umweltschädliche Arbeits- und Produktionsbedingungen in der globalen Textilindustrie. Überlange Arbeitszeiten, ungenügender Arbeits- und Gesundheitsschutz, niedrige Löhne und Verhinderung gewerkschaftlicher Organisation sind in den Textilfabriken Bangladeschs und anderen Ländern des globalen Südens an der Tagesordnung.

Und auch die Sicherheit am Arbeitsplatz in den Textilfabriken ist nicht gewährleistet: Mangelnde Sicherheitsvorkehrungen waren der Grund für den Einsturz des Gebäudekomplexes Rana Plaza in Bangladesch, bei dem mehr als 1.100 Menschen getötet und viele weitere schwer verletzt wurden. Und auch fünf Jahre nach Rana Plaza – einem der größten Unglücke in der Geschichte der internationalen Textilindustrie – sind Arbeitsdruck, ausbeuterische Arbeitsbedingungen, lebensgefährliche Arbeitsplätze und viel zu niedrige Arbeitslöhne noch immer nicht Geschichte, sondern hochaktuell und ein menschenrechtlicher Skandal. Nach der Katastrophe – wie auch schon davor – forderten viele zivilgesellschaftliche Verbände und Initiativen weltweit bessere Arbeitsbedingungen und verbindliche Unternehmensverantwortung in der Textilindustrie. Und es gibt nach wie vor viel zu tun auf dem Weg zu einer verantwortungsvollen Textilherstellung. Der 24. April – der Tag, an dem das Rana Plaza-Fabrikgebäude einstürzte – ist dabei nicht nur Gedenktag an die Opfer des Einsturzes, sondern auch zum Symbol dafür geworden, dass das Thema Textilien und Mode in jeder Hinsicht einer Revolution bedarf. 2018 jährt sich dieser Tag nun zum fünften Mal, und auch dieses Jahr fanden in diesem Rahmen weltweit wieder zahlreiche Veranstaltungen statt, die in vielfältigen Formen dem Unglück gedachten und mahnten: „Fashion needs a revolution!“

Aus diesem Anlass fand in Darmstadt dieses Jahr die „Fashion Revolution Week“ statt, organisiert von der hessischen Eine Welt-Promotorin für Fairen Handel und nachhaltige Beschaffung in Kooperation mit zahlreichen Initiativen wie Attac Darmstadt, DGB Jugend, Greenpeace Darmstadt, die Hochschulgruppe Nachhaltigkeit, st I:NE der Hochschule Darmstadt, der Weltladen Darmstadt, die Werkstatt Globales Lernen und die Verdi Jugend. Die Aktionswoche machte mit Vorträgen, Filmabend und Straßenaktionen auf die Missstände in der Bekleidungsindustrie aufmerksam und mahnte so zur Fashion Revolution an. Zudem wurden im Rahmen der verschiedenen Veranstaltungen unter dem Motto: „Sei neugierig – komm vorbei – werde aktiv!“ auch Möglichkeiten des nachhaltigen Einkaufs, des Fairen Handels und weitere Handlungsalternativen aufgezeigt.
Das Entwicklungspolitische Netzwerk Hessen und das hessische Eine Welt-PromotorInnen-Programm engagieren sich seit Jahren im Themenbereich Menschen- und Arbeitsrechte in der internationalen Textilproduktion, über aktuelle menschenrechtliche Debatten und Entwicklungen berichten wir regelmäßig in unserem Newsletter (s. zum Beispiel in der Newsletterausgabe 03/15 [44] oder 03/16 [45]).


Weitere Infos:
>> FEMNET: Nie wieder Rana Plaza! Fünf Jahre nach der Katastrophe [46]
>> Flyer zur Darmstädter Aktionswoche „Fashion Revolution Week“ (PDF) [47]
>> Webseite zur Darmstädter Aktionswoche „Fashion Revolution Week“ [48]
>> FR-Artikel zur „Fashion Revolution Week“ in Darmstadt [49]
>> Fashion Revolution auf www.fashionrevolution.org [50]
(Im Rahmen der Initiative Fashion Revolution beteiligen sich Menschen aus mehr als 68 Ländern mit Veranstaltungen, Flashmobs, Workshops und einer weltweiten Selfie-Kampagne.)

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Materialien

↓ Welthaus Bielefeld: „Neues Datenblatt Entwicklungspolitik“
↓ DEAB: Faltblätter zu stereotypen Bildern und Sprachgebrauch in der Eine Welt-Arbeit
↓ Stiftung Mitarbeit: „Ratgeber für wirkungsvolle Kampagnenführung“
↓ Forum Fairer Handel: Broschüre „Fokus faire und ökologische Kleidung“
↓ CorA-Netzwerk: Menschenrechtliches Anforderungspapier an die öffentliche Beschaffung
↓ iz3w-Ausgabe 366: Arbeitsrechte – Ein permanenter Kampf

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Welthaus Bielefeld: „Neues Datenblatt Entwicklungspolitik“

Im Mai diesen Jahres hat das Welthaus Bielefeld sein regelmäßig erscheinendes „Datenblatt Entwicklungspolitik” in der aktuellen Fassung I-2018 veröffentlicht. Auf sechs Seiten werden hier die neusten statistischen Daten über weltweite Entwicklungen auf übersichtliche Weise verfügbar gemacht. Es soll LehrerInnen, ErwachsenenbildnerInnen, JournalistInnen etc. dabei unterstützen, Veröffentlichungen, Vorträge und Veranstaltungen mit empirischen Daten zu unterfüttern oder Angaben aus Schulbüchern zu aktualisieren. Statistik und Daten ersetzen keine Theoriebildung, keine Positionsbestimmung und keine Bereitschaft zum entwicklungspolitischen Engagement – sie können aber helfen, Wissen und strategische Überlegungen auf eine empirische Basis zu stellen.
Aktualisiert in dieser Ausgabe gegenüber II-2017 sind statistische Angaben zu Lebenserwartung, Hunger, Kindersterblichkeit, Schulbesuch, Wirtschaftskraft und Entwicklungszusammenarbeit. Der entwicklungspolitische Bezugsrahmen für alle statistischen Angaben ist seit Herbst 2015 die nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) der Vereinten Nationen.

Das Datenblatt steht kostenlos zum Download zur Verfügung.

Weitere Infos:
>> Datenblatt Entwicklungspolitik I-2018 (PDF) [51]
>> Lernplattform Nachhaltige Entwicklungsziele [52]

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DEAB: Faltblätter zu stereotypen Bildern und Sprachgebrauch in der Eine Welt-Arbeit

Bilder und Begriffe sind nicht immer so neutral, wie wir glauben. Oft sind jene Worte und Bilder, die wir in der Eine Welt-Arbeit für Menschen, Gruppen und Länder verwenden stark geprägt von inneren Bildern. Dadurch kommt es auch vor, dass in Publikationen und im Umgang miteinander Bilder und Begriffe benutzt werden, die sehr problematisch sind, weil sie in der Geschichte mit rassistischer Diskriminierung und kolonialer Unterdrückung in Verbindung stehen. Zum Tag gegen Rassismus am 21.03.2018 hat der Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg (DEAB) deshalb Infoblätter zum Thema “Stereotype Bilder und problematischer Sprachgebrauch in der Eine Welt-Arbeit” veröffentlicht, die sich speziell an entwicklungspolitische AkteurInnen richten. Die Faltblätter sind als Denk- und Diskussionsanstoß für die kritische Auseinandersetzung mit unseren inneren Brillen in der Entwicklungspolitik gedacht.

Die Faltblätter stehen kostenlos zum Download zur Verfügung.

Weitere Infos:
>> Flyer: „Von Bildern, Botschaften und Brillen“ (PDF) [53]
>> Literaturliste zum Weiterlesen: „Diversitätsbewusste Bilder und Sprache“ [54]

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Stiftung Mitarbeit: „Ratgeber für wirkungsvolle Kampagnenführung“

Im Zusammenschluss zu NGOs und Initiativen wollen Menschen etwas erreichen und bewirken. Kampagnen und Aktionen sind dabei eine mögliche Form der Praxis politischen und bürgerschaftlichen Engagements. Egal wie »klein« oder »groß« eine Kampagne jedoch ist: alle brauchen ein Mindestmaß an Planung, Organisation und Ideen. Doch was macht eine gute Kampagne aus? Und wie werden wir als Initiative überhaupt kampagnen- und strategiefähig? Die neue Publikation „Engagement in Aktion – Ratgeber für wirkungsvolle Kampagnenführung“ der Stiftung Mitarbeit in Kooperation mit der Bewegungsstiftung zeigt praxisnahe Wege zur erfolgreichen Kampagnenarbeit auf.

Die Druckversion des Ratgebers ist auf der Homepage der Stiftung Mitarbeit für einen Preis von 12 Euro bestellbar.

Weitere Infos:
>> Engagement in Aktion – Ratgeber für wirkungsvolle Kampagnenführung [55]

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Forum Fairer Handel: Broschüre „Fokus faire und ökologische Kleidung“

Anlässlich des fünften Jahrestages der Katastrophe von Rana Plaza – bei der durch den Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesch mehr als 1100 Menschen starben – gibt das Forum Fairer Handel die Broschüre “Fokus faire und ökologische Kleidung” heraus. Welche negativen sozialen und ökologischen Auswirkungen hat die “Fast Fashion”? Warum ist der Weg zu fair gehandelter Mode so beschwerlich? Und auf welche Zeichen und Siegel sollten KonsumentInnen im Hinblick auf faire und ökologische Kleidung achten? Diese Broschüre gibt dazu einen Überblick aus Fair-Handels-Sicht – darüber hinaus werden Bündnisse und Kampagnen im Textilbereich vorgestellt.

Die Broschüre steht kostenlos zum Download zur Verfügung – und kann auf der Homepage des Forums Fairer Handel auch bestellt werden.

Weitere Infos:
>> Fokus Faire und ökologische Kleidung – Überblick aus Fair-Handels-Sicht (PDF) [56]
>> Mehr Informationen zum Thema „Saubere Kleidung“ gibt es unter anderem auch auf der Homepage der Kampagne für Saubere Kleidung [57]

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CorA-Netzwerk: Menschenrechtliches Anforderungspapier an die öffentliche Beschaffung

Die öffentliche Hand trägt eine besondere Verantwortung für die Wahrung der Menschenrechte im Rahmen ihrer Beschaffungen. Im Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) kündigte die Bundesregierung einen Stufenplan an, wie verbindliche Mindestanforderungen im Bereich Menschenrechte im Vergaberecht festgeschrieben werden können, die von teilnehmenden Unternehmen die Einhaltung menschenrechtlicher Sorgfalt einfordern. Wie dieser Stufenplan aussehen soll, liegt allerdings noch im Dunkeln. Das CorA-Netzwerk skizziert nun in einem Anforderungspapier, wie konkrete nächste Schritte aussehen sollten, um menschenrechtlichen Anforderungen bei der öffentlichen Auftragsvergabe stärker nachzukommen.
Bei der CorA-Frühjahrstagung im April sollen diese Punkte mit politischen Entscheidungsträger*innen diskutiert werden. Zudem soll anhand von Beispielen analysiert werden, inwieweit die Bundesregierung und ihre Behörden die Spielräume der Vergaberechtsreform nutzen und sozial verantwortlich beschaffen.

Das Anforderungspapier kann kostenlos heruntergeladen werden.

Weitere Infos:
>> CorA-Netzwerk: Anforderungen an eine sozial verantwortliche öffentliche Beschaffung (PDF) [58]
>> CorA-Netzwerk: Save the Date: CorA-Frühjahrstagung zur nachhaltigen Beschaffung der Bundesregierung am 16.04.2018 in Berlin (PDF) [59]

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iz3w-Ausgabe 366: „Arbeitsrechte – Ein permanenter Kampf“

Arbeitsrechte sind so genannte „harte“ Rechte, denn sie sind existenziell: Wenn sie fehlen, geht es an die Substanz. Arbeitsrechte resultieren nicht automatisch aus guten Gewinnen der UnternehmerInnen. Vielmehr müssen sie dem Kapital und dem Staat in mühsamen Auseinandersetzungen abgetrotzt werden.
Es sind vor allem die reichen Länder dieser Welt, bei denen der Internationale Gewerkschaftsbund die Anerkennung wenigstens der grundlegenden Arbeitsrechte konstatiert. Deutlich schwieriger umzusetzen sind sie hingegen in den Ländern des Globalen Südens. Der Themenschwerpunkt fokussiert die Situation in Ländern wie Argentinien, Mexiko, Russland, Indien und Algerien und schildert die tagtäglichen Kämpfe der ArbeiterInnen. Wie steht es um vermeintlich basale Rechte wie das Streikrecht? In welchem Verhältnis steht der Staat zu unabhängigen Gewerkschaften? Und wer vertritt eigentlich die Anliegen der Menschen, die in keinem offiziellen Beschäftigungsverhältnis stehen, sprich im übergroßen informellen Sektor arbeiten?

Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift kann auf der Homepage der iz3w für den Preis von 5,30 Euro bestellt werden. Einige darin enthaltene Artikel stehen wie immer auch online auf der Homepage zur Verfügung.

Weitere Infos:
>> iz3w: „Arbeitsrechte – ein permanenter Kampf“ [60]
>> Specials zu 50 Jahre iz3w [61]

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Mitmachen: Kampagnen, Wettbewerbe & Ausschreibungen

↓ Degrowth: Aufruf zum „Tag des guten Lebens für alle!“ (23.6.)
↓ Kinderhilfswerk terre des hommes startet Petition „Stoppt Waffenexporte!“
↓ startsocial-Wettbewerb: 100 Beratungsstipendien für soziale Initiativen
↓ Aktionsfonds ViRaL: Preisausschreiben für Projekte gegen Rassismus

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Degrowth: Aufruf zum „Tag des guten Lebens für alle!“ (23.6.)

Der „Tag des guten Lebens“ will konkrete Handlungsspielräume und Alternativen zur kapitalistischen Wachstumsgesellschaft aufzeigen, denn ein gutes Leben für alle ist möglich! Von der Diskussionsrunde mit Postwachstums-vertreterInnen, einer Fahrradtour zu PionierInnen wie der lokalen Solidarischen Landwirtschaft (SoLaWi), einem Besuch beim nächsten Repair Café bis hin zur Protestaktion vor einem Kohlekraftwerk. Ein Bündnis aus zahlreichen Initiativen ruft im Rahmen der Degrowth Bewegung für den 23. Juni 2018 auf zu einem „Tag des guten Lebens für alle! – Praktische Alternativen zur Wachstumsgesellschaft”. Gutes Leben für alle setzt eine Wirts>> Aufruf zum „Tag des guten Lebens für alle!“ am 23. Juni 2018 [62]
>> Mehr zum Bündnis der verschiedenen Initiativen und zum Konzept Degrowth [63]

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Kinderhilfswerk terre des hommes startet Petition „Stoppt Waffenexporte!“

Die Organisation terre des hommes – Hilfe für Kinder in Not hat eine Petition an den Wirtschaftsminister und alle Abgeordneten des Bundestags gestartet: „Stoppt Waffenexporte!“
Deutschland ist eine der führenden Nationen beim Export von Waffen, Kriegsgerät und Munition. Deutsche Waffenhersteller verkaufen ihre tödliche Ware in Krisengebiete auf der ganzen Welt.
Die Petition fordert ein Umdenken im Bereich Waffenherstellung und -exporte und entschiedene gesetzliche Verbote, sowie eine grundlegende Gesetzesreform: Den Stopp aller Exporte von Kleinwaffen und Munition; den Stopp aller Waffenexporte in Länder mit bewaffneten Konflikten, Menschenrechtsverletzungen und in Länder, in denen Kinder als Soldaten kämpfen müssen

Die Petition kann online auf der Petitionsplattform von Campact unterzeichnet werden.

Weitere Infos:
>> Petition: „Stoppt Waffenexporte“ [64]
>> Mehr zur Kampagne „Stoppt Waffenexporte!“ von terre des hommes – Hilfe für Kinder in Not [65]

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startsocial-Wettbewerb: 100 Beratungsstipendien für soziale Initiativen

Ausschreibung: 100 Beratungsstipendien von startsocial für soziale Initiativen zu vergeben.
Der Verein startsocial – Hilfe für Helfer schreibt den 15. bundesweiten Wettbewerb für soziale Initiativen aus. Noch bis zum 1. Juli 2018 können sich Organisationen, Projekte und Ideenträger auf der Homepage des Vereins bewerben. Der Wettbewerb richtet sich an alle Engagierten, die an der nachhaltigen Lösung eines sozialen Problems arbeiten und dabei Ehrenamtliche einbinden. Die 100 überzeugendsten Initiativen werden mit viermonatigen Beratungsstipendien unterstützt. Bei der Preisverleihung in Berlin werden anschließend die besten 25 geehrt. Sieben von ihnen erwarten dort Geldpreise im Gesamtwert von 35.000 EUR. Bundeskanzlerin Angela Merkel unterstützt den Wettbewerb seit 2005 als Schirmherrin mit einem Sonderpreis.

Die Bewerbung erfolgt über ein Online-Bewerbungsformular auf der Homepage von startsocial – Hilfe für Helfer.

Weitere Infos:
>> startsocial: Wettbewerb zur Förderung des ehrenamtlichen sozialen Engagements [66]
>> Mehr Informationen zum Verein startsocial – Hilfe für Helfer [67]

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Aktionsfonds ViRaL: Preisausschreiben für Projekte gegen Rassismus

Vielfalt stärken – Rassismus bekämpfen – Lokal engagieren. Anlässlich des Internationalen Tages gegen Rassismus am 21. März 2018 schreibt citizensforeurope Fördergelder aus: Mit dem Aktionsfonds ViRaL sollen 10 Projekte in Deutschland mit 5.000 Euro gefördert und begleitet werden, die lokal gegen Rassismus und für Vielfalt wirken. Noch bis zum 21. Juni können sich informelle Gruppe, Vereine oder Bündnisse mit einer Projektidee bewerben. Gefördert werden Projekte, die die Anerkennung von Vielfalt gewährleisten; Rassismus, Populismus und Ausgrenzung vor Ort entgegentreten; den Zusammenhalt verschiedener lokaler Gruppen voranbringen und Dialog schaffen; die Wertschätzung in Eurer Umgebung für eine plurale und offene Gesellschaft etablieren und verteidigen.

Die Bewerbung erfolgt über ein Online-Formular auf der Homepage des Aktionsfonds ViRaL.

Weitere Infos:
>> Aktionsfonds ViRal: Ausschreibung und Bewerbungsunterlagen [68]
>> citizensforeurope-Webseite (engl.) [69]

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Terminlese

 
Bis Mi., 04.07.18, Frankfurt/M.
Feminisms from the Global South [70]
Vorlesungsreihe des Cornelia Goethe Centrums zu „Feminismen des Globalen Südens“

Im Kontext der aktuellen Krisen des Kapitalismus und ihrer politischen Folgen geraten Ideen und Praxen von Emanzipation immer mehr unter Druck. Das politische Projekt des Feminismus bzw. der Vielfalt von Feminismen im globalen Norden wie im globalen Süden wird zur Zielscheibe rechtspopulistischer und autoritärer Anfeindungen. Vor diesem Hintergrund entfalten Feministen rund um den Globus neue Konzepte und politische Praxen der Solidarität, um Feminismus als Alternative zum globalen Kapitalismus zu repolitisieren. Dabei ist es kein Zufall, dass eine große Bandbreite an radikalen feministischen Ansätzen aus dem globalen Süden stammt, wo Kapitalismuskritik und gesellschaftliche Transformation vielerorts stets Bestandteil der feministischen Agenda waren. Die Cornelia Goethe Colloquien widmen sich im Sommersemester 2018 theoretischen Standpunkten, geographischen Kontexten und historischen Erfahrungen zu „Feminismen des Globalen Südens“. Im Anschluss an die Vorträge finden Diskussionen statt, um Raum für Dialog und intersektionale Solidaritäten in einer transnational vernetzten Welt zu schaffen.


Mo., 28.05.18, Frankfurt/M.
Shrinking Space – Zivilgesellschaft unter Druck [71]
Symposium anlässlich 10 Jahre „welt-sichten“. Veranstalter: welt-sichten
Seit zehn Jahren rückt die Zeitschrift „welt-sichten“ Entwicklungspolitik und globale Gerechtigkeit in den Blick. Anlässlich ihres Jubiläums richtet die Redaktion im Mai eine Veranstaltung zu einem beunruhigenden Trend aus: Immer mehr Länder schikanieren nichtstaatliche Organisationen und hindern sie insbesondere daran, Unterstützung aus dem Ausland anzunehmen. Ohne Geld aus reicheren Ländern und ohne internationale Vernetzung können aber viele Entwicklungs- und Menschenrechtsinitiativen in armen Ländern kaum arbeiten. Die welt-sichten-Veranstaltung gibt einen Überblick, wo und wie Regierungen solche Initiativen behindern. Vertreter von kirchlichen Werken berichten, wie sich das auf ihre Arbeit und auf die ihrer Partner im Süden auswirkt. Schließlich wird diskutiert, ob Regierungen legitime Gründe haben, zivilgesellschaftliche Organisationen zu regulieren, und wie Entwicklungswerke und die staatliche Entwicklungspolitik mit solchen Repressionen umgehen sollten. Die Veranstaltung ist öffentlich; merken Sie sich den Termin schon einmal vor!


Fr., 08.06. – Sa., 09.06.18, Bad Hersfeld
Weltladen-Fachtage 2018 [72]
Kombination aus Fachmesse und Fachtagung für Weltläden und Aktive des Fairen Handels
100% Fair – Handeln, Treffen, Bilden. Sie engagieren sich in einem Weltladen, einer Weltgruppe oder einer anderen Fair-Handels-Organisation? – Dann sind die Weltladen-Fachtage genau das Richtige für Sie! Hier können Sie Produktneuheiten erleben, mit Ausstellern und Gleichgesinnten ins Gespräch kommen, sich für die Arbeit im Weltladen weiterbilden und Ihre Meinung in aktuelle Diskussionen einbringen! Mitarbeitende aus allen Weltläden und Fair-Handels-Organisationen sind herzlich willkommen!


Fr., 08.06 – So., 10.06.18, Friedberg
HeSchKong’ – 18. Hessischer Schüler*innenKongress [73]
Öko? – logisch! Global denken – lokal handeln
Dich stört was im Moment in der Politik abgeht und du hast Lust etwas daran zu ändern? Du möchtest dich stärker für Klimaschutz, Menschenrechte und Demokratie einsetzen, weil du findest, dass es jeden etwas angeht? Du möchtest der Politik mal ordentlich mit anderen Jugendlichen aus ganz Hessen deine Meinung sagen?! Dann bist du genau richtig beim Hessischen Schüler*innenKongress unter dem Motto “Öko? -Logisch!”. Der Kongress bietet eine Plattform, um deine Meinung zu äußern, dich mit anderen Jugendlichen zu vernetzen und wichtige Leute aus der Politik kennenzulernen. Besondere Gäste sind der Kultusminister sowie die Umweltministerin, mit denen Du aktiv in den Austausch treten kannst


Sa., 09.06-10.06.18, Hilders-Oberbernhards
Gemeinsam aktiv für bedrohte Mädchen und Frauen in Afrika und Deutschland [74]
Bericht von Kerstin Hesse, WZA-Fachkraft, die in Kenia pädagogisch und in Europa politisch zum Thema FGM engagiert ist
Daten und Fakten zum Thema Weibliche Genitalverstümmelung (FGM Female Genital Mutilation): FGM in Deutschland, Stand der Entwicklungspolitik zur FGM, Inputs, Arbeit in AGs, Diskussionen im Plenum, Erfahrungsaustausch; sowie Einblicke in die präventive Arbeit nach dem Wert-Zentrierten Ansatz (WZA) im Fulda-Mosocho-Projekt


So., 17.06.18, Frankfurt/M.
abrüsten statt aufrüsten [75]
Austausch-, Vernetzungs- und Strategietreffen. Veranstalterin: Initiative abrüsten statt aufrüsten
Nach einleitenden Bemerkungen aus dem Arbeitsausschuss der Initiative „abrüsten statt aufrüsten“ soll in einer hoffentlich vielfältigen Diskussion überlegt und entwickelt werden, wie die Initiative „abrüsten statt aufrüsten“ bis zum Herbst weiter gestärkt werden kann. Was könnten mögliche Höhepunkte der Aktion sein? Wie und zu welchem Zeitpunkt könnte eine Übergabe der Unterschriften erfolgen?
Viele interessante Fragen, viele spannende Herausforderungen. Gedanken und Ideen sind gefragt und sollen auf einem Austausch, Vernetzung und Strategie Treffen diskutiert werden.


Do., 21.06. – Fr., 22.06.18, Stuttgart
6. Fachkonferenz für sozial verantwortliche Beschaffung von IT-Hardware [76]
Fachkonferenz des Dachverbands Entwicklungspolitik Baden-Württemberg (DEAB) e.V., WEED – Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung e.V., Werkstatt Ökonomie e.V. in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Entwicklungsbezogene Bildung (ZEB), Hospitalhof Stuttgart und dem Evangelischen Bildungszentrum
Die Fachkonferenz bietet thematische Vorträge und praxisorientierte Workshops mit sachkundigen ReferentInnen aus dem In- und Ausland, sowie viel Raum für den informellen Austausch. Ein Schwerpunkt liegt diesmal erstmalig bei der Rohstoffförderung. Für Beschaffungsverantwortliche galt es bislang als unmöglich, die soziale Situation ganz am Anfang der Lieferkette zu berücksichtigen. Doch durch die Fortentwicklung von Unternehmensinitiativen, die durch den US-amerikanischen Dodd-Frank Act angestoßen wurden, sowie durch die neue EU-Verordnung zu Konfliktrohstoffen tun sich sukzessive bessere Möglichkeiten auf, auch die Rohstoffförderung in öffentliche Ausschreibungen mit einzubeziehen. Ausbeuterische Arbeitsbedingungen und Menschenrechtsverletzungen kommen auch in der Produktion von Informations- und Kommunikationstechnologie verbreitet vor. Gleichzeitig gibt es erste Ansätze, die Wertschöpfungskette sozial verantwortlich zu gestalten. Diese Ansätze können durch die öffentliche Hand wirksam unterstützt werden, indem sie bei ihrer Beschaffung darauf achtet, dass soziale Mindeststandards und Menschenrechte eingehalten werden.


Sa., 23.06.18, Marburg
Das Recht auf Streben nach Glück
Im Rahmen der Reihe „Blicke aus dem Süden: Ankommen in einem fremden Land“. Interaktiver Abend mit Lesung und Performance „Das Recht auf Streben nach Glück – Ubuntu Passion Art“. Veranstalter: EPN Hessen-Mitglied Imbuto e.V. und Colloquium e.V.
Die sechs KünstlerInnen von Ubuntu Passion Art möchten in einer Gesellschaft leben, in der Empathie und Sympathie empfunden werden gegenüber Menschen, die über schwierige Wege zu uns gefunden haben, um hier ihr Glück zu finden. Dafür braucht es Verständnis für die Situation der Neuankömmlinge. Ubuntu (Menschsein) möchte in einer Gesellschaft leben, der Menschlichkeit wichtiger ist als der ,,Schutz“ von Grenzen – ein spannendes und interaktives Projekt mit Lesungen und Performance. Für das leibliche Wohl gibt es feine Spezialitäten aus Eritrea.


Terminkalender

Weitere entwicklungspolitische Veranstaltungen in Hessen finden sich in unserem Terminkalender.

>> EPN Hessen-Terminkalender [77]

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Der EPN Hessen-Newsletter wird finanziell unterstützt vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung (HMWVL) sowie im Rahmen des Eine Welt-PromotorInnenprogramms vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ):

 

Finanzielle Unterstützung erhalten wir für den Newsletter auch von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW).

 

 

Herzlichen Dank!

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