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Newsletter 04/2019


Inhalt:
EPN Hessen in Bewegung

Glokales

Weiterlesen, mitmachen, hingehen

 


EPN Hessen wächst: Neues Mitglied Care Revolution Netzwerk Rhein-Main

Das Care Revolution Netzwerk Rhein-Main ist unser jüngstes Mitglied im Netzwerk und stellt sich gleich selbst kurz vor:

Das Care Revolution Netzwerk Rhein-Main ist Teil des Netzwerks Care Revolution, dem Zusammenschluss von über 80 Gruppen und Personen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die in verschiedenen Feldern sozialer Reproduktion – Hausarbeit, Gesundheit, Pflege, Assistenz, Erziehung, Bildung, Wohnen und Sexarbeit – aktiv sind. Wir betreiben Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit über die Zentralität von Sorgearbeit und die Ausbeutung von Sorgearbeitenden, auch in der Nord-Süd- bzw. West-Ost-Zusammenarbeit.
Im Rhein-Main-Gebiet sind wir eine offene Gruppe von Einzelpersonen, die in unterschiedlichen Care relevanten Bereichen tätig sind oder sich mit unseren Zielen identifizieren. Zurzeit sind es besonders pflegende Angehörige, Menschen, die in der Assistenz, im Krankenhaus oder ehrenamtlich mit Geflüchteten und im Kinderhospiz arbeiten, die Familienarbeit leisten, als GewerkschaftlerInnen die Themen voranbringen oder sich für das Bedingungslose Grundeinkommen engagieren.
Wir sind vernetzt mit unterschiedlichen Organisationen und Initiativen. Dort versuchen wir, die Idee der Care Revolution bekannt zu machen. Neben dem EPN Hessen haben wir uns dem Bündnis Mietenwahnsinn Hessen und Mietentscheid Frankfurt, dem Bündnis Frankfurt für Frauenrechte und dem Bündnis Equal Pay Day angeschlossen. Zusammen mit dem Netzwerk Inklusion haben wir 2017 und 2018 das Lichtermeer für Inklusion in Frankfurt/M. durchgeführt. Dieses Jahr haben wir als Bündnispartnerinnen den Womens March Frankfurt/M. mitorganisiert und sind auch aktiv im Bündnis für den Frauen*streik vom 8. März in Frankfurt/M.
Unsere Gruppe trifft sich in unregelmäßigen Abständen alle vier bis sechs Wochen. Interessierte sind jederzeit herzlich willkommen. Kontakt: carerevolution-rhein-main[at]posteo.de.
(Weitere Infos: Website des Care Revolution Netzwerk Rhein-Main)

Wir heißen das Care Revolution Netzwerk Rhein-Main an dieser Stelle noch einmal herzlich willkommen!

Sie und Ihr Verein, Ihre Gruppe oder Initiative interessieren sich auch für eine Mitgliedschaft im EPN Hessen? Als Netzwerk können wir uns gegenseitig in der Arbeit unterstützen und uns für gemeinsame entwicklungspolitische Anliegen wirkungsvoller Gehör verschaffen – zusammen bewegen wir mehr!
Und natürlich freuen wir uns auch über jede Form der Unterstützung des Netzwerks, ob finanziell durch eine Fördermitgliedschaft oder auch ideell durch die Bewerbung unserer Arbeit. Auf unserer Webseite finden sich alle wichtigen Informationen sowie die Beitrittserklärung.

Weitere Infos:
>> EPN Hessen Mitglied werden

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Aktuelle EPN Hessen-Veranstaltungen

↓ FERN:WELT:NAH zeigt und diskutiert „Yves‘ Versprechen“ (07.05.)
↓ EG-Seminar „Engagement fördern“ (10.&11.05.)
↓ Fachtag „Globales Lernen goes Berufsschule. Brennpunkt Textilien“ (17.05.)
↓ 1. Netzwerktreffen Entwicklungspolitik Darmstadt (21.05.)
↓ Und immer wieder samstags …. – Stadtrundgangsreihe PERSPEKTIVWECHSEL

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FILM & TALK:
Di., 07.05. (20.15h), Frankfurt/M.

Yves‘ Versprechen

Entwicklungspolitischer Film- und Diskussionsabend der Reihe FERN:WELT:NAH. Mit Melanie Gärtner (Filmemacherin), Ramona Lenz (medico international) und AktivistInnen von Solidarity City Frankfurt. Host: Dritte Welt Haus Frankfurt und medico international in Kooperation mit dem Offenen Haus der Kulturen, Solidarity City Frankfurt und der Pupille. Veranstalter der Reihe: EPN Hessen im Rahmen des hessischen Eine Welt-PromotorInnen-Programms sowie die katholische Akademie Rabanus Maurus im Haus am Dom

Zum Film: Yves sitzt in Spanien fest. Es geht weder vorwärts noch rückwärts. Vor acht Jahren ist er in Kamerun aufgebrochen, um in Europa ein neues Leben zu beginnen. Seitdem hat die Familie nichts von ihm gehört. Die Filmemacherin Melanie Gärtner nimmt Videobotschaften von Yves auf, reist damit nach Kamerun zu seiner Familie. Bei all der Erleichterung über das Lebenszeichen werden Erwartungen artikuliert, schließlich hat Yves es ins gelobte Europa geschafft. In ihren Augen kann nur er ihr Leben zum Besseren wenden. Yves darf nicht scheitern, sonst ist seine Rückkehr ausgeschlossen.
Im Anschluss an den Film diskutieren die Filmemacherin Melanie Gärtner, medico-Referentin Ramona Lenz und AktivistInnen von Solidarity City Frankfurt mit dem Publikum über das EU-Ausgrenzungsregime, die Autonomie der Migration sowie über lokale Praxen der Solidarität mit Geflüchteten und Menschen auf der Flucht.

Weitere Infos:
>> Veranstaltungsankündigung „Yves‘ Versprechen“

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EG-SEMINAR:
Fr., 10.05. (10h) – Sa., 11.05.19 (16h), Frankfurt/M.

Engagement fördern

Seminar „Engagement unterstützen – Förderung der entwicklungspolitischen Arbeit gemeinnütziger Organisationen“. Veranstalter: Mitmachzentrale / Engagement Global (EG) in Zusammenarbeit mit EPN Hessen. Die Veranstaltung ist bereits AUSGEBUCHT!

In Zusammenarbeit mit EPN Hessen bietet die Mitmachzentrale (MMZ) von Engagement Global ein Einstiegsseminar für entwicklungspolitisch engagierte Gruppen, Vereine oder Organisationen, die bisher keine oder wenig Erfahrung in der Beantragung von Fördermitteln haben. Ziel des Seminars ist die Vermittlung von grundlegenden Voraussetzungen für die erfolgreiche Beantragung von Fördergeldern, das Kennenlernen von Fördereinrichtungen und -programmen sowie eine Annäherung an die breit gefächerte Förderlandschaft.
Das Seminar ist bereits ausgebucht. Wer an dieser Veranstaltung Interesse hat, kann sich gerne an die Mitmachzentrale wenden: mmz_seminare[at]engagement-global.de

Weitere Infos:
>> Veranstaltungsankündigung „Engagement fördern“

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FACHTAG:
Fr., 17.05.19 (10-17h), Gießen

Globales Lernen goes Berufsschule. Brennpunkt Textilien

Fachtag für Lehrkräfte und ReferendarInnen an Berufsschulen sowie interessierte SchülerInnen und MultiplikatorInnen. Veranstalter: EPN Hessen, die hessische Fachpromotorin Globales Lernen, Lust auf besser Leben (Labl) und das WUS-Projekt „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“

ÄnderungsschneiderInnen, Textil- und ModenäherInnen oder -schneiderInnen, MaßschneiderInnen, Produkt- oder TextilgestalterInnen: Alle beschäftigen sich mit textilen Stoffen und deren Wertschöpfungsketten. Aber wie gerecht laufen Produktion und Konsum ab? Und wie können wir die globalen Zusammenhänge in der Ausbildung vermitteln und in der Praxis umsetzen? Der Fachtag bietet Informationen zu sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit in der globalen Textillieferkette, schult Methoden der Vermittelung und gibt Raum für Diskussion und Austausch: Referent Kevin Tamo Guemto (Grenzenlos-Projekt und lange tätig in der Textilindustrie in Kamerun) wird einen Input mit zahlreichen Anregungen und Reflektionsangeboten zu den Besonderheiten dieses Lernkontextes geben. Im Anschluss können die TeilnehmerInnen konkrete Methoden Globalen Lernens erproben. Am Nachmittag besteht die Möglichkeit, mit PraktikerInnen wie UnternehmerInnen und GewerkschaftlerInnen die Herausforderungen und neuen Wegen der Branche zu diskutieren.

Weitere Infos:
>> Veranstaltungsankündigung „Globales Lernen goes Berufsschule“

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VERNETZUNGSTREFFEN:
Di., 21.05.19 (17h), Veranstaltungsort

1. Netzwerktreffen Entwicklungspolitik Darmstadt

Auftaktveranstaltung zum Prozess der partizipativen Erarbeitung eines Gesamtkonzepts kommunaler Entwicklungspolitik in Darmstadt. Veranstalter: Wissenschaftsstadt Darmstadt in Kooperation mit EPN Hessen

Die Auswirkungen globaler Herausforderungen wie des Klimawandels kann man mittlerweile auch hier vor Ort spüren. Zugleich hat unser Handeln Auswirkungen auf Menschen aus der ganzen Welt. Dieses Bewusstsein hat die Stadtverwaltung Darmstadt dazu geführt, zum 1. Netzwerktreffen Entwicklungspolitik in ihrer Kommune einzuladen. Die Stadt will entwicklungspolitisch Engagierte, MigrantInnenselbstorganisationen und interessierte BürgerInnen dazu ermuntern, sich gemeinsam vor Ort aber auch weltweit entwicklungspolitisch zu engagieren – sei es durch die lokale Umsetzung der Agenda 2030 und ihrer Ziele für nachhaltige Entwicklung, durch Partnerschaftsarbeit oder fairen Handel. Hierzu soll eine partizipativ erarbeitete Gesamtkonzeption für kommunale Entwicklungspolitik in Darmstadt entwickelt werden. Bei dem Auftakttreffen stehen die Bestandsaufnahme entwicklungspolitischer Aktivitäten in Darmstadt sowie die Ermittlung von Bedarfen und Zielen im Vordergrund. Zudem sollen bereits thematische Arbeitsgruppen konstituiert werden.

Weitere Infos:
>> Flyer zum 1. Netzwerktreffen Entwicklungspolitik Darmstadt (PDF)

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Und immer wieder samstags …. – Stadtrundgangsreihe PERSPEKTIVWECHSEL

Widerstand! Unter diesem Schlagwort wechseln wir seit dem 6. April mit unserer Reihe kritischer Stadtrundgänge an sieben Samstagen die Perspektive auf die Stadt Frankfurt. Ob der Zusammenhang von Fleischkonsum vor Ort und Landgrabbing in Brasilien, Shopping und NäherInnenstreiks in Bangladesch, Heizen vor Ort und Kohleabbau in Kolumbien oder auch Verdrängung vor Ort und globaler Finanzmarkt: Es werde Widerstandskämpfe hier, aber auch im Globalen Süden und Handlungsalternativen aufgezeigt und AktivistInnen gehört. Wir eignen uns unsere Stadt an, erfahren Hintergründe und entwickeln gemeinsam Ideen Stadt zu gestalten. Spazierend beschäftigen uns mit dem kolonialen Erbe der Stadt und der Studierendenbewegung der 60er und 70er Jahre. Schlendernd widmen wir uns drängenden Fragen von heute: Wie steht es um Gentrifizierung und Verdrängung vor Ort und was kann dagegen unternommen werden. Bummeln gehen wir über die Zeil und fragen nach globalen Zusammenhängen der Konsumgüter. Wir durchwandern den Finanzplatz Frankfurt und fragen welche individuellen und kollektiven Strategien es gibt, um eine wirklich nachhaltige Entwicklung vor Ort zu begünstigen. Wandelnd fragen wir nach der „Green City“ Frankfurt und der Rhetorik der vermeintlich „Grünen Stadt“ und besuchen alternative Projekte. Seid dabei und bringt FreundInnen und NachbarInnen mit, denn Stadt, das sind wir alle!

Anstehende Termine:

  • Sa., 11.05.19 (11h)
    Globalisierungskritischer Stadtrundgang
  • Sa., 18.05.19 (11h)
    Frankfurt’s Colonial Hangover
  • Sa., 25.05.19 (11h)
    Stadtwandeln in Bornheim – „Tauschen, teilen, Tomaten“
  • Sa., 13.07.19 (11h)
    Stadt und Krise. Gentrifizierung und Verdrängung im Frankfurter Gallus

Weitere Infos:
>> Webseite zur PERSPEKTIVWECHSEL-Stadtrundgangsreihe (Programm und Anmeldung)
>> PERSPEKTIVWECHSEL-Flyer (PDF)

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Aus dem Netzwerk

↓ Marburger Weltladen: Neue Veranstaltungsreihe „Waffenhandel“
↓ Dritte Welt Haus Frankfurt: 24. Festivalrunde „Cuba im Film“
↓ ÖIEW: Stelle für geschäftsführende ReferentIn ausgeschrieben

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Marburger Weltladen: Neue Veranstaltungsreihe „Waffenhandel“

Eine neue Veranstaltungsreihe des Marburger Weltladen nimmt zwischen Ende April und Anfang Juli die brisante Thematik „Waffenhandel“ in den Blick: Weltweit werden für den legalen wie illegalen Kauf von Waffen permanent unfassbare Summen ausgegeben. Sie übersteigen die Ausgaben, die für die Lösung globaler entwicklungspolitischer Probleme wie Hunger, Armut oder Klimawandel nötig und ausreichend wären bei Weitem. Einer der wichtigsten Waffenexporteure ist nach wie vor Deutschland. Es verstößt dabei ständig gegen den eigenen Grundsatz, keine Waffen in Spannungsgebiete zu liefern. Auch Banken nehmen im internationalen Waffenhandelssystem eine unrühmliche Rolle ein. Sie sind einerseits zentral für die Finanzierung von Rüstungsproduktion und -handel. Ebenso wichtig ist aber auch ihre Rolle für die Geldwäsche von Gewinnen aus dem illegalen Waffenhandel. Die Strukturen illegalen Waffenhandels sind wiederum essentiell für ‚Kriege niederer Intensität‘ von Warlords oder bewaffneter Gruppen sowie sogenannter Drogenkriege. Das Erreichen zentraler entwicklungspolitischer Ziele wie die Stärkung von Demokratie, Menschenrechten und Partizipation wird dadurch erheblich erschwert. Neben der kritischen Beleuchtung dieser und weiterer Aspekte und Zusammenhänge rund um das Thema Waffenhandel werden in der Veranstaltungsreihe aber auch Alternativen zu Rüstung und Waffenhandel thematisiert sowie Ansätze wie Konversionsprojekte oder zivile Friedensarbeit zur Diskussion gestellt.

Weitere Infos:
>> Veranstaltungsreihe „Waffenhandel“
>> Programm „Waffenhandel“ (PDF)

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Dritte Welt Haus Frankfurt: 24. Festivalrunde „Cuba im Film“

Cuba im Film, das kubanische Filmfestival in Deutschland, besteht seit fast einem Vierteljahrhundert. Vom 23. Mai bis zum 1. Juni lädt EPN Hessen-Mitglied Dritte Welt Haus e.V. zusammen mit dem Filmforum Höchst und der VHS Frankfurt zum vierundzwanzigsten Mal zu diesem Festival des kubanischen Films ein. In der diesjährigen Ausgabe von Cuba im Film stehen zunächst neue kubanische Produktionen im Mittelpunkt. Der thematische Schwerpunkt lautet „Musik auf Cuba“: Neben Erstaufführungen neuer Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme werden wichtige Klassiker wie La Bella del Alhambra von Enrique Pineda Barnet, El Benny von Jorge Luis Sanchez sowie der ihr zu lande kaum bekannte Musikfilm La isla de la música des bedeutenden Dokumentarfilmers Santiago Álvarez gezeigt. Auch der Erfolgsfilm Yuli von Icíar Bollaín steht auf dem Festivalprogramm und natürlich hat auch der cubanische Kurzfilm wieder seinen festen Platz.
Das für Kuba existenzielle Thema Energie steht dann im Mittelpunkt der gesellschaftspolitischen Veranstaltung am 25. Mai. Hier präsentiert die Brüsseler Dokumentarfilmerin Anne Delstanche ihren Film El Sol. Nuevo Petróleo de Cuba? (Die Sonne, das neue Öl Cubas?). Anschließend besteht Gelegenheit zur Diskussion über die energiepolitische Entwicklung Cubas, die Bedeutung regenerativer Energiequellen und den wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Kontext der Energiefrage.

Weitere Infos:
>> Webseite zum Festival „Cuba im Film
>> Dritte Welt Haus e.V.

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ÖIEW: Stelle für geschäftsführendeN ReferentIn ausgeschrieben

EPN Hessen-Mitgliedsorganisation Ökumenische Initiative Eine Welt e.V. sucht zum 15.8. oder 1.9.2019 eineN GeschäftsführendeN ReferentIn in Teilzeit (25 Wochenstunden). Die Aufgabenbereiche reichen von der konzeptionellen Arbeit an der Weiterentwicklung der Organisation und der Konzeption und inhaltlichen Arbeit an Projektanträgen über Finanzmittelakquise, Antragswesen sowie der Zuständigkeit für die Finanzen des Vereins bis hin zur Koordination der Zusammenarbeit der Vereinsgremien sowie der Durchführung von Öffentlichkeitsarbeit und Außenvertretung der Organisation. Dienstsitz und Arbeitsort ist Diemelstadt-Wethen. Die Stelle ist zunächst auf zwei Jahre befristet mit Aussicht auf Entfristung. Bewerbungsschluss ist der 15. Mai.

Weitere Infos:
>> ÖIEW-Stellenausschreibung geschäftsführende ReferentIn (PDF)
>> ÖIEW-Webseite

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Junges Engagement meets EPN Hessen: Vernetzungstreffen im Jugendforum JES

Im Rahmen des entstehenden EPN Hessen Jugendforum JES haben wir Ende März zu einem Vernetzungstreffen eingeladen an dem rund 25 Interessierte teilgenommen haben: Junge Menschen, die auf der konkreten Suche nach Engagementmöglichkeiten sind oder Lust haben, in der Welt etwas zu bewegen, sind mit VertreterInnen von Jugendgruppen sowie entwicklungspolitischen Organisationen zusammengetroffen.

Nicht zuletzt am Beispiel der „Fridays for Future“-Bewegung, die derzeit Tausende von Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf die Straße mobilisiert, wird deutlich, wie groß deren Bedürfnis nach selbstbestimmter politischer Ausdrucksweise und Teilhabe ist. Es ist nicht nur wichtig sondern birgt auch eine große Chance, diesen jungen AkteurInnen zu zuhören und ihre Anliegen ernst zu nehmen und gerade jetzt für ‚junges Engagement‘ noch verstärkter und gezielt neue Räume zu schaffen und bestehende zu öffnen. Denn diese junge Generation macht ebenso vielgestaltig wie unmissverständlich deutlich, dass sie in einer Welt leben wollen, in der die Umwelt nicht mutwillig und rücksichtslos zerstört wird, in der Menschen nicht wie Sklaven ausgebeutet werden und in der Frieden herrscht – und sie macht aktuell deutlich, dass sie dafür auch entschlossen einzusetzen bereit ist. Mit dem Jugendforum JES möchten wir einen solchen (entwicklungs)politischen Entfaltungsraum sowie konkrete Unterstützung bei der Umsetzung von Ideen zur Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft anbieten.

Einen Schritt in diese Richtung wollten wir am 28. März 2019 mit unserem Vernetzungstreffen gehen:

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Kampagne „Nachhaltig einkaufen“: Ein Zwischenbericht

Bereits seit dem 23. Februar läuft die Kampagne „Nachhaltig einkaufen!?“ nun schon. Die Kampagne recherchiert Produktions- und Handelswege verschiedener Alltagsprodukte und informiert in der breiten Öffentlichkeit darüber. Ziel ist es letztlich, für einen bewusst(er)en Konsum der thematisierten Produkte zu sensibilisieren sowie Handlungsalternativen nachzuspüren und aufzuzeigen. Wöchentlich wird ein Alltagsprodukt kritisch unter die Lupe genommen, in kurzweilige ‚Alltags-Storys‘ verpackt und – quasi als Reise durch den Alltag – nacheinander vorgestellt: von der Zahnbürste nach dem Aufstehen über die Kaffeetasse beim Frühstück bis hin zum Kino am Abend. Bereits 10 von insgesamt 14 dieser ‚Produkt-Portrait-Geschichten‘ sind mittlerweile schon veröffentlicht worden. Wohltuend dabei ist, dass sich die Kampagne nicht – wie so oft – ausschließlich an KonsumentInnen richtet und deren Konsumverhalten hinterfragt, sondern auch HändlerInnen interviewt und die Lieferwege von Produkten, die uns durch den Alltag begleiten, recherchiert. Zu finden sind die Geschichte auf der Webseite von Lust auf besser Leben (Labl). Die MacherInnen von Labl sind es auch, die die diese innovative Bewusstseinskampagne in Zusammenarbeit mit Reflecta entwickelt und lanciert haben.

Als Netzwerkpartner haben wir bereits kurz vor dem Start bereits einmal darüber berichtet (s. Newsletter 01/21019). Die Kampagne läuft noch bis knapp Ende Mai. Ein guter Zeitpunkt also für einen kurzen Zwischenbericht:


Weitere Infos:
>> Die Kampagne „Nachhaltig einkaufen“ auf der Labl-Webseite

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Bewegung über das Netzwerk hinaus

↓ 14. Hessisches Sozialforum (18.05.)
↓ Internationaler Lateinamerika-Kongress „Geographien der Gewalt“ (13.-15.06.)

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Sa., 18.05.19, Frankfurt

14. Hessisches Sozialforum (18.05.)

Europa kriselt, droht zur Festung ausgebaut zu werden. Die Europawahl steht an. Der Rechtsruck in Deutschland und Europa verschärft sich. Die Ungleichheiten wachsen. Die Verteilungskämpfe um Wohnraum, um Arbeit, um Integration und Bildung nehmen zu. Wie können sich mehr Fairness, Mitbestimmung oder ökologische Nachhaltigkeit angesichts einer neoliberalen Sparpolitik in Hessen und in Europa verbreitern?

Das 14. Hessische Sozialforum – ein breites Bündnis aus sozialen Bewegungen und Bürgerinitiativen, aus Kirchen, Gewerkschaften und Wohlfahrtsverbänden, dem auch das EPN Hessen angehört – stellt unter dem Motto „Demokratie braucht soziale Gerechtigkeit – in Hessen und Europa!“ die Frage nach einem guten Leben für Alle in den Mittelpunkt. Aufgerufen wird zu einer anderen, einer alternativen und sozialen Politik im Land Hessen sowie zu einem politischen Neustart für Europa.

Der Vormittagsteil des Sozialforums findet im Haus am Dom, der Nachmittagsteil auf dem Paulsplatz statt.

Weitere Infos:
>> Programmflyer zum 14. Hessischen Sozialforum (PDF)

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KONGRESS:
Do., 13.06. – Sa., 15.06.19, Frankfurt/M.

Geographien der Gewalt. Macht und Gegenmacht in Lateinamerika

Internationaler Lateinamerika-Kongress. Veranstalter: Institut für Humangeographie an der Goethe-Uni Frankfurt

In Teilen Lateinamerikas hat die Gewalt eine scheinbar unaufhaltsame Eigendynamik entwickelt. Die Grenzen zwischen dem Legalen und Illegalen, zwischen Staat und organisierter Kriminalität, verrechtlichtem und rechtlosem Leben verschwimmen, gleichzeitig werden demokratische Institutionen ab- und Militär- und Polizeiapparate ausgebaut. Feministische Praxis und Theorie bieten oft die fruchtbarsten Ansätze für eine emanzipatorische internationalistische Politik und zum Verständnis der derzeitigen sozialen Konflikte. Denn sexuelle Gewalt und Antifeminismus sind nicht nur als ein Phänomen zu begreifen, sondern zentraler Bestandteil sozialer Kontrolle. Für eine Analyse der Geographien der Gewalt ist somit ein feministischer Blick unerlässlich.

Der Kongress Geographien der Gewalt bietet AktivistInnen, WissenschaftlerInnen, JournalistInnen (u.a.m.) aus dem Globalen Süden und Norden sowie all jenen, die sich erstmals mit den hier besprochenen Themen und der lateinamerikanischen Region annähern wollen, einen Raum für einen kritischen Dialog über die gegenwärtigen Tendenzen und Strategien der Abgrenzung, Ausbeutung und Herrschaft und neue, kreative Formen des Widerstands.

Weitere Infos:
>> Kongress-Webseite „Geografien der Gewalt“
>> Kongress-Blog

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Europawahl 2019: Entwicklungspolitische Erwartungen an die EU-Politik

Am 26. Mai 2019 wählen die BürgerInnen in Deutschland ein neues Europäisches Parlament. Für die Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe ist die Europawahl von großer Bedeutung, denn das Europäische Parlament ist für die Umsetzung der Agenda 2030 und die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung ein wichtiger politischer Akteur. Der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe VENRO legt in einem Positionspapier zur Europawahl ihre Erwartungen an die künftigen Mitglieder des Europäischen Parlaments der kommenden Legislaturperiode dar.

Sie sieht dabei die EU vor großen Herausforderungen: „Die erstarkten rechtspopulistischen Strömungen auf nationaler Ebene schüren Fremdenfeindlichkeit, Abschottung und Nationalismus und agitieren gegen die Gleichstellung der Geschlechter. Zentrale europäische Werte wie Toleranz und Weltoffenheit werden infrage gestellt, die Wahrung der Menschenrechte und der Grundfreiheiten versteht sich nicht mehr von selbst, die Prinzipien von Demokratie und Rechtstaatlichkeit sind in Gefahr […] Die Wahl zum Europäischen Parlament ist eine Richtungsentscheidung.“ Als wesentliche Herausforderung sieht VENRO aber auch, dass die EU ihren globalen Verpflichtungen nachkommt. Insbesondere mit Blick auf die Armutsbekämpfung und die konsequente und zielstrebige Umsetzung der beiden internationalen Vereinbarungen der Agenda 2030 mit ihren 17 nachhaltigen Entwicklungszielen sowie dem Pariser Klimaabkommen sieht VENRO die europäische Politik in der Verantwortung.

In ihrem Positionspapier fokussieren sie auf 10 Kernpunkte, die sie aus entwicklungspolitischer Perspektive als zentral erachten.


Weitere Infos:
>> Positionspapier „Für ein nachhaltiges, faires und solidarisches Europa“ (PDF)

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KWIBUKA 25: Gedenken an den Genozid in Ruanda 1994

Am 7. April haben in Ruanda und weltweit – so auch im Rahmen zahlreicher Veranstaltungen in Hessen – die Tage zum Gedenken an den Genozid vor 25 Jahren begonnen. ‚Kwibuka‘ bedeutet ‚zu erinnern‘ und beschreibt die jährliche Erinnerung an den Genozid, bei dem innerhalb von rund 100 Tagen bis zu eine Million Menschen ermordet wurden. Gerade in diesem Jahr wird nach einem Vierteljahrhundert den zahlreichen Opfern gedacht, über die Geschichte und historische Einbettung aufgeklärt und über ‚die Zeit danach‘ sowie aktuelle Entwicklungen gesprochen. Dabei werden die komplexen Zusammenhänge v.a. über die Wege der Versöhnungsarbeit, Aufarbeitungsprozesse und die Verantwortung verschiedener internationaler Akteure sowie deren fortwährender Einfluss in der Region betont.


Foto: Kigali Genocide Memorial (©privat)

Weitere Infos:
>> Deutsche Welle: Rwanda marks 25 years since genocide
>> Deutsche Welle: Rwanda’s genocide – The youth speak out
>> Deutsche Welle: Portrayals of Rwanda’s genocide, 25 years on
>> Deutsche Welle: Ruanda – Ein Paradies für Frauen?
>> TAZ: Macrons blinder Fleck
>> Frankfurter Rundschau: Frankreichs offene Wunde heisst Ruanda
>> Buch von Denise Uwimana (Kassel): From Red Earth
>> CNN-Interview mit Denise Uwimana (Kassel): Rwanda genocide survivor
>> Bundeszentrale für politische Bildung: Dossier Ruanda

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Menschenrechte unter Beschuss – Globale Partnerschaften in Krisenzeiten

Innerhalb der Agenda 2030 werden Globale Partnerschaften stark unter dem Aspekt der Generierung finanzieller Mittel für die Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDG) betrachtet und deshalb sollen vor allem sogenannte Multi-Akteurspartnerschaften, gerne auch mit finanzkräftigen Unternehmen wie Nestlé oder Coca Cola oder mit großen Stiftungen wie der Bill & Melinda Gates Foundation gefördert werden. Nachhaltige Entwicklung ist aber nicht nur von der Quantität finanzieller Mitteln abhängig, sondern muss vor allem die vorgefundenen sozialen und politischen Strukturen berücksichtigen und lokale AkteurInnen in ihrer Mitgestaltung und Steuerung fördern. Nachhaltige Entwicklung braucht außerdem Frieden. Im Besten Falle werden durch konkrete Projekte demokratische Strukturen gestärkt – auf gar keinen Fall aber darf die finanzielle oder politische Einflussnahme zu einer Prekarisierung oder gar Verschlimmerung der Menschenrechtslage vor Ort beitragen. Die Förderung globaler Partnerschaften muss von unten nach oben gedacht werden. Dies umso mehr vor dem Hintergrund neuer Formen von Stellvertreterkriegen, die Jahrzehnte nach dem Ende des Kalten Krieges auf die Weltbühne zurückgekehrt sind, aber auch im Lichte autoritärer Regime in zahlreichen Ländern dieser Welt. Die Fachdiskussion hat für das weltweit zunehmende Phänomen der sich verengenden politischen Handlungsspielräume für sozialer Bewegungen und AkteurInnen (nicht nur) in autoritären Staaten den Begriff „shrinking spaces“ geprägt. .


Foto: Auftaktpanel der Tagung „Utopie und Verfall: Nicaragua, Venezuela und neue Perspektiven“ u.a. mit (v.l.n.r.) Mónica Baltodano, Edgardo Lander, Vilma Núñez, Raul Zelik (©Tilman Vogler)

Weitere Infos:
>> Facebook-Seite des Netzwerks SOSNICARAGUA-Alemania
>> Internationale Deklaration „für eine demokratische Lösung in Venezuela“
>> medico-Veranstaltung „Quo vadis, Venezuela?“ (09.04.19)

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Materialien

↓ Projekt „Einfach ganz ANDERS“: Neue Bildungsmaterialen für junges Engagement
↓ ila-Ausgabe 424: „Freiwilligendienste“
↓ iz3w-Ausgabe 372: „Klimawandel – Bitte wenden Sie jetzt“
↓ Hinterland #41: „100 Jahre Abschiebehaft“

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Projekt „Einfach ganz ANDERS“: Neue Bildungsmaterialen für junges Engagement


Das Kooperationsprojekt Einfach ganz ANDERS – Werde Weltbürger*in! des Eine Welt Netz NRW und der BUNDjugend NRW bringt Themen der nachhaltigen Entwicklung an Schulen. Mit Bildungsangeboten und Bildungsmaterialien sollen junge Menschen für globale Nachhaltigkeits-Themen sensibilisiert und dafür begeistert werden, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen und die Gesellschaft aktiv mitzugestalten. Anfang April sind gleich zwei neue Bildungsmaterialien erschienen, in denen Konzepte für zwei verschiedene Projekttage für die Sekundarstufe I – Klimaflucht: Wenn’s zu heiß wird – dem Fluchtgrund Klima auf der Spur“ sowie „Gesellschaft gestalten – Wir machen uns die Welt, wie sie uns gefällt!“ – ausführlich vorgestellt werden. Auf je ca. 70 Seiten werden in den gleichnamigen Aktionsheften Möglichkeiten aufgezeigt, wie nach den Projekttagen die Themen weiterbehandelt werden können und weitere Methoden und Aktionsideen vorgestellt. Dazu wird nützliches inhaltliches Hintergrundwissen geliefert und Tipps zur vertieften Auseinandersetzung mit den Themenbereichen gegeben, um die Themen in die eigene Bildungsarbeit integrieren zu können.

  • Im Aktionsheft zum Projekttag „Gesellschaft gestalten – Wir machen uns die Welt, wie sie uns gefällt!“ setzen sich die Jugendlichen mit globalen Ungerechtigkeiten auseinander und überlegen dann gemeinsam, wie eine bessere Welt aussehen kann.
  • Im Aktionsheft zum Projekttag „Klimaflucht: Wenn’s zu heiß wird – dem Fluchtgrund Klima auf der Spur“ wird der Frage nachgegangen, wie die Veränderungen des Klimas mit Fluchtursachen zusammenhängen. Es wird überlegt, was lokal anders gemacht werden kann und wie sich dies im globalen Kontext auswirken wird.

Die beiden Aktionshefte können gegen eine Schutzgebühr von je 5 Euro auf der Webseite des Projekts bestellt werden.

Weitere Infos:
>> Bestellseite der Aktionshefte
>> Kooperationsprojekt Einfach ganz ANDERS – Werde Weltbürger*in!

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ila-Ausgabe 424: „Freiwilligendienste“

„Man geht heute mit 18 Jahren in einen Slum, das ist einfach so. Das macht sich gut im Lebenslauf …“. Freiwilligendienste sind angesagt, die Gründe dafür vielfältig. Die Motivationen für einen solchen Freiwilligeneinsatz klingen zunächst ehrenhaft: Gutes tun, Helfen, die Welt zu einem besseren Ort machen, etwas gegen Armut und Ungerechtigkeit unternehmen, für Entwicklung sorgen. Aber spätestens hier zeigt sich das Glatteis, auf das man sich begibt: Denn welche Entwicklung gut oder gewollt ist, wird seit Jahrzehnten diskutiert, Entwicklung an sich in Zeiten von Klimakrise und Degrowth-Debatten immer kritischer gesehen. Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift ila des Informationszentrums Lateinamerika widmet sich neben vielen informativen und aktuellen Artikeln zu Lateinamerika dem Thema Freiwilligendienste und beleuchtet kritisch deren Entstehen, Sinn und Problematiken in mehreren länderspezifischen Artikeln.

Das Heft kann auf der ila-Webseite bestellt werden. Kosten: 6,50 Euro (inkl. Versand). Einzelne Artikel können kostenlos online gelesen werden.

Weitere Infos:
>> Bestellseite zur ila 424 „Freiwilligendienste“

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iz3w-Ausgabe 372: „Klimawandel – Bitte wenden Sie jetzt“

Die negativen Folgen des Klimawandels treffen nicht alle Menschen gleichermaßen hart. Wohlhabende verfügen über genügend Mittel für wirksame Bewältigungsstrategien. Sie können sich Klimaanlagen leisten, ihren Wohnort verlegen oder sich anderweitig schützen. Reiche Länder sind in der Lage, Schutzmaßnahmen wie etwa Dammbau zu ergreifen oder die Auswirkungen unvermeidlicher Katastrophen zu lindern. In der Debatte über Klimawandel kommt eine herrschaftskritische Perspektive jedoch noch immer zu kurz. In dieser geraten beispielsweise auch die negativen Einflüsse der imperialen Lebensweisen auf den Klimawandel in den Blick. Auch der Umstand, dass die hegemoniale Klimapolitik von herrschaftsförmigen Strukturen wie Kapitalinteressen und der ungleichen Verteilung von Lasten durchzogen ist, wird darin deutlich. Im Themenschwerpunkt der aktuellen iz3w-Ausgabe „Klimawandel – Bitte wenden Sie jetzt“ wird darum eine sozial-ökologische Perspektive eingenommen, in der die globale soziale Frage nicht Umweltgesichtspunkten untergeordnet wird.

Die Zeitschrift kann auf der Webseite der iz3w für den Heftpreis von 6 Euro als Printausgabe bestellt oder in digitaler Form heruntergeladen werden.

Weitere Infos:
>> Bestellseite zur iz3w-Ausgabe 372 „Klimawandel“

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Hinterland #41: „100 Jahre Abschiebehaft“

Wenn Menschen in Haft sitzen, wurden sie von einem Gericht einer Straftat für schuldig befunden – so zumindest erwartet man es von einem Rechtsstaat wie der Bundesrepublik Deutschland. Bei Menschen, die in Abschiebehaft sitzen, trifft das nicht zu. Sie wurden keiner Straftat wegen schuldig gesprochen, sie sind noch nicht einmal verdächtigt, mutmaßlich eine begangen zu haben. Der einzige Grund, den deutsche Behörden für die Haft angeben, ist der, dass die Inhaftierten ausreisepflichtig seien und sich eventuell der Ausreise entziehen könnten. Ihr einziges Vergehen besteht also darin, dass sie in ein Land geflohen sind, das sie nicht haben will. Ihr einziges Fehlverhalten liegt darin, dass sie nicht in die Länder zurückkehren wollen, aus denen sie unter Lebensgefahr geflohen sind. Das einzige, das sie sich zu Schulden haben kommen lassen, besteht letztlich darin, dass sie die falsche Staatsangehörigkeit besitzen. In diesem Jahr gibt es das menschenunwürdige Konzept der Abschiebhaft in Deutschland seit genau einhundert Jahren. Grund genug für die Zeitschrift Hinterland, sich in ihrer aktuellen Ausgabe diesem Thema kritisch zu widmen.

Die 132 Seiten umfassende Hinterland-Ausgabe kann digital heruntergeladen oder für 4,50 Euro (zzgl. 1,50 Euro Versand) in gedruckter Form bestellt werden.

Weitere Infos:
>> Hinterland „100 Jahre Abschiebehaft“

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Mitmachen: Kampagnen, Wettbewerbe & Ausschreibungen

↓ Unterschriftenpetition #fairbylaw fordert unternehmerische Sorgfaltspflicht per Gesetz
↓ Menschen- und Arbeitsrechte weltweit schützen: Weltladentag am 11. Mai
↓ „Ein Europa für alle“: Großdemo(s) zur Europawahl gegen Nationalismus (19.05.)
↓ finep: NOPLANET B-Ausschreibung für Projekte zum Thema Suffizienz und Postwachstum
↓ Stellenausschreibung: DaMigra sucht Standortleitung für Projekt MUT-MACHERINNEN*

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Unterschriftenpetition #fairbylaw fordert unternehmerische Sorgfaltspflicht per Gesetz

Am 24.04.2013, also vor ziemlich genau sechs Jahren, stürzte die baufällige Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch ein. Mehr als 1100 ArbeiterInnen fanden den Tod, über 2000 weitere wurden verletzt. Die meisten von ihnen produzierten für europäische und auch deutsche Einzelhandelsketten wie C&A, Mango oder KiK. Das Unglück jährt sich nun bereits zum sechsten Mal und dennoch: An den grundsätzlichen wirtschaftlichen und politischen Gegebenheiten, die eine solche Katastrophe hätten verhindern können, hat sich jedoch bisher fast nichts geändert. Deutschland hat immer noch keine gesetzliche Regelung, die eine unternehmerische Sorgfaltspflicht international ausweitet. Gemeinsam mit zahlreichen prominenten UnterstützerInnen fordert die Unterschriftenpetition #fairbylaw die deutsche Bundesregierung auf, Deutsche Unternehmen für Menschenrechtsverletzungen in ihren eigenen Lieferketten gesetzlich verantwortlich zu machen – und damit ihrer eigenen Verantwortung nachzukommen. Die Petition kann auf change.org online mitunterzeichnet werden.

Weitere Infos:
>> Unterschriftenpetition #fairbylaw

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Menschen- und Arbeitsrechte weltweit schützen: Weltladentag am 11. Mai

Am 11. Mai ist wieder Weltladentag! Dieser politische Aktionstag der Weltläden findet immer am zweiten Samstag im Mai statt. Zeitgleich feiern die Fair-Handels-Akteure weltweit den Internationalen Tag des Fairen Handels – den World Fair Trade Day. Dieses Jahr findet der Weltladentag bereits zum 24. Mal statt. Für diesen Tag planen die Weltläden in ganz Deutschland Aktionen rund um die Kampagne „Menschen- und Arbeitsrechte weltweit verbindlich schützen!“. Seit langem fordern Weltläden und weitere Fair Handels-AkteurInnen von der deutschen Bundesregierung, dass sie sich für einen verbindlichen Schutz für Arbeits- und Menschenrechte weltweit einsetzt. Bisher setzt die Politik auf freiwillige Maßnahmen für Unternehmen. Erfahrungen zeigen jedoch, dass dies zum Schutz der Menschenrechte nicht ausreicht. Noch immer werden bei der Herstellung unserer Alltagsprodukte Menschenrechte verletzt und die Umwelt zerstört, ohne dass Unternehmen dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Die Weltläden setzen sich daher weiterhin für verbindliche Regeln ein und setzen am 11. Mai die Kampagne ins Zentrum ihres Aktionstages. Es lohnt sich, an diesem Tag beim nächstgelegenen Weltladen vorbei zu schauen und sich zu informieren!

Weitere Infos:
>> Infos zur Kampagne und zum Weltladen Tag beim Forum Fairer Handel

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„Ein Europa für alle“: Großdemo(s) zur Europawahl gegen Nationalismus (19.05.)

Die Europawahl am 26. Mai 2019 ist eine Richtungsentscheidung über die Zukunft der Europäischen Union. Nationalisten und Rechtsextreme wollen mit ihr das Ende der EU einläuten und Nationalismus wieder großschreiben. Ihr Ziel: Mit weit mehr Abgeordneten als bisher ins Europaparlament einzuziehen. Um den Vormarsch des Nationalismus zu verhindern, sind alle gefragt. Es gilt entschieden dagegen zu halten, wenn Menschenverachtung und Rassismus gesellschaftsfähig gemacht und Hass und Ressentiments gegen Flüchtlinge und Minderheiten geschürt werden. Am Sonntag, den 19. Mai 2019 gehen dafür europaweit zehntausende Menschen gleichzeitig auf die Straße. Für die Zukunft Europas, gegen Nationalismus! In Deutschland sind Großdemonstrationen zum Beispiel in Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart geplant. Gemeinsam wird gefordert: Die EU muss sich ändern, wenn sie eine Zukunft haben will. Wir streiten für unsere Vision eines anderen Europas. Unser Europa der Zukunft verteidigt Humanität und Menschenrechte, steht für Demokratie, Vielfalt und Meinungsfreiheit, garantiert soziale Gerechtigkeit und treibt einen grundlegenden ökologischen Wandel und die Lösung der Klimakrise voran.
Sich informieren, mitdemonstrieren, Zeichen setzen!

Weitere Infos:
>> Demo-Seite „Ein Europa für Alle“

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finep: NOPLANET B-Ausschreibung für Projekte zum Thema Suffizienz und Postwachstum

NOPLANET B ist ein Projekt, dass durch das EU-Programm Development Education and Awareness Raising (DEAR) gefördert wird. Es macht sich zur Aufgabe, EU-BürgerInnen zu motivieren, sich mit globalen Entwicklungsthemen auseinanderzusetzen, Perspektivenwechsel zu vollziehen und sich für den Kampf gegen Ungerechtigkeit zu engagieren. Dies geschieht durch Kampagnen- und Lobbyarbeit sowie entwicklungspolitische Bildung. In diesem Rahmen vergibt finep (forum für internationale entwicklung + planung) EU-Fördergelder an kleine und mittelgroße Nichtregierungsorganisationen in Deutschland, die mit ihrer Arbeit Entwicklungen im ländlichen Raum nach dem Leitbild der Suffizienz und des Postwachstums unterstützen und sich vor Ort gegen den weltweiten Klimawandel engagieren. Jedes ausgewählte Projekt wird mit ca. 10.000 – 13.500 Euro unterstützt. Der maximale Anteil der Förderung an den Gesamtkosten eines Projektes beträgt 90%. Antragsfrist für die Einreichung der Antragsunterlagen ist der 08.07.2019. Frühestmöglicher Start der Projekte ist September 2019.

Weitere Infos:
>> Förderrichtlinien zur NOPLANET B-Ausschreibung (PDF)
>> NOPLANET B: Projektinfos und Bewerbungsunterlagen

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Stellenausschreibung: DaMigra sucht eine Standortleitung für das Projekt MUT-MACHERINNEN*

DaMigra e.V. ist der Dachverband der Migrantinnenorganisationen in Deutschland. Mit ihrem bundesweiten Projekt MUT-MACHERINNEN* werden ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit tätige Migrantinnen durch Fortbildungen und weitere Maßnahmen in ihrer Arbeit unterstützt und als Brückenbauerinnen für geflüchtete Frauen ausgebildet. Neben der Beratungsarbeit stehen das Empowerment und die Menschenrechtsbildung von geflüchteten Frauen durch Workshops, Vorträge, Podiumsdiskussionen etc. im Fokus. Für dieses Projekt wird für den Standort Frankfurt am Main schnellstmöglich eine Standortleitung in Teilzeit (35 Std.) gesucht. Die Stelle ist zunächst befristet bis zum 31. Dezember 2019, eine Verlängerung wird angestrebt. (Es gibt keine Anmeldefrist. Die Stellenausschreibung bleibt bis zur Besetzung der Vakanz online.)

Weitere Infos:
>> Stellenangebotsseite von DaMigra

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Terminlese

 
Sa., 04.05.2019 (11-17h), Frankfurt/M.
Gemeinsam für eine gerechte Welt
Thementag anlässlich des 40-jährigen Jubiläums und Mitgliederversammlung. Mit Dr. Boniface Mabanza. Veranstalter: EPN Hessen-Mitglied Oikocredit Förderkreis Hessen-Pfalz


Di., 14.05.2019 (19.30h), Frankfurt/M.
Konzerne als Retter – Das Geschäft mit der Entwicklungshilfe
Filmvorführung und anschl. Filmgespräch mit Regisseurin Caroline Nokel u.a. Veranstalter: naxos.Kino


Do., 16.05.2019 (10-17h), Frankfurt/M.
Miteinander klarkommen. Spiele zur interkulturellen Zusammenarbeit
Workshop mit Nicole Stiehl und Till Meyer Veranstalter: EPN Hessen-Mitglied Zentrum Oekumene der EKHN und EKKW


Do., 16.05.2019 (19.30h), Frankfurt/M.
So wird ein Schuh draus
„So wird ein Schuh draus. Arbeitsbedingungen in der Leder- und Schuhindustrie. Faire Schuhe für Kommunen“. Vortrags- und Diskussionsabend mit Anton Pieper. Veranstalter: EPN Hessen-Mitglied fair-ein e.V.


Fr., 17.05.2019 (19.30h), Kassel
Gemeinwohl-Ökonomie: Gehen Wirtschaft und Ethik zusammen?
Vortrag mit Christian Felber (Auftaktveranstaltung zur Frühjahrstagung). VeranstalterInnen: EPN Hessen-Mitglied Ökumenischen Initiative eine Welt in Kooperation mit UniKasselTransfer | Service Learning und GWÖ-Regionalgruppe Kassel


Fr., 17.05. – So., 19.05.2019, Kassel & Warburg Germete
Wirtschaften für das Leben – Auf zu einer globalen Ethik!
Frühjahrstagung. Veranstalterin: EPN Hessen-Mitgliedsorganisation Ökumenischen Initiative Eine Welt


Sa., 18.05.2019 (15.30-19.30h), Frankfurt/M.
Klimafreundlich kochen!
Öko-fair-regional-saisonal-vegetarischer Koch-Event mit Irene Wild. Veranstalter: EPN Hessen-Mitglied fair-ein e.V.


Sa., 18.05.2019 (19h), Frankfurt/M.
Fluchtort Eritrea – Zuflucht Europa?
„Fluchtort Eritrea – Zuflucht Europa? Über Fluchtursachen in der Militärdiktatur und Wege zu einer humanitären Flüchtlingspolitik“. Info- und Diskussionsabend. Veranstalter: Evangelische Kirchengemeinde Bornheim in Kooperation mit United 4 Eritrea


Mo., 03.06. – Di. 04.06.2019, Mannheim
SAVE THE DATE: Netzwerktreffen „Migration und Entwicklung auf kommunaler Ebene“
Bundesweites Netzwerktreffen. Veranstalter: Servicestelle Kommunen in der Einen Welt SKEW (Engagement Global)


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Terminkalender

Weitere entwicklungspolitische Veranstaltungen in Hessen finden sich in unserem Terminkalender.

>> EPN Hessen-Terminkalender

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Der EPN Hessen-Newsletter wird finanziell unterstützt vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen (HMWVW) sowie im Rahmen des Eine Welt-PromotorInnenprogramms vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ):

 

Finanzielle Unterstützung erhalten wir für den Newsletter auch von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW).

 

 

Herzlichen Dank!

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