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Terminkalender:

AFRICA ALIVE Filmfestival

Mi, 30.01.2019 Sa, 16.02.2019 | 18:30 | Frankfurt (Filmforum Höchst)

Filmfestival und 25.-jähriges Jubiläum: Africa Alive vom 30.01.-16.02. im Filmforum Höchst und im Deutschen Filmmuseum. Organisiert von: Africa Foundation e.V., Afroton-Kulturprojekte, Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, Dialog International e.V., Filmforum Höchst der VHS Frankfurt


Vom 30. Januar bis 16. Februar wird wieder ein umfassendes Filmprogramm im Deutschen Filmmuseum und im Filmforum Höchst gezeigt, das weitere Programm findet an verschiedenen Veranstaltungsorten statt.

In diesem Jahr feiert Africa Alive sein 25. Jubiläum. In den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten hat das Festival afrikanische Geschichte und Gegenwart, Kultur und Politik vermittelt. Mit zahlreichen Filmen stand vor allem die Filmkultur im Mittelpunkt. Viele Filmschaffende kamen nach Frankfurt und präsentierten ihre Werke, die großen Klassiker von Ousmane Sémbène, Med Hondo, Souleymane Cissé, Safi Faye, aber auch immer wieder junge Filmemacher*innen, die wie Abderrahmane Sissako am Anfang von großen Karrieren standen, als sie nach Frankfurt kamen. Lesungen, Podiumsdiskussionen zu den jeweiligen Themen-schwerpunkten, Ausstellungen und die Konzerte ergänzten das Filmprogramm und machten das Publikum zudem mit Literatur, Musik und Politik bekannt. Von Anfang an bezogen die Künstler*innen und das Festival selbst klare Positionen zu gesellschaftlichen Themen.

Die Retrospektive: Jean–Pierre Bekolo, am 4.2. zu Gast im Filmforum

In diesem Jahr wird Regisseur Jean–Pierre Bekolo einer der zurzeit interessantesten afrikanischen Filmemacher, mit einer Retrospektive vorgestellt. In der Nachfolge von Djibril Diop Mambéty (HYENES, TOUKI-BOUKI), dem Bekolo in LA GRAMMAIRE DE MA GRAND MÈRE (1996) eine Hommage widmete, widersetzte er sich den eng gesteckten Erwartungen an afrikanisches Kino, mixte die Genres und verknüpfte Pop mit Politik. Für das British Film Institute produzierte er LE COMPLOT D’ARISTOTE (1996) als Teil einer Filmreihe, an der Künstler wie Scorsese, Bertolucci und Godard beteiligt waren. Sein avantgardistischer Polit-Thriller LES SAIGNANTES (2005) war 2009 in zwei Kategorien der französischen Césars nominiert. 2013 wurde sein Spielfilm LE PRÉSIDENT in Kamerun aus politischen Gründen verboten. Bekolo lehrt er an der University of North Carolina, Chapel Hill und an der Duke University. In seinen letzten Filmen stellte er das philosophische und geisteswissenschaftliche Denken Afrikas in den Mittelpunkt, ein Thema, das im folkloristisch geprägten Afrikabild Europas zu kurz kommt. Afrika, das ist die Musik, der Tanz, bildende Kunst, Exotismus, aber die afrikanische Philosophie ist in der deutschen Öffentlichkeit vollkommen unbekannt.
In seinem Film LES CHOSES ET LES MOTS DE MUDIMBE stellte er ausführlich den kongolesischen Philosophen Valentin Mudimbe und sein Denken vor. Mit AFRIQUE LA PENSEE EN MOUVEMENT, dokumentiert er ein Kolloquium das im Rahmen der „Ateliers de la Pensée“, die 2016 von dem Politikwissenschaftler Achille Mbembe und dem Wirtschaftswissenschaftler Felwine Sarr, der letztes Jahr zu Gast bei Afrika Alive war, gegründet wurden. Vier Tage tauschten sich Intellektuelle, Philosoph*innen und Geisteswissen-
schaftler*innen über afrikanischen Themen aus. Der Film bietet so die Möglichkeit, dem Denken Afrikas wenigstens im Ansatz näher zu kommen.
Jean – Pierre Bekolo wird im Filmforum anlässlich der Präsentation seines Films LE PRESÍDENT am 4. Februar zu Gast sein.

Neue Produktionen
Wie immer werden auch neue Produktionen aus Afrika präsentiert, zum einen Filme von „alten Bekannten“ wie Mahamat-Saleh Haroun, dessen neuester Film UNE SAISON EN FRANCE in Frankreich spielt und einen ganz besonderen Blick auf das Thema Migration und Flucht wirft, Dieudo Hamadis KINSHASA MAKAMBO, über die im Stil des “Direct Cinema” gefilmten Proteste gegen den kongolesischen Präsidenten Joseph Kabila und WELDI von Mohamed Ben Attia als tunesischen Beitrag zur Problematik des Dschihadismus.
Aber auch die Werke ganz junger Filmemacher*innen sind zu sehen, wie MAKI´LA der kongolesischen Regisseurin Machérie Ekwa Bahango, OUAGA GIRLS, ein Dokumentarfilm über junge Frauen, die in Ouagadougou zu Automechanikerinnen ausgebildet werden und unseren Eröffnungsfilm RAFIKI, ein mutiger und mitreißender kenianischer Beitrag zu den Themen Emanzipation junger Frauen und gleichgeschlechtliche Liebe von Wanuri Kahiu.
In Zusammenarbeit mit der „ASW-Regionalgruppe Frankfurt und „fern: welt:nah“ wird in Anwesenheit des Regisseurs Christian Gropper der Dokumentarfilm DIE LETZTE KOLONIE - DAS VERGESSENE VOLK DER WESTSAHARA vorgestellt. Der Film zeigt die Situation der Sahrauis in den Flüchtlingslagern und im von Marokko besetzten Teil der Westsahara. Mit anschließender Diskussion.

Neu restaurierte Klassiker des afrikanischen Films

Letztes Jahr wurde der afrikanische Filmpionier Med Hondo vorgestellt. In diesem Jahr kommen in der Reihe restaurierter Filme weitere Klassiker des afrikanischen Kinos zur Aufführung:
Ousmane Sembènes BOROM SARRET, der erste von einem Afrikaner auf afrikanischem Boden gedrehte Film und LA NOIRE DE… sowie FAD, JAL von Safi Faye, der ersten afrikanischen Regisseurin, HYENES von Djibril Diop Mambety, der Erneuerer des afrikanischen Kinos, nach Friedrich Dürrenmatts „Der Besuch der alten Dame“. An den am 18. Januar 2018 überraschend in Burkina Faso verstorben Idrissa Ouedragogo wird mit der Aufführung seines großen Erfolgs YAABA erinnert.
Africa Alive ist eine Kooperation verschiedener Frankfurter Kultureinrichtungen mit afrikanischen Vereinen aus Frankfurt. Veranstalter sind Africa Alive Team, Filmforum Höchst der VHS Frankfurt, Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, Afrika Foundation e.V., Afroton Kulturprojekte und Dialog International e.V. Gefördert wird Africa Alive von der HessenFilm und Medien GmbH.
Africa Alive ist Mitglied des Hessischen Filmfestivalverbundes.


>> Informationen zum Gesamtprogramm im Sonderprogrammheft (Africa Alive 2019) und unter: www.africa-alive-festival.de
>> Informationen und Trailer der Filme finden sich unter: www.filmforum-höchst.de
>> Vorstellungsbeginn Hauptprogramm: täglich 18.30 Uhr und 20.30 Uhr Kinderprogramm Fr 14.30 Uhr und So 15 Uhr
>> Eintritt 7 € (Frankfurt Pass 3,50 €)
>> Kartenreservierung unter Telefon 069 212-45714
>> Bei Rückfragen oder weiteren Bildwünschen wenden Sie sich bitte an: Klaus-Peter Roth, klaus-peter.roth.vhs@stadt-frankfurt.de, Tel. 069 212-45664
>> Flyer

Veranstaltungsort:
Filmforum Höchst, Emmerich-Josef-Str. 46a, Frankfurt (Google-Map)

Gefördert vom Bund:
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Und gefördert vom Land: Logo HMWEVL

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