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Im Namen des Fortschritts. – Kein Respekt vor heiligen Kühen…

Mo., 25.10.2021 | 19 Uhr | Frankfurt/M. (Haus am Dom)


Film & Gespräch .

Mit Prof. Dr. Marianne Gronemeyer
Host: Initiativgruppe Bedingungsloses Grundeinkommen Rhein-Main
Veranstalter der Reihe: EPN Hessen im Rahmen des hessischen Eine Welt-Promotor*innen-Programms sowie Akademie Rabanus Maurus im Haus am Dom

 

Film: „Kein Respekt vor heiligen Kühen…“


(Dokufilm (1976) von Gordian Troeller und Marie-Claude Deffarge | 43 Min., OmdU )

Vor 50 Jahren setzte sich Ivan Illich, Vordenker der Postwachstumsökonomie, kritisch mit den „Segnungen“ des modernen Fortschritts auseinander, mit denen die „Entwicklungsländer“ bedacht werden sollten.

Anfang der sechziger Jahre gründete der gebürtige Wiener Ivan Illich zusammen mit der Belgierin Valentine Borreman im mexikanischen Cuernavaca das „Centro Intercultural de Documentacion“, das CIDOC. Ziel des Instituts war, die kulturellen und gesellschaftspolitischen Institutionen der Industrienationen auf ihre Werte hin zu untersuchen. Dabei stand die Frage im Vordergrund, was der sogenannte Fortschritt und die industrielle Produktionsweise der Menschheit wirklich gebracht haben.

Untersucht wurden unter anderem die Auswirkungen von Schule, Verkehr, Technik und Medizin auf den Menschen. Hauptsächlich prangert Illich die Anmaßung an, mit der die Industrienationen die sogenannte Dritte Welt zwingen, den gleichen Weg von Entwicklung einzuschlagen, wie sie selbst. So sieht er auch in der Entwicklungshilfe eine neue Form des Kolonialismus. Die Menschen der Dritten Welt werden nicht mehr mit Waffengewalt gezwungen, sich in den Dienst der Industrienationen zu stellen, sondern süchtig gemacht nach deren Erzeugnissen und Institutionen.
Im Lauf der Jahre hat sich das Institut zu einer Art Volksuniversität entwickelt, und mehr als 20.000 Menschen aus verschiedenen Ländern und Zusammenhängen haben an Seminaren und Veranstaltungen teilgenommen. Der Film entstand kurz vor der Schließung des CIDOC.

Im anschließenden Gespräch mit Prof. Dr. Marianne Gronemeyer.


 

Zu den Gastgeber:innen des Abends:

Die Initiativgruppe Bedingungsloses Grundeinkommen Rhein-Main hat sich gegründet, um den Vorschlag eines Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) für Alle in der Bevölkerung zu verbreiten, die Idee selbst und die damit zusammenhängenden Themen und Probleme vertiefend zu diskutieren und weiterzuentwickeln. Zu diesem Zweck versuchen sie, gedeihlich mit anderen BGE-Initiativen sowie mit Gruppen und Organisationen, die sich mit ähnlichen oder verknüpften Themen beschäftigen, zusammenzuarbeiten. Weil sie Care-Arbeit als grundlegend fuer unser Leben und unsere Gesellschaft erachten, sehen sie das BGE als eine Voraussetzung, um genuegend Zeit zu haben, Care-Arbeit zu verrichten.
>> Initiativgruppe Bedingungsloses Grundeinkommen Frankfurt Rhein-Main

 

Veranstaltungsort:

Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt/M.

 


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