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Bistum Limburg

Die Abteilung Weltkirche im Bischöflichen Ordinariat Limburg koordiniert und unterstützt die Solidaritätsarbeit insb. kirchlicher Träger zu globalen Themen, in Kirchengemeinden, Verbänden und Einrichtungen. Als Teil der Bistumsverwaltung bestehen Kontakte und Zusammenarbeit zu Partner­organisationen im In- und Ausland.

Was hat sich seit dem Beginn der Pandemie für Eure Arbeit geändert?
In der Inlandsarbeit ist eine Finanzierungsquelle von Projekten der kirchlichen Hilfswerke deutlich beeinträchtigt, weil traditionelle Kollekten und ausgefallenen oder in Teilnehmerzahl reduzierten Gottesdiensten nicht abgehalten werden konnten. Online-Spenden kompensieren das nur in begrenztem Maß. Gleichzeitig erreichen uns zahlreiche Hilfeersuchen aus dem Ausland von bekannten und neuen Antragsteller:innen.
Die Begegnungsarbeit mit Dialogreisen ins Ausland oder von Gästen zu uns fielen komplett aus. Unsere Mitarbeiter:innen arbeiten weitgehend im Homeoffice statt im Büro.

Was habt Ihr unternommen, um mit der neuen Situation umzugehen?
Veranstaltungsformate wurde hybrid oder als Videokonferenzen angeboten, haben sich in manchen Bereichen reduziert.
Für den Bereich des Fairen Handels in kirchlichen Einrichtungen wurde ein Musterhygienekonzept erarbeitet, um den Verkauf bei örtlicher Bereitschaft fortführen zu können.
Für den Bereich der internationalen Begegnungen wurden Konzepte von Digitalbegegnungen entwickelt und anfänglich erprobt.

Was habt Ihr während dieses Jahres gelernt und welche Chancen seht Ihr jetzt?
Wir haben verschiedenes gelernt:

Es geht anders!

Welche Rahmenbedingungen müssen sich verändern?
Welche politischen Forderungen habt Ihr?

Die Digitalisierung verbindet Menschen neu und eröffnet in neuer Weise überörtliche Teilhabe. Gleichzeitig grenzt digitale Zusammenarbeit diejenigen aus, denen ein Zugang zu Equipment, zuverlässiger Netzverbindung oder Kenntnis über die Aktivitäten fehlt. Solidarität und Zusammenhalt in Covid-19 Zeit darf sich nicht auf nationale Kontexte begrenzen, sondern gilt international. Es ist ein Skandal, dass 20 Länder über 75% der Impfstoffe verfügen, während 130 Ländern der Zugang zum Impfstoff gänzlich fehlt!