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Workshop: „Vision einer friedlichen Welt: Zusammenhang von Frieden und Entwicklung“

Fr., 14.06.2019 (15.00h - 19.00h) |

Organisiert werden die Veranstaltungen vom Weltladen Marburg in Kooperation mit dem Marburger Forum für entwicklungspolitische und interkulturelle Themen und ARBEIT & LEBEN Marburg (AG von DGB und vhs). Der Workshop am 14.06.19 wird moderiert von Kirsten Deibert (Ohne Rüstung Leben).

Weltweit werden permanent für den legalen wie illegalen Kauf von Waffen unfassbare Summen ausgegeben. Diese Ausgaben übersteigen bei Weitem diejenigen, die für die Lösung globaler entwicklungspolitischer Probleme wie Hunger, Armut oder Klimawandel nötig und ausreichend wären. Schon allein wegen dieser Ressourcenverschwendung stellt der globale Waffenhandel ein zentrales Hindernis für die Lösung existentieller globaler Probleme dar. Und das ist nicht nur ein theoretischer Zusammenhang: Der größte Waffenimporteur der Welt ist mit Indien ein Land, das zugleich auch die höchste Zahl an Hungernden weltweit aufweist. Einer der wichtigsten Waffenexporteure ist nach wie vor Deutschland. Es verstößt dabei ständig gegen den eigenen Grundsatz, keine Waffen in Spannungsgebiete zu liefern. Banken sind ein weiterer Faktor beim internationalen Waffenhandel. Sie sind einerseits zentral für die Finanzierung von Rüstungsproduktion und -handel. Ebenso wichtig ist aber auch ihre Rolle für die Geldwäsche von Gewinnen aus dem illegalen Waffenhandel. Denn Waffen verbleiben häufig nicht an dem Ort und bei den Empfängern, denen sie offiziell geliefert werden. Vielmehr blühen halblegale und illegale Märkte. Zusätzlich überschneiden sich die Strukturen des Waffenhandels häufig mit denen anderer illegaler Märkte. Ohne diese Strukturen von illegalem Waffenhandel könnten Kriege niederer Intensität von Warlords oder bewaffneten Gruppen oder sogenannte Drogenkriege gar nicht geführt werden. Das Erreichen zentraler entwicklungspolitischer Ziele wie die Stärkung von Demokratie, Menschenrechten und Partizipation wird dadurch erheblich erschwert. Die Reihe fragt aber auch nach Alternativen zu Rüstung und Waffenhandel und stellt Ansätze wie Konversionsprojekte oder zivile Friedensarbeit zur Diskussion.

Wie hängen nachhaltige Entwicklung und Frieden zusammen? Was braucht es eigentlich, um Frieden in den Gesellschaften von morgen zu fördern? Und was hat die Agenda 2030 mit ihren 17 Nachhaltigkeitszielen dazu zu sagen? In einem intensiven Workshop gehen wir diesen Fragen nach und reflektieren Gewalt und bewaffnete Konflikte als Kernherausforderungen für nachhaltige Entwicklung. Anhand von Beispielen aus dem Globalen Süden und einer praktischen Übung lernen die Teilnehmenden Methoden für einen konstruktiven, gewaltfreien Umgang mit Konflikten kennen.

Für diesen Termin Voanmeldung nötig unter: veranstaltung@marburger-weltladen.de

Weitere Infos:

>>Flyer Veranstaltungsreihe des Weltladen Marburgs


Eckdaten:

Datum:
Fr., 14.06.2019

Zeit:
15.00h - 19.00h



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