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Dokumentarfilm-Reihe: „Ressourcengerechtigkeit“

Fr., 10.09. - Di., 28.09.21 | Open Air

Veranstalter:in: Globale Mittelhessen

Mit dieser Filmreihe wird sich mit der Frage beschäftigt, wer aktuell von dem Abbau und der Gewinnung global vorhandener Rohstoffe profitiert und wieso gerade in rohstoffreichen Ländern viele Menschen in Armut leben.

Freitag, 10.09. 20:30 Uhr in Gärtnerei Petersilie, Weimar

>>WOOD DER GERAUBTE WALD

Österreich, Deutschland 2020, 97 Min, OmdtU
mit anschließendem Filmgespräch

Jeder benötigt Holzprodukte jeden Tag. Die Ressource wird knapper – illegaler Holzeinschlag ist daher mittlerweile ein globales Milliardengeschäft. Dies weltweit aufzudecken ist das Anliegen der Environmental Investigation Agency in Washington. Welche Wege geht das Holz, wer ist involviert und wie wird versucht, es reinzuwaschen? Undercover ist der Hauptprotagonist mit einem Team in Sibirien, China, Peru und Rumänien unterwegs. Mit modernen Methoden gibt es möglicherweise Lösungen für die Nachverfolgbarkeit des Holzes.

Freitag, 17.09. 20:00 Uhr in GartenWerkStadt, Marburg

Samstag, 18.09. 20:00 Uhr in Holz+Technik Museum, Wettenberg-Wißmar

>>LA BUENA VIDA

Deutschland 2015, 97 Min, OmdtU
mit anschließendem Filmgespräch

Jairo Fuentes, der junge Anführer der Dorfgemeinschaft von Tamaquito, lebt in den Wäldern im Norden Kolumbiens. Die Natur gibt den Menschen dort, was sie zum Leben brauchen. Doch die Lebensgrundlage der Wayú wird durch den Kohleabbau in der gigantischen Mine El Cerrejón zerstört. Die Steinkohle wird von dort in alle Welt exportiert, auch nach Deutschland. Jairo Fuentes ist entschlossen, die gewaltsame Vertreibung seiner Gemeinschaft zu verhindern. Der Konzern verspricht den Dorfbewohner:innen »moderne« Häuser mit Strom und TV als Ersatz für ihr Land. Doch wie kann die Gemeinschaft dort überhaupt weiterleben?

Dienstag, 28.09. 19:30 Uhr in Waggonhalle Open-Air, Marburg

>>STILL BURNING

Deutschland 2020, 69 Min, OmdtU
mit anschließendem Filmgespräch

Der Film verbindet drei entfernte Orte und bildet ein Mosaik globaler Lieferketten für Steinkohle und den Widerstand dagegen. Der riesige Steinkohle-Tagebau Cerrejón im Norden Kolumbiens produziert für den Weltmarkt und zerstört die Flüsse, die Gesundheit und somit die Lebensgrundlagen der indigenen Wayú und von afrokolumbianischen Gemeinden. Aber diese wehren sich dagegen und hinterfragen ein »Entwicklungsmodell«, das ihr Leben gefährdet. Im Hamburger Hafen wiederum kommt auch Steinkohle an, die rund 6000 km entfernt im Süden Sibiriens abgebaut wird. Auch dort werden dafür ganze Landschaften und Dörfer weggesprengt auch dort kämpfen Menschen dagegen an und leisten Widerstand. In Deutschland setzen sich Aktivist:innen für den Stopp der Kohleimporte ein. Sie protestieren in Solidarität mit all den Menschen, die in den Abbauregionen ihr Zuhause gegen den Bergbau verteidigen.

Alle Filme werden als Open Air-Veranstaltungen durchgeführt.

>>Für weitere Informationen


Eckdaten:

Datum:
Fr., 10.09.2021 - Di., 28.09.2021

Zeit:
20.30h
Veranstaltungsort:

Open Air

Open Air
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