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Online-Seminar: „Pioniere der Elektromobilität – und beim Rohstoffbezug Vorbilder für Nachhaltigkeit?“

Di., 28.04.2020 (17.00h - 18.30h) |

Veranstalter*in: Brot für die Welt

Das COVID-19 Virus versetzt die ganze Welt in Aufregung: Immer mehr Werke entscheiden sich, ihre Produktion herunterzufahren bzw. den Betrieb einzustellen. Obgleich die Politik Konjunkturpakete schnürt und mit der Wirtschaft bemüht ist, die globalen Lieferketten aufrechtzuerhalten, sind die Anzeichen einer weltweiten Rezession spürbar. Die langfristigen Folgen lassen sich nicht einmal ansatzweise abschätzen: Wie werden die Autohersteller die Krise überstehen? Wie wird sich der Mobilitätssektor künftig entwickeln – bedarf es eines Umdenkens und einer Neuausrichtung?

Damit verbunden sind jene Fragen, die aufgrund der aktuellen Krisenbewältigung hintenangestellt werden müssen, jedoch nicht in Vergessenheit geraten dürfen: Welche Weichen müssen gestellt werden, um die Elektromobilität mit Blick auf den Rohstoffbezug nachhaltig auszurichten?

Mit der Ankündigung, die „Gigafactory 4“ in Grünheide (Brandenburg) zu errichten, hat Tesla die Debatte um eine CO2–einsparende Mobilität neu entfacht. Aus klima- und entwicklungspolitischer Sicht erweisen sich innovative Mobilitätskonzepte als unumgänglich, um die verheerenden Folgen des Klimawandels einzudämmen. Jedoch sind auch die Herstellung und der Betrieb von elektrisch angetriebenen Automobilen mit gravierenden Herausforderungen für Mensch und Umwelt verbunden.

Die meisten metallischen Rohstoffe müssen importiert werden ‒ sei es für konventionelle oder elektrisch betriebene Autos. Oftmals werden sie unter inakzeptablen menschenrechtlichen, ökologischen und sozialen Bedingungen in Ländern des Globalen Südens abgebaut. Für Rohstoffe wie Kobalt, Lithium, Graphit und Nickel erhöht die Elektromobilität den Rohstoffverbrauch und damit den Druck auf die Abbauregionen.

Im Online-Seminar sollen die Risiken des Rohstoffabbaus in Lateinamerika am Beispiel Kupfer und Lithium aufgezeigt und folgende Fragen gestellt werden: Welche Rohstoffpolitik verfolgen die Rohstoffexportländer? Welchen Problemen sind die Menschen in den Abbauregionen ausgesetzt? Welche Schritte sollten Wirtschaft und Politik im Globalen Norden einleiten, um die Risiken zu minimieren? Wie kann eine global gerechte Mobilitätspolitik aussehen? Welche Rolle kann die Elektromobilität zukünftig spielen und wie gelingt die notwendige Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs?

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Eckdaten:

Datum:
Di., 28.04.2020

Zeit:
17.00h - 18.30h



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