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Lesung + Gespräch: „Der lange Abschied von der weißen Dominanz“

Do., 17.10.2019 | Frankfurt/M.

Veranstalter: Stiftung medico international

Lesung und Gespräch mit Charlotte Wiedemann im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Der utopische Raum“

Die Welt von morgen wird nicht mehr von jener weißen Minderheit geprägt sein, die in den vergangenen 500 Jahren die globale Ordnung bestimmt hat. Die alteingesessenen Deutschen und Europäer verlieren einen Status, der ihnen selbstverständlich erschien, und sie müssen begreifen, dass ihre Definitionen von Fortschritt, Entwicklung oder Feminismus nicht länger als universell gültig akzeptiert werden.
Charlotte Wiedemann hat sich als Reporterin in Afrika und Asien mit dem Thema „Wir und die Anderen“ beschäftigt. Nun verbindet sie in einer weiträumigen essayistischen Erkundung die weltweiten Umbrüche mit den inneren Turbulenzen der Einwanderungsgesellschaft. Sie beginnt ihre Nachforschungen, was Weiß-Sein bedeutet, in der eigenen Kindheit, im Kosmos einer deutschen Homogenität der 1950er Jahre, die lange nicht als Produkt der NS-Zeit erkannt wurde. Epochen und Kontinente durchstreifend sucht sie dann nach Koordinaten, wie wir uns geistig und seelisch neu verorten können. Ist ein konstruktives Abschiednehmen von der weißen Dominanz möglich?
„Der lange Abschied der weißen Dominanz“ ist ein Mosaik kurzer Texte. Die Form unterstreicht, dass es zu diesem großen Umbruch keine fertigen Antworten gibt, sondern nur Partikel von Gedanken.

Die Veranstaltung ist kostenlos und eine Anmeldung nicht erforderlich.

Weitere Infos:
>> Veranstaltungsankündigung


Eckdaten:

Datum:
Do., 17.10.2019

Zeit:
19.00h
Veranstaltungsort:

Osthafenforum im medico-Haus

Lindleystr. 15
60314 Frankfurt/M.



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