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Training: „Antirassistische Bewusstseinsbildung in der (entwicklungs)politischen Arbeit“

Fr., 15.10. - So., 17.10.21 | Wiesbaden

Antirassismus-Folgetraining mit Phoenix-Trainer:innen: Mutlu Ergün-Hamaz und Jens Mätschke-Gabel

In der entwicklungspolitischen Bildungs- und Projektarbeit, aber auch in der (politischen) Alltagskultur, sind Kooperationen, Bildungsmaterialien, Bilder und Sprache nicht frei von Rassismen und Ausgrenzungen. Wir halten es für notwendig, uns diese bewusst zu machen und nicht zu reproduzieren, was wir eigentlich verhindern wollen (u.a. Machtgefälle, Hierarchien, Vorurteile). Ausgrenzung, Benachteiligung, Beleidigung, eine eingeschränkte Sicht auf Geschichte und Gegenwart sowie eine mangelnde Reflexionsfähigkeit der weißen Mitglieder der Gesellschaft in Bezug auf die eigene Rolle, auf Kommunikation und Begegnung sind häufige Formen des alltäglichen Rassismus.

Das Training richtet sich an Menschen, die in den letzten Jahren bereits bei einem der Grundlagentrainings dabei waren, um die Schritte des ersten Trainings zu reflektieren und zu vertiefen. Die Entwicklung zu antirassistischen Lebensformen und Aktivitäten vollzieht sich in Schritten. Deshalb ist eine kontinuierliche Reflexion dieser Schritte und möglicher Widerstände sinnvoll und wichtig. „Das Anti-Rassismus-Training hilft, die Eingebundenheit der eigenen Persönlichkeit in rassistische Denk- und Gefühlsmuster zu erkennen und einen Bogen zu schlagen zu der rassistischen Prägung in der Sozialisation. Im Alltag werden diese Prägungen immer wieder bestätigt. Die politische Alltagskultur verstärkt zudem diese Klischees. Das Training will Erkenntnis stärken, den Kontakt zum eigenen Ich verstärken und stellt letztendlich die Frage: Wie kann ich wirkungsvoll etwas gegen Rassismus unternehmen?“ (Phoenix e.V.)

Aufbauend auf der Analyse der individuellen und der gesellschaftlichen Formen des Rassismus fragen wir im Folgetraining:

„Wo hat die Analyse weiter geholfen?“
„Welche Strategien haben sich bewährt?“
„Wo müssen wir noch Fähigkeiten erlangen?“

Wir fragen, inwieweit das erste Training die alltägliche Wirklichkeit verändert hat, was gut gelaufen ist und wo Schwierigkeiten entstanden sind.

Die einzelnen Arbeitsphasen im Training berücksichtigen die Fragen und Interessen der Teilnehmer*innen. Dabei kommt es zu einem Wechsel von Information, Verarbeitungs- und Reflexionsphasen. Vorgesehen sind unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit: im Plenum, in Gruppen- oder Partnerarbeit, mit Hilfe von Rollenspielen, Arbeitsblättern, Aufsätzen und Videobeiträgen.

Weitere Infos:

Trainingsbeginn: Freitag, 15. Oktober, 16.00 Uhr | Trainingsende: Sonntag, 17. Oktober, 16.00 Uhr
Eine durchgehende Teilnahme an allen Seminartagen ist unbedingt erforderlich.

Zielgruppe:
Mitarbeiter*innen (ehrenamtlich, hauptamtlich) der weißen Mehrheitsgesellschaft aus Eine Welt-Organisationen in Hessen.

Anmeldung:
Nadja Losse, EPN Hessen e.V.: nadja.losse[at]epn-hessen.de

Die Verpflegung wird vegetarisch sein. Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, ob Sie vegane Verpflegung wünschen oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten haben.

Teilnahmebeitrag:
60,00 Mitglieder EPN Hessen, 90,00 Euro Nicht-Mitglieder. Übernachtung und Verpflegung sind im Preis inbegriffen. Bitte beachten Sie, dass Ihre Anmeldung erst mit dem Eingang des Teilnahmebeitrags abgeschlossen ist.
(Bankverbindung: Evangelische Bank ∙ IBAN: DE41 5206 0410 0004 0030 39 ∙ BIC: GENODEF1EK1. Auf der Überweisung bitte Ihren Namen sowie den Vermerk “Antira-Folgetraining, Oktober 2021” angeben).

Es gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen für EPN Hessen-Bildungsveranstaltungen.


Eckdaten:

Datum:
Fr., 15.10.2021 - So., 17.10.2021

Zeit:
00.00h
Veranstaltungsort:

Jugendherberge Wiesbaden

Blücherstr. 66-68
65195 Wiesbaden



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