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Finissage: „Abschlussveranstaltung zur Konsumsplitter-Ausstellung“

Mi., 06.11.2019 (18.45h - 20.45h) | Frankfurt/M.

Vorträge und Gespräch mit den AusstellungsmacherInnen Martina Hammel und Doro Köhler von agis, Dr. Boniface Mabanza Bambu (KASA) und Bernd Eichner (medico international). VeranstalterInnen: EPN Hessen und medico international in Kooperation mit der Antirassistischen Gruppe Internationale Solidarität (agis)

Die Abschlussveranstaltung:

  • Die Künstlerin Martina Hammel und Doro Köhler (agis) berichten über die Hintergründe des Ausstellungsprojektes.
  • Vortrag „Fluchtursachen werden produziert“, Boniface Mabanza Bambu (Koordinator Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika, KASA): Die Gründe, warum Menschen ihre Heimat verlassen, um anderswo nach neuen Perspektiven zu suchen, sind vielfältig. Sie reichen von Sicherheitsfragen über politische Motive bis hin zu ökonomischen Faktoren. Dieser Vortrag will einige dieser Faktoren analysieren und den Fokus auf jene Faktoren legen, die deutlich zeigen, dass Entscheidungen, die etwa von der EU und ihren Mitgliedstaaten getroffen werden, Konsequenzen auf Menschen in anderen Weltregionen haben können. Dies bedeutet, dass Fluchtursachenbekämpfung vor der eigenen Haustür beginnen muss.
  • Aktuelles zur Kampagne für einen UN-Prozess zu einem Binding Treaty für menschenrechtliche Pflichte von Unternehmen, Bernd Eichner (Pressesprecher medico international)
  • Gemeinsame Diskussion
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    Die Ausstellung:
    Einen Schwerpunkt der Ausstellung „Konsumsplitter“ bilden 30 Papierarbeiten zur globalen Konsumgesellschaft bzw. zu den Auswirkungen von Konsum, Handel und europäischer Subventionspolitik auf die Lebensbedingungen in afrikanischen Staaten. Damit wird ein Bogen gespannt zu Fragen nach Fluchtgründen und ihrem Zusammenhang mit Welthandelspraxen, aber auch zu Fragen der europäischen Migrationspolitik. Begleitend zu ihren Bildern hat die Künstlerin Martina Hammel im Austausch mit agis fragmentarische Texte verfasst. Die Werke und Texte sondieren dabei thematisch breit: Von den Auswirkungen der Agrosprit-Produktion, dem Abbau Seltener Erden oder den Börsenhandel von Kakao über Themen wie Landraub und Wasserknappheit bis hin zum Europäischen Grenzregime am Beispiel Frontex oder den tödlichen Fluchtabwehrpraxen am Mittelmeer. Sie decken dadurch Linien der komplexen Verwobenheit der Migrationsbewegungen aus dem globalen Süden mit unseren Lebensweisen hier im globalen Norden und den damit verbundenen globalen Produktionsmustern auf. Über die Veranschaulichung dieser vielfältigen und dichten Zusammenhänge verweisen sie letztlich auch deutlich auf unsere globale Mitverantwortung.

     
    Öffnungszeiten:
    Die Ausstellung findet zu den Veranstaltungen im Osthafenforum sowie zu zwei zusätzlichen Terminen am 30. und 31.10. von 17 bis 19 Uhr statt.

     
    >> Anfahrtsbeschreibung


    Eckdaten:

    Datum:
    Mi., 06.11.2019

    Zeit:
    18.45h - 20.45h
    Veranstaltungsort:

    Osthafenforum im medico-Haus

    Lindleystr. 15
    60314 Frankfurt/M.



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