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Selbstverpflichtung der Mitglieder
des EPN Hessen e.V.

EPN Hessen e.V. empfiehlt die hier vorliegende Selbstverpflichtung seinen Mitgliedern, um die Transparenz der eigenen Arbeit zu gewährleisten.

Die Selbstverpflichtung lehnt sich an die Initiative Transparente Zivilgesellschaft an, ist Ergebnis einer intensiven Netzwerkdiskussion und wurde 2011 von einer fünfköpfigen AG aus unterschiedlich großen Mitgliedern des EPN Hessen entwickelt. Der Vorschlag wurde 2012 von der Mitgliederversammlung verabschiedet. Damit zeigt das Netzwerk dezidiert den Willen, Transparenz gerade in Bezug auf die jeweils eigene Projektarbeit und den verantwortlichen Mitteleinsatz zu demonstrieren.

Und nun gilt es:
Machen Sie die Selbstverpflichtung auf Ihren Webseiten und in Ihrer Öffentlichkeitsarbeit sichtbar!

 

Die Selbstverpflichtung im Wortlaut:

Präambel

Das Entwicklungspolitische Netzwerk Hessen e.V. (EPN Hessen) ist die religiös und parteipolitisch ungebundene Aktions- und Kommunikationsplattform hessischer Nichtregierungsorganisationen und Netzwerke, engagierter Gruppen und Initiativen sowie privater Fördermitglieder. Als Verband treibt EPN Hessen die Kooperation und Vernetzung zwischen den Mitgliedsorganisationen sowie mit Politik, Verwaltung und Gesellschaft voran, bündelt Kräfte und informiert. Das EPN Hessen und seine Mitglieder schaffen ein Bewusstsein für die Zusammenhänge zwischen Ländern des globalen Südens und Nordens und setzen sich für eine sozial gerechte, ökologisch verträgliche, für eine solidarische und friedliche Welt ein. Eine Welt, in der das Wirtschaften nachhaltig und sozial verpflichtet ist, in der nicht Ausbeutung und Profit, sondern verantwortliche Gestaltung und Versorgung im Vordergrund stehen. Eine Welt, die allen Menschen Zugang zu Ressourcen und Lebensperspektiven garantiert, die Frieden und Gerechtigkeit gewährleistet. Umgesetzt wird die Arbeit u.a. in den folgenden Bereichen: Bildung, Gesundheit, Infrastruktur, Menschenrechte, Fairer Handel, Natur-, Umwelt- und Landschaftsschutz.
Um ihre Ziele zu erreichen, engagieren sich die Mitglieder sowohl in der Projektarbeit in Ländern des globalen Südens als auch der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland – gemeinsames Lernen und gegenseitiger Austausch sind dabei grundlegend. Dies beinhaltet den partnerschaftlichen Dialog zwischen Menschen, eine gleichberechtigte Zusammenarbeit, die frei ist von eurozentrischen Tendenzen und auf Impulse aus den Ländern des Südens reagiert. Besonderer Wert wird dabei gelegt auf Toleranz auf allen Gebieten der Kultur, die Förderung der internationalen Gesinnung, den Einsatz gegen Vorurteile, Menschenrechtsverletzungen, Ausbeutungsverhältnisse und Missbrauch jedweder Art, politische Unterdrückung und alle Formen des Kolonialismus. Das Netzwerk setzt sich ebenso für die interkulturelle Öffnung seiner Strukturen und die Partizipation migrantischer Akteure an der Eine Welt-Arbeit ein.
Um ihre Aufgaben und Ziele zu erreichen, wollen sich die Mitglieder des EPN Hessen eine Selbstverpflichtung geben, die der Initiative Transparente Zivilgesellschaft folgt und ihre gemeinsame Arbeit der Transparenz verschreibt.

 

Initiative Transparente Zivilgesellschaft
Text der Selbstverpflichtung

Wir verpflichten uns, die nachstehend aufgeführten Informationen der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen, indem wir sie mit dieser Erklärung leicht auffindbar auf unsere Website stellen oder auf Anfrage elektronisch bzw. postalisch versenden:

1. Name, Sitz, Anschrift und Gründungsjahr unserer Organisation

2. Vollständige Satzung oder Gesellschaftervertrag sowie weitere wesentliche Dokumente, die Auskunft darüber geben, welche konkreten Ziele wir verfolgen und wie diese erreicht werden (z.B. Vision, Leitbild, Werte, Förderkriterien)

3. Datum des jüngsten Bescheides vom Finanzamt über die Anerkennung als steuerbe- günstigte (gemeinnützige) Körperschaft, sofern es sich um eine solche Körperschaft handelt

4. Name und Funktion der wesentlichen Entscheidungsträger (z.B. Geschäftsführung, Vorstand und Aufsichtsorgane)

5. Bericht über die Tätigkeiten unserer Organisation: zeitnah, verständlich und so umfassend, wie mit vertretbarem Aufwand herstellbar (z.B. Kopie des Berichts, der jährlich gegenüber der Mitglieder- oder Gesellschafterversammlung abzugeben ist)

6. Personalstruktur: Anzahl der hauptberuflichen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, Honorarkräfte, geringfügig Beschäftigte, Zivildienstleistende, Freiwilligendienstleistende; Angaben zu ehrenamtlichen Mitarbeitern

7. Mittelherkunft: Angaben über sämtliche Einnahmen, dargelegt als Teil der jährlich er- stellten Einnahmen- / Ausgaben- oder Gewinn- und Verlustrechnung, aufgeschlüsselt nach Mitteln aus dem ideellen Bereich (z.B. Spenden, Mitglieds und Förderbeiträge), öffentlichen Zuwendungen, Einkünften aus wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb, Zweckbetrieb und / oder der Vermögensverwaltung

8. Mittelverwendung: Angaben über die Verwendung sämtlicher Einnahmen, dargelegt als Teil der jährlich erstellten Einnahmen- und Ausgaben- oder Gewinn und Verlustrechnung sowie der Vermögensübersicht bzw. der Bilanz

9. Gesellschaftsrechtliche Verbundenheit mit Dritten, z.B. Mutter- oder Tochtergesellschaft, Förderverein, ausgegliederter Wirtschaftsbetrieb, Partnerorganisation

10. Namen von juristischen Personen, deren jährliche Zuwendung mehr als zehn Prozent unserer gesamten Jahreseinnahmen ausmachen. Angaben zu entsprechenden Spenden von natürlichen Personen werden nach Zustimmung derselben veröffentlicht, in jedem Fall aber als „Großspenden von Privatpersonen“ gekennzeichnet.
Wir bestätigen, dass die Organe, welche für unsere Organisation bindende Entscheidungen zu treffen haben, regelmäßig tagen und dass die Sitzungen protokolliert werden. Anfragen an unsere Organisation werden in angemessener Frist beantwortet. Die Jahresrechnung wird namentlich durch einen Entscheidungsträger unserer Organisation abgezeichnet.
Bei Prüfung unseres Jahresberichtes wird die Einhaltung dieser Verpflichtung von unseren internen Prüfgremien (z.B. Kassenprüfer), dem vereidigten Buchprüfer oder dem Wirtschaftsprüfer kontrolliert.

 

Quelle: Initiative Transparente Zivilgesellschaft (PDF)

 

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