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Newsletter 06 & 07/2013

Inhalt:

EPN Hessen in Bewegung

Glokales

Weiterlesen, mitmachen, hingehen

 

Ernst-Reuter-Schule II ist Hessens erste Fairtrade-School

Geschafft! Die Ernst-Reuter-Schule II (ERS II) in Frankfurt/M. ist Anfang Juli als erste Schule in Hessen als „Fairtrade-School“ ausgezeichnet worden. Dabei hat Fairtrade an der ERS II Tradition: Über 10 Jahre reichen die Anfänge zurück! Treibende Kraft der letzten Jahre war und ist EPN Hessen-Mitglied „Verein zur Förderung der Pädagogik an der ERS II e.V.“.

Seinen Ausgang nahm das Eine Welt-Engagement an der ERS II im Jahre 2000, als erste Briefkontakte zwischen SchülerInnen der ERS II und einer Kindergruppe in einem Armenviertel in San Salvador entstanden. Noch im selben Jahr wurde die „Eine-Welt-AG“ gegründet. Deren konkretes Ziel war die Eröffnung eines Eine-Welt-Ladens. Mit dem Gewinn aus dem Ladenverkauf sollte ein Straßenschulprojekt in El Salvador unterstützt werden. Gesagt, getan: Bereits im Juni 2002 wurde der Eine Welt-Laden an der ERS II eröffnet und in den Jahren darauf das Projekt gefestigt und ausgebaut.

Schon 2009 reifte dann die Idee heran, die ERS II nach dem Vorbild anderer europäischer Länder als Fairtrade School auszeichnen zu lassen – aber erst drei Jahre später wurden mit der Kampagne „Fairtrade School“ auch im deutschen Bundesgebiet die Rahmenbedingungen dazu geschaffen. Im März dieses Jahres griff ein Fairtrade-Schulteam der ERS II die Idee dann wieder auf und bewarb sich offiziell als „Fairtrade-School“. Bereits kurze Zeit später war das große Ziel erreicht: Am 03. Juli 2013 ist der ERS II feierlich der Titel „Fairtrade-School“ verliehen worden. Wir finden: verdientermaßen – und gratulieren der ERS II herzlichst!

Außerdem hoffen wir, dass sich viele weitere Schulen vom Weg und vom Engagement der ERS II inspirieren lassen. Auf der Kampagnenwebseite sind alle wichtigen Informationen rund um die Fairtrade-Schools zusammengetragen: Hier wird erklärt, was es mit Fairtrade auf sich hat, warum es Sinn macht, sich auch als Schule dafür zu engagieren, welche Kriterien erfüllt sein müssen, um die Auszeichnung „Fairtrade-School“ zu erhalten und wie man sich bewerben kann. Auch für Schulen, die sich noch nicht gleich morgen als Fairtrade-School bewerben werden, lohnt sich ein Blick auf diese Webseite: Der Ideenpool enthält jede Menge anregende Ideen, wie das Thema Fairtrade sowohl in verschiedene Unterrichtsfächer als auch in den Schulalltag einbezogen werden kann.

Weitere Infos:
>> Fairtrade-School-Blog der ERS II
>> Kampagnen-Webseite „Fairtrade-School“

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Neues EPN Hessen-Mitglied: Goftogu-Dialog

Das EPN Hessen ist um ein weiteres Mitglied gewachsen: Neu hinzugekommen ist die studentische Initiative Goftogu-Dialog, Deutsch-Iranische Studenteninitiative Marburg.

In der Initiative Goftogu-Dialog haben sich StudentInnen der Philipps-Universität-Marburg zusammengeschlossen, die sich über die aktuellen politischen Geschehnisse hinaus für den Iran interessieren. Deren Studienschwerpunkte erstrecken sich über soziale, kulturelle, wirtschaftliche und politische Fachbereiche – eine Vielfalt, die einen vielseitigen und mehrdimensionalen Blick auf den Iran eröffnet.

Die StudentInneninitiative plant seit Frühjahr 2010 im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kultur des Iran“ öffentliche Vorträge, Lesungen, Ausstellungen und Musikveranstaltungen, die die Gesellschaft zu einer facettenreichen Auseinandersetzung mit der iranischen Kultur anregen sollen.

EPN Hessen heißt Goftogu-Dialog als zweiundneunzigstes Mitglied des Netzwerks herzlich willkommen!

Sie und Ihr Verein, Ihre Gruppe oder Initiative interessieren sich auch für eine Mitgliedschaft im EPN Hessen? Als Netzwerk können wir uns gegenseitig in der Arbeit unterstützen und uns für gemeinsame entwicklungspolitische Anliegen wirkungsvoller Gehör verschaffen – zusammen bewegen wir mehr! Als Einzelperson oder Unternehmen können Sie die Arbeit des Netzwerks mit einer Fördermitgliedschaft unterstützen. Auf unserer Webseite finden sich alle wichtigen Informationen sowie die Beitrittserklärung.

Weitere Infos:
>> Goftogu-Dialog im Netz
>> Goftogu-Dialog auf Facebook
>> Infos zur Mitgliedschaft auf der EPN Hessen-Webseite

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Wahljahr 2013: Entwicklungspolitik stärken!

 

Positionierung der Eine Welt-Landesnetzwerke zur Bundestagswahl 2013
Die entwicklungspolitischen Forderungen der im Dachverband der Eine Welt-Landesnetzwerk in Deutschland (agl) e.V. zusammengeschlossen Eine Welt-Landesnetzwerke, zu denen auch EPN Hessen zählt, sind pünktlich zur Bundestagswahl im September erschienen. Gefordert wird darin die lokale Umsetzung globaler Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsziele, die Förderung der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit, die Verankerung von Migration und Entwicklungszusammenarbeit als Querschnittsthema, die Absicherung gewachsener zivilgesellschaftlicher Strukturen und die kohärente Umsetzung dieser Forderungen in allen politischen Ressorts.
In der Einleitung des Papiers heißt es: „Politisches Handeln ohne Einbezug globaler Aspekte ist heutzutage undenkbar. Dabei beschränkt sich das globale politische Engagement schon lange nicht mehr auf die klassische Außen- und Entwicklungspolitik. Der Klimawandel, weltweite Ernährungskrisen, globale Sicherheitsprobleme und die Weltwirtschafts- und Finanzkrise sind im Zentrum unserer Gesellschaft angekommen. Die Bewältigung dieser globalen Herausforderungen kann nur gelingen, wenn die erforderlichen Kurswechsel die Zustimmung und aktive Unterstützung aller Menschen in Deutschland erhalten. Dazu benötigen Bürgerinnen und Bürger Information und Beratung zu nachhaltigen Alternativen, Lebensstilen und politischen Handlungsoptionen. In diesem Prozess spielt die entwicklungspolitische Inlandsarbeit in Deutschland eine wesentliche Rolle.“

Weitere Infos:
>> Forderungen der Eine Welt-Landesnetzwerke zur Bundestagswahl 2013 (PDF)

 

Entwicklungspolitischer Wahlcheck des EPN Hessen zur Hessischen Landtagswahl 2013
Da Hessen ebenfalls am 22. September einen neuen Landtag wählt, hat EPN Hessen gerade einen entwicklungspolitischen Wahlcheck für die politischen VertreterInnen aller Fraktionen erarbeitet, in dem diese zu Fragen der ideellen wie finanziellen Förderung entwicklungspolitischen Engagements der Zivilgesellschaft oder der Kohärenz und Transparenz der Entwicklungszusammenarbeit des Landes Stellung nehmen sollen. Positionieren sollen sich die LandesvertreterInnen aber auch zu Themen wie global nachhaltige Entwicklung, nachhaltige und faire Beschaffung, kommunale Engagementförderung, partizipative Politikgestaltung, zu Fragen der Anerkennung des migrantischen Beitrags zu Entwicklung und Demokratisierung (global wie lokal) sowie des Respekts und Schutzes von Flüchtlingen und AsylbewerberInnen.
Der Wahlcheck wurde Anfang Juli an die Fraktionen im hessischen Landtag sowie zusätzlich an KandidatInnen für den Landtag verschickt. Im kommenden Newsletter sollen dann die Rückmeldungen veröffentlicht werden.

Weitere Infos:
>> Entwicklungspolitischer Wahlcheck des EPN Hessen (PDF)

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EPN Hessen unterstützt No Humboldt 21!

Das EPN Hessen ist eine von 40 zivilgesellschaftlichen Organisationen, die Ende Mai den Aufruf „No Humboldt 21!“ erstunterzeichnet haben. Kernforderung der bundesweiten Kampagne ist die Aussetzung der Arbeit am Humboldt-Forum im Berliner Schloss sowie eine breite öffentliche Debatte über das geplante Kulturprojekt „Berliner Schloss – Humboldt-Forum“. In den Augen des Kampagnenbündnisses weist das Konzept ethnozentrische und restaurative Züge auf.

Im Humboldt-Forum sollen die umfangreichen ethnologischen Sammlungen Berlins gezeigt werden. Das Land Berlin und die Bundesrepublik wollen mit dem Projekt das „wichtigste kulturpolitische Projekt in Deutschland am Beginn des 21. Jahrhunderts“ umsetzen. Die Erwartungen an das Projekt werden dabei in Superlativen formuliert: Entstehen soll nicht nur ein herausragender „Ort der Kunst und Kultur Asiens, Afrikas, Amerikas, Australiens und Ozeaniens“. Das Humboldt-Forum soll auch zu einem einzigartigen „Zentrum der Erforschung außereuropäischer Kulturen“ werden. Geplant ist ein „kulturelles Zentrum von nationaler und internationaler Ausstrahlung“.
Doch das Nutzungskonzept – es trägt den Titel „Das Humboldt-Forum: Soviel Welt mit sich verbinden als möglich“ – weist nach Meinung der KampagneninitiatorInnen erhebliche blinde Fleck auf: Eine Offenlegung der Erwerbsgeschichte bzw. eine historische Reflektion der Tatsache, dass der weitaus größte Teil der über 500.000 Exponate aus aller Welt im Zusammenhang mit kolonialen Eroberungen nach Berlin kam und die EuropäerInnen häufig zu direkter Gewalt griffen, um in den Besitz von zentralen Objekten zu gelangen, ist im Konzept beispielsweise nirgends vorgesehen. Außerdem, so ein weiterer zentraler Kritikpunkt, wird – ähnlich wie schon bei der Zurschaustellung „exotischer Kuriositäten“ in den „Wunderkammern“ der brandenburgischen Kurfürsten und preußischen Könige – mit Hilfe der oft Jahrhunderte alten Objekte aus aller Welt das vermeintlich „Fremde“ und „Andere“ inszeniert und den umfangreichen Sammlungen europäischer Kunst auf der Berliner Museumsinsel zur Seite gestellt.

Das Kampagnenbündnis – bestehend aus kulturpolitischen, entwicklungspolitischen, migrantisch-diasporischen sowie internationalen Nichtregierungsorganisationen – will diese und weitere Kritik am Humboldt-Forum ab Herbst mit verschiedenen Veranstaltungen zum Ausdruck bringen.

Weitere Infos:
>> Kampagnen-Webseite „No Humboldt 21!“

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20.+21. Sept.: EPN Hessen Mitgliederversammlung 2013

Teilnehmen und Mitgestalten: Ende September trifft sich das Entwicklungspolitische Netzwerk Hessen zur jährlichen Mitgliederversammlung im Zentrum Ökumene in Frankfurt/M. Um mehr Zeit für inhaltlichen Austausch und strategische Diskussionen zu haben, dauert die Mitgliederversammlung in diesem Jahr von Freitagabend, 20. September (17.30h) bis Samstag 21. September 2013 (10-17h).

Gestartet wird am Freitagabend mit Inputs und Diskussionen zu inhaltlichen Fragen und einem netten Beisammensein mit Snacks und Getränken. Am Samstag folgen dann die Vorstellung der Arbeit von Vorstand, Foren und Geschäftsstelle, Neuwahlen und weitere Vereinsangelegenheiten.

Sowohl EPN Hessen-Mitglieder als auch interessierte Nicht-Mitglieder sind herzlich eingeladen!

Zur Erleichterung der Planung der beiden Tage bitten wir um Anmeldung in der EPN Hessen-Geschäftstelle: info[at]epn-hessen.de oder telefonisch unter 069-913 951 70.

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PRAXISSEMINAR:
Sa., 07.09. (10h) – So., 08.09.13 (15h), Frankfurt/M.

Vereinsgrundlagen und Projektmanagement für migrantische Organisationen

Praxisseminar „Vereinsgrundlagen/-organisation und Projektmanagement als Voraussetzung für die erfolgreiche Beantragung von Fördermitteln – ein Seminar für migrantische Organisationen“. Veranstalter: Engagement Global gGmbH – Mitmachzentrale (MMZ) in Kooperation mit EPN Hessen.

Das Seminar ist für engagierte MigrantInnenorganisationen geeignet, die am Anfang ihrer Erfahrungen im Bereich der Vereinsarbeit und/oder der Antragstellung stehen. Ziel der Veranstaltung ist die Vermittlung von grundlegenden Voraussetzungen für die erfolgreiche Beantragung von Fördermitteln, das Kennenlernen von Fördereinrichtungen und Förderprogrammen, bei denen MigrantInnenorganisationen bereits erfolgreich Anträge gestellt haben sowie eine Annäherung an die breit gefächerte Förderlandschaft. Das Seminar vereint dabei die Expertise verschiedener staatlicher und nicht-staatlicher Förder- und Beratungseinrichtungen der Entwicklungszusammenarbeit (bengo, CIM), der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit in Deutschland (FEB/AGP) sowie von zivilgesellschaftlichen AkteurInnen, die erfolgreich Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Projekte in Ländern des Südens durchführen (EPN Hessen e. V./ hessische MigrantInnenorganisation).
Teilnahme, Übernachtung und Verpflegung im Rahmen der Veranstaltung sind kostenfrei. Verlängerter Anmeldeschluss ist Sonntag, 4. August.

Weitere Infos:
>> Veranstaltungsflyer, inkl. Programm und Anmeldeformular (PDF)

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INFO- & DISKUSSIONVERANSTALTUNG:
Fr., 30.08.13. (18h/19h), Bad Vilbel

Das Recht auf Nahrung weltweit verwirklichen! Chancen und Risiken einer neuen Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsagenda

Info- und Diskussionsabend. Veranstalter: Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) in Kooperation mit EPN Hessen, dem Nord-Süd Forum Frankfurt u.a.

Am letzten Freitag im August findet in Kooperation mit VENRO und dem Nord-Süd Forum Frankfurt eine erste Diskussionsveranstaltung zu den Chancen und Risiken einer neuen Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsagenda mit dem Titel „Das Recht auf Nahrung weltweit verwirklichen!“ statt. Zur Einstimmung und zum Kennenlernen gibt es ab 18h einen kleinen Imbiss im schönen Ambiente des Demeter Hofes in Bad Vilbel. Anschließend regen verschiedene Impulse zur Post 2015 Agenda und zum Recht auf Nahrung aber auch zu konkreten Praxisbeispielen (Dottenfelder Hof und Stadtgärten) zum Diskutieren und Mitmachen ein. Eingeladen sind alle Interessierten.
Zwecks Planungserleichterung freuen wir uns über eine kurze Anmeldung per E-Mail unter info[at]epn-hessen.de oder telefonisch unter 069-913 951 70.

Weitere Infos:
>> Veranstaltungsflyer

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SEMINARTAG:
Mi., 18.09. (12-17h), Frankfurt/M.

„Kita GLOBAL“ – Faire Beschaffung und Globales Lernen in Kitas und Kinderbetreuungseinrichtungen

Ein attraktives Weiterbildungsangebot zu sozial verträglich hergestelltem Kinderspielzeug und Angeboten Globalen Lernens in der Kita und Kinderbetreuungseinrichtungen. Veranstalter: EPN Hessen in Kooperation mit dem Diakonischen Werk für Frankfurt am Main.

Spielen kann so schön sein und Kindheit sollte ewig dauern (dürfen).

Ob mit oder ohne Kinderarbeit, werden viele der hierzulande benutzen Spielsachen leider unter Bedingungen hergestellt, die die Freude am Spiel gründlich verderben können. Um sich mit diesen Bedingungen auseinander zu setzen und sich beim Einkauf von Spielzeug bewusst für sozial verträglich und ökologisch unbedenklich produziertes Spielzeug entscheiden zu können, findet am 18. September 2013 unter dem Motto „Kita GLOBAL“ in Frankfurt ein Seminartag für kommunale und kirchliche BeschafferInnen und pädagogisches Personal statt.
Dabei werden Überblicke und Einsichten zu Arbeitsbedingungen in der Spielzeugindustrie, zu fair produziertem Spielzeug vermittelt und außerdem noch Anregungen für das globale Lernen mit vielfältigen und kreativen Angeboten und Ansätzen für Kinder im Vor- und Grundschulalter gegeben.
Der Seminartag wird in Kooperation zwischen dem EPN Hessen und dem Diakonischen Werk für
Frankfurt am Main organisiert.
Die Teilnahme ist kostenlos, Anmeldung bei EPN Hessen (info[at]epn-hessen.de).

Weitere Infos:
>> Veranstaltungsflyer „Kita GLOBAL“ (PDF)

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KONFERENZ:
Fr., 27.09. (18h) – Sa., 28.09.13 (17.30h), Frankfurt/M.

Afrika neu denken: Potentiale + Akteure = Zukunftswege

Konferenz Afrika-Diskurs I – mit Michael Allimadi, Tzegha Kibrom, Dr. Sylvie Nantcha, Jean-Pierre Mbelu, Charles Onana, Rahime Diallo u.a. Das EPN Hessen ist Mitveranstalter der Konferenz.

Zahlreiche Menschen aus afrikanischen Ländern leben in Deutschland: Sie selbst oder ihre Eltern und Großeltern sind aus den verschiedensten Gründen eingewandert. Sie studieren und arbeiten hier, sie treffen sich in Gemeinden und vernetzen sich in eigenen Communities. Und sie pflegen teils sehr intensive Kontakte mit ihren Herkunftsländern. Trotz ihrer Kompetenz sind sie jedoch in Deutschland nur selten an Diskussionen und Entscheidungsprozessen zur Zukunft der afrikanischen Regionen beteiligt. Der Diskurs über die „Zukunft Afrikas“ wird stattdessen von AkteurInnen der Entwicklungshilfe-Industrie und selbsternannten Afrika-ExpertInnen dominiert. Das führt dazu, dass nach wie vor festgefahrene Bilder von „Armut“ und „bad governance“ diesen Diskurs in der Öffentlichkeit prägen.
Diese Konferenz will daher Menschen aus afrikanischen Ländern, die hier leben und in verschiedensten Bereichen aktiv sind, sowie Menschen, die sich für Afrika interessieren und bereit sind, sich auf andere als die vorherrschenden Perspektiven einzulassen, ein Forum bieten: Es geht darum, eigene Afrika-Konzepte zu entwickeln und Netzwerke zu identifizieren oder zu bilden, um diese Konzepte umzusetzen.
Die Konferenz legt großen Wert darauf, „best practices“ aus anderen Ländern vorzustellen – mit dem Ziel, Aktionsmöglichkeiten für den deutschen Kontext sichtbar zu machen.

Weitere Infos & Anmeldung:
>> Veranstaltungsflyer (PDF)
>> Konferenz-Webseite „Afrika neu denken“

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VORANKÜNDIGUNG:

Nicaragua Ausstellung „Überlebenswelten 2.0“ wandert durch Hessen

Im kommenden Sommer jährt sich der Sturz des Diktators Augustín Somozas durch die Frente Sandinista de Liberación Nacional (FSLN) zum 35. Mal. Die sandinistische Revolution in Nicaragua war für viele internationalistisch engagierte Menschen weltweit zentraler Bezugspunkt ihrer revolutionären Wünsche und Hoffnungen auf einen „Dritten Weg“, der ein Leben in Würde und Gerechtigkeit möglich machen sollte. Obwohl die FSLN seit 2006 erneut die Regierung stellt, ist es hier eher still geworden um Nicaragua. Aber die Menschen vor Ort und auch viele, die dem sandinistischen Projekt und der nicaraguanischen Bevölkerung über Jahrzehnte hinweg in Partnerschaftsinitiativen treu geblieben sind, sind immer noch aktiv und versuchen ihre Hoffnungen und Träume mit leiseren Mitteln und viel Beharrlichkeit weiter zu leben. Die Ausstellung „Überlebenswelten 2.0.“ lässt Landfrauen, Maquilaarbeiterinnen und Menschen aus der Überlebensökonomie der Städte berichteten über die Überlebensstrategien, mit der sie ihr Leben, ihren Alltag und ihre Arbeit organisierten sowie über ihre Träume, Hoffnungen und Sorgen. Aus den sehr persönlichen Blickwinkeln von Gewerkschafts- und Parteimitgliedern, JournalistInnen, MitarbeiterInnen von Frauenorganisationen, Jugendlichen sowie Kulturschaffenden thematisiert die Ausstellung die voranschreitende wirtschaftliche Globalisierung sowie die Freihandelsprojekte der USA und der Europäischen Union in Zentralamerika.

Überlebenswelten 2.0 wird ab September durch Hessen wandern, an den Orten Gießen Bruchköbel, Hanau, Frankfurt, Groß Gerau, Darmstadt und Wiesbaden zu sehen sein und von inhaltlichen Veranstaltungen begleitet werden. Nähere Informationen entnehmen Sie zeitnah unserem Veranstaltungsprogramm bzw. unserer Homepage oder kontaktieren uns in der Geschäftsstelle des EPN Hessen (per E-Mail unter info[at]epn-hessen.de oder telefonisch unter 069-913 951 70) und wir vermitteln Ihnen gerne die Kontakte zu den Gruppen vor Ort.

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NACHLESE:

Das Bild von „Entwicklungsländern“ in den Medien

Rückblick auf die Kooperationsveranstaltung vom 5. Juni in Darmstadt von Nadja Losse

Am 5. Juni 2013 veranstaltete die Katholische Hochschulgemeinde Darmstadt in Kooperation mit dem EPN Hessen einen Vortrags- und Diskussionsabend zu den Bildern, die in verschiedenen deutschsprachigen Medien von sog. Entwicklungsländern vermittelt werden. „Bilder haben eine unglaublich starke Macht, Bilder können unheimlich stark manipulieren.“ Mit diesem Satz leitete Dr. Boniface Mabanza von der Kirchlichen Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA) seinen fundierten und medial vielfältigen Input ein, indem er aufzeigte, dass die mehrheitlich wahrgenommene Berichterstattung über den afrikanischen Kontinent wenig Differenzierung beinhaltet und man häufig eher vermittelt bekomme, Afrika sei ein Land, nur von Kriegen zerrissen und von Armut sowie Korruption gezeichnet. Pauschalisierungen formen ein verzerrtes Bild, egal ob man Zeitungen, Zeitschriften, Radio-, Fernseh- oder Internetbeiträge betrachtet.

Herr Dr. Mabanza reflektierte mit den ZuhörerInnen anhand von Beispielen ihre eigenen „Afrika-Bilder“, was gleichzeitig den Einstieg in eine spannende Diskussion ermöglichte. Die Diskussion zeigte, dass „moderne“ Ideen kaum mit dem afrikanischen Kontinent verbunden werden. Die „westliche Perspektive“ produziert völlig selbstverständlich essentialistische und naturnahe Bilder und Klischees über Menschen, Landschaft, Tierwelt oder Geschichte, die ein traditionelles, rückwärtsgewandtes und von ungleichen Machtverhältnissen geprägtes Bild der unterschiedlichen Länder Afrikas vermitteln.

Um an den Bildern in den Köpfen der Menschen im globalen Norden etwas zu ändern, ist es nötig, die gesamte Gesellschaft auf allen Ebenen anzusprechen, denn bereits im Kindesalter werden unsere Gedanken und Einstellungen durch manche Lieder, Bücher, Comics oder Spiele in eine bestimmte Richtung gelenkt, ein Gegeneinander zwischen „uns hier im Norden“ und „denen dort im Süden“ produziert. Selbstverständlich gibt es auch in der Medienlandschaft qualitative Unterschiede. Tendenziell lässt sich jedoch beobachten, dass unter Zeitdruck, ökonomischen Zwängen und mangelnder Reflektion eine problembehaftete und selten realitätsnahe Berichterstattung über sog. Entwicklungsländer erfolgt.

Die gute Nachricht ist, dass jedEr von uns sich durch genaues Hinsehen, Hinhören, die Auseinandersetzung mit der Kolonialgeschichte und einer näheren Befassung mit den einzelnen Kontexten oder Gesprächen mit MigrantInnen und Angehörigen der Diaspora ein eigenes Bild und eine eigene Meinung von einem ebenso großen wie kulturell, sozial und politisch differenzierten Kontinent bilden kann.

Die Kooperationsveranstaltung fand im Rahmen des Eine Welt-PromotorInnenprogramms, Fachpromotion Migration, Entwicklung und interkulturelle Öffnung, statt. Bei Fragen oder Interesse an weiteren Kooperationen wenden Sie sich gern an Nadja Losse, nadja.losse[at]epn-hessen.de, Tel.: 069-913 951 70.

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Globales Schulkino: Motivés bringt Eine Welt-Kino in die Schule

Ab August 2013 bis Juni 2014 bietet das Globale Schulkino Filme für Nachhaltigkeit und Globales Lernen. Das Globale Schulkino ist ein Angebot der EPN Hessen-Mitgliedsorganisation Motivés e.V. zur Unterrichtsergänzung und für den Nachmittagsbereich. Es richtet sich an weiterführende Schulen und Vereine in der Region Mittelhessen. Durch den Einsatz ausgewählter Dokumentar- und Spielfilme zu verschiedenen Themen rund um die Globalisierung und die Eine-Welt, erhalten Jugendliche die Möglichkeit, sich mit globalen Themen auseinanderzusetzen, Verständnis für globale Zusammenhänge zu erlangen und ein solidarisches Verantwortungsgefühl zu entwickeln. Die Schulkinoveranstaltungen sind sowohl im Kino als auch im Klassenzimmer möglich. Jede Filmvorführung wird durch zwei TeamerInnen des Globalen Schulkinos begleitet. Weitere Bestandteile des Konzepts sind vorbereitende Gespräche, anschließende Diskussionen und Workshops zur Vertiefung der Filminhalte. Dabei kommen verschiedene Methoden wie Szenische Lesungen, Rollenspiele, Fish Bowl und Stationenarbeit zur Anwendung. Zu jedem der Filme werden darüber hinaus Materialien zur Vor- und Nachbereitung bereitgestellt.

Weitere Infos & Anmeldung:
>> Webseite „Globales Schulkino 2013/14“
>> Flyer „Globales Schulkino 2013/14“ (PDF)

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Weiterbildungsangebot der Abteilung Weltkirche im Bistum Limburg

EPN Hessen-Mitglied Abteilung Weltkirche des Bistums Limburg bietet in Kooperation mit Katholische Erwachsenenbildung – Diözesanbildungswerk sowie Katholische Akademie Rabanus Maurus/ Haus am Dom die internetgestützte Weiterbildung „Die Güter der Schöpfung sind für alle bestimmt“ an. Im Mittelpunkt stehen die Fragen, wie Zusammenleben in der Einen Welt gelingt und welche Antworten und auch Forderungen die Katholische Soziallehre für die Fragen und Herausforderungen in der globalisierten bzw. an die globalisierte Welt bereithält. Die Ausbildung umfasst die Kursinhalte „Die Arbeit hat Vorrang vor dem Kapital – Grundlagen der Katholischen Soziallehre“, „Vom Missionsverein bis zum fairen Handel – Entwicklung der Eine Welt-Arbeit“, „Gewinnen oder verlieren – Auswirkungen der Globalisierung“ sowie „Gute Arbeit und gerechter Lohn – eine gemeinsame Herausforderung“. Das Weiterbildungsangebot ist eine Kombination von Wissensvermittlung, persönlichem Studium und Diskussion mit Präsenzveranstaltungen und Internet-Lernphasen und dauert von September 2013 bis Januar 2014. Eine Anmeldung kann bis zum 10. Sept. per E-Mail an weltkirche[at]bistumlimburg.de erfolgen.

Weitere Infos:
>> Kursbeschreibung beim Bistum Limburg
>> Veranstaltungsflyer (PDF)

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Identität und die Fähigkeit zum Dialog – Eine Übung zwischen MigrantInnen und Deutschen und Frauen in Kamerun

Tageswerkstatt im Rahmen einer Dialogreihe. Von Freitag, 23. August (18 Uhr) bis Sonntag, 25. August (14 Uhr) im Haus Brot und Rosen in Frankfurt/M.
Wenn wir uns mit der Frage der persönlichen Identität und ihrer Definition befassen, dann setzen wir uns mit den höchst differentiellen Einflüssen auseinander, von denen Menschen in unterschiedlichen Kulturräumen, in Situationen von Krieg und Flucht geprägt wurden, aber auch höchst individuell und in Folge der persönlichen Begegnung mit einzelnen Menschen, die für die betreffende Person im Verlauf von Kindheit und Jugend signifikant waren.
Die Werkstatt richtet sich an Personen mit Erfahrung in der interkulturellen entwicklungspolitischen Arbeit sowie an Zielgruppen, die im kommunalen Raum als MultiplikatorInnen tätig sind sowie an Migrantinnen und Frauen in der Diaspora aus frankophonen Ländern Afrikas. Das Projekt ist Teil einer längerfristigen Kooperation zwischen der MigrantInnen- und Diasporaorganisation (MDO) KONE-Netzwerk zur Förderung der Kommunikation, der Akademie Mboko in Douala und der deutschen Nichtregierungsorganisation Christliche Initiative Internationales Lernen e.V. (CIL). Anmeldungen an: Christliche Initiative Internationales Lernen e.V., info[at]cil-frankfurt.de.

Weitere Infos:
>> Veranstaltungsflyer zur gesamten Dialogreihe

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Erd Charta Theater-Workshop „Theater für Weltveränderung“

EPN Hessen-Mitglied Ökumenische Initiative Eine Welt / Erd Charta Koordinierungsstelle lädt vom vom 4. bis 6. Oktober herzlich zu ihrem „Theater für Weltveränderung“ nach Warburg-Germete ein: „Hier können Sie mit den Erd-Charta-BotschafterInnen Catriona Blanke (Theaterpädagogin, Schauspielerin und Liedermacherin) und Torben Flörkemeier (Mitgründer des Freiburg Scientific Theatre) theaterpädagogische Methoden zur Ethik für nachhaltige Entwicklung (Erd-Charta) erkunden. Für die Bildungsarbeit, die nächste Demo oder als Straßentheater erschließen sich neue Wege, das, was uns wichtig ist, in die Welt zu bringen. Mit Freude und Lebendigkeit stellen wir dem großen Welt-Theater unsere Vorstellungen für eine neue, partnerschaftliche Weltgesellschaft gegenüber.“

Weitere Infos:
>> Erd Charta Theater-Workshop „Theater für Weltveränderung“

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terre des hommes Regionalgruppe Frankfurt am Museumsuferfest

Es ist wieder soweit! Es ist schon gute Tradition, dass sich EPN Hessen-Mitglied terre des hommes, Arbeitsgruppe Frankfurt am Museumsuferfest gleich mit zwei Zelten beteiligt (Standort: Mainufer Sachsenhäuser Seite, vor dem Museum der Weltkulturen). So auch dieses Jahr: Vom 23. bis 25. August wird im Verkaufszelt unter fairen Bedingungen hergestelltes Kunsthandwerk und Praktisches aus Asien, Zentralamerika und Afrika sowie der Frankfurter Fair Trade „Mainkaffee“ angeboten, um mit dem Erlös einen Beitrag für die Finanzierung von terre des hommes geförderten Projekten zu leisten. Das zweite Zelt dient der Information und Interaktion. Im Rahmen des Themenschwerpunktes „Wasser ist Leben“ werden hierbei die Kampagne „Our river – our life“ sowie Wasserprojekte in Vietnam und auf den Philippinen vorgestellt.
Darüber hinaus sucht die Frankfurter Gruppe auch immer wieder Menschen, die entwicklungspolitisch interessiert sind, Interesse an ehrenamtlicher Tätigkeit haben und denen es Spaß macht zu diskutieren, zu organisieren oder z. B. auf dem Museumsuferfest oder Weihnachtsmarkt hübsche Dinge zu verkaufen. Wer sich angesprochen fühlt, melde sich unter kontakt[at]tdh-ffm.de, die Frankfurter terre des hommes Gruppe freut sich immer über Menschen, die sie bei ihren Aktivitäten unterstützen.

Weitere Infos:
>> terre des hommes, Regionalgruppe Ffm
>> Webseite zum Museumsuferfest

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Stellenangebote bei NETZ Bangladesch

EPN Hessen-Mitgliedsorganisation NETZ Bangladesch bietet derzeit gleich zwei attraktive Stellen:

  • Teamleitung Fundraising und Inlandsarbeit: Das Team Inlandsarbeit schließt Fundraising, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, entwicklungspolitische Bildungsarbeit sowie Begegnungs- und Austauschprogramme ein. Die Tätigkeit beinhaltet die fachliche und personelle Leitung eines Teams von derzeit 6 MitarbeiterInnen mitsamt der konzeptionellen Weiterentwicklung, Planung, Umsetzung, Steuerung und dem Monitoring sowie der Vertretung des Bereichs in der Zusammenarbeit mit Partnern nach außen. Unbefristete Voll- oder Teilzeitstelle zum nächstmöglichen Zeitpunkt.
  • ReferentIn Fundraising und entwicklungspolitische Bildungsarbeit: Zu den Aufgaben gehören: Kommunikation mit bzw. inhaltliche Beratung und Motivation von MultiplikatorInnen; Gewinnung neuer UnterstützerInnengruppen, Konzipierung und Erstellung von Material für Fundraising und Kampagnen; Koordination, Anleitung und Beratung ehrenamtlicher MultiplikatorInnen; Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung eigener Veranstaltungen; Koordinierung des Schulpartnerschafts-Programms WeltKlasse!; konzeptionelle Weiterentwicklung; Qualitäts- und Finanzmanagement. Unbefristete Vollzeitstelle zum nächstmöglichen Zeitpunkt.

Bewerbungen per E-Mail an Diana Hoffmann: hoffmann[at]bangladesch.org

Weitere Infos:
>> Stellenausschreibung Teamleitung Fundraising/ Inlandsarbeit (PDF)
>> Stellenausschreibung ReferentIn Fundraising/ Bildungsarbeit (PDF)
>> Webseite NETZ Bangladesch

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Aus der Geschäftsstelle

Unsere ausgeschriebene PraktikantenInnenstelle ist besetzt! In den beiden kommenden Monaten August und September schaut uns Laura Scharm über die Schultern und wird die EPN Hessen-Geschäftsstelle tatkräftig unterstützen.

Laura Scharm studiert momentan den politikwissenschaftlichen Master „Empirische Demokratieforschung“ an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Praktische Erfahrungen in entwicklungspolitischer Arbeit sammelt sie beim gemeinnützigen Verein „Masifunde Bildungsförderung e.V.“, der Bildungsprogramme in Südafrika umsetzt. Kenntnisse im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit erwarb sie außerdem, als sie „Ethnologie und Afrikastudien“ im Beifach ihres politikwissenschaftlichen Bachelors studierte. Um diese auszubauen und zu vertiefen, unterstützt sie zurzeit die EPN Hessen-Geschäftsstelle als Praktikantin.

Wir heißen Laura herzlich willlkommen und freuen uns auf ihre Mitarbeit!

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Tour de Fair 2013 in Hessen:
Auf dem Rad unterwegs für den Fairen Handel

Seit über 10 Jahren trägt eine Gruppe RadlerInnen, bestehend aus Aktiven im Fairen Handel, im Sommer die Idee eines gerechteren Welthandels auf ihren Zweirädern durch das Land. Dieses Jahr – genauer seit dem 27. Juli und noch bis zum 3. August – führt die Tour de Fair durch das hessische Lahntal: Von Bad Laasphe über Biedenkopf, Marburg, Gladenbach, Gießen, Wetzlar, Burgsolms, Weilburg, Limburg, Nassau, Bad Ems, Lahnstein bis schließlich Koblenz.

Was wird mit dieser Tour quer durch Hessen bezweckt?
Der Faire Handel ist nach internationaler Definition eine Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht und nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel strebt. Fairer Handel möchte durch bessere Handelsbedingungen und die Sicherung sozialer Rechte für benachteiligte ProduzentInnen und ArbeiterInnen einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung leisten. In Zeiten einstürzender Textilfabriken in Bangladesch und immer neuer Reportagen über Kindersklaven auf Kakaoplantagen ein nach wie vor dringendes Thema. Denn obwohl in Deutschland mittlerweile über 400 Millionen Euro für fair gehandelte Produkte ausgegeben werden, sind bisher nicht einmal zwei Prozent des in Deutschland konsumierten Kaffees fair gehandelt. Noch extremer ist es bei Kakao: Hier liegt der Marktanteil bei nur 0,18 Prozent. Die RadlerInnen möchten daher mir ihrer Aktion dazu beitragen, noch stärker auf das Thema Fairer Handel Aufmerksam zu machen: In jedem Weltladen, der auf ihrer Strecke liegt, eröffnen sie Ausstellungen zum Fairen Handel oder sprechen mit BürgermeisterInnen und Stadtverordneten. Sie verteilen zudem auf ihrem ganzen Weg Flyer und suchen das direkte Gespräch mit PassantInnen.

Nachahmung wird dabei ausdrücklich empfohlen! Im Tour-Flyer finden sich die genauen Tourdaten sowie nähere Angaben zu Ausstellungen und den Weltläden entlang der Tourstrecke. Damit kann sich jedeR ganz leicht auf die Spur der Tour begeben, unterwegs die Weltläden und Ausstellungen besuchen und sich so über Fairen Handel und diesbezügliches Engagement vor Ort informieren.

Kontakt: Weltläden in Hessen e.V., info[at]weltlaeden-hessen.de Tel.: 06421 620127 während der Tour: 0176 99253759

Weitere Infos:
>> Flyer zur Tour de Fair 2013 (PDF)
>> Webauftritt von Weltläden in Hessen e.V.

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Faire Beschaffung über Grenzen hinweg:
Projekt „Jede Kommune zählt“

Jede Kommune zählt: Sozial gerechter Einkauf – Jetzt! ist ein internationales Projekt der Städte Dortmund, Wels und Třebíč in Zusammenarbeit mir der Christlichen Initiative Romero (CIR), SÜDWIND e.V. und NaZemi.

Worum geht es?
1.500 Milliarden Euro geben die Länder der Europäischen Union jedes Jahr für die Vergabe von Dienstleistungen und für die Beschaffung von Gütern aus. Diese beachtliche Summe stellt eine enorme Einkaufsmacht dar, die einen wichtigen Beitrag zur Einhaltung globaler Arbeits- und Menschenrechte sowie zum Klima- und Umweltschutz leisten könnte.
Den Löwenanteil der öffentlichen Vergaben in Europa tragen die Kommunen. Sie sind damit wichtige AkteurInnen zur Förderung von Nachhaltigkeit und würdiger Arbeit.
Ein großer Teil der eingekauften Produkte wird jedoch noch immer in Billiglohnländern unter Missachtung grundlegender Arbeitsrechte hergestellt.

Dies soll sich mit Hilfe des Projekts „Jede Kommune zählt“ ändern!
In den kommenden drei Jahren werden die Nichtregierungsorganisationen CIR, Südwind gemeinsam mit den Kommunen Dortmund, Wels und Třebíč mit Aktionen wie Workshops zu Nachweis- und Kontrollpflichten, Orientierungsangeboten zu Bewertung von Labeln und Zertifikaten, Praxis-Leitfäden oder Recherchen zu konkreten Arbeitsrechtsverletzungen die nachhaltige öffentliche Beschaffung vorantreiben und sich vor allem mit Pilotprojekten dafür einsetzen, das Prinzip FAIRgabe schon jetzt umzusetzen!

Sind Sie auch daran interessiert, die Beschaffung in Ihrer Kommune öko-sozial auszurichten? Oder möchten Sie mit Ihrer Organisation eine Kommune bei diesem wichtigen Prozess begleiten? In Hessen steht Ihnen das EPN Hessen gerne beratend zur Seite. Kontakt: Andrea Jung, Fachpromotion für nachhaltiges Wirtschaften und transnationale Kooperation andrea.jung[at]epn-hessen.de, Tel.: 069-913 951 70.

Weitere Infos:
>> Zum Projekt „Jede Kommune zählt“ auf der Webseite von CIR

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Internationale Solidarität praktisch:
Libysche Flüchtlinge treten ver.di bei

Anfang Juli konnte die Gewerkschaft ver.di in Hamburg rund 300 zusätzliche Mitgliedsbeitritte verzeichnen. Ein Mitgliederzuwachs in dieser Höhe wäre allerdings selbst in Zeiten generellen Mitgliederschwunds wenig erwähnenswert, würde es sich dabei nicht um den Beitritt jener Menschen handeln, die seit diesem Frühling als Flüchtlinge von Libyen über Lampedusa nach Hamburg gekommen sind, sich dort zunehmend zusammengefunden und organisiert haben und sich als (selbsternannte) Gruppe „Lampedusa in Hamburg“ ein gewisses öffentliches und politisches Gehör zu verschaffen vermochten.

Über die (grobe) Geschichte der aus verschiedenen westafrikanischen Staaten kommenden Männer wurde in jüngster Zeit verschiedentlich berichtet: Ursprünglich in Libyen als Wanderarbeiter lebend, wurden sie 2011 während den dortigen Kriegswirren zunehmend bedroht und vertrieben. Aus der EU kam das verstärkte Signal humanitärer Hilfe, was die Flüchtlinge dazu bewog, in den „temporären Flüchtlingsaufnahmeeinrichtungen“ im italienischen Lampedusa Schutz zu suchen. Als die EU Anfang 2013 die Zahlungen für die Auffangeinrichtungen einstellte, stattete Italien die dort lebenden Flüchtlinge kurzerhand mit einem europäischen Touristenvisum und 500 Euro aus und überlässt sie ihrem weiteren Schicksal. Ungefähr 6000 Flüchtlinge haben darauf hin Italien verlassen, rund 300 von ihnen schlugen sich nach Hamburg durch. Dort wurden sie anfänglich im Winternotprogramm aufgenommen. Als im April auch dieses Programm endete blieb ihnen noch ein befristetes Aufenthaltsrecht ohne Anspruch auf soziale oder medizinische Versorgung und ein Leben auf Hamburgs Straßen …

Seither tun sich sowohl der Hamburger Senat als auch das Bundesinnenministerium offenbar ausnehmend schwer, ernsthaft eine (prinzipiell mögliche!) Ausnahmeregelung in Erwägung zu ziehen und sich für ein Bleiberecht für die 300 Menschen einzusetzen. Aus Angst, damit einen Präzedenzfall zu schaffen und weitere europäische Grenzstaaten wie Italien oder Griechenland dazu zu animieren, weitere Flüchtlinge in Richtung Deutschland zu schicken, verwandeln sich die Menschen der Lampedusa-Gruppe im Kalkül der entscheidungsbefugten Politiker zur bloßen Manövriermasse innerhalb der Strukturen einer höchst zweifelhaften europäischen Flüchtlingspolitik: Wer gar nicht erst ‚A’ sagt, kann auch nicht in Verlegenheit kommen, später unter Umständen auch mal ‚B’ sagen zu müssen. Selbst die Möglichkeit Asyl zu beantragen bleibt den Männern verwehrt, den nach dem sog. „Dublin-II-Abkommen“ können Menschen einen solchen Antrag nur in jenem Land stellen, in dem sie zuerst europäischen Boden betreten haben (Drittstaatenregelung).

Von dort – ganz unten – aus also, begannen sich die 300 Flüchtlinge über bestehende Sprachbarrieren hinweg zur Gruppe „Lampedusa in Hamburg“ zusammenzuschließen – ein durchaus bemerkenswertes Beispiel für Selbstorganisation und Selbstempowerment in einer Situation, die vordergründig vor allem von Machtlosigkeit geprägt zu sein scheint. (Der selbstbewusst-kämpferisch wirkende Slogan „Wir haben nicht den Nato-Krieg in Libyen überlebt, um auf Hamburgs Straßen zu sterben“, illustriert die Entschlossenheit der Flüchtlinge, sich nicht tatenlos ihrem Schicksal zu ergeben. Der Satz ist in drei Sprachen auf einem von protestierenden Flüchtlingen getragenen Transparent zu lesen, das in den letzten Wochen als Foto prominent in den Medien kursierte.)

Nicht nur ideelle Unterstützung sondern auch ganz konkrete Hilfe – von Sachleistungen über Unterkünfte bis hin zu einer Petition für ein Abschiebe-Moratorium – erfuhren sie dann auch von Kirchen, einer Moschee, Verbänden, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Privatpersonen sowie auch von politischer Seite. Auch ver.di sieht im Gewerkschaftsbeitritt der libyschen Flüchtlinge bzw. in deren Aufnahme in die Gewerkschaft mehr als eine reine Solidaritätsaktion. Es soll damit laut Peter Bremme, Leiter des Fachbereichs Besondere Dienstleistungen bei der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di in Hamburg, auch ganz konkret dazu beigetragen werden, dass die Flüchtlinge perspektivisch in Hamburg leben und arbeiten können. „Wir heißen die Flüchtlinge willkommen und wollen die Beschäftigten in Hamburg mit den neuen Mitgliedern aus Libyen in einen Dialog bringen, um die Forderungen der Flüchtlinge auf eine breitere Basis zu stellen“, so Bremme. Und im Interview mit der taz fügt er hinzu: „Und wenn wir schon mal über den Tellerrand hinausgucken, können wir auch überlegen, welche Jobmöglichkeiten es gibt. Die Flüchtlinge waren in verschiedenen Berufen tätig – im Baugewerbe, im IT-Bereich oder als Friseure –, wir wollen mit Arbeitgebern in Kontakt treten.“

Dazu muss allerdings zuerst der Aufenthaltsstatus der Flüchtlinge längerfristig legalisiert werden, denn das geltende Ausländergesetz verbietet Menschen mit begrenztem Touristenvisa oder gar ohne gültigen Aufenthaltspapieren in Deutschland zu arbeiten. Das diesbezüglich durchaus gesetzlicher Spielraum besteht, haben sowohl deutsche Verwaltungsgerichte als auch der europäische Menschengerichtshof deutlich gemacht: Beide Instanzen haben laut taz erklärt, dass in italienischen Aufnahmeeinrichtungen Menschenrechte verletzt werden. Unter Berufung auf Paragraf 23 des Aufenthaltsgesetzes bestünde daher durchaus die Möglichkeit, den Flüchtlingen eine Aufenthaltserlaubnis aus humanitären Gründen zu erteilen. „Hamburg hat die Chance, zu zeigen, dass eine hanseatische ‚Willkommenskultur’, die Menschen nicht nach Nützlichkeitsaspekten sortiert“, konstatiert Bremme an anderer Stelle. Dem kann auch vor diesem Hintergrund nur beigepflichtet werden!

Spenden für die Mitgliedsbeiträge der vollkommen mittellosen neuen ver.di-Gewerkschaftskollegen aus der Lampedusa-Gruppe können auf folgendes Konto überwiesen werden: Santander Bank, BLZ: 500 333 00, KTO: 9 1000 100 60, Stichwort „Lampedusa“.

Weitere Infos:
>> taz-Interview mit Peter Bremme (10.07.2013)
>> taz-Bericht über die Lampedusa-Gruppe (14.07.2013)

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Erfolg für EU-Bürgerinitiative „Wasser ist Menschenrecht“

Ende Juni ist in den Medien der große Erfolg der EU-Bürgerinitiative „Wasser ist Menschenrecht“ (Right2Water) zu recht gewürdigt und zu weilen auch gefeiert worden. Immerhin handelt es sich bei der Initiative um die erste Bürgerinitiative auf europäischer Ebene, welche die formalen Anforderung zu erfüllen vermochte, die nötig sind, damit es zu einer Anhörung im Europäischen Parlament kommt und sich die EU-Kommission der Initiativenforderungen annimmt. Notwendig waren dazu mindestens eine Million UnterzeichnerInnen innerhalb Jahresfrist. Zudem musste im selben Zeitraum in wenigstens sieben EU-Mitgliedsstaaten eine bestimmte Quote erreicht werden. Beide Auflagen waren bereits Anfang Mai – also nur neun Monate nach Beginn der Initiative – erfüllt und damit die erste Hürde überwunden: Auch wenn die EU-Kommission die Forderungen im Endeffekt komplett ablehnen kann, so muss sie sich doch zumindest damit befassen.

Richtungsmäßig zielt die Initiative darauf ab, das von den Vereinten Nationen offiziell anerkannte universelle Recht auf Wasser und sanitäre Grundversorgung auf europäischer Ebene stärker zu verankern. Die Europäische Kommission wird im Initiativtext aufgefordert, einen Gesetzesvorschlag vorzulegen, der das Menschenrecht auf Wasser und sanitäre Grundversorgung entsprechend der Resolution der Vereinten Nationen durchsetzt und eine funktionierende Wasser- und Abwasserwirtschaft als existenzsichernde öffentliche Dienstleistung für alle Menschen fördert. Die Rechtsvorschrift soll dabei die Einhaltung von insbesondere drei konkretisierten Forderungen sicherstellen:
1. Die EU-Institutionen und die Mitgliedstaaten haben die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass alle BürgerInnen das Recht auf Wasser und sanitäre Grundversorgung haben.
2. Die Versorgung mit Trinkwasser und die Bewirtschaftung der Wasserressourcen darf nicht den Binnenmarktregeln unterworfen werden. Die Wasserwirtschaft ist von der Liberalisierungsagenda auszuschließen.
3. Die EU verstärkt ihre Initiativen, einen universellen Zugang zu Wasser und sanitärer Grundversorgung zu erreichen.
In den näheren Erläuterungen ist zum letzten Punkt zu lesen: „ … Wir sind der Überzeugung, dass die EU sich stärker für den universellen Zugang zu Wasser und sanitärer Grundversorgung einsetzen sollte. Die EU muss Ziele setzen und den universellen (globalen) Zugang Wasser und sanitärer Grundversorgung zu einem Bestandteil ihrer Entwicklungspolitik machen. Auf diese Weise kann die EU aktiv das Recht auf den globalen Zugang zu Wasser und sanitärer Grundversorgung fördern.“

Ende Juni, also nur etwas mehr als ein Monat, nachdem bekannt wurde, dass Wasser ist Menschenrecht als erste EU-Bürgerinitiative Geschichte schreiben wird, kam es im Zusammenhang mit der Initiative erneut zu Schlagzeilen: Die offizielle Bekanntgabe von EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier am 21. Juni, die Wasserversorgung tatsächlich von der umstrittenen Konzessionsrichtlinie auszunehmen und damit eine erzwungene Privatisierung von Wasser auszuschließen, machte die Runde. In zahlreichen Medien wurde es als durchschlagender Erfolg der Initiative gewertet, dass ihr Protest gegen die EU-Gesetzespläne zur Liberalisierung der Wasserwirtschaft im europäischen Raum nicht nur innerhalb der europäischen Zivilgesellschaft auf breite Unterstützung gestoßen sei, sondern auch auf höchster europapolitischer Ebene faktische Wirkung entfalte.
So beeindruckend diese ‚Erfolgsgeschichte’ bisher auch ist, aus entwicklungspolitischer Perspektive bleibt zu hoffen, dass diese momentane Verengung des medialen Blicks auf ausschließlich den zweiten Punkt des Forderungskatalogs der Initiative und diesbezügliche Erfolge nicht das Ende der Fahnenstange bedeutet. Wünschenswert wäre aus unserer Sicht ein kritisch begleitender Blick insbesondere auch darauf, wie sich die EU-Kommission in Bezug auf den dritten Punkt der Initiative verhält, in dem Wasserrechte auf globaler Ebene gefordert werden und ausdrücklich als entwicklungspolitische Aufgabe veranschlagt werden.

Weitere Infos:
>> Webseite der Bürgerinitiative „Menschenrecht auf Wasser“
>> Kontext TV-Hintergrundsendung „Der Kampf ums Wasser“ (01.06.2012)

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Wohin des Wegs nach 2015? Grundlegende gesellschaftliche Transformation oder lieber ‚ein bisschen mehr Hilfe’?

Post-MDGs? Sustainable Development Goals? A New global Partnership? Die Diskussionen um eine Post 2015 Entwicklungs-Agenda werden bestimmt durch zwei, aktuell noch parallel verlaufende Prozesse auf internationaler Ebene.
Einerseits beauftragte UN Generalsekretär Ban Ki-moon im Juli 2012 ein eigens dazu ins Leben gerufenes Beratungsgremium, ein sogenanntes „High Level Panel“, damit, einen Vorschlag für eine neue Entwicklungsagenda nach Ablaufen der Millenniumsentwicklungsziele im Jahr 2015 zu erarbeiten. Andererseits ging der ansonsten durchgängig enttäuschende Rio+20 Gipfel 2012 mit der Absichtserklärung zu Ende, neue, globale Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsziele, sogenannte Sustainable Development Goals (SDGs) mit Gültigkeitsanspruch für alle Länder und Regionen dieser Erde (sic!) zu formulieren.
Entwicklungspolitische und umweltpolitische zivilgesellschaftliche Organisationen plädieren seither immer wieder dafür, beide internationale Prozesse zusammenzuführen – gerade auch im Sinne größerer Kohärenz zwischen politischen Institutionen und Organisationen, welche auf die Umsetzung der neuen Zielvorgaben verpflichtet werden sollen.

Ende Mai nun übergab das High Level Panel, geleitet durch die liberianische Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf, dem indonesischen Präsidenten Susilo Bambang Yudhoyono dem britischen Premier Cameron, ihren Bericht an den UN Generalsekretär. Während Ban Ki-moon von einer „historischen Chance, eine neue Ära im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit einzuläuten“ gesprochen habe, bezeichnet ihn das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) als Meilenstein für die Post-2015 Agenda. Der Befund vom Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) fällt deutlich verhaltener aus. VENRO bescheinigt dem Bericht zwar positive Ansätze, er bilde allerdings „keine Grundlage für den erforderlichen sozial-ökologischen Wandel“. Der Bericht „A new global partnership. Eradicat poverty and transform economies through sustainable development“, formuliert 12 übergeordnete Ziele und 54 Unterziele, welche überwiegend auf nationaler oder lokaler Ebene umgesetzt werden sollen. Neben der Abschaffung – nicht mehr Halbierung (!) – extremer Armut bis 2030, wird u.a. die Verhinderung aller Formen der Gewalt gegen Frauen und Kinder, die Einführung eines offenen, fairen und entwicklungsfreundlichen Handelssystems, die Reform des internationalen Finanzsystems, Maßnahmen zur Begrenzung des Klimawandels und ein klarer Bezug auf Menschenrechte gefordert. Damit ist der Bezugsrahmen des Berichts erfreulich weit und anschlussfähig, z.B. an die zivilgesellschaftlichen Forderungen nach einer nachhaltigen menschenrechtsbasierten (statt hilfebasierten) und geschlechtergerechten Entwicklungsagenda formuliert. Herausforderungen gibt es gleichwohl reichlich: Imme Scholz vom DIE nennt u.a. den erheblich größeren Investitionsbedarf zur Umsetzung der Zielsetzungen, Beschränkungen, welche sich die Schwellenländer in ihrer aktuellen Aufholphase im Sinne einer globalen, nachhaltigen Transformation freiwillig auferlegen müssten oder auch die Freiwilligkeit der Ziele auf der nationalen Ebene. VENRO kritisiert, dass der Bericht Probleme des aktuellen (kapitalistischen) Entwicklungsmodells zwar anspricht, sich aber nicht dazu durchringen könne, eine radikale sozial-ökologische Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft, Produktion und Konsum zu fordern. Problematisiert wird auch, dass zwar globale Ziele formuliert, der Veränderungsbedarf aber vor allen in sogenannten Entwicklungsländern gesehen werde.

Eine neue, globale Nachhaltigkeits- und Entwicklungsagenda muss das gegenwärtige Entwicklungsmodell radikal in Frage stellen und politisch gegen massive Widerstände durchgesetzt werden. Die begonnenen Diskussionen sind spannend und motivieren dazu, sich aktiv in die Gestaltung der Agenda einzubringen. Am Freitag, 30. August laden wir herzlich zu einer ersten Diskussion auf dem Dottenfelder Hof ein: „Das Recht auf Nahrung weltweit verwirklichen! Chancen und Risiken einer neuen Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsagenda“, eine Kooperationsveranstaltung von VENRO, EPN Hessen und dem Nord-Süd Forum Frankfurt/M. u.a. (Näheres unter Kooperationsveranstaltungen).

Weitere Infos:
>> High Level Panel Bericht „A Global Partnership“
>> Imme Scholz (DIE) zum High Level Panel Bericht [nicht mehr online (EPNH-Red., März 2014)]
>> Stellungnahme von VENRO zum High Level Panel Bericht (PDF)

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Inkota&CCC: Bildungsmaterialien zum Thema Faire Kleidung

INKOTA und die Kampagne für Saubere Kleidung haben im Juni eine umfangreiche Materialsammlung im CD-Rom-Format zum Thema „Fashion – Ein globales Geschäft” herausgebracht. In fünf verschiedenen Themen-Modulen werden unterschiedliche Methoden und Materialien für die schulische und außerschulische Bildung zusammengestellt. Darüber hinaus bieten einfache Unterrichts- und Bildungseinheiten Anregungen, wie Jugendlichen vertiefende Einblicke in die Lieferkette der globalen Textilindustrie und in die Menschenrechte bei der Arbeit geboten werden können. Die Unterrichts- bzw. Bildungseinheiten sind als voneinander unabhängige Module konzipiert und können je nach Bedarf und Vorwissen in den thematischen Unterricht oder in Workshops integriert werden.Die Broschüre kann für 12 Euro auf der Webseite von INKOTA bestellt werden.Weitere Infos:
>> Informationen und Bestellmöglichkeit der CD-ROM

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Umwelt im Unterricht: Unterrichtsmaterialien zu umweltfreundlichem Konsum

Auf dem Internetportal „Umwelt im Unterricht“ sind Anfang Juli ein SchülerInnenheft sowie eine unterstützende Lehrhandreichung „Umweltfreundlich konsumieren“ veröffentlicht worden. Im 56 Seiten starken SchülerInnenheft können SchülerInnen Fragen zu den verschiedenen Bereichen des Konsums nachgehen: Wie klimafreundlich ist mein Frühstück? Woher kommt die Kleidung, die ich morgens anziehe? Ist meine Schule nachhaltig? Die SchülerInnen lernen die direkten und indirekten Auswirkungen ihres Konsums auf Mensch und Umwelt kennen. Jeder Unterrichtsvorschlag enthält Ideen für Projekte und vertiefende Aufgaben. Die Lehrhandreichung enthält methodische Hinweise für Lehrkräfte zum Arbeitsheft „Umweltfreundlich konsumieren“. Zudem umfasst das Heft Erläuterungen zum Verständnis des Begriffs „Konsum“ sowie Hintergrundinformationen für die verschiedenen Kapitel des Schülerheftes.Die Bildungsmaterialien können auf dem Portal kostenlos heruntergeladen werden.Weitere Infos:
>> Lehrerheft „Umweltfreundlich konsumieren“
>> Schülerheft „Umweltfreundlich konsumieren“

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Betterplace-lab Trendreport: NGO-Wegweiser für effektive Internet-Praxen

Das Internet ist ein Medium der tausend Möglichkeiten. Und weil die meisten Möglichkeiten relativ einfach zu realisieren sind, indem man „nur“ Software programmiert, ist der Enthusiasmus groß und Neugründungen sind zahlreich. Aus der Masse der Anwendungen, die wie auf einer bunten Wiese aus dem Nährboden des Internets sprießen, ragen aber nur relativ wenige Pflänzchen hervor, die langlebig sind. Im kürzlich erschienen Trendreport 2013 des betterplace labwerden diese langlebigen Arten der digitalen Anwendungen gezeigt. Die Herausgeber konzentrierten sich bei der Auswahl auf Webseiten und Programme, die Potential für den sozialen Sektor haben, die den sozialen Organisationen und ihren Geldgebern in Deutschland dabei helfen können, wirkungsvoller zu arbeiten. Der Trendreport 2013 kann auf der Webseite von betterplace lab bestellt werden – den Preis legt dabei jedeR selber fest! (Richtpreis: 10 Euro).Weitere Infos:
>> Zum Trendreport 2013
>> Bestellformular

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CIR&agl: Zum Stand der Tariftreue- & Vergabegesetze in den Bundesländern

Die von der Christlichen Initiative Romero und der Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt Landesnetzwerk in Deutschland (agl) e.V. herausgegebene „Synopse zum Stand der Tariftreue- und Vergabegesetze in den Bundesländern“, gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Vergabegesetze in den jeweiligen Bundesländern. Bereits dreizehn Bundesländer haben Vergabe- und Tariftreuegesetze verabschiedet, in denen sie sich zum sozial und ökologisch verantwortlichen Einkauf verpflichten. Andere sind auf dem Weg dorthin. Damit ist der Preis von Gütern und Dienstleistungen im öffentlichen Einkauf nicht mehr allein ausschlaggebender Faktor für eine Auftragsvergabe – auch soziale und ökologische Kriterien sowie der Faire Handel sollen berücksichtigt werden. Damit die neuen Vergabekriterien jedoch konsequent angewendet werden, gilt es noch einige Hürden zu überwinden. Die meisten Vergabegesetze greifen in ihren konkreten Umsetzungsregelungen zu kurz.Die Publikation kann auf der agl-Webseite kostenlos heruntergeladen werden.Weitere Infos:
>> Synopse zum Stand der Tariftreue- und Vergabegesetze (PDF)

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CorA&Brot: Dokumentation UN-Leitprinzipien Wirtschaft & Menschenrechte

In der letzten Newsletterausgabe (Newsletter 05/2013) hatten wir bereits über die UN Richtlinien für Wirtschaft und Menschenrechte bzw. über die zivilgesellschaftlichen Forderungen an die deutsche Politik, zu deren Umsetzung endlich einen verbindlichen und konkreten Aktionsplan zu verabschieden, berichtet. Nun liegt die Zusammenfassung einer Podiumsdiskussion des CorA-Netzwerks in Kooperation mit Brot für die Welt zum Thema vor, die am 17. April in Berlin mit VertreterInnen aller stattfand.Weitere Infos:
>> Dokumenation der Podiumsdikussion vom 17.04.2013 (PDF)

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Kontext TV: Neue Sendung über den stillen Krieg der EU gegen die Flüchtlinge

Das unabhängiges Nachrichtenmagazin Kontext TV hat Mitte Juli die 50-minütige Sendung „Der stille Krieg gegen die Flüchtlinge“ herausgebracht. Sie thematisiert die höchst problematische Flüchtlingspolitik der Europäischen Union: Jedes Jahr sterben an den EU-Außengrenzen Hunderte, manchmal Tausende von Migranten, insgesamt etwa 17.000 seit 1993. Menschen, die aus ihrer Heimat vor Bürgerkriegen, Klimachaos und hoher Arbeitslosigkeit fliehen, versuchen über das Mittelmeer, die kanarischen Inseln oder die Türkei nach Europa zu gelangen, um ein besseres Leben zu finden. Doch die EU ist bestrebt die Einreise mit allen Mitteln zu verhindern. Viele wählen daher den gefährlichen Weg über das Meer. Dabei ist kein Meer ist so gut überwacht wie das Mittelmeer. Seit 2006 lautet der Auftrag der Grenzschutzagentur Frontex, „Flüchtlinge abzuwehren“. Frontex bildet auch einen zentralen Baustein für das europäische Grenzüberwachungssystem EUROSUR, das 2011 gegründet wurde, um weitere High-Tech-Überwachungstechnologien wie Landroboter einzuführen. Profiteure sind vor allem Rüstungsunternehmen.Die Sendung kann auf der Webseite von Kontext TV angeschaut werden.Weitere Infos:
>> Kontext TV „Der stille Krieg gegen die Flüchtlinge“

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ISD/KOP-Kampagne „Stoppt Racial Profiling“ geht in die 2. Runde

Seit Februar 2011 läuft die Kampagne „Stoppt Racial Profiling“. Sie hat zum Ziel, über diskriminierende und rassistische Polizeipraxen aufzuklären, denn die Praxis der gezielten Kontrolle von Menschen aufgrund äußerer Merkmale ist mit dem Gleichbehandlungsgrundsatz des Grundgesetzes nicht vereinbar. Um dieses Phänomen langfristig einzudämmen, haben die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) und das Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung (BUG) im Dezember 2012 als Teil der Kampagne eine Petition gegen ‚Racial/Ethnic Profiling’ durchgeführt, die von über 12.000 Menschen unterzeichnet worden ist. Gefordert werden in der Petitionsschrift so unterschiedliche Aspekte wie dass das Bundespolizeigesetz überarbeitet und das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) angepasst wird, aber beispielsweise auch, dass Anti-Rassismus-Trainings in die Polizeiaus- und Fortbildungen aufgenommen werden.
Nun hat der ISD und die Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP) eine weitere Aktion gestartet: In dieser „zweiten Runde“ der Kampagne geht es darum, die einzelnen Vorfälle polizeilicher Diskriminierungen in ihrer Summe zu dokumentieren, denn es gibt eine Vielzahl von Vorfällen, bei denen Menschen diskriminierende Polizeimethoden erfahren. Von offizieller Seite wird dabei meist von „bedauerlichen Einzelfällen durch PolizeibeamtInnen” gesprochen. Genau an diesem Punkt setzt die geplante zweite Runde der Kampagne mit der Vorlage eines Beschwerdebriefes an die Bundespolizei an. Das System ist simpel: Einfach die von einer für KOP aktiven Strafrechtlerin formulierten Vorlage ausfüllen und an die Bundespolizei senden – eine Kopie geht an KOP.
Ziel der Aktion ist es, eine Briefwelle an die Bundespolizei auszulösen. Als Behörde kann sie mehrmalig auftretende Beschwerden nicht einfach ignorieren. Damit wird ein doppelter Zweck erfüllt: Einerseits werden Menschen durch die Briefe auf einem niedrigschwelligen Niveau handlungsfähig gemacht. Andererseits wird so das strukturelle Problem des Racial Profiling sichtbar und dokumentierbar.

Weitere Infos:
>> Kampagnen-Webseite „Stoppt Racial Profiling“
>>Beschwerdevorlage für Menschen, die Racial Profiling erfahren haben (DOC)
>> Vorlage für ZeugInnen von Racial Profiling (DOC)

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Start der europaweiten Kampagne für faire Schokolade

Am 12. Juni, dem Internationalen Tag gegen Kinderarbeit startete die europäische Kampagne „Make Chocolate Fair!“. Zu den KampagnenträgerInnen gehören Nichtregierungsorganisationen aus 16 europäischen Ländern. Hintergrund der Kampagne sind die zum Teil menschenunwürdigen Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Kakaoanbaugebieten. In Westafrika, der Hauptanbauregion für Kakao, arbeiten zum Beispiel noch immer etwa zwei Millionen Kinder auf Kakaoplantagen und davon mehr als 500.000 unter Bedingungen, die nach den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) als ausbeuterisch eingestuft und damit verboten sind. Die Kampagne „Make Chocolate Fair!” ist angetreten, dieser Ungerechtigkeit etwas entgegenzusetzen. In der Petition werden die Schokoladenunternehmen dazu aufgefordert, Kakaobauern und -bäuerinnen und ihre ArbeiterInnen fair zu bezahlen, die Menschen- und Arbeitsrechte entlang der gesamten Kakao-Wertschöpfungskette einzuhalten, ausbeuterische Kinderarbeit abzulehnen, ein unabhängiges Zertifizierungs- und Kontrollsystem anzuwenden sowie Kakaobauern und -bäuerinnen bei der Umsetzung einer nachhaltigen und diversifizierten Landwirtschaft zu unterstützen. Die KampagneninitiatorInnen wollen sich mit einer Petition an die Schokoladenindustrie wenden. Ziel sind 10.000 Unterschriften bis Mitte 2015. Dann sollen die Unterschriften an die Schokoladenunternehmen übergeben werden. Unterstützen Sie die Kampagne und unterschreiben Sie die Petition!

Weitere Infos:
>> Kampagnen-Webseite „Make Chocolate Fair!” (engl.)
>> Zur „Make Chocolate Faire“-Kampagne auf der INKOTA-Seite

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Diskutieren, beraten, feiern: Attac Sommerakademie 2013

Die diesjährige Attac-Sommerakademie steht unter dem Motto „Globalisierung 2.0 – Analysen, Aktionen, Alternativen”. Vom 24. bis 28. Juli treffen sich Attacies und Interessierte in Hamburg-Bergedorf, um darüber zu beraten, ob von einer neuen Globalisierung gesprochen werden kann, wenn Regierungen, die viele Jahre auf den freien Markt schworen, Banken retten und verstaatlichen, während gleichzeitig die Macht der Märkte und die Ungleichverteilung weiter zunehmen. Aber auch über Themen wie Demokratisierung, Klimagerechtigkeit, Welthandel und politisches Handwerkszeug werden sich die TeilnehmerInnen der größten Bildungsveranstaltung intensiv auseinandersetzen. Insgesamt über 100 tolle Veranstaltungen erwarten die TeilnehmerInnen. Die Sommerakademie bietet intensive Begegnungen draußen und drinnen, buntes Kulturprogramm, Vorträge und Workshops. Genau die richtige Gelegenheit für Neugierige mit und ohne Vorkenntnisse. Für Kopfmenschen und AktivistInnen – und für alle, die schon immer mal dabei sein wollten.

Weitere Infos:
>> Attac-Sommerakademie 2013 – Infos, Programm, Anmeldung

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Faire Woche 2013 ruft zum Mitmachen auf

Vom 13. bis 27. September findet die „Faire Woche“ statt. Es handelt sich um die jährlich durchgeführten Aktionswochen zum Thema Fairer Handel, an der sich hoffentlich auch dieses Jahr bundesweit wieder tausende engagierte Gruppen und AkteurInnen aktiv beteiligen werden. Zur Erleichterung der Vorbereitung zur Fairen Woche haben die VeranstalterInnen bereits die Aktionsleitfäden bereitgestellt. Sie bieten Anregungen und Hilfestellungen für die Planungen und enthalten Informationen zum thematischen Hintergrund der Fairen Woche 2013, zahlreiche Aktionsvorschläge, viele weitere Tipps sowie Materialien. Auf der Webseite besteht darüber hinaus die Möglichkeit, seine Aktionen in den Veranstaltungskalender einzutragen. Bereits jetzt sind dort schon weit über 1.700 Veranstaltungen eingetragen. Weitere MitmacherInnen sind herzlich willkommen!

Weitere Infos:
>> Webseite zur Fairen Woche 2013
>> Veranstaltungskalender der Fairen Woche

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ENSA-Programm läutet neue Förderrunde ein

Noch bis zum 30. September können sich VertreterInnen von Schulpartnerschaften zwischen Schulen in Deutschland und Afrika, Asien, Lateinamerika oder Südosteuropa für eine finanzielle und inhaltliche Förderung durch das ENSA-Programm bewerben. ENSA ist ein Programm von Engagement Global gGmbH, und wird im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durchgeführt. Gefördert werden SchülerInnen zwischen 15 und 24 Jahren aller weiterführenden Schulformen in Deutschland und den Partnerländern. Auf Begegnungsreisen arbeiten die Jugendlichen zu selbstgewählten Themen aus dem Bereich des Globalen Lernens. Darüber hinaus werden die Begegnungen inhaltlich-pädagogisch durch Seminare begleitet. Die für den Antrag notwendigen Unterlagen, Bewerbungskriterien und weitere Hinweise zum Programm gibt es im Internet.

Weitere Infos:
>> ENSA-Webseite

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Eine Welt Netzwerk Hamburg sucht BeraterIn Finanzpromotion

Der Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V., Dachverband entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen in Hamburg, sucht baldmöglichst, spätestens zum 1. Oktober 2013 eineN BeraterIn im Bereich Finanzpromotion als Elternzeitvertretung. Zu den Aufgaben gehören: Durchführung von Beratungen für NRO des entwicklungspolitischen Sektors u.a. zu den Themen Gemeinnützigkeit/Recht, Finanzverwaltung, Antragsstellung/Abrechnungen, Projektdurchführung; konzeptionelle Weiterentwicklung des Beratungsangebotes; Abwicklung des Antragswesens für den Arbeitgeber in Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung; Erstellung der Finanzbuchhaltung des Arbeitgebers inkl. Jahresabschluss; Erstellung der Personalbuchhaltung des Arbeitgebers; Durchführung von Fortbildungsmaßnahmen zu den oben genannten Themen. Die Stelle umfasst 20 Wochenstunden befristet auf die Zeit der Elternzeitvertretung, voraussichtlich bis 31. Mai 2014 mit Option auf Verlängerung. Bewerbungsschluss ist der 16. August 2013.

Weitere Infos:
>> Stellenausschreibung auf der ewnw-Webseite [nicht mehr online (EPNH-Red., März 2014)]

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Terminlese

Sa., 10.08. – So., 11.08.13, Frankfurt/M.
18. Afrikanisches und Karibisches Kulturfest
Veranstalter: Afrikanischer und Karabischer Kulturverein e.V.
Zum 18. Mal findet im Frankfurter Rebstockpark das größte Afrikanisch-Karibische Festival Hessens statt. Wie immer möchte der Veranstalter, der Afrikanische und Karibische Kulturverein mit diesem Familienfest der Völkerverständigung in ungezwungener Atmosphäre bei toller Feststimmung eine Möglichkeit zur Begegnung und Vernetzung schaffen und damit einen Beitrag zur Integration leisten. Gleichzeitig soll ein Gegenwicht zu dem bei uns oft dominierenden negativen Bild von Afrika geschaffen werden.

Fr., 23.08. – Sa., 24.08.13, Frankfurt/M.
Ideenmesse 2013 der Weltläden in Hessen
Ideenmesse „Fairer Handel wirkt!“ von Weltläden in Hessen e.V.
Am Freitag zwischen 16 und 19 Uhr und am Samstag zwischen 10 und 15 Uhr stellen 11 Importorganisationen des Fairen Handels ihre Ware aus, beantworten Fragen und halten Kurzinputs zu einzelnen Produkten. Am Samstag werden zwischen 10:30 Uhr und 16:30 Uhr Workshops angeboten, die die Wirkungen des Fairen Handels, die Bedeutung des „Naturland Fair – Siegels“, den Anbau von Quinoa in Bolivien und die Arbeit einer Fair-Handels Organisation in Sri Lanka thematisieren. Eine Anmeldung ist notwendig.

Mo., 02.09.13, Frankfurt/M.
Die Lage der Frauen in Nicaragua. Frauenrechte und Frauenrechteverletzungen
Mit Lesbia Boltano, Indira Morales und Teresa Castro. Eine Veranstaltung der EPN-Mitgliedsorganisation Städtefreundschaft Frankfurt-Granada e.V.
Vor einem Jahr wurde in Nicaragua das Gesetz 779 „Integrales Gesetz gegen Gewalt an Frauen“ verabschiedet. Die Situation der Frauen in Nicaragua ist geprägt vom vorherrschenden Machismo. In den ersten drei Monaten dieses Jahres wurden im ganzen Land über 8.700 Anzeigen wegen Misshandlungen durch Männer angezeigt. Viele dieser Verbrechen werden jedoch nicht konsequent verfolgt und die Zahl der Verurteilungen bleibt weiterhin gering. Drei aktive Vertreterinnen des Frauenzentrums „Casa de la Mujer Claudia Chamorro“ in Granada berichten authentisch über die aktuelle Situation.

Mo., 02.09.13, Berlin
Grenzenlos. Migration in einer begrenzten Welt
Eine Veranstaltung von Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst, Justitia et Pax, Caritas International, EPN Hessen-Mitgliedsorganisation Medico International und SÜDWIND
Die weltweiten Flucht- und Migrationsbewegungen sind eine Reaktion auf eine Globalisierung, die an den Ressourcen und Märkten in den Ländern des Südens, nicht aber an seiner Bevölkerung interessiert ist. Wir beobachten restriktive Grenzziehungen und Abschottung territorialer und politischer Räume gegen Migrantinnen und Migranten. Auf der Tagung wird die Frage nach der Legitimität von Grenzen, nach ethischen Standards in der internationalen Arbeitswelt und den sozialen Folgen des Strebens nach Wachstum und Kontrolle gestellt.

Sa., 12.10.13, Frankfurt/M.
„Die Frau lebt nicht vom Brot allein“
Gioconda Belli liest neue Gedichte und Grupo Sal Duo spielt Musik aus Lateinamerika
Die nicaraguanische Autorin Gioconda Belli („Die Bewohnte Frau“) ist mit Grupo Sal Duo und Brigitte Karner im Oktober auf Tour. Gioconda Belli verkörpert das Bild einer leidenschaftlichen, sinnlichen, selbstbewussten und politisch engagierten Frau. Ihr Repertoire erotischer und politischer Gedichte erweitert sie um einen neuen Gedichtsband „Davor, die Jugend“. Im Wechselspiel der Lesung mit der Musik von Grupo Sal Duo entsteht eine Konzertlesung der besonderen Art.

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Der EPN Hessen-Newsletter wird finanziell unterstützt vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung (HMWVL) sowie im Rahmen des Eine Welt-PromotorInnenprogramms vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ): 

Finanzielle Unterstützung erhalten wir für den Newsletter auch von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW).

 

 

Herzlichen Dank!

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