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Newsletter 12/2014

Rück- und Ausblick: ‚frankfurt postkolonial’ geht weiter

Am 13. Dezember veranstalteten EPN Hessen und die Initiative ‚frankfurt postkolonial’ ein gemeinsames Tagesseminar in Frankfurt, das bereits Aktive, v.a. aber an einer Mitarbeit Interessierte zusammenbrachte.

Die Initiative geht auf eine Tagung der Bundeskoordination Internationalismus (BUKO) zur kolonialen Geschichte und postkolonialen Gegenwart Deutschlands zurück, die 2010 in der Mainmetropole stattfand. In Frankfurt, wie auch in weiteren deutschen Städten, konstituierten sich Gruppen, die sich mit den postkolonialen Verstrickungen der Welt im Lokalen auseinandersetzen. Diese Verstrickungen – bewusst oder unbewusst – spiegeln sich bis heute u.a. auch in der entwicklungsbezogenen Arbeit wider und prägen z.B. (wirtschaftliche) Beziehungen oder Menschen- und Weltbilder der Aktiven.

Das Projekt ‚frankfurt postkolonial’ hat es sich zur Aufgabe gemacht, am konkreten Beispiel der Stadt Frankfurt/M. die Auseinandersetzung um die Geschichte des Kolonialismus und ihre bis heute andauernden Folgen anzustoßen.


Weitere Infos:
>> Frankfurt postkolonial
>> Hessen (post)kolonial
>> schwarzweiss e.V.
>> Leipzig postkolonial
>> Guter Überblick über bundesweite und internationale Aktivitäten

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RINGVORLESUNG | PODIUMSGESPRÄCH:
Di., 20.01.15* | 18 Uhr | Frankfurt/M. (Campus Westend)

„Vom schönen Schein oder Sein globaler Nachhaltigkeitsziele?“

Mit Dr. Steffen Bauer (DIE), Bernd Ludermann (welt-sichten). Moderation: Prof. Dr. Uta Ruppert (Uni Frankfurt/M.). Entwicklungspolitisches Netzwerk Hessen e.V., Uni Frankfurt/M., GIZ und SID laden im Rahmen der Lecture Series on Global Development ein

(* = Neuer Termin aufgrund krankheitsbedingter Terminverschiebung!)

Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Die Rio+20 Folgekonferenz der UN über Umwelt und Entwicklung endete mit dem Auftrag, für die Post-2015 Agenda einen differenzierten Katalog global verbindlicher Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals/SDG) zur Ablösung der Millenniumsentwicklungsziele (MDG) zu erarbeiten. Gleichzeitig umschließt der Nachhaltigkeitsdiskurs zahlreiche Widersprüche wie etwa die nur sehr bedingte Vermittelbarkeit zwischen den Dimensionen ökonomischer mit sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit.
Nachhaltigkeit ist also nicht nur allgegenwärtig, sie bleibt auch strategisch unterbestimmt. Kann ein solch ungeklärter Begriff trotzdem als politikleitende Zielsetzung funktionieren und welche Bedingungen müssen dafür erfüllt sein? Wie ist der aktuelle Stand der Debatte und wie weit ist die Integration von Nachhaltigkeits- und Entwicklungszielen bereits vorangeschritten? Welche AkteurInnen sind beteiligt? Welche Widerstände müssen identifiziert und welche Strategien definiert werden, um Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsziele auf nationaler Ebene umzusetzen? Braucht es neue Steuerungsmechanismen und Ressourcen, um globale SDG durchsetzbar zu machen?

Weitere Infos:
>> Vom schönen Schein oder Sein globaler Nachhaltigkeitsziele?
>> Veranstaltungs-Flyer (PDF)

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TAGUNG
Fr., 23.01. (13h/18h) – Sa., 24.01.15 (17h) | Hofgeismar

Mit Herz, Hand und Fairstand. Fairer Handel und Globales Lernen

Tagung zum Fairen Handel und Globalen Lernen. KooperationspartnerInnen: EPN Hessen, Ev. Akademie Hofgeismar, Forum Fairer Handel, Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) und Weltladen-Dachverband

Der Faire Handel bewegt – und ist in Bewegung. Schulisch oder außerschulisch, in der Grundschule oder in der Erwachsenenbildung: der Faire Handel ist ein Lernfeld, das entwicklungspolitische Bildung erfahrungs- und handlungsorientiert möglich macht. Die Tagung dient dem Austausch, der Vernetzung und der Reflexion über Voraussetzungen und Ziele Globalen Lernens. Eingeladen sind alle, die sich für Fairen Handel und entwicklungspolitische Bildung interessieren, Fachleute aus der außerschulischen Bildungsarbeit, Weltladen-MitarbeiterInnen sowie LehrerInnen.

Im Vorfeld der Tagung besteht zudem die Möglichkeit am Seminar „Generationenvielfalt in Weltläden als Chance für die Bildungsarbeit“ (13-18 Uhr) teilzunehmen. Hier soll ein Zugang zum Thema Generationenvielfalt im Fairen Handel eröffnet sowie neue Methoden des intergenerationellen Lernens vorgestellt und ausprobiert werden. Ausgangspunkt ist dabei der häufig anzutreffende Umstand, dass Mitarbeitende in Weltläden meist verschiedenen Generationen angehören und einzigartige Perspektiven auf den Fairen Handel und die Weltläden mitbringen. Der Austausch der Generationen eröffnet somit auch neue Möglichkeiten und Chancen für die Bildungsarbeit. Im Zentrum steht die Frage, wie am besten miteinander und voneinander gelernt werden kann. (Es fallen keine zusätzlichen Teilnahmekosten an!)

Weitere Infos:
>> Veranstaltungsflyer mit Programm

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MULTI-FORTBILDUNG
Mo., 02.02. (11h) – Di., 03.02.15 (17h) | Niederkaufungen bei Kassel

Was wächst, wenn die Wirtschaft wächst?
Postwachstum im Globalen Lernen

Fortbildung für die Bildungsarbeit und den Unterricht zu den Themen Wirtschaftswachstum und Wachstumskritik. KooperationspartnerInnen: EPN Hessen, Fairbindung und Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW)

Wirtschaftswachstum prägt die Ausrichtung der Arbeit, der Politik, unser alltägliches Denkens, es bestimmt unser Handeln. Und egal ob für Arbeitslosigkeit, Staatsverschuldung oder Armut: Wachstum gilt als ‚die’ Lösung vieler gesellschaftlicher Probleme. Selten gefragt wird dabei, ob grenzenloses Wachstum auf einem Planeten mit begrenzten Ressourcen überhaupt möglich ist? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Fortbildung.
Anhand des Methodenhefts „Endlich Wachstum – Materialien für die Bildungsarbeit“ werden Ansätze gezeigt, wie jungen Menschen zwischen 15 und 25 Jahren das Thema Wirtschaftswachstum, dessen Grenzen und Alternativen näher gebracht werden können. Ziel der Fortbildung ist es, Wirtschaftliche Konzepte zu verstehen, eigene Handlungsspielräume zu entwickeln und die Wirtschaft der Zukunft bewusster mitgestalten zu können.
Die Veranstaltung richtet sich an MultiplikatorInnen, JugendleiterInnen, LehrerInnen und weitere Interessierte. Um Anmeldung wird gebeten bis zum 16. Januar. (Anmeldekontakt: Wolfgang Dawin wolfram.dawin[at]ekkw.de, Tel.: 0561/9378-383.)

Weitere Infos:
>> Veranstaltungsflyer

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FILMNACHT
Di., 03.02.15 | 19h-22h | Frankfurt/M. (Haus am Dom)

Lange Nacht des Menschenrechts-Films

Filmvorführungen der PreisträgerInnen des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises 2014 und Filmgespräche. KooperationspartnerInnen: Ev. Medienzentrale Ffm, Ev. Akademie Ffm, Haus am Dom, Pro Asyl, Jugendherbergen Hessen sowie EPN Hessen, medico international, amnesty international und Frankfurter Anwaltsverein

Am 6. Dezember 2014 wurde anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte zum neunten Mal der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis verliehen. Der Preis zeichnet in sechs verschiedenen Kategorien herausragende Filmproduktionen aus, die Geschichte, Wirkungen und Bedeutung der allgemeinen Menschenrechte thematisieren. Der Filmpreises will breite Teile der Gesellschaft auf die ungebrochene Aktualität der Menschenrechte und deren Schutz hinweisen sowie zum Handeln ermutigen.

In diesem Jahr hatten sich mehr als ein Drittel aller Einreichungen Fluchtursachen, Fluchtverläufen und den Bedingungen für Schutzsuchende angenommen. Entlang dieses sich millionenfach wiederholenden Schicksalsstrangs werden in den Filmwerken auf unterschiedliche Weise Menschenrechtsverletzungen sichtbar gemacht.

Am 3. Februar wird in der „Langen Nacht des Menschenrechts-Films“ eine Auswahl der prämierten Filme gezeigt. Ergänzend zu den Filmpräsentationen diskutieren FilmemacherInnen, ExpertInnen und Menschen mit Fluchtbiografien in Filmgesprächsrunden. Die Veranstaltung ist kostenlos und für alle Interessierten offen.

Weitere Infos:
>> Programm der Langen Nacht
>> Webseite des Deutschen Menschenrechts-Filmpreis

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STUDIENTAG
Sa., 07.02.15 | 10-17h | Kassel

Christentum und Islam – gemeinsam unterwegs zu Fairem Handel(n)

Studientag zu gerechtem Wirtschaften. KooperationspartnerInnen: Zentrum Ökumene der EKKW und EKHN, EPN Hessen, Islamische Informations- und Serviceleistungen e.V. (IIS), Hima e.V. und Weltladen Bornheim

Gerechtigkeit ist ein zentrales Thema vieler Religionen. Was sagen Islam und Christentum zu gerechtem Wirtschaften? Bieten Koran und Bibel theologische Grundlagen für fairen Handel? Welche Rolle spielt der faire Handel in der Praxis religiöser Akteurinnen und Akteure? Der Studientag macht genau diese Fragen zum Thema. Ziel ist es, den Fairen Handel aus der Perspektive zweier Religionen zu beleuchten und zu gemeinsamem Handeln anzuregen.
Teil der Veranstaltung sind verschiedene Impulsreferate, eine Podiumsdiskussion sowie parallele Arbeitsgruppen.

Weitere Infos:
>> Veranstaltungsflyer mit Programm

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Fr., 22.03. – So., 24.03. & Fr., 29.05. – So., 31.05.2015 | Warburg-Germete

Ökumenische Initiative Eine Welt: Ausbildung Erd-Charta Botschafterin

MultiplikatorInnen-Ausbildung

Die Ökumenische Initiative Eine Welt e.V. bietet als deutsche Erd-Charta Koordination im Frühjahr 2015 die nächste Erd-Charta MultiplikatorInnen-Ausbildung an. Sie richtet sich an alle, die Lust auf politische Veränderungen und entsprechende Bildungsarbeit haben und sich gemeinsam mit der Erd-Charta auseinander setzen wollen. Die beiden Wochenenden sollen dazu befähigen, die Erd-Charta selbst weiter zu geben, in einer Erd-Charta-Gruppe aktiv zu sein, einen Workshop durchzuführen, mit der Jugendgruppe spielerisch die Erd-Charta zu erschließen, regionale Projekte zu verwirklichen, an der Uni oder auf einem Kongress einen Vortrag zu halten … – je nach Lust und Interesse der Teilnehmenden!
Zur Ausbildung gehören eine Vielfalt von Methoden und praxisorientiertes Lernen. Erd-Charta-ExpertInnen geben inhaltliche Inputs über Entstehung und Kontext, den Rahmen „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) und Globales Lernen sowie aktuelle Bildungsprojekte und Umsetzungen der Erd-Charta. Gemeinsam wird erarbeitet, wie die Erd-Charta an verschiedene Zielgruppen vermittelt werden kann. Erste eigene Workshop-Einheiten werden präsentiert.
Anmeldungen erwünscht bis zum 20. Februar. Alle neuen Erd-Charta BotschafterInnen können im Anschluss an die Ausbildung vom 18. bis 20. September 2015 am vertiefenden Erd-Charta Seminar für aktive Erd-Charta BotschafterInnen teilnehmen.

Weitere Infos:
>> „Werden Sie Erd-Charta BotschafterIn!“
>> Anmeldung

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Fr., 09.01.2015 (19h) | Fronhausen

Imbuto: Kooperationsveranstaltung „Flüchtlinge in Fronhausen“

„Flüchtlinge in Fronhausen (Landkreis Marburg-Biedenkopf) – Was habe ich damit zu tun?“. ReferentInnen und Podiumsgäste: Marlies Knoops (M.A. Friedens- und Konfliktforschung, Beratungsstelle für Flüchtlinge des Diakonischen Werkes Oberhessen) und Marian Zachow (Erster Kreistagsbeigeordneter). Moderation: Hildegard Schürings (Imbuto e.V.)

Viele Menschen müssen ihre Heimat wegen kriegerischer Auseinandersetzungen verlassen – wie derzeit beispielsweise in Syrien und im Irak. Die Menschen fliehen vor Gewalt, suchen Schutz und Asyl in anderen Ländern, zum Teil auch in Deutschland. Auch im Landkreis Marburg-Biedenkopf gibt es viele Schutzsuchende und entsprechende Strukturen, die diese Menschen begleiten. In den letzten Monaten ist bei einem Teil der Bevölkerung große Hilfsbereitschaft spürbar. Um die Menschen, die in der Gemeinde Fronhausen leben, über die aktuelle Situation in der Region zu informieren, lädt Imbuto e.V. in Zusammenarbeit mit verschiedenen Vereinen und Gruppen Interessierte ins Bürgerhaus Frohnhausen ein. Frau Knoops wird über die Rahmenbedingungen eines „Flüchtlingsweg“ informieren: wie sind die gesetzlichen Regeln, wer ist für was zuständig, was bedeutet dies für die Bewohner der Region und welche Strukturen gibt es, die die Menschen begleiten? Marian Zachow, wird über die aktuelle Situation im Landkreis sowie zu den geplanten Maßnahmen im Jahr 2015 berichten. Die anschließende Diskussion moderiert Hildegard Schürings.

Die InitiatorInnen freuen sich, wenn die Veranstaltung durch ein breites Bündnis von Gemeinde Fronhausen, Parteien, Vereinen sowie Kirchengemeinden und religiösen Gemeinschaften unterstützt wird. Kontakt bei Interesse an einer Zusammenarbeit: Angelika Baier-Schops & Burkhard Schops b.schops[at]t-online.de, Tel., 06426-1295 sowie Hildegard Schürings h.schuerings[at]imbuto.net, Tel., 06426-5637.

Weitere Infos:
>> Veranstaltungsankündigung
>> imbuto e.V.

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Mo., 19.01. – Mi., 21.01.15 | Fr., 30.01. – So., 01.02.15

CIL / KONE / Akademie Mboko: Dialogwerkstatt „Inklusion und Illusion II“

Vom 18. Januar bis 01. Februar 2015 lädt die Christliche Initiative Internationales Lernen (CIL) mit ihren KooperationspartnerInnen KONE, Frankfurt und der Akademie Mboko, Douala zu einer Werkstatt-Reihe ein. Die Reihe besteht aus mehreren Modulen, die einzeln oder als Gesamtpaket belegt werden können.
Mit Lernerfahrungen, ihrem eigenen ExpertInnensein und der Gestaltung von Masken unter Anleitung einer Künstlerin beschäftigen sich die TeilnehmerInnen, darunter sechs Frauen der kamerunischen Zivilgesellschaft, vom 19. bis 21. Januar im Wilhelm-Kempf-Haus Wiesbaden.
In Tagesveranstaltungen an verschiedenen Lernorten haben entwicklungspolitischen Organisationen sowie die Gäste aus Kamerun Gelegenheit, ihre Themen zu diskutieren: Vorgesehen ist ein Besuch bei Weltläden in Hessen, außerdem werden Themen wie ‚Mitbestimmung / Frauen-Not-Gesundheit / Frauen wirtschaften‘ behandelt. In der Abschlusswerkstatt vom 30. Januar bis 1. Februar geht es um die Entwicklung von Lernentwürfen, von den Teilnehmenden aus Momenten ‚zündender’ Praxiserfahrung entwickelt, präsentiert und diskutiert.

Teilnehmerbeiträge je nach Werkstatttyp: 10 Euro bis 80 Euro. Anmeldung: per E-Mail ute.wannig[at]cil-frankfurt.de oder per Tel. 069-28 49 24.

Weitere Infos:
>> Programmübersicht Dialogwerkstatt „Inklusion und Illusion II“ (PDF)

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Nachlese: CBM-Diskussion über die Notwendigkeit inklusiver Entwicklungszusammenarbeit

[Modifizierte Fassung des Veranstaltungsberichts der Christoffel-Blindenmission (CBM)] Im Zuge der Ausarbeitung der Post-2015-Entwicklungsagenda setzt sich die Weltgemeinschaft derzeit mit einer Vielzahl von Vorschlägen zum ‚besten Weg nachhaltiger Entwicklung’ auseinander, bevor im nächsten Jahr die Vereinten Nationen final darüber entscheiden werden. Die EPN Hessen Mitgliedsorganisation Christoffel-Blindenmission (CBM) fordert dabei immer wieder eindringlich dazu auf, bei diesen Entscheidungsprozessen Menschen mit Behinderungen nicht zu vergessen!
Dazu lud die CBM am 3. Dezember VertreterInnen aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft zu einer Podiumsdiskussion im Berliner Allianz Forum ein, um gemeinsam über die Notwendigkeit einer inklusiven Entwicklungszusammenarbeit (EZ) sowie über die Möglichkeiten ihrer konkreten Umsetzung zu diskutieren.

©CBM/Harms


Weitere Infos:
>> Podcast der Veranstaltung zum Nachhören
>> Veranstaltungsbericht der CBM
>> Christoffel-Blindenmission (CBM) e.V.

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Aus der Geschäftsstelle – Kurze Winterpause

Seit dem 22. Dezember macht die EPN Hessen-Geschäftsstelle offiziell Winterpause – was auch für den kurzen Rest des verbleibenden Jahres und die erste Woche im neuen Jahr noch so bleiben wird. Nur mit diesem Newsletter melden wir uns zwischendurch ganz kurz und nutzen dabei die Gelegenheit uns am Ende unseres Jubiläumsjahres bei allen für die gemeinsame Arbeit, für Unterstützung, für Anregungen, Ideen, Austausch, Geduld, Interesse, Neugier, Vertrauen und konstruktive Kritik herzlich zu bedanken! Ab dem 5. Januar sind wir wieder voll für Sie da und „in Bewegung“ – und freuen uns auf spannende Zusammenarbeit und Projekte im nahen Jahr 2015!

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Jetzt erst recht! Große Solidarität für Attac

Mitte Oktober hat die Nachricht die Runde gemacht, dass das Frankfurter Finanzamt dem globalisierungskritischen Netzwerk Attac die Gemeinnützigkeit rückwirkend auf 2010 aberkennt. Seither hält die Welle der Empörung und Solidaritätsbekundungen ungebrochen an. Beistand erfährt Attac dabei von einer breite Basis: Zahlreiche Nichtregierungsorganisationen, darunter etwa auch Oxfam, Greenpeace und Pro Asyl, drücken in öffentlichen Erklärungen ihre Solidarität aus und kritisieren den Entzug der Gemeinnützigkeit scharf.

Das Finanzamt stützt sich in seiner Begründung darauf, dass Attac in seiner Arbeit auch „allgemeinpolitische Ziele“ verfolge – und politische Zwecke zählten eben grundsätzlich nicht zu den gemeinnützigen Zwecken. Doch selbst Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann äußert Unverständnis gegenüber dem Bescheid und bezeichnet ihn als ein „völlig falsches Signal“: bürgerschaftliches Engagement müsse gefördert und nicht erschwert werden!


Weitere Infos:
>> „Jetzt erst recht“ – Attac-Aufruf

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„0,7-Prozent“ – irgendwo zwischen leerer Zielmarke und ambitionierter Floskel

Ende November wurde der Bundeshaushalt 2015 verabschiedet, und erneut wurden die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (EZ) lediglich in sehr geringem Maße aufgestockt. Der Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) übte bei Bekanntgabe der verabschiedeten Haushaltszahlen in seiner Pressemitteilung („Bundeshaushalt 2015 – Zielmarke 0,7 klar verfehlt“) umgehend harsche Kritik und sprach von einem „Skandal“.

1970 formulierten die Vereinten Nationen das ambitionierte Ziel, die Industrieländer würden ihre Finanzmittel für die öffentliche EZ schrittweise bis auf 0,7 Prozent ihres jeweiligen Bruttonationaleinkommens bzw. Bruttosozialprodukts anheben. Sollte das Ziel ursprünglich bis Mitte des damaligen Jahrzehntes erreicht werden, wurde der Zeitpunkt der Zielerreichung laufend in Richtung Zukunft verschoben. Zuletzt verpflichteten sich die EU-Staaten im Jahr 2005, das 0,7-Prozent-Ziel bis 2015 zu erreichen. Nur ganz wenige Staaten sind bisher ihrem Versprechen nachgekommen, die meisten sind von der Zielmarke noch immer meilenweit entfernt und näherten sich ihr in den letzten Jahren in kaum nennenswertem Maße. So auch die Bundesrepublik Deutschland: Mit unrühmlichen 0,38 Prozent im kommenden Jahr 2015 liegt sie im europäischen Staatenvergleich im unteren Mittelfeld. Gegenüber den 0,37 Prozent im laufenden Jahr sind dabei auch keinerlei glaubwürdige Verbesserungsbemühungen erkennbar.


Weitere Infos:
>> VENRO-Kritik am Bundeshaushalt 2015

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3, 2, 1, … Europäisches Jahr für Entwicklung 2015!

Der Countdown läuft – nur noch wenige Tage, dann geht es los mit dem Europäischen Jahr für Entwicklung 2015 (EJE)! Im kommenden Jahr will die Europäische Union mit dem EJE intensiv über die europäische Entwicklungszusammenarbeit und die Rolle der EU und ihrer Mitgliedstaaten in der globalen Entwicklungs- und Nachhaltigkeitspolitik diskutieren und eine breitere Öffentlichkeit für das Thema gewinnen.

Der Zeitpunkt ist dabei nicht zufällig gewählt, den für die Entwicklungspolitik werden im Jahr 2015 auf internationaler Ebene entscheidende Weichen gestellt: Bereits in wenigen Wochen beginnt die Weltgemeinschaft die Verhandlungen um die sogenannte Post 2015-Agenda für nachhaltige Entwicklung. Die ausgehandelten Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsziele ihre Ziele sollen die Nachfolge der acht Millenniumsentwicklungsziele (MDGs) antreten. Im September soll die neue Entwicklungsagenda stehen und auf der UN-Konferenz in New York final formuliert werden. Dabei scheint mittlerweile auch den politischen EntscheidungsträgerInnen klar geworden zu sein, dass die Ziele der Entwicklungsagenda auch in einer breiten Öffentlichkeit diskutiert werden müssen, wenn sie von der Zivilgesellschaft wirklich mitgetragen werden sollen. „Diese breiten Diskussionen müssen stattfinden, sonst hilft jeder Gipfel und jede ‚Zukunftscharta’ rein gar nichts“, brachte es Welthungerhilfe-Geschäftsführer Wolfgang Jamann kürzlich in einer Podiumsdiskussion zum EJE knapp auf den Punkt. Unter dem Motto „Unsere Welt, unsere Würde, unsere Zukunft“ soll deshalb im Rahmen des EJE und der damit verbundenen Kommunikationskampagne über die Entwicklungspolitik der EU und der Mitgliedsstaaten breit informiert, das zivilgesellschaftliche Bewusstsein für globale Zusammenhänge geschärft sowie aktives Engagement gefördert werden.


Weitere Infos:
>> Deutsche Webseite zum Europäischen Jahr für Entwicklung 2015 (online ab 1. Januar)
>> Wissenswertes über das Förderprogramm FEJE bei Engagement Global

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Erfolge der EU Vergaberichtlinie im deutschen Vergaberecht verankern!

Am 18.4.2014 trat die neue europäische Vergaberichtlinie in Kraft und löste damit die Vorgaben aus 2004 ab, deren Umsetzung in deutsches Vergaberecht dann noch bis 2009 auf sich warten ließ. Die neuen Richtlinien müssen nun bis April 2016 in deutsches Recht umgesetzt werden. Für den Prozess ist innerhalb der Bundesregierung das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie federführend zuständig. Angesichts der Tatsache, dass die neue Richtlinie die Verankerung umweltbezogener und sozialer Kriterien wie etwa den ILO Kernarbeitsnormen in öffentlichen Ausschreibungen und Vergabeverfahren ausdrücklich stärkt, bleibt zu hoffen, dass sich diese nicht nur zeitnah in bundesdeutschem Recht niederschlägt. Außerdem muss die Bundesregierung darüber hinaus weisende, flankierende Maßnahmen ergreifen, um ihrer politischen Verantwortung für die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards entlang der Produktions- und Lieferketten nachzukommen. Um sich auch bis 2016 weiterhin mit kritisch-konstruktiven Vorschlägen in den Umsetzungsprozess auf nationaler Ebene einzubringen, hat das aus gut 50 zivilgesellschaftlichen Organisationen bestehende Netzwerk für Unternehmensverantwortung CorA am 21. November ein Positionspapier zur Umsetzung der EU-Vergaberichtlinie in deutsches Recht veröffentlicht.
In diesem sind die entscheidenden Punkte für die effektive Verankerung sozialer und ökologischer Kriterien zusammengefasst sowie konkrete Vorschläge an die Bundesregierung – sowohl was die Reform des Vergaberechtes als auch für notwendige Begleitmaßnahmen zu dessen effektiver Umsetzung und Kontrolle.


Weitere Infos:
>> Ausführliches Positionspapier des CorA Netzwerkes
>> Zur Verabschiedung der EU-Richtlinien im Newsletter 01/2014
>> Die aktualisierten EU Richtlinien (PDF)

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Alternativen im Schatten einer enttäuschenden Klimakonferenz in Lima

Am 14. Dezember ist nach zweitätiger Verlängerung die UN-Klimakonferenz im peruanischen Lima zu Ende gegangen. Eigentlich hätte es spätestens seit der Vorstellung des alarmierenden fünften Berichts des Weltklimarats (IPCC) in diesem Frühjahr klar sein müssen: Es bleibt uns als Weltgemeinschaft keine Alternative zu entschlossenem und zielgerichtetem Handeln, wenn wir nicht schnurgerade auf die verheerenden Folgen eines nicht mehr kontrollierbaren Klimawandels zusteuern wollen. Doch diese Erkenntnis scheint an diesem Weltklimagipfel, an dem Delegierte aus 195 Nationen teilgenommen haben, weitgehend ignoriert worden zu sein.

Die mühsam ausgehandelten Beschlüsse der Konferenz wurden daher auch von den meisten zivilgesellschaftlichen Gipfel-BeobachterInnen vorwiegend kritisch beurteilt: Die strittigen Punkte seien nach wie vor ungelöst, so beispielsweise die Finanzierung des weltweiten Klimaschutzes oder die Verpflichtungen der einzelnen Nationen für die Reduzierung der Treibhausgase. Die ausgehandelten Anforderungen, die die Staaten hinsichtlich Transparenz und Vergleichbarkeit ihrer nationalen Reduktionsziele erfüllen müssen, seien viel zu schwach und erlaubten keine ernsthafte Überprüfung. Auch die angekündigten Klimaschutzmaßnahmen im bilateralen Vertrag der beiden Länder mit den höchsten klimaschädlichen Emissionswerten, die USA und China, seien viel zu unambitioniert und trügen kaum zur Einhaltung des 2-Grad-Klimaziels bei. Zu stark sei mittlerweile auch der Einfluss der Konzerne, zu gering die Anstrengungen für Klimagerechtigkeit. Die „Sprache der Menschenrechte“, also beispielsweise die Thematisierung von Geschlechtergleichstellung oder von Rechten indigener Bevölkerungen, seien damit völlig in den Hintergrund gedrängt worden … – Als vielversprechende Basis für ein neues, ambitioniertes Klimaschutzabkommen, das im Dezember 2015 an der UN-Klimakonferenz in Paris beschlossen werden und 2020 in Kraft treten soll, taugen die Beschlüsse, die in Lima getroffen wurde, also offenbar kaum. Wer sich hier zu viel erhofft hatte, konnte nur enttäuscht werden.


Weitere Infos:
>> umfangreiche Linksammlung zur Klima-Konferenz in Lima von Alliance Sud
>> ausführlicher Blog-Artikel der Heinrich-Böll-Stiftung
>> Infobroschüre zu den beiden Lima-Gipfel von der Informationsstelle Peru (PDF)
>> Webseite des alternativen „Cumbre de los Pueblos“
>> „ … Anerkennung der lokalen Ebene …“ – Pressemitteilung des Klima-Bündnis

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Nicht nur am 25. November – Tag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen

Seit fünfzehn Jahren gilt der 25. November als UN Jahrestag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen (im Englischen International Day for the Elimination of Violence against Women). Bereits 1981 riefen karibischen und lateinamerikanischen Feministinnen den Tag aus, um an die Schwestern Mirabal zu erinnern, die 1960 für ihren Widerstand gegen den damaligen Diktators Rafael Trujillo in der Dominikanischen Republik ermordet worden waren.

Das Befremdliche an dem sozialen Phänomen der Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist seine Alltäglichkeit und erschreckende Normalität. Sie benötigt keinen besonderen Grund und gar Anlass, ist als durch und durch globales Phänomen tief in nahezu allen Gesellschaften verankert und definiert dort den Zugang zu Macht, Ressourcen, Freiheit für Frauen und Männer grundsätzlich unterschiedlich. Quer durch alle Klassen, in allen Religionen und Weltregionen oder ‚Kulturen’. Sie tritt in vielerlei Gestalt auf – physisch, sexualisiert, psychisch oder ökonomisch, im ‚Privaten’, z.B. in Ehen, Partnerschaften und Verwandschaftsbeziehungen wie auch in der ‚Öffentlichkeit’, etwa am Arbeitsplatz aber auch in Formen von Frauenhandel oder Zwangsprostitution. Gewalt gegen Frauen eskaliert häufig in Konflikt- und Kriegssituationen aber auch in anderen wirtschaftlichen und politischen Umbruchsituationen, in denen gesellschaftliche Hierarchien neu verhandelt und familiäre Ordnungen in Frage gestellt werden.


Weitere Infos:
>> WHO Studie „Global and regional estimates of violence against women“ (engl.)
>> UN Women-Themenseite „Beendigung der Gewalt gegen Frauen“ (nicht mehr online, Anm. der EPNH-Red.)
>> Amnesty International dokumentiert Fälle systematischer Diskriminierung

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Netz Bangladesch: Bilder und Geschichten eines Empowerment-Projekts

Der Fotojournalist Rolf K. Wegst erzählt in beeindruckenden Bildern von einer Reise in das nördliche Bangladesch. Zusammen mit Texten der Journalistin Maike Böhm schildert der Bildband „5 Day Trip to Bangladesh“ Geschichten von Frauen und Familien, die am Empowerment-Projekt „Ein Leben lang genug Reis“ der Bangladesch-Organisation NETZ teilnehmen. Selbstbewusst, erfrischend, zum Nachdenkend anregend sind die Geschichten der Frauen. Denn Rolf K. Wegst zeigt die Menschen nicht als bedürftige HilfsempfängerInnen, sondern als AkteurInnen der Entwicklung ihrer Dörfer.Der 72 Seiten starke Bildband zur gleichnamigen Fotoausstellung „5 Day Trip to Bangladesh“ kostet 13 Euro und kann direkt auf der Webseite von NETZ bestellt werden.

Weitere Infos:
>> „5 Day-Trip to Bangladesh“-Bestellseite
>> Zum Projekt „Ein Leben lang genug Reis“

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Facing Finance: Neuer Report über schmutzige Profite globaler Konzerne

Zum Internationalen Tages der Menschenrechte am 10. Dezember veröffentlicht Facing Finance e.V. den Bericht „Dirty Profits 3“. Die Publikation ist ein zivilgesellschaftliches Kooperationsprojekt, für das über 30 AutorInnen aus 10 Ländern weltweit recherchiert und geschrieben haben. Der Bericht macht deutlich, dass so manches Geschäftsmodell global agierender Unternehmen und ihrer Finanzdienstleister gravierende Verstöße gegen international etablierte Normen und Standards billigend in Kauf nimmt – sei es in Form massiver Menschenrechtsverletzungen, Korruption, Ausbeutung und Umwelt- oder Klimazerstörung. Die Studie berichtet über konkrete Fälle aus der korruptionsanfälligen Pharmabranche und über Unternehmen wie Chevron, Shell, Gazprom oder Coal India, die gigantische CO2-Emissionen zu verantworten haben. Aber auch die massiven Arbeitsrechtsverletzungen von Textilfirmen wie Gap oder Walmart, die sprunghaft ansteigende Nachfrage von Großunternehmen nach Land in Staaten des globalen Südens sowie die maßgebliche Unterstützung dieser Unternehmen durch führende europäische Finanzinstitute werden thematisiert.
Dokumentiert werden auch eine Reihe von Selbstverpflichtungen der Konzerne und Finanzdienstleister, die aber laut Bericht bei weitem nicht ausreichen, um massive Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörungen zu verhindern. „Dirty Profits 3“ setzt sich dementsprechend für eine rasche Umsetzung der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte ein, über die wir bereits wiederholt berichteten.Die PDF-Version des in englischer Sprache verfassten Berichts kann kostenlos heruntergeladen werden.Weitere Infos:
>> „Dirty Profits 3“ (PDF, engl.)
>> Ausführliche Pressemeldung zum Bericht (PDF)

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Neue deutsche Medienmacher:
Formulierungshilfen für eine reflektierte Berichterstattung im Einwanderungsland

Medienberichte sollten im Allgemeinen möglichst wertfrei, korrekt und präzise Sachverhalte wiedergeben. Nicht selten passiert es aber, dass Wörter wie „Einwanderer“, „Zuwanderer“ und „Migrant“ in Texten und Reportagen weitgehend unreflektiert als vermeintlich synonyme Begriffe verwendet werden. Im Jahr 2013 sind auf Initiative der Neuen deutschen Medienmacher(NdM) bundesweite VertreterInnen von Medien, Wissenschaft und Verwaltung beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zusammengekommen und haben Definitionen von Begriffen aus den Themenbereichen Migration und Asyl abgeglichen und diskutiert. Aufbauend auf diesen und weiter geführten Diskussionen sind Glossareinträge entstanden, die in der neu herausgegebenen Publikation „Formulierungshilfen für die Berichterstattung im Einwanderungsland“ der NdM übersichtlich zusammengefasst wurden. In der Publikation wird verdeutlicht, wie sich einschlägige Begriffe unterscheiden und wo es immer wieder zu ungenauen Formulierungen kommt. Das Glossar ist dabei originär als Hilfestellung für die tägliche Redaktionsarbeit von JournalistInnnen entstanden, bietet aber auch für die Öffentlichkeitsarbeit entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen hilfreiche Orientierung. Die HerausgeberInnen weisen dabei ausdrücklich darauf hin, dass die Glossareinträge nicht als abgeschlossene Texte, sondern eher als Debattenbeitrag zu verstehen sind.Weitere Infos:
>> Glossar der NdM (PDF)

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Umwelt im Unterricht: Neue Bildungsmaterialien zum Thema Klimaschutz

Vom 1. bis 13. Dezember fand in Lima die Weltklimakonferenz statt. Im Mittelpunkt standen die Vorbereitungen für ein neues Klimaschutzabkommen, das 2015 in Paris verabschiedet werden soll. Aus gegebenem Anlass hat die Bildungsstelle Umwelt im Unterrichtden neuen Themenschwerpunkt „Klimapolitik: Instrumente für den Klimaschutz“ mit Hintergrundinformationen und Materialien für den Unterricht zusammengestellt: Als Hintergrundmaterial wird der Emissionshandel als Instrument der Klimaschutzpolitik vorgestellt. Daneben finden sich im Themenschwerpunkt Simulationsspiele für die Sekundarstufe sowie für die Grundschule als Unterrichtsvorschläge.Die Materialien stehen auf der Plattform der Bildungsstelle Umwelt im Unterricht kostenlos zur Verfügung.

Weitere Infos:
>> „Klimapolitik: Instrumente für den Klimaschutz“

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VENRO: Neues Positionspapier zur Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsagenda

Der vierte VENRO-Stand.Punkt des Jahres 2014 beschäftigt sich mit dem laufenden Aushandlungsprozess der globalen Entwicklungsziele nach 2015. Die Offene Arbeitsgruppe für nachhaltige Entwicklungsziele (OWG/SDG) legte im Juli 2014 ihre Vorschläge für neue Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsziele der Generalversammlung der Vereinten Nationen vor. Dieser Bericht soll mit anderen als Grundlage für die Formulierungen der neuen Ziele der Post-2015-Entwicklungsagenda genutzt werden. Während der Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) die vielen eigenständigen Vorschläge grundsätzlich begrüßt, widmet er sich im Stand.Punkt Nr. 4 den Leerstellen und formuliert weitergehende Forderungen. So wird in dem Papier u. a. gefordert, die Menschenrechte stärker ins Zentrum zu stellen, das Prinzip der Gerechtigkeit deutlich zu verankern, die Entwicklungsfinanzierung zu sichern und konkretere Zielvorgaben zu formulieren.Das Dokument steht als PDF kostenlos zum Download bereit.

Weitere Infos:
>> VENRO Stand.Punkt Nr.4 zur Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsagenda

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Netzwerk Entwicklungspolitischer Fachleute: Dilemmata der Entwicklungspolitik

Die entwicklungspolitische Praxis ist ein Berufsfeld voller Spannungsfelder und Dilemmata. Wie kann beispielsweise der Spagat zwischen dem Grundsatz der PartnerInnenorientierung und der Zielsetzung der nachhaltigen Armutsminderung geschafft werden, wenn es den ProjektpartnerInnen primär um ihre elitären Eigeninteressen geht? Wie kann die Zivilgesellschaft über staatliche Zusammenarbeit mit Ländern gestärkt werden, in denen eine solche ausdrücklich unerwünscht ist? In den offiziellen Arbeitsbesprechungen von Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit werden solche Spannungsfelder weitgehend tabuisiert. Für die Thematisierung von Dilemmata ist dort wenig Platz. Dem Netzwerk entwicklungspolitischer Fachleute ist es ein Anliegen, zu mehr Ehrlichkeit und einem offenen, erfahrungsbezogenen Diskurs über die Spannungsfelder und Fallstricke ihrer Berufspraxis anzuregen. Anfang Januar erscheint ihre neue Publikation „Dilemmata der Entwicklungspolitik – Geschichten aus der Praxis“. Anhand von Geschichten aus der Praxis, wie z.B. beim Ownership-Gerangel, in der Zusammenarbeit mit Co-GutachterInnen oder unter dem Stichwort ‚Wirkungsmessung im Schnelldurchgang’ werden Dilemmata und mögliche Lösungsansätze dargestellt, aber auch Erfahrungen mit dem Leben in (mindestens) zwei Welten pointiert erzählt.Am Freitag, den 9. Januar (14.30 Uhr) lädt das Netzwerk Interessierte zur Buchvorstellung nach Bonn ein. Die Publikation kann außerdem auf der Webseite des ibidem-Verlag für 12,90 Euro (vor)bestellt werden.

Weitere Infos:
>> „Dilemmata der Entwicklungspolitik“: Bestellseite
>> Einladung zur Buchvorstellung (PDF)

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„Jetzt erst recht“ – Appell für die Gemeinnützigkeit von Attac unterzeichnen

Das Frankfurter Finanzamt hat dem Attac Trägerverein e.V. vor einigen Monaten die Gemeinnützigkeit entzogen. Es ist der Ansicht, dass Attac in der tatsächlichen Arbeit mehr auf politische Einmischungen und engagiertes Mitgestalten der Bürgerinnen und Bürger setzt, als es die gesetzliche Grundlage – die sog. Abgabenordnung – erlaubt. Die Entscheidung des Finanzamts soll rückwirkend bis 2010 gelten! Attac will diesen Entscheid aber nicht widerstandslos hinnehmen. „Jetzt erst recht“, kontert das Netzwerk – unterstützt von einer rasch anwachsenden Solidaritätsbewegung, die ein „wirkungsvolles Zeichen für eine kritische Zivilgesellschaft“ setzen wollen. Über eine Unterschriftenaktion wird nicht nur der Erhalt der Gemeinnützigkeit von Attac gefordert, sondern zugleich auch angemahnt, das Gemeinnützigkeitsrecht auf Bundesebene so zu modernisieren, dass kritisches zivilgesellschaftliches Engagement für eine soziale, ökologische und demokratische Gesellschaft nicht länger willkürlich als Widerspruch zum Gemeinwohl gewertet werden kann.
Weitere MitunterzeichnerInnen sind herzlich willkommen!

Weitere Infos:
>> „Jetzt erst recht“ – attac-Unterschriftenaktion

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Postkartenaktion gegen Rüstungsexporte

Bundespräsident Joachim Gauck sprach im Herbst angesichts der aktuellen weltweiten Krisen davon, dass Deutschland seiner gewachsenen politischen Verantwortung für die Lösung von Konflikten in der Welt gerecht werden muss. Mit der Postkartenaktion „Frieden auf Erden“ will der Verein Ohne Rüstung leben e.V. den Bundespräsidenten dazu bewegen, dieser Verantwortung ohne Waffenlieferungen und Kriegseinsätze gerecht zu werden. Im Postkartentext wird Bundespräsident Gauck dazu aufgefordert, sich öffentlich für drei „erste Schritte auf dem Weg des Friedens auf Erden“ einzusetzen. Es sind dies:

  • Kriegsflüchtlingen eine sichere Zuflucht bieten.
  • Friedensfachkräfte ausbilden und weltweit einsetzen.
  • Schwerter zu Pflugscharen schmieden.

Die Postkarten und weitere Aktionsmaterialien können auf der Webseite von Ohne Rüstung leben e.V. kostenlos bestellt werden. Alternativ kann die Forderungen auch per Mail an den Bundespräsidenten versendet werden.

Weitere Infos:
>> Postkartenaktion „Frieden auf Erden“

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Bewerben für das ASA-Programm

Für 2015 vergibt ASA rund 260 Stipendien – das sind mehr als je
zuvor! Die Chancen bei der Bewerbung stehen deshalb dieses Jahr besonders gut. Die Teilnahme am ASA-Programm beinhaltet Seminare in Deutschland, ein Projektpraktikum in einem afrikanischen, asiatischen, lateinamerikanischen oder südosteuropäischen und eine Aktion in Deutschland oder Europa zu globalen Fragestellungen. Gemeinsames Lernen und gesellschaftliche Verantwortung stehen hierbei im Fokus. Ziel ist es, im globalen Norden zu einer stärkeren Sensibilisierung für globale und entwicklungspolitische Themen beizutragen.
Die Seminare starten wie immer im April, die dreimonatige Praxisphase in Afrika, Asien, Lateinamerika oder Südosteuropa ab Juli. Einige Projekte haben eine sechsmonatige Praxisphase: ab April drei Monate in Deutschland, ab Juli drei Monate im Partnerland. Bewerben können sich junge Menschen zwischen 21 und 30 Jahren. Besonders gute Chancen haben Menschen mit Französisch-, Portugiesisch und Russischkenntnissen, Menschen die Lust auf Landwirtschaftsprojekte haben und Menschen, die sich für einen Praxisaufenthalt in einem afrikanischen Land interessieren. Alle Informationen rund um die Teilnahme, die Inhalte, Voraussetzungen, Leistungen sowie den Programmablauf finden sich auf der Webseite des ASA-Programms.

Weitere Infos:
>> ASA-Programm

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Ausschreibung: medico international sucht Online-RedakteurIn

EPN Hessen-Mitgliedsorganisation medico international versteht sich als sozialmedizinische Hilfs- und Menschenrechtsorganisation, und sieht sich in ihrer Öffentlichkeitsarbeit der Aufklärung über die Ursachen von Not und Gewalt verpflichtet. Gesucht wird ein Online-Redakteur oder eine Online-Redakteurin, der/die die Potentiale des Internets und der sozialen Medien für eine aufklärerische Arbeit zu nutzen weiß. Gleichzeitig sollen mit dem medico-Team Strategien weiterentwickelt, das kritische Denken auch in Bezug auf die und in den sozialen Medien gefördert und dabei die medico-Arbeiten einem kritischen Publikum näher gebracht werden. Die Stelle umfasst 32 Stunden, Arbeitsbeginn zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Bewerbungsschluss ist der 15. Januar 2015.

Weitere Infos:
>> medico-Ausschreibung „Online-RedakteurIn“

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Terminlese

Fr., 09.01.15 (14.30h), Bonn
Umgang mit Dilemmata in der entwicklungspolitischen Praxis
Buchvorstellung und Dialog. Veranstalter: Netzwerk entwicklungspolitischer Fachleute

Sa., 17.01.15 (20h), Wiesbaden
Film „Die Arier“ & Podium „Parallelen und Kontinuitäten von Antisemitismen und Rassismen“
Film und Podiumsdiskussion. Es diskutieren: Mo Asumang (Regisseurin), Jamila Adamou (Hess. Landeszentrale für politische Bildung), Prof. Dr. Benno Hafeneger (Philipps-Universität Marburg), Andreas Dickerboom (Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V., Sprecher der RAG Rhein-Main), Nadine Golly (Leuphana Universität Lüneburg). VeranstalterInnen: Hessische Landeszentrale für politische Bildung, Kulturamt der Stadt Wiesbaden, Caligari FilmBühne

Sa., 17.01.15 (12h), Berlin
5. „Wir haben es satt!“-Demo
„Stoppt Tierfabriken, Gentechnik und TTIP. Für die Agrarwende!“ – Großkundgebung in Berlin

Mo., 19.01.15 (19h), Kassel
Kommunen in der Zange – TTIP: so nicht
ReferentInnen: Britta Haßelmann (MdB, Bündnis 90/Die Grünen), Nicole Maisch (MdB, Bündnis 90/Die Grünen), Dr. Martin Beckmann (ver.di) und Ulrich Spengler (stellv. Hauptgeschäftsführer IHK Kassel-Marburg) Veranstalterin: Evangelische Kirche Kurhessen-Waldeck (EKKW)

Do., 29.01.15 (17h), Kassel
Ökologisch und sozial? Die Auswirkungen des TTIP auf den globalen Süden
Entwicklungspolitisches Forum. Referent: Sven Hilbig (Brot für die Welt). VeranstalterInnen: Zentrum Ökumene, der EKKW und EKHN, Brot für die Welt. In Zusammenarbeit mit: attac Regionalgruppe Kassel, AK Bibel und Gesellschaft Witzenhausen, Evangelische Akademie Hofgeismar, Karibu Welt- und Regioladen Kassel, Universität Kassel und Weltladen Witzenhausen

Fr., 30.01.15 (19.30h), Frankfurt/M.
Storytelling Salon | Auftakt des Black History Month 2015
Vier Geschichten über „Bewegung“. Mit Prof. Dr. Layli Maparyan (Executive Director of the Wellesley Centers for Women and Professor of African Studies), Ismahan Wayah (Literaturwissenschaftlerin und Geschichtswissenschaftlerin), Dr. Ibrahim Halil Özak (Soziologe), Asoka Esuruoso (Autorin, Filmemacherin, Künstlerin, Aktivistin). Veranstalter: Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD)

Fr., 30.01.15, Frankfurt/M.
Vom Wartesaal zur Werkstatt. Aktive Ansätze für die Arbeit mit und von Flüchtlingen
Fachtag Asyl. VeranstalterInnen: Hessische Landeszentrale für politische Bildung, Ev. Akademie Frankfurt/M., Diakonie Hessen und Ev. Kirche in Hessen und Nassau (EKHN)

Sa., 31.01.15, Ingelheim
Unsere Verschwendungswut. Von EUROPA könnte die ganze Welt leben
Fachkonferenz Globales Lernen. Veranstalter: Entwicklungspolitisches Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz (ELAN) und Weiterbildungszentrum (WBZ) Ingelheim

Fr., 06.02.15 (15h), Frankfurt/M.
Anwaltschafts-Arbeit – Zwischen Idealismus und Interessenpolitik
Podiumsdiskussion mit Sven Giegold (Bündnis 90/Die Grünen), Bernd Bornhorst (Misereor | VENRO), Cornelia Füllkrug-Weitzel (Brot für die Welt), Franziska Krisch (Deutsches Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit) und Peter Niggli (Alliance Sud). Mit einführendem Impulsvortag von Sven Giegold. Moderation: Tillmann Elliesen (Redaktion welt-sichten). Veranstalter: Redaktion welt-sichten

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Terminkalender

Weitere entwicklungspolitische Veranstaltungen in Hessen finden sich in unserem Terminkalender.

>> EPN Hessen-Terminkalender

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Der EPN Hessen-Newsletter wird finanziell unterstützt vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung (HMWVL) sowie im Rahmen des Eine Welt-PromotorInnenprogramms vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ):

 

Finanzielle Unterstützung erhalten wir für den Newsletter auch von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW).

 

 

Herzlichen Dank!

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