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Newsletter 10/2013

Neues EPN Hessen-Mitglied: Verein Dritte Welt Haus

Das EPN Hessen ist um ein weiteres Mitglied gewachsen: Neu hinzugekommen ist der Verein Dritte Welt Haus e.V. (DWH) mit Sitz in Frankfurt/M.

Der seit 1981 bestehende Verein Dritte Welt Haus e.V. (DWH) ist ein Zusammenschluss von Gruppen, Initiativen und einzelnen Personen verschiedener Nationalitäten, die ihre Arbeit selbständig gestalten, aber gemeinsame Ziele haben: Soziale Gerechtigkeit, Menschenrechte, Bewahrung der Lebensgrundlagen, Internationalismus, Kampf gegen Rassismus, Militarismus und Sexismus. Dies findet seine Umsetzung u.a. in Informationsveranstaltungen, Diskussionen und kulturellen Events. Im Vordergrund steht dabei, das Zusammenleben von MigrantInnen und Deutschen weiter zu entwickeln, sich mit den Verhältnissen der sogenannten `Dritten Welt´ zu beschäftigen und dabei die Wechselwirkungen zu der Situation hier mit einzubeziehen.

EPN Hessen heißt das Dritte Welt Haus als dreiundneunzigstes Mitglied des Netzwerks herzlich willkommen!

Sie und Ihr Verein, Ihre Gruppe oder Initiative interessieren sich auch für eine Mitgliedschaft im EPN Hessen? Als Netzwerk können wir uns gegenseitig in der Arbeit unterstützen und uns für gemeinsame entwicklungspolitische Anliegen wirkungsvoller Gehör verschaffen – zusammen bewegen wir mehr!
Und natürlich freuen wir uns auch über jede Form der Unterstützung des Netzwerks, ob finanziell durch eine Fördermitgliedschaft oder auch ideel durch die Bewerbung unserer Arbeit. Auf unserer Webseite finden sich alle wichtigen Informationen sowie die Beitrittserklärung.

Weitere Infos:
>> EPN Hessen Mitglied werden

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WANDERAUSSTELLUNG I:
November & Dezember 2013 | Groß-Gerau & Wiesbaden

Nicaragua-Ausstellung „über-lebens-welten 2.0“ in Groß-Gerau und Wiesbaden

Wanderausstellung des Informationsbüros Nicaragua. Eine Ausstellung über Lebenswege in Nicaragua, mit Begleitprogramm. Die Ausstellung wandert als Kooperationsprojekt zwischen EPN und der Koordinationsgruppe hessischer Nicaragua-Initiativen und kommunaler Partnerschaften, kurz HEKO, bis Frühjahr 2014 durch verschiedene hessische Städte und Kommunen.

Die sandinistische Revolution in Nicaragua 1979 war für viele internationalistisch engagierte Menschen weltweit ein wichtiger Bezugspunkt ihrer revolutionären Wünsche und Hoffnungen auf einen „Dritten Weg“ – jenseits von Kapitalismus und Sozialismus – und auf ein Leben in Würde und Gerechtigkeit. Seit dem Erfolg der Frente Sandinista de Liberación Nacional (FSLN) hat das Land mehrere Regierungswechsel erlebt, der Spielraum für radikalen Wandel ist enger geworden. „über-lebens-welten 2.0.“ lässt zum zweiten Mal Landfrauen, Maquilaarbeiterinnen und Menschen aus der Überlebensökonomie der Städte über ihre Überlebensstrategien, ihre Träume, Hoffnungen und Sorgen sprechen. Aus sehr persönlichen Blickwinkeln und durch die Erfahrungen von Gewerkschafts- und Parteimitgliedern, JournalistInnen, Feministinnen, Jugendlichen und Kulturschaffenden thematisiert die Ausstellung die voranschreitende wirtschaftliche Globalisierung, die Freihandelsprojekte der USA und der EU in Zentralamerika und hilft so auch die hiesigen Lebensbedingungen besser zu verstehen.

Nächste Stationen der Ausstellungstour:

  • Fr., 01.11. – Do., 21.11.2013 | Mo.-Fr.: 8-18h | Groß Gerau
    Eröffnungsveranstaltung mit Heidemarie Wieczorek-Zeul: Fr., 01.11.2013 | 19-22h

    Veranstaltungsort: Landratsamt Groß-Gerau, Wilhelm Seipp-Str. 4, Groß-Gerau
    In Kooperation mit dem Partnerschaftsverein Kreis Groß-Gerau – Masatepe/Nicaragua e.V.

  • Sa., 23.11. – Mo., 23.12.2013 | Mo.-Fr.: 8.30-20h | Wiesbaden
    Eröffnungsveranstaltung: Sa., 23.11.2013 | 16h

    Veranstaltungsort: VHS Wiesbaden (Foyer Haus B), Alcide-de-Gasperie Str. 4, Wiesbaden.
    In Kooperation mit Nueva Nicaragua e.V. (HEKO)/ Volkshochschule Wiesbaden, WIR in Wiesbaden.

Weitere Infos:
>> „über-lebens-welten 2.0“ wandert durch Hessen
>> Über die Wanderausstellung „über-lebens-welten 2.0“
>> Ausstellungsheft (PDF)

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WANDERAUSSTELLUNG II:
November 2013 | Kassel

weiß-schwarz – Was wäre wenn … Neue Perspektiven auf gewohnte Bilder

Wanderausstellung des Entwicklungspolitischen Netzwerk Sachsen (ENS). Die Ausstellung wird vom EPN Hessen an zwei verschiedenen Orten in Kassel zusammen mit Kooperationspartnern vor Ort gezeigt.

Stellen wir uns vor, wir leben in einer Welt, in der jedeR die gleichen Rechte und Möglichkeiten hat – unabhängig von der Hautfarbe. Dann könnte jedeR jede Rolle einnehmen und wir wären nicht überrascht. Welche Bilder haben „wir“ eigentlich im Kopf und wie bestimmen sie „unsere“ Wahrnehmung von Schwarzen und Weißen? In dieser 2012 erstellten Ausstellung des Entwicklungspolitischen Netzwerks Sachsen wird mit Motiven und Rollenzuschreibungen gespielt. U.a. in der Spendenwerbung werden von Organisationen oft Fotos verwendet, die geläufige Stereotype bedienen. Die Funktionsweise der Bilder erschließt sich oft erst dann, wenn man die Ebenen vertauscht und die handelnden Personen ausgewechselt werden. Eine schwarze Person in einem weißen Flüchtlingslager oder schwarze ExpertInnen wie ÄrztInnen, die weiße Menschen behandeln. Die Ausstellung stellt mit dem Vertauschen von Rollen die mediale Wirklichkeit auf den Kopf, irritiert und gibt Anlass dazu, die auch in der Entwicklungszusammenarbeit oft genutzte Bildsprache kritisch zu hinterfragen und bestimmte Stereotype zu reflektieren.

Ausstellungsorte & Eröffnungsveranstaltungen:

  • Do., 07.11. – Mo., 18.11.2013 | Stadtbibliothek Kassel
    Ausstellungs- und Veranstaltungsort: Stadtbibliothek Kassel im Rathaus, Obere Königsstraße 8, Kassel
    Eröffnungsveranstaltung: Do., 07.11.2013 | 19h
    Entwicklungszusammenarbeit postkolonial

    Podiumsdiskussion. PodiumsteilnehmerInnen: Nadége Azafack (ENS & ASA-Programm), PD Dr. Aram Ziai (Universität Kassel). Moderation: Laura Kaluza (Diplom-Pädagogin & Anti-Bias-Trainerin).
  • Di., 19.11. – Sa., 30.11.2013 | Kassel Weltladen
    Ausstellungs- und Veranstaltungsort: Karibu Welt- & Regionalladen Kassel, Oberste Gasse 30, Kassel
    Eröffnungsveranstaltung: Di., 19.11.2013 | 19h
    WHITE CHARITY… Schwarzsein & Weißsein auf Spendenplakaten

    Filmvorführung und Diskussion. Film von Carolin Philipp und Timo Kiesel. Diskussion mit Regisseur Timo Kiesel (glokal e.V.)

KooperationspartnerInnen in Kassel: Stadtbibliothek Kassel/ Zentralbibliothek im Rathaus und Karibu Welt- und Regionalladen Kassel. Außerdem: Ausländerbeirat Kassel, BENGI e.V., Deutsch-Äthiopischer Verein (DÄV) e.V., Kulturzentrum Schlachthof, NECOFA (Network for Ecofarming in Africa), Referat Weltmission und Partnerschaft der EKKW, Sozialer Friedensdienst Kassel e.V. und Zukunftsbüro Stadt Kassel.

Weitere Infos:
>> Zur Ausstellung „weiß-schwarz“

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VORTRAGSREISE:
Mi., 20.11.2013 | 20h | Frankfurt/M.

Sweatshops und Sumangali
Geschlechtsspezifische Ausbeutung in Indiens Textilfabriken

Rundreise mit AktivistInnen aus Bengalore und Tamil Nadu, in englischer Sprache mit Übersetzung. Referentinnen: Anita Cheria (Civil Initiatives for Development and Peace, Bangalore/ Indien), Murugan Maheshwari (READ, Tamil/ Indien). Veranstaltungsort: Club Voltaire, Frankfurt/M.

Die Brände in Fabriken in Bangladesh haben uns an die fatalen Arbeitsbedingungen in der globalen Textilindustrie erinnert. Gerade in der Textil- und Bekleidungsindustrie, in der Frauen aufgrund von Rollenzuschreibungen den Großteil der Arbeitskräfte stellen, gesellt sich zu unwürdigen Arbeitsbedingungen noch sexualisierte Gewalt und geschlechtsspezifische Unterdrückung. Dass kapitalistische Ausbeutung und frauenfeindliche `Traditionen´ sich oft ergänzen, zeigt sich am Sumangali System, das in Spinnereien Tamil Nadus praktiziert wird, besonders deutlich. Junge Mädchen aus armen Familien werden von Vermittlern mit dem Versprechen, sich ihre Mitgift verdienen und so zu einer Sumangali (glückliche Braut) werden zu können, in die Zwangsarbeit gelockt. Überlange Arbeitstage, sexuelle Übergriffe, zahlreiche Erkrankungen: mehrere Frauen begingen unter diesem Druck `Selbst´mord. Bei der von FEMNET e.V. organisierten Rundreise berichten die Referentinnen von Widerständen und Kämpfen der Frauen und zeigen Möglichkeiten zu ihrer Unterstützung auf.

Eine Veranstaltung von FEMNET e.V. in Kooperation mit EPN Hessen, Club Voltaire, DGB Bildungswerk Hessen, Deutsch-Indische Zusammenarbeit (DIZ), Heinrich-Böll-Stiftung Hessen, medico international, Transnational Information Exchange (TIE)

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Per Fahrrad 325-mal um die Erde: Stadtradeln-Kampagne 2013

Bild: Stadtradeln 2013Beteiligungszahlen, die wohl so mancheN GroßveranstalterIn neidisch werden lässt: Rund 70.000 BürgerInnen aus über 200 Kommunen in ganz Deutschland waren 2013 bei der Wettbewerb-Kampagne STADTRADELN für mehr Klimaschutz und Radverkehrsförderung mit dabei! Die Kampagne ist eine Initiative der EPN Hessen-Mitgliedsorganisation Klima-Bündnis. Bei diesem bundesweiten Wettbewerb steigen Mitglieder der kommunalen Parlamente und BürgerInnen einer Kommune zwischen Mai und September während jeweils drei Wochen so oft wie möglich (oder noch besser: komplett) vom Auto aufs Fahrrad um und sammeln so möglichst viele Fahrrad-Kilometer für ihre Stadt oder Gemeinde. Allerdings geht es letzten Endes weniger um einen sportlichen Wettbewerb zwischen Kommunen als vielmehr um eine gemeinsame Aktion, um ein Zeichen für Klimaschutz und nachhaltige Mobilität zu setzen.

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10 Tage en bloc globalisierungskritisches Kino: Globale Mittelhessen 2013

Zwischen dem 1. und 10. November werden im Rahmen der „Globale Mittelhessen“ wieder an verschiedenen Orten Dokumentarfilme gezeigt, die sich insbesondere jenen Menschen und ihren Lebenswirklichkeiten annehmen, die normalerweise eher im Schatten der globalen Medienschlagzeilen bleiben. Während 10 Tagen bietet es wieder Raum für eine kritische Auseinandersetzung mit den vielfältigen Prozessen und Auswirkungen der Globalisierung.

Bild: Globale Mittelhessen 2013

Zu den Themen der Globale Mittelhessen gehören die globale Finanz- und Wirtschaftskrise ebenso wie die weltweite Spekulation mit Ackerflächen und Wasser, die Produktionsbedingungen bei der Massenfertigung von Konsumgütern und Nahrungsmitteln sowie die Kriege um Rohstoffe. Verdeutlicht werden soll mit dem Festival, dass Globalisierung mitnichten ein Selbstläufer ist, sondern bewusst gestaltet und vorangetrieben wird. Bewusst werden dabei auch Filme gezeigt, die Alternativen und Ansätze für einen Wandel aufzeigen. Die Suche von sozialen Bewegungen nach gesellschaftlichen und ökonomischen Alternativen ist von Anfang an ein wichtiges Thema des Festivals gewesen.

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Demo zur EU-Migrationspolitik:
„Mit einer Nummer versehen und anonym verscharrt“

In Frankfurt/M. protestieren am 25. Oktober rund 500 Menschen anlässlich des Schicksals der Lampedusa-Opfer gegen Frontex und EU-Migrationspolitik sowie den strukturellen Rassismus der BRD-Behörden.

Lernen aus Lampedusa – Fluchtwege öffnen!

(Gastbericht von Hans Christoph Stoodt)

Nein, die Toten von Lampedusa erhielten nicht, wie zunächst angekündigt, ein Staatsbegräbnis in Italien. Der Friedhof der Insel erwies sich für sie als zu klein. Stattdessen wurden sie, ohne dass wenigstens ihr Name noch einmal genannt wurde, mit einer Nummer versehen, in Containern nach Sizilien verschifft und dort bei Agrigento ohne Öffentlichkeit, ohne irgendeine Form von Begräbnisritual in einem Massengrab verscharrt. Das blieb übrig von der großen „Betroffenheit.“ Diese Toten stehen für, wie medico international schätzt, etwa 20.000 im Mittelmeer ertrunkene Flüchtlinge aus dem Mittleren und Nahen Osten sowie Afrika in den letzten Jahren.

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Zur bewussten Auseinandersetzung mit Flucht und Asyl möchte auch ein Projekt kritischer Bildungsarbeit in Frankfurt anregen, das sich in den letzten zwei Jahren etabliert hat:

Zwischen Duldung, Anerkennung und Abschiebung
Ein rassismuskritischer Stadtrundgang

Die Schwierigkeiten, denen Menschen nicht nur auf ihren Fluchtwegen begegnen, sondern auch in Zusammenhang mit dem deutschen Einwanderungssystem, bleiben oft im Verborgenen. Das Projekt möchte auf eben diese unbeleuchteten und häufig diskriminierenden Bedingungen aufmerksam machen und bietet hierfür einen interaktiven Rundgang für interessierte Gruppen und Einzelpersonen an.

Zwischen Duldung, Anerkennung und Abschiebung

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4. November in Frankfurt: Papierflieger-Protestaktion gegen Rüstungsmesse

Bild: Keine Rüstungsmesse in FrankfurtVom 5. bis 7. November öffnet die Internationale Fachmesse für Zulieferer der Luft- und Raumfahrt AIRTEC auf dem Messegelände in Frankfurt wieder ihre Pforten. Während dies als solches noch kaum ein würdiges Ereignis darstellt, um in unserem Newsletter erwähnt zu werden, sieht die Sache schon anders aus, wenn man auf die pikante Besonderheit fokussiert, dass dort auch Luft- und Raumfahrttechnik präsentiert wird, die zu militärischen Zwecken genutzt werden kann, wie zum Beispiel Überwachungsdrohnen und sogar bewaffnete Drohnen. Erst an diesem Punkt kommen dann nämlich die AkteurInnen und Ereignisse ins Spiel, auf die wir eigentlich aufmerksam machen möchten: Ein Tag vor Eröffnung der Messe – genau: am kommenden Montag, 4. November, zwischen 15.30 – 16.30 Uhr – findet nämlich auf dem Platz vor der Katharinenkirche an der Hauptwache Frankfurt gegen den militärischen Teil der Messe bzw. generell gegen die Schau von Kriegstechnologie eine Protestkundgebung statt.

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Kommunaler Klimaschutz und Nord-Süd-Zusammenarbeit

(Gastbericht von Thomas Brose, Klima-Bündnis)

Bild: Klima-BündnisAuf der 13. Kommunalen Klimaschutz-Konferenz des Klima-Bündnis, die am 24. und 25. Oktober 2013 in Bad Hersfeld stattfand, standen nicht nur Themen wie klimagerechte Stadtentwicklung und energetische Gebäudesanierung im Mittelpunkt, sondern auch die Stärkung der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit – denn für das Klima-Bündnis steht die globale Dimension des Klimawandels an erster Stelle. Klimaschutz kann nicht ausschließlich mit technischen Innovationen erreicht werden, auch die Zerstörung des Lebensraumes in den Südländern durch unseren Ressourcenverbrauch muss adressiert werden. Insbesondere, da der Klimawandel vor allem diejenigen trifft, die nicht für den Klimawandel verantwortlich sind, weil sie kaum Emissionen produzieren.

Während der Konferenz befasste sich ein Workshop mit kommunaler Nord-Süd-Zusammenarbeit. Die Servicestelle Kommunen in der Einen-Welt (SKEW) stellte das Projekt „50 Klimapartnerschaften“ vor. Dieses Programm unterstützt bestehende oder neue kommunale Partnerschaften in Afrika und Südamerika bei der Entwicklung konkreter Klimaschutz-Aktionspläne. Die Stadt Bonn, die an diesem Projekt teilnimmt, berichtete über ihre bisherigen Erfahrungen.

Zu Beginn der Konferenz wurde die neue Ausstellung „Wir alle sind Zeugen – Menschen im Klimawandel“ eröffnet. Sie beschäftigt sich mit den globalen Auswirkungen des Klimawandels, aber weist auch auf die unterschiedliche Verantwortung und Anpassungsmöglichkeiten in den verschiedenen Regionen der Erde hin. Die Ausstellung ist Teil von mehreren Angeboten, die im Rahmen des EU-Projektes „Action for MDGs – Kommunen aktiv für die Millenniumsentwicklungsziele“ entwickelt und Klima-Bündnis-Kommunen zur Verfügung gestellt werden.

Insgesamt wird die Rolle der Städte und Gemeinden nicht nur im Klimaschutz, sondern auch in der Nord-Süd-Zusammenarbeit immer stärker anerkannt und unterstützt. Auf EU-Ebene gibt es seit einigen Jahren eine eigene Finanzierungslinie für die Kommunale Entwicklungszusammenarbeit (KEZ), ausschließlich für Kommunen und kommunale Netzwerke. Dieses Programm soll in den nächsten Jahren erweitert werden. Der Ausbau der Servicestelle KEW auf nationaler Ebene ist ein weiterer Beleg für die zunehmende Anerkennung.

Entscheidungen auf kommunaler Ebene haben oft auch globale Auswirkungen, z.B. bei der Beschaffung von energieeffizienten oder umweltschädlichen Produkten. Städte und Gemeinden können in vielen Bereichen eigene Entscheidungen treffen und die Weichen hin zu einer nachhaltigen Entwicklung stellen. Klimawandel und Entwicklung sind eng miteinander verknüpft nicht zuletzt über den Ressourcenkonsum. Das Klima-Bündnis versucht deshalb die Kommunen dabei zu unterstützen, Klimaschutz nicht nur als Umwelt-, sondern auch als Entwicklungsaufgabe zu begreifen.

Thomas Brose, Klima-Bündnis e.V.
Kontakt: t.brose[at]klimabuendnis.org

Weitere Infos:
>> Klima-Bündnis
>> EU-Projekt „Action for MDGs“

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Entwicklungspolitik aufwerten!
Forderungen an die neue Bundesregierung

Während sich die KoalitionspartnerInnen der zukünftigen Bundesregierung erst noch finden müssen, melden sich jüngst verschiedene Stimmen aus der Zivilgesellschaft zu Wort, die die Aufwertung der Entwicklungspolitik fordern.

Die Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt Landesnetzwerke in Deutschland (agl) e.V. hat bereits im Juni in seinen Forderungen zur Bundestagswahl dafür plädiert, globales politisches Engagement nicht auf die politikfeldspezifische Aufgabe klassischer Außen- und Entwicklungspolitik zu reduzieren. Globale Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsziele seien vielmehr als gesamtgesellschaftliche Querschnittsaufgaben zu verstehen, die in kohärenter Ausrichtung in allen politischen Ressorts aber auch in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens praktisch verankert und umgesetzt werden sollten.

Vor wenigen Tagen hat mit ähnlicher Ausrichtung der Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen VENRO nachgehalten und sich gleichfalls für eine „ambitionierte Entwicklungspolitik“ ausgesprochen, die sich neuen und wachsenden Anforderungen zu stellen hätte. Neben anderem wird auch hier eine bessere Abstimmung zwischen den Politikressorts zur Einhaltung globaler Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsziele gefordert. Über Fortschritte und Defizite dieser Abstimmungsprozesse soll ein jährlicher Kohärenzbericht Auskunft geben. Darüber hinaus macht sich VENRO für die Vertiefung und den Ausbau der entwicklungsbezogenen Zusammenarbeit zwischen Regierung und Zivilgesellschaft stark, die das Subsidiaritätsprinzip stärken und dem schleichenden Verstaatlichungsprozess entgegenwirken soll.

Anlässlich der Veröffentlichung ihres jährlichen Berichts Die Wirklichkeit der Entwicklungspolitik haben sich Anfang Oktober auch die beiden großen Hilfswerke terre des hommes und Welthungerhilfe mit ihren entwicklungspolitischen Forderungen an die Bundesregierung gewandt: Ein neues Ministerium für internationale Zusammenarbeit und globale Nachhaltigkeit soll die ressortübergreifende Koordinierungsfunktion für jene Bereiche globaler Politik übernehmen, die nachhaltige Entwicklung und Menschenrechte tangieren. Zudem wird das Engagement der neuen Bundesregierung für eine jährliche Erhöhung der Mittel für Entwicklungszusammenarbeit und Klimafinanzierung auf internationaler Ebene gefordert.

Die Schaffung eines neuen Ministeriums schlägt auch das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE) vor. Bei diesem neuen Ministerium für globale Entwicklung soll es sich dabei aber nicht einfach um eine Vergrößerung des derzeitigen Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung BMZ handeln. Eines der zentral damit verknüpften Ziele wäre es vielmehr, die „Einbahnstraßenlogik“ der alten Entwicklungspolitik aufzubrechen und an die Stelle der latenten Borniertheit, sich selbst in erster Linie als ‚Entwickelnde’ oder als ‚Helfer’, ‚Förderer’ und ‚Unterstützer’ zu gerieren, eine „wechselseitige Verantwortung“ für übergreifende globale Herausforderungen und Problemstellungen zu setzen und damit auch die eigene Veränderungsnotwendigkeit – das heißt: den eigenen Entwicklungsbedarf – dezidierter in den Blick zu bekommen.

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Deutschland bekommt Entwicklungshilfe:
65 Eine Welt-PromotorInnen starten neues Programm

„Nachhaltige Entwicklung fängt im eigenen Land an“

(Bericht der Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland (agl) e.V.)

Unter diesem Motto diskutierten rund 100 Engagierte der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit am 25. und 26. September in einem Tagungshaus in Bad Gandersheim beim ersten Planungstreffen des „Eine Welt-PromotorInnenprogramms“.

Bild: PromotorInnentreffen in Bad Gandersheim

Globales Lernen, fairer Handel, Diaspora, Migration und Entwicklung, internationale Kooperationen, Umwelt, Klima und Entwicklung, Partizipation und Demokratie: Das sind die Themen, zu denen künftig 65 fest angestellte Promotorinnen und Promotoren in neun Bundesländern arbeiten. Das Besondere des 2013 gestarteten Programms: „Nicht andere Länder, etwa des Südens, werden zum Objekt von Entwicklungsexperten des Nordens, sondern es geht um gesellschaftliche Veränderungen, die im Norden nötig sind, um globale nachhaltige Entwicklung zu fördern. Das PromotorInnen-Programm setzt dort an, wo es am Wichtigsten ist: im Lokalen, vor Ort, bei den Engagierten und Interessierten“, so Simon Ramirez-Voltaire, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland (agl). Mit dem „Eine Welt-PromotorInnen-Programm“ bringen die zahlreichen MultiplikatorInnen und ExpertInnen lokale und themenspezifische Projekte der entwicklungspolitischen Bildung auf den Weg – sie informieren, motivieren und vernetzen vor Ort engagierte BürgerInnen für den gemeinsamen Einsatz für nachhaltige Entwicklung. Zudem werden zahlreiche Personen als besondere RegionalpromotorInnen eingesetzt, um gezielt in ausgewählten Landkreisen und Regionen zu wirken. Die Promotorinnen und Promotoren kooperieren und vernetzen sich dabei mit bereits vorhandenen AkteurInnen im Bereich der Nichtregierungsorganisationen, von denen ebenfalls zahlreiche VertreterInnen beim Treffen in Bad Gandersheim dabei waren.

Bild: PromotorInnentreffen in Bad Gandersheim

Das innovative Programm mit Bund/Länder-Beteiligung wird von einem zivilgesellschaftlichen Konsortium aus agl, Stiftung Nord-Süd-Brücken und dem Verband Entwicklungspolitik Deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) getragen. Finanziell gefördert wird es vom Bundesentwicklungsministerium, vierzig Prozent der Mittel kommen aus den beteiligen Bundesländern. Insgesamt belaufen sich die Finanzmittel auf ca. 2,3 Mio. EUR pro Jahr (2014). Das Eine Welt-PromotorInnen-Programm startete 2013 in Baden Württemberg, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig Holstein. Im nächsten Jahr kommt voraussichtlich Mecklenburg-Vorpommern dazu – mittelfristig sollen sich alle Bundesländer an dem Programm beteiligen.

Weitere Infos:
>>Flyer zum Eine Welt-PromotorInnenprogramm
>> Mehr zum Eine Welt-PromotorInnenprogramm
>> Die hessischen Eine Welt-PromotorInnen stellen sich vor

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FAO & La Via Campesina:
Neue Partnerschaft im Monat des Welternährungstages

Zumindest im entwicklungspolitisch affinen Teil der Medienöffentlichkeit häufen sich regelmäßig im Oktober Meldungen und Artikel rund um die globale Ernährungssituation und den weltweiten Hunger. Grund für diese Themenkonjunktur ist der Umstand, dass der 16. Oktober im Jahr 1979 zum „World Food Day“ – auf deutsch Welternährungstag (oder auch Welthungertag) – erklärt wurde und seither jährlich als solcher gewürdigt wird. Auch im Oktober diesen Jahres erschienen wieder eine Reihe von Studien und Berichten, die – aus unterschiedlichen Perspektiven – Fakten, Analysen und Einschätzungen zur aktuellen Welternährungssituation bieten, Ursachen für den globalen Hunger benennen sowie Problemlösungswege skizzieren (siehe Kasten). Generell erlauben diese Berichte es der Weltgemeinschaft nach wie vor nicht, sich selbstzufrieden auf die Schultern zu klopfen, denn noch immer stehen jedem achten Menschen nicht ausreichend Nahrungsmittel zur Verfügung, um ein gesundes Leben führen zu können.
Trotzdem gab es in diesem Jahr auch Erfreuliches zu vermelden, wie etwa die Nachricht über die Anfang Oktober offiziell geschlossene Partnerschaft zwischen der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft FAO und La Via Campesina, einer der größten internationalen Sozialen Bewegungen weltweit.
In La Via Campesina sind über 200.000 KleinbäuerInnen, KleinproduzentInnen, LandarbeiterInnen Landwirtschaftsangestellte und landlose FarmerInnen zusammengeschlossen. Seit ihrer Gründung im Jahr 1993 setzt sich die Bewegung für den Erhalt und die Förderung kleinbäuerlicher und lokaler Landwirtschaftsstrukturen ein. Und es ist La Via Campesina, die 1996 auf dem Welternährungsgipfel die Idee und das Konzept der „Ernährungssouveränität“ in die internationale Debatte eingebracht hat!
Der Begriff der Ernährungssouveränität steht für das Recht von KleinbäuerInnen, Agrargemeinschaften und lokaler ProduzentInnen auf Selbstbestimmung, auf demokratische Selbstorganisation und das Verfügen über eigene landwirtschaftliche Produktionsmittel. Er steht aber auch für das Recht auf Teilhabe und Partizipation bei der Planung und Entwicklung sämtlicher (agrar)politischen Maßnahmen, die sie betreffen. Ernährungssouveränität kann daher als fruchtbare Basis für die Entwicklung alternativer, kulturell angepasster und nachhaltiger agrarökologischer (wie auch agrarpolitischer) Ansätze verstanden werden – und auch als Basis für eine umfängliche und konsequente Verwirklichung des weltweiten Menschenrechts auf Nahrung.

Die offizielle Annäherung zweier so unterschiedlicher Akteure wie der FAO und La Via Campesina ist daher nicht zu gering zu schätzen. Die FAO selbst bezeichnet es als Meilenstein („Milestone“) in der Partnerschaft zwischen ihr und zivilgesellschaftlicher Organisierung und erklärt: „Wir unterstützen die Teilnahme von La Via Campesina in politischen Prozessen auf unterschiedlichen Ebenen und wir suchen den Dialog für die Entwicklung von lokalen nachhaltigen Initiativen, Projekten und Interventionen von erster Dringlichkeit. Diese Partnerschaft basiert auf dem Austausch von Wissen, dem Dialog über politische Konzepte und der Kooperation im Rahmen von maßgeblichen Aktivitäten.“ Auch die General-Koordinatorin von La Via Campesina, Elizabeth Mpofu, Bäuerin aus Zimbabwe, begrüßt die neue Partnerschaft und meint ihrerseits: „Die Reise war lang und wir sind sehr erfreut heute hier angelangt zu sein. Dies ist ein wichtiger Schritt bezüglich der Anstrengungen, die wir gegenüber den Instanzen der UNO und den Regierungen angestoßen haben, um die Agrarpolitik in Richtung Ernährungssouveränität auszurichten.“

Weitere Infos:
>> Webseite von La Via Campesina
>> Pressemitteilung der FAO
>> Materialien zum Welternährungstag bei Brot für die Welt

Aktuelle Berichte und Studien zu Welternährung / Welthunger:• FAO-Bericht: The State of Food Insecurity in the World 2013
Germanwatch: Trendanalyse zur globalen Ernährungssicherung
Brot&FIAN&ICCO: Right to Food and Nutrition Watch 2013
Welthungerhilfe: Welthunger-Index 2013
UNCTAD-Handels- und Umweltbericht 2013: Wake up before its to late
OECD-Agrarbericht 2013: Agricultural Policy Monitoring and EvaluationEine kurze Zusammenschau der Publikationen findet sich im jüngsten
Newsletter (10/2013) von VENRO-Projekt Deine Stimme gegen Armut.
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evb: Unterrichtsmaterialien zum globalen Geschäft der Mode

„Mode – Ein globales Geschäft“ heißt die neue Unterrichtsmaterialie, die der Verein Erklärung von Bern (EvB) und die Clean Clothes Campaign in der benachbarten Schweiz frisch herausgebracht hat. Insgesamt sind jeweils acht Unterrichtseinheiten für die Altersstufen der Sek I sowie der Sek II entwickelt worden. Die einzelnen Unterrichtseinheiten behandeln Themen wie Arbeits- und Menschenrechte, Armut, Gewerkschaftsfreiheit, Ethik, Marketing oder die Handlungsoptionen von Konsumierenden. In kompakter Form finden sich Hintergrundinformationen, Kurzfilme, Arbeitsblätter, Fragestellungen für Diskussionen und didaktische Umsetzungsideen.
Die Unterrichtseinheiten sind voneinander unabhängige Module und können je nach Vorwissen der SchülerInnen in den thematischen Unterricht oder in Projektwochen integriert werden. Sie orientieren sich am Konzept des globalen Lernens und zielen darauf ab, die Lernenden für politische und globale Zusammenhänge zu sensibilisieren, Stereotypen zu hinterfragen und eigene Werthaltungen zu entwickeln.Erhältlich sind die Materialien auf 2 DVDs (jeweils die acht Unterrichtseinheiten), die einzeln oder zusammen für je 20 Schweizer Franken bei der Erklärung von Bern bestellt werden können.Weitere Infos:
>> „Mode – ein globales Geschäft“ – Bestellkontakt

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CIR: Studie zur Ausbeutung bei der Orangensaftherstellung

Der größte Importeur von Orangensaft ist die Europäische Union, sie nimmt etwa zwei Drittel der Exporte auf. Davon fallen allein auf die BRD 17 Prozent. Deutschland ist also Fruchtsaft-Weltmeister – und größter Abnehmer von Orangensaft aus Brasilien. Von dort stammt rund die Hälfte des weltweit konsumierten Orangensaftes. Die Anfang Oktober veröffentlichte Studie „Im Visier: Orangensaft bei Edeka, Rewe, Lidl, Aldi & Co. Blind für Arbeitsrechte?“der Christlichen Initiative Romero (CIR) und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) stellt die gesamte Orangensaft-Lieferkette von den Plantagen Brasiliens bis in die deutschen Supermärkte dar und deckt prekäre Arbeitsbedingungen auf: Sowohl in den Fabriken als auch auf den Plantagen wird unter extremem Druck und ohne angemessene Schutzvorkehrungen gearbeitet. Ausbeutung zu Hungerlöhnen auf den Plantagen und in den Saftfabriken ist Alltag. Doch auch die Konzernkonzentration – in Brasilien wie in Deutschland – ist alarmierend. Aufgrund von Wettbewerbsverdrängung betreiben gerade mal drei Großkonzerne Orangenanbau und Konzentratgewinnung. Und auch am Ende der Lieferkette stehen immer weniger Handelskonzerne, die in Deutschland Lebensmittel anbieten. Edeka, Rewe, Lidl/Kaufland und Aldi vereinigen 85 Prozent Marktanteil auf sich und diktieren damit indirekt die Arbeitsbedingungen von Millionen Beschäftigten.Die 84-seitige Broschüre kann bei der CIR für 5 Euro plus Versandkosten bestellt werden.

Weitere Infos:
>> „Im Visier: Orangensaft“ – Bestellmöglichkeit

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WissensWerte: Animationsfilm zu Smartphones und Nachhaltigkeit

Smartphones von Herstellern wie Apple, Samsung oder HTC gehören mittlerweile zu den wichtigsten Konsum- und Lifestylegütern und sind aus Freizeit und Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken. Aber: Wie funktionieren eigentlich die globalen Produktions- und Vertriebsketten von Smartphones? Und wie steht es beispielsweise mit Arbeits- und Umweltschutz in den weitverzweigten und undurchsichtigen globalen Zulieferfirmennetzen der Elektronikriesen? Darüber wissen die meisten HandybenutzerInnen nur wenig oder ungenau Bescheid. Der WissensWerte-Clip mit dem Titel „Smartphones und Nachhaltigkeit“ bringt diesbezüglich Licht ins Dunkel.
Im Rahmen des Projektes WissensWerte wurden schon einige solcher Animationsclips zu unterschiedlichen (entwicklungs-)politischen Themen wie zum Beispiel Welthandel, Globalisierung, Migration, Kinder- und Menschenrechte oder Mikrokredit produziert. Die jeweils nur 5-10 Minuten langen Filme sind dabei bewusst als niedrigschwellige politische Bildungsangebote konzipiert, die Möglichkeiten schaffen sollen, sich einfach und unterhaltsam aber dennoch seriös über politische Zusammenhänge und Akteure zu informieren.Sämtliche der Animationsfilme können online auf der Webseite von e-politik.de geschaut werden.Weitere Infos:
>> „Smartphones und Nachhaltigkeit“
>> WissensWerte Reihe

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Kontext TV: Sendung zu Finanzkrise, Land Grabbing & Totalüberwachung

Das unabhängige Nachrichtenmagazin Kontext TV hat eine neue Sendung veröffentlicht: „Die Logik der Vertreibung – Finanzkrise, Land Grabbing und Totalüberwachung“. Interviewgast ist die Soziologieprofessorin Saskia Sassen. Ihre Kernthese: Wir befinden uns in einer globalen Phase des Ausschlusses und der Vertreibung. Immer mehr Menschen werden im Wirtschaftssystem nicht mehr gebraucht und daher dauerhaft ausgeschlossen. Um für Investoren die Lage schönzurechnen, werden einfach die Grenzen des Systems neu definiert. So fallen etwa Langzeitarbeitslose vollständig aus den Statistiken heraus. Auch die etwa 30 Millionen Menschen, die in den USA seit 2007 zwangsgeräumt wurden, bleiben in der Öffentlichkeit weitgehend unsichtbar. Eine andere Form von Vertreibung und Ausschluss ist das sogenannte Land Grabbing, also der Aufkauf riesiger Landflächen weltweit, vor allem für Agrartreibstoffe. Die Player sind oft die gleichen, die auch die Immobilienkrise auslösten: Hedge Fonds und Großbanken wie Goldman Sachs und J.P. Morgan.
In diesem Zusammenhang ist dann auch die Ausweitung des Überwachungsstaates als eine Form des Ausschlusses zu sehen: Bürger werden von elementaren Rechten ausgeschlossen und zu bloßen Objekten. Profiteur der Überwachung sei vor allem die Sicherheitsindustrie, die Milliardenumsätze macht.Die halbstündige Sendung mit Saskia Sassen kann online gesehen und gehört werden.Weitere Infos:
>> „Die Logik der Vertreibung“

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AG Globale Verantwortung: Broschüre zur EU-Entwicklungspolitik

Die Europäische Union gehört weltweit zu den wichtigsten AkteurInnen der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) und humanitären Hilfe. Einerseits finanziert sie zahlreiche Programme in fast allen Teilen der Welt, andererseits trägt sie zur Koordinierung der EZ-Politik ihrer Mitgliedstaaten bei. Zudem haben Entscheidungen, die von der Union und ihren Mitgliedstaaten in anderen Politikbereichen getroffen werden – wie zum Beispiel Handelspolitik, Agrarpolitik oder Finanzpolitik – weitreichende globale Konsequenzen. Zivilgesellschaftliche Mitgestaltung und Kontrolle sind auf europäischer Ebene also besonders wichtig. Die von der österreichischen Dachorganisation AG Globale Verantwortung frisch herausgebrachte Broschüre mit dem Titel „Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe der Europäischen Union. Institutionen – Strukturen – Prozesse“ soll den LeserInnen helfen, das Funktionieren der Europäischen Union und insbesondere ihrer EZ und humanitären Hilfe besser zu verstehen sowie zivilgesellschaftliche Gestaltungsmöglichkeiten aufzeigen.Die Publikation gibt es entweder online zum Download oder kostenlos und solange der Vorrat reicht in der Papierversion. Bestellung über: office[at]globaleverantwortung.at.

Weitere Infos:
>> „EZ und Humanitäre Hilfe der EU“ (PDF)

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WeltWeitWissen 2014: Bildungskongress für Globales Lernen & BNE

Bild: WeltWeitWissen2014

Wer sich mit anderen Akteuren über Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung austauschen will, wer innovative Angebote und Methoden kennenlernen möchte und wer Lust auf neue Impulse für die eigene Arbeit hat, der sollte diesen Kongress im Januar des kommenden Jahres nicht verpassen!
Unter dem Titel „Perspektiven wechseln“ lädt der Kongress WeltWeitWissen vom 16. bis 18. Januar 2014 dazu ein, z.B. Ressourcenverbrauch, Entwicklung, Menschenrechte oder Umweltschutz aus einem globalen Blickwinkel zu betrachten und zu hinterfragen sowie neue Sichtweisen auf die Potenziale einer multikulturellen Gesellschaft einzunehmen.
Inhaltliche Schwerpunkte werden die stärkere Einbindung von Migrant/innen in das Globale Lernen/die Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung, das Thema Große Transformation hin zu einer klimaverträglichen, nachhaltigen Gesellschaft mit mehr weltweiter Fairness, Gerechtigkeit und sozialem Ausgleich, sowie erziehungswissenschaftliche Aspekte des Globales Lernens, der Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung und die UN-Dekade Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) sein. Die Schwerpunkte des Kongress werden in Vorträgen, Workshops und Jugendprojekten vertieft und sollen zu Perspektivenwechsel anregen.
Der Kongress steht in der Tradition des Bildungskongresses der seit 2003 im 2-Jahresrhythmus in verschiedenen Städten Deutschland abgehalten wurde und der seit 2007 unter dem Namen „WeltWeitWissen von den Entwicklungspolitischen Landesnetzwerken organisiert wird. 2014 ist der Ausrichter der Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg (DEAB) e.V.

Weitere Infos:
>> Kongress „WeltWeitWissen 2014“
>> Kongressflyer (PDF)

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CIR: Unterschriften-Appel für verbindliche Unternehmensverantwortung

Immer wieder wird bekannt, dass Unternehmen, die in Deutschland registriert sind, an Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung im Ausland beteiligt sind oder davon profitieren. Die Katastrophe von Bangladesch ist dabei nur traurige Spitze des Eisberges. Ob vergiftete ArbeiterInnen in der Computerproduktion Chinas, unwürdige Hungerlöhne in der ostafrikanischen Blumenproduktion oder menschenverachtende Vertreibungen durch Rohstoffprojekte, Großstaudämme und Plantagen… Profit geht viel zu oft vor Menschenleben. Das Problem dabei ist, dass Unternehmen aber für diese Vergehen bisher nicht zur Rechenschaft gezogen werden können. Mit der Absicht, dies zu ändern, hat die Christliche Initiative Romero CIR einen neuen Online-Appell gestartet. Der Zeitpunkt ist dabei nicht zufällig: In Deutschland wurde bekanntlich erst kürzlich gewählt und bald wird sich eine neue Regierung bilden, die auch das Regierungsprogramm für die kommenden vier Jahre aufstellt. CIR sieht das als Chance, endlich verbindliche Regeln für Unternehmen zu schaffen – wenn den die neue Regierung davon überzeugt werden kann, verbindliche Regeln zur menschenrechtlichen, sozialen und ökologischen Unternehmensverantwortung zu verabschieden. Um hier möglichst großen zivilgesellschaftlichen Druck erzeugen zu können, muss der Appel von möglichst vielen Einzelmenschen an die zukünftigen Regierungsparteien CDU und SPD gerichtet werden. Wer mitmachen will, kann dazu direkt das Online-Aktionstool auf der CIR-Webseite nutzen. Wer diejenigen, die den traditionellen Postweg bevorzugen, gibt es alternativ auch eine gedruckte Appell-Postkarte.

Weitere Infos:
>> Appell „Schluss mit Freiwilligkeit – Regeln für Unternehmen“

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Forum Fairer Handel: Rec A Fair – Kurzfilm-Contest für den Fairen Handel

Bild: Rec A Fair

Bewegen, wachrütteln und zum Nachdenken anregen! Unter dem Motto „Can you change people`s minds?” ruft das Forum Fairer Handel zur Teilnahme an „Rec A Fair 2013“ – dem Kurzfilmwettbewerb für den Fairen Handel auf. Gesucht sind erfahrene AmateurfilmerInnen, FilmstudentInnen und professionelle FilmemacherInnen die Lust haben Kurzfilme zu kreieren, die über Ungerechtigkeiten im Welthandel aufklären, das Konzept des Fairen Handels überzeugend darstellen oder zum Aktivwerden motivieren – in maximal 3 Minuten! Bewertungskriterien sind die inhaltliche Bearbeitung des Themas, die technische Umsetzung, Kreativität, Überzeugungskraft und das virale Potential des Films. Arbeiten können bis zum 20. Januar 2014 eingereicht werden. Wer sich der Herausforderung stellt, hat die Chance auf 10.000 Euro Preisgeld für den ersten, 3.000 Euro für den zweiten und 1.000 Euro für den dritten Platz. Die Preise werden von einer prominenten Fachjury vergeben.

Weitere Infos:
>> Rec A Fair Kurzfilm-Wettbewerb

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wwf: Schülerakademie 2°Campus sucht junge KlimaschutzforscherInnen

Bild: 2°Campus

Wie erzeugen wir in Zukunft unsere Energie? Wie bewegen wir uns in Zukunft fort? Wie werden wir in Zukunft wohnen? Wie werden wir uns in Zukunft ernähren? Junge Menschen zwischen 15 und 19 die zu diesen Fragen Ideen haben, die Lust haben, sich für Klimaschutz stark zu machen, die schon immer mal gerne namhafte Forschungsinstitute kennenlernen wollten und sich vorstellen können, zusammen mit Wissenschaftlern und anderen Jugendlichen an Lösungen zu forschen – die sind bei der Schülerakademie 2°Campus richtig! Die Akademie ist ein Projekt des WWF Deutschland und findet 2014 im Frühjahr sowie in den Sommer- und Herbstferien statt. Es ermöglicht den TeilnehmerInnen Erfahrung im Bereich des wissenschaftlichen Arbeitens und vertieft Wissen über komplexe Sachverhalte rund um die Themen Klimawandel und Klimaschutz unter Einsatz vielfältiger Methoden und verschiedener Medien. Für die Bewerbung muss ein umfängliches Bewerbungsformular ausgefüllt sowie ein Referenzschreiben eingereicht werden. Eine unabhängige Jury studiert und bewertet dann die Bewerbungen. Bewerbungsschluss ist der 3. Dezember, Mitte Februar wird bekannt gegeben, wer teilnehmen wird.

Weitere Infos:
>> Schülerakademie 2°Campus

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Terminlese

Fr., 08.11. – Sa., 09.11.13, Frankfurt/M. (Palmengarten)
Globales Lernen inklusiv gestaltet
Fortbildung von bezev e.V. Für LehrerInnen, Akteure und Interessierte der Bildungsarbeit sowie
Kinder- und JugendgruppenleiterInnen

Die Fortbildung beschäftigt sich mit der Frage, wie sich Globales Lernen inklusiv gestalten lässt. Inklusives Lernen bedeutet, gemeinsamen Lernraum für Kinder und Jugendliche so zu gestalten, dass jedeR nach seinen/ihren individuellen Möglichkeiten lernen kann. Ebenso wie das Konzept des Globalen Lernens bedingt dies eine Veränderung und Anpassung der Lehr- und Lernbedingungen an die Verschiedenheit der Kinder und Jugendliche. Die Fortbildung gibt Anregung zur praktischen Umsetzung von vielseitigen methodischen und didaktischen Ideen durch die Globales Lernen inklusiv gestaltet werden kann.

Sa., 09.11.13 (19-23h), Frankfurt/M. (Ravenstein-Zentrum des FTV 1860)
Jambo Afrika – Maisha und der FTV1860 bei den interkulturellen Wochen
Deutsch-afrikanische Begegnungsfest im Rahmen der interkulturellen Wochen.
Adresse: Hans-Grötsch-Halle, Pfingstweidstraße 7

Ein Begegnungsfest mit Infoständen von Maisha e.V. und dem FTV 1860, einem selbst hergestellten afrikanischen Buffet (8 € pro Person), einer kleinen afrikanischen Modenschau und Live-Musik mit Aziz Kuyathe, zu der auch getanzt werden darf! Die Abteilung Dance Connection des FTV 1860 beteiligt sich mit einer Flamenco-Vorführung sowie einem Flamenco-Tanzworkshop für alle Gäste.

Di., 12.11.13 (17.15-20h), Frankfurt/M. (Rathaus Frankfurt)
Schafft Entwicklungszusammenarbeit nur „Inseln der Glückseligen“?
Scaling Up – Erfolgsfaktoren für breitenwirksame Vorhaben. Diskussionsabend der Reihe „Stakeholder“-Dialoge. Veranstalter: SID, Chapter Frankfurt/M.
Zahlreiche entwicklungspolitsche Geber arbeiten derzeit an Strategien für die Erhöhung der Breitenwirksamkeit ihrer Projekte. Es werden Konzepte nachgefragt, die eine möglichst große Anzahl an Menschen erreichen sollen. Ziel ist es, von Anfang an Potenziale der Weiterverbreitung von Konzepten und Lösungen mit einzuplanen und die Partner aktiv bei deren breitenwirksamer Umsetzung zu unterstützen. Die GIZ hat eine unternehmensstrategische Evaluierung zu diesem Thema initiiert, um wichtige Voraussetzungen und Faktoren für ein erfolgreiches „Scaling Up“ heraus zu arbeiten. Erste Ergebnisse dieser Evaluierung werden Grundlage der Diskussion sein.

Do., 14.11.13 (19.30h), Frankfurt/M. (Weltladen Bornheim)
Fair-Trade-Honig vom ‚Ende der Welt‘?
Über Sinn und Zweck des fairen Handels mit Honig von den Mapuche-Indianern in Chile. Mit mit
Bede Godwyll (GEPA-Fairhandelsberater). Bildungsabend des fair-ein e.V.

Bede Godwyll reiste mit einer Delegation der Fairhandelsorganisation GEPA nach Chile, um u.a. die Honigproduzenten zu besuchen. Mit seinen Reisebildern erklärt er aus erster Hand, welche Rolle das Produkt Honig im Leben der Mapuche-Indianer der Kooperative APICOOP spielt und wie importierter Honig aus fernen Ländern entwicklungspolitisch einzuordnen ist: Ist es sinnvoll, hier in Deutschland Honig aus Chile zu konsumieren?

Sa., 16.11.13 (11-16h), Frankfurt/M. (Rathaus Frankfurt)
Forum Nicaragua
EPN Hessen-Forumstreffen der Koordinationsgruppe Hessischer Nicaragua-Initiativen und kommunaler Partnerschaften (HEKO), welche das Nicaragua-Forum bildet
Die Foren sind substanzieller Bestandteil des Entwicklungspolitischen Netzwerks Hessen. In den Foren vernetzen sich die Mitglieder, werden Positionen diskutiert und gestärkt, Erfahrungen ausgetauscht. Sie sind offen für Mitglieder und Nichtmitglieder des EPN Hessen. Es wird um Anmeldung wird gebeten.

Sa., 16.11.13 (10-16.30h), Bonn (Beethovenhalle – Forum Süd)
Engagement weltweit 2013
Einzige deutsche Fachmesse zur Arbeit von Fachkräften in der Entwicklungszusammenarbeit
Mehr als 50 namhafte Organisationen der EZ, der Not- und Katastrophenhilfe und der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit werden mit Informationsständen an der Fachmesse vertreten sein. Vorträge, Diskussionsrunden und persönliche Gespräche bieten Besucherinnen und Besuchern die Gelegenheit, sich direkt und umfassend über das Arbeitsfeld Entwicklungszusammenarbeit, Qualifizierungsangebote und aktuelle Trends zu informieren.

Di., 19.11.13, Frankfurt/M. (Sparkasse Bensheim)
„WeiterDenken…!“ (nicht mehr online, Anm. der EPNH-Red.)
Braucht unsere globalisierte Welt noch Entwicklungszusammenarbeit? Vortrag mit Herr Prof. emer. Dr. phil. Franz Nuscheler. Veranstalter: Karl Kübel Stiftung, Sparkasse Bensheim und GGEW AG
Schon immer gab es Kritik an der Praxis der Entwicklungszusammenarbeit. Darüber hinaus fand geradezu ein Wettbewerb zwischen möglichst heftigen Bankrotterklärungen statt, die vom beliebten Wortspiel „Die Hilfe hilft nicht“ bis zu ihrer Verteufelung als „tödliche Hilfe“ reichten. Ist keine Entwicklungshilfe die Lösung? Nein, sagten 189 UN-Mitgliedsstaaten im Jahr 2000 dazu und formulierten in ihrer „Millenniumserklärung“ einen „globalen Gemeinwillen“, der Armutsbekämpfung, Friedenserhaltung und Umweltschutz als die wichtigsten Ziele auf dem Weg zum „Globalwohl“ beinhaltet. Prof. Dr. Franz Nuscheler warnt jedoch vor zu hohen Erwartungen an die Entwicklungspolitik.

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Terminkalender

Weitere entwicklungspolitische Veranstaltungen in Hessen finden sich in unserem Terminkalender.

>> EPN Hessen-Terminkalender

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Der EPN Hessen-Newsletter wird finanziell unterstützt vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung (HMWVL) sowie im Rahmen des Eine Welt-PromotorInnenprogramms vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ):

 

Finanzielle Unterstützung erhalten wir für den Newsletter auch von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW).

 

 

Herzlichen Dank!

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