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Newsletter 09/2014


Teilnehmen, mitdiskutieren, mitfeiern!

global vernetzt lokal aktiv im ›Entwicklungsland Hessen‹

EPN Hessen KONGRESS | 10 Jahre EPN Hessen


Liebe entwicklungspolitische Interessierte,es sind noch sechs Wochen bis zu unserem entwicklungspolitischen Kongress „global vernetzt lokal aktiv im ›Entwicklungsland Hessen‹“. Mittlerweile ist auch die ausführliche Programmbroschüre fertiggestellt und die Kongress-Webseite ist online. Dort finden Sie jetzt alle wesentlichen Informationen sowie nähere Beschreibungen der einzelnen Programmpunkte. Schauen Sie rein, informieren Sie sich, und melden Sie sich an – wir laden Eine Welt-Aktive sowie Interessierte herzlich zum Mitdenken, Mitdiskutieren und auch Mitfeiern ein!

>> Jetzt online anmelden!

global vernetzt lokal aktiv im ›Entwicklungsland Hessen‹

Richtig gelesen. Im Hinblick auf die Diskussionen um globale, also für alle verpflichtende, Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsziele wird schnell klar: Auch Hessen ist Entwicklungsland, und es bedarf rasch grundlegender Kurskorrekturen. Der hessische „ökologische Fußabdruck“ übertritt notorisch die Grenzen global verfügbarer Lebensgrundlagen wie Umwelt oder Ressourcen. Und trotz (oder wegen) Wirtschaftswachstum öffnet sich auch hierzulande die soziale Schere immer weiter.

Die gute Nachricht: Es gibt viele Potentiale und Ideen für tiefgreifende Veränderungen – lokal wie global. Und es gibt zahlreiche Beispiele für die solidarische Zusammenarbeit mit PartnerInnen in Ländern des globalen Südens, z.B. im gemeinsamen Kampf gegen Armut, um Bildungsgerechtigkeit, den Zugang zu Gemeingütern und Infrastruktur, für Demokratie und Mitbestimmung. Aus diesen Begegnungen und Dialogen entstehen wichtige Einsichten und Anregungen dazu, was Entwicklung meinen und wie diese jeweils aussehen könnte. Unter anderem in langjährigen Nord-Süd-Projekten, in Städte- oder Schulpartnerschaften, in Freiwilligendiensten, Fairem Handel, Friedensarbeit oder Not- und Katastrophenhilfe werden gemeinsam Wege gesucht und konkrete Ansätze ausprobiert.

Mit unserem Jubiläumskongress wollen wir einen Teil dieser konkreten Arbeit vorstellen und die eigene Praxis und Projektarbeit im Inland wie im Ausland (selbst)kritisch unter die Lupe nehmen. In der gemeinsamen Diskussion mit Verbündeten aus Wissenschaft, Verbänden, Gewerkschaft und sozialen Bewegungen geht es darum, immer wieder die Perspektive zu wechseln und für neue Anregungen offen zu sein. Die sich verändernden globalen Bedingungen stellen auch an die entwicklungspolitische Arbeit neue Herausforderungen. Es bedarf nicht nur der Reflexion, sondern auch neuer Strategien und Visionen – dazu laden wir herzlich ein!

Weitere Infos:
>> Kongress-Webseite „global vernetzt lokal aktiv“
>> Kongressprogramm als PDF

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Neues EPN Hessen-Mitglied: Atrium e.V.

Der Verein Atrium wurde 2002 gegründet. Seine Ziele basieren auf drei Säulen: interkultureller Dialog, politische Bildung und Zusammenarbeit mit Sehbehinderten. Der Länderschwerpunkt ist Tunesien. Die Engagierten möchten Toleranz und Interesse für verschiedene Kulturen wecken, politische Themen klar und verständlich vermitteln sowie Sehbehinderte in ihrer Eigenständigkeit fördern. Die nächsten Projekte in Tunesien sind der Aufbau eines internationalen Begegnungszentrums, insbesondere für KünstlerInnen, ein Archiv für „Oral History“ und ein Berufsförderungswerk für Blinde und Sehbehinderte in den Bereichen Informatik und praktische Lebensfertigkeiten. Atrium führt außerdem folgende Aktivitäten durch: Fortbildungen und Projekte zu interkulturellen und politischen Themen, Konferenzen zu Vereinsprojekten, Seminare und Kurse zur Förderung und Unterstützung von Sehbehinderten sowie ein deutsch-tunesischer Jugendaustausch. Atrium e.V. freut sich auf vielfältige Kooperationen im Netzwerk.

EPN Hessen heißt Atrium e.V. als neues Mitglied des Netzwerks herzlich willkommen!

Sie und Ihr Verein, Ihre Gruppe oder Initiative interessieren sich auch für eine Mitgliedschaft im EPN Hessen? Sie möchten die Arbeit des Netzwerks mit einer Fördermitgliedschaft unterstützen? Als Netzwerk können wir unsere Arbeit gegenseitig unterstützen und uns gemeinsam wirkungsvoller für entwicklungspolitische Anliegen einsetzen – zusammen bewegen wir mehr! Alle wichtigen Informationen sowie die Beitrittserklärung finden Sie auf unserer Webseite.

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„Postwachstum im Globalen Lernen“ I & II:
Methoden-Fortbildung & Mit Motivés ins Klassenzimmer

Wirtschaftswachstum ist in aller Munde und prägt maßgeblich unsere Wirtschaft, Politik und unser alltägliches Denken und Handeln. Im Zuge der andauernden Wirtschafts- und Finanzkrise wird uns Wachstum als vermeintliche Lösung vieler gesellschaftlicher Probleme wie Arbeitslosigkeit, Staatsverschuldung oder Armut dargestellt. Dabei stellen sich jedoch Fragen, die häufig nicht benannt werden: Ist grenzenloses Wachstum auf einem Planeten mit begrenzten Ressourcen überhaupt möglich? Kann Wirtschaftswachstum angesichts von Klimawandel, Artensterben und Ressourcenverknappung ein zukunftsfähiges Konzept darstellen? Trägt Wachstum tatsächlich zu immer mehr Wohlstand, Zufriedenheit, gesellschaftlichem Miteinander und sozialem Ausgleich bei? Und: Welche Alternativen gibt es jenseits des Wachstums?

Zu dieser Thematik hat EPN Hessen in Frankfurt zwei Methoden-Fortbildungen für MultiplikatorInnen bzw. Lehrkräfte organisiert. Außerdem bietet EPN Hessen-Mitgliedsorganisation Motivés e.V. in Kooperation mit EPN Hessen und anderen zur selben Thematik Workshops für SchülerInnen der Sekundarstufe II an:

↓ „Postwachstum im Globalen Lernen“ I: Methoden-Fortbildungsangebote
↓ „Postwachstum im Globalen Lernen“ II: Mit Motivés ins Klassenzimmer

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METHODEN-FORTBILDUNGEN:
Sa., 18.10. & So., 19.10.14, Frankfurt/M.
(für MultiplikatorInnen)
Fr., 17.10. & Mo., 20.10.14, Frankfurt/M.(für LehrerInnen oder Schulen ab Jgs. 9)

„Postwachstum im Globalen Lernen“ I:
Methoden-Fortbildung für MultiplikatorInnen & LehrerInnen


„Was wächst, wenn die Wirtschaft wächst?
Postwachstum im Globalen Lernen“

EPN Hessen in Kooperation mit dem Konzeptwerk Neue Ökonomie e. V.

Die beiden Fortbildungen zur Postwachstumsthematik, die in Frankfurt/M. angeboten werden, richten sich sowohl an MultiplikatorInnen der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit (Sa., 18.10. & So., 19.10.14) als auch an LehrerInnen (Fr., 17.10. & Mo., 20.10.14):

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WORKSHOPS IM KLASSENZIMMER:
Schuljahr 2014/15
(ein Angebot für Sek II)

„Postwachstum im Globalen Lernen“ II: Mit Motivés ins Klassenzimmer


„Endlich Wachstum“

Motivés in Kooperpation mit EPN Hessen, Fairbindung und GartenWerkStadt

Im Schuljahr 2014/15 bietet Motivés e.V. in Marburg und Umgebung für Schulklassen der Sek II zwei aufeinander aufbauende Workshop-Module zur Unterrichtsergänzung und für den Nachmittagsbereich an. Es ist möglich, nur den ersten oder auch beide Workshops zu buchen.

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SAVE THE DATE:
Sa., 13.12.2014, Frankfurt/M.

Tagesseminar „frankfurt postkolonial“

Eine Kooperation zwischen frankfurt postkolonial und dem Entwicklungspolitischen Netzwerk Hessen e.V. (EPN Hessen).

Das Projekt „frankfurt postkolonial“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, am konkreten Beispiel der Stadt Frankfurt am Main die Auseinandersetzung um die Geschichte des Kolonialismus und ihre bis heute andauernden Folgen anzustoßen. Die historischen und gegenwärtigen Bezüge zum Kolonialen werden im Lokalen durch einen Stadtspaziergang und die Darstellung konkreter Orte und Personen beispielhaft sichtbar gemacht. Diese können Kolonialismus allerdings nicht vollständig oder repräsentativ abbilden, denn er manifestiert(e) sich vor allem in Herrschaftsbeziehungen und Strukturen. Dennoch verstehen wir lokale Orte als wichtige Ausgangspunkte, um Fragen, Kritik und Intervention anzuregen.
Das Tagesseminar will

  • die konkrete Arbeit von „frankfurt postkolonial“ vorstellen und zur Mitarbeit motivieren,
  • Erfahrungen, Ideen und Methoden aus anderen Städten aufgreifen,
  • Diskussionen um die koloniale Vergangenheit & postkoloniale Kontinuitäten vorantreiben und gemeinsam weiterentwickeln.

Ein aktuelles Programm finden Sie demnächst unter www.epn-hessen.de/veranstaltungen und frankfurt.postkolonial.net.

Anmeldung: über die EPN Hessen-Geschäftsstelle.
(E-Mail info[at]epn-hessen.de, Telefon 069-91 39 51 70).

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Motivés (& EPN Hessen u.a.): Eine weitere Runde Globales Schulkino

Die EPN Hessen-Mitgliedsorganisation Motivés e.V. lädt in Kooperation mit dem EPN Hessen, dem Marburger Weltladen und dem Bundesprogramm „XENOS – Integration und Vielfalt“ zu einer weiteren Runde Globales Schulkino ein. In diesem Bildungsprojekt werden Dokumentar- und Spielfilme, Filmgespräche und begleitende Workshops für Schulklassen und außerschulische Jugendgruppen zu verschiedenen Themen rund um die Globalisierung und die Eine Welt angeboten. Das Projekt bietet Jugendlichen die Möglichkeit, sich mit globalen Themen auseinanderzusetzen und ein besseres Verständnis für globale Zusammenhänge zu entwickeln.

Im frisch angelaufenen Schuljahr 2014/15 werden 6 neue Dokumentar- und Spielfilme angeboten. Zu einer Reihe von geplanten Filmvorführungen in Marburg und Gießen (s.u.) sind Filmschaffende und FachreferentInnen eingeladen. Dies ermöglicht den Jugendlichen eine vertiefte und reflektierte Auseinandersetzung mit den Filmthemen. Wahlweise werden auch Workshops angeboten, die ohne zusätzliche Kosten zur weiteren inhaltlichen Vertiefung dazu gebucht werden können. Auf Wunsch werden auch Filmvorführungen in nähergelegenen Kinos oder in eigens bestimmbaren Räumlichkeiten (Schulen etc.) organisiert.


Weitere Infos:
>> Aktueller Programm-Flyer als PDF
>> Das komplette Angebot des Globalen Schulkinos

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Fr., 24.10. (16.30h) – Sa., 25.10.14 (17.30h), Witzenhausen

Witzenhausener-Kooperation: Seminar zum Schützen & Nützen des Regenwalds

Ein Seminar für alle, die schon immer einmal mehr über den tropischen Regenwald erfahren wollten und/oder sich für seinen Bezug zu Weltläden und dem Fairen Handel interessieren!

Als immergrüner Gürtel umspannen die Regenwälder die Erde rund um den Äquator. Sie wachsen nur auf vier Prozent der Landfläche – und doch sind die tropischen Regenwälder Heimat für die Hälfte aller Tier- und Pflanzenarten und Ort der Produktion vieler landwirtschaftlicher Güter. Sie geben etwa 60 Millionen Menschen Heimat, die sie als Quelle für Nahrung, Medizin und Hausbau nutzen. Ihre Zerstörung durch Holzeinschlag oder ihre Umwandlung in Agrarflächen ist allseits bekannt und unbestritten. Die Initiativen zur Rettung des Regenwaldes sind ebenso zahlreich wie die Publikationen über ihren Ist-Zustand.

Während des zweitägigen Seminars an drei verschiedenen Orten in Witzenhausen beschäftigen sich die TeilnehmerInnen aus verschiedenen Perspektiven mit dem Thema „Regenwald“: Im Tropengewächshaus und im Völkerkundlichen Museum werden die pflanzliche und kulturelle Vielfalt des Regenwalds in den Fokus gestellt. Dabei helfen sinnliche Erfahrungen, Spiele, Filme und Diskussionsrunden. Im Weltladen Witzenhausen werden dann verschiedene Handelsprodukte aus dem Regenwald vorgestellt, z.B. die des Regenwaldladens in Freiburg. Außerdem wird der „Wellness-Koffer“ vorgestellt, ein besonderes Bildungsangebot der Ladengruppe.


Weitere Infos:
>> Weltläden in Hessen
>> WeltGarten Witzenhausen

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Bistumsinitiative: Denk!-mal aus Brotdosen gegen den Hunger

1000 Botschaften gegen den Hunger! … oder gerne auch mehr, will EPN Hessen-Mitgliedsorganisation Abteilung Weltkirche im Bischöflichen Ordinariat Limburg bis zum 8. November mobilisieren und daraus ein Denk!mal gegen den Hunger erstellen.

Konkret funktioniert die Aktion so: Möglichst viele Menschen sollen eine Brotdose mit einem persönlichen Protestspruch oder einer Hoffnungsbotschaft – in der Dose verpackt oder direkt auf dieser geschrieben – einsenden. Die Dosen kommen dann am Welternährungstag am 8. November in einer großen öffentlich wirksamen Abschlussaktion auf dem Frankfurter Domplatz zum Einsatz.

Am gleichen Tag veranstaltet die Katholische Akademie Rabanus Maurus einen Thementag im Haus am Dom, an dem im Gespräch mit VertreterInnen aus Wirtschaft, Politik und Kirche die Ursachen und Hintergründe der globalen Ernährungskrise analysiert und Verbesserungsmöglichkeiten diskutiert werden.


Weitere Infos:
>> Bistumsinitiative 2014 „Wir haben den Hunger satt“
>> Aktions-Flyer „Wir haben den Hunger satt“ (PDF)

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Do., 27.11. bis Fr., 28.11.14, Kaufungen (bei Kassel)

Methoden-Fortbildung „Alle frei und alle gleich!?“
zu Lateinamerika, fairem Handel & Menschenrechten

Menschenrechte in Lateinamerika – und was hat das mit mir zu tun? Genau darum soll es in dieser Methoden-Fortbildung gehen! Sie wird geleitet von Referentinnen des Informationsbüros Nicaragua in Wuppertal und organisiert in Kooperation zwischen der Fachpromotorinnenenstelle für Globales Lernen in Hessen, Weltläden Hessen sowie dem Zentrum Ökumene Kassel.

In der Weiterbildung werden verschiedene Menschenrechtsthemen in Bezug zu unserer Lebenswelt gesetzt: Coca Cola und Arbeitsrechte, Frauenrechte in Nicaragua und nicht zuletzt Alternativen und Kämpfe für ein gutes Leben – hier und dort! Die Teilnehmenden erhalten Anregungen, wie sie mit unterschiedlichen Gruppen zu Menschenrechtsfragen arbeiten können – spannend und mit kritischer Perspektive! Grundlage des Seminars bildet das vom Informationsbüro Nicaragua erarbeitete Werkheft „Alle frei und alle gleich!? – Menschenrechte und soziale Kämpfe in Lateinamerika“, das dieses Jahr erschienen ist.

Das Seminar richtet sich an Menschen ab 20 Jahren, die in der Bildungsarbeit aktiv sind oder aktiv werden wollen. Sowohl interessierte EinsteigerInnen als auch Fortgeschrittene in der Bildungsarbeit sind herzlich willkommen. Anmeldung bis zum 03. November an Cristina Pflaum (Weltläden in Hessen): cpflaum@weltlaeden-hessen.de (mit kurzer Darstellung der Vorkenntnisse und Interessen in der Bildungsarbeit und des bisherigen sozialen/politischen Engagements).

Weitere Infos:
>> Infoblatt „Alle frei und alle gleich !?“ (PDF)

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Rückblick: „Afrika neu denken II“ – Dekolonisierung und die Macht der Bilder


„Das Problem mit Stereotypen ist nicht, dass sie nicht stimmen, sondern dass sie unvollständig sind. Sie machen aus einer Gegebenheit die einzige Gegebenheit.“ (Chimamanda Ngozi Adichie, Schriftstellerin, Nigeria)

Am 26. und 27. September kamen rund 100 Diasporaangehörige und Afrika-Interessierte in Frankfurt am Main zusammen, um im Rahmen der zweiten „Afrika neu denken“-Konferenz über den Zusammenhang von Bildern, Macht und Interessen bei der Darstellung des afrikanischen Kontinents in der BRD und weiten Teilen der Welt zu reflektieren. Es ging v.a. um die Bilder von „Afrika“, die hierzulande hauptsächlich in der Öffentlichkeit präsent sind und z.B. durch Medien oder Entwicklungshilfe-Organisationen verbreitet werden. Denn auch vordergründig gut gemeinte Ideen können mehr schaden als helfen, wenn sich der gängigen Vorstellungen von Afrika bedient wird. Sie spiegeln Interessen verschiedener AkteurInnen und globale Machtbeziehungen wider und verfolgen oft direkt oder indirekt politische oder wirtschaftliche Ziele.

Die mehrheitlich aus der afrikanischen Diaspora und AktivistInnenkreisen kommenden ReferentInnen haben bei aller Komplexität und Verflechtungen der Inhalte historische Bezüge hergestellt, vielschichtige Themen analysiert und Vorschläge gemacht, wie eine veränderte Darstellung von ‚Afrika’ und den Menschen in den verschiedenen Länder des Kontinents gelingen kann. Denn, und darüber schienen sich alle Anwesenden einig: Es ist ein langer Prozess, Bilder in den Köpfen zu verändern und Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen, er muss jedoch mit langem Atem und einer gewissen Frustrationstoleranz vorangetrieben werden. Dabei müssen alle Beteiligten (selbst)kritisch in die Vergangenheit schauen, um die Gegenwart zu verstehen und die Zukunft zu verändern.

Weitere Informationen und Materialien:
>> Konferenz-Seite „Afrika neu denken“
>> Beispiel alternativer Berichterstattung
>> Buchtipp
>> Video-Tipp

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Projekt „Hessen (post)kolonial“

An vielen Orten Deutschlands wurden in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten lange verborgene Zusammenhänge mit der deutschen Kolonialzeit aufgedeckt. Für Hessen ist das bislang kaum geschehen (eine Ausnahme bildet z.B. die Initiative „frankfurt-postkolonial“), obwohl im heutigen Bundesland zentrale Ausbildungsstätten (etwa Kolonialschulen) sowie die Geburts- und Wirkungsstätten zahlreicher Forschungsreisender und KolonisatorInnen, kolonialer BefürworterInnen ebenso wie kolonialkritischer AkteurInnen liegen.

Vor diesem Hintergrund begann Anfang 2014 das Projekt „Hessen (post)kolonial“ an der Uni Gießen. Im Rahmen eines Seminars in den Geschichtswissenschaften wurde der kolonialen Spurensuche in Hessen nachgegangen. Die Ergebnisse der Recherchen finden sich auf einer Homepage wieder, die als Wiki betrieben wird und auf der perspektivisch noch weitere Erkenntnisse eingearbeitet werden sollen. Dazu freuen sich die MacherInnen über Hinweise und Zuarbeiten, um so ein möglichst lückenloses Bild der hiesigen kolonialen Vergangenheit und ihres Wirkens bis in die Gegenwart zeichnen zu können.


Kontakt: Jürgen Dinkel, juergen.dinkel[at]gcsc.uni-giessen.de

Weitere Infos:
>> Uni Gießen Projekt „Hessen (post)kolonial“

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Kritische Debatte um die Neufassung des Orientierungsrahmens Globale Entwicklung

Am 3. und 4. September fand in Bonn eine Fachtagung/Anhörung zur Überarbeitung des Orientierungsrahmens Globale Entwicklung (OR) statt, um der Fachöffentlichkeit die Gelegenheit zu geben, sowohl zu den allgemeinen Kapiteln als auch zu den Fachteilen Stellung zu nehmen. Von dieser Gelegenheit machte auch ein bundesweiter Zusammenschluss von Initiativen, Organisationen und Netzwerken der Zivilgesellschaft sowie WissenschaftlerInnen Gebrauch: „Wir sind migrantisch-diasporische und Schwarze Organisationen und/oder arbeiten oder forschen in der dekolonialen, machtkritischen Bildungsarbeit mit antirassistischem und emanzipatorischen Anspruch“. Sie äußerten sich in einem offenen Brief mit dem Titel „Decolonize Orientierungsrahmen“, dass sie den OR als Produkt einer weißen, bürgerlichen Mehrheitsgesellschaft erachten, der sich wiederum an eine ebensolche Zielgruppe richtet. Der offene Brief wurde trotz der zeitlich sehr knappen Anfrage um Unterstützung in der Zwischenzeit von über 80 Organisationen sowie zahlreichen WissenschaftlerInnen unterzeichnet.
Im folgenden Kurzbericht wird auf einige, zentrale Kritiken verwiesen, sowie ein kurzer Abriss des Prozesses und der Strukturen geboten. Diese sind selbst Bestandteil der Kritik und gleichzeitig entscheidend dafür, wie mit der geäußerten Kritik umgegangen werden kann.


Weitere Infos:
>> Offener Brief „Decolonize Orientierungsrahmen“
>> Entwurf der Neufassung des Orientierungsrahmens Globale Entwicklung (PDF | 5,9 MB)

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Ein entwicklungspolitischer Blick auf TTIP

Das geplante Transatlantic Trade and Investment Partnership-Abkommen, kurz TTIP-Freihandelsabkommen, zwischen der Europäischen Union und den USA erregt schon seit längerem die Gemüter derer, die Abneigungen gegen Genmais, Chlorhühnchen oder Investorenschutzklauseln und die weitere Deregulierung von Arbeitsverhältnissen und Sozialstandards hegen. Tatsächlich haben bilaterale oder regionale Freihandelsabkommen im Hinblick auf Wirtschaft und Gesellschaft nicht nur Auswirkungen auf die beteiligten Staaten, sondern auch auf jene, die vom Abkommen ausgeschlossen sind.

Ausschluss von Märkten
Negative Auswirkungen werden auch für Länder des Globalen Südens befürchtet, etwa durch Schließung von Märkten für Anbieter außerhalb des neu definierten Wirtschaftsraums. Im Falle einer Handelspartnerschaft der zwei größten Wirtschaftsblöcke der Welt werden auch nicht-tarifäre Handelshemmnisse wie etwa Lebensmittelvorschriften, Standards für Umwelt- und VerbraucherInnenschutz, Bezeichnungs- und Verpackungsvorschriften sowie technische oder rechtliche Anforderungen an die importierten Produkte abgebaut. Damit steigt die Tendenz, mehr untereinander und weniger mit Drittländern zu handeln. Beispielsweise könnten so billige Baumwolle aus den USA oder Zucker aus der EU laut ExpertInnenenmeinung von Manuel Blendin, Geschäftsführer des Forums Fairer Handel, die Existenz von Kleinbauern in Afrika, Lateinamerika und Asien bedrohen.

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Post-2015-Agenda und Nachhaltigkeitsziele in der Diskussion

In der zweiten Septemberhälfte hielten die Vereinten Nationen (UN) in New York die 69. UN-Vollversammlung ab. In der letzten Woche vom 24. bis 30. September stand unter dem programmatischen Titel „Delivering on and Implementing a Transformative Post-2015 Development Agenda“ die weitere Ausgestaltung der neuen globalen Entwicklungsagenda nach dem Auslaufen der Millenniums-Entwicklungsziele (Millenium Development Goals, MDGs) im kommenden Jahr auf der Agenda. Dies gab erneuten Anstoß für zahlreiche, auch kritische, Kommentierungen der neuen Nachhaltigkeitsziele.
Schon seit Längerem ist ein neuer Katalog von Zielen für eine globale nachhaltige Entwicklung in Arbeit. Die von der UN eingesetzte „Open Working Group for Sustainable Development Goals“ (OWG) hat dazu über anderthalb Jahre hinweg vorbereitend eine Liste von 17 Zielen erarbeitet, verknüpft mit rund zehnmal so vielen überprüfbaren Zielvorgaben. Diese neuen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) wurden am 2. Juni als sog. „Zero Draft“ in Entwurfsform veröffentlicht. Sie wurden teilweise eher kritisch bewertet.


Weitere Infos:
>> welt-sichten Bericht zu den 17 vorgeschlagenen SDGs der OWG
>> Brennpunkt-Artikel zur Diskussion der SDGs von Gesine Kauffmann
>> Podiumsdiskussion zu den SDGs auf dem EPN Hessen-Kongress (14.11., 18.30 Uhr)

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VENRO: Neues Diskussionspapier „Globales Lernen als transformative Bildung“

Mit dem Ende der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005-2014) und dem Auslaufen der großen Weltprogramme („Bildung für Alle“ und „Millenniumsentwicklungsziele“) wird weltweit die integrative Neuorientierung des Rio-Prozesses diskutiert. Der Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen e.V. (VENRO) nutzt diese Chance, um erneut mit einem Grundsatzpapier Impulse in die Diskussion über den Beitrag von Globalem Lernen/ Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) für die Neuorientierung einer nachhaltigen Entwicklung einzubringen. Nach einer zusammenfassenden Darstellung der grundlegenden Elemente des Globalen Lernens (Kap. 1) werden 13 Diskussionsfelder vorgestellt, in denen grundsätzliche Fragen um die Herausforderungen an eine transformative Bildung für eine zukunftsfähige Entwicklung behandelt werden (Kap. 2). Abschließend werden die Empfehlungen zur Halbzeit der BNE-Dekade 2009 (Kap. 3) bilanziert.Die 42 Seiten umfassende Broschüre kann auf der Webseite von VENRO kostenlos heruntergeladen werden.Weitere Infos:
>> „Globales Lernen als transformative Bildung“ (PDF)

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Welthaus Bielefeld: Neue „BildungsBag“ zum Thema Ernährung

Das Welthaus Bielefeld hat eine neue „BildungsBag“ zum Thema Ernährung erstellt. Die umfangreiche Tasche mit Lernmaterialien zielt auf vielfältige Art und Weise darauf ab, das eigene Essverhalten zu reflektieren, sich über die (globalen) Folgen unserer Ernährung Gedanken zu machen und Möglichkeiten zu erkennen und auszuprobieren, wie man ‚anders essen’ kann. Im Mittelpunkt steht nicht, was wir alles nicht mehr essen sollten. Die Bildungsmaterialien sind vielmehr eine Einladung zum Bedenken und zum Ausprobieren von Alternativen. Die BildungsBag enthält fünf Gesellschaftsspiele mit umfangreichen Spiele-Materialien, drei DVDs mit Filmen, eine Bildkartei mit 24 Bildern, fünf Plakate, ein Puzzle und anderes mehr. Hinzu kommen ein Beiheft (94 S.) mit Erläuterungen und Aktionsideen sowie ein Heft (80 S.) mit sechs Unterrichtseinheiten, inkl. Kopiervorlagen. Zielgruppe sind die Klassen 7-11, Jugendliche im Alter von 12-17 Jahren sowie Seminargruppen.Die BildungsBag „Global denken – anders essen“ kostet 50 Euro plus Versandkosten und kann beim Welthaus Bielefeld bestellt werden. Sie eignet sich z.B. zur Anschaffung in Schulen, Eine-Welt-Gruppen, Weltläden, Kirchengemeinden und Bildungseinrichtungen.Weitere Infos:
>> BildungsBag „Global denken – anders essen“

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Oxfam: Bericht über das billige Bananengeschäft der Supermärkte

Das Preisdumping deutscher Supermarktketten ist mitverantwortlich dafür, dass der gesetzliche Mindestpreis für Bananen in Ecuador unterlaufen wird. Außerdem trägt der Preisdruck in Kolumbien, wo es keinen Mindestpreis gibt, zu einer Verschlechterung sozialer und arbeitsrechtlicher Standards bei. Dies sind die zentralen Ergebnisse des unlängst veröffentlichten Oxfam-Berichts „Billige Bananen: Wer zahlt den Preis?“. Grundlage des Berichts sind eine von Oxfam bei der französischen Forschungseinrichtung BASIC in Auftrag gegebene Untersuchung sowie Interviews mit ExpertInnen in Deutschland und den Anbauländern. Am Schluss werden klare Forderungen formuliert: Supermarktketten sind aufgefordert, den Kosten- und Preisdruck auf ihre Lieferanten zu verringern, um so existenzsichernde Einkommen für die ProduzentInnen und ArbeiterInnen in Anbauländern sicherzustellen. Gleichzeitig soll die Bundesregierung die Marktmacht der Supermärkte beschränken, unfaire Einkaufspraktiken eindämmen und dazu beitragen, die kleinbäuerliche ProduzentInnen sowie die Arbeitsrechte der Beschäftigten in der Lieferkette zu stärken.Den Bericht gibt es kostenlos auf der Webseite von Oxfam.Weitere Infos:
>> Zum Bericht auf der Oxfam-Webseite

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Brot für alle/Fastenopfer: Smartphones im Ethik-Check

Die großen Marken von Smartphones, Tablets und Computern haben die Herstellung ihrer Produkte zum größten Teil in Billiglohnländer ausgelagert. Wie halten es die Weltkonzerne dort mit dem Wohl der ArbeiterInnen, der verantwortungsvollen Rohstoffbeschaffung und dem Umweltschutz? Die beiden Schweizer Hilfswerke Brot für alle und Fastenopfer haben genauer hingeschaut: In ihrem „Hightech-Rating“ haben sie jeweils fünf marktführende Smartphone- bzw. Computer-Hersteller untersucht und bewertet. Grundlage für die Bewertung waren zum einen die Antworten auf Fragebögen, welche den Firmen im Frühling 2014 zugesandt wurden. Zum anderen wurden öffentlich zugängliche Informationen auf den Webseiten und in den jährlichen Corporate Social Responsibility-Berichten der Unternehmen miteinbezogen.Auf der Webseite „Hightech-Rating“ sind die Ergebnisse dieser Recherche nun anschaulich aufbereitet einzusehen. In der Bewertungsliste wird ersichtlich, wie es die zehn Unternehmen mit Umweltschutz, Arbeitsrechten und Konfliktmineralien halten. Auf der Webseite finden sich aber auch Tipps für KonsumentInnen, wie jede und jeder auf einfache Weise dazu beitragen kann, dass sich die sozialen und ökologischen Herstellungsbedingungen verbessern.Weitere Infos:
>> Webseite „Hightech-Rating“

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Pro Asyl/Flüchtlingsräte: Themenbroschüre zum Tag des Flüchtlings

Im Rahmen der Interkulturellen Woche fand am 26. September 2014 unter dem Motto „Gemeinsam gegen Rassismus!“ der Tag des Flüchtlings statt. Der Tag wird von PRO ASYL und den Flüchtlingsräte in Zusammenarbeit mit dem Ökumenischen Vorbereitungsausschuss zur Interkulturellen Woche ausgerichtet. Zu diesem Anlass haben die OrganisatorInnen eine Themenbroschüre herausgegeben, die sich schwerpunktmäßig dem Thema Rassismus gegen Flüchtlinge widmet. Die Themenwahl ist nicht zufällig: Rechte Hetze gegen Flüchtlinge und rassistische Gewalttaten nehmen wieder zu. Statistisch gesehen finden in Deutschland pro Woche fünf flüchtlingsfeindliche Kundgebungen oder Demonstrationen statt. Zu Angriffen auf Flüchtlingsunterkünfte kommt es im Schnitt mindestens einmal pro Woche. Zum Tag des Flüchtlings ruft PRO ASYL deshalb dazu auf, „rassistischen Vorurteilen entschieden zu widersprechen, Flüchtlinge willkommen zu heißen und sich rechten Hetzern in den Weg zu stellen“.Die 56-seitige Broschüre kann in gedruckter Form bei PRO ASYL für 2.50 Euro (zzgl. Versand- und Verpackungskosten) bestellt werden. Alternativ lässt sich das Heft auch kostenlos digital herunterladen.Weitere Infos:
>> Broschüre „Gemeinsam gegen Rassismus“ (PDF)
>> Bestellseite

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Start der Aktionstage „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ 2014

Am 29. September ging es los mit den diesjährigen Aktionstagen „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Mit vielen verschiedenen Veranstaltungen zeigen engagierte Menschen, was jede und jeder Einzelne für eine lebenswerte Zukunft tun kann. Noch bis zum 12. November besteht für Engagierte die Möglichkeit, ihre Aktionen, Projekte und Initiativen einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Zum Mitmachen eingeladen sind alle, gleich ob als Einzelperson, Organisation, Schule oder Unternehmen. Große Konferenzen sind ebenso willkommen wie ein Tag der offenen Tür, Projekttage, Ausstellungen, Vorträge oder Workshops. Wichtig ist nur, dass das Angebot möglichst alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit – Ökologie, Ökonomie und Soziales – berücksichtigt und einen eindeutigen Bildungsbezug hat. Auf der Webseite zu den Aktionstagen kann man sowohl seinen Beitrag anmelden als über eine Datenbank auch nachsehen, was alles angeboten wird.

Weitere Infos:
>> Aktionstage „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ 2014 (nicht mehr online, Anm. der EPNH-Red.)

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BRIDGE-IT! Award 2014: Wettbewerb zu Schulpartnerschaften

Junge Menschen, die ein gemeinsames Schulprojekt mit aktiven PartnerInnen im Globalen Süden haben und sich um eine Begegnung auf Augenhöhe bemühen, sind hier genau richtig: Der bridge it! Award zeichnet die spannendsten Projekte und interessantesten Initiativen von SchülerInnen aus, die in konkreter Partnerschaftsprojektarbeit globale Verantwortung leben und unsere Welt nachhaltig mitgestalten. Voraussetzung ist, dass das Partnerschaftsprojekt weitgehend von Jugendlichen getragen wird. Thema und Zielsetzung des Projektes sollten sich in Verbindung bringen lassen mit Globalem Lernen, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und/oder den aktuell intensiv diskutierten Nachhaltigkeitszielen des post-2015-Prozesses. Nähere Angaben zur Wettbewerbsaufgabe und der Teilnahme finden sich auf der Webseite von Bridge-it.

Weitere Infos:
>> Bridge-it!-Award 2014

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E-Mail-Aktion von VENRO zu menschenwürdiger Arbeit

Am 7. Oktober ist der Welttag für menschenwürdige Arbeit. Das VENRO-Projekt Deine Stimme gegen Armut will diesen Tag als Gelegenheit nutzen, die Aufmerksamkeit der Politik auf die dringend nötige Forderung nach menschenwürdiger Arbeit hier bei uns und weltweit zu lenken: 2013 verdienten 839 Millionen Beschäftigte so wenig, dass sie und ihre Angehörigen mit weniger als zwei Dollar pro Tag auskommen mussten. 375 Millionen Menschen verdienten sogar weniger als 1,25 Dollar pro Tag.
Mit einer E-Mailaktion soll Druck aufgebaut und Bundestagsabgeordnete dazu aufgefordert werden, das Manifest für menschenwürdige Arbeit zu unterzeichnen. Gefordert wird dort ein nationaler Aktionsplan zu Wirtschaft und Menschenrechten, soziale Sicherheit für alle, Verankerung von Menschenrechten in Handelsabkommen, existenzsichernde Einkommen, Gleichberechtigung am Arbeitsplatz sowie soziale und ökologische Bedingungen für die öffentliche Beschaffung.

>> Die E-Mailaktion unterstützen
>> Die Aktion über Facebook, Twitter & Co. unterstützen

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E-Mail-Aktion von Oxfam: Bundeskanzlerin zu mehr Klimaschutz aufrufen

Gemeinsam Bundeskanzlerin Angela Merkel daran erinnern, dass wir keine zweite Erde haben – dass ist das Motto einer E-Mailaktion von Oxfam. In einem Monat, am 23. und 24. Oktober, werden Angela Merkel und ihre EU-AmtskollegInnen die Entscheidung fällen, wie hoch der europäische Beitrag zum weltweiten Klimaschutz ausfallen soll. Der bisherige Vorschlag sieht vor, die Treibhausgase in Europa bis 2030 um 40% gegenüber 1990 abzusenken. Das aber wird nicht ausreichen, um die globale Erwärmung auf unter 2°C zu begrenzen (bis zu dieser Schwelle gilt der Klimawandel als gerade noch „beherrschbar“). Oxfam sieht daher dringenden Handlungsbedarf und fordert, dass die Bundesregierung sich in Brüssel dringend für ehrgeizigere und verbindliche Ziele für die Reduktion von Treibhausgasen, den Ausbau der erneuerbaren Energien und die Steigerung der Energieeffizienz einsetzt. An der Aktion kann man sich direkt hier beteiligen:

 

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Dialog in Partnerschaftsprojekten – Tunesisch-deutscher Fachaustausch

Unterwegs e.V. aus Berlin lädt zwischen dem 6. und 12. November zum Fachkräfteaustausch nach Tunesien ein: „Bei den gemeinsamen (Jugend-)Projekten mit Partnern in Tunesien stießen wir immer wieder auf Themen, bei denen die unterschiedlichen Sichtweisen trotz gegenseitiger Wertschätzung zu Spannungen führten oder die aufgrund der zu befürchtenden Spannungen ausgeklammert wurden. Kritische Themen sind z.B. die Kooperation mit Israel, die Rolle Europas in der Region, die Bedeutung der Nation(alität), die Rolle von Mann und Frau, Philosophie von Strafe, Schamkultur und Ehre, der Umgang mit Homosexualität. Auch andere Organisationen kennen diese Schwierigkeit. Meist denken wir aus europäischer Sicht sofort, zu diesen Themen gibt es doch eine richtige Antwort. Aber denken die Partner nicht genauso über ihre Position? Dies hat uns veranlasst einen Fachkräfteaustausch zum Thema ‚Gewaltfreier Dialog mit Projektpartnern in Nordafrika und im arabischen Raum’ zu organisieren. Ziel dieses Austausch ist es, gemeinsam mit unserem Partner in Tunesien Formen des Dialogs zu erkunden, die eine Verständigung ermöglichen, ohne dadurch die Partnerschaft zu gefährden.“


Weitere Infos:
>> Webseite von unterwegs e.V.

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Terminlese

Do., 09.10.14 (18h), Wiesbaden
Dirty Profits? Rohstoffinvestment und die Folgen
Podiumsdiskussion. Veranstalterin: Friedrich-Ebert-Stiftung Landesbüro Hessen

Do., 09.10.14 (18h), Darmstadt-Arheilgen
Weg von humanitärer Hilfe: Innovationen. Kreativität. Traditionen
Vorträge & Podiumsdiskussion über neue Wege in Kamerun. Veranstalter: Deutsch-Kamerunischer Verein für Entwicklung und Zusammenarbeit e.V. (DeKaVEZ)

Fr., 10.10. (18.30h) – So., 12.10.14 (16.30h), Vallendar
Das Chaos wenden.
Von menschengemachten Krisen und deren menschenmöglicher Bewältigung

Musikalisch-theologisch-politisches Projekt zum „Lied von der Erde“ von Huub Oosterhuis. VeranstalterInnen: Haus Wasserburg, Germanwatch e.V. & Stiftung De Nieuwe Liefde aus Amsterdam

Fr., 10.10. – So., 19.10.14, Frankfurt/M.
Fünfte Lateinamerikanische Woche
Vorträge, World-Café, Ausstellung, Konzerte, Kurzfilmfestival, Dokumentarfilm. Gastland: Chile

Di., 14.10.14 (20h), Frankfurt/M.
Film „Millions can Walk“
Filmvorführung im Filmforum Höchst. Film von Christoph Schaub und Kamal Musale

Fr., 17.10.14 (10-18h), Stuttgart
2015 – und danach? Lokales Handeln für globale Ziele
4. Stuttgarter Forum für Entwicklung. VeranstalterInnen: Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ), Servicestelle Kommunen in der Einen Welt/Engagement Global und KooperationspartnerInnen

Fr., 24.10. (17.30h) – So., 26.10.14 (13h), Fulda
STUBE-Ideen zur Post-MDG-Debatte
Wochenendseminar für Studierende aus Afrika, Asien und Lateinamerika in Hessen. Veranstalter: STUBE Hessen

Fr., 07.11. (17.30h) – So., 09.11.14 (13h), Frankfurt/M.
Schuften statt spielen? Die globale Situation von Kindern
Wochenendseminar für Studierende aus Afrika, Asien und Lateinamerika in Hessen. Veranstalter: STUBE Hessen

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Terminkalender

Weitere entwicklungspolitische Veranstaltungen in Hessen finden sich in unserem Terminkalender.

>> EPN Hessen-Terminkalender

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Der EPN Hessen-Newsletter wird finanziell unterstützt vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung (HMWVL) sowie im Rahmen des Eine Welt-PromotorInnenprogramms vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ):

Finanzielle Unterstützung erhalten wir für den Newsletter auch von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW).

 

 

Herzlichen Dank!

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