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Newsletter 09/2013

Mitgliederversammlung 2013

Am 20. und 21. September fanden sich Aktive aus Mitgliedsorganisationen des Netzwerks sowie interessierte Gäste zur Mitgliederversammlung und einem gemeinsamen Planungstreffen anlässlich des zehnjährigen Geburtstages des Netzwerks im kommenden Jahr zusammen. In geselliger Runde wurden daher erste Ideen vorgestellt, gesammelt und diskutiert. Nach den üblichen formalen Abläufen einer Mitgliederversammlung wurden auch in diesem Jahr wieder neue VertreterInnen in den Vorstand des Netzwerks gewählt. An dieser Stelle geht ein großes Dankeschön an die bisherigen VorständlerInnen für ihre engagierte Arbeit in den vergangenen Jahren! Die neuen Vorstandsmitglieder heißen wir herzlich Willkommen. Die inhaltlichen Diskussionen drehten sich um mögliche Aktivitäten im Jubiläumsjahr 2014, die Vorstellung und gemeinsame Weiterentwicklung des Eine Welt-PromotorInnenprogramms in Hessen sowie eine neue Idee zur Finanzierung der entwicklungspolitischen Arbeit in Hessen durch eine Landesstiftung unter finanzieller Beteiligung der Wirtschaft.
Kurzes Fazit: angeregte und spannende Diskussionen, eine engagierte und straffe Moderation und eine vorzügliche Versorgung durch das Zentrum Ökumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau in Frankfurt/M. Herzlichen Dank dafür!

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WANDERAUSSTELLUNG I:
Von September bis Frühjahr 2014

Nicaragua-Ausstellung „über-lebens-welten 2.0“ wandert durch Hessen

Wanderausstellung des Informationsbüros Nicaragua. Die Ausstellung über Lebenswege in Nicaragua wandert als Kooperationsprojekt zwischen EPN Hessen und der Koordinationsgruppe hessischer Nicaragua-Initiativen und kommunaler Partnerschaften, kurz HEKO, bis Frühjahr 2014 durch verschiedene hessische Städte und Kommunen.

Die sandinistische Revolution in Nicaragua 1979 war für viele internationalistisch engagierte Menschen weltweit ein wichtiger Bezugspunkt ihrer revolutionären Wünsche und Hoffnungen auf einen „Dritten Weg“ -jenseits von Kapitalismus und Sozialismus – und auf ein Leben in Würde und Gerechtigkeit. Seit dem Erfolg der Frente Sandinista de Liberación Nacional (FSLN) hat das Land mehrere Regierungswechsel erlebt, der Spielraum für radikalen Wandel ist enger geworden. „Überlebenswelten 2.0.“ lässt zum zweiten Mal Landfrauen, Maquilaarbeiterinnen und Menschen aus der Überlebensökonomie der Städte über ihre Überlebensstrategien, ihre Träume, Hoffnungen und Sorgen sprechen. Aus sehr persönlichen Blickwinkeln und durch die Erfahrungen von Gewerkschafts- und Parteimitgliedern, JournalistInnen, Feministinnen, Jugendlichen und Kulturschaffenden thematisiert die Ausstellung die voranschreitende wirtschaftliche Globalisierung, die Freihandelsprojekte der USA und der EU in Zentralamerika und hilft so auch die hiesigen Lebensbedingungen besser zu verstehen.

Nächste Stationen der Ausstellungstour:

  • Mo., 30.09. – Fr., 11.10.2013 | Mo.-So. 9-15h | Langenselbold
    Veranstaltungsort: Mensa der Käthe Kollwitz Schule (9-15h tgl.), Ringstr. 55, Langenselbold.
    In Kooperation mit dem Nicaragua Projekt der Käthe-Kollwitz Schule Langenselbold.

  • Fr., 01.11. – Do., 21.11.2013 | Mo.-Fr.: 8-18h | Groß Gerau
    Veranstaltungsort: Landratsamts Groß-Gerau, Wilhelm Seipp-Str. 4, Groß-Gerau
    Eröffnungsveranstaltung: Fr., 01.11.2013 | 19-22h
    Freiwilligendienste für junge Menschen („weltwärts“) in beide Richtungen
    Vortrag und Diskussion. Referentin: Heidemarie Wieczorek-Zeul
    In Kooperation mit dem Partnerschaftsverein Kreis Groß-Gerau – Masatepe/Nicaragua e.V.

  • Sa., 23.11. – Mo., 23.12.2013 | Mo.-Fr.: 8.30-20h | Wiesbaden
    Veranstaltungsort: VHS Wiesbaden (Foyer Haus B), Alcide-de-Gasperie Str. 4, Wiesbaden.
    Eröffnungsveranstaltung: Sa., 23.11.2013 | 16h
    Mit Sonja Lüddecke (Infobüro Nicaragua) und Gitarrenmusik aus Ocotal
    In Kooperation mit Nueva Nicaragua e.V. (HEKO)/ Volkshochschule Wiesbaden, WIR in Wiesbaden.

Weitere Infos:
>> „über-lebens-welten 2.0“ wandert durch Hessen
>> Über die Wanderausstellung „über-lebens-welten 2.0“
>> Ausstellungsheft (PDF)

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WANDERAUSSTELLUNG II:
Mitte Oktober bis Ende November | Marburg und Kassel

weiß-schwarz – Was wäre wenn … Neue Perspektiven auf gewohnte Bilder

Wanderausstellung des Entwicklungspolitischen Netzwerk Sachsen (ENS). Die Ausstellung wird vom EPN Hessen in Marburg und Kassel zusammen mit Kooperationspartnern vor Ort gezeigt.
Stellen wir uns vor, wir leben in einer Welt, in der jedeR die gleichen Rechte und Möglichkeiten hat – unabhängig von der Hautfarbe. Dann könnte jedeR jede Rolle einnehmen und wir wären nicht überrascht. Welche Bilder haben „wir“ eigentlich im Kopf und wie bestimmen sie „unsere“ Wahrnehmung von Schwarzen und Weißen? In dieser 2012 erstellten Ausstellung des Entwicklungspolitischen Netzwerks Sachsen wird mit Motiven und Rollenzuschreibungen gespielt. U.a. in der Spendenwerbung werden von Organisationen oft Fotos verwendet, die geläufige Stereotype bedienen. Die Funktionsweise der Bilder erschließt sich oft erst dann, wenn man die Ebenen vertauscht und die handelnden Personen ausgewechselt werden. Eine schwarze Person in einem weißen Flüchtlingslager oder schwarze ExpertInnen wie ÄrztInnen, die weiße Menschen behandeln. Die Ausstellung stellt mit dem Vertauschen von Rollen die mediale Wirklichkeit auf den Kopf, irritiert und gibt Anlass dazu, die auch in der Entwicklungszusammenarbeit oft genutzte Bildsprache kritisch zu hinterfragen und bestimmte Stereotype zu reflektieren.

Ausstellungsorte & Eröffnungsveranstaltungen:

  • Fr., 18.10. – Mo., 28.10.2013 | Marburg
    Veranstaltungsort: Marburger Weltladen, Marktplaltz 7, Marburg
    Eröffnungsveranstaltung: Fr., 18.10.2013 | 19h
    Afrika-Bilder verändern: Darstellungen reflektieren

    Podiumsdiskussion. Moderation: Laura Kaluza (Diplom-Pädagogin & Anti-Bias-Trainerin). PodiumsteilnehmerInnen: Nadége Azafack (ENS & ASA-Programm), Jamila Adamou, angefr. (ISD)
  • Do., 07.11. – Mo., 18.11.2013 | Kassel I
    Veranstaltungsort: Rathaus, Obere Königsstraße 8, Kassel
    Eröffnungsveranstaltung: Do., 07.11.2013 | 19h
    Entwicklungszusammenarbeit postkolonial

    Podiumsdiskussion. Moderation: Laura Kaluza (Diplom-Pädagogin & Anti-Bias-Trainerin). PodiumsteilnehmerInnen: Nadége Azafack (ENS & ASA-Programm), Tzegha Kibrom, angefr. (Trainerin und Organisationsberaterin)
  • Di., 19.11. – Sa., 30.11.2013 | Kassel II
    Veranstaltungsort: Karibu Welt- & Regionalladen Kassel, Oberste Gasse 30, Kassel
    Eröffnungsveranstaltung: Di., 19.11.2013 | 19h
    WHITE CHARITY… Schwarzsein & Weißsein auf Spendenplakaten

    Filmvorführung und Diskussion. Film von Carolin Philipp und Timo Kiesel. Diskussion mit Regisseur Timo Kiesel (glokal e.V.)

Weitere Infos:
>> „weiß-schwarz“ in Marburg und Kassel
>> Zur Ausstellung auf der Webseite des Entwicklungspolitschen Netzwerks Sachen (ENS)

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WORKSHOP:
Do., 31.10.2013 | 10-16h | Stuttgart

Nachhaltige IT-Beschaffung: für Umweltschutz und Menschenrechte!

Workshop für BeschafferInnen in Kommunen und Landeseinrichtungen, Kirchen und Universitäten sowie für interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Wenn es um nachhaltigen Einkauf geht, hat die öffentliche Hand, aber auch große Organisationen wie die Kirchen, nicht nur eine wichtige Vorbildfunktion, sondern auch eine erhebliche Marktmacht: Jedes fünfte IT-Gerät wird in Deutschland von der öffentlichen Hand beschafft. Dadurch haben öffentliche BeschafferInnen auch die Möglichkeit, die Hersteller für eine sozial und umweltgerechte Produktion zu sensibilisieren – für einen möglichst geringen Energie- und Rohstoffverbrauch, menschenwürdige Arbeitsbedingungen und eine verantwortungsvolle Entsorgung. Bei dem Workshop, der sich insbesondere an BeschafferInnen, aber auch an interessierte BürgerInnen wendet, werden die Herausforderungen für eine nachhaltige IT-Beschaffung aufgezeigt, praktische Erfahrungen aus der Beschaffungspraxis ausgetauscht und alternative Ansätze für eine nachhaltige IT-Produktion vorgestellt.
Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos. Anmeldung bis 25. Oktober unter uwe.kleinert[at]woek.de.

Veranstalter: Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg (DEAB) e.V. (Stuttgart) und Werkstatt Ökonomie e.V. (Heidelberg) in Zusammenarbeit mit dem Entwicklungspolitischen Netzwerk Hessen (EPN)

Weitere Infos:
>> Workshop Nachhaltige IT-Beschaffung
>> Veranstaltungsprogramm

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VORTRAGSREISE (Save the date):
Mi., 20.11.2013 | 20h | Frankfurt/M.

Sweatshops und Sumangali
Geschlechtsspezifische Ausbeutung in Indiens Textilfabriken

Rundreise mit AktivistInnen aus Bengalore und Tamil Nadu, in englischer Sprache mit Übersetzung. Referentinnen: Anita Cheria (Civil Initiatives for Development and Peace, Bangalore/ Indien), Murugan Maheshwari (READ, Tamil/ Indien). Veranstaltungsort: Club Voltaire, Frankfurt/M.

Die Brände in Fabriken in Bangladesh haben uns an die fatalen Arbeitsbedingungen in der globalen Textilindustrie erinnert. Gerade in der Textil- und Bekleidungsindustrie, in der Frauen aufgrund von Rollenzuschreibungen den Großteil der Arbeitskräfte stellen, gesellt sich zu unwürdigen Arbeitsbedingungen noch sexualisierte Gewalt und geschlechtsspezifische Unterdrückung. Dass kapitalistische Ausbeutung und frauenfeindliche `Traditionen´ sich oft ergänzen, zeigt sich am Sumangali System, das in Spinnereien Tamil Nadus praktiziert wird, besonders deutlich. Junge Mädchen aus armen Familien werden von Vermittlern mit dem Versprechen, sich ihre Mitgift verdienen und so zu einer Sumangali (glückliche Braut) werden zu können, in die Zwangsarbeit gelockt. Überlange Arbeitstage, sexuelle Übergriffe, zahlreiche Erkrankungen: mehrere Frauen begingen unter diesem Druck `Selbst´mord. Bei der von FEMNET e.V. organisierten Rundreise berichten die Referentinnen von Widerständen und Kämpfen der Frauen und zeigen Möglichkeiten zu ihrer Unterstützung auf.

Eine Veranstaltung von FEMNET in Kooperation mit EPN Hessen e.V., Club Voltaire, DGB Bildungswerk Hessen, Deutsch-Indische Zusammenarbeit (DIZ), medico international, Transnational Information Exchange (TIE), Heinrich-Böll-Stiftung Hessen

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Klima-Bündnis: Online-Befragung zur Kultur des Klimaschutzes

Zur Umsetzung der nationalen Klimaschutzziele und der Energiewende ist ein grundlegender gesellschaftlicher Transformationsprozess notwendig. Kommunaler Klimaschutz kann hier vor allem dann sinnvoll unterstützen, wenn notwendige Informationen, Wissen und Instrumente zur Verfügung stehen. Kultur ist dabei eine bedeutende Ressource in der Entwicklung, Umsetzung und Verstetigung kommunalen Klimaschutzes. Sie kann inspirieren, Kreativitäts- und Innovationspotentiale aktivieren, der Entwicklung kollektiver Zukunftsvorstellungen dienen und neue Werte und Haltungen transportieren. Zur gezielten Förderung braucht es aber die Kenntnis, was alles unter „Kultur des kommunalen Klimaschutzes“ verstanden wird, welche innovativen Kulturen es bereits gibt, welche Elemente darin wirksam sind, welche Ansätze und neuen Zugänge aktuell im Entstehen begriffen sind. Mitgliedsorganisation Klima-Bündnis lädt Interessierte deshalb noch bis zum 10. Oktober zur Teilnahme an ihrer Online-Befragung zur „Kultur des Klimaschutzes“ ein.


Weitere Infos:
>> Online-Umfrage „Kultur des Klimawandels“

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Imbuto: Umfangreiche Evaluation über 12 Jahre Vereinsarbeit durchgeführt

Es war eine anspruchsvolle Aufgabe, die sich Mitgliedsorganisation Imbuto e.V. letztes Jahr anlässlich seines damals 12. Geburtstags selbst gestellt hat: Die Vereinsaktivitäten der vergangenen Jahre sollten systematisch analysiert, die Wirkungen erfasst und bewertet sowie die eigene Arbeit ausgiebig reflektiert werden. Imbuto führt seit seiner Gründung im Jahr 2000 friedenspädagogische und entwicklungspolitische Projekte durch, deren Zielsetzung es ist, zu einer Kultur des Friedens beizutragen und den Dialog zwischen Menschen afrikanischer Gesellschaften und Menschen aus dem globalen Norden zu fördern. Zielgruppen sind besonders Kinder, Jugendliche und junge Leute verschiedener kultureller Herkunft.
Der Verein wollte mit dieser Evaluierung Lernprozesse anstoßen und mit dem Blick zurück neue Perspektiven für die zukünftige Arbeit gewinnen. Als Ergebnis liegt nun der 74 Seiten starke Evaluationsbericht „Auch Bäche beginnen mit einem Tropfen – Wege der Friedensförderung“ vor. Über die umfangreichen Analysen und Auswertungen vermag der Bericht die Hintergründe, theoretischen Konzepte sowie die vielfältigen Entwicklungen der letzten zwölf Jahre des Vereins anschaulich nachzuzeichnen.


Weitere Infos:
>> Webseite von Imbuto e.V.
>> Zusammenfassung der Imbuto-Studie & Download-Möglichkeit

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Fortbildungsseminar von LebKom e.V. & CENTER for PROFS:
Nachhaltige Entwicklung, Gender und der Wert-Zentrierte Ansatz

LebKom e.V. und CENTER for PROFS laden am Fr., 08.11. + Sa., 09.11.2013 nach Hofbieber/Rhön ein. Die Fortbildung richtet sich an Menschen, die sich fragen, was konkret zu tun ist, um mehr „Gender Equality“ – ein Schlüssel für das Erreichen von nachhaltiger Entwicklung – im eigenen Wirkungsfeld und in Projekten zu erreichen. Im Focus steht dazu die Auseinandersetzung mit dem in der Entwicklungszusammenarbeit sehr erfolgreichen Wert-Zentrierten Ansatz (WZA) des CENTER for PROFS. Anhand des Themas weibliche Genitalverstümmelung in Afrika und dem EPN Hessen-Mitglied Fulda-Mosocho-Projekt wird ermöglicht, sich ein Grundverständnis für erfolgreiche Wege zu erschließen. Als Referentin wird Prof. Dr. Muthgard Hinkelmann-Toewe, Begründerin des WZA, mitwirken. Eine Kombination aus Referaten und Dialog, Praxisbeispielen und Übungen gibt den TeilnehmerInnen die Chance, sich neue Kompetenzen zu erschließen und Anwendungsbezüge zu entwickeln.
Teilnahmebeitrag: 110 €. (Die Fortbildung wird mit finanzieller Unterstützung des BMZ durchgeführt.) Anmeldung bis spätestens 31. Okt. 2013.

Weitere Infos:
>> Veranstaltungsankündigung auf der Webseite des Fulda-Mosocho-Projekts

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Konferenz „Afrika neu denken“

Fr., 27.10. + Sa., 28.10.2013 | Frankfurt/M.
AFRIKA NEU DENKEN: Potentiale + AkteurInnen = Zukunftswege. Konferenz Afrika-Diskurs I

Über 100 Mitglieder afrikanischer Diaspora-Gemeinschaften, afrikanisch-deutscher Vereine, kirchlicher und nichtkirchlicher Organisationen und viele einzelne Personen diskutierten vom 27. bis 28. September in Frankfurt am Main über „AkteurInnen, Potentiale und Zukunftswege“ der afrikanischen Diaspora in Deutschland. Die Konferenz „Afrika neu denken“ stand unter der Schirmherrschaft des Frankfurter Oberbürgermeisters Peter Feldmann.


Zentral war in allen Vorträgen und Diskussionen der Hinweis auf das große Potential der afrikanischen Diaspora in Deutschland. Gleichzeitig wurde die Vielfalt des Kontinentes betont, die in der Öffentlichkeit viel zu selten dargestellt wird. Selbstkritisch angemerkt wurde die noch zu oft wenig effektive Selbstorganisation der afrikanischen Diaspora in der BRD im Vergleich zu anderen europäischen Ländern. Angesichts des guten Verlaufs der Veranstaltung äußerten die TeilnehmerInnen den Wunsch nach einer Fortsetzung des Frankfurter Afrika-Diskurses in 2014.

Weitere Infos:
>> Konferenz-Website „Afrika neu denken“

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Seminar zu Vereinsgrundlagen, Fundraising & Fördermöglichkeiten für MDO

In Kooperation mit Engagement global führte EPN Hessen am 7. und 8. September einen Workshop für MigrantInnen- und Diasporaorganisationen durch. Die zahlreichen TeilnehmerInnen aus Hessen, Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg erhielten an beiden Tagen durch Vorträge und Diskussionen Informationen zu Voraussetzungen für die erfolgreiche Beantragung von Fördermitteln. Besonders interessant waren dabei die nicht-staatlichen wie staatlichen Fundraising- und Fördermöglichkeiten, die auch für migrantisch-diasporische AkteurInnen Finanzierungsmöglichkeiten für ihre Projekte bereit halten. Wichtige Aspekte der Seminare sind ebenfalls die Beratung zu den unterschiedlichen Förderquellen sowie der Austausch mit Gruppen und Vereinen aus anderen Bundesländern. Es wurde großes Interesse an weiteren Seminaren dieser Art geäußert. Organisation und inhaltliche Durchführung des Seminars wurden maßgeblich unterstützt durch Paulino Miguel, Fachpromotor für Migration und Entwicklung Baden-Württemberg (Forum der Kulturen e.V.) und Dr. Jona Dohrmann vom EPN Hessen-Mitglied Deutsch-Indische Zusammenarbeit (DIZ) e.V.
Allen Beteiligten und TeilnehmerInnen danken wir für das interessante Seminar!

Weitere Informationen: Nadja Losse, Fachpromotorin für Migration und Entwicklung sowie interkulturelle Öffnung in Hessen, nadja.losse[at]epn-hessen.de, Tel.: 069-913 951 70.

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Neue Hauptstadt des Fairen Handels ist … Rostock – doch
auch Hessen legt zu!

Vor knapp zwei Wochen wurde das mit Spannung erwartete Geheimnis gelüftet: Neue Hauptstadt des Fairen Handels 2013 ist … Rostock! Die Hansestadt setzte sich damit gegen 69 MitbewerberInnen mit insgesamt weit über 800 verschiedenen Fair Handels-Projekten durch. Bereits zum sechsten Mal veranstaltete die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) den Wettbewerb Hauptstadt des Fairen Handels. Ziel des Wettbewerbs ist es, lokales Engagement für Fairen Handel zu würdigen und in die Öffentlichkeit zu tragen. Die erste Auslobung erfolgte 2003, also vor genau 10 Jahren. Seither bemühen sich im 2-Jahresrhythmus immer mehr Städte um die begehrte Auszeichnung als Hauptstadt des Fairen Handels. Das vorletzte Mal (2009) ging Marburg als glückliche Gewinnerin des Wettbewerbs hervor, sie trat den Titel zwei Jahre später an Bremen ab.
Rostock schaffte es nun dank ihres in den letzten Jahren kontinuierlich steigenden Fairtrade-Engagements als erste Stadt aus den neuen Bundesländern, den Wettbewerb für sich zu entscheiden.

Weitere Infos:
>> Rostock – Hauptstadt des Fairen Handels
>> Zum Wettbewerb Hauptstadt des Fairen Handels auf der SKEW-Webseite
>> Kampagne Fairtrade-Town

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Rohstoffförderung und Menschenrechte. Positionspapier des AK Rohstoffe anlässlich des ersten Deutschen Rohstofftages

Der 11. September ist ein geschichtsträchtiges Datum: Der Putsch gegen Allende in Chile vor 40 Jahren, die Anschläge auf das World Trade Center vor 12 Jahren, die Gründung des EPN Hessen vor 9 Jahren 😉 – und nun kommt noch ein Jahrestag hinzu: Der erste deutsche Rohstofftag unter dem Motto „Strategien für eine nachhaltige Rohstoffversorgung“, organisiert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Das Thema Rohstoffe genießt in der deutschen Außen- und Wirtschaftspolitik eine zentrale Rolle. Exportstark und extrem abhängig von importierten Rohstoffen, überwiegend aus sogenannten Schwellen – und Entwicklungsländern, bemüht sich die Bundesrepublik gleich in zwei Ministerien und mit unterschiedlichen Strategien und Instrumenten darum, die eigene Versorgung mit begehrten Rohstoffen zu sichern und dabei zu wirtschaftlichem Wachstum in den Förderländern beizutragen.

Aus Sicht von Umwelt-, Entwicklungs- und Menschenrechtsorganisationen müsste die Bundespolitik noch eine Reihe von Anforderungen erfüllen, um ihrem Anspruch auf nachhaltige Rohstoffversorgung gerecht zu werden. Angesichts dieser Diskrepanzen veröffentlichte der AK Rohstoffe, ein Zusammenschluss von mehr als 35 Organisationen, darunter auch Netzwerke wie CorA (Corporate Accountability), in dem auch EPN Hessen Mitglied ist, im Vorfeld des Rohstofftages ein ausführliches Positionspapier.


Weitere Infos:
>> Positionspapier der AK Rohstoffe
>> Rohstoffstrategie der Bundesregierung (BMWI)
>> Entwicklungspolitisches Strategiepapier Extraktive Rohstoffe (BMZ) (PDF)

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Agrarpolitik im Wandel? Forsche UNCTAD-Forderungen, zaghafte EU-Agrarreformen

„Wacht auf bevor es zu spät ist“: Der Untertitel des Mitte September veröffentlichten Handels- und Umweltberichts der UNCTAD (Welthandels- und Entwicklungskonferenz der Vereinten Nationen) macht seiner Leserschaft unmissverständlich klar, dass seine Autoren – über 50 Experten aus aller Welt – die aktuelle globale Lage im Ernährungs- und Umweltbereich als durchaus dramatisch einschätzen. Die Landwirtschaft zähle dabei zu den größten Herausforderungen dieses Jahrhunderts, meint Ulrich Hofmann, Hauptautor und Koordinator des Berichts. Notwendig sei ein grundlegender Paradigmenwechsel, d.h. eine grundlegende Transformation der Produktion, Verarbeitung sowie des Handels und des Konsums von Nahrungsmitteln, so die eindringliche Forderung.

Die EU hätte hier im Rahmen der laufenden Neuverhandlung der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik GAP für die kommende Periode 2014 bis 2020 die Chance, sich verstärkt auf die eindringlichen Expertenempfehlungen einzulassen. Tatsächlich wird seit geraumer Zeit von höchster Stelle auch immer wieder betont, man wolle die EU-Agrarpolitik zukünftig gerecht und ökologisch ausrichten. Zentralen Entscheidungen und Beschlüssen gingen aber in den vergangenen eineinhalb Jahren meist zähe und langwierige Verhandlungen voraus, deren Ergebnisse von zivilgesellschaftlicher Seite meist als eher zaghaftes Herantasten an eine sozial und ökologisch wirklich nachhaltige Agrarpolitik interpretiert wurden.


Weitere Infos:
>> „Wake up before it is too late“: UNCTAD-Bericht 2013 (PDF)
>> Weltagrarbericht (2009)
>> epo-Meldung zum OECD-Agrarbericht 2013
>> DNR-Meldung zur EU-Agrarreform

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Internationaler Tag der Katastrophenvorbeugung und WeltRisikoBericht 2013

Internationaler Tag der Katastrophenvorbeugung
Bei der Vorbeugung und Abwehr von Katastrophen spielt der Faktor Mensch eine wichtige Rolle. Um ins Bewusstsein zu rufen, wie Menschen ihr Katastrophenrisiko senken können, haben die Vereinten Nationen den 13. Oktober zum Internationalen Tag der Katastrophenvorbeugung erklärt.
In diesem Jahr steht dabei das Thema „Living with Disability and Disasters“ im Zentrum: Menschen mit Behinderung sind in Krisen- und Katastrophensituationen besonders stark benachteiligt und erhalten nur selten adäquate Hilfe. Ihr Wissen um besondere Bedarfe wird kaum in Planungsprozessen zur Katastrophenprävention berücksichtigt. Dies gilt auch für den aktuellen globalen Plan zur Reduzierung der Katastrophenrisiken, dem Hyogo Framework for Action (HFA). Damit sich das ändert, soll das Thema Behinderung zum Querschnittsthema in der Post-2015 Agenda werden – und damit auch in die Analyse von Katastrophenursachen und -risiken sowie in konkrete Hilfsstrategien und -angebote Eingang finden.


Weitere Infos:
>> WeltRisikoBericht

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Bündnis Entwicklung Hilft: Unterrichtsmaterialien zum WeltRisikoIndex

Begleitend zum oben vorgestellten WeltRisikoIndex hat das Bündnis Entwicklung Hilft Unterrichtsmaterialien zum Thema „Sind Katastrophen vermeidbar?“ herausgegeben. Der WeltRisikoIndex kann im Rahmen aktueller Krisen- oder Katastrophensituationen im Unterricht eingesetzt werden, um soziale Situationen und Umweltbedingungen in den betroffenen Ländern zu behandeln. Die Unterrichtsmaterialen sind für die Oberstufe und die Erwachsenenbildung entwickelt worden und zielen darauf ab, eine neue Sicht auf Katastrophen zu schaffen. Arbeitsblätter erläutern ansprechend einzelne Dimensionen des WeltRisikoIndexes und können zusammen mit kurzen thematischen Darstellungen entweder in Gruppen- oder in Einzelarbeit im Unterricht verwendet werden.

Die gedruckte Fassung des Unterrichtsmaterials kann kostenlosunter kontakt[at]entwicklung-hilft.de bestellt werden. Eine PDF-Version des Unterrichtsmaterials steht zum Download bereit.

Weitere Infos:
>> Unterrichtsmaterial „Sind Katastrophen vermeidbar?“ (PDF)

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glokal e.V.: Überarbeitete koloniale Grüße

Die vollständig überarbeite Broschüre „Mit kolonialen Grüßen …
Berichte und Erzählungen von Auslandsaufenthalten rassismuskritisch betrachtet” von glokal e.V. bietet einen Einstieg für Menschen, die sich Gedanken darüber machen wollen, inwiefern ihre Wahrnehmungen und Berichte über den Globalen Süden in rassistische und koloniale Strukturen verwickelt sind. Sie führt in zentrale Themen wie Kolonialismus und Rassismus ein und beschäftigt sich mit Fragen der eigenen gesellschaftlichen Positionierung. Sie verdeutlicht die Wirkungsmacht von Sprache und Bildern und zeigt einige der häufig in Berichten auftauchenden Erzählmuster auf. Leitfragen und Anregungen ermöglichen es den LeserInnen, eigene Vorstellungen, Sprechweisen und Bilder selbstkritisch unter die Lupe zu nehmen und davon ausgehend alternative Handlungsoptionen zu entwickeln. In der überarbeiteten Auflage werden die Themen Geschlechterverhältnisse sowie Kapitalismus intensiver behandelt und insgesamt stärker unterschiedliche Herrschaftsverhältnisse und deren Zusammenspiel berücksichtigt. Die Broschüre wurde um ein Kapitel erweitert, welches die Komplexität des Reisens in den Globalen Süden aus einer Perspektive of Color verdeutlicht.Die Broschüre kann als gedruckte Fassung gegen eine Schutzgebühr von Euro 2,50 unter broschuere[at]glokal.orgbestellt werden oder kostenlos online als barrierefreies Dokument heruntergeladen werdenWeitere Infos:
>> „Mit kolonialen Grüßen …“

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iz3w: Fairer Handel unter der Lupe

Der Schwerpunkt der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift iz3w nimmt aktuelle Entwicklungen und Trends im Bereich des Fairen Handels in den Blick und reflektiert sie kritisch-konstruktiv: Akteure des Fair Trade beanspruchen für sich, erfolgreich zu fairen Handelsbeziehungen zwischen ProduzentInnen im Süden und KonsumentInnen im Norden beizutragen. Inzwischen stehen immer mehr entsprechende Produkte in den Supermarktregalen. Städte werden zu Fairtrade-Towns und in großen Kantinen gibt es immer häufiger fairen Kaffee. Wie weit reicht das Konzept in Theorie und Praxis? Die grundlegende Kritik an der mangelnden Reichweite des Fair Trade begleitet ihn seit seiner Entstehung. Kann Handel in der Konkurrenzgesellschaft überhaupt fair sein? – so die Gretchenfragen. Der Fokus auf kleinbäuerliche Produktion und Freiwilligkeit des Preisaufschlages sorgen dafür, dass nur eine kleine Nische der Arbeitswelt berücksichtigt wird. Bei aller Kritik am Fairen Handel muss aber eingeräumt werden, dass ihm einiges zu verdanken ist. Viele ProduzentInnen im globalen Süden leben in besseren Verhältnissen. Auch die Kritik an der Ausbeutungsstruktur des Welthandels hat gerade durch den Fairen Handel einige Verbreitung erfahren.

Die Zeitschrift kann als Einzelheft für Euro 5,90 bestellt oder zum selben Preis als digitale Version heruntergeladen werden.

Weitere Infos:
>> iz3w Nr. 338 „Fairer Handel – Kaufend schreiten wir voran“

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Axnick/Dizinger/Eicker-Wolf: Schwarzbuch Vergabe

Zu Beginn dieses Jahres gründete sich im Vorfeld der Aktualisierung des hessischen Vergabegesetzes in Hessen das „Bündnis faire Vergabe“, zu dem neben EPN Hessen der DGB Hessen Thüringen, die Landesverbände des BUND und der Naturfreunde sowie das Zentrum Ökumene der evangelischen Kirche gehören. Gemäß ihrer spezifischen Schwerpunkte bringen die BündnispartnerInnen ihre Expertise und ihre Forderungen ins Bündnis ein. So auch im „Schwarzbuch Vergabe. Wie die öffentliche Hand in Hessen Lohndumping betreibt“. Hier widmem sich die AutorInnen, mehrheitlich aus Kreisen des DGB Hessen Thüringen, verschiedenen Arbeitsbereichen wie Bau und Forstbereich oder auch dem öffentlichen Personennahverkehr und zeigen auf, wie sich im wirtschaftstarken Hessen in den letzten Jahren ein beständig wachsender Niedriglohnsektor von über 20% der Beschäftigten herausgebildet hat. Gefordert wird Tariftreue gegen Sozialdumping und Armutslöhne und dabei ein besonderes Augenmerk darauf gelegt, wie die öffentliche Hand aus Auftraggeberin Tariftreueregelungen zum Vergabekriterium machen kann – wenn sie denn will.
Knapp, übersichtlich und informativ: Das 128 Seiten starke „Schwarzbuch“ zeigt den Handlungsspielraum auf, den die Politik nutzen kann und setzt damit ein klares Zeichen „gegen den verblendeten Zynismus der marktliberalen Idelologie“. Zur Lektüre empfohlen!Weitere Infos:
>> Bestellmöglichkeit des Schwarzbuch Vergabe

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CARE: Bericht über die Folgen des Arabischen Frühlings für die Frauen

Gut zwei Jahre nach dem „Arabischen Frühling“ hat die Hilfsorganisation CARE eine Studie erstellt, die Mitte September anlässlich der Ministerkonferenz von EUROMED in Paris vorgestellt wurde. Für den Bericht „Arabischer Frühling oder Arabischer Herbst? Politische Beteiligung von Frauen in den Aufständen und Schlussfolgerungen für internationale Geberpolitik“ wurden mehr als 300 Frauen und Männer in Ägypten, Marokko, im Jemen und den Palästinensischen Gebieten befragt. Das Ergebnis ist heterogen: Über zwei Jahre nach Beginn der Revolten im Mittleren Osten und Nordafrika bleiben die Auswirkungen der gesellschaftlichen Umbrüche für Frauen ambivalent. Einerseits beförderten die Aufstände die politische Beteiligung von Frauen. Andererseits überboten sich politische Gruppierungen nach den Aufständen in Konservatismus und patriarchale Machtstrukturen blieben bestehen. Weitere Hindernisse für Geschlechtergerechtigkeit sind die instabile Sicherheitslage, der Anstieg von sexualisierter Gewalt und Übergriffen sowie die symbolische Nutzung von Frauenrechten für religiöse und parteipolitische Auseinandersetzungen, bei denen Frauen selbst oft keine Stimme haben.

Der 36-seitige Bericht ist in englischer Sprache veröffentlicht worden und kann kostenlos heruntergeladen werden.

Weitere Infos:
>> Arab Spring or Arab Autumn? (PDF, engl.) (nicht mehr online, Anm. der EPNH-Red.)

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Welthaus Bielefeld: Neues Dattenblatt Entwicklungspolitik

Das „Datenblatt Entwicklungspolitik“ des Welthaus Bielefeld wird regelmäßig aktualisiert – das jüngste Update erfolgte in diesem Monat September. Mit dem 6-seitigen Datenblatt wird beabsichtigt, neueste statistische Daten über weltweite Entwicklungen auf übersichtliche Weise verfügbar zu machen: Es soll LehrerInnen, ErwachsenenbildnerInnen, JournalistInnen etc. dabei helfen, Veröffentlichungen, Vorträge und Veranstaltungen auf eine zeitnahe empirische Basis zu stellen oder Angaben aus Schulbüchern zu aktualisieren. Statistik und Daten ersetzen keine Theoriebildung, keine Positionsbestimmung, keine Bereitschaft zum entwicklungspolitischen Engagement. Sie können aber helfen, unser Wissen und unsere strategischen Überlegungen auf eine empirische Basis zu stellen.
Gegenüber der letzten Ausgabe sind insb. die statistischen Angaben zu Bevölkerungswachstum, Armut, Getreideproduktion, Welthandel, Auslandsverschuldung, Internet und Handy, Entwicklungszusammenarbeit und Energieverbrauch aktualisiert worden.Weitere Infos:
>> Datenblatt Entwicklungspolitik (2015)(PDF)

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Global Education Week 2013

Die Global Education Week (GEW) ist eine europweite Aktionenswoche des Globalen Lernens und findet vom 16. bis 24. November 2013 statt. Das diesjährige Motto lautet Go for a Sustainable Life Style! – für einen nachhaltigen Lebensstil. Gesucht sind Alternativen zum konsumorientierten „Immer mehr“. Laut Bundesumweltamt sind 30 bis 40 Prozent aller ökologischen Probleme direkt oder indirekt auf nicht nachhaltige Konsummuster zurückzuführen. Aber auch soziale Probleme wie beispielsweise schlechte Produktionsverhältnisse in Fabriken werden so befördert. Über den eigenen Lebensstil bestehen also wesentliche Möglichkeiten der Einflussnahme. Projekte, Kampagnen, Wettbewerbe, Workshops und Unterrichtsstunden im Rahmen der GEW 2013 sollen einen Beitrag dazu leisten, diesen Gedanken stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu tragen. Die Lebensumstände aller Menschen und die Zukunft unserer Erde geht uns alle an und jeder kann etwas zur Verbesserung beitragen – das ist die Nachricht, die während dieser Woche (– und natürlich auch weit darüber hinaus! –) einer breiten Öffetntlichkeit vermittelt werden soll. Nichtregierungsorganisationen, Schulen, Universitäten, staatliche Institutionen, lokale und regionale Initiativen etc. sind daher eingeladen, an einem der vielen Angebote teilzunehmen oder im Rahmen der GEW selbst eine Veranstaltung zu organisieren und insbesondere Kinder und Jugendliche einzubeziehen.

Weitere Infos und Kontakt:
>> www.globaleducationweek.de

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Schulwettbewerb „Alle für Eine Welt – Eine Welt für Alle“

Mitte September ist der Schulwettbewerb „Alle für Eine Welt – Eine Welt für Alle“ angelaufen. Er richtet sich an Kinder und Jugendlichen der Klassen 1 bis 13. Thema des Wettbewerbs ist „Global und lokal denken und handeln – Die Welt beginnt vor deiner Tür!“ Der Wettbewerb will den Lernbereich Globale Entwicklung im Unterricht aller Jahrgangsstufen unterstützen und Kinder und Jugendliche für die Eine Welt sensibilisieren und aktivieren. SchülerInnen sollen dazu angeregt werden, ihr tägliches Handeln zu reflektieren und dieses dann so nachhaltig wie möglich zu gestalten – sei es bei Einkauf und Konsum, auf dem Schulweg, im Klassenraum oder in der Freizeit. Für alle, die beim Wettbewerb mitmachen wollen, gilt: Ob Text oder Bild, Foto oder Film, Kunstwerk, Theater- oder Musikstück, digitale oder analoge Arbeit – der Wettbewerbsbeitrag kann in jeder denkbaren Form eingereicht werden. Wichtig ist nur, dass sich die TeilnehmerInnen ideenreich mit dem Thema auseinandersetzen und ihre Gedanken und Ideen dazu kreativ umsetzen, festhalten und einsenden. Mitmachen und sich engagieren lohnt sich: Klassen, Schülerteams und Arbeitsgruppen, die sich bis zum Einsendeschluss am 15. März 2014 beteiligen, können mehr als einhundert Geld- und Sachpreise im Gesamtwert von über 50.000 Euro gewinnen. Dabei werden Schulen, die sich erfolgreich für den Schulpreis bewerben, mit Geldpreisen im Gesamtwert von 25.000 Euro ausgezeichnet.
Begleitend bietet der Wettbewerb zudem umfangreiche und kostenfreie Materialien zur Einbindung des Themas in den Unterricht. Er richtet sich damit insbesondere an Lehrerinnen und Lehrer und weitere Multiplikatoren.

Weitere Infos:
>> Schulwettbewerb „Alle für Eine Welt – Eine Welt für Alle“

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Bridge-it!-Award 2013: Förderpreis für globale Partnerschaftsprojekte

Junge Menschen, die ein gemeinsames Schulprojekt mit einem aktiven Partner im globalen Süden haben und sich um eine Begegnung auf Augenhöhe bemühen sind bei hier genau richtig: Der BRIDGE-IT Award zeichnet die spannendsten Projekte und interessantesten Initiativen von Schülerinnen und Schülern aus, die anhand konkreter Partnerschaftsprojektarbeit einen Beitrag zu der Erreichung der Millenniumsentwicklungsziele leisten und globale Verantwortung leben. Voraussetzung ist, dass das Projekt bereits läuft und ein aktiver Austausch mit dem Südpartner stattfindet. Den Gewinnern winkt ein Förderpreis von 1.000 Euro.

Weitere Infos:
>> Bridge-it!-Award 2013

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Klimapreis 2014: Kreativwettbewerb zum Thema Klimawandel

Noch bis zum 31. Oktober können sich Schülerteams der Jahrgangsstufen 7 – 13 mit einem Projekt zum Thema Klimaschutz um den Deutschen Klimapreis der Allianz Umweltstiftung 2014 bewerben. Eingereicht werden können abgeschlossene oder laufende Projekte und Initiativen zum Thema Klimaschutz und Klimawandel. Die Schülerteams können sich von einem naturwissenschaftlichen oder gesellschaftspolitischen Standpunkt mit dem Thema auseinandersetzen, eine künstlerische Herangehensweise wählen oder das Thema mit kommunikativen Mitteln bearbeiten – hier gibt es keine Einschränkungen: Ob Projekttage zum Klimaschutz,
Umsetzung energiesparender Maßnahmen, eine thematische Ausstellung, eine Theateraufführung oder eine Quiz-Sendung zum Thema, alles ist möglich. Wichtig ist nur die aktive Umsetzung eines Projektes. Insgesamt gibt es Preisgelder in Höhe von 65.000 Euro.

Weitere Infos:
>> Klimapreis 2014

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Video-Wettbewerb: Zukunftsideen für eine nachhaltige Mobilität gesucht

Mobilität prägt unser tägliches Leben: Wir sind ständig unterwegs, zur Arbeit, zur Schule oder in der Freizeit. Wir reisen in ferne Länder und kaufen Waren aus aller Welt im Supermarkt um die Ecke. Jeden Tag rasen gigantische Datenmengen um die Erde. Mobile Computer und Smartphones machen es möglich, jederzeit und fast überall Informationen auszutauschen. Dabei verursacht unser Mobil-Sein auch vielfältige Probleme: Viele Fahrzeuge produzieren Schadstoffe und Lärm, verbrauchen wertvolle Rohstoffe und beeinflussen das Klima. Mobilität, wie wir sie kennen, wird immer teurer. Außerdem verändert sich unsere Gesellschaft. Wir erledigen immer mehr Dinge in kürzerer Zeit, wechseln häufiger den Arbeitsplatz oder Wohnort. Oft entsteht dadurch Stress und das Gefühl, dass die Zeit immer knapper wird. Andere Menschen wiederum können nicht am mobilen Leben teilhaben. Aus den unterschiedlichsten Gründen haben sie keinen Zugang zu Verkehrsmitteln oder dem Internet …
Vor diesem Hintergrund sind neue Ideen gesucht: Wie können wir Mobilität in Zukunft nachhaltiger gestalten? Der Wettbewerb sucht die besten Kurzvideos (maximal 3 Minuten) zum Thema nachhaltige Mobilität – als Handy-Video, Foto-Show, Trickfilm, Bericht oder Interview … gefragt sind kreative Videos, in denen gezeigt wird wie Mobilität im Jahre 2023 nachhaltig gelebt wird. Einsendeschluss ist der 4. November.

Weitere Infos:
>> Wettbewerb Mobiler Alltag 2023

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Terminlese

Fr., 04.10.13 (ab 19.30h), Frankfurt/M. (Stadtteilbüro Frankfurt-Bockenheim)
Voices of Transition
Freitagskino des Dritte Welt Haus Frankfurt/M. Deutsch-französischer Dokumentarfilm (2012)
Der Low-Budget-Film wurde in Frankreich und Deutschland produziert und beschäftigt sich mit der Gefährdung der landwirtschaftschaftlichen Produktion durch Energie- und Ressourcenverknappung und zeigt als Alternativen Agrarökologie in Frankreich, die Transition-Town-Bewegung sowie urbane Landwirtschaft in Kuba als Vorreiter einer Transformation der Nahrungsmittelproduktion weg von industrieller Landwirtschaft zu kleinteiliger, dezentraler Erzeugung.

Fr., 04.10. & Sa., 05.10.13, Frankfurt/M. (Campus Westend, KHG)
20 Jahre (Un)abhängigkeit – Quo Vadis Eritrea?
Internationalen Konferenz, veranstaltet von United 4 Eritrea. Mit Michael Obert (preisgekrönter Journalist), Meron Estefanos (Menschenrechtlerin, Journalistin) und Annette Groth (MdB, Die LINKE)
Flucht, Folter, Menschenhandel. Was passiert wirklich auf der Sinai-Halbinsel? Wie funktionieren die Netzwerke des Menschenhandels? Was hat das mit der politischen Situation in Eritrea zu tun? Diese zentralen Fragen und weitere Themen werden an der Konferenz mit hochkarätigen ExpertInnen diskutiert.

Fr., 04.10. & Sa., 05.10.13, Berlin (Umweltforum)
Innovation durch Kooperation
4. jährliche Äthiopien-Konferenz des DÄSAV.
DÄSAV hat sich zum Ziel gesetzt, Wissenstransfer und interkulturellen Austausch zwischen Deutschland und Äthiopien zu fördern sowie Studenten mit Praktikern zu vernetzen. Highlights der Konferenz sind neben Podiumsdiskussionen ein Markt der Möglichkeiten, Round Table Dialogues, eine CIM-Lounge, ‚Open Space Pecha Kucha’ u.v.m.

Do., 10.10. & Fr., 11.10.13, Nürnberg (Caritas-Pirckheimer-Haus)
Bildungskongress Globales Lernen 2013. Eine andere Welt ist möglich!
Bayerischer Bildungskongress. Veranstalter: Eine Welt Netzwerk Bayern e.V.
Auf dem Kongress werden globale Fragestellungen diskutiert und Zeit zur Reflexion geschaffen. Es wird ein Überblick über Globales Lernen gegeben, ausgewählte Fragen und Ergebnisse der Forschung vorgestellt, praktische Beispiele und Methoden Globalen Lernens in der Schule zur Diskussion gestellt und Perspektiven Globalen Lernens aufgezeigt.

Fr., 18.10. – So., 20.10.13, Marburg
Das soziale Gewissen der Unternehmen – Corporate Social Responsibility
Wochenendseminar für Studierende aus Afrika, Asien und Lateinamerika in Hessen. Veranstalter: Studienbegleitprogramm (STUBE) Hessen
Im Seminar wird diskutiert, wie Unternehmen soziales, ökologisches Engagement und Nachhaltigkeit praktizieren und wie sie damit Politik und Gesellschaft beeinflussen. Konzepte von Corporate Social Responsibility werden vorgestellt und kritisch diskutiert. Das Seminar beschäftigt sich außerdem mit Public Private Partnerships.

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Terminkalender

Weitere entwicklungspolitische Veranstaltungen in Hessen finden sich in unserem Terminkalender.

>> EPN Hessen-Terminkalender

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Der EPN Hessen-Newsletter wird finanziell unterstützt vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung (HMWVL) sowie im Rahmen des Eine Welt-PromotorInnenprogramms vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ):

Finanzielle Unterstützung erhalten wir für den Newsletter auch von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW).

 

 

Herzlichen Dank!

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