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Newsletter 08/2017


Inhalt:

EPN Hessen in Bewegung

Glokales

Weiterlesen, mitmachen, hingehen

 


Neue Praxiswerkstatt-Reihe Fit für 2030

Praxiswerkstätten für die erfolgreiche Umsetzung global nachhaltiger Entwicklung

Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung will mit ihren 17 ambitionierten global verbindlichen Entwicklungszielen zur „Transformation unserer Welt“ beitragen. Dazu ist sie auf die kritische Begleitung und tatkräftige Unterstützung zivilgesellschaftlicher AkteurInnen angewiesen. Zur Umsetzung der Agenda 2030 braucht es den Dialog und die Zusammenarbeit von Menschen aus unterschiedlichsten gesellschaftlichen Schichten, Zusammenhängen, Organisationen und Institutionen. Mit unserer Reihe „Fit für 2030“ wollen wir (entwicklungs-)politisch Aktive darin stärken, Dialogprozesse noch kompetenter zu moderieren und noch mehr Menschen für die „große Transformation“ auf der Straße, im Netz, in anderen Organisationen und Institutionen zu gewinnen.

Die Reihe ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Entwicklungspolitischen Netzwerk Hessen (EPN Hessen), dem Entwicklungspolitischen Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz (ELAN), dem Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland (NES) sowie Engagement Global. Dank dieser Kooperation ist die Teilnahme an den Praxiswerkstätten kostenfrei und Fahrtkosten können nach Bundesreisekostengesetz erstattet werden. Je drei Werkstätten finden in Hessen, Rheinland Pfalz und dem Saarland statt – dies sind die drei Veranstaltungen in Hessen:

↓ Praxiswerkstatt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (06.10.)
↓ Praxiswerkstatt Kreative Aktionsformen (28.10.)
↓ Praxiswerkstatt Moderation (17.11.)

Das Gesamtprogramm mit sämtlichen neun Werkstattangeboten findet sich in unserem
>> „Fit für 2030“-Flyer

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FIT FÜR 2030 – PRAXISWERKSTATT:
Fr., 06.10.2017 (10-18h), Frankfurt/M.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mundgerecht bitte! Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für global nachhaltige Entwicklung und große Transformation
Praxiswerkstatt mit Michaela Zischek (PR-Beraterin, Referentin für Kommunikation der agl, Berlin) und Oliver Fourier (freier Mitarbeiter einer Gießener Tageszeitungen und Öffentlichkeitsbeauftragter für die ISD-Regionalgruppe Gießen)

Entwicklungspolitische Themen sind komplex und werden viel zu selten breit wahrgenommen. Um das zu ändern, bietet diese Werkstatt Anregungen und Übungseinheiten, um durch eine gezielte und systematische Presse- und Öffentlichkeitsarbeit die Bekanntheit der eigenen Arbeit zu erhöhen und UnterstützerInnen und MitstreiterInnen aber auch JournalistInnen als MultiplikatorInnen für unsere Anliegen zu gewinnen.

Weitere Infos:
>> Praxiswerkstatt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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FIT FÜR 2030 – PRAXISWERKSTATT:
Sa., 28.10.2017 (10-18h), Offenbach

Kreative Aktionsformen

Kreativ aktiv für die große Transformation
Praxiswerkstatt mit Marc Amann (Aktionsgeschichtensammler, Aktionstrainer und Buchautor)

Grundlegende Veränderungen und große Transformationen brauchen vor allem eins: neue Ideen und viele MitstreiterInnen. Um diese zu gewinnen, braucht es nicht nur kluge Analysen, sondern auch kreative Ausdrucksformen wie Performances, Flash-Mobs u.ä., die Spaß machen und zum Mitmachen anregen. Unsere Werkstatt „Kreativ Aktiv für die große Transformation“ bietet viele Ideen und Anregungen sowie Raum zum Ausprobieren und Weiterentwickeln.

Weitere Infos:
>> Praxiswerkstatt Kreative Aktionsformen

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FIT FÜR 2030 – PRAXISWERKSTATT:
Fr., 17.11.2017 (10-18h), Darmstadt

Moderation

Inhaltliche Veranstaltungen zu Themen der Agenda 2030 zielgerichtet begleiten
Christiane Eiche (Diplom-Politologin, Erwachsenenbildnerin, Moderatorin)

Infoveranstaltungen und Seminare zielgerichtet zu moderieren erfordert eine gute Vorbereitung, Rollenklärung sowie Handwerkszeug zur Steuerung der Veranstaltung. Die Praxiswerkstatt orientiert sich an den Bedarfen der Teilnehmenden und bietet Anregungen und Übungsmöglichkeiten, um durch praxisnahes und exemplarisches Lernen in der Gruppe die eigene Moderationsfähigkeit zu reflektieren und zu erweitern.

Weitere Infos:
>> Praxiswerkstatt Moderation

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EPN Hessen-Netzwerkprojekt FERN : WELT : NAH

4. Staffel der entwicklungspolitischen Film- und Diskussionsreihe

FERN : WELT : NAH Kampf gegen Menschenrechtsverletzungen, Widerständigkeit gegenüber Ungleichheitsverhältnissen, Engagement für Klimaschutz, alternatives Wirtschaften, …

Das Entwicklungspolitische Netzwerk Hessen e.V. (EPN Hessen) – der Zusammenschluss von 100 entwicklungspolitischen Organisationen und Eine Welt-Gruppen – lädt ein zur vierten Staffel von FERN : WELT : NAH, der entwicklungspolitischen Film- und Diskussionsreihe im Haus am Dom. An fünf Abenden werden globale Missstände herangezoomt, transformative Pfade diskutiert und Linien zu konkreten Handlungsoptionen hier vor Ort markiert. Die Blickrichtung: Globale Schieflagen von lokalen Initiativen und solidarischen Partnerschaften aus gerade rütteln! Durch Filme, Ausstellungen und Diskussionen mit ExpertInnen reflektieren wir Eine Welt-Themen aus unterschiedlichen Perspektiven und verknüpfen diese mit konkretem Eine Welt-Engagement hier vor Ort und anderswo. GastgeberInnen (‚Hosts‘) der einzelnen Abende sind Mitglieder des Netzwerks – dies sind die ersten drei Termine der neuen Staffel:

↓ „AGROkalypse – Der Tag, an dem das Gensoja kam“ (04.10.)
↓- „La Buena Vida – Das gute Leben“ (25.10.)
↓ „In Menschen investieren – Von Mama Coulibaly zu SEKEM“ (08.11.)

Das gesamte Programm der Herbststaffel 2017 gibt es auf unserer
>> FERN : WELT : NAH – Webseite

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Reihe FERN : WELT : NAH
Mi., 04.10.17 (19h), Frankfurt/M.

AGROkalypse – Der Tag, an dem das Gensoja kam

Film, Diskussion & Ausstellung
Entwicklungspolitischer Film- und Diskussionsabend. Mit Thomas Brose (Klima-Bündnis e.V.) und Jan Erler (Coreoperation). Hosts des Abends: fair-ein e.V., Klima-Bündnis e.V. & Tropica Verde e.V. Veranstalter der Reihe: EPN Hessen e.V. und Akademie Rabanus Maurus im Haus am Dom


Der Film zeigt die Auswirkungen des wachsenden Sojaanbaus auf Brasiliens Regenwälder: Missachtung der Rechte indigener Völker, Raubbau an den Regenwäldern, Zerstörung lebenswichtiger Ressourcen …
Die Liste der Auswirkungen des großflächigen Anbaus von Monokulturen für den westlichen Markt ist lang. Verantwortlich zeichnen kapitalkräftige, ausländische Großkonzerne – aber auch wir mit unserem steigenden Fleischkonsum. Gensoja ist Futtermittel Nummer 1 für die Masttiere, die auf unseren Tellern landen. Der Regenwald muss somit riesigen Futteranbauflächen weichen. Die Sojafarmer vernichten dabei aber nicht alleine Natur und Lebensraum der Ureinwohner Brasiliens. Die Bedrohung hat vielmehr weltweite Ausmaße: Der Regenwald ist entscheidend für unser globales Klima.
Im Anschluss an den Film diskutieren die GastgeberInnen mit Thomas Brose (Klima-Bündnis e.V.) und Jan Erler (Coreoperation) über die komplexen Problemzusammenhänge sowie über Alternativen. Eine Ausstellung informiert begleitend über Projekte zum Schutz der Regenwälder.

Weitere Infos:
>> AGROkalypse

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Reihe FERN : WELT : NAH
Mi., 25. Oktober (19h), Frankfurt/M.

La Buena Vida – Das gute Leben

Film, Diskussion & Ausstellung
Entwicklungspolitischer Film- und Diskussionsabend. Hosts des Abends: Initiativgruppe BGE Ffm/RM in Partnerschaft mit Klimattac Frankfurt. Veranstalter der Reihe: EPN Hessen e.V. und Akademie Rabanus Maurus im Haus am Dom


La Buena Vida erzählt die Geschichte der kolumbianischen Dorfgemeinschaft Tamaquito. Der weltweit steigende Energiekonsum, der eng mit dem Streben nach Wachstum und Wohlstand gekoppelt ist, zerstört zunehmend die Lebensgrundlage der Gemeinschaft: Vor ihrer Haustür erstreckt sich auf 700 Quadratkilometern der größte Kohletagebau der Welt. Während die Steinkohle in alle Welt exportiert wird, frisst sich das Loch immer tiefer in die Landschaft – es droht die gewaltsame Vertreibung. Die Gemeinschaft entschließt sich zum mutigen Kampf gegen die Betreiber der Kohlemine, hinter denen mächtige Rohstoffkonzerne stehen.
Die GastgeberInnen laden ein zu Film, Ausstellung, Diskussion – und zum Umdenken. Ihre These: La Buena Vida / Das gute Leben ist nur möglich, wenn wir unseren imperialen Lebensstil ablegen und unsere Art zu produzieren und zu konsumieren radikal verändern. Diskutiert wird über Grundeinkommen und andere Maßnahmen, die wichtige Bausteine sein könnten auf dem Weg hin zu einem guten Leben für Alle – auch morgen.
Mit Elfriede Harth (Initiativgruppe BGE Ffm/RM) & Jochen Freyberg (Klimattac).

Weitere Infos:
>> La Buena Vida

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Reihe FERN : WELT : NAH
Mi., 08. November (19h), Frankfurt/M.

In Menschen investieren – Von Mama Coulibaly zu SEKEM

Film, Diskussion & Ausstellung
Entwicklungspolitischer Film- und Diskussionsabend. Host des Abends: Oikocredit Förderkreis Hessen-Pfalz e.V. Veranstalter der Reihe: EPN Hessen e.V. und Akademie Rabanus Maurus im Haus am Dom


Mama Coulibaly ist Marktfrau in Djenne/Mali. Sie verkauft in ihrem kleinen Laden Lebensmittel und Gewürze und besitzt als einzige im Dorf einen Fernseher mit Generator – möglich wurde dies durch Mikrofinanz.
SEKEM steht als Symbol für ausgewogenes Wirtschaften, das kleine landwirtschaftliche Strukturen sinnvoll ineinanderfügt und so weit wie möglich auf natürliche Ressourcen setzt. Ibrahim Abouleish, der Gründer von SEKEM, wurde 2003 mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. Sein Lebenswerk zeigt der zweite Film.
„In Menschen investieren“ lautet ein zentraler Slogan der internationalen Genossenschaft Oikocredit. Sie vergibt nachhaltige Finanzierungen in Ländern des Globalen Südens. Im Gespräch wird über Chancen und Auswirkungen ethischer Geldanlagen diskutiert sowie deren Entwicklung reflektiert – von der klassischen Mikrokreditvergabe bis zur Beteiligung an ökologischen Landbauprojekten, von Mama Coulibaly zu SEKEM.
Mit Dr. Facko Traoré (Historiker) und Michael Bergmann (Oikocredit)

Weitere Infos:
>> Von Mama Coulibaly zu SEKEM

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Aktuelle EPN Hessen-Veranstaltungen

↓ Multi-Fortbildung „Hessen fairändert“ & „Bittere Schokolade“ (06.10.)
↓ Training & Workshop „Globale Gerechtigkeit versus rechter Populismus“ (14.10.)
↓ Zukunftswerkstatt des EPN Hessen-Forums Globales Lernen (10.11.)

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FORTBILDUNG:
Fr., 06.10.17 (10-15h), Frankfurt/M.

Multi-Fortbildung „Hessen fairändert“ & „Bittere Schokolade“

MultiplikatorInnen-Fortbildung zu Schokolade und zur Ausstellung „Hessen fairändert: Gegen den Ausverkauf der Einen Welt!“. Veranstalter: EPN Hessen

In der Ausstellung „Hessen fairändert: Gegen den Ausverkauf der Einen Welt!“ werden entlang verschiedener Produktbereiche wie Textilien, IT, Kakao oder Südfrüchte deren Herstellungs- und Arbeitsbedingungen thematisiert. Darüber hinaus wird aufgezeigt, wie durch nachhaltige Beschaffung, globale Partnerschaften und Globales Lernen in so unterschiedlichen Räumen des Engagements – (Hoch)Schulen, Kommunen oder auch Glaubensgemeinschaften – Fairer Handel bzw. faires Handeln voran getrieben werden kann. Die Ausstellung tourt seit 2014 durchs Land und wird seit 2015 verstärkt durch pädagogische Angebote wie Ausstellungsführungen und thematische Workshops begleitet, für deren Durchführung wir noch MultiplikatorInnen suchen und weiterbilden. Wir freuen uns über Verstärkung durch weitere MitstreiterInnen!
Für die bereits mit der Ausstellung vertrauten MultiplikatorInnen soll die Fortbildung als eine Plattform des Austauschs der bisherigen Schuleinsätze und für die weitere Planung dienen. Ein inhaltlicher Schwerpunkt bildet das Thema „bittere Kinderarbeit für süßen Schokoladengenuss“. Hierzu wird unter der Anleitung einer Referentin gemeinsam das Material der INKOTA-Kampagne „Make chocolate fair!“ reflektiert.

Weitere Infos:
>> Multi-Fortbildung „Hessen fairändert“ & „Bittere Schokolade“

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TRAINING & WORKSHOP:
Sa., 14.10.17 (10-16h), Frankfurt/M.

Globale Gerechtigkeit versus rechter Populismus:
Stammtischargumenten erfolgreich entgegentreten

Training & Workshop mit ReferentInnen der Marburger Antifaschistischen Bildungsinitiative. VeranstalterInnen: EPN Hessen in Kooperation mit der Marburger Antifaschistischen Bildungsinitiative

Das globale Nachhaltigkeitsziel Nummer 16 (SDG 16) „Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen“ benennt die Förderung friedlicher und inklusiver Gesellschaften, in denen alle Menschen den gleichen Zugang zur Rechtsprechung haben, als notwendige Bedingung für eine nachhaltige Entwicklung. Damit geht SDG 16 über die üblichen drei Dimensionen der Nachhaltigkeit (Soziales, Wirtschaft und Umwelt) hinaus und erweitert diese um Frieden und Rechtsstaatlichkeit. Bereits das erste Unterziel SDG 16.1. fordert: „Alle Formen der Gewalt und die gewaltbedingte Sterblichkeit überall deutlich verringern“. Tätliche Gewalt beginnt oft mit sprachlicher Gewalt, mit Beleidigungen, Einschüchterungen und Drohungen. Um diesen entschieden zu reduzieren, braucht es individuelle aber auch gemeinsame Strategien. Die Inputphase des Trainings gibt einen Überblick der Ideologie, der Vernetzung und der Agitationsformen politisch rechts orientierter AkteurInnen. Im anschließenden Workshop-Teil liegt der Fokus auf neurechter Subkultur wie der Identitären Bewegung, neurechter Jugendarbeit, der Anschlussfähigkeit und dem Reiz für Jugendliche. Dabei ist das Ziel, insbesondere die Rhetorik der Neuen Rechten zu erkennen. Abschließend werden Handlungsmöglichkeiten diskutiert.

Weitere Infos:
>> Training & Workshop „Stammtischargumenten erfolgreich entgegentreten“

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ZUKUNFTSWERKSTATT:
Fr., 10.11.17 (10-18h), Frankfurt/M.

Globales Lernen für die glokale Transformation

Eintägige Zukunftswerkstatt. Veranstalter: EPN Hessen und EPN Hessen-Forum Globales Lernen

Die Zukunftswerkstatt steht im Zeichen der transformativen Bildung und den globalen Nachhaltigkeitszielen (SDGs). Ziel ist es, mit AkteurInnen aus dem Globalen Lernen, der Umweltbildung, der politischen und rassismuskritschen Bildung und migrantisch-diasporischen Organisationen in einen stärkeren inhaltlichen und methodischen Austausch zu kommen. Durch die gegenseitige Perspektivenerweiterung soll eine Praxisreflexion und konzeptionelle Weiterentwicklung (auch im Sinne der SDGs) angestoßen und zur Erschließung neuer Zielgruppen beigetragen werden. Dabei soll der Begriff der Großen Transformation geschärft und nutzbar gemacht werden.

Es geht uns um die Frage, wie wir gemeinsam auf globale und lokale Herausforderungen wie den Klimawandel (SDG 13), Ressourcenknappheit (SDG 12), wachsende Ungleichheit (SDG 10) und dem damit zusammenhängenden (Rechts)Populismus angemessene Bildungsstrategien (SDG 4) entwickeln können. Außerdem bemühen wir uns um Teilnahme von ProjektpartnerInnen und Bildungsaktiven aus dem Globalen Süden, um das Engagement für die große Transformation mit weiteren Erfahrungen anzureichern und möglicherweise auch unterschiedliche methodische Zugänge zu reflektieren (SDG 17). Das Format der Zukunftswerkstatt unterstützt das Zusammenbringen der unterschiedlichen Perspektiven und die prozesshafte Entwicklung von gemeinsamen Strategien.

Weitere Infos:
>> Zukunftswerkstatt „Globales Lernen für die glokale Transformation“
>> Infos zum EPN Hessen-Forum Globales Lernen

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„Hessen entwickeln für die Eine Welt“ –
Neues aus dem PromotorInnen-Programm:

↓ AFRIKA NEU DENKEN 2017 – „Afrika im Zentrum?“ (29.-30.09.)
↓ „In unserer Mitte: die Welt“ – Fortbildung für Kitas (Sept/Okt)
↓ Save the Date: Eine Welt-Regionaltreffen Osthessen in Fulda (6.11.)

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KONFERENZ
Fr., 29.09. – Sa., 30.09.17, Frankfurt/M.

Afrika im Zentrum? Die neue Entdeckung Afrikas

Konferenz Afrika-Diskurs V | AFRIKA NEU DENKEN. Mit Felwine Sarr, David Mola, Ramata Soré, Rahime Diallo, Urbain N´Dakon, Makena Kiruai, André Lodama. Veranstalter: Trägerkreis Afrika-Konferenz

Herzliche Einladung an alle Interessierten!

Afrika ist in aller Munde: Politische Stiftungen, Nichtregierungsorganisationen, Kirchen und Bundesministerien rivalisieren um Konzepte und Rezepte: Besonders erwähnenswert sind hier „Compact with Africa“ des BMF und der „Marshallplan mit Afrika“ des BMZ – beide Initiativen sind mit der deutschen G20-Präsidentschaft verknüpft. Auch die Bundeswehr entdeckt Afrika neu: Mali wurde zum größten Einsatzort aufgewertet. Warum dieses neue Wettrennen um Afrika? Alle diese Initiativen haben angeblich eines gemeinsam: Es geht um Frieden und Wohlstand für Afrikanerinnen und Afrikaner.

Doch mit der Ausweitung dieser „Initiativen für Afrika“ mehren sich Zweifel an den offiziell formulierten Zielen: Viele BeobachterInnen erkennen in der neuen Entdeckung Afrikas vor allem geostrategische Ziele – vor allem die Durchsetzung der Abschottungspolitik der EU und ein breiterer Zugang deutscher Unternehmen zu den afrikanischen Ökonomien.


Weitere Infos:
>> Ausführlicher Ankündigungstext zur AFRIKA NEU DENKEN-Konferenz 2017
>> Programm-Flyer „Afrika im Zentrum? Die neue Entdeckung Afrikas“
>> Anmeldeformular

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FORTBILDUNG:
Mi., 20.09., Do., 05.10., Fr., 06.10. & Di., 10.10.17, jew. (9-17h),
Kassel / Bad Nauheim / Wetzlar / Fulda

In unserer Mitte: die Welt

Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Kindertagesstätte. Vier Fortbildungsangebote in Hessen. Veranstalter: Projekt KiTA-GLOBAL.de und hessische Fachpromotorin für Globales Lernen und Nachhaltigkeit

Die Welt aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und für Ungerechtigkeiten zu sensibilisieren – darauf zielt Globales Lernen im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Denn globale Themen wie Migration und Flucht aber auch globale Bezüge in der Nahrungsmittel- und Kleidungsproduktion sind im Lebensalltag von Kindern präsent. Dabei geht es um Fragen wie: Woher kommt unser Essen? Wie leben Kinder in anderen Ländern? Warum müssen Menschen aus ihrer Heimat fliehen? Wie sieht ein gutes Leben aus? Was heißt Gerechtigkeit? Viele Fachkräfte und Eltern fragen sich, wie diese oft komplexen und zum Teil sehr problembesetzten Themen kindgerecht aufgearbeitet werden können.

Das Fortbildungsangebot richtet sich an Fachkräfte in Kindertagesstätten und pädagogischen Berufsschulen sowie an ErzieherInnen in der Ausbildung. Es gibt Impulse für die pädagogische Arbeit, vermittelt den Arbeitsalltag in der Kita mit grundlegenden Prinzipien und Themen des Globalen Lernens und regt dazu an, zu reflektieren, wie die persönliche Weltsicht die pädagogische Haltung und Praxis prägt.


Weitere Infos:
>> Veranstaltungsflyer „In unserer Mitte: die Welt“ (PDF)
>> Webseite zum Projekt KiTA-GLOBAL

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SAVE THE DATE
Mo., 6.11.17 (17-20h), Fulda

EINE WELT REGIONALTREFFEN Osthessen –
austauschen – netzwerken – gemeinsam planen

VI. Eine Welt Regionaltreffen der hessischen Eine Welt-PromotorInnen. Region: Osthessen (Fulda). Veranstalter: EPN Hessen e.V. im Rahmen des Eine Welt-PromotorInnen-Programms

Hessen entwickeln | Eine Welt-PromotorInnenprogramm in HessenSeit Herbst 2015 veranstalten die vier hessischen Eine Welt-PromotorInnen in verschiedenen Regionen in Hessen EINE WELT REGIONALTREFFEN und laden dazu interessierte und engagierte AkteurInnen vor Ort ein. Auf den Regionaltreffen möchten die vier Eine Welt-PromotorInnen:

  • die konkrete Eine Welt-Arbeit vor Ort besser kennen lernen
  • den Austausch zu aktuellen Projekten & Fragen aus den Organisationen anregen
  • Möglichkeiten und Anlässe für Zusammenarbeit und Vernetzung entdecken

Am 6. November laden die hessischen PromotorInnen Eine Welt-AkteurInnen und -Interessierte in und um Fulda herzlich zum ersten Regionaltreffen Osthessen ein! Zur besseren Planung bitten wir um Rück- bzw. Anmeldung bis zum 20. Oktober unter: osthessen[at]epn¬hessen.de


Weitere Infos:
EINE WELT REGIONALTREFFEN Osthessen
>> Hessisches Eine Welt-PromotorInnen-Programm

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agl fragt – Parteien antworten

Wahlcheck 2017 für die entwicklungspolitische Bildungsarbeit im Inland

Im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 hat unser Dachverband, die Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland e.V. (agl), fünf große Parteien gebeten, zu verschiedenen Fragen, die aus Sicht entwicklungspolitischer Bildungsarbeit im Inland richtungsweisend erscheinen, Stellung zu nehmen. Die Antworten der Parteien sind im Wahlcheck „agl fragt – Parteien antworten“ zusammengetragen und vergleichend gegenübergestellt worden.

Einleitend zu den ausgewählten Fragen der agl und den entsprechenden Antworten von CDU/CSU, SPD, Bündnis90/Die Grünen, DIE LINKE und FDP macht der Dachverband der Eine Welt-Landesnetzwerke deutlich, das Entwicklungspolitik längst und mitten in der Gesellschaft angekommen ist und nicht mehr als Nischenthema der Politik abgetan werden kann: Entwicklungspolitik beginnt bei uns in Deutschland, denn unsere Lebensstile und unser Wohlstands- und Wirtschaftsmodell haben globale Auswirkungen auf die Welt. Entwicklungspolitische Fragen sind damit unübersehbar ins Zentrum gesellschaftlicher Debatten und Problemstellungen gerückt. Ob Flucht und Migration, Klimawandel oder Nachhaltigkeit bei Konsum, Produktion und öffentlicher Beschaffung – globale Herausforderungen müssen auch hier vor Ort angegangen und gelöst werden.


Weitere Infos:
>> agl-Wahlcheck 2017 „agl fragt – Parteien antworten“ (PDF)
>> agl-Webseite

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Faire Klamotten! Ferner Traum?

Die Zukunft des Textilbündnisses hängt an dünnem Faden

Im September vor 5 Jahren, genau am 11. September 2012, verbrannten im pakistanischen Karatschi 254 Menschen eingeschlossen in der illegal umgebauten und nicht registrierten Textilfabrik Ali Enterprises bei lebendigem Leib. Die Fabrik arbeitete fast ausschließlich für den Textildiscounter Kik, der vor dem Brand mindestens 70 Prozent der Produktion gekauft hatte. Nur wenige Monate später, am 24. April 2013, verloren beim Einsturz des Rana Plaza-Fabrikgebäudes in Bangladesch 1138 Menschen ihr Leben. Der Fall machte wochenlang Schlagzeilen und ließ auch in der breiten Öffentlichkeit keinen Zweifel mehr aufkommen, dass die Arbeitsbedingungen in den produzierenden Ländern unhaltbar sind. Und zwar genau in den Ländern, die für die hiesigen Märkte billige Produkte produzieren und dafür sorgen, dass unsere Kleidung teilweise zu Spottpreisen in den Geschäften hängt.

Als Reaktion auf diesen und andere tragische Unfälle in Textilfabriken initiierte Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller im Jahr 2014 die Gründung des Textilbündnisses. Hier sollten unterschiedliche VertreterInnen aus Bundesregierung, Wirtschaft, Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften und Standardorganisationen zusammenkommen, um sich als BündnispartnerInnen über soziale, ökologische und ökonomische Verbesserungen entlang der gesamten Textil-Lieferkette zu verständigen. Basierend auf gemeinsam definierten und nachprüfbaren Zielen sollten die Mitgliedsorganisationen außerdem konkrete Lösungsansätze in den Produktionsländern fördern. Die Mitglieder bekannten sich etwa dazu, die Gebäudesicherheit in den Fabriken zu erhöhen, den Brandschutz zu verbessern und höhere Löhne einzuführen. Mit dabei waren Konzerne wie KiK, Otto und Rewe, aber auch die Kampagne für Saubere Kleidung (Clean Clothes Campain). Doch das minesteriale Projekt, dass groß und verheißungsvoll angekündigt wurde, gerät immer wieder ins Straucheln und stößt auf Widerstände und Ablehnungshaltungen bei BündnispartnerInnen. Kritische Stimmen sehen das Bündnis gar als gescheitert und ‚böse Zungen unken‘, außer Papier hätte sich in den vergangenen zwei Jahren nichts bewegt.


Weitere Infos:
>> Die Mitglieder des Textilbündnisses auf der Bündnis-Webseite
>> epd-Artikel „Textilbündnis hat nichts gebracht“
>> SZ-Artikel „Textilbündnis wackelt“
>> taz-Artikel „Schlechte Passform für die Ökos“
>> Femnet-Pressemitteilung „Erreicht das Textilbündnis seinen nächsten Meilenstein?“

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Widersprüche global nachhaltiger Entwicklung:

Von der Privatisierung der Verantwortung bis zur Bedrohung und Kriminalisierung zivilgesellschaftlicher Seenotrettung auf dem Mittelmeer

Seit Mitte August haben sich einige zivilgesellschaftliche Organisationen aus dem Rettungsgebiet vor der lybischen Küste zurückgezogen. Nicht etwa, weil sie zur Rettung von Menschenleben nicht mehr gebraucht würden. Sea-Watch, eine der Organisationen, die trotz physischer und juristischer Drohungen ihre Arbeit unvermindert weiter fortführen will, erklärt in einem Newsletter dazu:

„Seit Monaten spitzt sich die politische Lage zu. So sollte Sea-Watch einen Verhaltenskodex der italienischen Regierung unterzeichnen, den der wissenschaftliche Dienst des Bundestages als rechtswidrig einschätzt. Als wir uns weigerten, drohte die italienische Regierung mit Konsequenzen. Auch die so genannte Libysche Küstenwache droht offen mit militärischen Angriffen, sollten NGO-Schiffe in einer von ihnen willkürlich ausgeweiteten Zone operieren.“

Sea Watch hat angesichts der tödlichen Gewalt der libyschen Küstenwache eine Petition gestartet, mit der die Bundesregierung aufgefordert wird, von weiterer Militarisierung und Abschottung Abstand zu nehmen und ihren Einfluss innerhalb der EU maximal geltend zu machen.

Aktuell sitzen etwa 200.000 Flüchtlinge in lybischen Auffanglagern, in denen nach Angaben der Vereinten Nationen Vergewaltigungen und Folter an der Tagesordnung sind. Trotzdem denkt die deutsche Bundesregierung laut darüber nach, ihrem „Deal“ mit der türkischen Regierung nun noch einen ebensolchen mit Libyen folgen zu lassen. Dieser soll Menschenleben retten, denn wer davon abgehalten wird, das Mittelmeer zu überqueren, kann dort schließlich auch nicht ertrinken. In dieser zynischen Logik erklärt sich auch die aktuelle Kriminalisierung zivilgesellschaftlicher Seenotrettung. Deren Engagement verhindert bereits seit 2014 etliche tausend Tote im Mittelmeer und zwingt die EU Staaten konsequent zu ungeliebten Rettungseinsätzen. Nun sollen die ungeliebten HelferInnen mit einem sogenannten NGO-Code zurecht gestutzt werden und beweisen, dass sie keine „Schlepper“ sind.


Weitere Infos:
>> jungle.world-Artikel „Seenotrettung als Déjà-vu“
>> Kritik von Pro Asyl an der Drangsalisierung der Seenotrettungsorganisationen
>> Kritik von Ärzte ohne Grenzen am Verhaltenskodex an NGOs
>> tagesschau-Bericht „EU erwägt zusätzliche Rettungsschiffe“
>> Watch the med-Webseite
>> We’ll Come United-Webseite

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Materialien

↓ VENRO et al.: Bericht über die „Großbaustelle Nachhaltigkeit“
↓ I.L.A. Kollektiv: Buchprojekt „Auf Kosten anderer?“
↓ SÜDWIND-Institut: Studie über alternative Geschäftsmodelle im Kakaosektor
↓ „Alphabet des Ankommens“: Comicreportagen über Flucht und Neuanfang
↓ iz3w-Ausgabe 362: Altern und demographischer Wandel im globalen Süden
↓ Schwab & Schwab: „Der Förderratgeber“ – Das Standardwerk in Neuauflage

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VENRO et al.: Bericht über die „Großbaustelle Nachhaltigkeit“

Mit der Verabschiedung der Agenda 2030 im Herbst 2015 hat sich die Bundesregierung dazu verpflichtet, die Ziele für nachhaltige Entwicklung der UN (Sustainable Development Goals, SDGs) auch in Deutschland und mit deutscher Unterstützung weltweit umzusetzen. Den nächsten entscheidenden Moment auf dem Weg in eine potentiell nachhaltigere Zukunft stellt die Bundestagswahl 2017 dar: Die BürgerInnen Deutschlands können mit ihrer Entscheidung dafür sorgen, dass die „Transformation unserer Welt“, wie es in der Agenda 2030 heißt, ein Stückchen näher rückt. Die neu gewählte Bundesregierung muss dann unter Beweis stellen, wie ernst sie es mit der Erreichung der SDGs meint. In dem jüngst veröffentlichten Bericht „Großbaustelle Nachhaltigkeit – Deutschland und die globale Nachhaltigkeitsagenda“ legen 42 AutorInnen aus der deutschen und europäischen Zivilgesellschaft dar, in welchen Bereichen aus ihrer Perspektive besonders große Umsetzungslücken bestehen und wie es nach der Bundestagswahl vorangehen muss.

Der Bericht kann kostenfrei heruntergeladen werden.

Weitere Infos:
>> Bericht „Großbaustelle Nachhaltigkeit“ (PDF)

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I.L.A. Kollektiv: Buchprojekt „Auf Kosten anderer?“

Alle reden von Missständen und Krisen: Ob Klima- und Rohstoffkrise, die sozial-politische Dauerkrise Europas oder die menschenverachtende Ausbeutung in der IT- oder Textilindustrie. Die Probleme sind vielen bewusst. Dennoch scheint sich wenig zu ändern. Das Konzept der ‚Imperialen Lebensweise‘ erklärt, warum sich keine zukunftsweisenden Alternativen durchsetzen können – aber auch, wie dem zu begegnen ist:
Das frisch erschienene Dossier stellt das Konzept der imperialen Lebensweise vor und erläutert, wie unsere derzeitige Produktions- und Lebensweise Mensch und Natur belasten. Es beleuchtet verschiedene Bereiche unseres alltäglichen Lebens, unter anderem Ernährung, Gesundheit, Mobilität und Digitalisierung. Schließlich werden sozial-ökologische Alternativen und Ansatzpunkte vorgestellt, wie wir ein gutes Leben für alle erreichen – anstatt ein besseres Leben für wenige. Mit dieser Publikation soll das wissenschaftliche Konzept der ‚Imperialen Lebensweise‘ der Zivilgesellschaft und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Dazu bereitet das I.L.A. Kollektiv den akademischen Diskurs anschaulich und verständlich auf, um gezielt über das akademische Milieu hinaus Wirkung zu entfalten.

Das Buch kann für 19,95 Euro beim oekom-Verlag bestellt werden. Auf der Projekt-Webseite zu der Publikation wird seit Juli 2017 außerdem jeden Monat ein Kapitel aus dem Buch zum kostenlosen Herunterladen zur Verfügung gestellt.

Weitere Infos:
>> Dossier „Auf Kosten Anderer?“ – Bestellmöglichkeit
>> Projekt-Webseite des I.L.A. Kollektivs

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SÜDWIND-Institut: Studie über alternative Geschäftsmodelle im Kakaosektor

Die weit verbreitete Armut sowie zahlreiche Menschenrechtsverletzungen im Kakaoanbau sind ein eindeutiger Hinweis darauf, dass die Unternehmen der Kakao- und Schokoladenbranche derzeit nicht dazu in der Lage sind, der von den Vereinten Nationen geforderten Sorgfaltspflicht von Unternehmen nachzukommen. Ein großes Problem bei der Einführung einer nachhaltigen Kakaoproduktion stellen die enormen Preisschwankungen dar, die sich auf dem Kakaomarkt beobachten lassen. Da die meisten Kakaobäuerinnen und -bauern nicht organisiert sind und keine Verhandlungsmacht besitzen, sind sie nicht dazu in der Lage, innerhalb der Wertschöpfungskette Preise durchzusetzen, die existenzsichernde Einkommen garantieren. Notwendig sind daher Geschäftsmodelle, die menschenrechtliche und ökologische Aspekte berücksichtigen und so einen nachhaltigen Kakaoanbau ermöglichen. Die neu erschienene Studie „Alternative Geschäftsmodelle im Kakaosektor – Neue Wege aus der Armut“ stellt innovative Marktmodelle für den Kakaosektor vor. Dabei werden die theoretischen Hintergründe von inklusiven Geschäftsmodellen, Vertragsanbau- und Versicherungssystemen sowie flexiblen Prämien dargelegt.

Die Broschüre kann kostenlos als PDF heruntergeladen werden.

Weitere Infos:
>> Studie „Alternative Geschäftsmodelle im Kakaosektor“ (PDF)

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„Alphabet des Ankommens“: Comicreportagen über Flucht und Neuanfang

Was bedeutet es, alles hinter sich zu lassen und in einem fremden Land neu anzufangen? JournalistInnen und ZeichnerInnen aus zehn Ländern haben in einem gemeinsamen Workshop zwölf Comicreportagen über den Neuanfang in einem fremden Land zusammengestellt. Entstanden ist so das „Alphabet des Ankommens“. In dem Projekt wird bewusst Journalismus mit Comics kombiniert, um das Thema Aus- und Einwanderung einmal anders anzugehen: E wie Ehrenamt, M wie Musik oder W wie Wohnsitz … – JournalistInnen und ZeichnerInnen aus zehn verschiedenen Ländern berichten davon, wie Migration weltweit Menschen und Nationen prägt. Initiiert wurde das Projekt vom Deutschen Comicverein e.V.

Die 12 Comicreportagen können nun auf der ansprechend gestalteten Projekt-Webseite gelesen und auch heruntergeladen werden.

Weitere Infos:
>> Projekt-Webseite „Alphabet des Ankommens“
>> Gespräch mit Illustratorin und Projektmitwirkender Hannah Brinkmann

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iz3w-Ausgabe 362: Altern und demographischer Wandel im globalen Süden

„Hey Alter! Altern in der Welt“ heißt die jüngste iz3w-Ausgabe. Die Welt altert und der demographische Wandel greift auch im Globalen Süden. Schon heute lebt hier die Mehrheit der inzwischen etwa 800 Millionen Über-60-Jährigen. Die gute Nachricht lautet: Die Menschen werden älter und sie sind längere Zeit gesund. Allerdings liegt die Lebenserwartung in Ländern wie Burundi, Angola, Zimbabwe oder Tschad immer noch bei rund 50 Jahren. Die problematische Dimension: Die Wenigsten verfügen weltweit über eine soziale Absicherung. Und auch die Vorstellung, dass es die Familie ist, die im Globalen Süden die Pflege übernimmt, ist zunehmend ein Mythos, denn der soziostrukturelle Wandel zeichnet sich mittlerweile weltweit ab. Die Artikel des Themenschwerpunktes dieser iz3w-Ausgabe gehen der Frage nach, wie sich Altersbilder und Altersrealitäten in verschiedenen Ländern darstellen.

„Hey Alter!“ kann digital oder als Print für jeweils 5,30 Euro auf der Webseite der Zeitschrift iz3w bestellt werden.

Weitere Infos:
>> „Hey Alter!“ – Bestellmöglichkeit auf der iz3w-Webseite

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Schwab & Schwab: „Der Förderratgeber“ – Das Standardwerk in Neuauflage

Das Handbuch „Der Förderratgeber“ von G. und S. Schwab ist unlängst in seiner 4. Auflage erschienen. Die Publikation gibt einen detaillierten Überblick über die Fundraising-Arbeit, bietet praktische Hilfe bei Projektarbeit sowie Antragstellung und stellt viele nationale und europäische Fördermöglichkeiten vor. Erstmals dabei: konkrete Beispiel-Anträge für Fördermittel. Der Förderratgeber bietet in gut verständlicher Sprache auch weiterführende Tipps und Informationen auf dem Weg durch das Förderdickicht. Anschaulich erklärt wird nicht nur das ‚Wo‘ in der unübersichtlichen Förderlandschaft, sondern vor allem auch das entscheidende ‚Was‘ und ‚Wie‘ der Antragstellung: Was muss unbedingt in einen Förderantrag? Welche Fehler sollte man auf keinen Fall machen? Welche Förderung kommt für mein Projekt in Frage? Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen? Welche Kosten lassen sich wie abrechnen? Was bieten nationale und was bieten europäische Fördertöpfe? Dazu werden systematisch die einzelnen Schritte der Antragstellung von der Projektidee über die Projektbeschreibung und Finanzierung bis zur Umsetzung und Berichterstattung inklusive Checklisten beschrieben. Vorgestellt werden darüber hinaus die Chancen und Risiken des Crowdfunding sowie des Bildungssponsoring, die Stiftungslandschaften in Nachbarländern, Programme der aktuellen EU-Förderperiode, die Adressen zum Bußgeldmarketing für alle Bundesländer und praktische Tipps zum Aufbau der eigenen Datenbank.

Der Ratgeber kann entweder als PDF für 18,50 Euro oder als Printversion für 23,50 Euro (zzgl. Versandkosten) bestellt werden.

Weitere Infos:
>> Bestellseite zu „Der Förderratgeber“

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Mitmachen: Kampagnen, Wettbewerbe & Ausschreibungen

↓ Unterschriftenaktionen gegen EU-geförderte Grenzregime-Gewalt
↓ Bewerben zur Attacademie 2018 Schwerpunkt „Ökonomische Alternativen“
↓ Mitmachen bei der Fairen Woche 2017
↓ Stellenausschreibung: Weltladen Dachverband such Projekt-ReferentIn

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Unterschriftenaktionen gegen EU-geförderte Grenzregime-Gewalt

Noch bis Ende September kann die Sea-Watch-Petition „EU-finanzierte Gewalt gegen Flüchtende durch Libysche Küstenwache beenden!“ mitunterzeichnet werden. Die Kritik von Sea-Watch: Die europäische Abschottungspolitik wolle Menschen, die ein Recht auf Schutz vor Gewalt und Verfolgung haben, daran hindern, Europa zu erreichen. Dafür arbeite die EU auch mit repressiven Regimen zusammen. Besonders fragwürdig sei die Kooperation mit der Libyschen Küstenwache, deren Mitglieder internationales Seerecht und die Genfer Flüchtlingskonvention missachten. In der Petition wird die Bundesregierung aufgefordert, von weiterer Militarisierung und Abschottung Abstand zu nehmen und ihren Einfluss innerhalb der EU geltend zu machen. Konkret soll u.a. jede Kooperation mit der Libyschen Küstenwache an ein Monitoring und Sanktionssystem geknüpft werden, welches sicherstellt, dass internationales Recht von der Libyschen Küstenwache eingehalten wird. Die Pläne eines neuen Seenotrettungszentrums (MRCC) in Libyen sollen gestoppt werden. Außerdem soll eine staatliche humanitäre Mission mit dem ausdrücklichen Mandat zur Seenotrettung eingerichtet werden.

Sich informieren und mitunterzeichnen!

Weitere Infos:
>> Sea-Watch-Petition gegen Grenzregime-Gewalt
>> Webseite von Sea Watch

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Bewerben zur Attacademie 2018 Schwerpunkt „Ökonomische Alternativen“

Im Januar startet die nächste Attacademie zum Thema „Ökonomische Alternativen: Theorien, Konzepte und Transformationsperspektiven“. Der studien- und berufsbegleitende Kurs richtet sich an Aktive, die die Entwicklung und Etablierung ökologisch tragbarer, solidarischen und demokratischen Wirtschaftsweisen voranbringen wollen. Auf einer intensiven Lernreise geht es darum, ökonomische Alternativen kennenzulernen und Projekte zu ihrer Verbreitung zu entwickeln. Dazu gehört auch, Fähigkeiten zu politischer Strategie und Kampagnenplanung zu stärken sowie notwendiges Handwerkszeug für Öffentlichkeits- und Pressearbeit, öffentliches Auftreten und Fundraising zu trainieren, um damit wirksame und sinnvolle politische Projekte anzupacken. Eingeladen sind langjährig Aktive wie EinsteigerInnen aus globalisierungskritischen, friedens- und umweltbewegten, alternativ-ökonomischen, migrationspolitischen, gewerkschaftlichen und ähnlichen Zusammenhängen.
Bewerben kann man sich ab sofort und noch bis Ende November. Ein Auswahlgremium entscheidet dann über die Zusammensetzung der Gruppe. Nach dem Orientierungstag Anfang Januar entscheiden sich alle eingeladenen BewerberInnen verbindlich, ob sie am Kurs teilnehmen wollen.

Weitere Infos:
>> Attacademie 2018 – Informationen und Anmeldung

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Mitmachen bei der Fairen Woche 2017

Am 15. September fiel der Startschuss für die Faire Woche 2017. Noch bis zum 29. September laden insgesamt mehr als 2000 Veranstaltungen von lokalen Gruppen und Organisationen, wie Weltläden, Aktionsgruppen, kirchliche Gruppen, Unternehmen, Supermärkte, Fairtrade-Schulen oder gastronomische Betriebe zu dieser jährlichen Aktionswoche. Die bundesweite Aktion zu Fairem Handel steht 2017 unter dem Motto „Wirtschaftliche Perspektiven für die ProduzentInnen im Globalen Süden“. In den zahlreichen Veranstaltungen im ganzen Bundesgebiet wird über den Fairen Handel in Deutschland und weltweit informiert. Höhepunkt bilden die ProduzentInnenrundreisen, zu denen VertreterInnen von Handelspartnern eingeladen werden. Sie halten bundesweit Vorträge, besuchen Veranstaltungen und diskutieren mit PolitikerInnen. Interessante Veranstaltungen in der Region kann man in der Aktionsdatenbank zur Fairen Woche ausfindig machen. Informieren Sie sich auf der Webseite und schauen Sie bei einer (oder mehreren) der zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen vor Ihrer Haustür vorbei. Es läuft mehr als Sie denken – und es lohnt sich bestimmt!

Weitere Infos:
>> Faire Woche 2017
>> Aktionsdatenbank / Kalender

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Stellenausschreibung: Weltladen Dachverband such Projekt-ReferentIn

Der Weltladen-Dachverband e.V. – Interessenvertretung der Weltläden in Deutschland – sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Projekt-Referentin / einen Projekt-Referenten. Zu den Aufgaben gehören insbesondere die (Weiter-)Entwicklung des Bereichs E-Learning im Rahmen der Weltladen-Akademie, die Mitwirkung am Aufbau des Weltladen-Wikis, die Konzipierung und Umsetzung von Online-Kursen/-Modulen für Engagierte in Weltläden, die Pflege und der konzeptionelle Ausbau der Akademie-Website sowie die Konzipierung und Durchführung von Weiterbildungen für Weltläden zum web-basierten Arbeiten. Die Stelle umfasst 18 Wochenstunden und ist bis Ende 2019 befristet. (Sowohl die Aufstockung der Stundenzahl als auch eine Verlängerung werden angestrebt.) Arbeitsort ist die Geschäftsstelle in Mainz. Bewerbungsschluss: 30.09.2017.

Weitere Infos:
>> Stellenausschreibung Projekt-ReferentIn (PDF)
>> Webseite des Weltladen Dachverbands

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Terminlese

 
Do., 21.09.2017 (19h), Dietzenbach
Rechtspopulisten: Was sagen sie, was meinen sie?
Eine Informations- und Diskussionsveranstaltung zur Bundestagswahl 2017. VeranstalterInnen: Das Referat 3/IV der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (HLZ) in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte Hessen (agah), dem Kreisausländerbeirat Offenbach und dem Ausländerbeirat Dietzenbach


Mo., 25.09.2017 (19h), Marburg
Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin?
„Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin? – Gesellschaftliche Teilhabe von zugewanderten Personen – Talente fördern und Zukunft gestalten“. Gesprächs- und Austauschabend mit Referentin Hildegard Schürings (Imbuto e.V.) und Moderator Rainer Flohrschütz (Büro für Integration). Eine Veranstaltung im Rahmen der Interkulturellen Woche 2017 des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Veranstalter: EPN Hessen-Mitglied Imbuto e.V. und Büro für Integration des Landkreises Marburg-Biedenkopf


Di., 26.09.2017, (10-16h) Frankfurt/M.
Wirtschaftswachstum und gutes Leben
Ein Fortbildungs- und Studientag mit Amanda Steinborn, Fairbindungen e.V., Berlin. Leitung: Helmut Törner-Roos. Eine Veranstaltung des Zentrums Oekumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck


Do., 28.09.2017 (12-18h), Frankfurt/M.
Jahreskonferenz: Krisenintervention in turbulenten Zeiten
Jahreskonferenz: „Krisenintervention in turbulenten Zeiten. Bilanz und Perspektiven der Einmischung in Gewaltkonflikte“. Veranstalter: Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung


Sa., 30.09.2017 (9-17h), Frankfurt/M.
Platz für Alle! – Statt Abgehängt! Ausgeschlossen! Überflüssig!
Sozialpolitischer Thementag: „Platz für Alle! – Statt Abgehängt! Ausgeschlossen! Überflüssig! Solidaritäts-Check an die neue Bundesregierung“. VeranstalterInnen: Das Referat 3/IV der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (HLZ) in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung Frankfurt und der Katholischen Akademie Rabanus Maurus


Do., 05.10. – Fr., 06.10.2017, Darmstadt
Innovation und Legitimation in der aktuellen Migrationspolitik
Tagung: „Innovation und Legitimation in der aktuellen Migrationspolitik. Ein interdisziplinärer Dialog zwischen Politikwissenschaft, politischer Praxis und Sozialer Arbeit“. VeranstalterInnen: Schader-Stiftung, Fachhochschule Kiel, Evangelischen Hochschule Freiburg und Heinrich-Böll-Stiftung Hessen


Fr., 06.10.2017 (19.30h / 20.30h), Frankfurt/M.
Capitaine Thomas Sankara
Filmvorführung, Filmgespräch und Diskussion zur aktuellen Situation in Burkina Faso mit Gast (N.N.). Veranstalter: EPN Hessen-Mitglied Dritte Welt Haus e.V.


Mo., 09.10. – Mi., 11.10.2017 (09-13.15h), Witzenhausen
Ferien-Kinder-Uni: Die Kleiderschrank-Detektive
Ferien-Kinder-Uni im Tropengewächshaus Witzenhausen. VeranstalterIn: Universität Kassel in Kooperation mit dem Bündnis für Familie & EPN Hessen-Mitglied WeltGarten (beide Witzenhausen) und Bildung trifft Entwicklung (Göttingen)


Fr., 13.10. – So., 15.10.2017, Marburg
Minga Pachamama für das Buen Vivir
„Minga Pachamama für das Buen Vivir. Was bewegt uns? Was bewegen wir?“. Veranstalter: Pachamama Connexion e.V in Zusammenarbeit mit der WIR Koordination, dem Projekt Mosaiksteine sowie mit anderen Vereinen und Initiativen der Universitätsstadt Marburg


Sa., 21.10.2017, (19-21h), Frankfurt/M.
Care-Revolutionieren mit Grundeinkommen?
Eine Diskussion mit internationalen Gästen. VeranstalterInnen: Netzwerk Care Revolution Rhein-Main, Netzwerk Grundeinkommen, EPN Hessen-Mitglied Initiativgruppe BGE Frankfurt Rhein-Main, Attac Deutschland, AG Genug für alle


Terminkalender

Weitere entwicklungspolitische Veranstaltungen in Hessen finden sich in unserem Terminkalender.

>> EPN Hessen-Terminkalender

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Der EPN Hessen-Newsletter wird finanziell unterstützt vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung (HMWVL) sowie im Rahmen des Eine Welt-PromotorInnenprogramms vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ):

 

Finanzielle Unterstützung erhalten wir für den Newsletter auch von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW).

 

 

Herzlichen Dank!

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