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Newsletter 08/2013

Wahlcheck zur Landtagswahl in Hessen 2013 –
EPN Hessen hat nachgefragt

Anfang Juli bat das EPN Hessen die Fraktionen von Bündnis 90/DIE GRÜNEN, CDU, DIE LINKE, FDP und SPD, sich entlang eines entwicklungspolitischen Wahlchecks zu globalen Fragen und entwicklungspolitischen Themen zu positionieren. Die Fragen bezogen sich auf:

  • die strukturelle Förderung der Eine Welt-Arbeit in Hessen,
  • die Erhöhung der Haushaltsmittel für das zivilgesellschaftliche Engagement,
  • die Förderung der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit und des Globalen Lernens,
  • die Kohärenz der Nord-Süd Entwicklungspolitik und global nachhaltige Entwicklung als Querschnittsaufgabe,
  • die Einrichtung eines entwicklungspolitischen Landesbeirats und die Stärkung regionaler und kommunaler EZ in Hessen,
  • Berücksichtigung von Sozial- und Umweltstandards in der öffentlichen Vergabe und Beschaffung,
  • der Einfluss Hessens auf entwicklungsbezogene Bundes- und Europapolitik,
  • stärkere Vernetzung von Klimaschutz und EZ für globale Gerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung,
  • Migration, Integration und Asylrecht.

Auf unserer Webseite können Sie nun die Antworten aller Fraktionen einsehen, deren Positionen sich erwartungsgemäß zu einigen Fragen signifikant unterscheiden. Sie halten jenseits der gezielten Antworten aber auch interessante Anregungen und Ideen bereit, die für die entwicklungspolitisch interessierte Zivilgesellschaft vor und nach der Wahl sicherlich von Interesse sein dürften.

Weitere Infos:
>> Wahlcheck zur Landtagswahl in Hessen 2013

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Jetzt anmelden:
EPN Hessen-Mitgliederversammlung am 20.+21. September


Teilnehmen und Mitgestalten: Ende September trifft sich das Entwicklungspolitische Netzwerk Hessen zur jährlichen Mitgliederversammlung im Zentrum Ökumene in Frankfurt/M.. Um mehr Zeit für Austausch und Diskussionen zu haben, dauert die Mitgliederversammlung in diesem Jahr von Freitagabend, 20. September (17.30h) bis Samstag, 21. September 2013 (10-17h).

Gestartet wird am Freitagabend mit Inputs und Diskussionen zu inhaltlichen Fragen und einem netten Beisammensein mit Snacks und Getränken. Am Samstag folgen dann die Vorstellung der Arbeit von Vorstand, Foren und Geschäftsstelle, Neuwahlen und weitere Vereinsangelegenheiten.

Sowohl EPN Hessen-Mitglieder als auch weitere Interessierte sind herzlich eingeladen!

Zur Erleichterung der Planung der beiden Tage bitten wir um Anmeldung in der EPN Hessen-Geschäftstelle: info[at]epn-hessen.de oder telefonisch unter 069-913 951 70.

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WANDERAUSSTELLUNG:
Von September 2013 bis Frühling 2014, quer durch Hessen

Nicaragua-Ausstellung „über-lebens-welten 2.0“ wandert durch Hessen

Wanderausstellung des Informationsbüros Nicaragua. Eine Ausstellung über Lebenswege in Nicaragua, mit Begleitprogramm. Die Ausstellung wird an verschiedenen Orten in Hessen gezeigt. Veranstalter: EPN Hessen in Kooperation mit jeweiligen VeranstalterInnen vor Ort.

Die neue Wanderausstellung „über-lebens-welten 2.0.“ thematisiert in Bildern, Texten und Filmen und aus sehr persönlichen Blickwinkeln von Gewerkschafts- und Parteimitgliedern, JournalistInnen, Jugendlichen, Kulturschaffenden sowie MitarbeiterInnen von Frauenorganisationen die voranschreitende wirtschaftliche Globalisierung sowie die Freihandelsprojekte der USA und der Europäischen Union in Zentralamerika. Sie lässt Landfrauen, Maquilaarbeiterinnen und Menschen aus der Überlebensökonomie der Städte berichteten – über die Überlebensstrategien, mit der sie ihr Leben, ihren Alltag und ihre Arbeit in Nicaragua organisieren sowie über ihre Träume, Hoffnungen und Sorgen.

Die ersten Stationen unserer Ausstellungstour:

Mo., 09.09. – So.,15.09.13, Buseck
Integrierte Gesamtschule Busecker Tal, Grüner Weg 3
Am 09.09. um 11h wird die Ausstellung mit einem Vortrag zum Thema eröffnet und macht dort bis zum 15.09. Station. Am 13.09. findet dort außerdem ein Spendenlauf zu Gunsten der Partnerschule in Nicaragua statt. Weitere Informationen zu Veranstaltung, Führungen und Anreise finden Sie hier.

Mo., 16.09. – So.,29.09.13, Bruchköbel
Lernzentrum der Heinrich-Böll-Gesamtschule, Pestalozzistraße 1
Eine thematische Begleitveranstaltung bietet das allen Interessierten offen stehende Treffen der Hessischen Koordination der Nicaragua Gruppen am Samstag, den 28.09. ab 11h. Eingeladen ist auch Andrés Schmidt, Nicaragua Referent des Ökumenischen Büros in München, ehemaliger Schüler der HB Gesamtschule und gerade frisch zurück von der diesjährigen Nicaragua Brigade. Schmidts Vortrag zur aktuellen Situation in Nicaragua im Zeichen von Freihandelsabkommen und Mega-Infrastrukturprojekten aber auch zum alltäglichen Kampf um (post-)revolutionäre Geschlechterverhältnisse beginnt gegen 13h.

Mo., 30.09. – Fr.,11.10.2013, Langenselbold
Als dritte Station werden die Überlebenswelten in der Bibliothek der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule, Ringstr. 55 in Langenselbold gezeigt.

Nähere Informationen entnehmen Sie in Kürze unserem Veranstaltungsprogramm bzw. unserer Homepage.

Weitere Infos:
>> Über die Wanderausstellung „über-lebens-welten 2.0“
>> Ausstellungsheft (PDF)

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SEMINARTAG:
Mi., 18.09. (12-17h), Frankfurt/M.

„Kita GLOBAL“ – Faire Beschaffung und Globales Lernen in Kitas und Kinderbetreuungseinrichtungen

Ein attraktives Weiterbildungsangebot zu fairer Beschaffung von Spielzeug und zu Globalem Lernen in Kitas und Kinderbetreuungseinrichtungen: FAIR SPIELT -Seminartag für kommunale und kirchliche BeschafferInnen und pädagogisches Personal. Veranstalter: EPN Hessen in Kooperation mit dem diakonischen Werk für Frankfurt am Main. In Zusammenarbeit mit: „Fair spielt“, Faire Regeln in der Spielzeugproduktion.

Verantwortlich einkaufen: Jede Kinderbetreuungseinrichtung beschafft Spielzeug. 90% des Spielzeugs weltweit werden aktuell in China hergestellt, größtenteils unter verheerenden Arbeitsbedingungen. Damit Sie sich beim Einkauf von Spielzeug bewusst für sozial verträglich und ökologisch unbedenklich produziertes Spielzeug entscheiden zu können, möchten wir Sie und Ihre Einrichtungen deshalb durch gezielte und gebündelte Informationen zu Produktionsbedingungen, Herstellern, Verhaltenskodizes und Produktsiegeln dabei unterstützen.
Globales Lernen in der Kita: Unter „Globales Lernen in der Kita“ möchten wir Ihnen in dieser Veranstaltung ganz praktische Anregungen geben, wie Sie die Konzepte des Globalen Lernens in den Kindergartenalltag einfließen lassen können. Wir stellen Ihnen vielfältige und kreative Angebote und Ansätze für Kinder im Vor- und Grundschulalter vor. Ob Schokoladenwerkstatt, Weltweit wichteln oder ausleihbare Materialkoffer – auf kindgerechte Weise lernen Kinder globale wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge zu entdecken und von und miteinander zu lernen. Es geht darum, Auswirkungen unseres Handelns in den Blick zu bekommen, Orientierung und Handlungskompetenz zu erwerben und dadurch praktische Möglichkeiten solidarischen Verhaltens zu entdecken.

Die Teilnahme ist kostenlos, Anmeldung bei EPN Hessen (info[at]epn-hessen.de).

Weitere Infos:
>> Veranstaltungsflyer „Kita GLOBAL“ (PDF)

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KONFERENZ:
Fr., 27.09. (18h) – Sa., 28.09.13 (17.30h), Frankfurt/M.

Afrika neu denken: Potentiale + Akteure = Zukunftswege

Konferenz Afrika-Diskurs I – mit Michael Allimadi, Tzegha Kibrom, Dr. Sylvie Nantcha, Jean-Pierre Mbelu, Charles Onana, Rahime Diallo u.a. Das EPN Hessen ist Mitveranstalter der Konferenz.

Zahlreiche Menschen aus afrikanischen Ländern leben in Deutschland: Sie selbst oder ihre Eltern und Großeltern sind aus den verschiedensten Gründen eingewandert. Sie studieren und arbeiten hier, sie treffen sich in Gemeinden und vernetzen sich in eigenen Communities. Und sie pflegen teils sehr intensive Kontakte mit ihren Herkunftsländern. Trotz ihrer Kompetenz sind sie jedoch in Deutschland nur selten an Diskussionen und Entscheidungsprozessen zur Zukunft der afrikanischen Regionen beteiligt. Der Diskurs über die „Zukunft Afrikas“ wird stattdessen von Akteuren der Entwicklungshilfe-Industrie und selbsternannten Afrika-Experten dominiert. Das führt dazu, dass nach wie vor festgefahrene Bilder von „Armut“ und „bad governance“ diesen Diskurs in der Öffentlichkeit prägen.
Diese Konferenz will daher Menschen aus afrikanischen Ländern, die hier leben und in verschiedensten Bereichen aktiv sind, sowie Menschen, die sich für Afrika interessieren und bereit sind, sich auf andere als die vorherrschenden Perspektiven einzulassen, ein Forum bieten: Es geht darum, eigene Afrika-Konzepte zu entwickeln und Netzwerke zu identifizieren oder zu bilden, um diese Konzepte umzusetzen.
Die Konferenz legt großen Wert darauf, „best practices“ aus anderen Ländern vorzustellen – mit dem Ziel, Aktionsmöglichkeiten für den deutschen Kontext sichtbar zu machen.

Weitere Infos & Anmeldung:
>> Veranstaltungsflyer (PDF)
>> Konferenz-Webseite „Afrika neu denken“

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DOKUMENTARFILM:
Mo., 30.09. (19h), Frankfurt/M., Haus am Dom

Count Down am Xingu III

Frankfurter Filmpremiere mit Diskussion (im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse) in Kooperation mit dem Haus am Dom, der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen und Publik-Forum. UnterstützerInnen: EPN Hessen, Dritte-Welt-Haus Frankfurt, GLS Bank Frankfurt u.v.a.

Eine spannende Dokumentarfilmreportage von Martin Keßler über den anhaltenden Widerstand gegen den Megastaudamm Belo Monte und die größte Goldmine Brasiliens: über rebellierende Bauarbeiter, Korruptionsverdacht, Energie- und Rohstoffhunger und europäische Firmen, die an der fortschreitenden Zerstörung Amazoniens kräftig verdienen. Als ZuschauerIn werden wir ZeugIn, wie Indigene im Januar 2013 eine Straße blockieren und 30 Busse in ihre Gewalt bringen – aus Protest gegen den staatseigenen Energiekonzern Norte Energia, der am Fluss Xingu den drittgrößten Staudamm der Welt errichtet. 600 qkm Urwald werden dafür gerodet, 40 000 Menschen vertrieben. Der Filmvorführung geht eine halbstündige thematische Einführung voraus. Im Anschluss findet eine Diskussion statt, die – wenige Tage vor der diesjährigen Frankfurter Buchmesse mit dem Gastland Brasilien – Gelegenheit bietet, über aktuelle Protestbewegungen in Brasilien und die deutsche und europäische Beteiligung an der weiteren Zerstörung Amazoniens zu diskutieren.

Weitere Infos:
>> Frankfurter Filmpremiere „Count Down am Xingu III“

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GLOBALES LERNEN-PROJEKT:
9 Projekttage zwischen Herbst 2013 und Februar 2014

Weitsicht vermitteln. Globales Lernen in der Freizeit

Eine Klassen-Bildungs-Fahrt für berufsbildende Schulen der Sozialpädagogik in Hessen. Veranstalter: Internationales Haus Sonnenberg in Kooperation mit EPN Hessen und ISW Marburg.

Wie können wir Jugendliche und junge Erwachsene für komplexe, globale Themen begeistern? Indem wir sie da „abholen“, wo sie Spaß haben: in der Freizeit!
Darauf setzt das Projekt „Weitsicht vermitteln“. BerufsschülerInnen der Sozialpädagogik werden in Globalem Lernen geschult, erfahren die Möglichkeiten des freizeitorientierten Bildungsansatzes und entwickeln in einer Blockwoche ihre eigene erlebnispädagogische Methode. Die Methode greift globale Zusammenhänge auf und verdeutlicht Fragestellungen globaler Gerechtigkeit, verbindet diese aber auch mit den sozialpädagogischen Zielen der Jugendarbeit vor Ort. Die von den SchülerInnen entwickelte Methode wird mit einer Jugendgruppe (Schulklasse, Jugendzentrum, Ferienfreizeit) in der Praxis getestet. Zum Abschluss reflektieren sie ihre eigene Arbeit im Hinblick auf die Ziele und didaktischen Prinzipien des Globalen Lernens. Das Vorgehen und die Ergebnisse des Projektes werden schulintern im Lehrerkollegium vorgestellt. Dabei werden die erworbenen Kompetenzen bezogen auf das Curriculum für Sozialpädagogik dargestellt, um auch anderen Lehrkräften über die Potenziale des Konzeptes zum Aufgreifen von „Globalem Lernen in der Freizeit“ zu motivieren.
Das Projekt läuft über 9 Projekttage, 4 davon an der jeweiligen Schule und 5 im Rahmen einer Projektwoche im Internationalen Haus Sonnenberg (im Harz). Die Projektwoche sollte noch im Herbst 2013 stattfinden. Anmeldungen bis zum 30. September 2013 an die hessische Eine Welt-Promotorin für Globales Lernen und Nachhaltigkeit, Lydia Koblofsky: lydia.koblofsky[at]epn-hessen.de, Tel. 06421-1659490.

Weitere Infos:
>> Flyer „Weitsicht vermitteln in Hessen“ (PDF)

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SCHULKINO & WORKSHOP:
Ganzjähriges Bildungsangebot bis Juni 2014, Mittelhessen

Globales Schulkino 2013/14

Film- und Workshop-Veranstaltungen zum Globalen Lernen im Kino und Klassenzimmer. Ein ganzjähriges Bildungsangebot für Sek I und Sek II von EPN Hessen-Mitgliedsorganisation Motivés e.V. in Kooperation mit EPN Hessen, Marburger Weltladen und Xenos.

Ab August 2013 bis Juni 2014 bietet das Globale Schulkino Filme für Nachhaltigkeit und Globales Lernen. Das Globale Schulkino ist ein Angebot zur Unterrichtsergänzung und für den Nachmittagsbereich. Es richtet sich an weiterführende Schulen und Vereine in der Region Mittelhessen. Durch den Einsatz ausgewählter Dokumentar- und Spielfilme zu verschiedenen Themen rund um die Globalisierung und die Eine Welt, erhalten Jugendliche die Möglichkeit, sich mit globalen Themen auseinanderzusetzen, Verständnis für globale Zusammenhänge zu erlangen und ein solidarisches Verantwortungsgefühl zu entwickeln. Die Schulkinoveranstaltungen sind sowohl im Kino als auch im Klassenzimmer möglich. Jede Filmvorführung wird durch zwei TeamerInnen des Globalen Schulkinos begleitet. Weitere Bestandteile des Konzepts sind vorbereitende Gespräche, anschließende Diskussionen und Workshops zur Vertiefung der Filminhalte. Dabei kommen verschiedene Methoden wie Szenische Lesungen, Rollenspiele, Fish Bowl und Stationenarbeit zur Anwendung. Zu jedem der Filme werden darüber hinaus Materialien zur Vor- und Nachbereitung bereitgestellt.
Individuelle Termine sind nach Vereinbarung möglich, feste Spieltermine werden während des gesamten Schuljahrs angeboten. Anmeldung unter: info[at]motives-verein.de

Weitere Infos:
Weitere Infos & Anmeldung:
>> Webseite „Globales Schulkino 2013/14“
>> Flyer „Globales Schulkino 2013/14“ (PDF)

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CIL & SOMM & KARAN & Karatay HEM: Dialoge zum Artikel 14 der europäischen Menschenrechtskonvention

Die CIL – Christliche Initiative Internationales Lernen e.V. (Frankfurt/M.) hat in Kooperation mit SOMM – SelbsthilfeOrganisation von und für MigrantInnen und MuslimInnen (Graz), KARAN – Verband Anti-Drogenbewegung (Warschau) und Karatay Halk Eğitim Müdürlüğü Erwachsenenbildungszentrum (Karatay, Konya, Türkei) die Dokumentation „Die Not mit denen, die anders sind – Dialoge zum Artikel 14 der europäischen Menschenrechtskonvention“ herausgebracht. Das Buch stellt die Erkenntnisse aus vier Werkstätten dar, in denen von 2011 bis 2012 auf der Grundlage gemeinsamer inhaltlicher Auseinandersetzung und künstlerischer Arbeiten ein Dialog zu verschiedenen Arten der Diskriminierung geführt wurde, wie sie in Artikel 14 der Europäischen Menschenrechtskonvention (Diskriminierungsverbot) formuliert sind. In Warschau stand dabei die Diskriminierung wegen Krankheit im Vordergrund, in Graz die Diskriminierung aufgrund ethnischer Herkunft, in Konya die Diskriminierung aufgrund sozialer Herkunft und in Frankfurt am Main die Diskriminierung aufgrund der Pflege von Angehörigen oder Freunden.
Mitglieder aller am Projekt beteiligten Organisationen nahmen jeweils zusammen mit von der Diskriminierung Betroffenen an den Werkstätten teil und brachten in künstlerischen Arbeiten sowie im anschließenden Dialog ihre Erfahrungen und Meinungen zu der im Artikel 14 angesprochenen Diskriminierung zum Ausdruck. Die Herstellung von eigenen künstlerischen Werken wurde als Methode gewählt, da sich auf diese Weise in der Regel mehr zum Ausdruck bringen lässt, als nur mit Worten. Zudem gaben die KünstlerInnen durch ihre Werke Ausgangsimpulse, die zum Katalysator für die Befassung der TeilnehmerInnen mit sich selbst und ihren Erlebnissen sowie Ansichten wurden. Besondere Bedeutung kam dabei dem Austausch von Betroffenen und „Nicht“-Betroffenen zu, deren Ziel das Kennenlernen des Anderen und das Bewusstwerden von Unkenntnis als Ursache von Rassismus war. Die in der Reflexion geäußerten Standpunkte verdichtet die Dokumentation abschließend zu Thesen und gibt die dazugehörigen Kommentare von TeilnehmerInnen wieder. Somit leisten die Dialoge einen Beitrag zur Menschenrechtsbildung in der EU und zum Zustand der Menschenrechte im Allgemeinen.

Die Dokumentation ist als Lesebuch angelegt (gebunden, 112 Seiten vierfarbiger Druck). Sie kann für 15 Euro (plus Porto) bei der CIL unter info[at]cil-frankfurt.de bestellt werden.

Weitere Infos:
>> Webseite der CIL

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Klima-Bündnis & Naviki verleihen Fahrrad-Oscars für kreative Videoclips

EPN Hessen Mitgliedsorganisation Klima-Bündnis und das Radroutenplaner-Projekt Naviki bringen mit ihrer jährlichen bundesweiten Stadtradeln-Kampagne bereits mehrere zehntausend Menschen dazu, im Sommer für einige Wochen vom Auto aufs Fahrrad umzusatteln und damit nicht nur gutes für die eigene Gesundheit zu tun, sondern vor allem auch zu Klimaschutz und mehr Energieeffizienz im Verkehr beizutragen. Doch das ist den beiden offenbar noch nicht genug: Am 1. September läuft nun auch ihr europaweiter Video-Wettbewerb an. Gesucht werden dabei möglichst witzige und originelle selbstgemachte Filmclips, mit denen Autofahrer motiviert werden können, das Auto vermehrt in der Garage stehen zu lassen und sich stattdessen aufs Fahrrad zu schwingen. Ob mit der alten Digitalkamera des Großvaters oder mit der Handykamera gedreht, spielt dabei ebenso wenig eine Rolle wie Professionalität – es zählt die gute, radbegeisternde Idee! Eingeladen mitzumachen ist also jedeR, es gibt nur zwei Punkte, die zu berücksichtigen sind: Die Clips müssen ohne Sprache auskommen, da sie in ganz Europa verstanden werden sollen, und die Filmchen dürfen nur maximal 90 Sekunden lang sein. Wer seinen Film abgedreht hat, kann ihn direkt auf der Naviki-Web- oder Facebookseite hochladen. Den kreativsten Köpfen winken verschiedene hochwertige Preise rund ums Fahrradfahren. Zeit für zündende Ideen und die „Dreharbeiten“ ist noch bis zum 15. Oktober.

Weitere Infos:
>> Der Wettbewerb auf der Naviki-Webseite
>> Naviki auf Facebook
>> Stadtradel-Kampagne

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1. Sept. – 20. Nov.: Ökumenische Aktion Wanderfriedenskerze 2013

Die Aktion „Wanderfriedenskerze“ wird seit 2002 jährlich in Erinnerung an Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft abgehalten. Jeweils zwischen dem 1. September – dem Beginn des zweiten Weltkriegs und internationalen Antikriegstag – und dem Freitag nach Buß- und Bettag machen besonders gestaltete Kerzen als Friedenssymbole Halt in 70 bis 80 Gemeinden, Schulen und kirchlichen Einrichtungen in der Rhein-Main-Region. Die Aktion wird von einem breiten Trägerkreis kirchlicher Einrichtungen und Gemeinden durchgeführt darunter auch der EPN Hessen-Mitglieder Abteilung Weltkirche im Bistum Limburg und dem Zentrum Ökumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Dieses Jahr findet die Aktion Wanderfriedenskerze in Gedenken an die Vergewaltigungsopfer im Ostkongo statt: Der zweite Kongokrieg forderte weitgehend unbeachtet von der deutschen Öffentlichkeit Millionen von Opfern. In den rohstoffreichen östlichen Provinzen der Demokratischen Republik Kongo leiden die Menschen weiterhin unter brutaler Gewalt. Milizen, ausländische Soldaten und Regierungstruppen vergewaltigen massenhaft vor allem Frauen, um die Moral des Gegners zu brechen – die Opferzahle gehen dabei in die Hunderttausende. Auftakt der ökumenischen Friedensaktion ist der Eröffnungsgottesdienst am 1. Sept. um 11 Uhr in der Pfarrei Mariä-Himmelfahrt in Frankfurt-Griesheim.
Über die Webseite von pax christi, der internationalen katholischen Friedensbewegung im Bistum Limburg, kann man eine der Wander-Friedenskerzen buchen und weitere Informationen sowie auch Kontakt zu ReferentInnen für Veranstaltungen zum Thema Kongo erhalten.

Weitere Infos & Aktionsmaterialien:
>> Aktion Wanderfriedenskerze 2013
>> Veranstaltungs- Kerzenstandort-Kalender der Aktion

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stiftung medico international & Katholische Akademie Rabanus Maurus:
Tagesseminar „Chile im Wandel?“

Am Sa., 14. September 2013 lädt die Stiftung der EPN Hessen-Mitgliedsorganisation medico international und die Katholische Akademie Rabanus Maurus anlässlich des 40. Jahrestags des Militärputsches in Chile (11. Sept. 1973) zum ganztätigen Seminar „Chile im Wandel?“ im Haus am Dom in Frankfurt/M. ein. Mit dem Militärputsch vor vierzig Jahren wurde ein politisches Experiment gewaltsam beendet, das die Verwirklichung der politischen und sozialen Rechte der BürgerInnen den Mittelpunkt gestellt hatte. Stattdessen wurde ein neoliberales Gegenmodell installiert, das sich bis heute hält. Nach Jahren des politischen Stillstands haben sich neue soziale Bewegungen entwickelt. Mit erstaunlicher Beharrlichkeit demonstrieren SchülerInnen und StudentInnen für das Recht auf Bildung, kämpfen Stadtbevölkerungen gegen die weitere Privatisierung von öffentlicher Infrastruktur wie Wasser und Gas, will die Mapuche-Bevölkerung ihre verbrieften Rechte gegen das Primat der „Wirtschaftsinteressen“ durchsetzen. Gibt es eine gemeinsame Basis für diese neuen Bewegungen? Welche Spuren haben die schweren Menschenrechtsverletzungen der Diktatur hinterlassen? Welche universellen Lehren lassen sich aus den Erfahrungen der letzten Jahrzehnte im Modelland des Neoliberalismus ziehen? Hier will das Tagesseminar im Haus am Dom ansetzen.
Anmeldung über das Haus am Dom: hausamdom[at]bistum-limburg.de, Anmeldenummer: A 130914 SB.

Weitere Infos:
>> Tagungsflyer
>> Veranstaltungsankündigung auf der medico-Webseite

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Fortbildungsseminar von LebKom e.V. & CENTER for PROFS:
Nachhaltige Entwicklung, Gender und der Wert-Zentrierte Ansatz

LebKom e.V. und CENTER for PROFS laden am Fr., 08. + Sa., 09.11.2013 nach Hofbieber/Rhön ein. Die Fortbildung richtet sich an diejenigen, die sich fragen, was konkret zu tun ist, um mehr „Gender Equality“ – ein Schlüssel für das Erreichen von nachhaltiger Entwicklung – im eigenen Wirkungsfeld und Projekten zu erreichen. Im Focus steht dazu die Auseinandersetzung mit dem in der Entwicklungszusammenarbeit sehr erfolgreichen Wert-Zentrierten Ansatz (WZA) des CENTER for PROFS. Anhand des Themas weibliche Genitalverstümmelung in Afrika und dem EPN Hessen-Mitglied Fulda-Mosocho-Projekt wird ermöglicht, sich ein Grundverständnis für erfolgreiche Wege zu erschließen. Als Referentin wird Prof. Dr. Muthgard Hinkelmann-Toewe, Begründerin des WZA, mitwirken. Eine Kombination aus Referaten & Dialog, Praxisbeispielen und Übungen gibt den TeilnehmerInnen die Chance, sich neue Kompetenzen zu erschließen und Anwendungsbezüge zu entwickeln.
Teilnahmebeitrag: 110 €. (Die Fortbildung wird mit finanzieller Unterstützung des BMZ durchgeführt.) Anmeldung bis spätestens 10. Okt. 2013.

Weitere Infos:
>> Veranstaltungsankündigung auf der Webseite des Fulda-Mosocho-Projekts

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Rund gefeiert: 10 Jahre Weltladen Langen

EPN Hessen-Mitgliedsorganisation Weltladen Langen feiert diesen Monat einen runden Geburtstag – wir senden unsere herzlichsten Glückwünsche!
Der Weltladen kann stolz auf die ersten 10 Jahre seines Bestehens zurückblicken und lädt am 28. September von 11 bis 15 Uhr in und um den Weltladen zum Mitfeiern ein. Zu finden ist er in der Friedrichstraße 26 in Langen.

Weitere Infos:
>> Webseite des Weltladen Langen

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Bericht aus dem PromotorInnenprogramm: „Nachhaltigkeit“ praktisch. Bildungsarbeit an hessischen Schulen

Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Auch das EPN Hessen bietet im Rahmen des Eine Welt-PromotorInnenprogramms praktische Bildungsarbeit zum Thema Nachhaltigkeit an, in der sowohl private Konsum- und Lebensstilfragen, als auch politische und wirtschaftliche Strukturen thematisiert werden. Die (Nicht)Respektierung der planetarischen Grenzen und die globale (Ungleich)Verteilung von Ressourcen und Chancen spielen dabei eine wichtige Rolle. Bei Interesse an Bildungsprojekten zu Globalem Lernen & Nachhaltigkeit (besonders in der beruflichen Bildung) steht Ihnen die Fachpromotorin des EPN Hessen, Lydia Koblofsky, gerne für Unterstützung und Beratung zur Verfügung: : lydia.koblofsky[at]epn-hessen.de. Tel.: 06421-1659490.

Die UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) (2005-2014) hat dem Begriff der Nachhaltigkeit zu enormem Aufwind verholfen. Auf dem BNE-Portal der UN-Koordinierungsstelle Deutschland wird der Kerngedanke der Nachhaltigkeit in globaler und intergenerationeller Chancengleichheit gesehen: „Zukünftige Generationen sollen dieselben Chancen auf ein erfülltes Leben haben wie wir. Gleichzeitig müssen Chancen für alle Menschen auf der Erde fairer verteilt werden.“ [1] Mittlerweile wird der Begriff jedoch nicht nur von GlobalisierungskritikerInnen und Eine Welt-AktivistInnen verwendet, sondern von verschiedensten Akteuren im Munde geführt – auch im Sinne wirtschaftlicher Effizienzlogik oder der Werbestrategie. „Wo alles nachhaltig ist, ist bald aber nichts mehr nachhaltig“ [2], meint der Germanist Ulrich Grober, der sich lange mit dem Begriff auseinandergesetzt hat. Eine kritische Prüfung wer was und warum unter Nachhaltigkeit versteht ist Voraussetzung für die eigene (selbst)kritische (Bildungs)Arbeit.

Erstmals erwähnt wurde der Begriff vom Oberberghauptmann Hans-Karl von Carlowitz. In seinem Buch über die Ökonomie der Waldkultur „Silvicultura oeconomica“ schreibt er bereits 1713: „Schlage nur so viel Holz ein, wie der Wald verkraften kann! So viel Holz, wie nachwachsen kann!“ [3] Dieses als Grundregel in der Forstwirtschaft formulierte Prinzip berührt Bereiche, die auch aktuell in Nachhaltigkeitskonzepten enthalten sind: der achtsame Umgang mit der Natur und generationsübergreifendes Denken.
Doch wie lässt sich Nachhaltigkeit verwirklichen? Um Türen in diese Richtung zu öffnen, ist der zentrale Schlüssel die Bildung, so die Agenda 21, das internationale politische Aktionsprogramm für nachhaltige Entwicklung.

In der Bildungsarbeit des EPN Hessen setzten wir dies durch Projekte zu glokalen Themen der Nachhaltigkeit in die Tat um. In Kooperation mit dem EPIZ Berlin wurde im Mai 2013 beispielsweise ein Bildungsprojekt an der Adolf-Reichwein-Schule Marburg durchgeführt. Eine 10. Klasse der Berufsfachschule Holztechnik beschäftigte sich einen Schultag lang mit Nachhaltigkeit in Bezug auf die Holzwirtschaft und den persönlichen Lebensstil. Soziale und ökologische Fragen bei der Holzgewinnung wurden ebenso diskutiert wie der individuelle „Ökologische Fußabdruck“, ein Maß für die Fläche des eigenen Ressourcenverbrauchs. Zur Veranschaulichung hatten die Bildungsreferentinnen ein Scheibenmodell aus Holz dabei, das den Energie-, Flächen- und Ressourcenaufwand unseres Essens verdeutlicht: je größer der Verbrauch, d.h. der ökologische Fußabdruck, desto höher der Turm aus Holzscheiben. Im Nachklang der Veranstaltung bauten die SchülerInnen unter der Anleitung ihres Fachlehrers Norbert Glänzer das Modell im Unterricht nach und stellen es freundlicherweise der Bibliothek des Marburger Weltladens zur Verfügung. Dort kann es von LehrerInnen und PädagogInnen ausgeliehen werden.


Für die gute Zusammenarbeit und den Nachbau des Bildungsmodells möchten wir der Klasse 10 der BFS Holztechnik und ihrem Fachlehrer Herrn Norbert Glänzer ganz herzlich danken.

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„Oberursel FAIRsteht“

Seit fast einem Jahr ist die hessische Stadt Oberursel nun schon offizielle Fairetrade Town. Um diesen Titel ursprünglich zu erlangen, musste die Stadt anhand klar vorgegebener Kriterien nachweisen, dass sie es als Stadt mit ihrem Engagement für den Fairen Handel auch wirklich ernst meint. Das dies nach wie vor der Fall ist, zeigt sich nicht zuletzt an der aktuellen Veranstaltungsreihe „Oberursel FAIRsteht“, welche die Steuerungsgruppe Fairtrade Town Oberursel in Kooperation mit dem EPN Hessen, der VHS Oberursel sowie unter der Schirmherrschaft der Stadt auf die Beine gestellt hat.
Die Reihe besteht aus einer Ausstellung sowie sieben verschiedenen Abendveranstaltungen zu verschiedenen Themen rund um den Fairen Handel – von der Diskussion über zum Teil nur schwer einhaltbare Standards im öffentlichen Beschaffungswesen über die Sensibilisierung für die Arbeitsbedingungen in der Spielzeugproduktion bis hin zur Aufklärung über Zusammenhänge und Strukturen des internationalen Textilmarktes.
Die ebenso spannenden wie vielfältigen Veranstaltungen finden zwischen dem 26. August und dem 21. Oktober an unterschiedlichen Orten in Oberursel statt. Den Auftakt zur Veranstaltungsreihe machte am Montag dieser Woche die gelungene Eröffnung der Ausstellung „Mahlzeit“, die noch bis Mitte September im Rathaus zu sehen ist. Im weiteren laden die VeranstalterInnen in den kommenden Wochen zu folgenden Terminen herzlich ein:

Ein spannendes Programm, das man nicht verpassen sollte – und wofür sich auch eine kleine Reise lohnt, sollte man nicht das Glück haben, direkt in Oberursel wohnhaft zu sein!

Weitere Infos:
>> Webseite der Fairtrade Town Oberursel
>> Veranstaltungsreihe „Oberursel FAIRsteht“

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Hessische Bildungsarbeit auf dem (positiven!) Holzweg

Wie im Eine Welt-PromotorInnen Programm des EPN Hessen drehen sich auch andere hessische Bildungs- und Informationsprojekte um die Themen Nachhaltigkeit und Holz – und sind damit ganz und gar nicht auf dem Holzweg. Im Folgenden drei Beispiele:

(1) Wem gehört der Wald, wer vermarktet, veredelt und verarbeitet das Holz? Und: wie kann die Holz-Produktionskette in Nordhessen kooperativ, nachhaltig und solidarisch gestaltet werden? Das fragt eine Projektstudie des Vereins zur Förderung der Solidarischen Ökonomie aus Kassel. Solidarische Ökonomie (SÖ) bezeichnet Formen des Wirtschaftens, die menschliche Bedürfnisse auf der Basis freiwilliger Kooperation, Selbstorganisation und gegenseitiger Hilfe befriedigen (Ripess 1997)[1]. Sie setzt da an, wo die kapitalistische Wirtschaftslogik zu sozialen Problemen, gesellschaftlichem Ausschluss und Gefährdung der Grundversorgung wie Ernährung, Gesundheit, Wohnen, Energie führt.[2] Gemeinschafts- oder Interessenswälder sind eine der ältesten Formen der Solidarischen Ökonomie in Nordhessen.

(2) Wald – Holz – und dann? Holz ist Baustoff für Möbel, Häuser, aber auch für Fahrräder?! Einen ungewöhnlichen Baustoff vom „Acker“ nutzt ein handwerkliches Projekt in Marburg für den Selbstbau von alternativen „Drahteseln“: Bambus!* Als natürlicher und schnell nachwachsender Rohstoff hat er dem Material Metall einiges voraus: Bambus ist energieeffizienter und klimafreundlicher in der Herstellung bzw. im Anbau und kann mit geringem Energie- und Ressourcenaufwand verarbeitet werden. Auch die zusätzliche Speicherung von atmosphärischem Kohlenstoff ist ein positiver Nebeneffekt von Bambus als Baustoff. Somit schont das sogenannte „Bamboo Bike“ das Klima nicht nur durch die CO2-freie Mobilität, sondern auch durch seinen Baustoff. Und hält das denn auch? Ausprobieren! In Marburg können sich FahrradliebhaberInnen und solche die es werden wollen in vier Tagesworkshops ihr „Fahrrad der Zukunft“ bauen – und das ganz ohne technisches Vorwissen oder Erfahrung. Die Bamboo Bike Kurse werden immer im Sommersemester an der vhs Marburg in Kooperation mit der Fahrradselbsthilfewerkstatt „RADikate“ angeboten.

Kontakt für weitere Informationen und Fragen: kontakt[at]knotenpunkte.org.


* Noch eine Fußnote für botanisch Interessierte: Bambus ist zwar ein Baustoff „vom Acker“, genau genommen jedoch nicht „aus dem Wald“, da er als Riesengras und nicht als Holz bezeichnet wird.

(3) Und zuletzt doch nochmal Wald: Den Wald erfahrbar machen. Das Hessische Holz+Technik Museum Wettenberg bietet waldpädagogische Projekte für Kinder und Jugendliche an (Halb- und Ganztagesveranstaltungen), in denen biologische, ökologische und ökonomische Zusammenhänge (be)greifbar gemacht machen. Im Mittelpunkt der Bildungsarbeit des Museums steht das „Erleben, Begreifen, Verstehen“. Wer den Wald und die Natur im Allgemeinen positiv erlebt, kann ein Gefühl für die Notwendigkeit des Waldes entwickeln, den Wald als Lebensgrundlagen auch für das eigene Leben begreifen und eigene Gestaltungsmöglichkeiten erkennen. Auf ähnlicher Grundlage basiert auch die Eine Welt-Bildungsarbeit, das Globale Lernen: Erkenntnisprozesse führen zu kritischer Meinungsbildung woraus sich Handlungsmöglichkeiten und die Übernahme glokaler Verantwortung ableiten lassen. Seit September 2007 berät das Holzmuseum als „Regionales Umweltbildungszentrum“ Schulen, die sich in das Programm „Umweltschule“ einbringen wollen. „Umweltschule“ ist eine Auszeichnung, die jährlich für das besondere Engagement einer Schule im Bereich Umwelterziehung und „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ vom Hessischen Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz (HMULV) vergeben wird.

Informationen und Anmeldung für Schulklassen und Gruppen:
>> Webseite des Holz+Technik Museums

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AGP-Topf bereits Mitte des Jahres ausgeschöpft

Mit dem Aktionsgruppenprogramm (AGP) fördert das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) kleine Projekte der entwicklungspolitischen Bildungs- und Informationsarbeit – u.a. von Engagierten, Initiativen, Schulen und Aktionsgruppen – mit neuerdings bis zu 2.000 Euro Teilfinanzierung. So soll Wissen über die Zusammenhänge der Einen Welt vertieft und weiter vermittelt werden. Viele zivilgesellschaftlich Engagierte haben hier die Möglichkeit, für ihre ganzjährig und oft ehrenamtlich organisierten Aktivitäten Fördermittel zu beantragen. So stellen beispielsweise viele Weltläden für die alljährlich im September stattfindende Faire Woche Anträge beim AGP. In diesem Jahr schauten jedoch viele Initiativen, die für dieses und andere Ereignisse im zweiten Halbjahr Gelder beantragen wollten, in leere Töpfe: Obwohl das BMZ die Mittel für 2013 erhöht hatte – sowohl das Gesamtvolumen des AGP-Topfes, als auch die Förderhöhe pro Antrag – wurde nach nur etwas mehr als der Hälfte des Jahres bekannt gegeben, dass die Mittel für das laufende Jahr bereits vollständig gebunden sind und Anträge erst wieder für 2014 gestellt werden können. Besonders ehrenamtlich arbeitende Gruppen haben selten die Kapazitäten, nach einer unerwarteten Antragsablehnung auf ohnehin kaum vorhandene alternative Finanzierungsquellen auszuweichen. Ein nachhaltiges, kontinuierliches und sichtbares Engagement der Zivilgesellschaft über die erste Jahreshälfte hinaus wird so erheblich erschwert oder gar unmöglich gemacht.

Weitere Infos:
>> Aktionsgruppenprogramm (AGP)

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„Earth Overshoot Day“:
Seit dem 20. August lebt die Welt auf Pump

Am 20. August war es für dieses Jahr bereits wieder soweit: Der Tag an dem wir laut Berechnungen des Global Footprint Network aufs Kalenderjahr gerechnet den sogenannten Earth Overshoot Day oder Erdüberlastungstag erreicht haben. Der Earth Overshoot Day bezeichnet das erechnete Datum, an dem unsere Nachfrage an natürlichen Ressourcen die Kapazitäten unseres Planeten, alle konsumierten Ressourcen abzubauen und zu erneuern, übersteigt. Ab diesem Tag zehren wir, was den natürlichen Ressourcenverbrauch anbelangt, theoretisch für den Rest des Jahres von den Reserven kommender Generationen – die Welt lebt so gesehen auf Pump!

Das Global Footprint Network berechnet den Ökologischen Fußabdruck der Menschheit, das heißt den Bedarf an Acker- und Weideland, Wäldern und Fisch sowie den Platzbedarf für Infrastruktur jedes Jahr. Dieser wird dem Vermögen der Ökosysteme gegenübergestellt, Ressourcen aufzubauen und Müll aufzunehmen. Und da stellt das Global Footprint Network fest, dass wir mittlerweile schon in ungefähr acht Monaten den Vorrat an erneuerbaren Ressourcen für ein ganzes Jahr verbrauchen und wir mehr CO2 ausstossen, als die Erde innerhalb dieser Zeit wieder umwandeln kann. Bereits seit über 20 Jahren – und zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte – befinden wir uns in weltweitem ökologischen „Overshoot“. Gemeint ist damit, dass die Menschheit mit seinem derzeitigen Lebensstil in einem Jahr mehr natürliche Ressourcen verbraucht, als die Erde in diesem Zeitraum regenerieren kann.

Seit jeher verwenden Menschen natürliche Ressourcen – um sich zu ernähren, sich durch Kleidung den Temperaturen anzupassen, um sich eine Unterkunft zu errichten und um ihre Mobilität zu verbessern. Erst neueren Datums ist dabei jedoch, dass durch unsere Lebensweisen insgesamt mehr CO2 ausgestoßen wird, als von der Erde im selben Zeitraum abgebaut werden kann. Somit übersteigen wir faktisch die Kapazität der Erde, sich zu regenerieren. Bereits ungefähr Mitte der 70er Jahre haben wir eine kritische Grenze erreicht und kurz darauf such schon fleißig überschritten. Der menschliche Verbrauch an natürlichen Ressourcen übersteigt die Reproduktionskapazität der Erde in immer drastischerem Ausmaß: Gemäß den Berechnungen des Global Footprint Networks entspricht unsere Nachfrage an erneuerbaren ökologischen Ressourcen derzeit etwas mehr als anderthalb Erden. 1993 fiel der Earth Overshoot Day laut Berechnungen des Global Footprint Network noch auf den 21. Oktober. Nur zehn Jahre später, im Jahr 2003 bereits auf den 22. September. Das bedeutet mit anderen Worten, dass sich der Global Overshoot Day jährlich um ca. drei Tage nach vorne verschiebt. Glaubt man den Statistiken, beanspruchen wir bei unverändertem Verhalten, d.h. bei gleichbleibendem Verbrauch bis Mitte des Jahrhunderts die Ressourcen von zwei Planeten. Trifft dies tatsächlich zu, wäre dann also bereits Ende Juni der weltweite Overshoot Day erreicht.

Interessant ist auch zu sehen, wie verschieden der Ressourcenverbrauch in unterschiedlichen Weltregionen bzw. in unterschiedlichen Ländern ausfällt. Diese Unterschiede veranschaulicht nebenstehende Grafik sehr anschaulich.
Aber ob im kleineren oder im großen globalen Flächenmaßstab betrachtet, Tatsache bleibt, dass wir auf eine ökologische Überschuldung zusteuern, deren Preis immer höher steigt: sich verschärfende Nahrungsmittelknappheit, zunehmende Bodenerosion, sowie steigender CO2-Ausstoß in unsere Atmosphäre, etc. Klimawandel – ein Ergebnis von Treibhausgaseffekten die schneller abgesondert werden als sie von den Wäldern und Ozeanen aufgenommen und umgewandelt werden können – ist dabei das offensichtlichste und derzeit vielleicht am meisten thematisierte Ergebnis. Unmittelbar damit verknüpft sind aber zum Beispiel auch schrumpfende Wälder, der Rückgang an Artenvielfalt, steigende Rohstoffpreise und zuweilen auch soziale Unruhen.

Fazit: Der Earth Overshoot Day sollte uns eindrücklich daran erinnern, dass es höchste Zeit ist für ein Leben auf kleinerem ökologischen Fuß!

Weitere Infos:
>> Webseite des Global Footprint Network

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Heinrich-Böll-Stiftung: MID-Dossier „Empowerment“

Das von der Heinrich-Böll-Stiftung im Bereich „Migration-Integration-Diversity“ herausgegebene Dossier „Empowerment“ gibt einen Überblick über verschiedene Ansätze und Strategien zur Selbstermächtigung/-befähigung von Menschen, die aufgrund von rassistischen Strukturen marginalisiert werden. „Empowerment“ wird dabei allgemein verstanden als „das Steigern der politischen, sozialen, ökonomischen und spirituellen Stärke einer Gemeinschaft oder Person, die durch soziale Konstrukte wie Herkunft, Religion, Gender, Sexualität, Klasse, Disability und Alter strukturell benachteiligt sind“. Der Empowerment-Prozess zielt darauf ab, dass Menschen und Gemeinschaften, denen aufgrund struktureller Barrieren Chancengleichheit verwehrt wird, die ihnen zustehenden Rechte wahrnehmen und auf allen Ebenen von Gesellschaft teilhaben.
Zu Beginn werden im Dossier zunächst die theoretischen Grundlagen und historischen Kontexte des Empowerment-Konzepts erläutert. Anschließend werden in Essays und Interviews verschiedene Empowerment-Beispiele sowohl aus internationaler Perspektive als auch aus Deutschland vorgestellt. Dies umfasst z.B. Empowerment in der Schule, Empowerment von muslimischen Frauen auf dem Arbeitsmarkt oder die Aktivitäten von People of Colour (PoC)-Bewegungen. Das Dossier zeigt auf, dass das Bewusstmachen von Fremdbestimmungen zentral ist, um sich davon zu befreien und dass Vorbilder eine wichtige Rolle im Empowerment-Prozess spielen.Weitere Infos:
>> Empowerment-Dossier (PDF)

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Portal Globales Lernen: Fokus Lebensmittelverschwendung

JedeR Deutsche wirft jährlich etwa 80 kg Lebensmittel weg. Dies entspricht einer Gesamtmenge von etwa 6,6 Millionen Tonnen bzw. einem Gesamtwert von über 25 Milliarden Euro pro Jahr. Die Auswirkungen sind vielfältig: auf den Geldbeutel, auf Klima und Umwelt, auf weltweite Ressourcenverfügbarkeit. Nicht zuletzt führt das Phänomen auch zu Hunger und Ernährungsunsicherheit in ärmeren Ländern, die oft die Rohstoffe für die Lebensmittel liefern, die weggeworfen werden. Das Internet-Portal Globales Lernen hat sich dem Thema angenähert und zahlreiche interessante Hintergrundinformationen, Bildungs- und Unterrichtsmaterialien, Hinweise auf Filme, Bücher, Kampagnen und Organisationen zusammengestellt, die das Thema „Lebensmittelverschwendung“ aufgreifen. Wollen Sie einen Einblick in die Thematik gewinnen, einen spannenden Film sehen oder eine Veranstaltung besuchen? Suchen Sie passende Materialien für den Unterricht? Oder wollen Sie sich selbst engagieren und bei einer Kampagne mitmachen? Das Portal Globales Lernen leitet Sie durch die Vielfalt der Angebote. Reinschauen lohnt sich!

Weitere Infos:
>> Portal Globales Lernen: Fokus Lebensmittelverschwendung

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GPF Europe: Arbeitspapier zu Offenlegungspflichten für Unternehmen

Steuervermeidung und Korruption sind weltweite Probleme, die in vielen Entwicklungsländern zu Menschenrechtsverletzungen, Unterdrückung und Gewalt beitragen. Daran sind auch transnational agierende Unternehmen (TNCs) beteiligt. Lückenhafte Berichtspflichten für TNCs machen es dabei unmöglich nachzuvollziehen, in welchem Land in welcher Höhe Gewinne erwirtschaftet und Steuern gezahlt werden. Auf der anderen Seite kann aber auch nicht kontrolliert werden, ob ein Teil der Steuerzahlungen auf dem Weg in die Kassen des Fiskus in dunklen Kanälen verschwindet. Dieses Problem hat zivilgesellschaftliche Organisationen bereits vor zehn Jahren moniert und eine systematische Offenlegungspflichten für Unternehmen gefordert. In den letzten Jahren hat sich auch die Politik des Problems angenommen – zumindest ansatzweise. Das vorliegende vollständig überarbeitete Arbeitspapier „Country-by-Country Reporting. Länderbezogene Offenlegungspflichten für Unternehmen – ein Beitrag zur Stärkung der öffentlichen Finanzen in Entwicklungsländern“ von Brot für die Welt, dem Global Policy Forum und MISEREOR liefert Hintergrundinformationen zu den politischen Entwicklungen bis Juli 2013.

Das 28-seitige Arbeitspapier kann kostenlos heruntergeladen werden.

Weitere Infos:
>> „Country by Country Reporting“ (PDF)

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VENRO: Neues Positionspapier zur Post-2015-Agenda

„Ein neues Rahmenwerk für Entwicklung und Nachhaltigkeit nach dem Jahr 2015 muss globale soziale und ökologische Gerechtigkeit zum Ziel haben. Dies fordert der Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) in einem Positionspapier, das er im Vorfeld der Ressortabstimmung der Bundesregierung zur Post 2015-Agenda vorgelegt hat. … Dabei ist es für VENRO von zentraler Bedeutung, dass die Erarbeitung von Sustainable Development Goals (SDG) und einer Post-2015-Agenda in einem gemeinsamen Rahmenwerk zusammengeführt werden, das universell gültig sein muss. Eine neue globale Agenda muss die Stärken der bisherigen Millenniumsentwicklungsziele (MDG) beibehalten und deren „blinde Flecken“ ausfüllen, vor allem was die Verantwortung des Globalen Nordens betrifft. Ziel des Papiers ist es, die gesellschaftliche Diskussion über Fragen einer zukunftsfähigen Politik anzuregen und die deutsche Politik zu aktiverem Handeln bei der Erarbeitung eines neuen Rahmenwerks für die Zeit nach 2015 aufzufordern. …“ (Deine Stimme gegen Armut)

Das Positionspapier „Die Weichen richtig stellen – Für eine zukunftsfähige Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsagenda nach 2015“ kann kostenlos auf der VENRO-Webseite heruntergeladen werden.

Weitere Infos:
>> VENRO Positionspapier zur Post-2015-Agenda (PDF)

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Erich Schmidt Verlag: Vereinssatzung leicht gemacht

Die Erstellung und Änderung einer Vereinssatzung wirft oftmals Fragen auf und führt zu Unsicherheiten. Diesem Problem verspricht das neu im Erich Schmidt Verlag erschienene Buch „Vereinssatzungen: Strukturen und Muster erläutert für die Vereinspraxis“ durch praxisnahe und detaillierte Hilfestellungen bei der Satzungsgestaltung Abhilfe zu verschaffen. Die Satzung wird dabei sehr detailliert in einzelne Bestandteile zerlegt. Für fast alle Bereiche liefert es rechtssichere Musterklauseln bzw. Formulierungsvorschläge, Beispiele für Vereinsordnungen (wie etwa die Geschäftsordnung des Vorstandes oder eine Versammlungsordnung) und Erläuterungen zu Vereinsgründung und Satzungsänderung inkl. möglicher Kosten sowie Rechtsschutzmöglichkeiten.

Leider ist die Publikation nicht ganz umsonst zu haben: Das 167 Seiten starke Buch kostet beim Verlag 24 Euro (immerhin ist die Bestellung versandkostenfrei).

Weitere Informationen:
>> Buchbeschreibung und Bestellmöglichkeit beim Verlag (nicht mehr online, Anm. der EPNH-Red.)

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Kampagne für faire Schokolade ruft zum Mitmachen auf

Bereits im letzten Newsletter haben wir über den Start und die Zielsetzung der neuen europaweiten Kampagne Make Chocolate fair! berichtet (Newsletter 06&07/2013). Seit ihrem Auftakt Mitte Juni hat die Kampagne auch schon erheblich an Fahrt aufgenommen: Der angepeilte erste Meilenstein von 10000 zusammengetragenen Unterschriften ist nach gut zwei Monaten bereits zu einem guten Sechstel geschafft. In der Zwischenzeit ist auch die deutsche Version der Kampagnen-Webseite online gegangen. Dies vermag der Kampagne im deutschsprachigen Raum nun sicherlich nochmals neuen Aufwind zu geben, denn dort finden sich nun zahlreiche Informationen zu Hintergrund, Zielen und Forderungen der Kampagne. Das ist gleichzeitig auch der Startschuss für alle, die sich aktiver in die Kampagne einbringen wollen. Nur mit vereinten Kräften wird die Kampagne ein Erfolg: Make Chocolate fair! ist nun auf viele Engagierte vor Ort angewiesen, die die Kampagnenbotschaft in die breite Öffentlichkeit tragen. Dazu bieten die Kampagnenorganisationen zahlreiche und verschiedene Möglichkeiten für Einzelpersonen, Gruppen oder Organisationen. Hier nur ein paar Beispiele, wie sich jedeR einbringen kann:

  • Über die Kampagne informieren: Mit dem Make Chocolate Fair!-Webbanner auf der Kampagnenwebseite verlinken und die Kampagnenmaterialien und -news in den eigenen Netzwerken verbreiten
  • Eigene Kampagnenaktivitäten durchführen: Unterschriften für die Petition sammeln, sich an Kampagnenaktionen beteiligen, eine/n KampagnenreferentIn einladen oder eigene Veranstaltungen zum Thema durchführen
  • Offizieller Mitträger der Kampagne werden: Als organisierte Gruppe oder NGO mit dem Logo auf der Kampagnenwebseite auftreten und so die Forderungen von Make Chocolate Fair! mit dem eigenen Namen unterstützen

Und natürlich gibt es noch viel mehr Möglichkeiten aktiv zu werden. Auf der Kampagnenseite finden sich dazu zahlreiche konkrete Anregungen und Angebote. Innerhalb Deutschland wird die Kampagne von INKOTA koordiniert. Das dort angesiedelte Make Chocolate fair!-Team freut sich über Rückmeldungen und konkrete Anfragen!

Weitere Infos:
>> deutschsprachige Kampagnen-Webseite
>> Infobroschüre Make Chocolate fair! (PDF)
>> Make Chocolate fair!-Miträgerschaftsformular (PDF)

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ONE-KandidatInnencheck zur Bundestagswahl: „Hingucker“ oder „Wegseher“?

Die Kampagnenorganisation ONE, die sich besonders für die Bekämpfung extremer Armut einsetzt, ruft drei Wochen vor den Bundestagswahlen zum persönlichen KandidatInnencheck auf!
Davor hat ONE Mitte August im Rahmen der groß angelegten Kampagnenaktion „Ich schau hin!“, alle rund 2000 KandidatInnen der Bundestagparteien gebeten, sich zum sog. Artikel ONE zu bekennen. In dem Artikel wird die Bundesregierung von ONE aufgefordert, sich in Zukunft stärker für die „Ärmsten der Armen“ zu engagieren, insbesondere in den Bereichen Gesundheit, Landwirtschaft, Transparenz und Energie. Bisher haben erst 350 der Kanditatinnen geantwortet, dass sie sich gegen extreme Armut stark machen werden, sollten sie in den nächsten Bundestag kommen: das sind die „Hingucker“. Der Rest, also ungefähr 1650 BundestagskandidatInnen hüllen sich in Schweigen: die „Wegeseher“!
Der Online-KandidatInnencheck bietet nun die Möglichkeit, auf sehr komfortable Weise überprüfen zu können, ob sich bei den KandidatInnen aus dem eigenen Wahlkreis um „Hingucker“ oder „Wegseher“ handelt. Dazu muss lediglich die eigene Postleitzahl eingegeben werden und mit einem Klick werden sämtliche KandidatInnen und deren Antwort auf die Anfrage fein säuberlich aufgelistet. Mit einem weiteren Klick kann jeder/jedem einzelnen HinguckerIn direkt per Mail (oder sofern von den KandidatInnen aktiv genutzt auch über Facebook oder Twitter) gedankt bzw. jede/jeder WegseherIn daran erinnert werden, den Artikel ONE zu unterzeichnen.
Ist zu hoffen, dass sich so doch noch einige der KandidatInnen zu HinguckerInnen mausern werden – je mehr BürgerInnen ihre KandidatInnen über das ONE-Tool kontaktieren, desto wahrscheinlicher … also nichts wie auf zum KandidatInnencheck.

Weitere Infos:
>> ONE-KandidatInnencheck [nicht mehr online (EPNH-Red., April 2014)]
>> ONE Fotoalbum und Jahresrückblick

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Film- und Foto-Wettbewerb „Hunger und das Menschenrecht auf Nahrung“

Noch immer hungert jeder achte Mensch, das sind rund 870 Millionen Menschen weltweit. Der Film- & Foto-Wettbewerb „Hunger und das Menschenrecht auf Nahrung“ der Welthungerhilfe soll dazu motivieren, sich mit dem hochaktuellen gesellschaftspolitischen Thema auseinanderzusetzen, denn – so ist die Welthungerhilfe überzeugt – Hunger ist ein lösbares Problem!
Aufgabe ist es, einen maximal dreiminütigen Filmspot oder einen Foto-Beitrag zum Thema „Hunger und das Menschenrecht auf Nahrung“ zu entwerfen, der z.B. das Ernährungs- und Konsumverhalten hier bei uns im globalen Norden dokumentiert. Am Wettbewerb teilnehmen können Jugendliche zwischen 12 und 25 Jahren. Als Hauptgewinne winken eine Reise zum Menschenrechts-Filmfestival in Prag und in ein Projekt der Welthungerhilfe und ihrer Partnerorganisationen. Einsendeschluss ist der 30. November 2013.

Weitere Infos:
>> Wettbewerbseite „Hunger und das Menschenrecht auf Nahrung“

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attacademie.8 – Qualifizierungsangebot für globalisierungskritische Aktive

Im Oktober 2013 startet zum achten Mal der zehnmonatige studien- und berufsbegleitenden Weiterbildungskurs für GlobalisierungskritikerInnen – die „attacademie.8“ – mit sieben Seminaren zu Methoden, Theorie und Praxis globalisierungskritischer politischer Arbeit und begleitendem Praxisprojekt. Unter dem Motto „Kapitalismus… und dann?“ erwartet Dich bei der attacademie.8:

  • Wissen, Methodentrainings und Reflexionsraum in einer Gruppe Gleichgesinnter
  • theoretische und historische Analyse des Kapitalismus sowie Kritik daran
  • theoretische und praktische Ansätze zu gesellschaftlichen Veränderungsprozessen
  • Werkzeug für die Praxis: Kampagnenplanung, Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising
  • Unterstützung bei der Umsetzung eines kleinen realisierbaren Gruppen-Projektes

Wenn Du Dich aktiv für gesellschaftliche und politische Veränderungen einsetzen willst bewirb Dich bis zum 20. Sept. 2013.

Weitere Infos:
>> Zur attacademie.8 auf der attac-Webseite
>> Programmflyer

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Interkulturelle Woche 2013: „Wer offen ist, kann mehr erleben“

Unter dem Motto „Wer offen ist, kann mehr erleben“ lädt der Ökumenische Vorbereitungsausschuss bundesweit zur Interkulturelle Woche (IKW) 2013 ein: Zwischen dem 22. und 28. September finden rund 4.500 Veranstaltungen in rund 500 Städten und Gemeinden zu den übergreifenden thematischen Schwerpunkten interkulturelle Begegnungen und gemeinsamer Kampf gegen Rassismus statt. Einen Überblick über die unzähligen Veranstaltungen kann man sich über die Veranstaltungsdatenbank auf der Webseite der IKW verschaffen. Auf der Webseite finden sich auch ein umfangreiches Materialheft und weitere Materialien zur Interkulturellen Woche.

Weitere Infos:
>> Webseite zur Interkulturellen Woche 2013

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Terminlese

Mo., 02.09.13 (19h), Frankfurt/M. (Club Voltaire)
Die Lage der Frauen in Nicaragua. Frauenrechte und Frauenrechteverletzungen
Mit Lesbia Boltano, Indira Morales und Teresa Castro. Eine Veranstaltung der EPN-Mitgliedsorganisation Städtefreundschaft Frankfurt-Granada e.V.
Vor einem Jahr wurde in Nicaragua das Gesetz 779 „Integrales Gesetz gegen Gewalt an Frauen“ verabschiedet. Die Situation der Frauen in Nicaragua ist geprägt vom vorherrschenden Machismo. In den ersten drei Monaten dieses Jahres wurden im ganzen Land über 8.700 Anzeigen wegen Misshandlungen durch Männer angezeigt. Viele dieser Verbrechen werden jedoch nicht konsequent verfolgt und die Zahl der Verurteilungen bleibt weiterhin gering. Drei aktive Vertreterinnen des Frauenzentrums „Casa de la Mujer Claudia Chamorro“ in Granada berichten authentisch über die aktuelle Situation.

Mi., 04.09. – Sa., 07.09.13, Frankfurt/M. (Studierendenhaus Campus Bockenheim)
Cultural Clash Nomade: Asyl und Abschiebung

Veranstaltungsreihe mit einer Ausstellung, Performances, Film- und Diskussionsveranstaltungen sowie Stadtrundgängen. Veranstalter: Hochschule für Grafik und Buchkunst (Leipzig) und Hâute École d’Art et Design (Genf) zusammen mit Offenes Haus der Kulturen Frankfurt.
Frankfurt am Main ist eine der Stationen zwischen Leipzig, Straßburg und Genf, bei der die InitiatorInnen gemeinsam mit örtlichen Initiativen eine öffentliche Auseinandersetzung mit globalem Nomadentum und kultureller Identität führen und den Austausch zwischen Kunst, Wissenschaft, politisch und sozial Engagierten fördern wollen. Thematisieren wird der alltägliche Rassismus gegenüber MigrantInnen und die Lebenslagen von Flüchtlingen in der „Global City Frankfurt“.

Fr., 13.09. – Fr., 27.09.13, bundesweit
FAIRE WOCHE 2013
Jährliche Aktionswoche des Fairen Handels
Unter dem Motto „Fairer Handel. Faire Chancen für alle.“ soll dieses Jahr besonders herausgestellt werden, dass der Faire Handel Menschen aller Altersgruppen etwas zu bieten hat – und zwar sowohl im Norden als auch im Süden. Mit über 2.000 Veranstaltungen ist dies die größte Aktionswoche des Fairen Handels in Deutschland. Mitmachen, die Faire Woche lebt von den lokalen Aktionen!

Do., 19.09.13 (19.30h), Frankfurt/M. (Club Voltaire)
Afghanische Frauen – hier und dort
Vortrag und Diskussion. Veranstalter: EPN Hessen-Mitgliedsorganisation Forum für mehr Integration in Zusammenarbeit mit dem Club Voltaire
Die langjährige Afghanistan-Reisende Irmela Falke wird über ihre Erfahrungen mit afghanischen Frauen und die Entwicklungen seit 2002 vor Ort sowie über Afghaninnen in Deutschland sprechen.

So., 22.09.13 (14h), Witzenhausen
Öko und Fair ernährt mehr?!
Rundgang/Diskussion. Veranstalter: Universität Kassel/Gewächshaus für tropische Nutzpflanzen in Kooperation mit den EPN Hessen-Mitgliedsorganisationen Weltladen Witzenhausen und Bildungsinitiative WeltGarten-Witzenhausen sowie der Fairtrade Town Witzenhausen.
Welchen Beitrag leisten die Konzepte von ökologischer Landwirtschaft und Fairem Handel zur nachhaltigen Entwicklung und zur Welternährung? Woran erkennt man biologisch erzeugte Produkte? Oder fair gehandelten Kaffee? Ein Rundgang zu den wichtigsten Weltwirtschaftspflanzen tropischer Regionen beschäftigt sich mit diesen und anderen Fragen. Eine abschließende Diskussionsrunde soll die Aspekte der globalen Herausforderung „Welternährung“ erörtern.

Fr., 04.10. – So., 06.10.13, Bad Homburg
Von G8 zu G20 über die UNO – Globale Architektur der Macht
Wochenendseminar für Studierende aus Afrika, Asien und Lateinamerika in Hessen. Veranstalter: Studienbegleitprogramm (STUBE) Hessen.
Seit den 1990er Jahren traten vermehrt Schwellenländer auf die globale Bühne und die G8 verwandelte sich in die G20. Die SeminarteilnehmerInnen beschäftigen sich zunächst damit, welche Akteure auf der globalen Bühne in den letzten Jahrzehnten wie Einfluss genommen haben. Außerdem wird diskutiert, wer die neuen global und regional wichtigen Player sind und welche sich dahin entwickeln könnten, was Gremien wie die G20 bei globalen Krisen oder im Fall von Konflikten im Vergleich zur UN überhaupt leisten können und leisten sollten und welche Rolle multinationale Gremien und Institutionen in Wirtschafts- oder Umweltfragen einnehmen.

Fr., 11.10. – So., 13.10.13, Schmitten im Taunus
Indien-Tagung
Tagung zum Thema „Armut“. Veranstalter: EPN Hessen-Mitgliedsorganisation Deutsch-Indische Zusammenarbeit e.V. (DIZ)
Im Seminar wird der Frage nachgehen, wie sich das indische Wirtschaftswachstum auf die Situation und die Beschäftigungsmöglichkeiten der Menschen in Dörfern und Slums auswirkt. Des Weiteren wird die deutsche Entwicklungszusammenarbeit und der Blick der Institutionen auf Indien hinterfragt: Steht die Armutsbekämpfung noch im Mittelpunkt der Geldgeber oder fokussieren sie eher die Interessen der deutschen Wirtschaft im südasiatischen Markt? Außerdem wird diskutiert, wie sich die Schere zwischen Arm und Reich in Zukunft entwickeln wird und welche Rolle dabei Nichtregierungsorganisationen wie die indischen Partner der DIZ spielen.

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Terminkalender

Weitere entwicklungspolitische Veranstaltungen in Hessen finden sich in unserem Terminkalender.

>> EPN Hessen-Terminkalender

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Der EPN Hessen-Newsletter wird finanziell unterstützt vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung (HMWVL) sowie im Rahmen des Eine Welt-PromotorInnenprogramms vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ):

 

Finanzielle Unterstützung erhalten wir für den Newsletter auch von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW).

 

 

Herzlichen Dank!

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