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Newsletter 06&07/2017


Inhalt:

EPN Hessen in Bewegung

Glokales

Weiterlesen, mitmachen, hingehen

 


Aktuelle EPN Hessen-Veranstaltungen

↓ Phoenix-Training: Antirassistische Bewusstseinsbildung (18.-20.08.)
↓ Fortbildung: „Komplexe Zusammenhänge leicht erklärt“ (01.09.)
↓ Stadtrundgang: „Eine kritische Führung durch das Frankfurter Bankenviertel“ (16.09.)
↓ Workshop: „Globale Gerechtigkeit versus rechter Populismus“ (14.10.)
↓ Save the Date: Zukunftswerkstatt des EPN Hessen-Forums Globales Lernen (10.11.)

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ANTIRASSISMUS-TRAINING:
Fr., 18.08. (16h) – So., 20.08.17 (16h), Zierenberg (bei Kassel)

Antirassistische Bewusstseinsbildung in der (entwicklungs)politischen Arbeit

Antirassismus-Training für EinsteigerInnen. Mit den Phoenix-Trainern Mahmut Delice und Florian Fischer

In der entwicklungspolitischen Bildungs- und Projektarbeit, aber auch in der (politischen) Alltagskultur sind Kooperationen, Bildungsmaterialien, Bilder und Sprache nicht frei von Rassismen und Ausgrenzungen. Wir halten es für notwendig, uns diese bewusst zu machen und nicht zu reproduzieren, was wir eigentlich verhindern wollen (u.a. Machtgefälle, Hierarchien, Vorurteile). Verschiedene „Kulturen“, „Rassen“, „Ethnien“, „Religionen“? „Schwarze“, „Weiße“, „People of Colour“? „Wir“ und „die anderen“? Was wissen wir über „die anderen“ und was über „uns selbst“? Was ist „erlernt“, was ist „wahr“ und was „Konstruktion“? …
Das Grundlagen-Training richtet sich an Mitglieder der weißen Mehrheitsgesellschaft, die ihre Prägungen und ihr Verhalten reflektieren, Geschichte und Wirkungsweise von Rassismus näher kennen lernen und gemeinsam an den Grundlagen für einen Perspektivenwechsel in der internationalen Arbeit feilen möchten: „Das Anti-Rassismus-Training hilft, die Eingebundenheit der eigenen Persönlichkeit in rassistische Denk- und Gefühlsmuster zu erkennen und einen Bogen zu schlagen zu der rassistischen Prägung in der Sozialisation. Im Alltag werden diese Prägungen immer wieder bestätigt. Die politische Alltagskultur verstärkt zudem diese Klischees. Das Training will Erkenntnis stärken, den Kontakt zum eigenen Ich verstärken und stellt letztendlich die Frage: Wie kann ich wirkungsvoll etwas gegen Rassismus unternehmen?“ (Phoenix e.V.)

Weitere Infos:
>> Training „Antirassistische Bewusstseinsbildung“

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FORTBILDUNG:
Fr., 01.09.17 (10-17h), Frankfurt/M.

Leichte Sprache: Komplexe Zusammenhänge leicht erklärt

Fortbildung mit Referent André Schade vom Eule Büro für Leichte Sprache in Mainz. Veranstalter: EPN Hessen in Kooperation mit DGB Bildungswerk Hessen

Entwicklungspolitisch Aktive in der Bildungs- und Projektarbeit bedienen sich Sprache zur Vermittlung von Inhalten. Doch wie verständlich wird gesprochen und geschrieben? Die Vermittlung- und Diskussionsprozesse unterscheiden sich je nach Zielgruppe der Angebote stark, und es gilt, über machtvolle Instrumente – wie vor allem Sprache in der Ansprache dieser Zielgruppen – zu reflektieren. Denn Sprache und ihr Einsatz in der Vermittlung produziert und reproduziert Ausschlussmechanismen und setzt Hürden. In der eintägigen Fortbildung wird André Schade daher Grundkenntnisse des Konzepts der Leichten Sprache vermitteln. Anhand von praktischen Übungen können die TeilnehmerInnen Leichte Sprache in Wort und Schrift dann auch gleich erproben.

Weitere Infos:
>> Fortbildung: „Leichte Sprache: Komplexe Zusammenhänge leicht erklärt“

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STADTRUNDGANG:
Sa., 16.09.17 (11-14h), Frankfurt/M.

Eine kritische Führung durch das Frankfurter Bankenviertel

Ein finanzkritischer Stadtspaziergang zwischen Frankfurts Bankentürmen. Veranstalter: EPN Hessen in Kooperation mit Attac

Der Rundgang beginnt beim Eurozeichen am Willy Brandt Platz und verknüpft einen Spaziergang unter den beeindruckenden Bankentürmen der globalen Finanzmetropole Frankfurt mit einer kritischen Einführung in das Thema Finanzmärkte. Was habe ich mit den Finanzmärkten zu tun? Was macht die Bank mit meinem Geld? Was passiert an der Börse? Was bedeutet Nahrungsmittelspekulation? Was macht die EZB? Was heißt Bankenrettung? Was machen Alternativbanken anders? Was ist die Finanztransaktionssteuer? Was kritisiert Attac am Wirtschaftssystem?
Diese und weitere Fragen werden einer Mischung aus Mitmachelementen und kurzen Vorträgen während des Stadtrungangs behandelt.

Weitere Infos:
>> Finanzkritischer Stadtspaziergang

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WORKSHOP:
Sa., 14.10.17 (10-16h), Frankfurt/M.

Globale Gerechtigkeit versus rechter Populismus:
Stammtischargumenten erfolgreich entgegentreten

Training mit ReferentInnen der Marburger Antifaschistischen Bildungsinitiative. VeranstalterIn: EPN Hessen in Kooperation mit der Marburger Antifaschistischen Bildungsinitiative

Das globale Nachhaltigkeitsziel Nummer 16 (SDG 16) „Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen“ benennt die Förderung friedlicher und inklusiver Gesellschaften, in denen alle Menschen den gleichen Zugang zur Rechtsprechung haben, als notwendige Bedingung für eine nachhaltige Entwicklung. Damit geht SDG 16 über die üblichen drei Dimensionen der Nachhaltigkeit (Soziales, Wirtschaft und Umwelt) hinaus und erweitert diese um Frieden und Rechtsstaatlichkeit. Bereits das erste Unterziel SDG 16.1. fordert: „Alle Formen der Gewalt und die gewaltbedingte Sterblichkeit überall deutlich verringern“. Tätliche Gewalt beginnt oft mit sprachlicher Gewalt, mit Beleidigungen, Einschüchterungen und Drohungen. Um diesen entschieden zu reduzieren, braucht es individuelle aber auch gemeinsame Strategien. Die Inputphase des Trainings gibt einen Überblick der Ideologie, der Vernetzung und der Agitationsformen. Im anschließenden Workshopteil liegt der Fokus auf neurechter Subkultur wie der Identitären Bewegung, neurechter Jugendarbeit, der Anschlussfähigkeit und dem Reiz für Jugendliche. Dabei ist das Ziel, insbesondere die Rhetorik der Neuen Rechten zu erkennen. Abschließend werden Handlungsmöglichkeiten diskutiert.

Weitere Infos:
>> Training „Stammtischargumenten erfolgreich entgegentreten“

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SAVE THE DATE – ZUKUNFTSWERKSTATT:
Fr., 10.11.17 (10-18h), Frankfurt/M.

Globales Lernen für die glokale Transformation

Eintägige Zukunftswerkstatt. Veranstalter: EPN Hessen und EPN Hessen-Forum Globales Lernen

Die Zukunftswerkstatt steht im Zeichen der transformativen Bildung und den globalen Nachhaltigkeitszielen (SDGs). Ziel ist es, mit AkteurInnen aus dem Globalen Lernen, der Umweltbildung, der politischen und rassismuskritschen Bildung und migrantisch-diasporischen Organisationen in einen stärkeren inhaltlichen und methodischen Austausch zu kommen. Durch die gegenseitige Perspektivenerweiterung soll eine Praxisreflexion und konzeptionelle Weiterentwicklung (auch im Sinne der SDGs) angestoßen und zur Erschließung neuer Zielgruppen beigetragen werden. Dabei soll der Begriff der Großen Transformation geschärft und nutzbar gemacht werden.

Es geht uns um die Frage, wie wir gemeinsam auf globale und lokale Herausforderungen wie den Klimawandel (SDG 13), Ressourcenknappheit (SDG 12), wachsende Ungleichheit (SDG 10) und dem damit zusammenhängenden (Rechts)Populismus angemessene Bildungsstrategien (SDG 4) entwickeln können. Außerdem bemühen wir uns um Teilnahme von ProjektpartnerInnen und Bildungsaktiven aus dem Globalen Süden, um das Engagement für die große Transformation mit weiteren Erfahrungen anzureichern und möglicherweise auch unterschiedliche methodische Zugänge zu reflektieren (SDG 17). Das Format der Zukunftswerkstatt unterstützt das Zusammenbringen der unterschiedlichen Perspektiven und die prozesshafte Entwicklung von gemeinsamen Strategien.

Weitere Infos:
>> Zukunftswerkstatt „Globales Lernen für die glokale Transformation“
>> Infos zum EPN Hessen-Forum Globales Lernen

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Aus dem Netzwerk

↓ Motivés: Startschuss für das Hanflabyrinth. Ein Bildungsparcours auf Fluchtwegen
↓ Klima-Bündnis: STADTRADELN 2017 läutet Halbzeit ein
↓ Karl Kübel Stiftung: Endspurt bei der FAIRWANDLER-Preisausschreibung

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Motivés: Startschuss für das Hanflabyrinth. Ein Bildungsparcours auf Fluchtwegen

Vor knapp einem Monat, am 25. Juni, hat EPN Hessen-Mitgliedsorganisation Motivés zum vierten Mal ihren Erlebnisparcours im Hanflabyrinth eröffnet. In monatelanger Arbeit hatte der Verein mit Unterstützung zahlreicher HelferInnen das Labyrinth entwickelt und aufgebaut, bevor Ende Juni die Tore geöffnet werden konnten. Bis zum 24. September ist der Bildungsparcours nun der Öffentlichkeit zugänglich.

In dieser neusten Auflage ihres Bildungsangebots für Nachhaltigkeit und globales Lernen im Freien griffen Motivés den Themenbereich Flucht und Migration auf: Was veranlasst Menschen ihre gewohnte Umgebung zu verlassen? Welchen Gefahren sind sie in ihrer Heimat und auf der Flucht ausgesetzt? Welche Wege müssen sie beschreiten und welche Hindernisse überwinden? Wo und unter welchen Umständen finden sie Schutz? Das sind Fragen, zu denen die Freiluft-Ausstellung „Hanflabyrinth auf Fluchtwegen“ aus unterschiedlichen Blickwinkeln Antworten geben will. Das Thema Flucht und Migration ist ebenso vielschichtig wie emotional aufgeladen. Deshalb hat sich der Verein zum Ziel gesetzt, Hintergründe und Zusammenhänge zu beleuchten, die Situation in den Kriegs- und Krisengebieten aufzuzeigen und zu verdeutlichen, was entlang der Fluchtrouten geschieht. An 10 interaktiven Stationen werden hierzu Einblicke in unterschiedliche Fluchtbiografien und die schwierigen und vielfältigen Wege von Geflüchteten und ihren Familien gegeben. Die Stationen sind auf einem knapp 2,5 Hektar großen Feld angelegt, die über labyrinthisch angelegte Wege miteinander verbunden sind. Insgesamt können mehr als 3 Kilometer Wegstrecke beschritten werden!

Neben dem Angebot von Führungen für Schulklassen und Jugendgruppen finden im Hanflabyrinth über den gesamten Zeitraum hinweg verschiedene spezielle Veranstaltungen statt: Vorträge, Openair Kino-Veranstaltungen und Workshops. Es lohnt sich daher, sich über aktuelle Veranstaltungen auf der Webseite zum Hanflabyrinth zu informieren.

Weitere Infos:
>> Öffnungszeiten, Termine und Fotos auf der Hanflabyrinth-Webseite
>> Motivés e.V.

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Klima-Bündnis: STADTRADELN 2017 läutet Halbzeit ein

Mitte Juli hieß es Halbzeit bei STADTRADELN, der Kampagnenaktion für ein besseres Klima und mehr Klimaschutz. Das erfreuliche Zwischenfazit: Die jährliche Aktion von EPN Hessen-Mitglied Klima-Bündnis ist auch in ihrem zehnten Durchlauf ein schlagender Erfolg. Jahr für Jahr lassen sich mehr RadlerInnen und Kommunen zur Teilnahme begeistern – und Jahr für Jahr werden dabei mehr klimafreundliche Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt. Auch in diesem Jahr sind bereits zur Halbzeit beeindruckende Zahlen erreicht worden: Seit Beginn der Aktion Anfang Mai haben etwa 60.000 TeilnehmerInnen aus über 220 Kommunen bereits mehr als 9.000.000 Kilometer zurückgelegt. Bis Ende September stehen noch rund 60 weitere Kommunen in den Startlöchern, um während drei Wochen in die Pedale zu treten.

Mit der Kampagne sollen BürgerInnen für das Radfahren im Alltag sensibilisiert sowie die Themen Fahrradnutzung und Radverkehrsplanung stärker in die kommunalen Parlamente eingebracht werden. Zum zehnjährigen Jubiläum der Kampagne können sich außerdem erstmals auch Städte außerhalb Deutschlands an der STADTRADELN-Aktion beteiligen. Dies gibt Kommunen die Gelegenheit, auch ihre jeweiligen Partnerstädte zum Mitmachen zu motivieren und durch die gemeinsame Teilnahme an der Aktion den Austausch zu pflegen sowie die Beziehung zu stärken.

Wer also noch will und noch nicht hat: Bis Anfang September kann man sich noch anmelden. Das Klima-Bündnis lädt dabei insbesondere alle Mitglieder der Kommunalparlamente ein, als Vorbild in ihrer Kommune für den Klimaschutz in die Pedale zu treten und sich für ein besseres Klima und eine verstärkte Radverkehrsförderung einzusetzen.

Weitere Infos:
>> STADRADELN-Webseite
>> Klima-Bündnis

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Karl Kübel Stiftung: Endspurt bei der FAIRWANDLER-Preisausschreibung

Noch eine gute Woche – genau: bis zum 31. Juli – können sich junge engagierte Menschen beim FAIRWANDLER-Preisausschreiben bewerben. Die bundesweite Ausschreibung richtet sich an 18- bis 32-jährige RückkehrerInnen, die z.B. im Rahmen eines Freiwilligendienstes einen längeren Zeitraum im Globalen Süden verbracht haben und sich nun in Deutschland mit einer eigenen Initiative entwicklungspolitisch engagieren.

Mitmachen lohnt sich! Der FAIRWANDLER-Preis umfasst eine finanzielle Förderung in Höhe von 2.500 Euro, individuelle Unterstützungsangebote durch Vernetzung mit ehrenamtlichen ExpertInnen sowie fachliches Coaching. Die Auszeichnung wird in fünf verschiedenen Kategorien vergeben: Entwicklungspolitische Bildung, Journalismus, Künstlerisches Engagement, Social Entrepreneurship und Interkulturelles Zusammenleben.

Der von EPN Hessen-Mitglied Karl Kübel Stiftung initiierte FAIRWANDLER-Preis wurde im vergangenen Jahr zum ersten Mal verliehen. Mit dem Preis will die Karl Kübel Stiftung beispielhaftes gesellschaftliches Engagement junger RückkehrerInnen sichtbar machen, auszeichnen und bestärken. Das Konzept dazu wurde von der Stiftung in Zusammenarbeit mit anderen Nichtregierungsorganisationen entwickelt.

Weitere Infos:
>> Infos und Bewerbungsunterlagen auf der FAIRWANDLER-Webseite
>> Karl Kübel Stiftung

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„Hessen entwickeln für die Eine Welt“ –
Neues aus dem PromotorInnen-Programm:

– Nachlese zu „Anleitung zum Schwarz sein“ – Lesung und Diskussion mit Anne Chebu
– AFRIKA NEU DENKEN 2017 – „Afrika im Zentrum?“ (29.-30.09.)
– „In unserer Mitte: die Welt“ – Fortbildung für Kitas (Sept/Okt)

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Nachlese zu „Anleitung zum Schwarz sein“ – Lesung und Diskussion mit Anne Chebu

Über 80 Interessierte kamen am 7. Juni 2017 in den Hermann-Levi-Saal (Konzertsaal im Rathaus Gießen), um der Lesung der afrodeutschen Journalistin, Fernsehmoderatorin und Autorin Anne Chebu sowie der anschließenden Diskussion mit verschiedenen ExpertInnen beizuwohnen. Sie las aus ihrem Buch „Anleitung zum Schwarz sein“, zeigte Videos zu „Alltagsrassismus“ in Deutschland und erzählte viele persönliche Geschichten, die zum Nachdenken anregten. In ihrem einführenden Grußwort nannte die Stadträtin Astrid Eibelshäuser die Auseinandersetzung mit Rassismus in einer Stadt wie Gießen mit einem hohen Anteil von Menschen mit Migrationsgeschichte einen wichtigen Auftrag für Politik und Zivilgesellschaft. Sowohl in der Lesung als auch im anschließenden Gespräch mit dem Publikum ging es um Fragen wie „Welche Begrifflichkeiten sind politisch korrekt und warum?“, „Was ist an Haaren politisch?“ oder „Warum ist die Frage nach der ‚ursprünglichen Herkunft‘ rassistisch?“. Zur Diskussion mit Anne Chebu waren auch Oliver Fourier von der Initiative Schwarze Deutsche und Schwarze Menschen in Deutschland/ Regionalgruppe Gießen (ISD Gießen) und Beate Steinbach vom Verein ebasa e.V. aus Mainz auf das Podium geladen. Die DiskutantInnen nahmen Impulse der Lesung auf und gaben dabei auch Einblicke in die eigene Arbeit. Sowohl für die Selbstorganisation ISD als auch die rassismuskritische Bildungsarbeit von ebasa und andere entwicklungspolitische Vereine und Organisationen gibt das Buch Einsichten, Hinweise und kritische Anregungen.


Weitere Infos:
>> Interview mit Anne Chebu im Gießener Anzeiger (04.06.)
>> Interview mit Anne Chebu in der Gießener Allgemeinen (06.06.)

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KONFERENZ
Fr., 29.09. – Sa., 30.09.17, Frankfurt/M.

Afrika im Zentrum? Die neue Entdeckung Afrikas

Konferenz Afrika-Diskurs V | AFRIKA NEU DENKEN. Mit Felwine Sarr, David Mola, Ramata Soré, Rahime Diallo, Urbain N´Dakon, Makena Kiruai, André Lodama. Veranstalter: Trägerkreis Afrika-Konferenz

Herzliche Einladung an alle Interessierten!

Afrika ist in aller Munde: Politische Stiftungen, Nichtregierungsorganisationen, Kirchen und Bundesministerien rivalisieren um Konzepte und Rezepte: Besonders erwähnenswert sind hier „Compact with Africa“ des BMF und der „Marshallplan mit Afrika“ des BMZ – beide Initiativen sind mit der deutschen G20-Präsidentschaft verknüpft. Auch die Bundeswehr entdeckt Afrika neu: Mali wurde zum größten Einsatzort aufgewertet. Warum dieses neue Wettrennen um Afrika? Alle diese Initiativen haben angeblich eines gemeinsam: Es geht um Frieden und Wohlstand für Afrikanerinnen und Afrikaner.

Doch mit der Ausweitung dieser „Initiativen für Afrika“ mehren sich Zweifel an den offiziell formulierten Zielen: Viele BeobachterInnen erkennen in der neuen Entdeckung Afrikas vor allem geostrategische Ziele – vor allem die Durchsetzung der Abschottungspolitik der EU und ein breiterer Zugang deutscher Unternehmen zu den afrikanischen Ökonomien.


Weitere Infos:
>> Ausführlicher Ankündigungstext zur AFRIKA NEU DENKEN-Konferenz 2017
>> Programm-Flyer „Afrika im Zentrum? Die neue Entdeckung Afrikas“
>> Anmeldeformular

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FORTBILDUNG:
Mi., 20.09., Do., 05.10., Fr., 06.10. & Di., 10.10.17, jew. (9-17h),
Kassel / Bad Nauheim / Wetzlar / Fulda

In unserer Mitte: die Welt

Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Kindertagesstätte. Vier Fortbildungsangebote in Hessen. Veranstalter: Projekt KiTA-GLOBAL.de und hessische Fachpromotorin für Globales Lernen und Nachhaltigkeit

Die Welt aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und für Ungerechtigkeiten zu sensibilisieren – darauf zielt Globales Lernen im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Denn globale Themen wie Migration und Flucht aber auch globale Bezüge in der Nahrungsmittel- und Kleidungsproduktion sind im Lebensalltag von Kindern präsent. Dabei geht es um Fragen wie: Woher kommt unser Essen? Wie leben Kinder in anderen Ländern? Warum müssen Menschen aus ihrer Heimat fliehen? Wie sieht ein gutes Leben aus? Was heißt Gerechtigkeit? Viele Fachkräfte und Eltern fragen sich, wie diese oft komplexen und zum Teil sehr problembesetzten Themen kindgerecht aufgearbeitet werden können.

Das Fortbildungsangebot richtet sich an Fachkräfte in Kindertagesstätten und pädagogischen Berufsschulen sowie an ErzieherInnen in der Ausbildung. Es gibt Impulse für die pädagogische Arbeit, vermittelt den Arbeitsalltag in der Kita mit grundlegenden Prinzipien und Themen des Globalen Lernens und regt dazu an zu reflektieren, wie die persönliche Weltsicht die pädagogische Haltung und Praxis prägt.


Weitere Infos:
>> Veranstaltungsflyer „In unserer Mitte: die Welt“ (PDF)
>> Webseite zum Projekt KiTA-GLOBAL

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Zivilgesellschaftliche Kritik am neuen friedenspolitischen Leitbild der Bundesregierung

Die Bundesregierung hatte sich am Anfang dieser Legislaturperiode ein großes Ziel gesetzt: Das eigene Engagement zur Verhinderung von Krisen, zur Bewältigung von Konflikten und zur Förderung des Friedens auf eine neue Grundlage zu stellen. Dabei sollten interessierte Ministerien gemeinsam unter Federführung des Auswärtigen Amts neue Leitlinien entwickeln. In diesen Prozess wurde auch die Expertise der Zivilgesellschaft und der Wissenschaft miteinbezogen. Die eigens eingerichtete Plattform „PeaceLab2016: Krisenprävention weiter denken“ war dazu gedacht, dass darüber wissenschaftliche und zivilgesellschaftliche Inputs in das Papier mit einfließen können. In weit über 100 Beiträgen auf dem angeschlossenen Blog sowie zusätzlich auf 27 Veranstaltungen mit über 1800 TeilnehmerInnen wurden unterschiedliche Perspektiven und Meinungen diskutiert.

Am 14. Juni 2017 war es dann so weit: Der Bundestag beschloss die neuen Leitlinien „Krisen verhindern, Konflikte bewältigen, Frieden fördern“ – und sah hier die Grundlage für „einen klaren Kompass für eine moderne Friedensdiplomatie“ gelegt. Auf 73 Seiten verpflichtet sich die Bundesregierung, die Instrumente des Krisenengagements weiterzuentwickeln. Konkret benannt werden z.B. professionelle Friedensmediationen und die Begleitung von Friedensprozessen, aber auch Beiträge zur Entwicklung verantwortlicher Sicherheitskräfte in Militär und Polizei sowie die Unterstützung lokaler AkteurInnen beim Aufbau von Sicherheitsstrukturen.

Von zivilgesellschaftlicher Seite ist reichlich Kritik an den neuen Leitlinien zu vernehmen. Viele sehen ihre Forderungen nicht ausreichend in die Ausarbeitung mit aufgenommen.


Weitere Infos:
>> Leitlinien „Krisen verhindern, Konflikte bewältigen, Frieden fördern“ (PDF)
>> Plattform „PeaceLab2016: Krisenprävention weiter denken“
>> Zivilgesellschaftliche Stellungnahme „Wertebasiert, aber unverbindlich!“ (PDF)
>> welt-sichten-Artikel zu den Leitlinien: „Ungenau, unkritisch, ziellos“ (20.06.)

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EU-Votum zu schärferem Steuergesetz für Konzerne: Schlupfloch zu – Hintertür auf

Das EU-Parlament hat am 4. Juli 2017 für ein neues Steuergesetz gestimmt, das internationale Konzerne dazu verpflichten soll, weitreichende Details ihrer Geschäftsaktivitäten offenzulegen. Diese verschärften Regeln gelten für alle multinationalen Konzerne, die in Europa aktiv sind und einen Jahresumsatz von mehr als 750 Millionen Euro erwirtschaften. Die Richtlinie ist Teil einer Reihe von Steuergesetzänderungen, die seit den Enthüllungen der sogenannten „Panama-Papieren“ vorgenommen wurden. Denn in den Dokumenten wird überdeutlich, in welchem Maße Steuern hinterzogen, welche Strategien dabei verwendet werden und welche Konzerne dabei besonders aktiv sind.

Steuervermeidung von Konzernen entzieht armen wie reichen Ländern Geld, das für Investitionen in Bildung, Gesundheit oder Infrastruktur eingesetzt werden könnte – sie schadet daher uns allen. Die multinationalen Firmen sollen daher von nun an die Details über ihre Geschäftsaktivitäten und Profite in allen Ländern, in denen sie tätig sind, offenlegen. Darunter gehören Informationen wie der Firmenname, die Anzahl der Angestellten, der Nettoumsatz, das Sozialkapital und die Gewinne und Verluste vor der Einkommenssteuer. Die Steuerbehörden sollen dadurch einen besseren Einblick in den Gesamtumsatz der jeweiligen Firma erhalten. Die zusätzlichen Informationen ermöglichen beispielsweise, die angegebenen Gewinne oder Verluste in einem Land den tatsächlichen Aktivitäten vergleichend gegenüber stellen zu können. Damit wird deutlicher, ob ein Unternehmen nur aus Steuergründen seine Gewinne von einem Land in ein anderes verschiebt.

Die Offenlegung von Steuerpraktiken und Geschäftsaktivitäten von Unternehmen für jedes einzelne Land wird wohl auch positive Effekte für die Steuersysteme in den Ländern des Globalen Südens haben. Sie leiden am meisten unter Steuerflucht: Jahr für Jahr verlieren sie durch Kapitalflucht und Steuervermeidung Gelder in dreistelliger Milliardenhöhe (wir berichteten im Newsletter 12/2016).


Weitere Infos:
>> euractiv-Artikel zum neuen Gesetz gegen Steuervermeidung von Konzernen (05.07.)
>> Aktuelle fes-Studie „Steuerflucht – Die internationale und europäische Dimension“ (PDF)
>> Oxfam-Aufruf „Steuervermeidung von Konzernen stoppen!“

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Gut, dass wir miteinander gesprochen haben …
Einige grundsätzliche Anmerkungen anlässlich des G20-Gipfels in Hamburg

Alle Jahre wieder treffen sich die Staats- und RegierungschefInnen der 19 „wichtigsten“ Staaten sowie die beiden Spitzenvertreter der Europäischen Union, um mit gemeinsamen Kräften Lösungen für die drängendsten globalen Probleme zu finden. Ebenso etabliert ist inzwischen die Begleitung dieser exklusiven Club-Politik durch Alternativgipfel und Protestbewegungen.
Der diesjährige Gipfel stand stark unter dem Eindruck von offensichtlichen Differenzen zwischen den Beteiligten sowie der Neuausrichtung der Rolle der US-Regierung. Bestimmend waren die Themen (Frei)Handel und Klima. Jenseits der Spektakelberichterstattung rund um interne Widersprüche und öffentliche Infragestellung nehmen wir den Gipfel zum Anlass, um kurze Schlaglichter auf einige grundsätzliche strukturelle wie inhaltliche Probleme und Widersprüche rund um die G20 zu werfen.

Who is who?
Entstanden ist die G20 unter dem Eindruck der Finanzkrise in Asien Ende der 90er Jahre. Die Finanzminister der G7 sahen es als erforderlich an, ihren Kreis um Vertreter aus ausgewählten Schwellenländern zu erweitern. Mit der nächsten großen Finanz- und Weltwirtschaftskrise 2008 wurden die Zusammenkünfte der G20 zu Treffen von Staats- und RegierungschefInnen aufgewertet. Die Gipfel besitzen keine klaren Verfahrensregeln, das ausrichtende Land kann jeweils eigene Schwerpunkte setzen. Die G20 sehen sich das „zentrale Forum zur internationalen Zusammenarbeit in Finanz- und Wirtschaftsfragen“ und verfolgen das erklärte Ziel, Finanzmärkte stärker zu regulieren und Steuerflucht zu bekämpfen. Ihre Bedeutung speist sich daraus, dass die Mitgliedsstaaten informellen G20-Club etwa zwei Drittel der Weltbevölkerung repräsentieren, 80% des Weltsozialprodukts erwirtschaften und 75% der Treibhaus-Emissionen verursachen. Während die Effektivität des Gremiums, gemessen an der Aufgabe, das globale Finanzsystems zu stabilisieren und regulieren, durchaus unterschiedlich bewertet wird, weitete sich der thematische Zuständigkeitshorizont von Jahr zu Jahr aus. Inzwischen werden auch Themen wie Entwicklungspolitik, Jugendarbeitslosigkeit oder auch Flucht und Migration zwischen den Gipfeln von Fachministern und Vertretern der G20-Staatsoberhäupter bearbeitet.


Weitere Infos:
>> G20-Bilanz auf Entwicklungspolitik Online – epo (09.07.)
>> Online-Version des welt-sichten-Hefts 6/2017 „G20: Deutschland übernimmt“
>> Briefing des Global Policy Forum Europe „Die G20 und die Agenda 2030“ (PDF)

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Materialien

↓ Südwind: Neue Studie zur Rolle der Privatwirtschaft in Ländern des globalen Südens
↓ Germanwatch/Misereor: Energiewirtschaft auf dem menschenrechtlichen Prüfstand
↓ bpb: „Was tun?“ – Video-Interviewreihe zur nachhaltigen Zukunft der Menschheit
↓ WILA Bonn: „Palmöl“ – Neues Planspiel zu einem umstrittenen Inhaltsstoff
↓ iz3w Ausgabe 361 zu Tourismus und Migration: „Keine Freiheit im Paradies“

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Südwind: Neue Studie zur Rolle der Privatwirtschaft in Ländern des globalen Südens

Die im Juni frisch erschienene Studie „Profit mit Nachhaltigkeit? Die Rolle der Privatwirtschaft in Entwicklungsländern“ vom SÜDWIND-Institut thematisiert Chancen und Risiken von Kooperationen der Privatwirtschaft zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) im Rahmen der Agenda 2030.
Waldrodungen für Palmölplantagen in Indonesien oder unmenschliche Arbeitsbedingungen auf den Bananenplantagen in Lateinamerika sind nur zwei von unzähligen Beispielen, die die negativen Auswirkungen des Strebens nach Profitmaximierung global agierender Privatwirtschaft deutlich machen. Aber das Geld der Privatwirtschaft wird für die Umsetzung der SDGs dringend benötigt, so der derzeit viel gehörte Tenor in der Entwicklungszusammenarbeit. Die Studie untersucht und formuliert Empfehlungen, wie die Privatwirtschaft tatsächlich in konstruktiver Weise zur Erreichung der SDGs beitragen kann, identifiziert aber auch eigenständige Entwicklungspotentiale in den Ländern des Globalen Südens.

Die Studie kann kostenfrei als PDF-Datei heruntergeladen oder auch in gedruckter Form bestellt werden.

Weitere Infos:
>> Studie „Profit mit Nachhaltigkeit?“ (PDF)
>> Bestellmöglichkeit

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Germanwatch/MISEREOR: Energiewirtschaft auf dem menschenrechtlichen Prüfstand

Rund ein Drittel der unternehmensbezogenen Menschenrechtsvorwürfe beziehen sich auf den globalen Energiesektor. Der kürzlich veröffentlichte Bericht „Globale Energiewirtschaft
und Menschenrechte. Deutsche Unternehmen und Politik auf dem Prüfstand“ von Germanwatch und MISEREOR nimmt daher Menschenrechtsverletzungen im Bereich der globalen Energiewirtschaft unter die Lupe. Die Verfehlungen reichen dabei von Zwangsumsiedlungen im Zuge von Kohleabbau bis zur Kriminalisierung von Gegenprotesten. Der Bericht setzt sich außerdem mit der Verantwortung und Pflicht des Staats und deutscher international agierender Unterhemen zur Einhaltung der Menschenrechte auseinander und prüft, wie diese ihrer Sorgfaltspflicht bezüglich der Menschenrechte nachkommen. Sie legt so den deutlichen Handlungsbedarf der deutschen Politik und Wirtschaft offen.

Der Bericht steht online kostenfrei als Kurzfassung (18 Seiten) und als Vollversion (160 Seiten) zur Verfügung. Gegen die Bezahlung einer Schutzgebühr von 8 Euro ist der Bericht auch in gedruckter Version erhältlich.

Weitere Infos:
>> „Globale Energiewirtschaft und Menschenrechte“, Kurzfassung (PDF)
>> „Globale Energiewirtschaft und Menschenrechte“, Vollversion (PDF)

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bpb: „Was tun?“ – Video-Interviewreihe zur nachhaltigen Zukunft der Menschheit

Die Kurzfilmreihe befasst sich mit den globalen Herausforderungen unserer Zeit: Klimawandel, Umweltkatastrophen, zunehmende Ungleichheiten, Krisen und Konflikte. Die Filmemacher Dirk Wilutzky und Mathilda Bonnefoy stellen namhaften AktivistInnen und ExpertInnen aus Natur- und Sozialwissenschaften, Ökologie, Ökonomie und Philosophie die vermeintlich simple Frage: Was sollen wir tun? Ihre Antworten geben sie in pointierten 10 bis 14-minütigen Kurzfilmen. Dabei analysieren die Befragten zu Beginn die Ausgangslage aus ihrer Sicht. Vor diesem Hintergrund versuchen sie Auswege und persönliche Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Die Kurzfilme können somit beispielsweise auch für den niedrigschwelligen und motivierenden Einstieg in Unterrichtseinheiten oder Vorträge eingesetzt werden.

Sie sind kostenfrei auf der Homepage der Bundeszentrale für politische Bildung abrufbar.

Weitere Infos:
>> Webseite mit Kurzfilmen zur nachhaltigen Zukunft der Menschheit

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WILA Bonn: „Palmöl“ – Neues Planspiel zu einem umstrittenen Inhaltsstoff

Palmöl ist aus vielen unserer täglichen Produkte nicht mehr wegzudenken. Es ist in mehr als der Hälfte aller Nahrungsmittel enthalten, steckt aber auch in Kerzen oder Reinigungsmitteln. Palmöl-Produkte werden dabei aber nicht selten sowohl unter menschenunwürdigen als auch ökologisch äußerst problematischen Bedingungen produziert. Das neue Planspiel „Palmöl“ des Wissenschaftsladens (WILA) Bonn und Innowego-Forum Bildung und Nachhaltigkeit eG setzt sich deshalb mit der zentralen Diskussionsfrage auseinander, welche Maßnahmen ergriffen werden sollen, um den Handel mit Produkten, in denen Palmöl enthalten ist, nachhaltig und fair zu gestalten. Es richtet sich dabei besonders an interessierte BerufsschülerInnen in der kaufmännischen Ausbildung. Das Planspiel bietet die Möglichkeit, die problematischen Zusammenhänge aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Dazu schlüpfen die Spiel-TeilnehmerInnen in die Rollen von KundInnen, VerkäuferInnen und EinkäuferInnen. Über verschiedene Lernstationen erfahren sie über die Zusammenhänge von Palmöl und billiger Produktion bzw. unmenschlichen Arbeitsbedingungen, sowie Plantagenwirtschaft, Landraub und der Verschlechterung von Böden. Das Planspiel wurde über zwei Jahre entwickelt und laufend mit Jugendlichen praktisch erprobt.

Das Planspiel steht nun kostenlos auf der Webseite des WILA Bildungszentrums zum Download zur Verfügung.

Weitere Infos:
>> Planspiel zu Palmöl

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iz3w Ausgabe 361 zu Tourismus und Migration: „Keine Freiheit im Paradies“

Die jüngste Ausgabe der Zeitschrift iz3w mit dem Titel „Keine Freiheit im Paradies – Tourismus & Migration“ legt den Fokus auf die Schnittstelle zwischen Migration und Tourismus: Bisher werden nur selten die globalen Bewegungen des Tourismus und der Migration in Zusammenhang gebracht. Dennoch gibt es viele gemeinsame Kontaktpunkte, die weitergedacht auch Fragen aufwerfen: Wie kann das Konzept von Gastfreundschaft neu gedacht werden? Was bedeutet Bewegungsfreiheit? Welchen Diskurs entfacht der Freiwilligentourismus in Geflüchteten-Camps wie dem Jungle in Calais? Wie erleben MigrantInnen ihren Urlaub im Land der Herkunft ihrer Eltern? Welche persönlichen Erwartungen, Irritationen und Rollen begleiten TouristInnen und MigrantInnen auf ihren „Reisen“?

Die iz3w-Ausgabe 361 ist für 5,30 Euro wahlweise als Printversion oder PDF-Datei erhältlich. Alternativ kann die Zeitschrift auch im Jahresabo bezogen werden.

Weitere Infos:
>> Bestellmöglichkeit auf der iz3w-Webseite

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Mitmachen: Kampagnen, Wettbewerbe & Ausschreibungen

↓ Nach TTIP droht JEFTA: Campact-Unterschriftenaktion gegen Handelsabkommen mit Japan
↓ Saat für Vielfalt: E-Mailaktion gegen die drohende Bayer-Monsanto-Fusion
↓ Briefaktion zur Bundestagswahl: Rüstungsexporte zum Thema machen
↓ „Zurück für die Zukunft“ – Fortbildungsangebot für RückkehrerInnen
↓ Unter freiem Himmel: Klimacamp im Rheinland & Degrowth-Sommerschule 2017
↓ Mitmachen bei der Global Education Week 2017

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Nach TTIP droht JEFTA: Campact-Unterschriftenaktion gegen Handelsabkommen mit Japan

JEFTA ist die Abkürzung für „Japan EU Free Trade Agreement“. Bereits seit 2013 wird über das Abkommen verhandelt und dieses Jahr könnte es zu einem Abschluss kommen. Damit droht sich durch die Hintertür und kaum merklich ein „zweites TTIP“ zu verwirklichen. Entgegen den Versprechen der EU-Kommission wird JEFTA nämlich vollkommen intransparent verhandelt. Von Greenpeace Niederlande geleakte Dokumente enthalten alarmierende Informationen: Mit dem aktuellen Vertragstext drohen Grundpfeiler des europäischen Umwelt- und Verbraucherschutzes untergraben zu werden und wie schon bei TTIP ist auch hier von den umstrittenen privaten Schiedsgerichten die Rede, wo Wirtschaftsanwälte in Hinterzimmern über Milliardenklagen gegen Staaten verhandeln.
Über die Online-Plattform Campact wurde deshalb eine Online-Unterschriftenaktion gestartet. Sie plant einen bundesweit in Tageszeitungen veröffentlichten Appell, der sich an Bundesministerin Angela Merkel und EU Handelskommissarin Cecilia Malmström richtet und einen kompletten Neustart der Verhandlungen fordert – „für ein Abkommen, das nicht einseitig Konzern-Interessen dient, sondern für gerechten Welthandel sorgt.“

Weitere Infos:
>> Campact-Unterschriftenaktion „Stoppt JEFTA“

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Saat für Vielfalt: Protest-E-Mailaktion gegen die drohende Bayer-Monsanto-Fusion

Seit einigen Wochen ist die EU-Kommission daran, die geplante Übernahme des US-Agrochemie-Giganten Monsanto durch die deutsche Bayer AG zu prüfen. Das Problem: Unterzeichnet die EU-Kommission den Antrag, würde „Baysanto“ zum größten Anbieter für Saatgut und Pestizide weltweit. Damit würden nur noch ganz wenige Konzerne bestimmen, wie wir leben, arbeiten und essen. Das Hilfswerk MISEREOR macht sich daher mit einer kürzlich gestarteten E-Mailaktion stark dafür, dass die Fusion von den politischen EntscheiderInnen in Brüssel abgelehnt wird. MISEREOR ruft die Zivilgesellschaft dazu auf, sich an der Protestaktion zu beteiligen und möglichst vielstimmig zu fordern, die Macht der Konzerne zu begrenzen und alternative Landwirtschaftsmodelle zu fördern, die nachhaltig, sozial und demokratisch sind. Die Marktmacht der Konzerne schadet nicht nur Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in Afrika, Asien und Lateinamerika, sondern auch europäischen Landwirten, unserer Umwelt und den VerbraucherInnen.

Weitere Infos:
>> Zur E-Mailaktion „Saat für Vielfalt“ und detailierten Hintergrundsinformationen

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Briefaktion zur Bundestagswahl: Rüstungsexporte zum Thema machen

Nach den USA, Russland und China ist Deutschland weltweit der viertgrößte Großwaffenexporteur. Beim Handel mit Kleinwaffen steht die Bundesrepublik nach den USA sogar an zweiter Stelle. Das bundesweite Bündnis „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel“ will daher erneut das Thema Rüstungsexporte in den bundesdeutschen Wahlkampf einbringen. Dieses Bündnis kritisiert seit Jahren, dass die deutsche Rüstungsexportpolitik unter weitgehendem Ausschluss der Öffentlichkeit, ohne ausreichende parlamentarische Kontrolle und auf der Grundlage rechtlich problematischer Verfahren stattfindet – und setzt sich daher vehement für mehr Transparenz und demokratische Kontrolle ein.
Abgeordnete und KandidatInnen nehmen ein Thema umso ernster, je mehr kritische Anfragen sie dazu erhalten. Das Bündnis ruft daher dazu auf, sich im Vorfeld der Bundestagswahl an ihrer kritischen Briefaktion gegen die derzeitige Rüstungsexportpolitik zu beteiligen und darüber mit den KandidatInnen aus dem eigenen Wahlkreis direkt in Kontakt zu treten. Auf ihrer Webseite stehen dazu eine Kontaktliste der KandidatInnen, Briefvorschläge und Tipps für Gespräche mit KandidatInnen bereit.

Weitere Infos:
>> Webseite der Internationalen katholischen Friedensbewegung

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„Zurück für die Zukunft“ – Fortbildungsangebot für RückkehrerInnen

In ganz Europa bieten zahlreiche Programme jungen Menschen die Möglichkeit, sich im Rahmen eines Freiwilligendienstes in Ländern des globalen Südens entwicklungspolitisch zu engagieren. Nach der Rückkehr vom Freiwilligendienst möchten sich viele RückkehrerInnen weiterhin für globale Gerechtigkeit einsetzen. Um ihnen dies auch hier in Deutschland zu ermöglichen, bietet das Forum für internationale Entwicklung und Planung (finep) kostenlose Fortbildungen speziell für RückkehrerInnen an. Hier können sich Interessierte im entwicklungspolitischen Bereich weiter qualifizieren und sich zu MultiplikatorInnen der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit fortbilden. Im Herbst 2017 findet die nächste solche Fortbildung statt. Die Anmeldung läuft noch bis zum 13. August.5
Weitere Infos:
>> Forum für internationale Entwicklung und Planung

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Unter freiem Himmel: Klimacamp im Rheinland & Degrowth-Sommerschule 2017

Das diesjährige Klimacamp findet vom 18. bis 29. August im Rheinland statt. Klimacamps sind das Herz der Klimabewegung! Während den Camp-Tagen im Rheinland sollen vor allem alternatives Zusammenleben ausprobiert, Raum für alte und neue Vernetzung geschaffen, Aktionen gestaltet und vielfältige Bildungs- und Kulturveranstaltungen verschiedener AkteurInnen angeboten werden. Auch die Degrowth-Sommerschule wird 2017 wieder auf dem Camp zu Gast sein. Mit ihren 4-tägigen Kursen deckt sie ein ebenso breites wie interessantes Spektrum an Bildungsangeboten ab – von Workshops, in denen ganz praktische Fähigkeiten vermittelt werden über Trainings, in denen aktivistische Strategien erlernt werden bis hin zu Seminaren, in denen wissenschaftliche Debatten geführt werden. Zentraler Bezugspunkt des Camps sind die Aktionstage, bei denen verschiedenste Aktionsformen im Rheinischen Braunkohlerevier solidarisch nebeneinander stattfinden sollen: Demonstrationen, Kleingruppenaktionen, Menschenketten, Massenaktionen Zivilen Ungehorsams und vieles mehr. Der thematische Fokus liegt dabei auf Braunkohlewiderstand und Klimagerechtigkeit.

Weitere Infos:
>> Alles Infos zum Klimacamp im Rheinland
>> Programm der Degrowth-Sommerschule 2017

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Save the Date: Global Education Week 2017

Aktuell verbraucht die Menschheit 60 Prozent mehr an Ressourcen, als die Welt bereitstellt. Machen wir so weiter wie bisher, würden wir im Jahr 2030 bereits zwei Erden benötigen, um unseren Bedarf an Nahrung, Wasser und Energie zu decken (WWF 2016). Das zeigt: Die Erde ist am Limit und ein dringendes Umdenken ist gefragt. Doch wie soll dieser Wandel angestoßen werden? Und wie können wir als Einzelne dazu beitragen? Die diesjährige Global Education Week vom 18.-26. November 2017 will sich unter dem Motto „Meine Welt, Deine Welt – Bewusster Konsum für nachhaltige Entwicklung“ mit diesen Fragen auseinandersetzen. Diese Aktionswoche wird jährlich auf europäischer Ebene vom Nord-Süd-Zentrum des Europarates in Lissabon ausgerichtet und soll jeweils Themen rund um Nachhaltige Entwicklung und Globales Lernen sichtbar machen. Auch dieses Jahr sind Engagierte in ganz Europa dazu eingeladen, sich mit Veranstaltungen und Aktivitäten zu beteiligen und Projekte und Ideen zum Thema „Nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster“ einzubringen.

Weitere Infos:
>> Globale Education Week

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Terminlese

 
Mi, 26.07.2017 (19h), Marburg
Kuba im Wandel
Lesung mit den HerausgeberInnen und GründerInnen des Proyecto Tamara Bunke: Paula Klattenhoff, Tobias Salin und Karl Wolfgang. Veranstalter: Freundschaftsgesellschaft-BRD-Kuba, SDAJ und DKP


Sa., 05.08.17 (11h), Frankfurt/M.
Tauschen, Teilen, Tomaten – Stadtwandeln in Bornheim
Der etwas andere Stadtrundgang durch das Nordend und Bornheim. Stadtwandeln ist eine Kampagne des Klima-Bündnis und des Transition Netzwerk D/A/CH in Kooperation mit Transition Town Frankfurt und dem Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main


Fr., 11.08.17 (17h), Frankfurt/M.
Solidarity City
Solidarity City – eine Perspektive auch für Frankfurt? Info- und Diskussionsveranstaltung mit Eberhard Jungfer (Netzwerk solidarity cities, Osnabrück), Hagen Kopp (Kein Mensch ist Illegal, Hanau), Janika Kuge (Initiative Solidarity City Freiburg), Annabelle Voßberg (Juristin, Uni Frankfurt)


Fr., 11.08.17 (20h), Frankfurt/M.
Strom & Wasser in concert
Konzert von Strom & Wasser. Veranstalter: Offenes Haus der Kulturen e.V. unterstützt vom Asta Uni Frankfurt, dem Dritte Welt Haus, medico international und dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration


Mi., 16.08.17 (18h), Frankfurt/M.
Rechtspopulismus in Europa – was tun?
„Rechtspopulismus in Europa – was tun? Der Fall Ungarn und die Konsequenzen für die EU“: Podiumsdiskussion im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Und jetzt? Europa!“. Veranstalterin: Friedrich Ebert Stiftung – Landesbüro Hessen


Mo., 21.08.17, Frankfurt/M.
Fit für die Zukunft?
Podiumsdiskussion zum Klimaschutz mit BundestagskandidatInnen. Veranstalter: BUND Kreisverband Frankfurt


Fr., 25.08. – Sa., 26.08.17, Frankfurt/M.
Ideenmesse der Weltläden in Hessen
Fachmesse mit Fortbildungsangeboten. Veranstalterin: Weltläden in Hessen


Do., 07.09.17, Dortmund
RENN.west ARENA 2017: Zielmarke 2030
Jahrestagung. Veranstalterin: Regionale Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien West (RENN.west)


Sa., 09.09.17 (11h), Frankfurt/M.
Tauschen, Teilen, Tomaten – Stadtwandeln in Bockenheim
Der etwas andere Stadtrundgang durch Bockenheim. Stadtwandeln ist eine Kampagne des Klima-Bündnis und des Transition Netzwerk D/A/CH in Kooperation mit Transition Town Frankfurt und dem Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main


Sa., 20.09.17 (14.30-17.30h), Kassel
Vom Globalen Süden lernen
Vernetzungs- und Infoworkshop Globales Lernen. Veranstalter: ENSA – Entwicklungspolitisches Schulaustauschprogramm von Engagement Global in Zusammenarbeit mit dem kommunalen Jugendbildungswerk und weiteren AkteurInnen


Terminkalender

Weitere entwicklungspolitische Veranstaltungen in Hessen finden sich in unserem Terminkalender.

>> EPN Hessen-Terminkalender

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Der EPN Hessen-Newsletter wird finanziell unterstützt vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung (HMWVL) sowie im Rahmen des Eine Welt-PromotorInnenprogramms vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ):

 

Finanzielle Unterstützung erhalten wir für den Newsletter auch von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW).

 

 

Herzlichen Dank!

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