Druckansicht

Newsletter 03/2017


Inhalt:

EPN Hessen in Bewegung

Glokales

Weiterlesen, mitmachen, hingehen

 


EPN Hessen begrüßt ein weiteres Mitglied – herzlich willkommen!

EPN Hessen ist wieder um ein Mitglied gewachsen – und erhält dadurch Verstärkung im nordhessischen Raum! Wie und wo sich unser jüngstes Mitglied entwicklungspolitisch engagiert, berichtet es gleich selber kurz:

Miteinander – für Menschen in Afrika e.V.

Miteinander – für Menschen in Afrika e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich als Privatinitiative im Februar 2013 gegründet hat. Wir setzen uns vor allem in den südlichen Regionen Kameruns für bessere Lebensbedingungen der Menschen ein. Durch den Bau von Brunnen verschaffen wir der ländlichen Bevölkerung Zugang zu sauberem Trinkwasser und vermitteln Schulpatenschaften, damit Kinder und Jugendliche eine Schulausbildung erhalten. Darüber hinaus unterstützen wir die Menschen durch verschiedene Einzelprojekte, zum Beispiel beim Aufbau einer Plantage oder bei der Renovierung einer Schule. Unsere Projekte begleiten wir durch unsere persönlichen Kontakte und durch regelmäßige Reisen vor Ort sehr eng. Die von uns unterstützten Schulkinder, Dörfer oder Gruppen sind uns persönlich bekannt und bleiben dauerhaft mit uns in Kontakt. So sorgen wir dafür, dass die Unterstützung nachhaltig ist.

Wir freuen uns über den Zuwachs aus Kassel und heißen ihn noch einmal herzlich willkommen! Mehr über den Verein und dessen Aktivitäten finden Sie auf der Webseite www.miteinander-fuer-afrika.de

Die Mitgliedschaft im EPN Hessen ist übrigens nicht nur als entwicklungspolitischer Verein oder als Organisation möglich, sondern über eine Fördermitgliedschaft auch als Privatperson. Auf unserer Webseite finden Sie alle wichtigen Informationen dazu. Machen Sie mit – zusammen bewegen wir mehr!

Weitere Infos:
>> Warum EPN Hessen-Mitglied werden? 14 gute Gründe
>> EPN Hessen Mitglied werden

↑ zurück nach oben

Agenda 2030 in Hessen – Rückblick auf den Parlamentarischen Abend

Um zur drängenden zukunftsfähigen und friedlichen Transformation unserer Welt durch konkretes Engagement vor Ort beizutragen, bedarf es sehr grundlegender Veränderungsprozesse. Für deren Umsetzung kommt den Bundesländern und Kommunen eine entscheidende Rolle zu. Wie Schritte zu einer Umsetzung in Hessen aussehen können, darum ging es beim parlamentarischen Abend zum Thema „Agenda 2030 – globale nachhaltige Entwicklung und Innovation in Hessen“, zu dem das Entwicklungspolitische Netzwerk Hessen, der Hessische Städtetag und Engagement Global am 25. Januar 2017 im Landtag eingeladen hatten.


Weitere Infos:
>> Pressemitteilung zum Parlamentarischen Abend (25.01.2017)

↑ zurück nach oben

PERSPEKTIVWECHSEL: Start der kritischen Stadtrundgangreihe 2017 im April

Im letzten Jahr gestartet und damit auf große Resonanz gestoßen, setzen EPN Hessen zusammen mit verschiedenen kritischen Stadtrundgängen die Reihe PERSPEKTIVWECHSEL in diesem Jahr fort. Mit der Stadtrundgangreihe wollen wir Fragen aufwerfen und – der Name ist Programm – zum Perspektivwechsel einladen: Spazierend treten wir von gewohnten Sichtweisen zurück, stellen diese auf den Kopf und betrachten das Ver-rückte neu. Wir eignen uns unsere Stadt an, erfahren Hintergründe und entwickeln gemeinsam Perspektiven, Stadt zu gestalten.


Auf zu den Neuentdeckungen vor unseren Haustüren. Seien Sie dabei und bringen Sie FreundInnen und NachbarInnen mit – denn Stadt, das sind wir alle!

Weitere Infos:
>> Webseite PERSPEKTIVWECHSEL: Rundgänge, Termine & Anmeldung
>> PERSPEKTIVWECHSEL-Flyer (PDF)

↑ zurück nach oben

Weitere aktuelle EPN Hessen-Veranstaltungen

↓ Seminar zur Unterstützung entwicklungspolitischen Engagements (05.05.-06.05.)
↓ 5. Fachkonferenz für sozial verantwortliche IT-Beschaffung (22.05.-23.05.)
↓ Fachtag „Globales Lernen und Jugendpartizipation im Zeichen der SDGs“ (30.05.)
↓ Save the Date I: Training „Empowerment für Entwicklung“ (23.06.-25.06.)
↓ Save the Date II: Training „Antirassistische Bewusstseinsbildung“ (18.08.-20.08.)

↑ zurück nach oben

SEMINAR:
Fr., 05.05. (10h) – Sa., 06.05.17 (16h), Frankfurt/M.

Entwicklungspolitisches Engagement unterstützen

Eine Kooperation zwischen EPN Hessen und Mitmachzentrale / Engagement Global

Hinter Bildungs- und Projektarbeit, für die auch Fördermittel beantragt werden können, muss ein gut aufgestelltes Vereinsmanagement stehen. Aber dafür muss man grundlegende Fragen klar haben: Welche Ziele möchte mein Verein mit dem Projekt erreichen, in welcher Zeit soll es durchgeführt werden, und wie hoch sind die dabei entstehenden Kosten? Was ist eigentlich ein Projekt? Welche Voraussetzungen muss mein Verein erfüllen, um Fördermittel zu beantragen? Ziel der Veranstaltung ist die Vermittlung von grundlegenden Voraussetzungen für die erfolgreiche Beantragung von Fördermitteln, das Kennenlernen von Fördereinrichtungen und Förderprogrammen sowie eine Annäherung an die breit gefächerte Förderlandschaft. Das kostenfreie Seminar richtet sich an Personen aus entwicklungspolitisch engagierten Initiativen und Vereinen aus Hessen, die bisher noch keine oder geringe Erfahrungen mit Förderungen und Antragstellungen haben. Es wird genug Gelegenheit zum Austausch geben, so dass Ihre individuellen Fragen geklärt werden können.

Weitere Infos:
>> Seminar „Entwicklungspolitisches Engagement unterstützen“

↑ zurück nach oben

FACHKONFERENZ:
Mo., 22.05. (14.30h) – Di., 23.05.17 (15h), Mainz

5. Fachkonferenz für sozial verantwortliche IT-Beschaffung

Zweitägige Fachkonferenz. Veranstalter: EPN Hessen e.V., ELAN e.V., NES e.V., WEED e.V.

Ausbeuterische Arbeitsbedingungen und Menschenrechtsverletzungen prägen die Produktion von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Es bestehen erste Ansätze unterschiedlicher AkteurInnen, die Wertschöpfungskette sozial verantwortlicher zu gestalten. Auch einzelne öffentliche Einrichtungen berücksichtigen bereits beim Einkauf ihrer IKT-Produkte soziale Kriterien. Auf der Fachkonferenz treffen sich AkteurInnen des öffentlichen Beschaffungswesens, der Landes- und Kommunalpolitik, Nichtregierungsorganisationen, Kirchen und IT-Unternehmen. Sie tauschen sich über die Möglichkeiten der öffentlichen Hand zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der globalen IT-Industrie aus. Die Konferenz umfasst thematische Vorträge und praxisorientierte Workshops mit ReferentInnen aus dem In- und Ausland. Zudem gibt es Raum, sich mit aktuellen Ausschreibungen unter Berücksichtigung von Sozialstandards zu befassen. Anmeldung bis spätestens 1. Mai 2017.

Weitere Infos:
>> Programmflyer zur Fachkonferenz

↑ zurück nach oben

FACHTAG:
Di., 30.05.17 (10-17h), Frankfurt/M.

Globales Lernen und Jugendpartizipation im Zeichen der SDGs

Mit Input von Hannah Fischer (Eine Welt-Promotorin für Junges Engagement in NRW). Veranstalter: EPN Hessen in Kooperation mit: BUNDjugend Hessen (angefr.), Frankfurter Jugendring, Karl Kübel Stiftung und Zoologische Gesellschaft Frankfurt


Ohne die Beteiligung von Jugendlichen ist politischer Wandel weder denkbar noch nachhaltig. Umgekehrt sind Kinder und Jugendliche überall auf der Welt von den Auswirkungen sozialer Ungleichheit und Umweltzerstörung unmittelbar betroffen. Wie also können sie für die Beschäftigung mit diesen Themen gewonnen und in der aktiven Mitgestaltung ihrer Zukunft gestärkt werden? Den Bezugsrahmen für diese Fragestellungen bilden die im Herbst 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedeten globalen, nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs). Sie sollen Orientierung geben für Entwicklungsprozesse auf lokaler wie globaler Ebene und darüber demokratische, inklusive und sozial wie ökologisch gerechte Veränderungen vor Ort stärken – und dies nicht nur im globalen Süden, sondern auch hier vor Ort! Eine wichtige Rolle spielen dabei auch Fragen zu sozialer Ungleichheit, verantwortungsvollem Konsum, Klimaschutz oder dem Zugang zu Bildung.
Diese für viele zivilgesellschaftliche Gruppen in Frankfurt relevanten Themen sollen im Fachgespräch diskutiert und zum Bildungskonzept des Globalen Lernens in Beziehung gesetzt werden. Nebst einem ‚Best Practice‘-Input bietet der Fachtag Raum für praxisorientierten Austausch zwischen Aktiven aus Jugendbildungsarbeit bzw. der entwicklungs- und umweltpolitischen Bildungsarbeit. Ziel ist, einerseits gemeinsam konzeptionelle und methodische Parallelen bzw. Divergenzen zu reflektieren und andererseits im gemeinsamen Austausch neue Ideen und Ansätze zu entwickeln.

Weitere Infos:
>> Fachtag „Globales Lernen und Jugendpartizipation im Zeichen der SDGs“

↑ zurück nach oben

EMPOWERMENT-TRAINING:
Fr., 23.06. (16h) – So., 25.06.17 (16h), Marburg

Empowerment für Entwicklung

Empowerment-Training mit Phoenix e.V. Trainer: Austen P. Brandt und Uli Heidemann

Dieses Grundlagen-Training ist für aktive People of Color (PoC) – schwarze Menschen bzw. Menschen mit Migrationshintergrund, die sich in (entwicklungs)politischen oder interkulturellen Kontexten engagieren. Menschen, die in ihrem Alltag wie in ihrem Engagement immer wieder rassistische oder diskriminierende Erfahrungen machen. Im Empowerment-Training geben wir uns die Möglichkeit zum persönlichen Kennenlernen, zum gemeinsamen Austausch und Lernen. Wie können wir trotz der tagtäglichen Wirklichkeit von Rassismus unsere eigenen persönlichen Ziele verfolgen? Wie kann der eigene Beitrag für einen Perspektivenwechsel aussehen? Was können wir tun, um Rassismus und Diskriminierung zu verringern – im Alltag und in der (entwicklungs-)politischen Bildungs- und Projektarbeit? Dies sind nicht zuletzt auch wichtige Schritte auf dem langen Weg einer transkulturellen Öffnung der (entwicklungs)politischen und internationalistischen Szene in Deutschland.
Sich dieser Aufgabe zu stellen, braucht jedoch für uns PoC vor allem und immer wieder auch emotionale Stärkung und Stärke – Empowerment. An diesem Juniwochenende machen wir uns gemeinsam ein Stück stärker und stark für antirassitisches Zusammenleben und Engagement.

Weitere Infos:
>> Training „Empowerment für Entwicklung“

↑ zurück nach oben

ANTIRASSISMUS-TRAINING:
Fr., 18.08. (16h) – So., 20.08.17 (16h), Zierenberg (bei Kassel)

Antirassistische Bewusstseinsbildung in der (entwicklungs)politischen Arbeit

Antirassismus-Training für EinsteigerInnen. Mit den Phoenix-Trainern Mahmut Delice und Florian Fischer

In der entwicklungspolitischen Bildungs- und Projektarbeit, aber auch in der (politischen) Alltagskultur sind Kooperationen, Bildungsmaterialien, Bilder und Sprache nicht frei von Rassismen und Ausgrenzungen. Wir halten es für notwendig, uns diese bewusst zu machen und nicht zu reproduzieren, was wir eigentlich verhindern wollen (u.a. Machtgefälle, Hierarchien, Vorurteile). Verschiedene „Kulturen“, „Rassen“, „Ethnien“, „Religionen“? „Schwarze“, „Weiße“, „People of Colour“? „Wir“ und „die anderen“? Was wissen wir über „die anderen“ und was über „uns selbst“? Was ist „erlernt“, was ist „wahr“ und was „Konstruktion“? …
Das Grundlagen-Training richtet sich an Mitglieder der weißen Mehrheitsgesellschaft, die ihre Prägungen und ihr Verhalten reflektieren, Geschichte und Wirkungsweise von Rassismus näher kennen lernen und gemeinsam an den Grundlagen für einen Perspektivenwechsel in der internationalen Arbeit feilen möchten: „Das Anti-Rassismus-Training hilft, die Eingebundenheit der eigenen Persönlichkeit in rassistische Denk- und Gefühlsmuster zu erkennen und einen Bogen zu schlagen zu der rassistischen Prägung in der Sozialisation. Im Alltag werden diese Prägungen immer wieder bestätigt. Die politische Alltagskultur verstärkt zudem diese Klischees. Das Training will Erkenntnis stärken, den Kontakt zum eigenen Ich verstärken und stellt letztendlich die Frage: Wie kann ich wirkungsvoll etwas gegen Rassismus unternehmen?“ (Phoenix e.V.)

Weitere Infos:
>> Training „Antirassistische Bewusstseinsbildung“

↑ zurück nach oben

Aus dem Netzwerk

– Zentrum Oekumene verleiht Ausstellung „Will leben – willkommen“
– Klima-Bündnis läutet STADTRADELN-Kampagne 2017 ein
– cbm entwickelt neuen Lernbaustein „Vielfalt und Vorurteile“
– Wenn zwei eine Reise tun … lobOlmo erweitern ihre Fair Trade-Bilddatenbank

↑ zurück nach oben

Zentrum Oekumene verleiht neue Ausstellung: „Will leben – willkommen“

„Will leben – Willkommen“ ist eine Ausstellung in acht Stationen zum Themenkomplex Flucht und Migration. Die von Brot für die Welt und Diakonie Katastrophenhilfe erstellten interaktiven Stationen zeigen ein breites Spektrum von Ursachen und Gründen auf, die Menschen dazu bringen, ihr Land zu verlassen. Die Stationen „Was kann ich tun?“ und „Guter Rat beim Ankommen“ laden darüber hinaus dazu ein, selbst aktiv zu werden. Ziel der Ausstellung es, Menschen darin zu stärken, Komplexität auszuhalten, ohne in populistische Lösungswege zu verfallen. Die Ausstellungsmaterialien sind für Menschen ab 14 Jahren geeignet. Für das Durchlaufen der Stationen werden 1,5 bis 2 Zeitstunden gebraucht. Da die Stationen nicht aufeinander aufbauen, können mehrere Kleingruppen (insgesamt maximal 32 Personen) an verschiedenen Stationen gleichzeitig arbeiten. Die Ausstellung kann gegen Hinterlegung einer Kaution kostenlos im Zentrum Oekumene der EKHN und der EKKW ausgeliehen werden. Sie ist handlich in einem Rollkoffer transportierbar.

Weitere Infos:
Ausleihe in Frankfurt über Tel.: 069-976518-25 bzw. E-Mail: hadj-said[at]zentrum-oekumene.de. Oder über die Außenstelle des Zentrums Oekumene im Landeskirchenamt der EKKW in Kassel, Tel.: 0561-9378-383 bzw. E-Mail: dawin[at]zentrum-oekumene.de

↑ zurück nach oben

Klima-Bündnis läutet STADTRADELN-Kampagne 2017 ein

Ab Mai heißt es wieder „umsatteln für mehr Klimaschutz!“ Dann nämlich läutet EPN Hessen-Mitglied Klima-Bündnis die zehnte Runde der Kampagne STADTRADELN ein: BürgerInnen und Mitglieder der kommunalen Parlamente sind wieder aufgerufen, für ein gutes Klima und mehr Radverkehrsförderung um die Wette zu radeln. Mitmachen lohnt sich dabei doppelt: Mit jedem geradelten Kilometer verhelfen aktive TeilnehmerInnen ihrer Kommune zu besseren Chancen bei der Platzierung im Wettbewerb um die fahrradaktivsten Kommunen und Kommunalparlamente und – noch viel wichtiger – setzen damit ein Zeichen für mehr Klimaschutz und Radverkehr in ihrer Kommune. Geradelt werden kann von Mai bis September während eines dreiwöchigen Zeitfensters, für das sich die Kommune vorgängig angemeldet hat. Schon jetzt können sich BürgerInnen aus bereits angemeldeten Städten, Gemeinden und Landkreisen für die Aktion registrieren. Tolles Novum in diesem Jahr: Erstmals können auch Kommunen außerhalb Deutschlands am Stadtradeln mitradeln. Kommunen können so beispielsweise ihre Partnerstädte einladen, um zeitgleich an der Kampagne teilzunehmen – eine gute Möglichkeit, die freundschaftlichen Verbindungen zu den Partnerstädten über eine gemeinsame Umweltaktion zu vertiefen!

Weitere Infos:
>> STADRADELN-Webseite
>> englischsprachige Webseite der Kampagne

↑ zurück nach oben

cbm entwickelt neuen Lernbaustein „Vielfalt und Vorurteile“

Vorurteile sind häufig an bestimmte Bilder von Personengruppen geknüpft und gehen mit abwertenden Pauschalurteilen einher. Die Folge können Ausgrenzung und Diskriminierung sein. „Behinderung“ ist dabei ein Merkmal, das oft davon betroffen ist. Die Christoffel-Blindenmission (cbm) hat dazu in Zusammenarbeit mit der Stiftung Jugend und Bildung den neuen Lernbaustein „Vielfalt und Vorurteile“ für den Unterricht in der Sekundarstufe (Sek I) ab Klasse 9 konzipiert und realisiert: Über eine spielerische Einstiegsaufgabe nähern sich SchülerInnen der Thematik und machen sich den Unterschied zwischen den Begriffen „Stereotyp“ und „Vorurteil“ bewusst. An aktuellen Fallbeispielen untersuchen sie, welchen gängigen Vorurteilen Menschen mit Behinderungen ausgesetzt sind und welche Rolle unter anderem die Medien dabei spielen. Abschließend steht die Frage im Mittelpunkt, wie Begegnungsorte mit Menschen mit Behinderungen geschaffen werden können, um ein selbstverständliches Miteinander zu leben und Vorurteile zu überwinden. Die SchülerInnen lernen so zu verstehen, was „Vielfalt leben“ auch in ihrem Alltag bedeutet: Sie können ihr eigenes Denken und Handeln überprüfen, anhand von Beispielsituationen Vorurteile erkennen und aus der gemeinsamen Reflexion Schlüsse für das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderungen ziehen.

Weitere Infos:
>> „Vielfalt und Vorurteile“ – der Lernbaustein (PDF)
>> Lehrerinfo zu „Vielfalt und Vorurteile“ (PDF)
>> Weitere cbm-Unterrichtsmaterialien zum Thema „Inklusion“

↑ zurück nach oben

Netzwerkmitglieder laden ein:
VERANSTALTUNGSTIPPS aus dem Netzwerk

↓ fair-ein: „Schweine im Weltmarkt“ – Vortragsabend zu Fleischkonsum (06.04.)
↓ Nepali Samaj: 3. Frankfurter Nepal-Tag (22.04.)
↓ Zentrum Oekumene: Fachtag Spiele-Entwicklung (11.05.)

↑ zurück nach oben

VORTRAG & DISKUSSION:
Do., 06.04.17 (19.30h), Frankfurt/M.

Schweine im Weltmarkt

„Schweine im Weltmarkt: Weltweite Auswirkungen des wachsenden Fleischkonsums und die Rolle der EU“. Präsentation, Bilder und Diskussion mit Tobias Reichert (Germanwatch). Veranstalter: fair-ein e.V. und Weltladen Bornheim

Globalisierung ist in aller Munde. Im wahrsten Sinne des Wortes! Weltweit wachsen Städte und „Mittelschichten“ – und mit ihnen Konsumgewohnheiten, die bis vor kurzem nur in Industrieländern üblich waren. Das heißt: Mehr Fertigprodukte und vor allem mehr tierische Produkte wie Fleisch und Milch werden verzehrt. Bei uns in Deutschland hat sich der Fleischkonsum zwischen 1950 und 2012 mehr als verdoppelt. Dabei landen im Jahr umgerechnet über 4 Millionen Schweine im Hausmüll und es werden 7-mal so viele Hühnerreste nach Afrika verschifft wie noch vor 5 Jahren. Diese Entwicklung hat kritische Folgen für Ernährung und Gesundheit weltweit. BäuerInnen sowohl hier und als auch in Entwicklungsländern kämpfen mit den Auswirkungen, Umwelt und Klima leiden. Darüber und über die Rolle, die dabei der EU-Agrarpolitik zukommt, wir an diesem Abend mit Referent Tobias Reichert diskutiert.

Weitere Infos:
>> Vortrags- und Diskussionsabend „Schweine im Weltmarkt“
>> fair-ein-Webseite

↑ zurück nach oben

TAGESVERANSTALTUNG:
Sa., 22.04.17 (16h), Frankfurt/M.

3. Frankfurter Nepal-Tag

Vorträge, Kulturprogramm, Kulinarisches. Veranstalter: Nepali Samaj e.V.

EPN Hessen-Mitglied Nepali Samaj e.V. lädt zum dritten Frankfurter Nepal-Tag ein – einem spannenden Tag rund um Nepal. Schirmherr der Veranstaltung ist Oberbürgermeister Peter Feldmann. Neben verschiedenen Vorträgen, wartet ein vielfältiges Kulturprogramm und eine Fotoausstellung auf die hoffentlich wieder zahlreich erscheinenden TeilnehmerInnen. Ein Kinderprogramm sorgt auch bei den jüngeren Gästen für Abwechslung und für das leibliche Wohl wird ebenfalls gesorgt. Die Veranstaltung dient insbesondere zum interkulturellen Austausch und zur Vernetzung.

Weitere Infos:
>> Der 3. Frankfurter Nepal-Tag auf Facebook
>> Nepali Semaj-Webseite

↑ zurück nach oben

FACHTAG:
Do., 11.05.17 (10-17h), Frankfurt/M.

Schwieriges spielend vermitteln

Fachtag Spiele-Entwicklung. Mit den ReferentInnen Till Meyer und Nicole Stiehl. Veranstalter: Zentrum Oekumene der EKHN und EKKW

Themen aus dem Bereich Gerechtigkeit und Entwicklung lassen sich oft nicht leicht vermitteln. In diesem Seminar soll versucht werden, dazu einen spielerischen Zugang zu finden. Denn durch Spiele lassen sich schwierige Themen mitunter sehr viel besser vermitteln als durch lange Vorträge. Was aber, wenn es keine fertigen Spiele gibt für Themen und Zielgruppen, die einem wichtig sind? Die beiden ReferentInnen Till Meyer und Nicole Stiehl haben schon viele interessante Spiele entwickelt und werden den TeilnehmerInnen helfen, selbst Spiele zu entwerfen. Die beiden Spielpädagogen von Spieltrieb, einem Unternehmen, das seit seiner Gründung über 60 Spiele produziert hat, werden die notwendigen Grundlagen der Spiele-Entwicklung vermitteln und zeigen, dass die Entwicklung eines Spiels gar nicht so schwierig ist.
Dazu wird auch eine Einführung in die Spieltheorie gegeben und vorhandene Spiele gemeinsam auf ihre Vorteile und Schwachstellen hin analysiert. Daran anschließend wird das Gelernte umgesetzt, indem selbst Spiele entwickelt und gestaltet werden.

Weitere Infos:
>> Veranstaltungsflyer „Schwieriges spielend vermitteln“ (PDF)
>> Webseite des Zentrum Oekumene der EKHN und EKKW

↑ zurück nach oben

Aus der EPN Hessen-Geschäftsstelle – Verstärkung im Team

Seit Februar erhält das EPN Hessen Verstärkung durch eine neue Mitarbeiterin: Angeline Edith Moser hat mit einer halben Stelle den Verwaltungsbereich in der Geschäftsstelle übernommen.
Angeline Edith Moser hat in Kamerun Germanistik studiert und ihr Studium mit dem Bachelor abgeschlossen. Danach hat sie mehr als acht Jahre als Sekretärin sowie Finanz- und Verwaltungsassistentin im ländlichen Trinkwasserprogramm PROVILLAGE beim Deutschen Entwicklungsdienst DED in Kamerun gearbeitet. Nach ihrem Umzug nach Deutschland vor zwölf Jahren hat sie erst als kaufmännische Sachbearbeiterin bei einer großen Bank gearbeitet, bevor sie nach einer Weiterbildung im Bereich Accounting und Administration in der Luftfrachtspedition tätig war.
Da Ihr Herz nie aufgehört hat für die Eine Welt-Arbeit zu schlagen, freut sie sich, nun in der EPN Hessen-Geschäftsstelle wieder näher an entwicklungspolitischen Themen zu sein. Wir wiederum freuen uns, Angeline Edith Moser als sachkundige Kollegin für unser Team gewonnen zu haben!

↑ zurück nach oben

„Hessen entwickeln für die Eine Welt“ –
Neues aus dem PromotorInnen-Programm:

↓ Neue hessische Fachpromotorin für Fairen Handel und nachhaltige Beschaffung
↓ Unser bundesweites Eine Welt-PromotorInnen-Programm goes www
↓ Rückblick auf den pädagogischen Tag an der Willy-Brandt-Schule in Gießen
↓ 2. Vernetzungstreffen hessischer Fairtrade-Kommunen und -Kreise (24.04.)
↓ Bildungsurlaubsangebot „Zukunftsfähig leben und arbeiten!?“ (24.04.-28.04.)

↑ zurück nach oben

Neue hessische Fachpromotorin für Fairen Handel und nachhaltige Beschaffung

Wechsel im Team der hessischen Eine Welt-PromotorInnen! Ende 2016 hat uns unsere lieb gewonnene Kollegin Laura Kaluza verlassen, um sich zu neuen spannenden Ufern aufzumachen. Das EPN Hessen und das PromotorInnen-Team danken ihr für den Elan und das große Engagement, das sie in das PromotorInnen-Programm eingebracht hat. Für ihren weiteren Weg wünschen wir ihr alles Gute und hoffen, dass sich unsere Wege irgendwann wieder kreuzen.

Im Februar ist nun Maria Tech in ihre Fußstapfen getreten. Sie ist unsere neue hessische Fachpromotorin für Fairen Handel und nachhaltige Beschaffung. Anstellungsträger ist weiterhin der Weltladen Darmstadt. Maria Tech hat nach einer Ausbildung zur Außenhandelskauffrau Politik- und Sozialwissenschaft studiert und sich eingehend mit Themen rund um den Fairen Handel und Unternehmensverantwortung befasst.
Vor ihrer Tätigkeit als Fachpromotorin war sie in verschiedenen entwicklungspolitischen Zusammenhängen aktiv, u.a. als Bildungsreferentin für Fairen Handel und als Gutachterin im Themenfeld Unternehmensverantwortung. Als Promotorin unterstützt sie die hessischen AkteurInnen und Aktiven rund um Fairen Handel und nachhaltige Beschaffung durch Information, Beratung und Vernetzung darin, ihren jeweiligen Beitrag zu einem global verantwortlichen Wirtschaften zu leisten. Sie freut sich über Austausch und Kooperationen mit AkteurInnen aus Vereinen, Initiativen und Verbänden, den hessischen Kommunen, Schulen und allen, die nach Wegen suchen, verantwortungsvoll(er) zu wirtschaften und lädt Aktive und Interessierte rund um Fairen Handel und nachhaltige Beschaffung herzlich ein, sich mit ihr in Verbindung zu setzen.

Kontaktiert werden kann die neue hessische Fachpromotorin für Fairen Handel und nachhaltige Beschaffung Maria Tech per E-Mail (maria-tech[at]epn-hessen.de) oder telefonisch im Weltladen Darmstadt unter 06151-21911.

Weitere Infos:
>> Das Eine Welt-PromotorInnen-Programm & die PromotorInnen in Hessen

↑ zurück nach oben

Unser bundesweites Eine Welt-PromotorInnen-Programm goes www

Insgesamt mehr als 130 PromotorInnen setzen sich in mittlerweile allen 16 Bundesländern für eine sozial gerechte und global nachhaltige Entwicklung ein. Sie unterstützen Initiativen, die neue Wege gehen wollen, entwickeln zusammen mit engagierten Menschen vor Ort neue kreative Ideen, Kampagnen und Aktionen und stärken zivilgesellschaftliche Gruppen und Organisationen durch Beratung, Qualifizierung und Vernetzung. Um das Programm bundesweit noch stärker publik zu machen, um einen konkreten Eindruck der vielfältigen Arbeit der PromotorInnen vermitteln zu können und um den Kontakt zu der Promotorin oder dem Promotor vor Ort zu erleichtern, gibt es seit März das neue Onlineportal „Promotor*innen für eine Welt“. Über eine Datenbank spielend leicht auffindbar, findet sich hier alles rund um das Eine Welt-PromotorInnen-Programm: Welche Ziele das Programm verfolgt, zu welchen Themen die Regional- und FachpromotorInnen arbeiten sowie Beispielprojekte aus den verschiedenen Bundesländern. Sämtliche Eine Welt-PromotorInnen stellen sich persönlich kurz vor und geben einen kleinen Einblick in ihre Arbeit vor Ort … Wenn Sie konkrete Unterstützung oder KooperationspartnerInnen für Ihre Eine Welt-Arbeit brauchen, Inspirationen zu eigenen Aktionen suchen oder sich einfach mal über das Programm informieren möchten: Diese neue Portal „Promotor*innen für eine Welt“ ist Ihre Anlaufstation!

Weitere Infos:
>> Das neue Webportal „Promotor*innen für eine Welt“

↑ zurück nach oben

Rückblick auf den pädagogischen Tag an der Willy-Brandt-Schule in Gießen

Mit der großen Vielfalt an Berufsfeldern bietet die Willy-Brandt-Schule Gießen (WBS) als berufliche Schule des Landkreises ein breit gefächertes Bildungsangebot für junge Menschen mit unterschiedlichen Ausbildungszielen. In den verschiedenen Ausbildungsgängen der WBS spielen globale Zusammenhänge auf ganz unterschiedliche Art und Weise eine Rolle. Um das Kollegium der Schule zu befähigen, Zusammenhänge zwischen dem Arbeitskontext in Deutschland und dem globalen Kontext herzustellen, wurde am 6. Februar ein pädagogischer Tag zu Globalem Lernen ausgerichtet. Mit Unterstützung der hessischen Fachpromotorin für Globales Lernen, Lydia Koblofsky, und vielen ehrenamtlichen oder freiberuflichen BildungsreferentInnen unterschiedlicher Vereine und Initiativen entstand ein abwechslungsreiches Programm, das Möglichkeiten aufzeigte, Globales Lernen als Querschnittsperspektive in der Berufsschule zu verankern.


Kontakt:
Lydia Koblofsky – Fachpromotorin für Globales Lernen & Nachhaltigkeit
06421/1659490 – lydia.koblofsky[at]marburger-weltladen.de

↑ zurück nach oben

VERNETZUNGSTREFFEN:
Mo., 24.04.17 (10-16.30h), Bad Homburg

2. Vernetzungstreffen hessischer Fairtrade-Kommunen und -Kreise

VeranstalterInnen: Stadt Bad Homburg v. d. Höhe und Entwicklungspolitisches Netzwerk Hessen in Kooperation mit Fairtrade Deutschland, dem Hessischen Städtetag und dem Hessischen Städte- und Gemeindebund

Das kommunale Engagement für den Fairen Handel in Hessen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Zahlreiche Kommunen wurden im Rahmen der Kampagne „Fairtrade-Towns“ bereits ausgezeichnet, viele weitere Städte und Gemeinden befinden sich im Bewerbungsprozess. Auch die Idee der Fairtrade Kreise greift immer weiter um sich – und damit der Wunsch nach einer stärkeren Vernetzung. Deshalb laden die Veranstalter am 24. April zum 2. Vernetzungstreffen hessischer Fairtrade-Kommunen und -Kreise ein. Das Treffen richtet sich an die hessischen Fairtrade-Towns mit den vor Ort aktiven Steuerungsgruppen, sowie an jene Kommunen, die erwägen Fairtrade-Town zu werden. Es bietet die Möglichkeit, sich mit zivilgesellschaftlichen und kommunalen VertreterInnen hessischer Fairtrade-Städte auszutauschen und Ideen für die eigene Arbeit vor Ort zu gewinnen. Mit Impulsreferaten, Workshops und anhand von konkreten Beispielen wird u.a. darauf eingegangen werden, wie Aktivitäten für Faires Handeln nach der Zertifizierung vertieft werden können und welche Handlungsspielräume in Kommunen für faire und nachhaltige Beschaffung bestehen. Es wird zudem Raum für Austausch und Vernetzung geben. Anmeldeschluss ist am 17. April 2017.

Weitere Infos:
>> Einladung und Programm zum Vernetzungstreffen (PDF)
>> Rückschau auf das 1. Vernetzungstreffen im März 2016 in Darmstadt
>> Webseite der Fairtrade Towns-Kampagne

↑ zurück nach oben

BILDUNGSURLAUB:
Mo., 24.04. – Fr., 28.04.17, Marburg

Zukunftsfähig leben und arbeiten!?

„Zukunftsfähig leben und arbeiten!? Das Prinzip der Nachhaltigkeit am Beispiel Landwirtschaft und Ernährung“. Ein Bildungsurlaub mit Referent Dirk Posse. Eine Veranstaltung der vhs Marburg in Zusammenarbeit mit ARBEIT und LEBEN, dem Hessischen Volkshochschulverband und in Kooperation mit dem hessischen Eine Welt-PromotorInnen-Programm

Stadtgärten, lokale Molkereien oder Solidarische Landwirtschaft: In Marburg gibt es viele Initiativen, die Ansätze einer nachhaltigen Landwirtschaft und Ernährung in die Praxis umsetzen. Während des Bildungsurlaubs werden diese und andere Orte in Marburg besucht, um Nachhaltigkeit zu erleben, zu erfahren und zu erforschen. Neben den Exkursionen werden die Teilnehmenden des Bildungsurlaubs durch Filme, Gespräche und Gruppenarbeit in die Lage versetzt, sich mit dem komplexen Themenfeld Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen.

Zur besseren Planung bitten wir Interessierte, sich baldmöglichst anzumelden.

Weitere Infos:
>> Programmflyer „Zukunftsfähig leben und arbeiten!?“ (PDF)

↑ zurück nach oben

Der Marshallplan für Afrika – alter Wein in neuen Schläuchen?

Das Schlagwort „Afrika“ hat Hochkonjunktur in der deutschen Politik. Angela Merkel hat die Zusammenarbeit mit dem Kontinent ganz oben auf die Agenda der deutschen G20-Präsidentschaft gesetzt und forciert damit die internationale Abstimmung über die Bekämpfung der sogenannten „Fluchtursachen“. Aber auch Bundesentwicklungsminister Gerd Müller hat mit seinem im Januar vorgestellten „Marshallplan mit Afrika“ neue Ansätze in der Zusammenarbeit angekündigt. Die Frage nach Sinn und Wirksamkeit der Entwicklungshilfe wird immer wieder gestellt, nicht nur die unsichere politische Situation in vielen Weltregionen lässt alte Bündnisse und Ziele aufbrechen, auch die asiatischen Geber, vornehmlich China, verändern die angestammten Wege der EZ. Die Idee eines Marshallplans für Afrika spiegelt den Plan der USA wieder, der nach dem Zweiten Weltkrieg in Europa initiiert wurde, um den Wirtschaftsmotor auf dem Kontinent mit einer Finanzspritze von 100 Milliarden US-Dollar wieder zum Laufen zu bringen und eine steile Wachstumskurve in Gang setzte, die die industrielle Produktion auf 35 Prozent klettern ließ.

Die Säulen des Müller’schen Marshallplans stellen Wirtschaft, Handel und Beschäftigung einerseits sowie Frieden, Sicherheit und Stabilität andererseits dar. Dazu kommen noch Demokratie, Rechtstaatlichkeit und Menschenrechte. Der Minister betonte, der Marshallplan sehe eine partnerschaftliche Kooperation, die auf afrikanische Eigeninitiative und Eigenverantwortung setzt. Dabei sollen reformorientierte Partnerländer stärker als bisher unterstützt werden und die deutsche Entwicklungspolitik wolle so bessere Anreize für eine eigenverantwortlich gestaltete nachhaltige Entwicklung setzen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Investitionsförderung, so sollen vor allem Unternehmen und Investitionen nach Afrika gelockt werden, um Perspektiven in afrikanischen Ländern aufzubauen, frisches Geld solle nicht in die Hand genommen, sondern vorhandenes in neue Bahnen gelenkt werden. Ziel müsse es sein, deutsche Unternehmen besser auf dem Kontinent zu verankern und deutlich mehr als die bisher 1000 deutschen Unternehmen auf die afrikanischen Märkte zu locken.

Viele Schlussfolgerungen im vorgelegten Konzept sind wieder die gleichen wie zuvor: Die deutliche Betonung von Investitionsförderung mit einem stärkeren Engagement von deutschen Unternehmen in afrikanischen Ländern lässt die Vermutung aufkommen, dass alte Abhängigkeitsverhältnisse weiter aufrechterhalten werden sollen. Auch die enge Zusammenarbeit zwischen Entwicklungs- und Wirtschaftsministerium, um Investitionen von deutschen Unternehmen zu fördern, macht das deutlich. Allerdings steht auch dieser Plan im Zeichen der sogenannten „Fluchtursachenbekämpfung“.


Weitere Infos:
>> „Marshallplan mit Afrika“ auf der Webseite des BMZ
>> VENRO Pressemitteilung „Auf schöne Versprechen müssen Taten folgen“
>> MiGAZIN-Artikel zum Marshallplan mit Afrika
>> EurActiv-Artikel mit (kritischen) Stimmen aus Afrika
>> FAZ-Artikel „Ein Marshall-Plan löst Afrikas Probleme nicht“

↑ zurück nach oben

Ein Blick auf Rassismus in Deutschland am UN-Gedenktag für die Opfer der Sklaverei

Der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer der Sklaverei und des transatlantischen Sklavenhandels findet seit 2007 jeweils am 25. März statt. Mit ihm setzen sich die Vereinten Nationen dafür ein, der Bevölkerung die Gefahren von Rassismus und Vorurteilen bewusst zu machen. In diesen Tenor reiht sich auch die Erklärung des Deutschen Instituts für Menschenrechte in Berlin ein, die anlässlich des Gedenktages öffentlich Stellung bezog. Es fordert eine stärkere Bewusstseinsbildung für die strukturelle rassistische Diskriminierung von Menschen afrikanischer Abstammung in der Gesellschaft sowie die Vermeidung stereotyper und pauschalisierender Darstellungen Schwarzer Menschen bzw. des afrikanischen Kontinents. In diesem Zusammenhang brauche es v.a. Aufklärung und Menschenrechtsbildung. So wird den Bundesländern dringend empfohlen, die bisher massiv vernachlässigten Themen Rassismus und Sklaverei in die Bildungspläne aufzunehmen, Bildungsmaterialien zu überarbeiten und Menschen afrikanischer Abstammung sowie Schwarze Menschen in Konzeptentwicklungen und Durchführungsmaßnahmen einzubeziehen.

Das diese Forderung in keiner Weise aus der Luft gegriffen sind, bestätigte jüngst eine fünfköpfige Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen, die in der Woche vom 20.-27. Februar auf Einladung der Bundesregierung für eine Bestandsaufnahme durch verschiedene bundesdeutsche Städte – u.a. auch Frankfurt/M. – reiste. Im Rahmen der UN-Dekade für Menschen afrikanischer Abstammung hat sie zum ersten Mal untersucht, wie die Situation schwarzer Menschen in der Bundesrepublik Deutschland ist und wie sie konkret mit Rassismus und Diskriminierung konfrontiert sind.


Weitere Infos:
>> Pressemitteilung des Deutschen Instituts für Menschenrechte
>> UN-Meldung zu den Ergebnissen der UN-Delegation

↑ zurück nach oben

Schlaglicht: 08. März – Internationaler Frauentag

Den Internationalen Frauentag oder auch Weltfrauentag gibt es schon seit über 100 Jahren und war stets geprägt von der internationalen Vernetzung. Ursprünglich von Arbeiterinnen aus dem Textilsektor in den USA angeregt, wurde die Idee auf der sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen im Jahr 1910 aufgegriffen. Über 100 Frauen aus 17 Nationen beschlossen hier in einer Resolution, von nun an jedes Jahr einen Frauentag abzuhalten, der vor allem für die Erlangung des Frauenwahlrechts kämpfen sollte. In den kommenden Jahren zog der Internationale Frauentag in immer mehr Ländern Demonstrationen und Kundgebungen an, der 8. März kristallisierte sich als gemeinsames Datum heraus. Die Themen wurden in den nächsten Jahrzehnten vielfältiger: unter anderem die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Frauen, die gesellschaftliche Gleichberechtigung oder faire Bezahlung standen, und stehen, auf der Agenda.

Die internationale Bedeutung wurde einige Jahrzehnte später von den Vereinten Nationen aufgenommen: Das Jahr 1975 wurde von der Generalsversammlung als Jahr der Frauen ausgerufen und die erste Weltfrauen-Konferenz wurde in Mexiko-Stadt ausgerichtet. Daraus resultierte auch im Jahr 1976 die Schaffung des Entwicklungsfonds der Vereinten Nationen für Frauen UNIFEM, seit dem Jahr 2011 bekannt als UN Women, der finanzielle und technische Unterstützung bei Innovationsprogrammen mit Berücksichtigung der Gender-Perspektive ermöglichen sollte. Dabei standen die Verwirklichung frauenspezifischer Menschenrechtsanliegen, politische Gleichberechtigung und ökonomische Chancengleichheit im Zentrum. Die Vereinten Nationen verabschiedeten 1977 eine Resolution, in der jedes Land aufgefordert wurde, in Zusammenhang mit seinen historischen und nationalen Traditionen einen Tag des Jahres als Internationalen Tag für die Rechte der Frauen und den Weltfrieden vorzuschlagen, der in vielen Ländern offiziell der 8. März war. Alle Länder wurden aufgerufen, die Diskriminierung von Frauen zu beseitigen und bessere Bedingungen für die vollständige und gleichberechtigte Beteiligung an der sozialen Entwicklung zu schaffen.


Weitere Infos:
>> Dossier des Archivs der deutschen Frauenbewegung
>> Themenseite der Vereinten Nationen (in englischer Sprache)
>> Beitrag von Claudia von Braunmühl im Inkota-Brief 155
>> Oxfam-Studie „An economy that works for women“ (in englischer Sprache)
>> Aufruf der Kampagne ONE „Armut ist sexistisch“

↑ zurück nach oben

Wenn eineR eine Reise tut … 2017: UN-Jahr des nachhaltigen Tourismus

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat das Jahr 2017 zum Jahr des nachhaltigen Tourismus für Entwicklung erklärt. Die Welttourismusorganisation, the World Tourism Organization (UNWTO), wurde damit beauftragt, über verschiedene Plattformen Aufmerksamkeit zu schaffen für die Möglichkeiten des nachhaltigen Reisens. Gerade um die Sustainable Development Goals (SDGs) und die Agenda 2030 zu unterstützen, soll ein Umdenken angestoßen werden. Dafür sollen öffentliche und private Entscheidungsträger sensibilisiert und zur Zusammenarbeit mit Anbietern und lokalen Kräften angeregt werden, um auch den Tourismus in den Köpfen aller stärker mit dem Gedanken der Nachhaltigkeit zu verknüpfen.

Dabei ist Tourismus einer der Bereiche, der in fast allen Ländern große Bedeutung genießt und verschiedene Aspekte der Nachhaltigkeit verbinden kann. Fünf Bereiche werden von den Vereinten Nationen besonders herausgestellt. Einerseits gehört hierzu inklusives und nachhaltiges Wirtschaftswachstum: seit dem Jahr 2009 ist die Anzahl der TouristInnen jährlich um vier Prozent oder mehr gestiegen und der Tourismus stellt zehn Prozent des weltweiten GDP. Die Frage nach sozialer Inklusion, der Reduktion von Armut und die Schaffung von Arbeitsplätzen wird besonders berührt: Tourismus ist die größte Einnahmequelle in vielen Ländern des Globalen Südens und es sind fast doppelt so viele Frauen in diesem Wirtschaftszweig angestellt als in anderen Bereichen. Ein weiterer wichtiger Bereich ist der Umwelt- und Klimaschutz: die Einnahmen aus nachhaltigem Tourismus werden oft für Projekte zum Erhalt der Biodiversität oder des Artenschutzes genutzt. Aber auch der Erhalt des kulturellen Erbes und traditioneller Bräuche wird gefördert. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Förderung des interkulturellen Austausches, da gegenseitiges Verständnis vor allem durch direkten Kontakt möglich wird und Frieden und Sicherheit fördern kann.

Somit kommt dem Tourismus eine zentrale Bedeutung in vielen Dimensionen der Nachhaltigkeit zu, die Potenziale in der Theorie werden aber oft mit der Wirklichkeit konfrontiert.


Weitere Infos:
>> Offizielle Webseite der Welttourismusorganisation
>> Zum UN-Jahr 2017 auf der Webseite der DGVN
>> Kommentar zum UN-Jahr 2017 auf www.fairunterwegs.org

↑ zurück nach oben

Materialien

↓ Eine Welt Netzwerk Bayern: 11. Publikation im Rahmen des Runden Tisches
↓ erlassjahr.de/MISEREOR: Schuldenreport 2017 veröffentlicht
↓ glokal e.V.: e-Buch zur Spendenwerbe-Praxis internationaler Hilfsorganisationen
↓ dw: Neues Multimediaprojekt „Afro.Deutschland“
↓ iz3w: Ausgabe 359 zum Themenschwerpunkt Rechtspopulismus
↓ Netzwerk Selbsthilfe: Der begehrte Fördertopf-Wegweiser in Neuauflage

↑ zurück nach oben

Eine Welt Netzwerk Bayern: 11. Publikation im Rahmen des Runden Tisches

Globalisierung bietet Chancen für Wachstum, Beschäftigung und Einkommen sowohl bei uns als auch in sogenannten Entwicklungsländern. Allerdings führt Globalisierung nicht von sich aus zu einer sozial gerechten und ökologisch nachhaltigen Entwicklung und bedarf deshalb der aktiven politischen Gestaltung. Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Politik und Wissenschaft sind hier gefordert, ihren je eigenen Beitrag zu leisten. Der Runde Tisch Bayern: Sozial- und Umweltstandards bei Unternehmen, den das Eine Welt Netzwerk Bayern e.V. jährlich durchführt, ist eine kontinuierliche Plattform zur Beförderung des Dialoges über die weitere Entwicklung im Bereich Sozial- und Umweltstandards bei Unternehmen. In der vorliegenden Publikation werden Anforderungen und Ideen für eine stärkere Beachtung und bessere Umsetzung von Sozial- und Umweltstandards bei Unternehmen formuliert. Zu Wort kommen Unternehmen, Politik, Wissenschaft und Nichtregierungsorganisationen.

Die Publikation kann auf der Webseite des Eine Welt Netzwerk Bayern e.V. bestellt werden. Kosten: Euro 5,89 (inkl. 7% Mwst) zzgl. Euro 2,38 Versand (inkl. 19% Mwst).

Weitere Infos:
>> Inhaltsverzeichnis und Bestellmöglichkeit „Elfter Runder Tisch Bayern“

↑ zurück zur Materialien-Übersicht

erlassjahr.de/MISEREOR: Schuldenreport 2017 veröffentlicht

Während zu Beginn der zweiten Märzhälfte die G20-Finanzminister tagten, haben das deutsche Entschuldungsbündnis erlassjahr.de und MISEREOR den Schuldenreport 2017 vorgestellt. Der jährliche Schuldenreport von erlassjahr.de und MISEREOR bietet eine Übersicht über die Situation verschuldeter Entwicklungs- und Schwellenländer und bewertet die Rolle Deutschlands als Gläubiger gegenüber diesen Ländern. Der Report 2017 formuliert zudem Forderungen an die G20 zum Thema Staatsverschuldung. Analysiert werden auch aktuelle Entwicklungen. Besorgniserregendes Fazit des Reports: Immer mehr Länder im Globalen Süden sind kritisch verschuldet und haben kaum mehr die Möglichkeit sich aus eigenen Kräften aus dem Abwärtssog zu befreien. Mit der Kampagne Debt20: Entwicklung braucht Entschuldung – jetzt fordert erlassjahr.de daher die G20 auf, die wachsende Gefahr einer neuen Schuldenkrise endlich ernst zu nehmen und ihr durch entschiedenes politisches Handeln zu begegnen. Konkret werden Lösungen gefordert, die es den verschuldeten Staaten ermöglichen, ihre Schulden durch ein faires Insolvenzverfahren auf ein tragfähiges Maß zu senken. „Sonst besteht die Gefahr, dass sie nicht in der Lage sind, Armut zu überwinden, Menschenrechte zu verwirklichen und die globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) zu erreichen“, so Klaus Schilder, MISEREOR-Experte für Entwicklungsfinanzierung.

Der aktuelle Schuldenreport 2017 kann kostenlos heruntergeladen oder über die E-Mailadresse m.liebal[at]erlassjahr.de in gedruckter Form bestellt werden.

Weitere Infos:
>> Schuldenreport 2017 (PDF)
>> Kampagne Debt20

↑ zurück zur Materialien-Übersicht

glokal e.V.: e-Buch zur Spendenwerbe-Praxis internationaler Hilfsorganisationen

„Die Spitze des Eisbergs: Spendenwerbung der internationalen Hilfsorganisationen – Kritik und Alternativen“, heißt die neuste Publikation von glokal e.V. Die Publikation erschien im Rahmen des Projekts (De-)koloniale Bilderwelten, das glokal in Kooperation mit der Initiative schwarzer Menschen (ISD) aktuell durchführt. Ausgangspunkt des Projekts ist die entwicklungspolitische Spendenwerbung: Durch ihre Platzierung im öffentlichen Raum und in den Medien prägt diese das Bewusstsein der vielen BetrachterInnen, die täglich an diesen Bildern vorbeigehen. Die Bilderwelten, die Krisen im Globalen Süden porträtieren, sind beeinflusst von einer kolonialen Kontinuität. Denn die Körper von Schwarzen Menschen und Menschen of Color werden in passiven, leidenden, abhängigen Positionen gezeigt und auf diese reduziert. Anstöße zu einer kritischen Auseinandersetzung mit Spendenwerbung und Öffentlichkeitsarbeit von Hilfsorganisationen kamen in der Vergangenheit schon von unterschiedlichen Zusammenhängen und Organisationen. Hier stand jedoch meist Kritik im Vordergrund und die Diskussion blieb zudem eher szene-intern auf entwicklungspolitische AkteurInnen beschränkt. Mit dem Projekt (De-)koloniale Bilderwelten wurde versucht, einen Schritt weiter zu gehen: Es sind Künstler dazu eingeladen worden, alternative Werbeplakate zu entwerfen. Die Plakate wurden dann an zentralen Plätzen im öffentlichen Raum Berlins gezeigt und sind nun auch in dieser neuen Publikation dokumentiert. Außer den künstlerischen Beiträgen dieses Projekts versammelt die Broschüre außerdem Stimmen und Gegenentwürfe von AktivistInnen, WissenschaftlerInnen und weiteren KünstlerInnen.

Die Broschüre steht kostenlos zum Download bereit.

Weitere Infos:
>> Broschüre „Die Spitze des Eisbergs“ (PDF)
>> Projekt (De-)koloniale Bilderwelten

↑ zurück zur Materialien-Übersicht

dw: Neues Multimediaprojekt „Afro.Deutschland“

Afro.Deutschland ist ein Multimediaprojekt der Deutschen Welle (dw), dass Formen des Alltagsrassismus aufzeigen und kritisch hinterfragen will. In diesem Rahmen ist der gleichnamige Dokumentarfilm entstanden, in dem der Journalistin Jana Pareigis, der Rapper Samy Deluxe, der Ex-Nationalspieler Gerald Asamoah, der Zeitzeuge Theodor Michael und andere darüber sprechen, wie es ist, als schwarzer Mensch in Deutschland zu leben. Den einstündigen Dokumentarfilm legen wir auch allen entwicklungspolitisch engagierten Menschen ans Herz, denn auch in unserem von Macht geprägten Aktivitäts- und Arbeitsfeld, sind die (selbst)kritische Reflexion von Weißsein sowie das Empowerment von People of Colour (PoC) und AkteurInnen in MigrantInnen- und Diasporaorganisationen wichtige Themen. In „Afro.Deutschland“ kommen ausschließlich Schwarze zu Wort. Der Film sowie das Multimediaprojekt wurden von einem schwarz-weißen Team realisiert.

Den Film kann man sich jederzeit auf der Webseite der Deutschen Welle ansehen.

>> Projekt „Afro.Deutschland“

↑ zurück zur Materialien-Übersicht

iz3w: Ausgabe 359 zum Themenschwerpunkt Rechtspopulismus

Rechtspopulistische Parteien und Bewegungen sind weltweit auf dem Vormarsch. Die Überlegungen der Kritischen Theorie zum ‚autoritären Charakter‘ sind daher hochaktuell. Sie treffen recht genau, was geschieht, wenn beispielsweise Präsident Duterte in den Philippinen für seine demonstrativ zur Schau gestellte Verachtung von Menschenrechten gefeiert wird. Das besonders Unheimliche am Rechtspopulismus ist, dass die Zustimmung zu ihm nicht erzwungen wird, sondern freiwillig erfolgt. Seine AnhängerInnen werden nicht einfach mittels gewiefter Demagogie ‚verführt’, sondern sie verlangen selbstbewusst nach all den Diskriminierungen, die von RechtspopulistInnen an der Macht zu Regierungspolitik gemacht werden. So kommt es zur Faschisierung ganzer Gesellschaften und zu militantem Antifeminismus. Im jüngsten Themenschwerpunkt der Zeitschrift iz3w wird unter dem Titel „Rechtspopulismus – Rebellion der autoritären Charaktere“ kritisch hinterfragt, was der Kampfbegriff Rechtspopulismus taugt, welche Verschwörungstheorien ihm zugrunde liegen und wie sich rechtspopulistische Strömungen in verschiedenen Ländern voneinander unterscheiden.

Das Heft kann für Euro 5,30 digital oder als Printversion erworben werden.

Weitere Infos:
>> Editorial und Bestellmöglichkeit auf der iz3w-Webseite

↑ zurück zur Materialien-Übersicht

Netzwerk Selbsthilfe: Der begehrte Fördertopf-Wegweiser in Neuauflage

Die Publikation „Fördertöpfe für Vereine, selbstorganisierte Projekte und politische Initiativen“ ist ein praxisorientiertes Nachschlagewerk für alle Gruppen und Initiativen, die nach alternativen Finanzierungswegen zur Verwirklichung ihrer Projektideen suchen. Vor kurzem brachte das Netzwerk Selbsthilfe e.V. die vollständig überarbeitete und erweiterte 13. Auflage 2017 heraus. Das 248 Seiten starke Werk porträtiert mehr als 410 regionale, bundesweite und internationale Stiftungen und Förderquellen und bietet umfangreiche Tipps zu Fördermöglichkeiten in den Bereichen Bildung, Jugend, Arbeit, Umwelt, Soziales, Migration, Antifaschismus, Inklusion, Wohnen, Kultur, Frauen, Queer Leben und Entwicklungspolitik. Die sorgfältig recherchierten Hinweise auf unterschiedliche Fördermöglichkeiten, das umfassende Schlagwortregister sowie praktische Tipps und Tricks zur Antragstellung, machen die Broschüre seit jeher zu einem kompetenten und hilfreichen Wegweiser durch das zuweilen undurchsichtige Dickicht der Förderlandschaft.

Beziehbar für Euro 22 plus Porto und Verpackung über die Webseite des Netzwerk Selbsthilfe.

Weitere Infos:
>> Bestellseite zur 13. Auflage der „Fördertöpfe“-Publikation

↑ zurück zur Materialien-Übersicht

Mitmachen: Kampagnen, Wettbewerbe & Ausschreibungen

↓ „Otros mundos. Globales Lernen für junge Menschen“ – Workshop-Angebot für Jugendliche
↓ „Menschenrechte vor Profit“ – E-Mail-Aktion gegen Arbeitsrechtsverletzungen
↓ Warmlaufen I: Schulaktion „Weltklasse! Bildung darf nicht warten“ ab 24. April
↓ Warmlaufen II: Faire Woche vom 15. bis 29. September 2017
↓ Stellenausschreibung: ProjektreferentIn Entwicklungszusammenarbeit (Karl Kübel Stiftung)

↑ zurück nach oben

„Otros mundos. Globales Lernen für junge Menschen“- Workshop-Angebote für Jugendliche

Im Rahmen des Projekts Otros Mundos – Globales Lernen für junge Menschen bietet das Informationsbüro Nicaragua Workshops zu verschiedenen Themen wie Klimawandel und Umweltkonflikte, Kolonialismus und Rassismus, Migration, Menschenrechte und soziale Bewegungen sowie Wirtschaft an. Anhand von partizipativen Übungen werden gesellschaftliche Machtverhältnisse und globale Ungleichheiten reflektiert, sowie Handlungsoptionen erarbeitet. Das Angebot richtet sich an Jugendgruppen und Schulklassen ab 14 Jahren. Die Workshops sind – unabhängig vom Vorwissen – für jede interessierte Gruppe geeignet. Themen, Übungen und Zeiten können je nach Interesse und Voraussetzungen der Gruppe vorabgestimmt werden. Die zeitlich flexiblen Workshops können vor Ort durchgeführt werden, die TeamerInnen kommen direkt in die Klassen- bzw. die Jugendgruppenräume.

Weitere Infos:
>> Flyer „Otros mundos“ zu den Workshop-Angeboten (PDF)
>> Webseite zum Projekt „Otros mundos“

↑ zurück zur Mitmach-Übersicht

„Menschenrechte vor Profit“ – E-Mail-Aktion gegen Arbeitsrechtsverletzungen

Oxfam Deutschland weist im Rahmen der Kampagne „Make Fruit Fair“ (über die in diesem Newsletter auch schon öfters berichtet wurde) bereits seit einigen Wochen auf die katastrophalen Arbeitsbedingungen auf Plantagen von Aldi Nords Fruchtzulieferer Fyffes hin: Der irische Fruchtkonzern ist der führende Bananenimporteur in Europa und einer der größten globalen Händler von Ananas und Melonen. Die ArbeiterInnen in Honduras und Costa Rica werden durch Pestizide vergiftet, erhalten unfairen Lohn, Gewerkschaftsfreiheit gibt es nicht. Aldi Nord ist einer der Abnehmer von Fyffes‘ Früchten – und akzeptiert stillschweigend die katastrophalen Arbeitsbedingungen, obwohl der Supermarktgigant als Großabnehmer erheblichen Druck ausüben könnte. Um dieses Stillschweigen zu brechen, hat die Nichtregierungsorganisation eine Protestaktion gestartet. Tausende mobilisierte UnterstützerInnen appellierten Anfang März an Aldi, bei Fyffes Druck zu machen. Die Reaktion von Aldi: Die E-Mails wurden geblockt, die öffentliche Kritik wird ausgesessen – unternehmerische Verantwortung sieht anders aus … Doch so leicht geben sich die KritikerInnen nicht geschlagen: Die E-Mail-Aktion wurde umgebaut und der Protest fortgesetzt. Oxfman ruft zu weiterer Unterstützung und zur Beteiligung an der Aktion auf.

Weitere Infos:
>> „Menschenrechte vor Profit“ – Zur E-Mail-Aktion von Oxfam

↑ zurück zur Mitmach-Übersicht

Warmlaufen I: Schulaktion „Weltklasse! Bildung darf nicht warten“ ab 24. April

Engagierte Schulen aufgepasst: Am 24. April starten die Weltklasse!-Aktionswochen 2017 mit dem Jahresmotto „Weltklasse! Bildung darf nicht warten“. Mit der jährlichen Aktion macht die Globale Bildungskampagne als Teil der Global Campaign for Education gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen, LehrerInnen und Bildungsbegeisterten bundesweit auf die globale Bildungsmisere aufmerksam und fordern PolitikerInnen zum Handeln auf. Inhaltlicher Schwerpunkt in diesem Jahr bildet das Thema ‚Bildungszugang in Krisen- und Konfliktsituationen‘: Die Aktion will darüber aufklären, warum ein regelmäßiger Schulbesuch gerade in Kriegsregionen besonders wichtig ist. Darüber hinaus werden Schulen und SchülerInnen aber vor allem auch dazu motiviert, selbst aktiv zu werden: Beispielsweise durch die Erstellung von Berichten über Bildungsungerechtigkeiten, mit denen sie an die lokale Gemeinde oder Presse herantreten, durch Briefe an die KandidatInnen für die Bundestagswahl aus dem eigenen Wahlkreis oder durch Einladungen von PolitikerInnen für eine kritische Diskussion an der eigene Schule. Dafür ausgearbeitete Aktionsmaterialien sollen PädagogInnen und MultiplikatorInnen ermutigen, an den Aktionswochen zu partizipieren. Die Materialien können ab sofort kostenlos bestellt oder direkt heruntergeladen werden.

Weitere Infos:
>> Webseite zur Weltklasse!-Aktion
>> Weltklasse!-Aktionsmaterialien

↑ zurück zur Mitmach-Übersicht

Warmlaufen II: Faire Woche vom 15. bis 29. September 2017

Schon seit 15 Jahren gibt es sie, die vom Forum Fairer Handel e.V. in Kooperation mit TransFair und dem Weltladen-Dachverband organisierte bundesweite(n) Faire(n) Woche. Weltläden, Aktionsgruppen, kirchliche Gruppen, Unternehmen, Supermärkte, Fairtrade-Schulen oder gastronomische Betriebe beteiligen sich alljährlich jeweils in der zweiten Septemberhälfte mit mittlerweile über 2000 Veranstaltungen, die über den Fairen Handel in Deutschland und weltweit informiert und ihn mit vielfältigen Aktionen einer möglichst breiten Öffentlichkeit nahebringen will. 2017 findet sie vom 15. bis 29. September statt. Auch wenn es noch eine Weile hin ist bis zu diesem Termin, lohnt es sich, für die, die sich aktiv einbringen wollen, sich frühzeitig über eine ansprechende Aktion Gedanken zu machen. Bereits jetzt können sich Interessierte in der neu eingerichteten Aktionsdatenbank von erfolgreichen Veranstaltungen aus den vergangenen Jahren inspirieren lassen – von der Kochshow über die Stadtwette bis hin zur fairen Modenschau, findet sich dort eine breite Palette an originellen und kreativen Aktionen rund um den Fairen Handel. Wer selber schon eine gelungene Aktion durchgeführt hat und andere an dieser Erfahrung teilhaben lassen möchte, kann diese ebenfalls in der Datenbank eintragen. Darüber hinaus sind dort auch Kosten- und Zeitpläne sowie Musterbriefe abrufbar, um die Planung der eigenen Veranstaltung zu erleichtern.

Weitere Infos:
>> Webseite zur Fairen Woche
>> Aktionsideen für die Faire Woche – die Aktions-Datenbank

↑ zurück zur Mitmach-Übersicht

Stellenausschreibung Karl Kübel Stiftung: ProjektreferentIn Entwicklungszusammenarbeit

Die gemeinnützige und international tätige Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie mit Sitz in Bensheim sucht für die Abteilung Entwicklungszusammenarbeit zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Projektreferentin / einen Projektreferenten in Vollzeit. Zu den Aufgaben gehört die Steuerung, Wirkungsbeobachtung und Finanzkontrolle von Entwicklungsprojekten, die Beantragung von öffentlichen Kofinanzierungen, die Auswahl von Projektpartnern in Ländern des globalen Südens, die Spendenaquise sowie die Unterstützung der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit der Stiftung. Die Stelle ist zunächst auf zwei Jahre befristet. Bewerbungsschluss ist der 30. April 2017.

Weitere Infos:
>> Die Stellenausschreibung ProjektreferentIn Entwicklungszusammenarbeit (PDF)
>> Webseite der Karl Kübel Stiftung

↑ zurück zur Mitmach-Übersicht

Terminlese

Bis So., 10.09.17, Frankfurt/M.
Making Heimat. Germany, Arrival Country
Ausstellung des Deutschen Architekturmuseums mit umfangreichem Rahmenprogramm


Mi, 19.04.17 (20h), Darmstadt
AGROkalypse – Der Tag an dem das Gensoja kam
Filmvorführung und Diskussion im Rahmen des weltweiten Tages der Landlosen (17. April). VeranstalterInnen: attac Darmstadt, Weltladen Darmstadt, FIAN Deutschland e.V, WinD und Solidarische Landwirtschaft e.V.


>Fr., 28.04.17 (18h), Frankfurt/M.
Perspektivwechsel – Bilder und Geschichten, die Mut machen
Kurzvorträge im Rahmen der Ausstellung „Mensch. Frau. Mut.“ VeranstalterInnen: Bistum Limburg in Kooperation mit dem Frauenreferat der Stadt Frankfurt und infrau e.V.


So., 30.04.17 (10-17h), Hanau
Solidarität statt Spaltung
Konferenz mit Vortrag, Arbeitsgruppen und Abschlussdiskussion. Veranstalter: Hanauer Bündnis „Solidarität statt Spaltung“


Do., 11.05. – So., 14.05.17, Frankfurt/M.
24. Fernsehworkshop Entwicklungspolitik
Viertägige Sichtungsveranstaltung von Film- und Fernsehproduktionen zu Themen der Einen Welt


↑ zurück nach oben

Terminkalender

Weitere entwicklungspolitische Veranstaltungen in Hessen finden sich in unserem Terminkalender.

>> EPN Hessen-Terminkalender

↑ zurück nach oben

Der EPN Hessen-Newsletter wird finanziell unterstützt vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung (HMWVL) sowie im Rahmen des Eine Welt-PromotorInnenprogramms vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ):

 

Finanzielle Unterstützung erhalten wir für den Newsletter auch von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW).

 

 

Herzlichen Dank!

↑ zurück nach oben

Druckansicht  Druckansicht