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Newsletter 03/2015

Neue Mitglieder im EPN Hessen

Auch in diesem Monat stellen sich wieder zwei der neuen EPN Hessen-Mitgliedsorganisationen vor: Nepali Samaj e.V. und – ganz frisch dazugekommen – lobOlmo. Dem Netzwerk gehören somit aktuell 96 Mitglieder an.

Nepali Samaj e.V.

Nepali Samaj e.V. hat das Ziel, das Land Nepal und seine Vielfältigkeit in Deutschland vorzustellen und bekannter zu machen. Wir versuchen, dem wirtschaftlich armen Nepal mit all unserem Engagement zu helfen und durch die Unterstützung von lokalen Hilfsprojekten das soziale Leben vor Ort zu verbessern. Außerdem fungieren wir als Anlaufstelle für in Deutschland lebende Nepalesen und Nepal interessierte Menschen. Als Kontaktpunkte bieten wir regelmäßige Austauschtreffen sowie nepalesische Kulturveranstaltungen an, wie z.B. am 18. April den Frankfurter Nepal-Tag im Saalbau Fechenheim. (Weitere Infos: Nepali Samaj e.V. auf Facebook)

lobOlmo

lobOlmo setzt sich aus den spanischen Wörtern lobo (Wolf) und olmo (Ulme) zusammen. lobOlmo sind wir: Michael Wolfsteiner und Jutta Ulmer. Als FotojournalistInnen mit dem Schwerpunkt Fairer Handel besuchen wir in Lateinamerika Fair-Trade-ProduzentInnen und fotografieren deren (Arbeits-)Alltag. Mit den Bildern erstellen wir stimmungsvolle Multivisionsshows, die zum entspannten Globalen Lernen und einem erkenntnisreichen Vergnügen einladen. (Weitere Infos: Webseite von lobOlmo)

Sie und Ihr Verein, Ihre Gruppe oder Initiative interessieren sich auch für eine Mitgliedschaft im EPN Hessen? Als Netzwerk können wir uns gegenseitig in der Arbeit unterstützen und uns für gemeinsame entwicklungspolitische Anliegen wirkungsvoller Gehör verschaffen – zusammen bewegen wir mehr!
Und natürlich freuen wir uns auch über jede Form der Unterstützung des Netzwerks, ob finanziell durch eine Fördermitgliedschaft oder auch ideell durch die Bewerbung unserer Arbeit. Auf unserer Webseite finden sich alle wichtigen Informationen sowie die Beitrittserklärung.

Weitere Infos:
>> EPN Hessen Mitglied werden

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Ausschreibung: Eine Welt-PromotorIn für Fairen Handel und nachhaltige Beschaffung


Das Eine Welt-PromotorInnen-Programm möchte als Antwort auf aktuelle globale Herausforderungen eine zeitgemäße Eine Welt-Politik entwickeln und Wissen, Kompetenzen sowie Handlungsbereitschaft und bürgerschaftliches Engagement fördern.

Eine Welt-PromotorInnen …

  • … initiieren, stärken, verstetigen und vernetzen ehrenamtliches Engagement
  • … verbreiten Good Practice-Beispiele
  • … stoßen Diskurse an, bündeln Einzeldiskussionen und tragen zur Strategiebildung bei
  • … bringen entwicklungspolitische Inlandsarbeit in Städte, Gemeinden und Regionen
  • … fördern flächendeckend und systematisch die Eine Welt-Politik im Inland

Im Rahmen des Eine Welt-PromotorInnen-Programms sucht EPN Hessen per 1. Mai 2015 eine Fachpromotorin/ einen Fachpromotor für Fairen Handel und nachhaltige Beschaffung. Die Stelle wird bei einer entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisation in Hessen angesiedelt.

Weitere Infos:
>> Stellenausschreibung (PDF)
>> Zum Eine Welt-PromotorInnen-Programm und den hessischen FachpromotorInnen

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WORKSHOP:
Fr., 24.04. (17h) – So., 26.04.15 (17h) | Marburg

(Tat)orte des (un)fairen Handels.
Straßenkampagnentheater zum Thema nachhaltige Ernährung

Referentin: Angelika Schroers (Clownin, Pädagogin, Ethnologin). Veranstalter: EPN Hessen und Marburger Weltladen

Angelehnt an die Kampagnenaktion „Haftbefehl! Tatorte des (un)fairen Handels“ des Weltladendachverbandes, wollen wir Straßentheaterinszenierungen und spielerische Kampagnenaktionen entwickeln, die auf Menschenrechtsverletzungen in globalen Lieferketten aufmerksam machen. Eine der zentralen Forderungen der Kampagne gegenüber der Bundesregierung ist es, eine gesetzliche, menschenrechtliche Sorgfaltspflicht für deutsche Unternehmen zu schaffen.
Neben der thematischen Auseinandersetzung wird im Workshop mit theaterpädagogischen Methoden des Globalen Lernens gearbeitet, konkret mit Improvisation und Schauspieltraining, Straßentheater und Methoden aus dem „Theater der Unterdrückten“. Die Gruppe entdeckt gemeinsam Formen und Ideen um verschiedene „Tatorte des (un)fairen Handels“ auf dem bio-regio-fairen Aktionstag am Samstag, 09. Mai 2015 auf dem Marburger Marktplatz in theatraler Form in Aktion zu bringen. Die Fortbildung ist an die verbindliche Teilnahme am 09. Mai gebunden. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Weitere Infos:
>> (Tat)orte des (un)fairen Handels

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FILM & DISKUSSION:
Mi., 29.04.15 (18.30h) | Frankfurt/M. (Haus am Dom)

Von Belo Monte zum Rio Negro
Was sind Entwicklungsalternativen für Amazonien?

Film und Diskussion mit Adeilson Lopes da Silva aus Brasilien und dem Filmemacher Martin Keßler. Klima-Bündnis in Kooperation mit EPN Hessen

Noch immer verfolgen Staaten und transnationale Konzerne die Idee Amazonien mit Hilfe von Großprojekten zu „entwickeln“. Die lokale Ebene hat jedoch längst alternative Lösungsansätze entwickelt und zeigt ganz klar – es geht auch anders!
Gemeinsam mit unserem Gast aus Brasilien, Adeilson Lopes und dem Filmemacher Martin Keßler, möchten wir mit Ihnen Megaprojekte in Amazonien und vor allem deren Alternativen diskutieren. Zum Einstieg zeigen wir eine Kurzfassung des im März 2015 erschienenen Films „Count Down am Tapajós“ von Martin Keßler, daran anknüpfend laden wir zur Diskussion ein.
Der Eintritt ist frei, die TeilnehmerInnenanzahl ist jedoch begrenzt. Wir bitten daher um verbindliche Online-Anmeldung.

Weitere Infos:
>> Online-Anmeldung und Programm

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MULTI-WORKSHOP:
Fr., 29.05. & Sa., 30.05.15 | Frankfurt/M.

Bildung auf die Straße tragen – MultiplikatorInnen-Workshop zu globalem Lernen durch kritische Stadtspaziergänge

Wie lassen sich (entwicklungs-) politische Themen dynamisch und auf der Höhe der Zeit vermitteln? Wie lässt sich unsere Lebenswelt anschaulich in die politische Bildung integrieren? Wie können wir mit Bildungsangeboten Entwicklungen in unserer Stadt, in der Umwelt, die uns umgibt, beeinflussen?
Ein möglicher Ansatz, der sich zunehmender Beliebtheit erfreut, sind die politischen Stadtrundgangprojekte. Mittlerweile gibt es sie in vielen hessischen Städten, u.a. in Witzenhausen, Kassel, Marburg, Gießen, Frankfurt und Darmstadt. Auch die inhaltlichen Schwerpunkte sind vielfältig: Konsum und Globalisierung, Migration und Asyl, Stadtentwicklung, postkoloniale Perspektiven oder sozial-ökologische Alternativen stehen auf dem Programm.
Der MultiplikatorInnenworkshop richtet sich insbesondere an Aktive und Interessierte der bestehenden Rundgangprojekte sowie an KooperationspartnerInnen und Menschen mit fachlichen Kenntnissen in den o. g. Themengebieten, die sich mit der Vermittlungsmethode Stadtrundgang auseinandersetzen möchten.
Interessierte können sich gerne schon jetzt für die Teilnahmein der EPN Hessen-Geschäftsstelle rückmelden (info[at]epn-hessen.de).

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Klima-Bündnis:
„Lokal aktiv im Jahr der Weichenstellung“ – Angebote für Kommunen

2015 endet die Frist zur Erreichung der Millenniumsentwicklungsziele (MDGs). Gleichzeitig stehen wichtige globale Entscheidungen im Bereich Entwicklungs-, Umwelt- und Klimapolitik an. 2015 ist auch das Europäische Jahr für Entwicklung (EYD2015). Unter dem Motto „Unsere Welt, unsere Würde, unsere Zukunft“ will die EU Bürgerinnen und Bürger über ihre entwicklungspolitische Arbeit und die Verhandlungen zu den Nachhaltigkeitszielen (SDGs) informieren. Parallel wird der aktive Dialog mit einer breiten Öffentlichkeit gefördert.
Um diese Prozesse auch lokal voran zu bringen und das Verständnis für globale Zusammenhänge zu schärfen, bietet EPN Hessen-Mitglied Klima-Bündnis seinen Mitgliedskommunen ein Paket mit zahlreichen Aktionsmöglichkeiten zu entwicklungspolitischen Themen an: Ausstellungen zu den Themen Klimawandel, Landgrabbing und Ressourcen, Förderung von Theatervorstellungen der Berliner Compagnie, faire Fußballspiele, Malaktionen, Workshops mit Geoscopia wie auch Seminare und Workshops zur Unterstützung Ihrer lokalen Nachhaltigkeitsprozesse. Frei nach dem Motto „Global denken – lokal handeln“ können sich Mitgliedskommunen die passende Aktivität aussuchen.

Das Klima-Bündnis freut sich über konkrete Anfragen!

Kontakt:
Thomas Brose (t.brose[at]klimabuendnis.org )
Silke Lunnebach (s.lunnebach[at]klimabuendnis.org)
Sara Schmitt Pacifico (s.schmitt[at]klimabuendnis.org)

Weitere Infos:
>> Die Angebote auf einen Blick (PDF)
>> Projekt-Webseite des Klima-Bündnis (www.action-for-mdgs.eu)

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CIL:
„Expertinnen erkunden ihre Expertise“ – Ein Dankesbrief als Werkstattbericht

Preludium von Inge Urban-Weber, CIL:
„Sechs Frauen von der Akadamie Mboko in Kamerun, 14 deutsche und deutsch-afrikanische Frauen sowie einige wenige Männer aus dem Rhein-Main-Gebiet machten sich vom 17. Januar bis 2. Februar 2015 in Hessen auf die Suche nach ihrer Expertise und der der anderen. Im Rahmen der internationalen Begegnung, ausgerichtet von CIL – Christliche Initiative Internationales Lernen (NRO) und KONE Netzwerk zur Förderung Kommunikativen Handels e.V. (MDO), sahen und erfuhren sie viel. Handschuhe und Mütze gehörten auch in nach europäischen Verhältnissen gut beheizten Räumen die ersten Tage zur überlebensnotwendigen Ausstattung der Gäste aus Kamerun. Aber mit der Zeit gewöhnte frau sich an Kälte und Schnee. Wem sie begegneten und wer sich beteiligte, das ist unterhalb des nachfolgenden Bildes aus dem im Anhang verlinkten Brief zu erfahren, in dem sich Ute Wannig im Auftrag von KONE und CIL bei allen Mitwirkenden bedankt. Bei der Lektüre des Briefes entsteht das Bild eines vielgestaltigen Netzwerkes …“


Bildkommentar der CIL: „Dies ist eine Aufnahme, die anlässlich der Begegnung mit den Gästen in der französisch reformierten Gemeinde in Frankfurt/M. entstanden ist (Foto: EFRG Detlef Bassin). Wir verliehen der Aufnahme den Titel: ‚A Penny for Your Thoughts’ oder ‚Ein Königreich für Eure Gedanken’ … (P.S.: Wir freuen uns über geneigte LeserInnen, die uns ihre diesbezüglichen Vermutungen und Ideen zu dieser Preisfrage kundtun und per E-Mail zukommen lassen – wir sind gespannt!
info[at]cil-frankfurt.de.)“
Anhang:
Dankesbrief von Ute Wanning (CIL)
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Rund gefeiert: Weltladen Darmstadt wird 40 Jahre jung

Vor 40 Jahren rief eine lokale Initiative den Weltladen Darmstadt ins Leben, seither wird dort solidarischer Handel betrieben und über Eine Welt-Themen informiert. Dies gilt es gebührend zu feiern:
Am Samstag, 18. April ab 15 Uhr lädt der Weltladen zu einem Empfang ins Café Glaskasten auf dem Campus der Hochschule Darmstadt ein. Ab 19.30 Uhr spielt die Band Besidos, für Kinderprogramm und Eine-Welt-Buffet ist ebenfalls gesorgt.
Anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Weltladens finden in den darauffolgenden Monaten zahlreiche weitere Jubiläumsveranstaltungen statt. UnterstützerInnen, FreundInnen und Interessierte sind herzlich willkommen.

Unsererseits herzlichen Glückwunsch und viele weitere Jahre erfolgreiche Arbeit!

Weitere Infos:
>> Flyer zur 40-Jahre-Feier (PDF)
>> „Wir werden 40!“ – Weitere Jubiläumsveranstaltungen des Weltladens in diesem Jahr
>> Weltladen Darmstadt

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Termin vormerken:
EPN Hessen-Mitgliederversammlung am 27. Juni

Am Samstag, 27. Juni ab 10 Uhr heißt es wieder mitdiskutieren, entscheiden und die Zukunft des Netzwerks mitgestalten, denn an diesem Tag trifft sich das Entwicklungspolitische Netzwerk Hessen zur Mitgliederversammlung 2015! Abgehalten wird das Jahrestreffen dieses Jahr im Saalbau Gallus in Frankfurt/M.

Der Anlass bietet eine gute Gelegenheit, sich mit anderen Mitgliedern auszutauschen und gemeinsam über Selbstverständnis und Ausrichtung des Netzwerks zu diskutieren. Wir freuen uns, wenn Sie sich frühzeitig anmelden und den Termin in Ihrem Kalender eintragen.

Wie immer sind sowohl EPN Hessen-Mitglieder als auch interessierte Nicht-Mitglieder herzlich eingeladen!

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„Hessen entwickeln für die Eine Welt“ –
Neues aus dem PromotorInnenprogramm

Einladung zum bio-regio-fairen Aktionstag am 09. Mai


[© Foto: GartenWerkStadt]

Zum internationalen Weltladentag am 09. Mai soll auf vielfältige Weise (auf)gezeigt werden, dass und wie ein genussvoller und verantwortungsbewusster Konsum möglich ist: durch einen nachhaltigen Umgang mit der Natur und durch faire Arbeitsbedingungen für Menschen in der Landwirtschaft – in der Region und rund um den Globus!
Die Stadt Marburg veranstaltet dazu in Kooperation mit dem Marburger Weltladen in diesem Jahr erneut einen vielfältigen und interaktiven Bio-Regio-Fairen Aktionstag! Auch die hessische Fachpromotorin für Globales Lernen und Nachhaltigkeit ist wieder im Organisationteam mit dabei.

Neu in diesem Jahr: Neben Informationsmöglichkeiten rund um das Thema Lebensmittel und nachhaltiger Konsum, gibt es eine Stadtrallye die alle BesucherInnen auf eine Entdeckungstour zu den bio-regio-fairen Schauplätzen des Tages führt! Dazu warten an verschiedenen Standorten Stationen mit Mitmachaktionen und Rätseln, an denen sich Kinder und Erwachsene beteiligen können. Der Stadtrallye-Sammelpass kann bis 17:30 Uhr für die anschließende Verlosung abgegeben werden. Zu gewinnen gibt es bio-regionales Gemüse, bio-faire Schokolade und bio-fairen Kaffee der AktionspartnerInnen!

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Kurz notiert: Neues BNE-Portal für die Region Marburg

In Marburg gibt es eine neue, regionale Online-Datenbank für Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE). BildungsakteurInnen der Region, die zu Themen der Nachhaltigkeit arbeiten, sind eingeladen, hier kostenfrei ihre Arbeit vorzustellen und ihre Lernangebote und Termine zu veröffentlichen. Das Portal wird vom Träger in Schulen, Kindergärten und auf öffentlichen Veranstaltungen beworben, um breitgefächert unterschiedliche Zielgruppen zu erreichen.
Die Internetpräsenz nimmt Bezug auf die in der Erd-Charta formulierte Grundsätze für eine nachhaltige, globale Entwicklung und stellt dementsprechend Lernangebote zu ökologischen, sozialen, entwicklungspolitischen, kulturellen, gesellschaftlichen und ökonomischen Fragestellungen zur Verfügung.
Ziel ist es, durch einen gemeinsamen Auftritt aller BildungsakteurInnen der Region, Informationen zur BNE zentral zu bündeln und so die Sichtbarkeit und Nutzung von außerschulischen Lernangeboten zu fördern.

Weitere Infos:
>> Hier geht’s zum neuen Online-Bildungsnetz für Nachhaltigkeit!
>> Erd-Charta

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Bundesregierung erhöht Mittel für Entwicklungszuammenarbeit

Am 18. März 2015 hat das Bundeskabinett den Regierungsentwurf des Nachtragshaushalts 2015, die Eckwerte für den Bundeshaushalt 2016 sowie den Finanzplan bis 2019 vorgestellt. Für positive Überraschung sorgte dabei das angekündigte zweite Entwicklungshilfe-Paket (Official Development Assistance – ODA) dieser Legislaturperiode: Mittel in Höhe von mehr als 8,3 Milliarden Euro zusätzlich sollen bis 2019 für Entwicklungspolitik zur Verfügung gestellt werden. Zusammen mit dem ersten ODA-Paket zu Beginn dieser Legislaturperiode, sieht die Bundesregierung für 2014–2019 damit rund 10,3 Milliarden Euro zusätzliche ODA-Mittel vor.
Zu den Schwerpunkten der Mittelverwendung zählen laut Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Projekte zur Hungerbekämpfung sowie zum Klima- und Ressourcenschutz, zur Eindämmung von Fluchtursachen, zur Anhebung ökologischer Standards in Lieferketten und zur Stärkung von Gesundheitssystemen.

Viele entwicklungspolitische Organisationen und Initiativen begrüßten den Beschluss grundsätzlich, machten aber zugleich deutlich, dass das Maß aller Dinge damit noch längst nicht erreicht ist.


Weitere Infos:
>> VENRO-Pressemitteilung zur geplanten Mittelerhöhung für EZ
>> Pressemitteilung von Brot für die Welt
>> Kritische Pressemitteilung von Uwe Kekeritz, MdB, Bündnis 90/ Die Grünen

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Solidarische Fäden entlang globaler Textilketten: Textildiscounter KiK wird verklagt

 


[© | Bildquelle: NTUF]

Am 24. April 2013 verloren beim Einsturz des Rana Plaza-Fabrikgebäudes in Bangladesch 1138 Menschen ihr Leben. Zum Jahrestag in 2014 hatten wir über den enttäuschenden Stand der größtenteils noch ausstehenden Entschädigungszahlungen berichtet und auf den Skandal verwiesen, dass es sich bei diesen Entschädigungen um sogenannte freiwillige Leistungen der beteiligten Unternehmen handelt. Auf diesen „guten Willen“ von ProduzentInnen vor Ort wie von AufkäuferInnen überall auf der Welt, wollen sich Überlebende wie Hinterbliebene der 260 Todesopfer der Brandkatastrophe bei Ali Enterprises im September 2012 in Karatschi (Pakistan) nicht mehr verlassen. Mit Unterstützung der EPN Hessen-Mitgliedsorganisation medico international und dem European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) zogen nun Anfang März vier KlägerInnen stellvertretend für alle Hinterbliebenen und Verletzten vor ein deutsches Gericht. Angeklagt wurde der deutsche Textildiscounter KiK – Hauptkunde der Fabrik –, welcher sich seit zwei Jahren darum bitten lässt, eine verbindliche Aussage dazu zu treffen, mit welchem Anteil er sich an den Entschädigungszahlungen beteiligen werde. Der Ausgang der Klage ist ungewiss, eine erste Anhörung der KlägerInnen wird vermutlich erst Ende des Jahres stattfinden. Der Präzedenzfall kann sich über Jahre hinziehen. Jahre, in denen die Opfer verlässliche Unterstützung verdienen und auch brauchen werden.


Weitere Infos:
>> medico-Bericht zur KiK-Klage

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Stellungnahme von CorA und CCC zum „Bündnis für nachhaltige Textilien“ des BMZ

Das CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung und die Kampagne für saubere Kleidung (CCC) setzen sich seit Jahren für die Einhaltung von Menschenrechten im globalen Produktions- und Dienstleistungsmarkt ein. Anbei veröffentlichen wir ihre Stellungnahme zum Textilbündnis, in dem sie die Stärken aber auch die Schwächen des „Bündnis für nachhaltige Textilien“ deutlich machen.

In Kurzform: Anerkennung findet die Einbeziehung der gesamten Wertschöpfungskette von der Baumwolle bis zum Verkauf in Deutschland sowie die Aufforderung an deutsche Unternehmen, ihre Preise und Lieferzeiten so zu verändern, dass menschenwürdige Arbeit möglich wird. Großer Schwachpunkt: Bisher konnte sich noch keiner der großen Akteure wie ALDI, Adidas, KiK, LIDL, etc. dazu durchringen, dem Bündnis beizutreten. Die Teilnahme der Wirtschaft beschränkt sich bisher auf Mitglieder die sich bereits vorher durch die Berücksichtigung sozialer und ökologische Kriterien einen Namen gemacht haben.

Auch hier zeigen sich – bisher – die deutlichen Grenzen von Initiativen, die auf die freiwillige Einhaltung von Menschenrechten angewiesen sind.

Weitere Infos:
>> Zur Stellungnahme des CorA-Netzwerks und der CCC
>> Entwicklungsminister Gerd Müller zu den Qualitätskriterien in der Textilproduktion

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Nachhaltige Entwicklung im Zeichen von Austeritätspolitik und Strukturanpassung?

Widersprüche im Europäischen Jahr der Entwicklung

Das Jahr 2015 steht in besonderem Maße im Zeichen entwicklungspolitischer Diskussionen und Richtungsentscheidungen. Die Millennium Development Goals (MDGs) laufen aus und sollen durch sogenannte Sustainable Development Goals (SDGs) ersetzt werden und die EU hat 2015 zum Europäische Jahr der Entwicklung (EJE) ausgerufen. Anlass für uns, das aktuelle EJE-Monatsthema Gesundheit – ganz im Sinne global verbindlicher Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsziele – nicht nur als Thema der Entwicklungszusammenarbeit sondern auch als Thema der Entwicklung innerhalb Europas zu beleuchten.

Nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von 1948 wird Gesundheit verstanden als „Zustand vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen“. Die Verbesserung der globalen Gesundheitsversorgung ist eines der zentralen Millenniumsziele der UN. Tatsächlich können Erfolge bei der Bekämpfung von Kinder- und Muttersterblichkeit, HIV und Malaria nachgewiesen werden – wenn auch bei nach wie vor alarmierenden Werten. Die Mutter- und Kindersterblichkeitsrate hat sich beinahe halbiert, durch die starke Ausweitung der Malariabekämpfung zwischen 2000 und 2012 konnten schätzungsweise 3,3 Millionen Malaria-Todesfälle abgewendet werden, bei Tuberkulose wird sogar von 22 Millionen geretteten Menschenleben ausgegangen. Diesen Erfolgen stehen weiterhin erhebliche Mangelversorgung und die Ausbreitung großflächiger Katastrophen wie die Ebola-Epidemie in Westafrika gegenüber. Letztere belegt eindringlich die Risiken und Folgen von „strukturangepassten“, nicht funktionierenden Gesundheitssystemen.


Weitere Infos:
>> Zum Europäischen Entwicklungsjahr
>> Greece’s health crisis: from austerity to denialism
>> Initiative „Europa neu begründen”
>> Erlassjahr Kampagne für die Lösung der Schuldenkrise
>> Zur Plattform für globale Gesundheit (PDF)

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Peking + 20: Ist Geschlechtergerechtigkeit noch relevant?

Das Jahr 2015 wurde nicht nur als Jahr der europäischen Entwicklungspolitik ausgerufen, es ist auch das Jahr, in dem sich zum 20. Mal die Weltfrauenkonferenz in Bejing (Peking) 1995 jährt. Anlässlich der Prüfung der Umsetzung der dort verabschiedeten Aktionsplattform (Bejing Declaration and Plattform for Action) durch die UN-Frauenrechtskommission (Commission on the Status of Women, CSW) im März dieses Jahres geben wir einen kurzen Überblick über die Einschätzungen zur Lage der Geschlechtergerechtigkeit.

Die Weltfrauenkonferenz in Peking schloss mit großen Hoffnungen der TeilnehmerInnen und einem ambitionierten Aktionsplan, der konkrete Themen und Forderungen benannte mit denen die Gleichberechtigung von Frau und Mann bis zum Jahr 2000 entscheidend voran gebracht werden sollte. Die Plattform von Bejing baut auf der Konvention zur Eliminierung aller Formen von Diskriminierung der Frau (Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination against Women, CEDAW) auf und begreift etwa Religions- und Gewissensfreiheit als unveräußerliches Recht. Sie unterstreicht die zentrale Rolle von Frauenbewegungen und Nichtregierungsorganisationen als Motoren des gesellschaftlichen Wandels und der Stärkung von Frauen. Die 12 Hauptthemen der Plattform lauten: Armut, Bildung, Gesundheit, Gewalt gegen Frauen, Frauen in bewaffneten Konflikten, Frauen und Wirtschaft, Frauen in Macht- und Entscheidungspositionen, Institutionelle Mechanismen zur Förderung der Frauen, Menschenrechte von Frauen, Frauen und Medien, Frauen und Umwelt, Mädchen, Institutionelle Vorkehrungen und schließlich „Finanzielle Regelungen“.
1995 verpflichteten sich ganze 189 Staaten zur Gleichstellung der Geschlechter in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie zum Schutz der Rechte von Frauen. 20 Jahre später muss eine eher gemischte Bilanz gezogen werden. Während von offizieller Seite von einem unfertigen Prozess die Rede ist, nehmen zivilgesellschaftliche AkteurInnen die aktuelle Situation eher als Ausdruck eines umfassenden Backlashs wahr, in dem neokonservative und religiös fundamentalistische Kräfte den Verhandlungsspielraum immer weiter begrenzen.

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agl: Praxishandbuch zu Rechtsgrundlagen und Finanzwesen für NROs aktualisiert

Die verwaltungstechnischen Anforderungen an Nichtregierungs-Organisationen (NROs) haben in den letzten Jahren erheblich zugenommen. In Zeiten knapper Mittel steigen insbesondere auch die formalen Ansprüche der Förderorganisationen an potentielle AnstragstellerInnen.
Von Finanzbuchhaltung, Personalverwaltung bis Antragstellung: Bei der Arbeit in Vereinen und NROs ist eine Vielzahl verwaltungstechnischer und rechtlicher Regelungen zu beachten. Die Broschüre „Rechtliche Grundlagen und Finanzwesen für die Arbeit von Nichtregierungs-Organisationen. Ein Praxishandbuch”von Monika Friederich hilft als leicht verständlicher Praxisleitfaden dabei, den Überblick zu behalten. Die Autorin hat für die agl eine Aktualisierung einiger Passagen des immer noch stark nachgefragten Praxisratgebers vorgenommen. Ein vierseitiges Einlegeblatt mit neuen und überarbeiteten Passagen wird nun mit der Broschüre versendet.Bestellung per E-Mail über die EPN Hessen-Geschäftsstelle (info[at]epn-hessen.de) gegen 5 Euro Unkostenbeitrag incl. Versandkosten.Weitere Infos:
>> Ausführlichere Inhaltsbeschreibung des agl-Praxishandbuch

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Weed/CorA/CIR: Neuauflage der Publikation „Quo vadis, Beschaffung?“

Die Broschüre mit dem vollen Titel „Quo vadis, Beschaffung? Eine Bestandsaufnahme der sozial verantwortlichen öffentlichen Beschaffung: Reformen, Spielräume, Vorreiter“ist eine komplett überarbeitete Neuauflage der im Jahr 2010 veröffentlichten Broschüre. Damals herrschte bei den NGOs Aufbruchstimmung, denn hinsichtlich der sozial verantwortlichen Beschaffung bewegte sich zu dieser Zeit Einiges in Deutschland. Inzwischen gibt es in den meisten Bundesländern Vergabegesetze, die die Einhaltung sozialer und/oder ökologischer Kriterien bei Ausschreibungen verbindlich festlegen. In der Neuauflage findet sich u.a. eine vergleichende Analyse der Umsetzungsanforderungen zur Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen in den Bundesländern Schleswig Holstein, Niedersachsen, NRW und Bremen und eine Analyse der Spielräume zur Verankerung sozial Kriterien in der neuen EU Richtlinie. Des Weiteren werden konkrete Hinweise zur Formulierung von Ausschreibungen und eine Beschreibung, wie soziale Kriterien in der Praxis in den Zuschlagskriterien verankert werden können, vorgestellt. Die Vorstellung der Maßnahmen bestimmter Vorreiter-Kommunen sowie ein Plädoyer zur Beibehaltung des vergabespezifischen Mindestlohns trotz eines allgemeinverbindlichen Mindestlohns runden die Broschüre ab.Die von der Christlichen Initiative Romero (CIR), WEED und dem CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung verfasste Broschüre kann online heruntergeladen oder gegen eine Schutzgebühr von 2 Euro in gedruckter Version bei der CIR oder bei WEED bestellt werden.Weitere Infos:
>> „Quo vadis, Beschaffung? (PDF)
>> Bestellmöglichkeit bei der CIR

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CIR: Orientierung für nachhaltige Beschaffung von Berufsbekleidung

Die Christliche Initiative Romero (CIR) veröffentlichte vor Kurzem die Ergebnisse einer Befragung bei Firmen der Berufsbekleidungsindustrie zu ihrer sozialen Verantwortung für Arbeitsbedingungen in den Zulieferketten des gar nicht so kleinen Wirtschaftsbereiches. Die Befunde sind zusammengefasst in der Broschüre „Firmenprofile 2013/2014. Zweite Befragung von Arbeitsbekleidungsunternehmen zur Einhaltung von Sozialstandards in der Berufsbekleidungsindustrie“: Die überwiegend mittelständischen Unternehmen der Arbeitsbekleidungsindustrie verzeichneten im letzten Jahr einen Umsatz von immerhin 2.749 Millionen Euro. Auch wenn es noch vielfach an Glaubwürdigkeit und Ernsthaftigkeit in der Umsetzung der Vorhaben hapere, seien doch zumindest die Anforderungen nach sozialer Unternehmensverantwortung seit der letzten Befragung der Branche vor zwei Jahren deutlich bekannter geworden.
Johanna Fincke von der CIR betont, dass die Umfrage leicht positive Tendenzen aufzeigt. Durch die Verabschiedung vieler Landesvergabegesetze, in denen die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen vorgesehen ist sowie durch die Medienberichterstattung über Katastrophen in den Textilfabriken, habe sich die Branche seit der ersten Befragung im Jahr 2011 immerhin ein wenig bewegt.Die Publikation kann in digitaler Form kostenlos heruntergeladen werden.Weitere Infos:
>> CIR-Broschüre „Firmenprofile 2013/2014“ (PDF)

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Difu: Praxisbeispiele gelungener Partizipation im kommunalen Klimaschutz

Klimaschutz ist eine große Herausforderung für die Kommunen. Daher sind gute Ideen, Lösungsmöglichkeiten und Strategien gefragt, die zum Klimaschutz vor Ort einen wesentlichen Beitrag leisten. In vielen Kommunen haben erfolgreich realisierte Projekte bereits zu beachtlichen CO2-Einsparungen geführt. Sie dokumentieren das große kommunale Engagement für den Klimaschutz, mit dem sie beispielgebend für Bevölkerung und Privatwirtschaft sind und eine wichtige Vorbildfunktion ausüben. Zugleich können positive Praxisbeispiele anderen Kommunen Mut machen, selbst die Initiative zu ergreifen und eigene Maßnahmen zu verwirklichen.Die Einbindung unterschiedlicher Akteure in die Klimaschutzaktivitäten von Kommunen ist dabei ein wesentlicher Bestandteil, um die Einsparung von Treibhausgasen vor Ort voranzubringen. In diesem Themenheft wird anhand der acht Textbeiträge aufgezeigt, wie facettenreich Partizipation im kommunalen Klimaschutz gestaltet werden kann und welche Möglichkeiten bestehen, unterschiedliche Zielgruppen zu eigenem Engagement zu motivieren.Die Broschüre „Klimaschutz und Partizipation. Akteure in der Kommune informieren und beteiligen“des Deutschen Instituts für Urbanistik kann als barrierefreie PDF-Datei heruntergeladen oder kostenlos in Papierform bestellt werden.Weitere Infos:
>> „Klimaschutz und Partizipation“ (PDF)
>> Bestellmöglichkeit der Broschüre

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VENRO: Diskussionspapier zu zivilgesellschaftlichen AkteurInnen in der Transformation

Welche Rolle haben entwicklungspolitische NROs im Kontext zukunftsfähiger Entwicklung? Der Fokus der Entwicklungszusammenarbeit hat sich in den letzten Jahren deutlich verschoben und mit ihm die Rolle und die Aufgaben von entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisationen (NRO). Der Klimawandel und die Wirtschafts-, Finanz-, Gesundheits- und Nahrungsmittelkrisen haben die Interdependenzen zwischen dem Norden und dem Süden deutlich hervortreten lassen.
Gerade die großen Krisen der jüngeren Zeit haben uns vor Augen geführt, dass die natürlichen Ressourcen der Erde nahezu erschöpft sind und es ein »Weiter so« nicht geben kann. Dabei zeichnen sich die sozialen und ökonomischen Ungleichheiten nicht nur deutlich zwischen Nord und Süd ab, auch innerhalb der Länder klaffen die Unterschiede zunehmend auseinander. Das Mandat der Entwicklungszusammenarbeit muss heute also auch den Ausgleich zwischen alten, mächtigen Industrienationen und den Entwicklungs- bzw. Schwellenländer beachten, und dabei auch auf den Ausgleich der Ungleichheiten innerhalb der Länder abzielen.Mit dem Diskussionspapier „Rolle und Strategien entwicklungspolitischer NRO im Kontext zukunftsfähiger Entwicklung“will VENRO sich in die Debatte über die Rollen, Aufgaben und zukünftigen Strategien entwicklungspolitischer NRO im Kontext zukunftsfähiger Entwicklung einbringen. Zu diesem Zweck wurden Vertreterinnen und Vertreter aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Publizistik gebeten, die derzeitige Situation entwicklungspolitischer NRO zu beleuchten sowie Ideen und Konzepte zu deren (Neu-)Orientierung zu diskutieren.Das Papier liegt in digitaler Form vor und kann kostenlos heruntergeladen werden.Weitere Infos:
>> Das VENRO-Diskussionspapier als PDF

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Global Policy Forum & terre des hommes: Report „Gut leben global“

Im September 2015 wollen die Vereinten Nationen die Post-2015-Agenda für nachhaltige Entwicklung beschließen. Einen zentralen Baustein dieser Agenda bilden zukünftige Ziele für nachhaltige Entwicklung, die SDGs. Sie sollen universelle Gültigkeit besitzen und sind damit auch für Deutschland relevant.
Eine wesentliche Frage lautet in diesem Zusammenhang, mit welchen Indikatoren Armut, Wohlstand und Entwicklung – und damit auch die Umsetzung der SDGs – gemessen werden sollen. Die Auseinandersetzung mit alternativen Wohlstandsmaßen hat gerade in den letzten Jahren einen wahren Boom erlebt, auch in Deutschland.
Der Report „Gut leben global. Neue Ansätze der Wohlstandsmessung und SDGs für Deutschland“liefert Hintergrundinformationen und Denkanstöße zu diesen Diskussionen. Im ersten Teil stellt er, ausgehend von der Kritik am BIP, das breite Spektrum alternativer Ansätze der Wohlstands- und Armutsmessung vor. Der zweite Teil widmet sich der Diskussion über die Post-2015-Nachhaltigkeitsziele. Er erklärt, worum es dabei geht, informiert über den Stand der Debatte in den Vereinten Nationen und skizziert Elemente eines möglichen Sets von Nachhaltigkeitszielen für Deutschland. Wesentliche Bestandteile sind dabei Ziele und Indikatoren zur internationalen Verantwortung Deutschlands und seinem Beitrag zur globalen Nachhaltigkeit. Denn gutes Leben darf nicht isoliert oder gar auf Kosten anderer erfolgen. „Gut leben in Deutschland“ muss auch heißen „gut leben global“.Der 60 Seiten starke Report kann als PDF heruntergeladen oder in gedruckter Form gegen eine Schutzgebühr von 5 Euro pro Exemplar zzgl. Versandkosten bestellt werden.Weitere Infos:
>> „Gut leben global“ (PDF)
>> Bestellmöglichkeit beim Global Policy Forum

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Online-Protestaktion von Pro Asyl: „Flucht ist kein Verbrechen“

Flucht ist kein Verbrechen – unter diesem Motto organisierte PRO ASYL im Jahr 2012 Widerstand gegen ein europaweit geplantes Inhaftierungsprogramm für Flüchtlinge. Jetzt sollen umfassende Inhaftierungsmöglichkeiten für Asylsuchende auch in Deutschland Realität werden. Mit dem Gesetz zur Neubestimmung des Bleiberechts und der Aufenthaltsbeendigung bereitet die Regierungskoalition dazu die rechtliche Grundlage vor.
Allen Asylsuchenden, die auf ihrer Suche nach Schutz aus einem anderen EU-Land nach Deutschland eingereist sind und somit die europäischen Dublin-Regelungen verletzt haben, droht zukünftig Haft und anschließend die Abschiebung. PRO ASYL geht gegen dieses Vorhaben an. Als einflussreiches EU-Land darf sich Deutschland nicht der menschenunwürdigen Praxis anschließen, Flüchtlinge – nur weil sie Schutz suchen – einzusperren.
Pro Asyl hat eine E-Mail-Aktion gestartet, in dem in einem Schreiben an die Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU-Fraktion und der SPD-Fraktion gegen die Inhaftierung von Schutzsuchenden protestiert und auch die wirksamere Gestaltung des gesetzlichen Bleiberechtsregelung für Geduldete angemahnt wird.

Weitere Infos:
>> Aufruf von Pro Asyl

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18. April: Weltweiter dezentraler Aktionstag gegen TTIP


Attac Deutschland ruft gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Organisationen, Gewerkschaften und sozialen Bewegungen in der ganzen Welt zum globalen Aktionstag („Global Day of Action“) am 18. April 2015 auf, um die Freihandels- und Investitionsschutzabkommen der Konzerne zu stoppen und eine Wirtschaftspolitik zu fordern, die den Menschen dient und die Umwelt schützt. TTIP, CETA, TiSA in die Tonne! Demokratie und soziale Rechte statt Handelspolitik für Konzerne!
Konzerne und Regierungen haben über Jahrzehnte hinter verschlossenen Türen Handels- und Investorenschutzabkommen durchgesetzt, die weltweit Rechte untergraben und die Umwelt zerstören. Doch die Proteste gegen die anti-demokratische und unsoziale Handelspolitik der EU-Kommission und der Regierungen werden stärker und der öffentliche Druck streut Sand ins Getriebe der Verhandlungen. Deswegen darf jetzt nicht locker gelassen werden. Zentrale Forderung in Europa: Das sich das Europäische Parlament in seiner für Mai geplanten Resolution gegen TTIP ausspricht und dass CETA nicht ratifiziert wird! Außerdem geht darum, Solidarität zu zeigen mit den weltweiten Bewegungen gegen die ungerechte Handelspolitik der WTO und die Forderung, eine Kehrtwende für eine Weltwirtschaft im Dienste der Menschen umzusetzen.

Weitere Infos:
>> Attac-Aufruf zum weltweiten Aktionstag
>> „Global Day of Action“-Webseite

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Forum Fairer Handel: Unterschriftenaktion zur Kampagne „Mensch. Macht. Handel. Fair“

Unsere Alltagsprodukte – seien es Südfrüchte, Textilien oder elektronische Geräte – haben meistens einen langen und verzweigten Herstellungsweg hinter sich. Immer wieder werden schwere Verletzungen von Menschen- und Arbeitsrechten entlang globaler Lieferketten bekannt. Auch deutsche Unternehmen sind direkt oder indirekt daran beteiligt oder profitieren davon. Bislang gibt es keine verbindlichen menschenrechtlichen Verpflichtungen für Unternehmen und es ist kaum möglich, sie bei Menschenrechtsverstößen oder Umweltschäden zur Rechenschaft zu ziehen.
2016 könnte die Bundesregierung – mit der Umsetzung der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte in Deutschland – einen verbindlichen menschenrechtlichen, sozialen und ökologischen Rahmen festlegen. Das Forum Fairer Handel und der Weltladen-Dachverband setzen sich daher im Rahmen der Kampagne „Mensch. Macht. Handel. Fair.“ für eine gesetzliche menschenrechtliche Sorgfaltspflicht für Unternehmen ein.

Mitmachen bei der Unterschriftenaktion!

Weitere Infos:
>> Kampagne „Mensch. Macht. Handel. Fair.“

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Jugend- und Schulwettbewerb „fairknüpft“ zum Thema fairer Handel – faire Arbeit


Der Bund der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) veranstaltet zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej), Brot für die Welt, dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ sowie MISEREOR den bundesweiten Jugend- und Schulwettbewerb „fairknüpft“ zum Thema Fairer Handel – Faire Arbeit.
Es geht darum, sich in kreativer Form mit dem Fairen Handel auseinanderzusetzen. Alle Ideen und spannenden Aktionen sind willkommen, egal ob es ein Ferienlager oder eine Klassenfahrt zum Motto „Fairer Handel- Faire Arbeit“ ist, ein faires Kochduell, ein fairer Poetry Slam oder ein Fair Trade Geocaching. Bis zum 31. Oktober 2015 können Beiträge eingereicht werden. Mitmachen können alle Gruppen, Klassen, Konfirmanden, AGs, Schülerfirmen etc. aber auch Einzelpersonen.
Im Dezember 2015 wählt eine Fachjury die besten Beiträge aus. Schnell sein lohnt sich, denn die ersten 50 Gruppen oder auch Einzelpersonen, die einen Wettbewerbsbeitrag einreichen, erhalten ein faires Paket mit einem Volleyball und leckeren fairen Produkten. Insgesamt gibt es Preise in Höhe von rund 7.000 Euro zu gewinnen.

Weitere Infos:
>> „fairknüpft“-Webseite

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Aktionsbasiertes Bildungsangebot „Wasserforscher“ für SchülerInnen

Wasserforscher ist ein kostenloses, aktionsbasiertes Bildungsprogramm, das Schülerinnen und Schüler aus der ganzen Welt befähigen möchte, globale Wasserfragen zu verstehen und schulinterne Aktionen zu verschiedenen Wasserthemen durchzuführen.
Das Programm richtet sich an Schülerinnen und Schüler zwischen 8 und 14 Jahren aller Schularten. Nach Registrierung auf der Programmwebseite können Schulteams aus vier Wasserthemen verschiedene Aktionen auswählen. Zu jeder Aktion finden sich auf der Webseite Hintergrundinformationen, Unterrichtsmaterialien und detaillierte Beschreibungen für die Umsetzung der Aktionen. Es gibt attraktive Preise zu gewinnen und alle Schulteams erhalten ein UNEP (Umweltprogramm der Vereinten Nationen) Zertifikat. Schulen aus Bermuda, Frankreich, Deutschland, Italien, Irland, Polen, Südafrika, Spanien, Schweiz, Türkei und dem Vereinigte Königreich nehmen am Wettbewerb teil, somit soll auch der Austausch gefördert werden um zu lernen, wie in anderen Ländern Wasser gespart wird.
Bei Interesse können sich die Schulen auf der Programmwebseite registrieren und erhalten dann weitere Informationen und Zugang zu sämtlichen Materialien.

Weitere Infos:
>> Online-Plattform der Wasserforscher

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Attac AktionsAkademie 2015 in Kassel (14. – 17. Mai)

Unter dem Motto „Demokratie braucht Bewegung – Bewegung braucht Aktion“ lädt Attac zur jährlichen AktionsAkademie ein. Vom 13. bis 17. Mai können sich sozial und ökologisch bewegte Menschen über kreativen Protest und politische Aktionen austauschen und voneinander lernen. Eingeladen sind alle, die es nicht nur bei politischen Diskussionen belassen, sondern auch Aktionen auf die Straße bringen wollen, um so Menschen zum Nachdenken anzuregen. In der Workshop-Reihe geht es unter anderem um politisches Straßentheater, Demo-Clownerie, Aktionsplanung und –training und Aktionsfotografie.
Übernachtet wird in Zelten oder der Turnhalle am Felsberg. Der Teilnehmerbeitrag beträgt 65 Euro (ermäßigt 45 Euro). Um eine Online-Anmeldung wird gebeten.

Weitere Infos:
>> Anmeldeformular der AktionsAkademie 2015

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Terminlese

Fr., 03.04.15 (10 Uhr), Darmstadt
Stop Folter
Ausstellung und Gottesdienst mit amnesty international

(Fr., 03.04. bis) Mo., 06.04.15, Frankfurt/M. (Darmstadt, Offenbach)
Frankfurter Ostermarsch 2015
Aufruf zum Ostermarsch Frankfurt 2015. „Kriege und Kriegspropaganda stoppen – Konflikte friedlich lösen!“

Do., 09.04.15 (20 Uhr), Frankfurt/M.
„Brot – Freiheit – Würde – Soziale Gerechtigkeit“
Vortrag und Diskussion mit Cherifa Magdi im Club Voltaire

Mo., 13.04.15 (19 Uhr), Frankfurt/M.
Ambivalentes Indien
Vortrag und Diskussion mit Saanika Amembal. Veranstalter: EPN Hessen-Mitgliedsorganisation Deutsch-Indische Zusammenarbeit (DIZ) in Kooperation mit dem EVAngelischen Frauenbegegnungszentrum

Mo., 13.04.15 (19 Uhr), Frankfurt/M.
Afghanistan: „…blühendes Land…“?
Vortrag und Diskussion mit Dr. Matin Baraki im Club Voltaire

Do., 16.04.15 (19.30 Uhr), Frankfurt/M.
TTIP – mehr Freihandel – weniger Demokratie?
Vortrag und Diskussion mit Siegfried Müller-Maige. Veranstalter: EPN Hessen-Mitgliedsorganisationen Fair-ein e.V. und Weltladen Bornheim

Sa., 18.04.15 (15-21 Uhr), Frankfurt/M.
40 Jahre Weltladen Darmstadt
Jubiläumsfeier mit Empfang, Musik, Tanz, Eine Welt-Buffet und Kinderprogramm

Sa., 18.04.15 (16-21 Uhr), Frankfurt/M.
Frankfurter Nepal-Tag
Programm mit Vorträgen, Bilderausstellung, Essen und Trinken, Vorstellung von Projekten und Kinderprogramm. Veranstalter: EPN Hessen-Mitglied Nepali Samaj e.V.

Sa., 18.04.15 (18-20 Uhr), Hörfunk aus Marburg
Global what? Wer oder was ist eigentlich das Globale Lernen?
Radiosendung von Radio Marimba, dem Hörfunkprogramm des Marburger Weltladens beim freien Radio Unerhört, Marburg. Mit Peter Donatus (Moderation), der hessischen Fachpromotorin für Globales Lernen und Nachhaltigkeit Lydia Koblofsky u.a.

Sa. 18.04. – Mo., 20.04.15, Vallendar
(Wirtschafts-)Wachstum: Was darf wachsen, was nicht?
Strategietage für (Jugend-) Verbände und Gruppen. Hauptveranstalter: Germanwatch und Haus Wasserburg, Vallendar

Di., 21.04.15 (17 Uhr), Mainz
Literaturcafé Ruanda
Lesung. Geschichten aus und über Ruanda

Mi., 22.04.15 (19.30 Uhr), Mainz
Ruanda Memory
Eine Geschichte in neuen Objekten. Theaterproduktion von Cie. Freaks und Fremde

Mo., 27.04.15 (10-17 Uhr), Hannover
Qualitätsansprüche für Bildungsmaterialien des Globalen Lernens / BNE im Elementarbereich
Werkstatt-Treffen Globales Lernen für eine nachhaltige Entwicklung. Praxistest anhand eines Bildungsbausteins mit Jasmin Geißler und Judith Altenbockum

Fr., 01.05. – So., 03.05.15, Wiesbaden-Naurod
Inklusion und Illusion in der Entwicklungspolitik?
Werkstatt „Inklusion und Illusion in der Entwicklungspolitik? – Ergebnisse und Wirkungen eines Lernwegs zwischen NROs/MDOs in Deutschland und Kamerun“. VeranstalterInnen: EPN Hessen-Mitgliedsorganisationen CIL und KONE sowie Akademie Mboko, Douala

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SAVE THE DATES:

Do., 07.05.15 (10-16 Uhr), Frankfurt/M.
Was wächst, wenn die Wirtschaft wächst?
Seminar / Studientag mit Arun Hackenberger. Veranstalter: EPN Hessen-Mitgliedsorganisation Zentrum Ökumene der EKHN und der EKKW

Sa., 09.05.15, weltweit
Weltladentag 2015
Weltweiter Aktionstag von Weltläden

Di., 12.5.15 (11.40 Uhr), Frankfurt/M.
Performancetheater „The Fair Trade Play“
Performancetheater des Hope Theatre Nairobi. Veranstalter: Eine-Welt-Laden der Ernst-Reuter-Schule II

Mi., 20.05.15, Kassel
Ökologische Gerechtigkeit. Vom ethischen Prinzip zur politischen Praxis
Tagung. Veranstalter: Evangelische Akademie Hofgeismar

So., 31.05.15 (16-19.30 Uhr), Frankfurt/M.
Slumentwicklung in Indien
Vortrag zweier indischer Mitarbeiterinnen und deutsch-indisches Konzert. Veranstalter: EPN Hessen-Mitgliedsorganisation Deutsch-Indische Zusammenarbeit (DIZ)

Fr., 19.06. & Sa., 20.06.15, Bad Herdsfeld
Weltladen Fachtage 2015
100% FAIR | HANDELN | TREFFEN | BILDEN. Veranstalter: Weltladen-Dachverband e.V.

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Terminkalender

Weitere entwicklungspolitische Veranstaltungen in Hessen finden sich in unserem Terminkalender.

>> EPN Hessen-Terminkalender

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Der EPN Hessen-Newsletter wird finanziell unterstützt vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung (HMWVL) sowie im Rahmen des Eine Welt-PromotorInnenprogramms vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ):Finanzielle Unterstützung erhalten wir für den Newsletter auch von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW).

 

 

Herzlichen Dank!

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