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Newsletter 02/2016

Inhalt:EPN Hessen in Bewegung

Glokales

Weiterlesen, mitmachen, hingehen

 

VERNETZUNGSTREFFEN:
Mo., 21.03.16 (10-16.30h), Darmstadt

Kommunen handeln fair

1. Hessisches Vernetzungstreffen. VeranstalterInnen sind die Stadt Darmstadt und das Entwicklungspolitische Netzwerk Hessen in Kooperation mit dem hessischen Eine Welt-PromotorInnenprogramm, Fairtrade Deutschland, dem Hessischen Städtetag und dem Hessischen Städte- und Gemeindebund

Das kommunale Engagement für den Fairen Handel in Hessen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Bereits 37 Kommunen wurden im Rahmen der Kampagne „Fairtrade-Towns“ ausgezeichnet, zahlreiche Städte und Gemeinden befinden sich im Bewerbungsprozess. Das Thema Fairer Handel steht auch über die Mindestkriterien für die Anerkennung als Fairtrade-Town hinaus auf vielen städtischen Agenden. Auch die Idee der Fairtrade Kreise greift immer weiter um sich – und damit der Wunsch nach einer stärkeren Vernetzung.
Angesichts dieser Entwicklungen ist es höchste Zeit, dieses Engagement durch Beratung, Austausch, Anregungen und Unterstützungsangebote im Rahmen eines landesweiten Vernetzungstreffens gezielt zu stärken. Das Vernetzungstreffen richtet sich an die hessischen Fairtrade Kommunen und Kreise mit den vor Ort aktiven Steuerungs- und Initiativgruppen, sowie an jene Kommunen, die erwägen, Fairtrade Stadt zu werden. Mit Impulsreferaten und anhand von konkreten Beispielen soll gezeigt werden, wie Fair Trade Town Prozesse den Fairen Handel auf der kommunalen Ebene voranbringen können und die gemeinsame Arbeit unterschiedlicher AkteurInnen zu einer Weiterentwicklung führen kann.

Weitere Infos:
>> Veranstaltungsflyer Vernetzungstreffen „Kommunen handeln fair“ (PDF)

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AUS DER FILMREIHE „FERN : WELT : NAH“:
Mi., 23.03.16 (19h), Frankfurt/M.

Schlafkrankheit

Spielfilm mit Vortrag & Diskussion. 3. Filmabend im Rahmen unserer REIHE „FERN : WELT : NAH“. Veranstaltet von Africa Projekt e.V. in Kooperation mit EPN Hessen, dem hessischen Eine Welt-PromotorInnen-Programm sowie dem Haus am Dom

Nach den zwei sehr gut besuchten und spannenden Auftaktveranstaltungen, erreichen wir im März mit dem dritten Film- und Diskussionsabend „Schlafkrankheit“ bereits die Halbzeit des ersten Zyklus unserer neuen EPN Hessen-Filmreihe. Wir laden Sie auch hier wieder herzlich ein zu Film, Vortrag und Diskussion!

Zum Film „Schlafkrankheit“: Ebbo Velten leitet als Entwicklungshelfer und Arzt ein Projekt zur Schlafkrankheit in Kamerun. Velten verliert sich zwischen der europäischen und der afrikanischen Welt, seine Familie zerbricht daran und auch um das Projekt muss er bangen. Schlafkrankheit zeigt viele Wahrheiten über das Verhältnis von Europa zu Afrika. Der Film beleuchtet den Sinn und Unsinn von Entwicklungshilfe, ebenso wie das Dilemma von Hilfe und Abhängigkeit – verbunden mit einer diffusen Afrika-Sehnsucht. Der Regisseur Ulrich Köhler hat selbst als Kind von Entwicklungshelfern mehrere Jahre in Afrika gelebt.Im Anschluss an den Spielfilm: werden Hauptgastgeber Afrika-Projekt e.V., der selbst ein Schulprojekt in Kamerun durchführt, zusammen mit der weltweit in 70 Ländern tägigen Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen in der gemeinsamen Diskussion vielschichtige Bezüge zu realer Entwicklungsarbeit schaffen. Henrike Elbert (Ärzte ohne Grenzen) beleuchtet dabei in ihrem vorausgehenden Vortrag exemplarisch medizinische Nothilfe in Staaten mit schwachen Gesundheitssystemen.

Mit der FILM- und DISKUSSIONSREIHE „FERN : WELT : NAH“ greift das Entwicklungspolitische Netzwerk Hessen (EPN Hessen) globale Themen in unterschiedlichen Formen lokaler Verankerung auf. Durch Filme, Projektvorstellungen und Diskussionen nimmt die Veranstaltungsreihe globale Missstände in den Blick, stellt diesen Mut machende Beispiele lokalen Widerstands und alternativer Lebenskonzepte gegenüber und schafft dabei vielfältige Brückenschläge von Süd nach Nord und Nord nach Süd.
Die einzelnen Veranstaltungen der Reihe werden von verschiedenen Mitgliedern des Netzwerks organisiert. Durchgängige Kooperationspartner der Reihe sind das hessische Eine Welt-PromotorInnen-Programm sowie das Bildungs- und Kulturzentrum Haus am Dom. Im ersten Zyklus der Reihe wird zu fünf Filmabenden mit begleitenden (Film-)Gesprächen, Vorträgen und auch einer Ausstellung eingeladen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.

Weitere Infos:
>> „Schlafkrankheit“ – der dritte „FERN : WELT : NAH“-Film- und Diskussionsabend
>> FILMREIHE „FERN : WELT : NAH“

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STADTRUNDGANGSREIHE:
Sa., 16.04. – Sa., 02.07.16, Frankfurt/M. und Offenbach

PERSPEKTIVWECHSEL

Reihe kritischer Stadtrundgänge in Frankfurt/M. und Offenbach. VeranstalterInnen: EPN Hessen in Kooperation mit Attac Frankfurt am Main, AK Kritische-Geografie, Aktionsbündnis Recht auf Stadt Offenbach, Bildungskollektiv Bleiberecht, BUNDjugend Landesverband Hessen, DGB Bildungswerk Hessen, frankfurt postkolonial, Globalisierungskritischer Stadtrundgang Frankfurt, Naturfreundejugend Landesverband Hessen, STADTWANDELN

Ob vom Banken- zum Bahnhofsviertel, der Europaallee zum Gallus oder von der ‚Konsti’ zum Klapperfeld – die Mainmetropole Frankfurt ist eine Stadt der Kontraste, die sich im permanenten Wandel befindet. Was bedeutet das für das Leben in den Stadtteilen, für unseren Alltag? Wem gehört die Stadt und wer oder was treibt deren Veränderung voran?
Die Reihe „PERSPEKTIVWECHSEL“ lädt mit kritischen Stadtrundgängen dazu ein, sich spazierend unsere Stadt wieder anzueignen. Wir beschäftigen uns mit kolonialen Kontinuitäten in der Stadt, lernen die Studierendenbewegung der 60er und 70er Jahre kennen und auch Lebensgeschichten von Frankfurter FeministInnen. Wir stellen uns aktuell drängenden Fragen danach, was eigentlich alles am Finanzplatz Frankfurt passiert und wie die „global City“ und ihre BewohnerInnen in Globalisierungsprozesse eingebunden sind. Wir erfahren von den Lebensumständen geflüchteter Menschen in der Region und von Strategien der ‚Gentrifizierung’ und Verdrängung vor Ort. Wir tragen diese Diskussionen in den öffentlichen Raum und denken gemeinsam darüber nach, welche individuellen und kollektiven Strategien es gibt um eine wirklich nachhaltige Entwicklung vor Ort voran zu bringen?

Unsere ersten drei Stadtrundgang-Termine im April:

Samstag, 16.04.2016 (11 Uhr)
Zwischen Anerkennung, Duldung und Abschiebung. Ein rassismuskritischer Stadtrundgang
Das Bildungskollektiv Bleiberecht bieten in der Frankfurter Innenstadt einen pädagogisch begleiteten Stadtrundgang für Schulklassen, FSJ-Seminare und andere Gruppen zum Thema Flucht und Asyl an. Die TeilnehmerInnen setzen sich dabei interaktiv mit den Lebensbedingungen von geflüchteten Menschen in Deutschland auseinander.Samstag, 23.04.16 (11h)
Eine kritische Führung durch das Frankfurter Bankenviertel
Der finanzkritische Stadtrundgang Frankfurt/M. verknüpft einen Spaziergang zwischen den Bankentürmen der globalen Finanzmetropole Frankfurt mit einer kritischen Einführung in das Thema Finanzmärkte.Samstag, 30.04.16 (16h)
‚Wir sind die Heldinnen unserer eigenen Geschichte‘.
Friedhofsführung zu Frankfurter Frauen mit politischer Power

Thema der Führung sind Frauen, die auf dem Hauptfriedhof begraben sind und im politischen Leben Frankfurts eine wichtige Rolle gespielt haben. Die TeilnehmerInnen lernen dabei auch den Friedhof an sich und wichtige Gedenkorte (KZ Katzbach-Opfer) kennen.

Nähere Infos sind in Kürze auf der Webseite zu den kritischen Stadtrundgängen erhältlich. Über das Online-Formular kann man sich dann auch direkt für die einzelnen Stadtrundgänge anmelden.

Weitere Infos:
>> Flyer „PERSPEKTIVWECHSEL – Reihe kritischer Stadtrundgänge“ (PDF)
>> Webseite zur Reihe: www. stadtrundgang.epn-hessen.de (noch im Aufbau!)

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SAVE THE DATE I:
Fr., 10.06. (16h) – So.,12.06.16 (16h), Marburg

Empowerment für (entwicklungs)politisch aktive People of Color & MigrantInnen

Empowerment-Training für EinsteigerInnen.
Mit den Phoenix-Trainern Austen P. Brandt und Mutlu Ergün, Trainee: Mira Sackeyfio

Dieses Grundlagen-Training ist für aktive People of Color – schwarze Menschen bzw. Menschen mit Migrationshintergrund, die sich in (entwicklungs)politischen oder interkulturellen Kontexten engagieren. Menschen, die in ihrem Alltag wie in ihrem Engagement immer wieder rassistische Erfahrungen machen: In der deutschen Gesellschaft erfahren sie Rassismus, in verschiedener Form, in verschiedener Intensität, in verschiedener Ausprägung. Doch gleich ist der Grund für die Diskriminierung: Die dunklere Hautfarbe und ihre Herkunft, durch die sie kein Mitglied der weißen deutschen Mehrheitsgesellschaft sind. Dies spiegelt sich auch in verschiedenen (entwicklungs-)politischen Szenen sowie im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit wieder.

Im Empowerment-Training geben wir uns die Möglichkeit zum persönlichen Kennenlernen und zum Kennenlernen der verschiedenen kulturellen und politischen Hintergründe. Wie können wir trotz der tagtäglichen Wirklichkeit von Rassismus unsere eigenen persönlichen Ziele verfolgen? Wie kann der eigene Beitrag für einen Perspektivenwechsel aussehen? Was können wir tun, um Rassismus und Diskriminierung zu verringern – im Alltag und in der (entwicklungs-)politischen Bildungs- und Projektarbeit?


Interessierte können gerne mit Vincent da Silva in der EPN Hessen-Geschäftsstelle Kontakt aufnehmen. E-Mail: info[at]epn-hessen.de oder: vincent.dasilva[at]epn-hessen.de. Telefon: 069 / 91395170.

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SAVE THE DATE II:
Fr., 17.06. (16h) – So.,19.06.16 (16h), Wiesbaden

Antirassistische Bewusstseinsbildung in der (entwicklungs)politischen Arbeit

Antirassismus-Training für EinsteigerInnen.
Mit den Phoenix-Trainern Merih Ergün und N.N.,Trainee: Ute von Essen

In der entwicklungspolitischen Bildungs- und Projektarbeit, aber auch in der (politischen) Alltagskultur sind Kooperationen, Bildungsmaterialien, Bilder und Sprache nicht frei von Rassismen und Ausgrenzungen. Wir halten es für notwendig, uns diese bewusst zu machen und nicht zu reproduzieren, was wir eigentlich verhindern wollen (u.a. Machtgefälle, Hierarchien, Vorurteile). Ausgrenzung, Benachteiligung, Unsicherheit, eine eingeschränkte Sicht auf Geschichte und Gegenwart sowie eine mangelnde Reflexionsfähigkeit der weißen Mitglieder der Gesellschaft in Bezug auf die eigene Rolle, auf Kommunikation und Begegnung sind häufige Formen des alltäglichen Rassismus. Das hat unmittelbare Folgen für die Qualität der (entwicklungs)politischen Arbeit.
Verschiedene „Kulturen“, „Rassen“, „Ethnien“, „Religionen“? „Schwarze“, „Weiße“, „People of Color“? „Deutsche“ und „Ausländer“ – „Wir“ und „die anderen“? Was wissen wir über „die anderen“ und was über „uns selbst“? Was ist „erlernt“, was ist „wahr“ und was „Konstruktion“? Was ist eine „weiße Identität“ in einer „multikulturellen Welt“? Was hindert, und was fördert unsere Begegnungen?
Das Grundlagen-Training richtet sich an Mitglieder der weißen Mehrheitsgesellschaft, die ihre Prägungen und ihr Verhalten reflektieren, Geschichte und Wirkungsweise von Rassismus näher kennen lernen und gemeinsam an den Grundlagen für einen Perspektivenwechsel in der internationalen Arbeit feilen möchten.


Interessierte können gerne mit Nadja Losse in der EPN Hessen-Geschäftsstelle Kontakt aufnehmen. E-Mail: info[at]epn-hessen.de oder direkt: nadja.losse[at]epn-hessen.de. Telefon: 069 / 91395170.

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Christoffel-Blindenmission: Bundestag übernimmt CBM-Forderungen zu inklusiven SDGs

Im letzten Newsletter haben wir das Thema Inklusion im Rahmen der globalen Entwicklungsziele und der Entwicklungsagenda 2030 aufgegriffen und dazu einen Gastbeitrag unseres EPN Hessen-Mitglieds Christoffel-Blindenmission (CBM) veröffentlicht (s. den Beitrag „SDGs inklusiv“ im Newsletter 01/2016). Die CBM macht sich unermüdlich öffentlich-politisch für eine ernsthafte und konsequente Berücksichtigung und Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen stark. Vor wenigen Tagen konnte die Nichtregierungsorganisation nun auf bundespolitischer Ebene einen weiteren Erfolg ihrer Bemühungen verbuchen: Laut einer Pressemeldung der CBM hat der Bundestag am 25. Februar die Bundesregierung aufgefordert, sich weltweit für Menschen mit Behinderungen einzusetzen. Ein entsprechender Antrag von CDU/CSU und SPD wurde im Plenum des Parlaments verabschiedet. Er betont, dass Menschen mit Behinderung bei der Umsetzung der 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung konsequent berücksichtigt werden müssen. Dadurch soll sich ihre Situation in Entwicklungs- und Schwellenländern verbessern. Der Bundestag übernimmt damit eine zentrale Forderung der Christoffel-Blindenmission, die seit Beginn der Verhandlungen um die Nachhaltigkeitsagenda der Vereinten Nationen immer wieder gemahnt hatte: Die Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen ist grundlegend für die globalen Entwicklungsziele.

Weitere Infos:
>> Vollständige Pressemeldung der Christoffel-Blindenmission (PDF)
>> Christoffel-Blindenmission e.V.

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Städtepartnerschaft Frankfurt-Granada: Bürgerreise zum 25-jährigen Jubiläum

Die Städtepartnerschaft mit Granada in Nicaragua feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass lädt EPN Hessen-Mitglied Städtefreundschaft Frankfurt-Granada e.V. in Kooperation mit lea bildungsgesellschaft der GEW Hessen und der Stadt Frankfurt am Main zu einer Bürgerreise in die nicaraguanische Partnerstadt ein. Besichtigungen von sozialen Projekten und Treffen mit lokalen Nichtregierungsorganisationen bieten dabei die Möglichkeiten zum Austausch und Diskurs mit den Menschen Nicaraguas und zeigen Fortschritte, aber auch Herausforderungen der sozialen sowie wirtschaftlichen Entwicklung des Landes auf.
Datum der Reise: 6. bis 19. November 2016, das detaillierte Reiseprogramm steht ebenfalls bereits fest. Anmeldeschluss ist der 07. September 2016.

Weitere Infos:
>> Programmflyer „Bürgerreise 25 Jahre Partnerstadt Frankfurt-Granada“ (PDF)
>> Städtefreundschaft Frankfurt-Granada (Nicaragua)

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Dritte Welt Haus Frankfurt: Filmabend

FREITAGSKINO:
Fr., 04.03.16 (19.30 | 20.30h), Frankfurt/M.

Buscando la plata

Filmvorführung und Gespräch (ab 19.30h Essen & Trinken). Veranstalter: EPN Hessen-Mitglied Dritte Welt Haus Frankfurt

Der Dokumentarfilm Buscando la plata handelt von Menschen in Santiago de Chile, die nichts besitzen außer ihrem Einfallsreichtum, um ihr tägliches Brot zu verdienen. Arbeitslose, Alleinerziehende und Rentner, die Volkslieder, Satire oder Eis am Stiel im öffentlichen Bus feilbieten. Sie gelten als Bodensatz der Gesellschaft, ständig in Bewegung und auf der Hut vor der Polizei. Doch mit diesem Status geben sie sich nicht länger zufrieden, sie kämpfen um Anerkennung. Ein ebenso aufschlussreicher wie unterhaltsamer Film über das Überleben in einer Metropole und eine Hommage an Menschen, die sich mit Einfallsreichtum und Humor über Wasser halten und die plötzlich nach der neoliberalen Neustrukturierung des Nahverkehrs nicht mehr gewünscht und geduldet werden, sondern in ihrer Existenz bedroht sind.
Im Anschluss an den Film findet ein Filmgespräch mit chilenischen Gästen statt.

Weitere Infos:
>> Flyer „Freitagskino: Buscando la plata“ (PDF)
>> Freitagskino des Dritte Welt Haus Frankfurt

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20 Jahre Weltladen Weilburg: Ausstellung und Geburtstagsfeier

JUBILÄUM & AUSSTELLUNG:
Fr., 04.03. – Fr., 18.03.2016 (Eröffnung: Sa., 05.03.2016, 11h), Weilburg

Hessen fairändert! Gegen den Ausverkauf der Einen Welt
Eine Wanderausstellung von Weltläden in Hessen und EPN Hessen mit begleitendem Workshop-Angebot für SchülerInnen. Vor Ort präsentiert von EPN Hessen-Mitglied Weltladen Weilburg anlässlich seines 20-jährigen Jubiläums

Anlässlich seines 20-jährigen Bestehens zeigt EPN Hessen-Mitglied Weltladen Weilburg unsere bereits vielgereiste Wanderausstellung „Hessen fairändert“ im Bergbau- und Stadtmuseum Weilburg. Die Ausstellung informiert auf insgesamt zehn Rollups über Produktions- und Arbeitsbedingungen entlang der Handelsketten von Kakao, Kaffee, Textilien, IT und Südfrüchten. Sie schafft Bewusstsein für ein ‚faires Konsumverhalten’ und zeigt konkrete Handlungsalternativen und Kampagnen auf, mit denen sowohl Einzelpersonen als auch Gruppen einen spürbaren Unterschied machen können. Als gute Beispiele, die anregen sollen, präsentiert die Ausstellung konkrete Räume des Engagements wie etwa Städte und Kommunen, Schulen und Hochschulen, Weltläden oder religiöse Gemeinden. Ergänzend zur Ausstellung werden begleitende Workshops für SchülerInnen angeboten. Eröffnet wird die Ausstellung am 05. März mit Sekt und Häppchen. Die eigentliche Geburtstagsfeier findet am 9. März im und um den Weltladen herum statt.[/showhide]

Weitere Infos:
>> Weltladen Weilburg

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25 Jahre Städtepartnerschaft Frankfurt-Granada: Gioconda Belli & Grupo Sal Duo

KONZERT UND LESUNG:
Di., 08.03.16 (19.30h), Frankfurt/M.

El intenso calor de la Luna / Mondhitze

Lesung und Konzert mit Gioconda Belli und Grupo Sal Duo. VeranstalterInnen: EPN Hessen-Mitglied Städtefreundschaft Frankfurt-Granada zusammen mit dem Referat für internationale Angelegenheiten der Stadt Frankfurt, Engagement Global, EPN Hessen, Instituto Cervantes, Frauenreferat der Stadt Frankfurt, GEW, Instituto Cervantes, Katholische Erwachsenenbildung und EPN Hessen-Mitglied Zentrum Oekumene

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft Frankfurt-Granada (Nicaragua) lädt EPN Hessen-Mitglied Städtefreundschaftsverein Frankfurt-Granada zusammen mit vielen KooperationspartnerInnen am Weltfrauentag zur Lesung von Gioconda Belli mit Musik von Grupo Sal Duo. Gioconda Belli ist hierzulande eine der meistgelesenen Autorinnen Lateinamerikas. Sie wuchs in Nicaragua auf, studierte in Spanien und den USA und schloss sich bereits in jungen Jahren der sandinistischen Befreiungsbewegung in Nicaragua an. In diesem Programm wird ihr frisch erschienener Roman „El intenso calor de la Luna / Mondhitze“ mit politischer Diskussion verbunden: Gioconda Bellis Werk vermittelt eine frauenspezifische Perspektive, die gerade aktuell in Deutschland mehr denn je diskutiert und neu überdacht wird. Als eine Frau, die weiß was es heißt, sein Heimatland verlassen und ins Exil zu müssen, kann sie darüber hinaus zu aktuellen Debatten Stellung beziehen und mit persönlichen Einschätzungen und Ansätzen zur Diskussion beitragen. Im Wechselspiel mit Auszügen aus dem neuen Roman wird Grupo Sal Duo wie gewohnt eine mitreißende musikalische Atmosphäre erzeugen.

Weitere Infos:
>> Flyer „El intenso calor de la Luna / Mondhitze“
>> Städtefreundschaft Frankfurt-Granada (Nicaragua)

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Freundeskreis Hofheim-Tenkodogo zeigt preisgekrönten Film

FILM & DISKUSSION:
Do., 10.03.16 (19.30h), Hofheim

Maïmouna – la vie devant moi

Filmvorführung und Diskussion. Veranstalter: EPN Hessen-Mitglied Freundeskreis Hofheim-Tenkodogo

Mit dem als ‚Bester Film zur politischen Bildung‘ ausgezeichneten Dokumentarfilm „Maïmouna – la vie devant moi“ (Maïmouna – das Leben liegt vor mir) thematisiert der Freundeskreis Hofheim-Tenkodogo zum Weltfrauentag 2016 (8. März) die auch in Burkina Faso trotz gesetzlichen Verbots noch immer praktizierte Genitalverstümmelung an jungen Mädchen. Eingeladen sind dazu Joyce Folwaczny und Sarah Negusse von MAISHA e.V. – Selbsthilfegruppe afrikanischer Frauen in Deutschland e.V., um nach der Filmvorstellung, mit den ZuschauerInnen über deren Eindrücke und Fragen zu diskutieren. Der Dokumentarfilm begleitet eine junge Frau in Burkina Faso durch die Dörfer in ihrem mühsamen Kampf gegen das alte Ritual. Ihr Weg führt sie von Hof zu Hof, um mit den BewohnerInnen zu diskutieren und ihnen von den Folgen der Beschneidung zu erzählen. Dabei stößt sie immer wieder auf Aberglaube, gesellschaftliche Machtstrukturen, Ängste, Widersprüche und – ihre eigenen Wunden. Der Film geht der Frage nach, warum es noch immer Beschneidung gibt, ohne den moralischen Zeigefinger zu erheben. Durch die differenzierte Betrachtung wird deutlich, dass es die eine Antwort nicht gibt, sondern verschiedene Wahrheiten. Dabei stehen Maïmouna und ihr Leben im Vordergrund, ihre Stärke und ihre Offenheit machen den Film zu einem lebendigen und hoffnungsvollen Dokument gegen Beschneidung von Frauen und für ein selbstbestimmtes Leben.

Weitere Infos:
>> Veranstaltungsankündigung „Maïmouna – la vie devant moi“
>> Freundeskreis Hofheim-Tenkodogo

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Afrika-Projekt lädt ein zu einem Gesprächsabend mit Bello Garey

GESPRÄCHSABEND:
Do., 10.03.16 (18.30h), Frankfurt/M.

„Keine Schule wie jede andere“ – ein Bericht aus erster Hand

Gesprächsabend mit Bello Garey. Veranstalter: EPN Hessen-Mitglied Afrika-Projekt

Bello Garey ist Gründer einer Schule (für blinde und sehende Kinder) in Maroua, Kamerun. Garey ist selbst blind und leitet die Schule seit vielen Jahren.
Auf Einladung von Afrika-Projekt berichtet Bello Garey von den Hürden, eine solche Schule aufzubauen und erzählt ebenso vom Anspruch auf Bildung und von sozialer Ausgrenzung in seinem Heimatland. Garey gilt in Kamerun als Anwalt für die Rechte von Blinden und Sehbehinderten.
EPN Hessen-Mitgliedsorganisation Afrika-Projekt unterstützt die Schule seit längerem, aktuell mit dem Bau eines Tiefbrunnens. Das „Centre de Promotion et de Formation des Aveugles de Maroua“ (CPFAM, Zentrum zur Förderung und Ausbildung von Blinden in Maroua) hat zum Ziel: blinde und sehbehinderte Kinder soweit zu unterrichten und in praktischen Fertigkeiten zu unterweisen, dass sie in der Lage sind, eine Regelschule zu besuchen oder am sozialen Leben teilzunehmen.

Weitere Infos:
>> Veranstaltungsankündigung „Keine Schule wie jede andere“ (PDF)
>> Afrika-Projekt

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ÖIEW: Ausbildung zur Erd-Charta BotschafterIn

MULTIPLIKATORiNNEN-AUSBILDUNG:
Fr., 11.03. – So., 13.03.16 sowie Fr., 27.05. – So., 29.05.16, Warburg-Germete

Werden Sie Erd-Charta BotschafterIn!

Ein Ausbildungsangebot von EPN Hessen-Mitglied Ökumenische Initiative Eine Welt e.V.

Die Ökumenische Initiative Eine Welt e.V. bietet als deutsche Erd-Charta Koordination im Frühjahr 2016 die nächste Erd-Charta MultiplikatorInnen-Ausbildung an. Sie richtet sich an alle, die Lust auf politische Veränderungen und entsprechende Bildungsarbeit haben und sich gemeinsam mit der Erd-Charta auseinandersetzen wollen. Die beiden Wochenenden sollen dazu befähigen, die Erd- Charta selbst weiter zu geben, in einer Erd-Charta-Gruppe aktiv zu sein, einen Workshop durchzuführen, mit der Jugendgruppe spielerisch die Erd-Charta zu erschließen, regionale Projekte zu verwirklichen, an der Uni oder auf einem Kongress einen Vortrag zu halten… – je nach Lust und Interesse der Teilnehmenden! Zur Ausbildung gehören eine Vielfalt von Methoden und praxisorientiertes Lernen. Erd-Charta-ExpertInnen geben inhaltliche Inputs über Entstehung und Kontext, den Rahmen „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) und globales Lernen sowie aktuelle Bildungsprojekte und Umsetzungen der Erd-Charta. Gemeinsam wird erarbeitet, wie die Erd-Charta an verschiedene Zielgruppen vermitteln werden kann.

Weitere Infos:
>> Werden Sie Erd-Charta BotschafterIn!
>> Flyer zum Erd-Charta-Ausbildungsangebot

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Zentrum Oekumene: Internationale Konferenz zur Vernetzung im Kampf gegen atomare Risiken

KONFERENZ:
Mi., 09.03. – Fr., 11.03.16, Schmitten-Arnoldshain

Auf der Straße und vor Gericht. Recht und Religion gegen atomare Risiken

Dreitägige internationale Konferenz. Organisation: EPN Hessen Mitglied Zentrum Oekumene, Evangelische Mission in Solidarität (EMS), Juristen gegen Atomtod (IALANA) und Weltkirchenrat (ÖRK)

Anlässlich des 5. Jahrestages der TEPCO Atomkatastrophe in Fukushima sollen auf dieser Tagung Erfahrungen zur Atomproblematik aus verschiedenen Milieus und Ländern zusammengetragen werden. Denn Widerstand gegen AKWs und Atomwaffen gibt es weltweit und von verschiedensten Gruppierungen: unmittelbar Betroffene und Opfer, zivile Gruppen, Religionsgemeinschaften, NaturwissenschaftlerInnen, MedizinerInnen, JuristInnen, JournalistInnen und viele andere. Die Zusammenarbeit verschiedener Akteursgruppen ermöglicht die internationale, interdisziplinäre und interreligiöse Diskussion der Thematik. Atomare Verstromung und atomare Bewaffnung wird dabei technisch eng zusammenhängend gesehen. Beabsichtigt ist daher, die „atomare Kette“ vom Uranabbau bis zum Atommüll umfassend in den Blick zu nehmen und anzugehen. Schwerpunkt wird auf juristischen Maßnahmen und strategischen Überlegungen zu koordinierten Aktionen gegen die globale Atomlobby liegen.

Weitere Infos:
>> Veranstaltungsankündigung „Auf der Straße und vor Gericht“
>> Flyer Konferenz „Auf der Straße und vor Gericht“
>> Zentrum Oekumene

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Zentrum Oekumene: Studientag zu (Post)Wachstum und Ernährung

STUDIENTAG:
Di., 15.03.16 (10-16h), Frankfurt/M.

Wachstum und Ernährung. Postwachstum im Globalen Lernen

Fortbildung zum Thema Wirtschaft und Wachstum mit Schwerpunkt Ernährung. Veranstalter: EPN Hessen-Mitglied Zentrum Oekumene

Das riesige Angebot in den Supermarkt-Regalen ist mittlerweile unüberschaubar. Woher kommen diese Produkte? Unter welchen Bedingungen mussten Menschen dafür arbeiten? Was bekommen sie für einen Lohn? Welche ökologischen und sozialen Konsequenzen sind mit dem Wachstumszwang in der Nahrungsmittelindustrie verbunden? An diesem Studientag wird aufgezeigt, wie unsere Ernährung mit der stetig weiter wachsenden Wirtschaft zusammenhängt und somit auch zur globalen (Un)Gerechtigkeit beitragen kann. Welche Alternativen gibt es zum Supermarkt? Was bedeutet Foodsharing? Die TeilnehmerInnen der Fortbildung werden sich intensiv mit dem Thema Wirtschaft und Wachstum mit Schwerpunkt Ernährung auseinandersetzen. Sie erwerben und vertiefen dabei themenspezifische Kenntnisse und Kompetenzen des Globalen Lernens und der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Gearbeitet wird u.a. mit Inhalten des von FairBindung e.V. und Konzeptwerk Neue Ökonomie e.V. im vergangenen Jahr veröffentlichten Methodenhefts „Wachstum und Ernährung“.

Weitere Infos:
>> Flyer „Wachstum und Ernährung“ (PDF)
>> Zentrum Oekumene

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Eine Welt Verein Dieburg. Lesung mit Felix zu Löwenstein

LESUNG:
Di., 15.03.16 (20h), Dieburg

Es ist genug da. Für alle. Wenn wir den Hunger bekämpfen, nicht die Natur

Felix zu Löwenstein liest aus seinem Buch. VeranstalterInnen: EPN Hessen-Mitglied Eine Welt Verein Dieburg und Bücherinsel Dieburg

Schon heute schafft es die Weltgemeinschaft nicht, alle Menschen mit ausreichend Nahrung zu versorgen. Felix zu Löwenstein nennt Gründe. Vor allem aber fragt er, wie in Zukunft neun Milliarden Menschen ernährt werden können. Seine engagierte Position ist eine klare Absage an die industrielle Landwirtschaft und ihr unhaltbares Wachstumsversprechen, das auf genveränderte Pflanzen, den Einsatz von Pestiziden und die Schaffung von Monokulturen setzt. Seine Alternative: Nahrungsmittelproduktion auf der Grundlage des ökologischen Landbaus. Felix Prinz zu Löwenstein, Agrarwissenschaftler und Biolandwirt, übernahm nach dreijähriger Tätigkeit in der Entwicklungshilfe auf Haiti den elterlichen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb in Habitzheim (Südhessen) und stellte das Gut, das seit 500 Jahren im Besitz der Familie ist, auf Bio um. Darüber hinaus ist er als Vorstandsvorsitzender des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) politischer Vertreter der deutschen Bio-Branche und ein gefragter Redner.

Weitere Infos:
>> Veranstaltungsankündigung „Es ist genug da. Für alle“
>> Weltladen Dieburg

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Deutsch-Indische Zusammenarbeit lädt zu Lesung und Diskussion ein

LESUNG UND PODIUMSDISKUSSION:
Di., 15.03.16 (19-21h), Frankfurt/M.

Frauenrechte in Indien

Lesung und Diskussion. Veranstalterin: EPN Hessen-Mitglied Deutsch-Indische Zusammenarbeit (DIZ). Leitung der Veranstaltung: Mechthild Nauck, EVA – Evangelisches Frauenbegegnungszentrum

Indiens Mädchen und Frauen werden bis heute in allen Gesellschaftsschichten immer wieder unterdrückt und leiden nicht selten unter sexuell motivierter Gewalt. Katharina Finke ist freie Journalistin und erzählt in ihrem Buch und bei der Lesung die wahre Geschichte von Amila, die schon im Alter von zwölf Jahren zwangsverheiratet wird. Von ihrem Schwiegervater verachtet, von ihrem Mann vergewaltigt, von ihrer Familie getrennt, muss Amila jahrelang darum ringen, nicht an der seelischen und physischen Folter zu zerbrechen. Tag für Tag schuftet sie auf den Feldern und im Haus. Ein Ende ist nicht in Sicht, denn häusliche und sexuelle Gewalt in der Ehe gelten in Indien nicht als Scheidungsgrund. Sie kann nur hoffen und dafür kämpfen, dass ihre Töchter, einmal ein besseres Leben haben werden als sie selbst.
Im Anschluss an die Lesung und das Gespräch mit der Autorin wird Sybille Franck von der DIZ zwei Projekte zum Thema Frauenrechte von den indischen Partnern vorstellen: In Frauenberatungsstellen unterstützen Sozialarbeiterinnen und Mediatorinnen Frauen, die unter Gewalt oder Missbrauch in ihrer Familie leiden.

Weitere Infos:
>> Veranstaltungsankündigung „Frauenrechte in Indien“
>> Deutsch-Indische Zusammenarbeit (DIZ) e.V.

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pbi: Seminar gewaltfreie Kommunikation & postkoloniale Kritik

WEITERBILDUNGSSEMINAR:
Sa., 19.03. (10h) – So., 20.03.16 (16h), Darmstadt

Gewaltfreie Kommunikation, Konflikte im Team und machtkritische Analyse von Nord-Süd-Beziehungen

Weiterbildungsseminar. Veranstalterin: EPN Hessen-Mitglied peace brigade international (pbi) Regionalgruppe Rhein-Main

Wie können wir in die Haltung der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) und ihre wichtigsten Prinzipien ausprobieren und anwenden? Wie können wir Konflikte im Team bearbeiten? Wie können wir damit umgehen, dass unsere Welt immer noch von kolonialer Geschichte und den damit einhergehenden rassistischen Machtbeziehungen geprägt ist? Und was hat das alles mit mir und dir zu tun? Dies sind die leitenden Kernfragen, mit denen sich die TeilnehmerInnen dieses Weiterbildungsseminars der peace brigade international (pbi) Regionalgruppe Rhein-Main beschäftigen werden. Im ersten Seminarblock wird dabei die Möglichkeit gegebenen, den Prozess der GFK auf Basis verschiedener Übungen kennenzulernen. Anschließend wird gemeinsam betrachtet, wie Team-Konflikte mit Hilfe der GFK konstruktiv transformiert werden können. Unser Handeln ist dabei aber immer auch in geschichtlich strukturelle Kontexte eingebettet und durch spezifische Machtbeziehungen geprägt. So agieren internationale Nichtregierungsorganisationen demnach stets im komplexen Spannungsfeld zwischen „Hilfe“, Solidarität und der (Re-)Produktion kolonialer Machtbeziehungen. Im zweiten Seminarblock wird der Blick daher auf diese Handlungskontexte gerichtet: Wie werden solche (Neo-)Kolonialismen im konkreten Arbeitsalltag sichtbar und wie können wir damit umgehen? Welche theoretischen Konzepte gibt es, die uns beim Verständnis und der Analyse der Situation helfen?

Weitere Infos:
>> Veranstaltungsankündigung auf der pbi-Webseite
>> peace brigade international (pbi)

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CBM: Fortbildung zu inklusiver Entwicklungszusammenarbeit

FORTBILDUNGSSEMINAR:
Do., 07.04. (10h) & Fr., 08.04.16 (15h) , Berlin
oder: Do., 14.04. (10h) & Fr., 15.04.16 (15h), Bensheim

Inklusion von Menschen mit Behinderungen in Projekten der Entwicklungszusammenarbeit

Ein Fortbildungsangebot der EPN Hessen-Mitgliedsorganisation Christoffel-Blindenmission


Weltweit leben über eine Milliarde Menschen mit Behinderungen, 80 Prozent von ihnen in Entwicklungsländern. Das neue Fortbildungsangebot der Christoffel-Blindenmission (CBM) zeigt, wie Nichtregierungsorganisationen und Stiftungen ihre Projekte in Entwicklungsländern inklusiv gestalten und Menschen mit Behinderungen noch besser erreichen können. Das zweitägige praxisorientierte Seminar richtet sich an MitarbeiterInnen und ehrenamtlich Engagierte dieser Organisationen. Ziel des Seminars ist es, Methoden und Ansätze für die Planung und Durchführung inklusiver Projekte im Ausland zu vermitteln. Neben theoretischen Grundlagen geben die Fachleute der CBM praktische Tipps für die Zusammenarbeit mit Menschen mit Behinderungen. Im Anschluss können sich die TeilnehmerInnen individuell zu ihren eigenen Projekten beraten lassen. Um von den Erfahrungen und dem Wissen anderer zu profitieren, ist auch der Austausch mit KollegInnen aus der Entwicklungszusammenarbeit fester Bestandteil des Fortbildungskonzepts.
Für das Seminar stehen im April zwei Termine zur Auswahl. Anmeldung möglichst bald, direkt online auf der CBM-Webseite.

Weitere Infos:
>> Veranstaltungsdetails und Anmeldung (nicht mehr online, Anm. der EPNH-Red.)
>> Christoffel-Blindenmission e.V.

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Sozial – Ökologisch – Global!
Globales Lernen in der beruflichen Bildung verankern

In der beruflichen Aus- und Weiterbildung sollten auch globale Zusammenhänge und Herausforderungen gesellschaftlicher und beruflicher Felder thematisiert werden, um die Berufswelt im Sinne der Nachhaltigkeit, Zukunftsfähigkeit und globalen Gerechtigkeit zu gestalten. Das ist eines der Anliegen des Eine Welt-PromotorInnenprogramms in Hessen im Bereich des Globalen Lernens. Hier setzt sich die Fachpromotorin u.a. für die Verankerung Globalen Lernens in den Lehrplänen von Berufsschulen ein. Die Auseinandersetzung mit Herausforderungen der Globalisierung und die Stärkung der Kompetenz zu nachhaltigem Handeln sollte als Querschnittsthema in den allgemein- und berufsbildenden Teil des Unterrichts integriert werden. Denn die berufliche Ausbildung übernimmt eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe, da sie junge Menschen zu kompetentem beruflichem Handeln befähigt. Dabei geht es nicht nur um die „Erfüllung der Aufgaben im Beruf“, sondern auch um die „Mitgestaltung der Arbeitswelt und Gesellschaft in sozialer und ökologischer Verantwortung“ (KMK Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel, Verkäufer/Verkäuferin 2004: 3ff.).


Weitere Infos:
>> Mehr zur Handreichung & Download-Möglichkeit (unten in diesem Newsletter)

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Theaterpädagogischer Workshop zum Menschenrecht auf Wasser

THEATERPÄDADOGISCHE FORTBILDUNG:
Mi., 27.04.16 (10-17.30h), Frankfurt/M.

Wasserbomben

Theaterpädagogischen Fortbildungstag mit AutorInnen und TheaterpädagogInnen des Grips-Theaterstücks „Wasserbomben“. ReferentInnen: Susanne Lipp (Theaterpädagogin und Autorin) Andreas Joppich (Pädagoge, Projektberater, Autor). Veranstalter: EPN Hessen-Mitglied Zentrum Oekumene unter konzeptioneller und planerischer Mitwirkung des hessischen PromotorInnenprogramms

Der Workshop, der Methoden der Theaterpädagogik mit dem Globalen Lernen verknüpft, greift die Erfahrungen der GRIPS-Werke e.V. mit dem interaktiven Theaterstück „Wasserbomben“ auf. Teile dieses Mitspielkrimis um Geschichten vom Wasser als Ressource, Menschenrecht, Überlebensmittel und Ware werden mit den Teilnehmenden gespielt, andere als Hörspiel erfahren. Darauf basierend werden wichtige Arbeitsschritte zur Stückentwicklung vorgestellt, so dass in unterschiedlichen Gruppen eigene Geschichten und Szenen erarbeiten oder nachgespielt werden können. Theater- und spielpädagogische Methoden zur Vor- und Nachbereitung sowie wichtige theoretische Aspekte zur Inszenierung von Mitspielaktionen im Kontext Globalen Lernens zählen ebenso zum Programm. Die Fortbildung soll dazu befähigen, eigene Erfahrungen im Unterricht, in Theater-AGs oder auf Jugendfreizeiten, als kompletten Mitspielkrimi oder auch nur in einzelnen Methoden umzusetzen. Insofern ist der Workshop auch gut für AnfängerInnen und Theaterlaien geeignet.

Weitere Infos:
>> Flyer „Wasserbomben – Theaterpädagogischer Workshop“ (PDF)
>> Veranstaltungsankündigung des Zentrum Oekumene

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Nachlese: „Konsumsplitter“-Vernissage mit Vortrag von Boniface Mabanza

Mit einer abendlichen Vernissage verbunden mit einem aufschlussreichen Vortrag machten die Darmstädter am 17. Februar auf das Thema „Welthandel und Fluchtursachen“ aufmerksam. Organisiert wurde die Veranstaltung durch eine Kooperation aus DGB-Stadtverband, dem Projekt creactive art, attac, agis (Antirassistische Gruppe Internationale Solidarität), dem Weltladen Darmstadt und dem Eine Welt-PromotorInnen-Programm Hessen.
Dr. Boniface Mabanza ist Koordinator bei der Kirchlichen Arbeitsstelle Südliches Afrika. In seinem Vortrag zeigte er am Beispiel verschiedener afrikanischer Länder auf, wie europäische Außenpolitik und internationale Freihandelsabkommen wirtschaftspolitische Strukturen in Ländern des Globalen Südens nachhaltig schwächen und wie das Überleben für die Menschen vor Ort dadurch immer schwieriger wird. Im Rahmen von Dr. Mabanzas fundierter Kritik unter Anderem auch an den Strukturanpassungsprogrammen von IWF und Weltbank wurde deutlich, in welchem Ausmaß internationale Wirtschaftspolitik auch für die Tatsache, dass Menschen sich gezwungen sehen, aus ihren Heimatländern zu fliehen, verantwortlich gemacht werden muss.
Die Ausstellung „konsumsplitter“ greift gleichsam verschiedene Aspekte internationaler Wirtschaftszusammenhänge und Ausbeutungspolitik auf. Einen Schwerpunkt bilden 30 Papierarbeiten zur globalen Konsumgesellschaft: den Auswirkungen von Konsum, Handel und europäischer Subventionspolitik auf die Lebensbedingungen in afrikanischen Staaten. Hintergrund ist die Frage nach Fluchtgründen und dem Zusammenhang zu europäischer Politik.


Infos zur Veranstaltung:
>> Veranstaltungsflyer „konsumsplitter | Welthandel und Fluchtursachen“
>> Zur Ausstellung „konsumsplitter“

Weitere Infos:
>> WDR-Beitrag „EPAs: Freihandelsabkommen zwischen Europa und Afrika“
>> Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika

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Bewegung in Hessen über das Netzwerk hinaus

„Solidarity for all. Für gleiche Rechte und ein gutes Leben“ –
Regionale No border lasts forever-Konferenz in Frankfurt (04.03.-06.03)

Die aktuelle Situation der vielen neu angekommenen Geflüchteten stellt auch im Rhein-Main-Gebiet die soziale Frage mit ganz neuer Dringlichkeit: Es fehlt an menschenwürdigem Wohnraum, an Zugang zu Sprachkursen und bei vielen zudem an einer gesicherten Aufenthaltsperspektive. Stattdessen müssen sich die Menschen in provisorischen Massenunterkünften arrangieren, hängen in monate- bis jahrelangen administrativen Warteschleifen, werden mit Abschiebungsandrohungen verunsichert oder direkt abgeschoben.
Mit kalkuliertem Mangel an bezahlbarem Wohnraum, mit dem Abbau bzw. der Privatisierung und Verteuerung sozialer Infrastruktur sowie mit der Ausweitung prekärer Beschäftigung sind wir seit vielen Jahren konfrontiert, die Folgen von Austeritätspolitik oder sog. „Schuldenbremsen“ sind überall zu spüren. In der aktuellen Situation wird nun – zum Teil sehr bewusst – versucht, die Interessen und Bedürfnisse der Menschen beim Zugang zu Wohnraum, zu gut bezahlter Arbeit oder zu Bildung gegeneinander auszuspielen. Doch dem wird entgegen gehalten: Die Frage sozialer Gerechtigkeit und Solidarität beschäftigt aktuell viele Aktive, lokal und bundesweit. Überall werden neue Bündnisse und Wege gesucht. Die Konferenz möchte an die in Frankfurt veranstalteten Ratschläge „Frankfurt für alle: Solidarische Stadt“ anknüpfen und die dort entstandenen Themen und Ergebnisse vertiefen und weiterführen. Entlang der Bereiche Arbeit und Arbeitsbedingungen, Wohnen und Unterkünfte, Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung und Abwehr rechter Angriffe bietet die Konferenz Raum, sich zu beraten, zusammen zu organisieren und damit eine gemeinsame Praxis der gegenseitigen Stärkung zu entwickeln.


Weitere Infos:
>> „Solidarity for All. Für gleiche Rechte und ein gutes Leben“ | Programm

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Die BMZ- ZukunftsTour in Frankfurt: Nachhaltigkeitsstrategie meets globale nachhaltige Entwicklungsziele

Seit 2015 ist die Zukunftscharta „EineWELT – Unsere Verantwortung“ mit der sogenannten ZukunftsTour des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in verschiedenen Bundesländern zu Gast. In Hessen fand die Veranstaltung in Kooperation mit der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes und mit Unterstützung des entwicklungspolitischen Landesnetzes sowie der Beteiligung weiterer zivilgesellschaftlicher AkteurInnen statt. Ziel der Zukunftstour des BMZ ist es, die globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) bundesweit bekannt zu machen und zum Mitmachen einzuladen. Dazu fanden auch in Frankfurt eine Mischung aus Zukunftswerkstatt mit Workshops und Lernstationen, Infoständen und Ausstellung sowie eine sogenannte Politikarena statt.


Weitere Infos:
>> Zukunftscharta „EineWELT – Unsere Verantwortung“
>> Nähere Infos zur Nachhaltigkeitsstrategie Hessen auf der EPN Hessen-Webseite

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Unternehmensverantwortung & Menschenrechte brauchen nationalen Aktionsplan!

Im April 2016 will die Bundesregierung über den Nationalen Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte entscheiden und damit die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte auf Bundesebene umsetzen. Über Richtlinie wie Umsetzungsprozess hatten wir schon mehrmals berichtet (s. NL 08&09/2015, NL 03/2015, NL 02/2015, NL 06&07/2014).

Zuletzt wurde dieser Aktionsplan auf der dritten Plenumskonferenz im BMZ im Dezember 2015 diskutiert. In diesem Rahmen formulierte der Deutsche Gewerkschaftsbund, das Forum Menschenrechte und der Verband Entwicklungspolitik und humanitäre Hilfe ihre Erwartungen an den Nationalen Aktionsplan []. Auch das Netzwerk für Unternehmensverantwortung CorA unterstützt das Positionspapier, das verbindliche Vorgaben für Unternehmensverantwortung fordert: „Der geplante Nationale Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte bietet eine bisher einzigartige Gelegenheit, in Deutschland die strukturellen Defizite beim Menschenrechtsschutz in der heimischen wie auch der Außenwirtschaft anzugehen.“


Weitere Infos:
>> Broschüre „Mein Auto, mein Kleid, mein Hähnchen …“ (PDF)
>> Germanwatch/Misereor: Globales Wirtschaften und Menschenrechte
>> Mehr zum Thema Vergabewesen und Menschenrechte auf unserer Webseite

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21. März: Internationaler Tag für die Abschaffung rassistischer Diskriminierung

Der International Day for the Elimination of Racial Discrimination wird jährlich am 21. März begangen. An diesem Tag im Jahr 1960 eröffnete die Polizei in Sharpeville, Südafrika das Feuer auf friedliche DemonstrantInnen, die gegen die Banngesetze der Apartheid demonstrierten. Dabei wurden 69 Menschen getötet. Die UN-Vollversammlung rief den Tag im Jahr 1966 als Reaktion auf diese Geschehnisse aus, um die internationale Gemeinschaft aufzufordern, ihre Anstrengungen für die Abschaffung aller Formen rassistischer Diskriminierung zu verdoppeln.

Ab dem 21. März wird in allen Mitgliedstaaten eine Woche der Solidarität mit Menschen, die gegen Rassismus und rassistische Diskriminierung kämpfen, organisiert. In diesem Jahr wird die UN-Menschenrechtskommission eine Debatte zur weltweiten Situation rassistischer Diskriminierung abhalten.

Rassismus und rassistische Diskriminierung sind auch für AkteurInnen der entwicklungspolitischen und internationalen Arbeit Themen, denen sie sich nicht nur solidarisch, sondern in gesamtgesellschaftlicher Verantwortung widmen sollten. Rassismus ist meist strukturell verankert und äußert sich für Beteiligte bewusst wie unbewusst sowohl in der Bildungs- und Informationsarbeit in der BRD als auch in der Projektarbeit in Ländern des Globalen Südens.

EPN Hessen widmet sich in diversen Veranstaltungen immer wieder der kritischen Reflexion und gemeinsamen Veränderung der entwicklungsbezogenen Arbeit. Schauen Sie deshalb gern regelmäßig auf unserer Veranstaltungsseite vorbei, lassen Sie sich in unserem Newsletter inspirieren, überlegen und diskutieren Sie mit.

Weitere Infos:
>> Hintergrundinformationen der Vereinten Nationen (UN)
>> Informationen der UNESCO 2015
>> EPN Hessen-Verantstaltungshinweis: Phoenix Antirassismus-Training (17.-19.06.)

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25. März: Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer der Sklaverei und des transatlantischen Sklavenhandels

Der International Day of Remembrance of the Victims of Slavery and the Transatlantic Slave Trade wird jährlich am 25. März begangen, erinnert an den Sklavenhandel und seine Folgen sowie die Opfer des Sklavenhandels. Außerdem soll er heutzutage Bewusstsein für Vorurteile und rassistische Handlungen schaffen. Die UN forderte mit der Etablierung dieses Tages im Jahr 2007 außerdem Bildungseinrichtungen, Zivilgesellschaft u.a. Organisationen auf, zukünftigen Generationen die Gründe und Konsequenzen des Sklavenhandels sowie die Gefahren von Rassismus und Vorurteilen deutlich zu machen.

Das Schwerpunktthema 2016 “Remember Slavery: Celebrating the Heritage and Culture of the African Diaspora and its Roots“ soll das Augenmerk auf afrikanische Kulturen und Traditionen in den Ländern richten, die vom Sklavenhandel profitierten. Außerdem sollen die Arbeit von afrikanisch-diasporischen Organisationen und die kulturelle Verbindungen zwischen Menschen afrikanischer Herkunft auf der ganzen Welt beleuchtet werden.


Weitere Infos:
>> Hintergrundinformationen der Vereinten Nationen (UN)
>> AfricAvenir Gedenkmarsch
>> Konferenz Afrika neu denken 2015
>> ‚Slavery Footprint’

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Die große Transformation mit Leben füllen (Teil 2):

In der letzten Newsletter-Ausgabe haben wir mit einer Reihe begonnen, mit der wir die am 01. Januar dieses Jahres in Kraft getreten Agenda 2030 entlang konkreter Debatten und Politikfelder ‚greifbarer machen’ wollen. Denn damit der ambitionierte Zielkatalog (und auch etwas sperrige Katalog der 17 Entwicklungsziele (SDG) und ihrer 169 Unterziele) auch wirklich in die dringend benötigte sozial und ökologisch gerechtere große Transformation übersetzt wird, braucht es seine ‚Aneignung’ und Umsetzung durch breite zivilgesellschaftliche Kreise. Es braucht Dialoge zwischen AkteurInnen und AktivistInnen in Süd und Nord und aus Politik wie Zivilgesellschaft mit dem Ziel des konsequenten politischen und wirtschaftlichen Umsteuerns in gemeinsamer aber unterschiedlicher Verantwortung.
Deshalb wollen wir im laufenden Jahr mit gezielten Beiträgen, die einzelne Ziele mit aktuellen politischen Debatten und Themen verknüpfen, dazu beitragen, dass der umfangreiche Zielkatalog besser bekannt und seine politische Relevanz besser nachvollziehbar wird.

Im letzten Newsletter beschäftigten wir uns einerseits mit den SGD 10, das der wachsenden sozialen und wirtschaftlichen Ungleichheit zwischen und innerhalb von Staaten entgegenwirken soll – sowie andererseits mit dem SDG 16, welches die Bedeutung von Frieden, guter Regierungsführung und inklusiven Institutionen für nachhaltige Entwicklung betont. Außerdem haben wir uns mit einem Gastbeitrag der EPN Hessen-Mitgliedsorganisation Christoffel-Blindenmission mit der Frage der Inklusion von Menschen mit Behinderungen in den globalen Entwicklungszielen beschäftigt.

In dieser Ausgabe setzen wir uns erneut mit dem SDG 16 auseinander – dieses Mal mit kritischem Blick auf die Rüstungsproduktion und Waffenexporte der Bundesrepublik Deutschland. In einem zweiten Artikel geht es unter Bezug auf SDG 8.9 um den Nachhaltigkeitsbedarf und die Wahrung von Menschenrechten im Tourismussektor:

>> Globale Entwicklungsziele (SDG) und Agenda 2030 – zwischen Krieg und Frieden
>> Nachhaltiger Tourismus: Wirtschaft und Menschenrechte achten

Weitere Infos:
>> Agenda 2030 – Übersicht der 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG)

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Globale Entwicklungsziele (SDG) und Agenda 2030 – zwischen Krieg und Frieden

Frieden ist eines von fünf Kernthemen, die in der Präambel der 2030-Agenda genannt werden (»People, Planet, Prosperity, Peace, Partnership«). Die zentrale Bedeutung, die Frieden hier zugesprochen wird, wird im Zielkatalog der SDG nicht unbedingt auf den ersten Blick sichtbar. Angesichts zahlreicher aktueller Kriegsschauplätze sind die Themen Rüstungskontrolle, Konfliktprävention und zivile Konfliktbearbeitung sowie Friedenserziehung gleichwohl entscheidend für die Erreichung globaler Entwicklungsziele.

Dort wird Frieden hauptsächlich unter SDG 16 (Governance) behandelt und das, obwohl das Hochrangige Panel (High Level Panel, HLP) 2013 noch vorgeschlagen hatte, jeweils eigene Ziele zu Frieden und zu Good Governance zu formulieren. Im Verhandlungsmarathon 2015 blieb dann doch nur ein Container-Ziel übrig: SDG 16 besagt, dass es sich zum Ziel gesetzt werden soll „Friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung (zu) fördern, allen Menschen Zugang zu Justiz (zu) ermöglichen und leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen auf(zu)bauen“. Um die SDG umzusetzen, soll die Verringerung von Krieg und Gewalt erreicht, Korruption und organisierte Kriminalität eingeschränkt sowie Rechtsstaatlichkeit und Governance verbessert werden.


Weitere Infos:
>> Amnesty-Report zur militärischen Ausstattung des Islamischen Staates (PDF)
>> Amnesty-Report zur Menschenrechtslage in Syrien
>> Positionspapier forumZFD „Deutschlands Verantwortung für den Frieden“ (PDF)
>> Petition „Stoppen Sie die Rekrutierung unter-18-Jähriger“ zum Unterzeichnen

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Nachhaltiger Tourismus: Wirtschaft und Menschenrechte (inter-)national wie individuell achten

Nachhaltiger Tourismus soll helfen, die Globalen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen – so steht es in der Agenda 2030 der Vereinten Nationen. SDG-Zielvorgabe 8.9 („Bis 2030 Politiken zur Förderung eines nachhaltigen Tourismus erarbeiten und umsetzen, der Arbeitsplätze schafft und die lokale Kultur und lokale Produkte fördert“) nennt explizit den Nachhaltigkeitsbedarf im Tourismussektor. Weitere für die Arbeit im Tourismus relevante Zielvorgaben richten sich gegen Kinderarbeit, Zwangsarbeit und Menschenhandel sowie gegen sexuelle Ausbeutung.

Allerdings ist auch in diesem Wirtschaftsbereich die Wahrung elementarer Menschenreche wie Arbeitsrechte oder auch Umweltrechte keineswegs selbstverständlich. Vielerorts geht die touristische Erschließung von Regionen mit massiven Problemen, etwa durch die Privatisierung von Gemeinschaftsgütern wie Strand, Wasser, Naturschutzgebiete oder Wäldern, oder auch die Zerstörung des bisherigen Lebens- und Wirtschaftsraums, einher. Mit Vorliebe werden auch historische Innenstädte einer Nobel-Restaurierung unterzogen, nach deren erfolgreichen Abschluss aber leider nur noch TouristInnen, Büros und Edelgewerbe dort leben können. Einkommenskonzentration hier – Billigdienstleistungen da; Verteilungsgerechtigkeit oder nachhaltiger Tourismus in den Händen lokaler Gemeinden sind da Mangelware.


Weitere Infos:
>> Roundtable Menschenrechte im Tourismus
>> Portal fairunterwegs
>> Informationsdienst TourismWatch
>> Das Projekt FernWeh

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EPN Hessen: Handreichung Globales Lernen in der kaufmännischen Ausbildung

Fair gehandelte und ökologisch hergestellte Waren sind heutzutage eine Selbstverständlichkeit in der Produktpalette einer Supermarkt- oder Kaufhauskette. Aber auch in Einzelhandelsgeschäften sind „ethische Produkte“ nicht mehr wegzudenken.
Für die Unternehmen heißt das: Einzelhandelskaufleute sollten Produktkenntnis in den Bereichen Fairer Handel und ökologische Landwirtschaft haben und diese Produkte erfolgreich vermarkten können. Auch in der Warenwirtschaft – vom Einkauf bis zur Preiskalkulation – sollten sich die Fachleute diesbezüglich auskennen.
Für die kaufmännische Ausbildung heißt das: Fragen nach Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit mit globaler Dimension sind nicht nur für die Allgemeinbildung wichtig, sondern berufsrelevant!
Globales Lernen bietet hierfür vielfältige Chancen und Möglichkeiten! Von sozial-ökologischen Fragen in der Beschaffung über Warenpräsentationen fair gehandelter Produkte bis hin zu globaler Unternehmensverantwortung gibt es eine Vielzahl an aktuellen politischen Themen und Fragen für das kaufmännische Tätigkeitsfeld.
Die neu erschienene Handreichung „Sozial – Ökologisch – Global! Globales Lernen in der kaufmännischen Ausbildung“ der hessischen Eine Welt-Promotorin für Globales Lernen und Nachhaltigkeit, Lydia Koblofsky, ist als praktische Arbeitshilfe für Lehrerinnen und Lehrer gedacht, um ökologische, soziale und politische Herausforderungen der Globalisierung und deren Bedeutung für die Handelsberufe im Fachunterricht der kaufmännischen Ausbildung zu thematisieren.
Die Broschüre kann kostenlos auf der EPN Hessen-Webseite heruntergeladen oder (gegen Versandgebühren) in der EPN Hessen-Geschäftsstelle bestellt werden. E-Mail: info[at]epn-hessen.de.

Weitere Infos:
>> Handreichung „Sozial – Ökologisch – Global!“ (PDF)

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Umwelt im Unterricht: Unterrichtsvorschläge zum Thema Faire Kleidung

Auf der Bildungs-Plattform „Umwelt im Unterricht“ werden alle zwei Wochen neue Hintergrundinformationen und Unterrichtsmaterialien zu aktuellen Themen mit Umwelt- und Eine Welt-Bezug zur Verfügung gestellt. Damit soll es Lehrkräften erleichtert werden, aktuelle Anlässe kurzfristig im Unterricht zu behandeln. Im aktuellen Schwerpunkt der letzten Februarwoche wird unter dem Titel „Wer zahlt für meine Kleidung?“ das Thema der globalen Textilproduktion bzw. die globalen Auswirkungen unseres Kleiderkonsums aufgegriffen: Modetrends wechseln ständig, und in vielen Läden ist Kleidung billig zu haben. Für viele Menschen sind Kleidungsstücke Wegwerfartikel, die schnell wieder ausgetauscht werden. Doch Textilien sind mit vielen Umwelt- und Sozialproblemen verbunden. Sie reichen über die gesamte Produktionskette, von den Rohstoffen über die Textilfabriken bis hin zur Entsorgung. Und in manchen Herstellerländern wie Pakistan und Bangladesch arbeiten viele Beschäftigte unter unmenschlichen Bedingungen. Wie lassen sich die Produktionsbedingungen verbessern? Und was können VerbraucherInnen dazu beitragen?

Folgende Material-Einheiten liegen vor und können kostenlos eingesehen und heruntergeladen werden:

  • Die Textilbranche, „Fast Fashion“ und Wege zu nachhaltiger Bekleidung
  • Sekundarstufe: Mode – um jeden Preis?
  • Grundschule: Kleidung global
  • Sekundarstufe: Medienberichte: Mode – um jeden Preis?
  • Grundschule: Kleidung global – Stationen auf dem Weg eines Kleidungsstücks
  • Bilderserie – Sekundarstufe, Grundschule: Mode, Shopping – und Proteste

Die Materialien werden von einem Team von Fachleuten für Online-Bildungsmedien in Zusammenarbeit mit Autorinnen und Autoren für Unterrichtsmaterialien im Auftrag des Bundesumweltministeriums hergestellt.

Weitere Infos:
>> Umwelt im Unterricht-Wochenthema „Wer zahlt für meine Kleidung?“

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Stiftung Nord-Süd-Brücken: Kontaktliste zu Migration und Entwicklung

Bei Kongressen, Tagungen, Seminaren und Workshops mangelt es in der nicht-staatlichen und staatlichen Entwicklungspolitik sehr oft an migrantischen Perspektiven, ihren Positionen und migrantischen ReferentInnen bzw. ExpertInnen. Auch in den entwicklungspolitischen Medien finden sich selten entwicklungspolitische Fachbeiträge von hier lebenden MigrantInnen oder People of Color (PoC). Ebenfalls wenig sichtbar sind MigrantInnen, die Dienstleistungen wie Moderation, Evaluation oder Beratung für entwicklungspolitische Organisationen erbringen oder gar hauptamtlich bei entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisationen arbeiten. Die Gründe hierfür sind vielschichtig. Mit einer ersten, unvollständigen Liste möchte die Stiftung Nord-Süd-Brücken einen konkreten und kleinen Anstoß und Beitrag dazu leisten, dass mehr migrantische Expertisen, Perspektiven und Dienstleistungen ‚gefunden’ werden und diese ‚Einzug’ erhalten in die bundesdeutsche nicht-staatliche und staatliche Entwicklungspolitik. Die Liste ist eine Zugangsliste: Eine Einschätzung der Qualität der Leistungen können und wollen wir nicht vornehmen.
Die InitiatorInnen möchten die Kontaktliste als ‚work in progress’ verstanden wissen. Außerdem sollte die Liste ihrer Meinung nach mittelfristig bei einem zentralen, migrantischen Fachverband oder entsprechendem Portal angesiedelt sein und dort – systematisch und finanziert – zu einer Datenbank ausgebaut werden. Bis dahin sind die InitiatorInnen der Kontaktliste über Hinweise auf weitere migrantische Perspektiven, ReferentInnen, ExpertInnen und DienstleisterInnen dankbar.Weitere Infos:
>> Kontaktliste zu Migration und Entwicklung

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finep: Glossar „Global nachhaltige Kooperationen“

Was ist eigentlich Transdiziplinarität? oder Vulnerabilität? Das vom forum für internationale entwicklung + planung (finep) herausgegebene Glossar „Global nachhaltige Kooperationen – ein Glossar für zivilgesellschaftliche Organisationen und Hochschulen“ beleuchtet kurzweilig Begriffe an der Schnittstelle von Hochschulen und Zivilgesellschaft und im Themenfeld globale Nachhaltigkeit. Gleichermaßen geeignet für EinsteigerInnen wie für ‚alte Hasen’ will es zum Nachdenken anregen, aber auch ermutigen zu mehr Zusammenarbeit und Austausch in den Bereichen globaler Nachhaltigkeit. Denn trotz Interesses und guten Willens ist die Zusammenarbeit zwischen AkteurInnen an Hochschulen und in der Zivilgesellschaft manchmal gar nicht so einfach. Das liegt unter anderem in unterschiedlichen Strukturen, Zielsetzungen und Methoden sowie kommunikativen Hürden begründet. Die HerausgeberInnen wollen mit dem Glossar einen Beitrag zur besseren Verständigung zwischen den unterschiedlichen AkteurInnen leisten.

Die pdf-Version des Glossars steht auf der finep-Webseite kostenlos zum Herunterladen zur Verfügung. Es können auch gerne – ebenfalls kostenlos – gedruckte Exemplare bestellt werden. Kontakt: Karola Hoffmann, Eine-Welt-Fachpromotorin Hochschulen, forum für internationale entwicklung + planung (finep), E-Mail: karola.hoffmann[at]finep.org, Tel.: 0711 / 932768-65.

Weitere Infos:
>> Glossar „Global nachhaltige Kooperationen“ – Bestellmöglichkeit

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Amadeu Antonio Stiftung: Handreichung zum Thema ‚sexualisierte Gewalt und Rassismus’

Die Amadeu Antonio Stiftung hat jüngst eine lesenswerte Handreichung zum aktuell sowohl politisch als auch emotional hochgekochten Thema des „ übergriffigen Fremden“ veröffentlicht. Der Titel der Publikation macht auch gleich die Perspektive und Position der HerausgeberInnen deutlich: „Das Bild des »übergriffigen Fremden« – warum ist es ein Mythos? Wenn mit Lügen über sexualisierte Gewalt Hass geschürt wird“. In der sorgfältig und differenziert argumentierenden Handreichung geht es darum, wie sexualisierte Gewalt und die davon Betroffenen instrumentalisiert werden, um Vorurteile und Hass gegen Geflüchtete und MigrantInnen zu verbreiten. Die AutorInnen klären Fakten über sexualisierte Gewalt und sexuellen Kindesmissbrauch zu Verbreitung, Täterschaft und Situation der Betroffenen und gehen der Frage nach, warum das Bild vom „übergriffigen Fremden“ so häufig und leicht geglaubt und weiterverbreitet wird. Diese Vorwürfe wurden in der Geschichte bereits vielfach taktisch eingesetzt – im Mittelalter gegen Juden sowie gegen Sinti und Roma, zur Zeit des Kolonialismus gegen Schwarze Menschen, heute eben gegen Geflüchtete. Im Internet finden Vorurteile und Lügen schnell Verbreitung, sodass sie in der pädagogischen Praxis vor Ort bearbeitet werden müssen. Anhand von Fallgeschichten geben die AutorInnen hierzu Empfehlungen, wie sinnvoll und wirksam auf Gerüchte über sexualisierte Gewalt reagiert werden kann. Die in der Publikation vertretene Meinung ist dabei unmissverständlich und klar: Sexualisierte Gewalt ist immer zu verurteilen, unabhängig davon wer die Opfer und wer die Täter sind. Wenn sich herausstellt, dass Täter einen Migrationshintergrund haben, müssen Straftaten fallbezogen aufgearbeitet werden – aber es ist nicht hilfreich, mit populistischen Forderungen nach Ausweisungen zu reagieren und damit rassistische Ressentiments zu unterstützen. Außerdem führt die Debatte um die ethnische Herkunft weg vom eigentlichen Thema und hilft den Opfern nicht. Es ist falsch zu glauben, dass es sich bei Sexismus und sexualisierten Übergriffen um ein ‚importiertes’ Problem handelt, dass von außen in unsere Gesellschaft hineingetragen wird.

Die Handreichung kann kostenlos auf der Webseite der Amadeu Antonio Stiftung heruntergeladen werden.

Weitere Infos:
>> Handreichung „Das Bild des übergriffigen Fremden“ (PDF)

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iz3w: Ausgabe 353 „Spiele von oben. Olympia in Rio de Janeiro“

„Nein danke“ hieß es in Hamburg, als die Bevölkerung über die Olympiabewerbung abstimmte. Die EinwohnerInnen von Rio de Janeiro hätten vielleicht auch dankend abgelehnt – wenn sie denn gefragt worden wären: Die olympischen Sommerspiele 2016 werden in Rio stattfinden, aber wie schon die Männer-Fußball-WM nicht auf allgemeine Zustimmung stoßen. Mehr und mehr macht sich auch in Brasilien die Erkenntnis breit, dass die Zeit der euphorisch gefeierten Megaprojekte vorbei sein könnte. Zu viele Nebenwirkungen wie Vertreibung, Verschuldung und Verschwendung wurden bisher ausgeblendet. Jenseits des olympischen Glamours sind die sozialen Realitäten in Rio geprägt von Auseinandersetzungen über öffentliche Sicherheit, Kommerz, Gentrifizierung sowie Ausgrenzung von marginalisierten Gruppen. In der iz3w-Ausgabe 353 – entstanden in enger Zusammenarbeit von KoBra (Kooperation Brasilien) und iz3w – wird ein Blick auf die politische und soziale Situation in Brasilien, aber auch auf die kreativen und lustvollen Proteste der sozialen Bewegungen geworfen.

Die Zeitschrift kann direkt auf der Webseite der iz3w entweder in gedruckter oder digitaler Form für 5,30 Euro bestellt bzw. als PDF heruntergeladen werden (empfehlenswert ist aber auch gleich das Jahresabo!).

Weitere Infos:
>> iz3w „Spiele von oben“ – Bestellmöglichkeit

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Mitmachen bei der internationalen Woche gegen Rassismus

Vom 10. bis 23. März 2016 finden unter dem Motto „100 % Menschenwürde – Zusammen gegen Rassismus“ die Internationalen Wochen gegen Rassismus statt. Der Interkulturelle Rat in Deutschland ruft auch in diesem Jahr gemeinsam mit über 70 Organisationen bundesweit dazu auf, sich an diesen Aktionswochen zu beteiligen. Vor dem Hintergrund der Flüchtlingsdebatte in Deutschland sollen die Aktionswochen gerade in diesem Jahr dazu genutzt werden, um Zeichen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu setzen. Engagierte Menschen sind eingeladen mit eigenen Projekten teilzunehmen. Auf der Website stehen Best-Practice-Beispiele, Unterrichtsmaterialien sowie eine ausführliche Informationsbroschüre bereit. Außerdem kann dort in einen Veranstaltungskalender zur Aktionswoche auch auf eigene Veranstaltungen aufmerksam gemacht werden – bereits weit über 1000 Veranstaltungen wurden in diesem Jahr eingetragen! Das vielseitige Programm bietet Interessierten neben Workshops und Seminaren zum Thema auch Ausstellungen, Filmvorführungen und Konzerte. Dabei sein, mitmachen – gemeinsam Zeichen setzen gegen Rassismus in Deutschland und weltweit!

Weitere Infos:
>> Webseite „Internationale Wochen gegen Rassismus“

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Aufruf zur Schulaktion „Weltklasse! Zuflucht Bildung“

Es ist soweit: Die Begleit- und Unterrichtsmaterialien zur Schulaktion „Weltklasse! Zuflucht Bildung“ können ab sofort bestellt werden! Wie in einem früheren Newsletter-Ausgabe bereits vorangekündigt, soll vom 25. bis 29. April 2016 ein solidarisches Zeichen für die Millionen jungen Menschen gesetzt werden, die ihr Recht auf Bildung nicht wahrnehmen können, weil sie vor kriegerischer Gewalt oder politischer Verfolgung fliehen müssen. Von 121 Millionen Kindern und Jugendlichen weltweit, die nicht zur Schule gehen können, leben 33,8 Millionen in Krisengebieten. Die Wahrscheinlichkeit, vom Schulbesuch ausgeschlossen zu sein, ist für sie doppelt so hoch wie die von Kindern in anderen Staaten.
Für die Weltklasse!-Aktionswoche werden Lehrkräfte und SchülerInnen aufgerufen, gemeinsam im Rahmen der Kampagne auf diese Situation aufmerksam zu machen: Konkret geht es bei der Mitmachaktion für Klassen und Schulen darum, eine Unterrichtsstunde zum Thema zu gestalten und mit den SchülerInnen eine Botschaft an die Bundesregierung zu erstellen, damit sie mehr für das Menschenrecht auf Bildung tut. Die Botschaften werden im Mai 2016 an die Regierung übergeben. Zur Vorbereitung können Schulen das ‚Schulpaket’ bestellen. Diese Unterrichtsmaterialien enthalten Informationen zur Bildungssituation von Geflüchteten, Einstiegsübungen und Geschichten von Kindern.

Weitere Infos:
>> Schulaktion „Weltklasse! Zuflucht Bildung“
>> Bestellmöglichkeit der Unterrichtsmaterialien 2016

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Mitradeln an der Tour de Fair 2016

Die Tour de Fair ist eine mehrtägige Radtour von Weltladen-Leuten für Weltladen-Leute. Sie findet seit 2001 jeden Sommer in einer anderen Region Deutschlands statt und wird von Weltläden in der jeweiligen Region organisiert. Anliegen der Tour de Fair ist es, auf die Vorteile des Fairen Handels aufmerksam zu machen. Dies geschieht in einer sehr umweltfreundlichen Weise, in dem die AktivistInnen mit dem Fahrrad von Weltladen zu Weltladen unterwegs sind. Dieses Jahr wird vom 01. bis 07. August von Mannheim über Darmstadt und Frankfurt bis nach Mainz geradelt. Wie bereits 2013 wird Hessen also wieder ‚Ort des (Tour de Fair-)Geschehens’ sein! Wer sich näher für die Tour de Fair 2016 interessiert kann den Tour-Newsletter bestellen oder sich auf der Webseite zur Tour bereits (unverbindlich) anmelden. Ende April/Anfang Mai bekommen die FrühanmelderInnen dann die Unterlagen mit allen weiteren Details geschickt, um sich dann verbindlich anmelden zu können.

Weitere Infos:
>> „Tour de Fair“-Webseite
>> Anmeldung zur Tour de Fair 2016

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Interkulturellen Dialog fördern: Das EU-Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“

Mehr denn je sind Themen zu demokratischer Partizipation mit dem Schwerpunkt „Bekämpfung der Stigmatisierung von ‚Einwanderern’ und positive Gegenerzählungen zur Förderung des interkulturellen Dialogs und des gegenseitigen Verständnisses“ sowie Fragen nach der Rolle der EU in der Welt für viele entwicklungspolitischen AkteurInnen von Bedeutung. Das EU-Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ fördert diesbezügliches Engagement und Partizipation in Europa. Projektanträge stellen können Städte, Gemeinden, Bildungs- und Kultureinrichtungen, (Partnerschafts)Vereine, Verbände sowie andere zivilgesellschaftliche Organisationen mit Sitz in einem der teilnahmeberechtigten Länder. Die nächste Einreichfrist endet am 1. September 2016. Eine Einführung in das Förderprogramm bietet das Grundlagenseminar „Europa gemeinsam gestalten“ der Kontaktstelle Deutschland „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ am 20. April 2016 in Bonn.

Weitere Infos:
>> Eckdaten zum EU-Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ (PDF)
>> Webseite der Kontaktstelle Deutschland „Europa für Bürgerinnen und Bürger“

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WeltWeitWissen Kongress 2016

Mainz 2005, Dresden 2007, Potsdam 2009, Saarbrücken 2011, Stuttgart 2014 und jetzt Bonn 2016 … Der WeltWeitWissen Kongress vom 14.-16. April 2016 in Bonn ist mittlerweile der 6. bundesweite Kongress für Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung der Eine-Welt-Landesnetzwerke in Deutschland. Eingeladen zur Teilnahme sind PraktikerInnen der Bildungsarbeit, LehrerInnen, WissenschaftlerInnen, PolitikerInnen, VetreterInnen der öffentlichen Verwaltung, junge Engagierte und Interessierte an der Eine-Welt-Arbeit. Bildung als Weg zur Erreichung weltweiter Gerechtigkeit und nachhaltiger Entwicklung soll reflektiert, diskutiert und weiterentwickelt werden. Dies geschieht in Impulsvorträgen, Diskussionen, Workshops und dem bundesweiten Bildungsmarkt. Das Eine-Welt-Netz NRW organisiert den Kongress zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft der Eine-Welt-Landesnetzwerke (agl) in Deutschland sowie dem Gustav-Stresemann Institut in Bonn. Unterstützt wird der Kongress durch einen großen ideellen Träger- und Kooperationskreis.

Weitere Infos:
>> WeltWeitWissen Kongress 2016

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Strategietage zur Umsetzung der SDGs für (Jugend)Verbände und Initiativen

Auf der Generalversammlung der Vereinten Nationen wurden im September 2015 die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) verabschiedet. Nun geht es um die Frage, wie diese für alle Staaten geltenden Ziele ernsthaft umgesetzt werden können – auf der internationalen, nationalen, regionalen und der lokalen Ebene. Welche Rollen können hier Jugendverbände, -gruppen und -initiativen bei ambitionierter nachhaltiger Entwicklung in Nord und Süd übernehmen? Wie kann dies innerverbandlich motivierend kommuniziert werden? Wie wird aus der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie mehr als der bisherige ein indikatorenbasierter Berichtsprozess? Wie werden die SDGs zum Treiber für eine Transformation der Ernährungs-, Mobilitäts- und Energiesysteme? Germanwatch und Haus Wasserburg laden dazu zu den mittlerweile siebten Strategietagen vom 22.-24 . April 2016 nach Vallendar ein. Ziel dieser Strategietage mit dem programmatischen Titel „Entwicklungsland Deutschland – Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) begleiten und vorantreiben“ ist es, innovative Ansätze und aktuelle Informationen zu globalen Herausforderungen kennenzulernen und verstehbar zu machen, nach deren Bezug zur Lebenswelt junger Menschen zu fragen, sich zu gelungenen Beispielen der Umsetzung in Aktionen und Kampagnen auszutauschen, sowie Bausteine für die jeweilige Praxis zu entwickeln. Bearbeitet und diskutiert wird die Frage, wie und mit welchen Rollen (Jugend-)Verbände und Initiativen hier gesellschaftlich gestaltend aktiv werden können, wo die Chancen für die Bildungsarbeit liegen und welche Auswirkungen die Beschäftigung mit diesem Thema auf die eigene Arbeit haben könnte. Um Anmeldung bis zum 08.04.16 wird gebeten.

Weitere Infos:
>> Programm-Flyer „7. Strategietage – Entwicklungsland D“ (PDF)

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Fünfter Runder Tisch zu kommunalen Partnerschaften mit Nicaragua

Die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt, das forum für internationale entwicklung + planung (finep) und die Stadt Solingen veranstalten am 14. und 15. April 2016 in Solingen gemeinsam den fünften Runden Tisch kommunale Partnerschaften mit Nicaragua. Deutsche Kommunen, die Partnerschaften, Freundschaften oder Kontakte mit Kommunen in Nicaragua pflegen, sowie Partnerschaftsvereine haben hier die Gelegenheit, sich zu den neuesten Entwicklungen in Nicaragua sowie zu den Herausforderungen und Chancen in der Zusammenarbeit zwischen Zivilgesellschaft und Kommune auszutauschen. Zudem ist die praktische Durchführung einer Akteursanalyse im Rahmen des Runden Tisches geplant.

Weitere Infos:
>> Servicestelle Kommunen in der Einen Welt: Veranstaltungsankündigung und Kontakt

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Terminlese

Fr., 04.03.2016 (19h), Frankfurt/M.
Wem gehört die Stadt? Sao Paulo und Frankfurt im Gespräch
Diskussionsabend. Sao Paulo und Frankfurt im Gespräch. VeranstalterInnen: Haus am Dom/ Katholische Akademie Rabanus Maurus

Di., 08.03.2016 (19h), Frankfurt/M.
Warum sie zu uns kommen… Fluchtursachen. Länderinformationsabend Somalia
Länderinformationsabend zu Somalia im Rahmen der Reihe „Warum sie zu uns kommen… Fluchtursachen“. VeranstalterIn: Katholische Akademie Rabanus Maurus in Kooperation mit der Katholischen Stadtkirche Frankfurt

Mo., 14.03.2016 (15.30-17.30h), Frankfurt/M.
Faire Welten 2016 diskutiert „Chic – fair – meins/Mainz“
Podiumsdiskussion im Rahmen der Faire Welten Messe auf der Rheinland-Pfalz Ausstellung in Mainz

Do., 17.03.2016 (19.30h), Frankfurt/M.
Planka nu – Umsonstfahren jetzt!
AktivistInnen-Rundreise mit Vortrag und Buchvorstellung. Veranstalter: Café 2Grad Frankfurt

Fr., 18.03. – So., 20.03.2016 | Marburg
Unterentwickelt war gestern! Lernen von aufstrebenden Ländern
Wochenendseminar für Studierende aus Afrika, Asien und Lateinamerika in Hessen. Mit Kinderbetreuung. Veranstalter: STUBE Hessen

Fr., 18.03. – Fr., 01.04.2016 | Frankfurt/M.
AZRAQ
Audiovisuelle Ausstellung mit Fotografien von Silas Koch. Veranstalterin: Initiative LOVE PAINTER

Sa., 19.03.2016 | Frankfurt/M.
GEDANKEN ZUFLUCHT. Von Fluchtursachen über Europas Grenzen bis zu uns
„Diskursive Plattform“ mit Rahmenprogramm. VeranstalterInnen: Initiative LOVE PAINTER in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen e.V.

Mo., 21.03.2016 (19h), Frankfurt/M.
Warum sie zu uns kommen… Fluchtursachen. Länderinformationsabend Eritrea
Länderinformationsabend zu Eritrea im Rahmen der Reihe „Warum sie zu uns kommen… Fluchtursachen“. VeranstalterIn: Katholische Akademie Rabanus Maurus in Kooperation mit der Katholischen Stadtkirche Frankfurt

Di., 22.03. & Mi., 23.03.2016 | Münster
sowie Di., 24.05. & Mi., 25.05.2016 | Frankfurt/M.

Zukunft mitgestalten – mit inklusiver Bildung für nachhaltige Entwicklung
Fortbildungsseminar in Münster und Frankfurt. Veranstalter: bezev e.V.

Fr., 15.04. – Fr., 17.04.2016 | Marburg
Weltkonsum & Klimawandel – Die verinnerlichte Kultur des Wachstums
Theaterpädagogische MultiplikatorInnen-Fortbildung für die (außer-)schulische Bildungsarbeit. Inklusive öffentlichem interaktivem Theaterabend. Veranstalter: Konzeptwerk Neue Ökonomie in Zusammenarbeit mit Transitiontheater

Mo., 02.05. & Di., 03.05.2016 | Kassel
Globales Lernen in Begegnungsreisen
Zweite GLiS-Fachtagung „Theorie und Praxis: Globales Lernen in Begegnungsreisen im Kontext von Süd-Nord-Schulpartnerschaften“. VeranstalterIn: Fachstelle GLiS – Globales Lernen in der Schule am Comenius-Institut Münster und ENSA – Entwicklungspolitisches Schulaustauschprogramm

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Terminkalender

Weitere entwicklungspolitische Veranstaltungen in Hessen finden sich in unserem Terminkalender.

>> EPN Hessen-Terminkalender

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Der EPN Hessen-Newsletter wird finanziell unterstützt vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung (HMWVL) sowie im Rahmen des Eine Welt-PromotorInnenprogramms vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ):

 

Finanzielle Unterstützung erhalten wir für den Newsletter auch von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW).

 

 

Herzlichen Dank!

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