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Newsletter 02/2015

EPN Hessen wächst: Vier neue Mitglieder!

Guter Start ins Jahr 2015! Unser Netzwerk ist in diesem Jahr bereits um vier Mitglieder gewachsen: DiKoM-Agentur für Diversity Management und interkulturelle Kompetenz e.V., Nepali Samaj e.V., Techo Deutschland und TROPICA VERDE e.V. Das hessische Ein Welt-Netzwerk zählt damit aktuell insgesamt 95 Netzwerkmitglieder – Die runde Zahl 100 rückt näher! 😉 EPN Hessen heißt die vier Neuen im Netzwerk herzlich willkommen und stellt in dieser und in der nächsten Newsletter-Ausgabe jeweils zwei der Neulinge kurz vor:

TROPICA VERDE e.V.
Tropica Verde ist ein Verein zum Schutz tropischer Regenwälder. Er wurde 1989 in Frankfurt von einer Studentengruppe gegründet und ist seitdem für den Schutz tropischer Wälder aktiv. In Costa Rica koordiniert der Verein diverse Umwelt- und Naturschutzprojekte und unterstützt Umweltbildungsmaßnahmen. In Deutschland leistet er Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Gemeinsam mit dem Entwicklungspolitischen Netzwerk möchte Tropica Verde bei der Umsetzung von Projekten in Costa Rica noch stärker entwicklungspolitische Aspekte integrieren und thematisieren.
(Weitere Infos: Webseite von TROPICA VERDE e.V. und TROPICA VERDE e.V. auf Facebook)

TECHO Deutschland
Mit dem Bau von Notbehausungen und der Umsetzung sozialer Integrationsprogramme ist die lateinamerikanische Organisation TECHO seit 1997 in den Armensiedlungen des Kontinents aktiv. Seit Januar 2014 arbeitet TECHO in Deutschland, um nachhaltige Projekte in Lateinamerika finanziell zu unterstützen. Aufklärungsarbeit über die geförderten Projekte gehören genauso zu den Zielen wie die allgemeine Sensibilisierung der deutschen Gesellschaft für das Thema Armut. Unser Team in Deutschland umfasst mittlerweile über 80 Freiwillige, die TECHO in Deutschland repräsentieren und entwicklungspolitisch Einfluss nehmen. Das Besondere an TECHO? Die Verknüpfung von deutschen Spendengeldern und der Arbeit deutscher Freiwilliger mit den individuellen sozialen, ökologischen und gesellschaftlichen Problemen der Betroffenen in Lateinamerika.
(Weitere Infos: TECHO Deutschland auf Facebook)

Sie und Ihr Verein, Ihre Gruppe oder Initiative interessieren sich auch für eine Mitgliedschaft im EPN Hessen? Als Netzwerk können wir uns gegenseitig in der Arbeit unterstützen und uns für gemeinsame entwicklungspolitische Anliegen wirkungsvoller Gehör verschaffen – zusammen bewegen wir mehr!
Und natürlich freuen wir uns auch über jede Form der Unterstützung des Netzwerks, ob finanziell durch eine Fördermitgliedschaft oder auch ideel durch die Bewerbung unserer Arbeit. Auf unserer Webseite finden sich alle wichtigen Informationen sowie die Beitrittserklärung.

Weitere Infos:
>> EPN Hessen Mitglied werden

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STUDIENTAG
Do., 05.03.15 | 19.30-21h | Kassel

Das Leben bejahen. Elemente einer Theologie des Lebens aus kongolesischer Perspektive

Dr. Boniface Mabanza Bambu im Gespräch mit Prof. Dr. Hermann Häring. Moderation: Britta Baas, Publik-Forum. VeranstalterInnen: EPN Hessen e.V., Ev. Akademie Frankfurt, Ev. Dekanat Frankfurt, Matthias Grünewald Verlag, Initiative Kirche von unten (IKvu), Kath. Akademie Rabanus Maurus, Leserinitiative Publik-Forum e.V., Zentrum Ökumene der EKHN

Boniface Mabanza formuliert eine interkulturelle Theologie, die die Lebens- und Hoffnungspotenziale der Religionen neu freilegt: Eine „Theologie des Lebens aus kongolesischer Perspektive” erscheint zunächst paradox – ist dieser Kontext doch eher für mörderische Konflikte und größte Plünderungen natürlicher Ressourcen bekannt. Und doch stehen das Leben und seine Entfaltung im Zentrum vieler traditioneller afrikanischer Religionen. An diesem Punkt begegnen sich traditionelle Religionen und eine biblische Ethik des Lebens – als eine Theologie aus dem Widerstand heraus und gegen alle Faktoren und Subjekte, die zum Tod und zur Zerstörung beitragen.

Dr. Boniface Mabanza Bambu wurde in der Demokratischen Republik Kongo unter der Militärdiktatur Mobutus geboren, studierte Philosophie, Literaturwissenschaften und Theologie in Kinshasa und promovierte an der Universität Münster. Seit 2008 arbeitet er als Koordinator in der Kirchlichen Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA) in Heidelberg.
Sein Gesprächspartner Prof. Dr. Hermann Häring war 1970 bis 1980 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für ökumenische Forschung Tübingen bei Hans Küng. 1980 bis 2005 lehrte er Systematische Theologie und Wissenschaftstheorie an der Universität Nijmegen und baute das interdisziplinäre Institut für Theologie, Wissenschaft und Kultur auf. Heute lebt er wieder in Tübingen, forscht zu Themen des ökumenischen und interreligiösen Dialogs und ist wissenschaftlicher Berater der Stiftung Weltethos.

Weitere Infos:
>> Informationen zum Buch

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SAVE THE DATE:
Fr., 29.05. & Sa., 30.05.15 | Frankfurt/M.

Bildung auf die Straße tragen – MultiplikatorInnen-Workshop zu globalem Lernen durch kritische Stadtspaziergänge

Wie lassen sich (entwicklungs-) politische Themen dynamisch und auf der Höhe der Zeit vermitteln? Wie lässt sich unsere Lebenswelt anschaulich in die politische Bildung integrieren? Wie können wir mit Bildungsangeboten Entwicklungen in unserer Stadt, in der Umwelt, die uns umgibt, beeinflussen?
Ein möglicher Ansatz mit zunehmender Beliebtheit besteht in politischen Stadtrundgangsprojekten. Mittlerweile gibt es sie in vielen hessischen Städten, u.a. in Witzenhausen, Kassel, Marburg, Gießen, Frankfurt und Darmstadt. Auch die inhaltlichen Schwerpunkte sind vielfältig: Konsum und Globalisierung, Migration und Asyl, Stadtentwicklung, postkoloniale Perspektiven oder sozial-ökologische Alternativen stehen auf dem Programm.
Der MultiplikatorInnenworkshop richtet sich insbesondere an Aktive und Interessierte der bestehenden Rundgangsprojekte sowie KooperationspartnerInnen und Menschen mit fachlichen Kenntnissen in diesem Gebiet.
Interessierte können sich gerne schon jetzt für die Teilnahme oder Anregungen bei uns in der EPN Hessen-Geschäftsstelle rückmelden (info[at]epn-hessen.de).

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Imbuto: Flüchtlinge in Fronhausen – Was habe ich damit zu tun?

(Ein Gastbeitrag von Sang-Min Park und Hildegard Schürings)

Willkommen in Marburg-Biedenkopf. Dies ist kein touristischer Slogan sondern eine Botschaft, die der Landkreis an Flüchtlinge richtet, die auf der Suche nach einer neuen Heimat sind. Viele Menschen müssen ihre Heimat verlassen, wie z.B. in Syrien und im Irak, im Osten der Demokratischen Republik Kongo, in der Zentralafrikanischen Republik und im Südsudan. Sie fliehen vor Krieg und Gewalt, wie in Nigeria, Somalia, Eritrea, oft vor Vergewaltigung, vor politischer, religiöser oder ethnischer Verfolgung und suchen Schutz in anderen Ländern. Vielen Menschen wird durch Klimawandel oder Landkauf durch große Unternehmen, z.B. in afrikanischen Ländern, die Lebensgrundlage entzogen. Sie suchen nach Alternativen, in den meisten Fällen in im Heimatland oder in Nachbarländern. Einige kommen auf der Flucht nach Deutschland und bitten hier um Schutz und Asyl. 2013 kamen ca. 0,25% aller vom Hohen Kommissariat für Flüchtlinge der Vereinten registrierten Personen nach Deutschland. Dieser Anteil hat sich seitdem, insbesondere durch den Krieg in Syrien und die Massaker des sogenannten „Islamischen Staates – IS“, leicht erhöht.

Die Tatsache, dass der Landkreis Marburg-Biedenkopf Wohnungen für Flüchtlinge sucht, hat Imbuto e.V. dazu veranlasst, mit mehreren Personen aus der Gemeinde aktiv zu werden.


Weitere Infos:
>> Dokumentation der Treffen auf der Webseite von Imbuto e.V.

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NETZ Bangladesch: „Fernglück – Achtmal Bangladesch und zurück“ Kinotour 2015

EPN Hessen-Mitgliedsorganisation NETZ Bangladesch bringt „Fernglück“ – den neueste Dokumentarfilm von Grimme-Preisträger Shaheen Dill-Riaz (Eisenfresser, Korankinder, Der Vorleser) – für zwei Wochen ins Kino. Der Film verspricht ein Leinwanderlebnis mit Tiefgang: „Fernglück“ nimmt die Zuschauer mit auf die Reise in den entlegenen Norden des Landes und dokumentiert in schonungsloser Offenheit die Herausforderungen, mit denen acht junge Deutsche während ihres weltwärts-Freiwilligendienst im Ausland konfrontiert sind.

An zwei Tagen macht der Film halt in Hessen: Am Dienstag, 10. März um 18 Uhr in Wetzlar (Rex Kinos) und am Mittwoch, 11. März um 19.30 Uhr in Lich (Kino Traumstern).

Weitere Infos:
>> Flyer „Fernglück – Achtmal Bangladesch und zurück“ (PDF)
>> Kurzfilm von NETZ zum Freiwilligendienst in Bangladesch

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„Hessen entwickeln für die Eine Welt“ –
Neues aus dem PromotorInnenprogramm:

Nachlese: Christentum und Islam – gemeinsam unterwegs zu Fairem Handel(n)

Am 7. Februar fand in Kassel ein „Studientag zu gerechtem Wirtschaften in Christentum und Islam“ statt, der sich mit religiösen Argumentationen für (ein mögliches) Engagement im Fairen Handel befasste und den Anschluss an die Veranstaltung „Interreligiöses FairTrade Seminar – FairTrade und Religionen Hand in Hand“ im April 2014 bildete. Am 7. Februar trafen sich ca. vierzig Personen aus Gemeinden und der Weltladen-Szene sowie Interessierte, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Was sagen Islam und Christentum zu gerechtem Wirtschaften? Bieten Koran und Bibel theologische Grundlagen für Fairen Handel? Welche Rolle spielt der Faire Handel in der Praxis religiöser AkteurInnen?

Mit spannenden Referaten gelang es zu Beginn, den Fairen Handel selbst und aus der Perspektive zweier Religionen zu beleuchten sowie für gemeinsames Handeln zu motivieren. Die verschiedenen Workshops am Nachmittag zeigten Handlungsmöglichkeiten an der Schnittstelle von Religion und Fairem Handel auf (Verkaufsmöglichkeiten in Gemeinden, Argan-Produktion, islamisch-ethisch geprägte Umweltorganisation). Die Fairhandels-Bewegung nahm ihre Anfänge in Kirchengemeinden und christlichen Jugend-und Studierendenbewegungen. Die Beziehungen der Weltläden und anderer Fairhandels-AkteurInnen zu christlichen Gemeinden sind daher seit Langem etabliert. Doch die Kontakte zu anderen religiösen Gruppen, die sich aus ihrer religiösen Überzeugung heraus für globale Gerechtigkeit engagieren sind kaum vorhanden. Hier setzte die Idee des Studientages an, der für gegenseitiges Kennenlernen und Gespräche sorgte.


Weitere Infos:
Auf der Webseite des Religionswissenschaftlichen Medien- und Informationsdienst e.V. (REMID) finden Sie in Kürze ein Interview zu unserem Studientag.

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18. März:
Blockupy-Proteste in Frankfurt/M. – auch entwicklungspolitisch relevant!

Am 18. März findet zum dritten Mal nach 2012 und 2013 eine große Mobilisierung des Blockupy-Bündnis nach Frankfurt am Main statt. Anlass des Protests ist die offizielle Eröffnung des neuen Gebäudes der Europäischen Zentralbank im Frankfurter Ostend. Nach der Wahl in Griechenland im Januar und angesichts der neuerlichen Diskussionen um die Schulden- und Krisenpolitik in Europa erhalten die angekündigten Proteste eine zusätzliche Brisanz. Auch weitere Blockupy-Themen sind derzeit hochaktuell: Die dramatische Situation von Flüchtlingen in- und an den Außengrenzen Europas, der drohende Aufstieg der Rechtspopulisten in Europa aber auch andauernde globale Armuts- und Ausbeutungsverhältnisse. Entsprechend lautet das Motto des Aktionstages:
Our time to act has come!

Die aktuelle Diskussion um dem Umgang mit den griechischen Schulden streift letztendlich auch vielfältige entwicklungspolitische Fragen: Wie und wo werden Entscheidungen gesellschaftlicher Entwicklung getroffen? Wie lässt sich die soziale Infrastruktur eines Landes trotz Wirtschaftskrisen erhalten? Und schließlich: Was bedeutet überhaupt gute Entwicklung?


„18nulldrei – Ich nehm mir frei!“:

Ab 7 Uhr Blockaden um die EZB // 14 Uhr Kundgebung am Römer // 17 Uhr Großdemonstration
Weitere Infos:
>> www.blockupy.org

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Ausstellungsprojekt „RAUS VON HIER“: Zeitzeichen Frankfurter Abschiebepraxis

Am 19. Januar 2015 wurde im ehemaligen Polizeigewahrsam und Abschiebegefängnis „Klapperfeld“ die neue Dauerausstellung RAUS VON HIER – Inschriften von Gefangenen in Polizeigewahrsam und Abschiebehaft eröffnet. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Inschriften, die zwischen 1955 und 2002 mit Stiften, Ruß, scharfen Gegenständen oder Lebensmitteln an den Zellenwänden und an Zellmobiliar niedergeschrieben bzw. eingeritzt wurden. Einige sind der Polizeigewahrsam von politischen Häftlingen zuzuordnen, der größte Teil jedoch kann auf die Zeit zwischen Anfang der 1980er und 2002 datiert werden, in der der 2. Stock vornehmlich zur Inhaftierung von Abschiebehäftlingen genutzt wurde.

Die Räumlichkeiten des 2. Stockes sind in Originalzustand und erlauben es den BesucherInnen sich einen Eindruck von den Zuständen zu machen, unter denen Menschen im Klapperfeld bis zur Schließung 2002 festgehalten wurden. Die bisher erfassten Inschriften konnten mittlerweile über 30 verschiedenen Sprachen zugeordnet werden und erscheinen somit teilweise als rätselhafte Botschaften. Die Gruppe des Arbeitskreises 2. Stock hat es sich seit anderthalb Jahren zur Aufgabe gemacht, die Inschriften den BesucherInnen zugänglich zu machen. In einer dokumentarischen Feinarbeit wurden die Inschriften katalogisiert und mit Hilfe vieler Freiwilliger auf Deutsch und Englisch übersetzt. Zusammengefasst in Broschüren und sortiert nach Zellen geben sie den BesucherInnen die Möglichkeit sich individuell mit ihnen auseinanderzusetzen. Ergänzt wird dies durch eine Audioinstallation, die in einem Teil der Zellen einen weiteren akustischen Zugang zu den Inschriften zulässt.


Weitere Infos:
>> Webseite zur Ausstellung „Raus von hier“

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KiTA-Global.de: MÖD startet Online-Ideenplattform für Globales Lernen mit Kindern

KeineR ist zu klein für die große Welt! Globales Lernen in Kitas und Kindergärten
Die ersten Testläufe erfolgten schon im Herbst 2014, im Vorfeld zur didacta 2015 war es dann soweit: Der Missionarisch Ökumenische Dienst (MÖD) der Evangelischen Kirche der Pfalz in Landau ging im Februar mit seiner Internetplattform KiTA-Global.de offiziell online.

Worum geht es?
Überblick, Information, Inspiration und Kontakt

Globales Lernen wird auch in der Kita und im Kindergarten immer wichtiger. Das inhaltliche Spektrum ist dabei sehr vielfältig. Es reicht von Themen wie Kinderrechte, Ernährung, Werte oder verschiedene Religionen bis hin zu Fragen, was Gerechtigkeit, Glück oder Frieden bedeutet. Auch die Bildungsansätze sind sehr unterschiedlich. So können ErzieherInnen täglich mit den Kindern arbeiten oder externe ReferentInnen nur für einen Tag kommen.

Aber ist es überhaupt zu verantworten, Kinder mit den großen Problemen der Welt zu konfrontieren? Ist das nicht zu fern, zu traurig, zu politisch, zu schwierig? Erfahrungen zeigen, dass es richtig und wichtig ist, gemeinsam mit Kindern über den eigenen Horizont zu blicken. Die neu entstandene Internetseite KiTA-Global.de möchte das Globale Lernen mit Kindern durch eine benutzerfreundliche und überschaubare Internetplattform erleichtern.


Weitere Infos:
>> Online-Plattform „KiTA-Global.de“

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Wirtschaft und Menschenrechte konkret: Es braucht ein Unternehmensstrafrecht – endlich auch in Deutschland

Wieso kann Shell in Nigeria die Umwelt zerstören ohne dafür haftbar gemacht zu werden? Wieso sollte es eine Frage der Selbstverpflichtung oder der individuellen Bereitschaft sein, ob Textilunternehmen Entschädigungen für ArbeiterInnen zahlen, die während der Produktion der von ihnen bestellten Produkte Schaden nehmen oder gar sterben?

Über den sensiblen Zusammenhang von Menschenrechten und wirtschaftlichen Aktivitäten hatten wir schon öfter berichtet. Heute geht es um die (fehlenden) Möglichkeiten von Opfern von Menschrechtsverletzungen durch Unternehmen, ihre Rechte in Deutschland einklagen zu können.

In Zeiten global zirkulierender Stoffströme und Gewinntransfers bleibt nur eines bedauerlich national begrenzt: das Recht. Ein wichtiges politisches Mittel gegen diese Ausweitung von juristischem – und damit auch menschenrechtlichem – Niemandsland ist deshalb die Forderung nach Übernahme und Einhaltung sogenannter extraterritorialer Pflichten (Extraterritorial Obligations/ETO).


Zum Weiterlesen:
>> Eröffnung zum nationalen Aktionsplan zum Umsetzung der UN-Leitprinzipen
>> Prozessvorschlag zum Aktionsplan (PDF)
>> CorA Seite zu den UN-Leitprinzipien

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Europäisches Jahr für Entwicklung. Februarthema: „Bildung“

Mit einer feierlichen Auftaktveranstaltung hat Staatssekretär Thomas Silberhorn vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) am 20. Februar in Berlin offiziell das Europäische Jahr für Entwicklung 2015 eröffnet. Im Verlauf des Jahres soll mit zahlreichen thematischen Projekten, Publikationen und Veranstaltungen das öffentliche Bewusstsein für europäische Entwicklungszusammenarbeit gestärkt und EU-BürgerInnen zu öffentlichem Austausch und kritischer Auseinandersetzung eingeladen werden. Jeden Monat wird ein anderes entwicklungspolitisches Thema in den Fokus gerückt – im Februar war es das Thema „Bildung“.

Das Recht auf Bildung als Menschenrecht ist im Artikel 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948 schon seit langem verankert und besagt, dass nicht Herkunft oder familiäre Situation über Bildungschancen entscheiden dürfen, sondern nur die individuellen Talente, Fähigkeiten und Leistungen. Dass dieses Recht noch lange nicht durchgesetzt ist, zeigt die hohe Zahl der Analphabeten und Kinder ohne Zugang zu Bildungsinstitutionen. Und das nicht nur im Globalen Süden, sondern auch in Europa (einige Zahlen finden sich auf der deutschen Seite zum EU-Jahr für Entwicklung 2015).


Weitere Infos:
>> Monatsthema „Bildung“ auf der deutschen Seite zum EU-Jahr für Entwicklung 2015
>> VENRO-Diskussionspapier zu Globalem Lernen als transformative Bildung (PDF)
>> VENRO-Kongressdokumentation zu Globalem Lernen als transformative Bildung (PDF)
>> Global Citizenship Education Monitoring Report
>> UNESCO Weltbildungsbericht

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Nachhaltige Entwicklung: Deutsche Zivilgesellschaft fordert Einsatz für ambitionierte Ziele

Das Jahr 2015 hat es aus entwicklungspolitischer Perspektive definitiv in sich: Es ist das Jahr, in dem die Staatengemeinschaft über die zukünftige Finanzierung der Entwicklungszusammenarbeit verhandelt (Juli 2015, Addis Abeba), ein neues internationales Klimaschutzabkommen verabschiedet (November 2015, Paris) und last but not at all least neue Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDG) auf den Weg bringen muss (Abschluss im September an der UN-Generalversammlung in New York). Gerade mit Blick auf den SDG-Katalog der Post-2015-Agenda scheint die Zivilgesellschaft derzeit ihrer Rolle als kritische Prozessbegleiterin, die Position bezieht, Forderungen stellt und Visionen einer gerechten und nachhaltigen Welt diskursiv verstärkt, durchaus engagiert nachzukommen.

Jüngst demonstriert hat dies beispielsweise das Kampagnenbündnis Beyond2015, ein globaler Zusammenschluss von mehr als 1200 zivilgesellschaftlichen Organisationen aus 140 Ländern weltweit, mit ihrem Forderungspapier „Inspiring and Aiming higher Recommendations to the Post-2015 Political Declaration“.


Weitere Infos:
>> Beyond2015-Forderungspapier „Inspiring and Aiming higher Recommendations“ (PDF)
>> Bundesdeutsche Stellungnahme zu ambitionierten Zielen für nachhaltige Entwicklung (PDF)
>> Synthesebericht des UN-Generalsekretärts „The Road to Dignity by 2030“ (PDF)
>> Bericht der Bundesregierung zur Agenda für den Wandel zu nachhaltiger Entwicklung (PDF)

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BER & Stiftung Nord-Süd-Brücken: Broschüre zur wirkungsorientierten Antragsstellung

Die brandneue Broschüre „Wirkt so oder so“ vom Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (BER) und der Stiftung Nord-Süd-Brücken beschreibt die Schritte der wirkungsorientierten Antragstellung entwicklungspolitischer Inlandsprojekte: von der Beschreibung des Problems, der Zielgruppen, der Wirkungen und deren Messung durch Indikatoren bis zu den Maßnahmen und Aktivitäten und der Erstellung eines Kosten- und Finanzierungsplans. Bei jedem Schritt werden die der Wirkungsorientierung zugrunde liegenden Begriffe und typische Probleme erläutert und mit einem fiktiven Beispielantrag eines kleinen Bildungsprojekts illustriert. Hinweise zur Formulierung eines Berichtes und Praxishilfen für die Wirkungsmessung runden die Broschüre ab. Die Handreichung unterstützt Vereine bei der Antragstellung wirkungsorientierter Projekte. Sie ist entsprechend praxisnah aufgebaut, indem sie durch einen kompletten Beantragungsprozess führt. Sie kann aber auch punktuell eingesetzt werden oder als Nachschlagewerk dienen.

Der Preis liegt bei 10 Euro zzgl. Versandkosten.

Weitere Infos:
>> Zur Broschüre „Wirkt so und so“ beim BER e.V.

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Welthaus Bielefeld: Broschüre „Eine Welt im Unterricht – Sek. I und II“

Die Broschüre „Eine Welt im Unterricht – Sek. I und II“ (Ausgabe 2015) ist voll mit Informationen und Materialienhinweisen, gedacht für alle, die in den Sekundarstufen die „Eine Welt“ und die globalen Weltverwicklungen zum Thema machen wollen. Die farbige Broschüre soll vor allem den LehrerInnen anzeigen, wo und wie sie Unterstützung für Unterrichtsvorbereitung und Schulprojekte finden können. Zum Angebot gehören Hinweise auf Portale und Datenbanken, Informationsressourcen und aktuelle entwicklungspolitische Rahmenbedingungen. Außerdem beinhaltet die Broschüre Kurzrezensionen von rund 500 didaktischen Materialien und Medien, Projektkisten und Aktionskoffer.

Die Broschüre mit rund 80 Seiten kostet 3 Euro. Ab 10 Exemplaren gibt es 25 Prozent Rabatt.

Weitere Infos:
>> Bestellmöglichkeit im Online-Shop des Weltladen Bielfelds

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Fabro: Best Practice Projekte von Migrantenselbstorganisationen – Austausch fördern!

„Ein wichtiger Aspekt unserer Netzwerkarbeit ist der Austausch von Informationen und Erfahrungen. Mit dieser Publikation wollen wir den Austausch zwischen den Mitglieder von MIGRANET und anderen Migrantenselbstorganisationen fördern“ meint Rubén Cárdenas C. zu der Broschüre. Herausgegeben wird sie vom Rostocker Verein FABRO e.V.

Die Broschüre wird kostenlos abgegeben, allerdings nur an MigrantInnenorganisationen. Bedingung ist ein Versandauftrag per E-Mail (fabro1-ev[at]t-online.de) sowie die Vorabüberweisung der Portogebühren i.H.v. 1,50 Euro an FABRO e.V. (Kto Nr. DE1313070024001330711, Verwendungszwecks: Broschüre Midew). Am besten wohl einfach mal ausprobieren …

Weitere Infos:
>> Fabro e.V. auf Facebook

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Unfairtobbaco: Studie zu den Auswirkungen von Tabak im Globalen Süden

Im Dezember 2014 erschien die Studie „Doppelte Last: Tabak im Globalen Süden“. Hier werden auf 32 Seiten die Auswirkungen der Verlagerung der Tabakproduktion und der rasanten Ausbreitung des Tabakkonsums im Globalen Süden analysiert. Sie stellt außerdem Strategien der Tabakindustrie zur Markterschließung dar und erläutert Maßnahmen, um den Folgen dieser Entwicklung entgegenzuwirken.

Die Broschüre kann für 3 Euro zzgl. Versandkosten als Printversion bestellt oder als PDF kostenlos heruntergeladen werden.

Weitere Infos:
>> Studie „Doppelte Last: Tabak im Globalen Süden“ (PDF)

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CorA: Steckbriefe UN-Leitprinzipien konkret

Deutsche Unternehmen sind immer wieder direkt oder indirekt an gravierenden Menschenrechtsverletzungen im Ausland beteiligt. Während sich auf internationaler Ebene die Investorenrechte mehren, fehlt es bislang an verbindlichen menschenrechtlichen Verpflichtungen für Unternehmen. Die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte versuchen, diese Lücke zu füllen. Doch was bedeuten sie konkret? Mit dieser Serie von Steckbriefen zu den UN-Leitprinzipien erläutern das CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung und das Forum Menschenrechte anhand einzelner Fallbeispiele und Themen den Handlungsbedarf und nötige Umsetzungsschritte.

Bisher sind Steckbriefe zu folgenden Themen erschienen:

Quelle:
>> www.cora-netz.de/cora/steckbriefe

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Bundeszentrale für politische Bildung: APuZ-Heft zum Thema Entwicklungszusammenarbeit

2015 läuft die Frist zur Erreichung der „Millenniumsentwicklungsziele“ aus. Der Konsultationsprozess für die „Post-2015-Agenda“ läuft auf Hochtouren. Diese soll auch soziale, wirtschaftliche und vor allem ökologische Aspekte einer nachhaltigen Entwicklung umfassen, um jene Probleme in Angriff zu nehmen, die nicht vor nationalen Grenzen haltmachen. Mit diesem Anspruch nehmen die künftigen Sustainable Development Goals jenseits einer Unterscheidung nach „Entwicklungsstand“ alle Staaten gleichermaßen in die Pflicht. Um die künftige Agenda verwirklichen zu können, werden internationale Kooperationsformen nötig sein, die über die klassischen Rezepte hinausgehen. Wie kaum ein anderes Politikfeld kann die Entwicklungszusammenarbeit dabei wertvolle Erfahrungen und Ansätze aus ihrer jahrzehntelangen Praxis einbringen. Zugleich steht der Entwicklungszusammenarbeit in diesem Kontext eine Neuausrichtung bevor.
Das neue APuZ-Heft „Entwicklungszusammenarbeit“ stellt umfassend den Stand und die Herausforderungen der aktuellen entwicklungspolitischen Diskussion in den Fokus.

Das Heft kann kostenlos als Printversion bestellt oder als PDF heruntergeladen werden.

Weitere Infos:
>> APuZ-Heft „Entwicklungszusammenarbeit“ (Online-Version)

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iz3w: Herrschaftskritische Perspektiven auf Folter im 21. Jahrhundert

Folter ist weltweit geächtet. Jedenfalls könnte man das aufgrund der Tatsache annehmen, dass 155 Staaten die UN-Antifolterkonvention ratifiziert haben. Fakt ist aber auch, dass Amnesty International aus 141 Ländern Berichte über die Anwendung von Folter oder folterähnlicher Gewalt vorliegen. Folternde Unrechtsstaaten sind dabei nicht auf den Globalen Süden beschränkt. Auch im Norden ist folterähnliche Gewalt (wieder) eine konkrete Handlungsoption bei der Durchsetzung des staatlichen Gewaltmonopols und der Bekämpfung des Terrorismus. Der Themenschwerpunkt nimmt eine grundsätzlich herrschaftskritische Sichtweise ein und begreift Folter nicht als bloße Abweichung von der menschenrechtlichen Norm, sondern als Zuspitzung von Herrschaft, als ultimatives Mittel zu ihrer Sicherung. Die Möglichkeit der Folter ist eine Drohung, mit der jedes aufbegehrende oder ‚feindliche’ Individuum dort getroffen werden soll, wo es am verletzlichsten ist: Bei der körperlichen und seelischen Integrität. Nie ist die Einsamkeit des Menschen größer als im Moment der Folter und des absoluten Ausgeliefertseins.

Das Heft kann für 5,30 Euro pro Stück zzgl. Versandkosten bestellt werden. Der südnordfunk – die monatliche Radio-Magazinsendung des iz3w – ergänzt den Themenschwerpunkt mit Podcasts.

Weitere Infos:
>> Bestellmöglichkeit der iz3w-Ausgabe Nr. 347: Entgrenzte Herrschaft

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16.-29. März: Internationale Wochen gegen Rassismus


Der 21. März wird weltweit als Internationaler Tag gegen Rassismus begangen und vom 16.-29. März finden europaweit wieder die Internationalen Wochen gegen Rassismus statt.
Noch nie gab es in Deutschland so viele und so große Demonstrationen für kulturelle Vielfalt und gegen den Hass und die Diskriminierung von Minderheiten. Breite Bündnisse stellen sich entschieden gegen rassistische Argumente und Versammlungen. Bundesweit gibt es eine große Solidarität und vielfältige Initiativen für die Aufnahme und für würdige Lebensbedingungen für Menschen auf der Flucht. Gleichzeitig gibt es wieder mehr Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte, Moscheen und Synagogen. PopulistInnen, RechtsextremistInnen und rassistische DemonstrationInnen schüren Ängste und Hass gegen Flüchtlinge, Muslime, Roma, Juden und andere Minderheiten. Diese menschenfeindliche Stimmungsmache ist keine Randerscheinung und kommt auch aus der Mitte der Gesellschaft. Vor diesem Hintergrund kommt dem Internationalen Tag sowie den Internationalen Wochen gegen Rassismus in diesem Jahr eine besondere Bedeutung zu!
Auf der Webseite der Aktionswochen finden sich vielfältige Informations- und Mobilisierungsmaterialen sowie den Veranstaltungskalender, in dem man auch eigene Veranstaltungen und Initiativen bekannt machen kann.

Weitere Infos:
>> Webseite der Stiftung der Internationalen Wochen gegen Rassismus

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Mitmachaktion „Entwicklungsjahr 2015: Zeig Dein Engagement!“

Das Europäische Jahr für Entwicklung lädt die BürgerInnen der Europäischen Union ein, die europäische Entwicklungspolitik aktiv mitzugestalten. Es bietet Raum für öffentlichen Austausch und aktives Engagement für eine nachhaltige Entwicklungspolitik innerhalb Europas und weltweit. Jetzt heißt es: Mitmachen und das eigene Engagement präsentieren! Es können – als Einzelperson oder Gruppe – ein bis fünf Fotos eingereicht werden. Die Fotos soll das Engagement für eine nachhaltige, faire Welt bezogen auf eines der folgenden Themen dokumentieren: „Fairer Handel/Sozial- und Umweltstandards“, „Klimaschutz“ oder „Ernährung“. In der Online-Abstimmung werden aus den neun FinalistInnen die Top-Favoriten gewählt. Einer von den drei HauptgewinnerInnen wird nach Brüssel zu den Europäischen Entwicklungstagen fahren und dort bei der größten internationalen Veranstaltung zum Thema Entwicklungszusammenarbeit dabei sein.

Weitere Infos:
>> Webseite zur Mitmachaktion

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Weltklasse!-Aktionswochen und Unterrichtsmaterialien

58 Millionen Kinder und 63 Millionen Jugendliche können nicht zur Schule gehen. 130 Millionen Kinder können weder lesen, schreiben noch rechnen, selbst wenn sie eine Schule besuchen. Eine große Herausforderung für die Weltgemeinschaft und die neuen globalen Ziele für die nächsten 15 Jahre, die im September 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedet werden.
Deswegen dreht sich auch bei Weltklasse! 2015 alles um die Bedeutung von Bildung in unserer globalisierten Welt. Was brauchen SchülerInnen, um sich in einer sich rasch wandelnden Welt zurechtzufinden und drängenden Herausforderungen wie dem Klimawandel entgegenzutreten? Was sollten SchülerInnen rund um den Globus – egal ob in Berlin, Hong Kong oder Addis Abeba – lernen, um verantwortungsbewusste Menschen zu werden?
Das Team der Globalen Bildungskampagne stellt auf ihrer Homepage Unterrichtsbroschüren, Postkarten und Poster zum Bestellen bereit und zeigt verschiedene Mitmachaktionen für Schulen auf.

Weitere Infos:
>> Weltklasse!-Aktionswebseite

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Make Chocolate Fair: Bundesweite Osterhasen Challenge

Schon bald türmen sich wieder Schokohasen, Schokoeier und Pralinen für das Osterfest in den Supermarktregalen. Doch noch immer stecken Armut, Hunger und Kinderarbeit in fast allen Osterleckereien. Um das zu ändern, startet die Kampagne Make Chocolate Fair! im Jahr 2015 die erste deutschlandweite Osterhasen-Challenge: Gemeinsam mit möglichst vielen Aktiven in ganz Deutschland soll die Schokoladenindustrie herausgefordert und ein starkes Zeichen für faire Schokolade nach Brüssel gesendet werden. Das Ziel sind 70.000 Unterschriften, die mit selbstorganisierten Aktionsständen gesammelt werden sollen. Um den Anreiz zu erhöhen, bekommt die Gruppe, die am meisten Unterschriften gesammelt hat, ein schokofaires Überraschungspaket geschenkt.

Weitere Infos:
>> Mitmachen: Make Chocolate Fair! Osterhasen-Challenge

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Deine Stimme gegen Armut: E-Mail-Aktion Globale Gerechtigkeit

Am 27. Februar, exakt 100 Tage vor dem G7-Gipfel, startete die VENRO-Kampagne „Deine Stimme gegen Armut“ eine E-Mail-Aktion. In der Aktion wird Bundeskanzlerin Angela Merkel dazu aufgefordert, das Thema der globalen Gerechtigkeit auf den wegweisenden Gipfeln dieses Jahres ins Zentrum zu rücken.
2015 ist ein Schicksalsjahr. Es stehen wegweisende politische Entscheidungen an, die über die Zukunft von Milliarden Menschen weltweit entscheiden. Im Juni treffen sich die Regierungschefs der sieben großen Industrienationen zu ihrem Gipfel auf Schloss Elmau. Von diesem G7-Gipfel muss ein starkes Signal für den Gipfel der Vereinten Nationen zu neuen Entwicklungs- und Nachhaltigkeitszielen im September in New York und die Klimakonferenz im Dezember in Paris ausgehen. Aber die Voraussetzungen sind ernüchternd: Die soziale Ungleichheit wächst schockierend schnell, was aktuelle Zahlen bestätigen: 85 Milliardäre besitzen so viel wie die ärmsten 3,5 Milliarden. Einer von neun Menschen auf der Erde hat nicht genug zu essen. Eine Milliarde Menschen müssen mit weniger als 1,25 US-Dollar pro Tag zurechtkommen. Das ist nur ein kleiner Auszug an Beispielen, die zeigen, dass sich die Welt derzeit in einer enormen Schieflage befindet. „Business as usual“ ist daher keine Option: Sich informieren, mitmachen, E-Mail losschicken!

Weitere Infos:
>> Action Blog „Globale Gerechtigkeit ohne Ende!?“

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„Project Shelter“ – Petition für neue Schutz- und Begegnungsstätte in Frankfurt/M.

Seit Monaten schlagen sich dutzende schutzsuchende MigrantInnen in Frankfurt auf der Straße durch. Mitten im Winter schlafen sie unter Brücken, im Bahnhof oder in der B-Ebene der Hauptwache. Die meisten von ihnen sind Geflüchtete aus verschiedenen afrikanischen Ländern, die oft schon seit geraumer Zeit in Europa leben. Nach Frankfurt gekommen sind sie, weil sie an anderen Orten diskriminiert und ausgegrenzt werden, aber auch, weil heute an vielen Orten in Europa jegliche Perspektive fehlt. In Frankfurt sind sie voller Hoffnungen angekommen, doch auch hier werden MigrantInnen mit ihren Problemen weitestgehend alleine gelassen. Das muss sich ändern! 
Es soll ein Zentrum eröffnet werden, in dem MigrantInnen in Frankfurt Schutz gewährleistet und Orientierungshilfe angeboten werden kann. Das „Shelter“ soll als erste Anlaufstelle fungieren, um den obdachlosen MigrantInnen einen Schlafplatz, Nahrung und Kleidung bereit zu stellen.
Mit der Unterschriftenpetition wird die Stadt Frankfurt aufgefordert, direkte Verhandlungen mit den obdachlosen MigrantInnen und ihren UnterstützerInnen über die Eröffnung eines selbstverwalteten Zentrums aufzunehmen. Außerdem soll eine angemessene finanzielle Unterstützung des Projektes durch die Stadt Frankfurt und das Land Hessen ermöglicht werden.

Weitere Infos:
>> „Project-Shelter“-Petitionsseite

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Oeku-Büro: Solidaritätsreise nach Nicaragua

Seit 1983 organisiert das Ökumenische Büro für Frieden und Gerechtigkeit Solidaritätsreisen nach Nicaragua. In drei Wochenendseminaren bereiten sich die TeilnehmerInnen der Reisen auf ihren Aufenthalt vor, dies beinhaltet die Vermittlung von Kenntnissen über Landesgeschichte und aktuelle Situation, über Weltwirtschaftszusammenhänge und die Arbeit einzelner Organisationen, genauso wie Diskussionen über die Ziele und Motivationen der TeilnehmerInnen und über gesellschaftliche Realitäten und Ansätze für politische Arbeit hier in der BRD.
Das Schwerpunktthema der Reise im Jahr 2015 ist „Gesundheit“, vor Ort in Nicaragua sollen die Grundlagen und Problematiken näher betrachtet werden und mit der Partnerorganisation „Movimiento Comunal“ Ansätze und Projekte in der Praxis vorgestellt werden.

Weitere Infos:
>> Flyer „Solidaritätsreise Nicaragua“ (PDF)

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Terminlese

Di., 10.03.15 (20 Uhr), Marburg
Jerusalem – The East Side Story
Dokumentarfilm in Anwesenheit des Regisseurs Mohammed Alatar. Veranstalter: EPN Hessen-Mitgliedsorganisationen Motivés e.V. und Marburger Weltladen

Sa., 14.03.15 (ab 10 Uhr), Frankfurt/M.
Auswirkungen des interozeanischen Kanals für die zukünftige Entwicklung Nicaragua
Seminar. Veranstalter: EPN Hessen-Mitgliedsorganisation Städtefreundschaft Frankfurt-Granada e.V.

So, 15.03.2015 (17 Uhr), Wetzlar
Menschen unterwegs
Benefizkonzert zugunsten der Flüchtlingshilfe. Veranstalter: EPN Hessen-Mitgliedsorganisationen Kirchenkreis Braunfels, Kirchenkreis Wetzlar, Arbeitskreis Brot für die Welt – Tikato

Fr., 20.3. – So., 22.3.15, Frankfurt/M.
VERANSTALTUNGS-TIPP: Immigrationsbuchmesse 2015
Buchmesse mit Buchvorstellungen, Lesungen, Vorträgen, Gesprächen, Diskussion, Buchverkauf, Ausstellung, Kinderprogramm, Tanz und Musik aus aller Welt

Fr., 20.3. – So., 22.3.15, Mainz-Hechtsheim
Faire Welten
Fair Handels-Sonderschau auf der Rheinland-Pfalz Ausstellung

Mo., 23.3. & Di., 24.3.15, Berlin
reCampaign 2015
„Lernen. Vernetzen. Bewegen. Strategien für die digitale Zivilgesellschaft.“ Veranstalter: Oxfam Deutschland, Wigwam Kommunikationsberatung und der Socialbar in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung

Do., 26.3. & Fr., 27.3.15, Eschborn / Frankfurt/M.
Nachhaltige Sanitärversorgung in der Entwicklungszusammenarbeit
Grundlagenseminar für Interessierte, Engagierte und Nichtregierungsorganisationen. Veranstalter: German Toilet Organization

Sa, 28.03.2015 – So, 29.03.2015, Königswinter
Inklusion kennt keine Grenzen: Die UN-Konvention und Behinderung im Globalen Süden
Seminar. Veranstalter: bezev.de Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit e.V.

(Fr., 03.04. bis) Mo., 06.04.15, Frankfurt/M. (Darmstadt, Offenbach)
Frankfurter Ostermarsch 2015
Aufruf zum Ostermarsch Frankfurt 2015. „Kriege und Kriegspropaganda stoppen – Konflikte friedlich lösen!“

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Terminkalender

Weitere entwicklungspolitische Veranstaltungen in Hessen finden sich in unserem Terminkalender.

>> EPN Hessen-Terminkalender

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