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Veranstaltungsreihe: „Feminismen des Globalen Südens“

Mi, 04.07.2018 | 18:15 20:15 | Frankfurt a/M. (Goethe-Universität Frankfurt am Main)

„In the Pursuit of Freedom: Feminist intellectuals in African contexts“. Vortrag in englischer Sprache. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe: „Feminismen des Globalen Südens – Feminisms from the Global South“. Referentin: Amina Mama (University of California). VeranstalterIn: Cornelia Goethe Centrum, Hessische Landeszentrale für politische Bildung, Goethe Universität Frankfurt am Main.


Zum Vortrag von Amina Mama:
In ihren öffentlichen Vorträgen thematisiert die Wissenschaftlerin, Autorin und Aktivistin Amina Mama Theorie und Praxis afrikanischer Feminismen. Dabei geht es um verschiedene Erscheinungsformen des Feminismus, die aus einer großen Bandbreite von historischen und sozialen Gegebenheiten in den Ländern Afrikas hervorgegangen sind. Mamas Augenmerk richtet sich vor allem auf die Wechselbeziehungen zwischen Militarismus und den verschiedenen Formen sexueller Gewalt und Unterdrückung.

Zur Vortragsreihe:
Im Kontext der aktuellen Krisen des Kapitalismus und ihrer politischen Folgen geraten Ideen und Praxen von Emanzipation immer mehr unter Druck. Das politische Projekt des Feminismus bzw. der Vielfalt von Feminismen im globalen Norden wie im globalen Süden wird zur Zielscheibe rechtspopulistischer und autoritärer Anfeindungen. Anti-Genderismus wird auf verschiedene Weisen mit Rassismus verknüpft. Parallel dazu findet eine Vereinnahmung feministischer Positionen und Praktiken im Neoliberalismus statt, durch die feministische Herrschaftskritik und Gesellschaftsvisionen allzu häufig auf ,,lean-in“ Feminismus und bestimmte Gender Mainstreaming-Ansätze zusammenschrumpfen. Vor diesem Hintergrund entfalten FeministInnen rund um den Globus neue Konzepte und politische Praxen der Solidarität, um Feminismus als Alternative zum globalen Kapitalismus zu repolitisieren.

Dabei ist es kein Zufall, dass eine große Bandbreite an radikalen feministischen Ansätzen aus dem globalen Süden stammt, wo Kapitalismuskritik und gesellschaftliche Transformation vielerorts stets Bestandteil der feministischen Agenda waren. Diese Perspektiven auf Weltpolitik vermitteln grundlegende Erkenntnisse darüber, wie ungleiche Geschlechterverhältnisse und intersektionale Dimensionen von Unterdrückung in lokale und zugleich globale Verhältnisse eingelassen sind.

Und sie rücken die grundsätzlichen Fragen nach globaler Gerechtigkeit, die in den feministischen Perspektiven des globalen Nordens allzu oft unberücksichtigt bleiben, wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit: Wie wirken sich die gegenwärtigen multiplen Krisen in den verschiedenen Regionen der Welt aus? Auf welche Weise betreffen und beeinträchtigen sie feministische Ansätze? Welche feministische Kritiken, Konzepte und Strategien werden entwickelt, um neoliberale und autoritäre Transformationskonzepte zu demaskieren und ihnen zu entgegnen? Welche Bedeutung haben Gender Studies, feministische Bewegungen und intersektionale Netzwerke für die Entwicklung alternativer politischer und sozialer Projekte, die soziale Gerechtigkeit voranbringen können? Diese Vortragsreihe will solche und ähnliche Fragen von verschiedenen theoretischen Standpunkten, geographischen Kontexten und historischen Erfahrungen aus diskutieren, um Raum für Dialog und intersektionale Solidaritäten in einer transnational vernetzten Welt zu schaffen.

Der Eintritt ist frei!

 

 


Weitere Infos:
>> Flyer

>> Booklet

Veranstaltungsort:
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Theodor-W.-Adorno-Platz 6, Frankfurt a/M. (Google-Map)

Gefördert von Engagement Global im Auftrag des:



Gefördert vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung:


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