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Vortrag und Diskussion: „Der Fall Lula“

Sa, 14.04.2018 | 19:30 | Frankfurt a/M. (Kirchengemeinde Sankt Wendel)

Vortrag und Diskussion: „Der Fall Lula: Die Parteilichkeit der brasilianischen Justiz und die Schwäche der Demokratie“. Referent: Prof. Dr. Martônio Mont’Alverne, Staatsanwalt der Stadt Fortaleza. VeranstalterIn: Abá – Arbeitskreis für brasilianische Menschenrechte.


Am 07.04.2018 hat die brasilianische Demokratie einen weiteren Schlag erlitten. Der Ex-Präsident Luis Inácio Lula da Silva musste sich der Polizei stellen, um eine Haftstrafe wegen Korruption anzutreten. Sergio Moro, der Richter, der die Ermittlungen durchführt, hatte Lula zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt. Das Berufungsgericht hat sodann diese Strafe auf insgesamt zwölf Jahre erhöht. Dem zufolge machte er sich der Korruption schuldig, indem er sich während seiner Präsidentschaft von der größten brasilianischen Baufirma OAS eine Luxuswohnung in der Küstenstadt Guarujá im Bundesstaat Sao Paulo schenken ließ. Aber die umstrittene Luxuswohnung in Guarujá war immer und ist auch bis heute im Besitz der Baufirma OAS.

Außerdem gibt es in den Ermittlungs- und Strafverfahren im Rahmen der ,,Operação Lava Jato“ viel Missbrauch, viele Rechtswidrigkeiten und eine enorme Voreingenommenheit seitens des Richters Sérgio Moro zugunsten des rechten Lagers in Brasilien und gegen die Regierungen der vergangenen 13 Jahre.

Bei dieser Veranstaltung wird der Staatsanwalt der Stadt Fortaleza Prof. Dr. Martônio Mont’Alverne (Bundesuniversität Fortaleza) über die Parteilichkeit der brasilianischen Justiz in dem Fall Lula referieren, und wie sie die junge brasilianische Demokratie schwächt.

Veranstaltungsort:
Kirchengemeinde Sankt Wendel, Altes Schützenhüttengässchen 6, Frankfurt a/M. (Google-Map)

Gefördert von Engagement Global im Auftrag des:



Gefördert vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung:


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