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Lesung und Diskussion: „Diktatoren als Türsteher Europas“

Do, 12.10.2017 | 20:30 | Frankfurt am Main (Land in Sicht Buchhandlung)

Wie die EU ihre Grenzen nach Afrika verlagert. Eine Lesung und Diskussion mit Christian Jakob, Simone Schlindwein (beide taz) und Mamadou Konaté (Association Malienne des Expulsés, Mali). VeranstalterIn: medico international


Europa zieht seine Grenzen durch Afrika. Migrationskontrolle ist in der EU zu einer Frage von höchster innenpolitischer Bedeutung geworden. Mit Hochdruck baut sie daher ihre Beziehungen zu den Regierungen auf dem afrikanischen Kontinent aus. Diese sollen ihre Bürger daran hindern, nach Europa zu gelangen. Die EU bietet dafür Militär- und Wirtschaftshilfe in Milliardenhöhe. Sie arbeitet mit Regimen zusammen, die schwere Menschenrechtsverletzungen begehen, und bildet deren Polizei und Armeen aus. Die Bewegungsfreiheit in Afrika wird eingeschränkt, Entwicklungshilfe wird umgewidmet und an Bedingungen geknüpft: Wer Migranten aufhält, bekommt dafür Geld. Am meisten profitieren IT-Unternehmen sowie Rüstungs- und Sicherheitskonzerne in Europa.

Seit Jahren recherchieren Simone Schlindwein und Christian Jakob zu diesem Thema. Ihr Buch ist die erste umfassende Darstellung der neuen europäischen Afrikapolitik. Welche konkreten Auswirkungen diese Politik hat, berichtet Mamadou Konaté am Beispiel unfreiwillig Zurückgekehrter im westafrikanischen Mali.

Veranstaltungsort:
Land in Sicht Buchhandlung, Rotteckstraße 13, Frankfurt am Main (Google-Map)

Gefördert von Engagement Global im Auftrag des:



Gefördert vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung:


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