Einzelbeitrag:

Deutscher Erdüberlastungstag 2017:
Seit dem 24. April machen wir Schulden

Zwischen Neujahr 2017 und dem 24. April hat die deutsche Bevölkerung schon die gesamten natürlichen Ressourcen verbraucht, die ihr im Jahr 2017 zugestanden hätten – also, rein rechnerisch natürlich. Bei der Berechnung des Erdüberlastungstages werden zwei Größen gegenübergestellt: zum einen die gesamtjährliche biologische Kapazität der Erde, Ressourcen aufzubauen und Abfälle sowie Emissionen aufzunehmen – zum anderen der Bedarf an nutzbaren natürlichen Ressourcen wie Wälder, Ackerland, Flächen, Lebewesen und Wasser, den die Menschen für ihre derzeitige Lebens- und Wirtschaftsweise von Beginn eines neuen Jahres bis zum aktuellen Tag verbrauchen. Jener Tag, an welchem der zweite Wert ersteren überschreitet, wird als ‚Erdüberlastungstag‘ bezeichnet. Gegenüber dem Vorjahr haben wir den deutschen Erdüberlastungstag damit ganze fünf Tage früher erreicht. Damit wird deutlich, dass wir mit der vorherrschenden Wirtschafts- und Rohstoffpolitik unsere Umwelt weiterhin über ihre ökologische Belastungsgrenze hinaustreiben. Das Konsumverhalten hier vor Ort und global muss also dringend nachhaltiger und gerechter gestaltet werden.


Weitere Infos:
>> Bericht von Germanwatch und INKOTA zum deutschen Erdüberlastungstag
>> „Ecological Footprint Explorer“: Zahlen- und Daten zum Erdüberlastungstag (engl.)

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